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Amber: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

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Amber
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Amber: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Donnerstag, 13.04.17, 15:43

Hallo ihr Lieben,

ich platze hier mal in die Osterzeit rein, wissend, dass das evtl. gerade keiner lesen wird, was ich aber okay finde. Nur ist´s halt so, dass ich im Moment gerade in der Lage bin zu schreiben...., also los:

Kurz nach dem Beginn meiner Schichtarbeit (1990) blieb plötzlich der Schlaf aus, tagelang. Es war schrecklich und ich habe heute noch (oder wieder) eine riesige Angst davor, das noch mal zu erleben. Zopiclon bei Bedarf (ca. 4 x pro Monat) 7,5mg waren die Rettung.

2001 gab´s einen familiären Knall. Der Hausarzt verschrieb Tavor. Und da blieb ich hängen.

Ab ca. 2005 versuchte ich dann zusammen mit einem Psychiater das Zeugs loszuwerden. Er verschrieb dazu diverse ADs und NLs. Der Leidensdruck wurde so hoch, dass am Ende auch das Bedarfsmedikament Zopiclon täglich konsumiert wurde.
Anstatt von dem Tavor loszukommen nahm ich nun

100 mg Trimipramin
6mg Bromazepan
7,5 mg Zopiclon

Während einer Reha ohne Schichtarbeit und sonstigen Problemen schaffte ich es 2008, das Bromazepan innerhalb von sechs Wochen abzusetzen, ging monatelang gut..., aber dann, na, ihr ahnt es bereits...

Es ging mir ziemlich mies. Dann kamen plötzlich noch hypochondrische und sonstige Ängste dazu. Mein Psychiater (leider ein neuer) setzte das Trimipramin auf 150mg. Die Ängste waren seltener, aber angstfrei leben ist für mich mittlerweile ein Fremdwort.

Im November 2016 halbierte ich die Menge des Bromazepans auf 3mg, keinerlei Probleme. Im März halbierte ich diese 3mg auf 1,5 mg. Die Folge waren verkürzter Schlaf, unruhige Beine und morgens einen Klos voller Ängste und Sorgen im Bauch, die sich aber im Laufe des Tages verflüchtigten. Aushaltbar.

Dann kam die Ankündigung eines Drogenscreenings (u. a. Benzodiazepine) bei der Arbeit. Ich bekam einen Riesenschreck, zumal ich mich ja immer im legalen Feld gewähnt habe, und setzte die letzten 1,5 mg direkt ab. Die ersten 10 Tage ging´s gut, doch dann fing es in den Ohren an zu pfeifen, die Angst erwachte mit ungeahnten Kräften zu neuem Leben und die innere Unruhe ist kaum auszuhalten.

Trimipramin habe ich übrigens Anfang März von 150 auf 100mg gesetzt, nach 3 Wochen ohne Reaktion reduzierte ich das Bromazepan. Die Ängste, weswegen ich es so hoch nahm, sind doch bestimmt eher eine Folge der Benzodiazepine als eine Neuerkrankung..., denke ich mal so. Ich würde es ungern wieder erhöhen, eher weiter reduzieren, weil ich mir erhoffe, dass es beim Absetzen des Zopiclons vielleicht wieder etwas erhöht werden kann und damit wieder schlafanstoßende Wirkung hat. Andererseits muss ich´s ja loswerden wegen des Falsch-Positiv-Ergebnisses. Oje, ich weiß leider gar nichts mehr.

Schaffe meine Signatur heute nicht mehr...., versuche es morgen..., hoffe, das ist okay.

Ach, habe mir Lavendelöl- und Passionsblumenkabseln, sowie Hopfen, Baldrian, Melisse und Passionsblume für Tee besorgt. Mein Hirn wird zwar wahrscheinlich drüber lachen, aber vielleicht hilft´s ja ein ganz kleines bisschen..., das wäre schon toll...

Liebe Ostergrüße an euch alle.

Doro
Zuletzt geändert von Ululu am Sonntag, 30.09.18, 14:37, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Namen im Titel zugefügt zur besseren Übersicht im Forum
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navarrese
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von navarrese » Donnerstag, 13.04.17, 16:13

Hi Doro!
Als Leidensschwester lasse ich dir mal eine fette Umarmung da. :hug:
Du hast ja schon einiges mitgemacht...
Bestimmt meldet sich noch jemand vom Team .
Du wirst mit auf jeden Fall gute Tipps bekommen, wie du weiter vorgehen könntest.
Aber den wichtigsten Schritt hast du ja schon getan : dich entschieden, etwas zu ändern.

Phasenweise hatte ich auch diese absolute Schlaflosigkeit, Dauerpanik und totale Ängste/ Hoffnungslosigkeit. Ich weiß wie schrecklich das ist.
Fast schon traumatisch.
Lass dich nicht unterkriegen.
Hast jemand, der bei dir sein kann, oder da ist, wenn du ihn brauchst?
Liebe Grüße,
Alice
Diagnose : Ptbs
Reaktive Depression

Seit 2008 : Paroxetin 40mg
Ab März 2016 Reduktion
Unwissentlich viel zu schnell. ......
Momentan bei 20mg

April 2016......erste Entzugssymptome....mal mehr , mal weniger. ...

01.06.2016 : 15mg

immer wieder auf und ab....ich schaffe das
bis Mitte November auf 0 geschafft

Fr.3.3. 17 : die welt bricht zusammen
Panik, Herzrasen ,Luftnot Angst, Übelkeit, SCHLAFLOS,
Agressionen
Mo. 6.3 : vom Hausarzt Lorazepam und Atosli bekommen
nach Atosil wäre ich fast Amok gelaufen
Di. 7.3. : pschiatrischer Notdienst, Beratung

Dipiperon füer de Tag und bei Bedarf
Zoplicon für die Nacht

Fr.10.03.: EINDOSIERUNG Paroxetin 1mg
So.12.03. heftigste Krise

Psychiatrische Ambulanz : Beratung und Umdosierung
ab
Mo.13.03. zur Nacht 40mg Dipiperon/ bei Bedarf) und 0,5 Tablette Zopiclon
Paroxetin 2mg.
Do., 16.03. : 3mg Paroxetin
Seit 15.03. kein Zopiclon mehr!!!! :party2:

So, 19.03. : 5mg Paroxetin
Di, 21.03. : 6mg Paroxetin
Do, 23.03.: 7mg Paroxetin
Mo.27.03.: 8mg Paroxetin, 30mg Pipamperon
Do.30.03. : 9mg Paroxetin
Mo.2.04.: 10mg Paroxetin, 20mg Pipamperon
Mi.4.04. : " " , 10mg Pipamperon
Fr. 6.04.: " 0mg Pipamperon :fly:

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navarrese
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Registriert: Samstag, 16.04.16, 23:35

Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von navarrese » Donnerstag, 13.04.17, 16:19

Sorry...noch eine Frage.
Weißt du wann das Screening ist. Ich verstehe nicht, warum der Arzt dir die Sachen verschreibt und dich so hängen lässt? ! Hast du einen Job mit hoher Verantwortung, das dies relevant wäre? Ich meine der Betriebsarzt hat doch auch Schweigepflicht und du nimmst Medikamente und keine Drogen.
Ach mensch, so ein Schlamassel
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TeaTime
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von TeaTime » Donnerstag, 13.04.17, 18:01

Hallo Doro,

willkommen in diesem Forum !

Vor einem Drogenscreening würde ich mir keine Sorgen machen, denn wie Navarrese schon schreibt, Du nimmst Medikamente und keine Drogen. Zudem bekommst Du diese auf Rezept, also durchatmen !!!

Zum einen kannst Du Dir von Deinem Arzt eine schriftliche Bestätigung geben lassen, dass Du Medikamente verordnet bekommst, sowie eine Bestätigung warum Du die nimmst. Wenn Du Schichtarbeit machst wirst Du unter Garantie nicht die einzige sein, die Psychopharmaka einnimmt.

Wende Dich mal an den Betriebsrat, wie Du in so einem Fall vorgehen kannst. Welche Unterlagen benötigt werden. Kann sein dass man Dich zu einem Betriebsarzt/Amtsarzt schickt, der diese Arztberichte durchsieht, die Personalstelle selber bekommt nur eine Info, ohne Diagnosen.

Deine Medikamente deshalb nun "Ratz Fatz" abzusetzen macht keinen Sinn, denn das wird nicht funktionieren.

Hier im Forum wird empfohlen alle 4-6 Wochen 10% zu reduzieren. Je nachdem wie man es verträgt.

Eine Signatur willst Du ja noch erstellen und braucht man auch, um Dich passend beraten zu können.

Wichtig ist, komme erst einmal zur Ruhe und mache Dir nicht so viele Gedanken. Je nachdem was Du für einen Job hast, kann es natürlich Probleme geben, wenn Du Psychopharmaka einnimmst. Aber wie gesagt, Du hast dafür Rezepte, betreibst keinen Missbrauch, sondern hast dafür passende Diagnosen.

Dein neuer Psychiater sollte mal seine Wortwahl überdenken, er soll mit Dir und nicht gegen Dich arbeiten !!!

Dass Du Deine Medikamente absetzen willst ist gut und richtig, aber bitte vernünftig und langsam.

Auch das würde ich bei einem Gespräch unbedingt angeben, dass Du dabei bist die Medikamente abzusetzen.

Andere Tipps und Ratschläge werden folgen, über die Feiertage jetzt wird es dauern, weil das Team und auch viele Mitglieder nicht anwesend sein werden. Aber Du wirst hier noch hilfreich unterstützt.

Wünsche Dir etwas mehr innere Ruhe,

Lieben Gruß,

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am Freitag, 14.04.17, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

lunetta
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 13.04.17, 18:17

Hallo und willkommen bei uns!

Hier liest immer jemand mit, egal ob Ostern oder Weihnachten - mach dir keine Sorgen, du wirst von uns nicht im Regen stehen gelassen!

Zuerst einmal - darf ich dich fragen, welchen Job du machst, bei dem ein Drogenscreening durchgeführt wird?

Aber nun zum weiteren Vorgehen:
Zuerst einmal vorweg - das Absetzen von 3 Substanzen geht nicht innerhalb kurzer Zeit!!! Das kann man nicht innerhalb einer Frist absetzen um ein screening zu bestehen, ohne weitreichende Folgen und Symptome für dich!
Das wäre ein Kaltentzug, und es würde dir noch viel schlimmere Symptome bescheren als du schon hast, also bitte versuch das nicht!
Aus deinem Dilemma kommst du nur langsam und mit Bedacht raus.

Du hast viel zu schnell abgesetzt! Ohne Signatur ist es schwierig dir zu raten was du wie hoch wieder eindosieren solltest um deinen Entzug nun ein wenig abzufedern.....

Meine Empfehlung:
Such dir als erstes einen Arzt, der dich lange genug krank schreibt, dass du erst mal das sreening nicht mitmachen mußt! Wende dich zeitgleich an den Betriebsarzt oder Vertrauensarzt und mach klare Fronten! Diese Medis sind ja keine Drogen und das muß man klarstellen!

Wir hier setzen alle 4-6 Wochen 10% der letzten Dosis ab.
Meistens zuerst die Benzos, dann die AD, aber das halten hier alle unterschiedlich. Eventuell zuerst das, was als letztes dazugekommen ist.

Deine Medikation ist ein Projekt von mehreren Jahren, wenn du alltagstauglich bleiben willst, und sich die Symptome in Grenzen halten sollen. Psychopharmaka bauen sich nach ca. 4 Wochen fest in den Gehirnstoffwechsel ein, und ein Absetzen sollte langsam und in kleinen Schritten geplant werden.
3 Medikamente sind ja dann 3x längeres Absetzen - wir raten hier sehr davon ab 2 oder mehr Medikamente gleichzeitig abzusetzen.

Versuche, wenn es dir besser geht eine Signatur zu erstellen, und wir werden gemeinsam schauen wie du das am besten machst;)

Alles Gute und LG
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.

Amber
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Registriert: Donnerstag, 13.04.17, 10:03

Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Freitag, 14.04.17, 11:06

Guten Morgen,

wie sehr hab ich mich gestern gefreut, dass es schon so viele Antworten gab.

Alice, deine Umarmung tat so gut und es gibt Mut, wenn ich lese, dass du einige meiner Gefühle auch schon erlebt und irgendwie in den Griff bekommen hast. Deine Signatur liest sich auch toll.

Ich lese schon einige Zeit bei euch mit und weiß die Empfehlungen bezüglich des Ausschleichens. Im November letzten Jahres, als ich 6mg Bromazepam auf 3 mg reduzierte, kannte ich sie natürlich nicht. Aber ich hatte Glück, und mein Hirn akzeptierte das Weniger ohne Murren. Auch die Reduzierung auf 1,5 mg waren okay. Die Reaktionen meines Körpers waren wirklich sehr gut auszuhalten. Ich glaube der Knock-Out kam dann als ich 2 Wochen später auch die 1,5 mg wegließ.

Mein Psychiater sagte kein Wort dazu. Nicht mal ein klitzekleines anerkennendes Wort, keine Informationen über mögliche Folgen, aber vielleicht wollte er mir auch einfach keine Angst machen. Aber eigentlich glaube ich das nicht. Viele von euch schreiben ja, dass der Psychiater zwar die Tabletten verschreibt, aber ansonsten wenig Verständnis oder Unterstützung bietet. Wahrscheinlich muss ich froh sein, dass zumindest der Tablettennachschub zunächst mal gesichert scheint.

Was ich gerade erlebe, ist unangenehm. Morgens wache ich ruckartig auf und schwupps sind die negativen Gedanken und Gefühle da, der Kloß im Bauch zwingt mich dazu, dass ich blitzartig das Bett verlasse. Früher hab ich mich dann auf meinen Kaffee gefreut, heute ist der Bauch so zugeschnürt, dass es mir fast unmöglich ist, etwas zu mir zu nehmen. Es wird zwar im Laufe des Tages etwas besser, aber von "gut" ist´s meilenweit entfernt.

Viele schreiben ja auch, man solle Stress möglichst fernhalten. Dazu hätte ich dann noch die nächste Geschichte..., es hört sich wirklich alles eher wie eine Verschwörungstheorie an...., ich hoffe, ihr denkt nicht, ich sei völlig daneben.

Zwei Häuser weiter wohnen meine Eltern (Ende 80). Meine Mama ist seit 15 Monaten ein Pflegefall. Zwar haben (hatten) meine Eltern seitdem eine 24-Stunden-Pflegekraft, aber das war bisher immer ein Riesendrama. Keine kam jemals ein zweites Mal. Nun ist vor 2 Tagen die bisher letzte im Streit abgereist. Mehr denn je ist in solchen Situationen meine Unterstützung gefragt. Das sollte ja mitnichten ein Problem sein, eher eine Selbstverständlichkeit. Meine Eltern sind jedoch sehr sehr sehr verbittert und lassen an keinem anderen ein gutes Haar. Die "Besuche" sind sehr oft einfach nur sehr niederschmetternd. Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist, die Momente in denen sie nur über alle anderen schimpfen oder die Moment, in denen sie mich gar nicht beachten. Mal ganz abgesehen davon, dass es schwer ist, das Leid von geliebten Menschen mit anzusehen. Gestern war ich 5 Stunden dort. Ich weiß gar nicht, wie ich das körperlich durchgestanden habe. Ob und wann die nächste Pflegekraft kommt, ist offen und bis dahin muss ich (und eigentlich möchte ich das auch) so oft es irgendwie geht da rüber. Es ist nur (besonders) im Moment ein riesiger Kraftakt und zieht mich mental immer weiter runter.

Was mir momentan sehr viel Kraft gibt, ist die Tatsache, dass das Zopiclon mir nachts knapp 7 Stunden Ruhe bringt. Solange das geht, halte ich die Tage aus. Natürlich habe ich Angst, dass der Schlaf irgendwann auch noch ausbleibt. Aber im Moment wirken die Tabletten noch.

Jetzt ist das wieder ein ewiger Text geworden. Ich weiß nicht, wie ich das alles kürzer hinbekommen und dennoch meine Situation beschreiben kann. Ich hoffe und glaube, es ist nur am Anfang so ausschweifend.

Ich finde mich hier im Forum noch nicht ganz so gut zurecht. Aber ich habe mich sehr sehr sehr gefreut, dass ich bereits gestern Abend so viele Antworten habe. Wenn ich also im Moment nicht richtig auf euch eingehe oder vielleicht Fragen gar nicht beantworte, seht es mir bitte nach.

Ich wünsche euch allen wunderschöne Ostertage - am liebsten ganz ohne Beschwerden - aber zumindest mit ganz wenigen.
Herzliche Grüße
Doro
Zuletzt geändert von Murmeline am Dienstag, 09.05.17, 8:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: editiert
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lunetta
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von lunetta » Freitag, 14.04.17, 15:28

Liebe Doro!

Du bist grade in einer ganz diffizilen Situation und bräuchtest jede Unterstützung und Zuwendung, die du bekommen kannst!

Und das hier ist DEIN thread, da darfst du lang und alles schreiben, und kannst dir alles von der Seele reden, was dich bedrückt!
Wir können zwar nicht persönlich helfen, aber zumindest sind wir virtuell an deiner Seite;)

Ich habe zwar noch nicht ganz verstanden, warum ein Hausherr ein Drogensreening anordnen kann - ist das dein Chef oder der Vermieter eurer Firma?
Ich würde mich mal bei einem Anwalt für Arbeitsrecht darüber informieren, ob das überhaupt rechtens ist, denn warum solltest du Angst davor haben, wenn es keine rechtliche Handhabe dafür gibt? Damit wäre dann auch eine Kündigung nicht möglich!

Das mit deinen Eltern scheint auch verfahren zu sein - ich würde mich damit aber jetzt auch nicht allzu sehr belasten, gibt es noch Geschwister von dir, die dir helfen könnten? Delegieren wäre das Zauberwort....
Weißt du man kann nicht nur geben, wenn die Energietankstelle leer ist, geht der Motor nicht mehr!

Frohe Ostern und LG
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Kimeta
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Kimeta » Freitag, 14.04.17, 15:53

Liebe lunetta,

Doro hat sich ja bezüglich der konkreten Situation etwas zurückgehalten, sicher um anonym bleiben zu können. Deshalb von mir mal ein Szenario: vielleicht arbeitet sie als Externe für Firma X, und Firma X verlangt vom Auftragnehmer, also Doros Arbeitgeber, dass alle in Firma X eingesetzten Personen diesen Test machen. Selbst wenn Doros Arbeitgeber die Benzo-Einnahme toleriert, hat er keine Verwendung mehr für Doro, falls sie nicht mehr in Firma X eingesetzt werden kann.

An meinem Arbeitsplatz gibt es solche Externen, z.B. im Bereich Pforte, Gebäudemanagement, Reinigung, Kantine etc. Das gibt es aber natürlich auch in anderen Bereichen. Mein Arbeitgeber verlangt von allen eingesetzten Personen ein Führungszeugnis und u.U. eine Sicherheitsüberprüfung. Er könnte auch so ein Screening verlangen.

Liebe Doro,

eine blöde Situation. Ich habe leider keinen guten Tipp, aber ich hoffe, dass es gut ausgeht.

Bei der Schilderung der Situation mit Deinen Eltern habe ich mich aber gefragt, ob das wirklich so laufen muss. Ich finde es keine Selbstverständlichkeit, dass eine berufstätige Frau mit gesundheitlichen Problemen so eine anstrengende, belastende Aufgabe übernimmt. Das ist zu viel, gerade wenn die Eltern so schwierig sind.

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 24.10.2019: 1,95 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
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Amber
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Samstag, 15.04.17, 10:29

Guten Morgen,

liebe/r (?) Kimeta, oh jaaaaa, ich habe mich gewunden wie ein Aal... :cry:. Deine Situationsbeschreibung rettet mich aus der misslichen Lage, denn sie beschreibt alles perfekt. Ich hätte das so nicht hinbekommen. Vielen Dank hierfür!!!!

Es wäre natürlich ein Traum, wüsste jemand hier Rat bzw. Fakten, aber es ist eigentlich nicht zu erwarten. Ich habe mir in der Woche nach der Ankündigung die Finger wund gewählt..., Mediziner, Pharmazeuten, Chemiker, Drogenberatungsstellen, Polizei, Labore, Testgerät-Hersteller, ja selbst bei der Pathologie habe ich angerufen. Man kommt einfach nicht weiter. Ich glaube sogar, es weiß tatsächlich niemand etwas, also ob z. B. Z-Hypnotika positiv anschlagen . Unfassbar, aber leider scheint es die Realität zu sein.

Zur familiären Situation: Ich bin Einzelkind. Und da auch meine Eltern Einzelkinder sind, gibt es auch keine Nichten oder Neffen, die sich hier einbringen könnten. Meine Kinder (Mitte 20) unterstützen mich zwar hin und wieder, aber das ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Mein Vater weiß von meinem Entzug, aber - ganz ehrlich - er macht sich überhaupt kein Bild davon, was das bedeutet, und ich möchte dort auch gar nicht so viel darüber verlauten lassen, besonders weil ich ahne, dass er in seinem Leid so etwas nicht verstehen würde.

Nun aber mal zum eigentlichen Thema dieses Forums:

Gestern Mittag hatte ich plötzlich ein Fenster (ich hoffe, ich benutze diese Ausdrücke hier richtig). Ich war mit meiner Partnerin spazieren, sprach meine Angst aus (mein Mund und meine Bronchien brennen, ich fühle mich verschleimt..., und in meinem Kopf ist das natürlich Lungenkrebs ((uff, ich habe es aufgeschrieben)) ). Dann habe ich in ihren Armen noch ein wenig bitterlich geweint und plötzlich war es als hätte jemand den Knoten in meinem Bauch entwirrt, ich musste mich nicht mehr räuspern und die Welt war plötzlich wieder frühlingshell.

Ich habe diese Stunden wirklich genossen. Die Ruhe hielt an bis ich ins Bett ging. Dann waren alle Ängste wieder präsent und die innere Anspannung kaum zu ertragen. Ich versuche dann, meine Gedanken auf Positives zu lenken, aber die schlechten kommen immer wieder von allen Seiten angeschossen und verdrängen die guten leider mühelos. Ich hatte ernsthafte Sorgen, ob das Zopiclon wirkt, aber - siehe da -, es hat mir tatsächlich wieder 7 Stunden Schlaf geschenkt.

Heute habe ich das Gefühl, dass es tatsächlich etwas besser ist als die Tage davor. Noch hoffe ich, dass ich vielleicht eine der Glücklichen bin, deren Hirn schnell heilt. Klar, wer tut das nicht? Ich habe auch festgestellt, dass das Lesen anderer Entzüge nicht gut für mich ist. Ich projiziere dann die Probleme anderer auf mich und beobachte meinen Körper mit Argusaugen, was bestimmt alles andere als zielführend ist.

Körperliche Symptome: Ohrenpfeifen, Brennen in Hals und Mund, Räuspern, ewig lange Schweißausbrüche
Psychische Symtome: Angst, innere Unruhe, vergesslich, unkonzentriert

Nun, ich muss nun erst einmal warten bis diese Missempfindungen abklingen, was ja leider, wie ich hier lese, ziemlich lange dauern kann.... :cry:

Danach soll es dann mit dem Rest der Medikamente weitergehen. Dieses Mal kenne ich euch und eure Erfahrungen. Ich werde mich daran halten. Ich bin überzeugt von eurem Weg und - was mir wirklich sehr sehr gut tut - ich fühle mich hier sehr gut aufgefangen und -gehoben. :hug:

Oh ja, zu meiner Person: Bin Mitte 50, weiblich, geschieden, aber in einer sehr stabilen und guten Partnerschaft, zwei Kinder (Mitte 20), Teilzeit (2/3-Stelle) im Schichtdienst tätig

Wünsche euch nochmals ein symptomarmes und somit wunderschönes Osterfest.
Danke für all eure Worte.
Bis bald.
Lieben Gruß
Doro
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navarrese
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von navarrese » Samstag, 15.04.17, 10:57

Liebe Doro!
Versuche dir dieses schöne und wohlige Gefühl ganz fest in Erinnerung zu halten, das ist sehr wertvoll in Zeiten zu denen es dir gerade nicht gut geht.
Ich hatte in der letzten entsetzlichen Krise solche Fenster von manchmal nur 1-2 Minuten. Ich habe mir das immer sofort aufgeschrieben, denn das ist der Beginn der Heilung.
Übrigens kann ich auch nicht gut hier lesen, wenn es mir selbst sehr schlecht geht. Das geht mir dann alles sehr nahe.
Alles Liebe, Alice
Diagnose : Ptbs
Reaktive Depression

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Seit 15.03. kein Zopiclon mehr!!!! :party2:

So, 19.03. : 5mg Paroxetin
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Do, 23.03.: 7mg Paroxetin
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Mo.2.04.: 10mg Paroxetin, 20mg Pipamperon
Mi.4.04. : " " , 10mg Pipamperon
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Amber
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Samstag, 15.04.17, 10:59

Noch kurz:

Meine Partnerschaft ist stabil, gut UND vor allem GLÜCKLICH.

Mir ist das Wort tatsächlich nicht eingefallen.... :shock: , womit wir noch ein Symptom benennen können... nämlich arge Wortfindungsstörungen..., naja passt wohl auch zu unkonzentriert und vergesslich.

War mir noch wichtig....
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LinLina
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von LinLina » Samstag, 15.04.17, 17:20

Liebe Doro :-)

auch von mir noch ein herzliches Willkommen.
Doro hat geschrieben: Meine Partnerschaft ist stabil, gut UND vor allem GLÜCKLICH.
das ist schonmal eine prima Vorraussetzung, um den Absetzprozess gemeinsam bewältigen zu können. Ich gehe davon aus, deine Partnerin weiß über alles bescheid?

Ich habe mir bei deinem Text gedacht, vielleicht ist dieses Screening, so schlimm es auch ist, ein guter Grund mal hinzuschauen, ob du deine Lebensumstände (Arbeit/Eltern) nicht mittelfristig ein wenig ändern solltest. Auf lange Sicht ist es oft sehr ungesund Medikamente zu nehmen um zu funktionieren :?

Wie auch immer du damit umgehen magst, es ist wirklich wichtig die Medikamente langsam runter zu setzen. Oft machen die Medikamente, die man als letztes absetzt tendenziell die meisten Probleme bzw. können die Symptome von den restlichen Medikamenten manchmal noch etwas gedeckelt werden und beim nächsten Entzug kommen sie dann umso stärker.

Aber wenn du jetzt wirklich achtsam damit umgehst, hast du gute Chancen auch während des Entzugs noch alltagsfähig zu bleiben und die Symptome in Grenzen zu halten.

Liebe grüße

Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Guennie
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Guennie » Samstag, 15.04.17, 19:31

Hallo Doro,
ich möchte dich hier auch begrüssen und sende dir viel viel Kraft und Weisheit die richtigen entscheidungen zu treffen.
Ich selbst habe hier schon viel gelesen, das mich auf den boden der tatsachen gebracht hat, daher ist das zauberwort geduld geduld geduld, ich kan bestätigen, das hier sehr kompetetente leute moderieren und zusätzlich nette menschen die dir einfach einpositivesfeetback geben wollen, so wie ich ;-) wünsch dir schöne ostern und werde deinen thread weiterverfolgen
glg
Günter
2004 schweren Depressionen mit stationärer Psychiatrie
medis: Lorazepam (Tavor) verschiedene ADs und Schlafmittel -
2004 - Lorazepam (Tavor) kalter Entzug in Entzugsklinik Köln (Hammer)
2005 - 2010 Cymbalta (Duloxetin) 60 mg
2010 - November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg
Mai 2016 - Herzinfakt mit 49 Jahren - Herzmedis mit Blutverdünner, Beta Blocker (2 Stands)
September 2016 Heilfasten für 10 Tage ohne medis (scheiß Idee)
September 2016 glaube Cymbalta greift nicht mehr, darum Opipramol einschleichen wegen Schlaf (Hausarzt)
November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens und Opipramol 50-50-100
2016 mein Neurologe so Krank dass er auf Rente geht. Einen neuen zu finden wird nicht ganz einfach, daher erst einmal zusammen mit Hausarzt und Internet
Dezember 2016 - Cymbalta (Duloxetin) in 4 Wochen ausgeschlichen (30 mg in 30 Tagen) um etwas anderes zu probieren ( 5 Htp, dazu muß aber Cymbalta einige Zeit aus dem Körper sein wegen Gefahr eines Serotoninsyndroms)
Januar 2017 - nur Herz medis - denke es geht langsam wieder Berg auf und will schon im Februar 2017 mit 5 Htp anfangen, dazu kommt es aber nicht mehr (alles nur mit Hausarzt und Internet, ohne Neurologe oder Psychiater)
Februar 2017 - Zusammenbruch wahrscheinlich durch Ansetzsyntome wie innerer Unruhe, panische Angst, Konzentrationsschwäche, Zittern, kalter Schweiß auf Kopf und Nacken, Schlafprobleme Verdauungsstörungen (bin aber zu Hause)
08.02.2017: wegen vermutlicher starker Absetzsyntome morgens wieder 30 mg Cymbalta und Opripamol 50 mg-50 mg -100 mg
09.02.2017: Morgens 30 mg Cymbalta - (nach Austausch im Forum geändert)
Anmeldung auf Forum adfd :-)
dadurch abends Opripramol neu auf 25 mg
11.02.2017 Cymbalta neu auf 7,5 mg am 15.02.2017 Cymbalta neu auf 15 mg
16.02.2017 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens
16.02.2017 Opipramol 25 mg/25 mg/100 mg
16.02.2017 Zolpidem 10 mg nachts
06.03.2017 Zolpidem auf 5 mg um es abzusetzen
07.03.2017 Zolpidem nachts um 4.Uhr wieder auf 10 mg (heftige Entzugserscheinungen)
08.03.2017 mit Wassermethode Zolpidem runerdosieren nach Rat Forum jeden Tag 0,5 mg
10.03.2017 nichts ging mehr Hausarzt mit Bromozepan 3mg/6mg angefangen dafür Opripramol/Zolpidem abgesetzt
11.03.2017 soll lt. Hausarzt 3mg/3mg/6mg Bromozepan und 30 mg Cymbalta
14.03.2017 - 0mg/0mg/6mg Bromozepan abends und 30 mg Cymbalta morgens
16.03.2017 - nach Besuch beim Psychiater Cymbalta auf 60 mg - 6mg Bromozepan
22.03.2017 die 6 mg Bromazepan jeden Tag um 0,6 mg runterzudosieren,
31.03.2017 - Bromezapan auf 0 mg (Zolpidem auf 0 und Opipramol auf 0)
09.04.2017 wegen unerträglicher Unruhe nachts um 0.30 Uhr 3 mg Bromezapan
10.04.0217 Bromezapan 3/3/6 mg
seit 11.04.2017 wieder Bromazepan abends 22 Uhr 6 mg - tagsüber kein Bromazepan
seit 21.05.2017 wieder am Runterdosieren auf abends 22 Uhr 5 mg
am 28.05.2017 runterdosiert auf 4 mg
am 04.06.2017 runterdosiert auf 3 mg
am 17.06.2017 runterdosiert auf 2 mg
am 29.06.2017 runterdosiert auf 1 mg
am 19.07.2017 dosiert auf 2x 0,7 mg = 1,4 mg
am 20.07.2017 dosiert auf 2x 0,5 mg = 1,0 mg
am 28.07.2017 dosiert auf 2x 0,37 mg = 0,74 mg
Diabetis Typ 2 festgestellt am 3.08.2017
am 05.08.2017 dosiert auf 2x 0,25 mg = 0,50 mg
am 14.08.2017 dosiert auf 1x 0,25 mg abends
am 21.08.2ß17 einmalig 2x 1,5 mg (Rückschlag)
am 22.08.2017 wieder auf 1x 0,5 mg Bromazepam
seit 27.08.2017 auf 0,0 mg Bromazepam

Amber
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Samstag, 15.04.17, 22:52

Liebe Alice,

ja, ich versuche das gute Gefühl abzuspeichern. Vielen Dank, dass du mir das mit dem "Beginn der Heilung" geschrieben hast. Ein wundervoller Gedanke! Ja, so muss ich das sehen... "Beginn der Heilung"... Danke dir!

Liebe Lina,

wie recht du hast, wenn du schreibst, dass das mit den Tabletten auf die Dauer nicht geht. Seit Jahren ist mir das bewusst, nur ich sah den Ausgang nicht. Als meine Mama im Januar 2016 eine Hirnblutung hatte, hätte ich keinen Tag ohne meine kleinen Helfer aushalten können. Dachte ich. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, ich hätte gelernt, mit solch einer Situation ohne Tabletten umzugehen. Nun ja, es war auf alle Fälle keine gute Zeit zum Reduzieren.(Wie bereits 1000 Mal zuvor). Im Oktober hatte ich dann - woher auch immer - die Kraft und den Willen, mein Leben ... ja, eigentlich zu entgiften. Ich schaffte den Rauchstopp, was mir vorher immer wieder misslungen war. Im November halbierte ich dann das Bromazepam. Ich wusste, ich bin auf dem richtigen Weg, nur bin ich ihn aus Unwissenheit falsch gegangen. Hätte ich dieses Forum und euch schon gekannt, hätte ich danach (es lief ja merkwürdigerweise absolut komplikationslos) kontinuierlich in kleinen Schritten runterdosiert. Obwohl..., wenn ich so nachrechne, hätte mich das vor dem letzten Schritt (auf 0 wegen Screening) auch nicht gerettet. Stimmt auch nicht, dann hätte ich gewusst, was passieren kann und hätte bei meinem Psychiater auf eine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Na, ob er das so gemacht hätte...
Ach hätte, hätte, hätte...., das bringt ja nichts, mit der Vergangenheit zu hadern..., also: Blick nach vorne!

Es hört sich einfach nur schön an, wenn du schreibst, dass ich, wenn ich nun mit Sinn und Verstand reduziere (wenn ich denn mal wieder stabilisiert bin...), eine Chance habe, einigermaßen glimpflich davon zu kommen. Nun ja, zumindest alltagstauglich zu sein..., aber das ist doch schon mal was. Dieser Hoffnungsschimmer nimmt mir ein kleines bisschen die Angst und macht Mut :)

Die Lebensumstände überdenken..., ja auf alle Fälle. Irgendetwas muss ich ändern. Nur die Arbeit macht mir Spaß, und die Familie ändere ich nicht, kann ich nicht ändern. Bleibe also noch ich. Mein Handeln, mein Denken, meine Erwartungen an andere, aber auch an mich, hier muss ich ansetzen.So viel zur Theorie... :cry: Ich rufe nächste Woche meine frühere Therapeutin an. Wahrscheinlich ist das sinnlos, zumindest für die nähere Zukunft, aber ich versuche es.

Lieber Günter,

lieben Dank für deine Grüße. Dich ärgert ja das Bromazepam auch ganz schön..., aber irgendwie schaffen wir das schon, ja?! Wir sind hier wirklich in sehr guten Händen und das zusammen mit unserem Willen, unserer Kraft und natürlich unserer GEDULD ( :schnecke: ) wird das dem Benzo schon den Garaus machen :hug:

So, jetzt muss ich aber noch berichten, dass ich heute schon wieder ein Fenster erleben durfte. Es dauerte wieder etwa zwei Stunden. Alice, das heißt ich heile, oder?!?!? Leider ist ja mein Broma-Entzug noch gedeckelt vom Zopiclon, denke ich mal. Vor dem Entzug davor habe ich einen Heidenrespekt, geht es dabei ja auch vor allem um mein ursprüngliches Problem der Schlaflosigkeit. Aber bestimmt sollte ich diese Gedanken jetzt erst mal hinten anstellen... hmmm

Mir fehlen ein bisschen die Worte..., irgendwie möchte ich euch sagen, dass ihr ... ja, eigentlich seid ihr meine Rettung. Ich kann euch nicht genug danken für eure Worte, eure Aufmerksamkeit, eure Hilfe, eure Zeit, eure Kraft, für eure Geschichten und Erfahrungen, die ihr so offen mit uns teilt. Günter erwähnte auch eure Kompetenz..., wie recht er doch hat. Ich stehe zwar noch ganz am Anfang, aber ich vertraue euch bereits jetzt mehr als irgend jemandem sonst.


Schlaft alle gut!!! (Oh weh... kein gutes Thema... :cry: ) Tut´s trotzdem!!!!
Liebe Grüße
Doro
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Amber
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Sonntag, 16.04.17, 12:56

Guten Tag..., hier bin ich schon wieder.

Das Fenster gestern hat mich übermütig gemacht. Ich war so hoffnungsvoll, so optimistisch. Als ich dann gestern Abend das Licht löschte, schlugen die Angst und die Unruhe mit voller Wucht zu.

Ich sah mich vor dem nächsten Frühdienst schlaflos im Bett liegen, verzweifelt, panisch....Ich sah mich in Gedanken diesen verfluchten Test machen, natürlich war ich positiv......, ich bekam diese Bilder einfach nicht aus dem Kopf.

Beruhigt habe ich mich dem Gedanken, dass ich da auf keinen Fall hin kann, dass ich einen Arzt finden muss, der mich für eine längere Zeit (2-3 Monate?) aus dem Arbeitsleben rausholt, damit der Entzug durch diese Panik nicht noch schlimmer und endloser wird.

Heute Morgen wird mir klar, dass ich keinen Arzt habe, der das machen wird. Mein Psychiater wird mich nicht unterstützen, er war so schrecklich zu mir als ich ihm dieses Screening-Schreiben zeigte und ihm sagte, ich hätte seitdem auf 0 reduziert. Mein Hausarzt ist verstorben und für meine Neue bin ich eine unter vielen. Wie soll ich sie davon überzeugen, dass ich es anders nicht schaffe? Wie soll ich ihr überhaupt klar machen, was ich habe und wie es mir geht? Sie kennt mich bisher ausschließlich durch den ein oder anderen grippalen Infekt oder durch meine Schilddrüsenerkrankung.

Oh Mist, heute bekomme ich das alles gar nicht in den Griff. Mir ist so übel, die Ohren pfeifen, die Angst frisst mir die Eingeweide auf...

Entschuldigt bitte .... bin alleine und weiß nicht wohin mit all den schlechten Gedanken...bin kraftlos und doch völlig überdreht..., sehe alles nur schwarz..., habe höllische Angst vor allem und jedem...,ich weiß, es geht vorbei...!!!!

Was meint ihr? Ist das mit der Arbeitsunfähigkeit überzogen?

Vielen Dank schon mal.
Hoffe, ihr könnt die Feiertage ein wenig genießen!!!!
Lieben Gruß
Doro
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Guennie
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Guennie » Montag, 17.04.17, 0:19

Hallo Doro,
ich hoffe du hattest einen schönen Ostersonntag, ich hatte einen. Klar gibt es besserer Tage aber auch schlechtere Tage.
Das mit der Angst kennt ich nur all zu gut, am Ende konnte ich nicht einmal beschreiben wovor ich die Angst hatte.
Schlimme Angst, sehr schlimme Angst und sehr schlimme Gedanken. Wenn die Ängste kommen sage ich mit, was ist den das schlimmste was passieren kann, und versuche mich dann damit zu arrangieren, solange ich keine körperlichen beschwerden habe klappt das ganz gut.
was ich nicht ab kann sind entzugserscheinungen wie starkes zittern, unruhe, schweißausbrüche weil ich es körperlich nicht ertragen kann, und das ist für mich das schlimmste.
Wenn du gesund werden willst wirst du dich früher oder später schon von selbst deinen ängsten stellen, und wenn du damit anfängst, merkst du wie stück für stück teile einer fassade von dir abbröckeln - bis eines tages das wirklich du erscheint - das dauert sehr lange und ich hatte es ganz früher schon einmal geschaft...
Ich halte es wie die Anonymen Alkohohlkranken
- nimm hin was du nicht ändern kannst
- ändere was du ändern kannst
- und sei so weise das eine von den anderen zu unterscheiden

viel Glück und schönen Ostermontag
glg
Günter
2004 schweren Depressionen mit stationärer Psychiatrie
medis: Lorazepam (Tavor) verschiedene ADs und Schlafmittel -
2004 - Lorazepam (Tavor) kalter Entzug in Entzugsklinik Köln (Hammer)
2005 - 2010 Cymbalta (Duloxetin) 60 mg
2010 - November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg
Mai 2016 - Herzinfakt mit 49 Jahren - Herzmedis mit Blutverdünner, Beta Blocker (2 Stands)
September 2016 Heilfasten für 10 Tage ohne medis (scheiß Idee)
September 2016 glaube Cymbalta greift nicht mehr, darum Opipramol einschleichen wegen Schlaf (Hausarzt)
November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens und Opipramol 50-50-100
2016 mein Neurologe so Krank dass er auf Rente geht. Einen neuen zu finden wird nicht ganz einfach, daher erst einmal zusammen mit Hausarzt und Internet
Dezember 2016 - Cymbalta (Duloxetin) in 4 Wochen ausgeschlichen (30 mg in 30 Tagen) um etwas anderes zu probieren ( 5 Htp, dazu muß aber Cymbalta einige Zeit aus dem Körper sein wegen Gefahr eines Serotoninsyndroms)
Januar 2017 - nur Herz medis - denke es geht langsam wieder Berg auf und will schon im Februar 2017 mit 5 Htp anfangen, dazu kommt es aber nicht mehr (alles nur mit Hausarzt und Internet, ohne Neurologe oder Psychiater)
Februar 2017 - Zusammenbruch wahrscheinlich durch Ansetzsyntome wie innerer Unruhe, panische Angst, Konzentrationsschwäche, Zittern, kalter Schweiß auf Kopf und Nacken, Schlafprobleme Verdauungsstörungen (bin aber zu Hause)
08.02.2017: wegen vermutlicher starker Absetzsyntome morgens wieder 30 mg Cymbalta und Opripamol 50 mg-50 mg -100 mg
09.02.2017: Morgens 30 mg Cymbalta - (nach Austausch im Forum geändert)
Anmeldung auf Forum adfd :-)
dadurch abends Opripramol neu auf 25 mg
11.02.2017 Cymbalta neu auf 7,5 mg am 15.02.2017 Cymbalta neu auf 15 mg
16.02.2017 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens
16.02.2017 Opipramol 25 mg/25 mg/100 mg
16.02.2017 Zolpidem 10 mg nachts
06.03.2017 Zolpidem auf 5 mg um es abzusetzen
07.03.2017 Zolpidem nachts um 4.Uhr wieder auf 10 mg (heftige Entzugserscheinungen)
08.03.2017 mit Wassermethode Zolpidem runerdosieren nach Rat Forum jeden Tag 0,5 mg
10.03.2017 nichts ging mehr Hausarzt mit Bromozepan 3mg/6mg angefangen dafür Opripramol/Zolpidem abgesetzt
11.03.2017 soll lt. Hausarzt 3mg/3mg/6mg Bromozepan und 30 mg Cymbalta
14.03.2017 - 0mg/0mg/6mg Bromozepan abends und 30 mg Cymbalta morgens
16.03.2017 - nach Besuch beim Psychiater Cymbalta auf 60 mg - 6mg Bromozepan
22.03.2017 die 6 mg Bromazepan jeden Tag um 0,6 mg runterzudosieren,
31.03.2017 - Bromezapan auf 0 mg (Zolpidem auf 0 und Opipramol auf 0)
09.04.2017 wegen unerträglicher Unruhe nachts um 0.30 Uhr 3 mg Bromezapan
10.04.0217 Bromezapan 3/3/6 mg
seit 11.04.2017 wieder Bromazepan abends 22 Uhr 6 mg - tagsüber kein Bromazepan
seit 21.05.2017 wieder am Runterdosieren auf abends 22 Uhr 5 mg
am 28.05.2017 runterdosiert auf 4 mg
am 04.06.2017 runterdosiert auf 3 mg
am 17.06.2017 runterdosiert auf 2 mg
am 29.06.2017 runterdosiert auf 1 mg
am 19.07.2017 dosiert auf 2x 0,7 mg = 1,4 mg
am 20.07.2017 dosiert auf 2x 0,5 mg = 1,0 mg
am 28.07.2017 dosiert auf 2x 0,37 mg = 0,74 mg
Diabetis Typ 2 festgestellt am 3.08.2017
am 05.08.2017 dosiert auf 2x 0,25 mg = 0,50 mg
am 14.08.2017 dosiert auf 1x 0,25 mg abends
am 21.08.2ß17 einmalig 2x 1,5 mg (Rückschlag)
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seit 27.08.2017 auf 0,0 mg Bromazepam

Luce
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Registriert: Samstag, 17.12.16, 12:37

Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Luce » Montag, 17.04.17, 19:59

Liebe Doro, herzlich willkommen,

ich will dir einfach nur frohe Ostern wünschen und dass du es schaffen wirst. :)
Entschuldigt bitte .... bin alleine und weiß nicht wohin mit all den schlechten Gedanken...bin kraftlos und doch völlig überdreht..., sehe alles nur schwarz..., habe höllische Angst vor allem und jedem...,ich weiß, es geht vorbei...!!!!
du musst dich hier nicht entschuldigen <3
Du hast ja gesagt, dass du in einer glücklichen Beziehung bist, kannst du deinem Partner diese Dinge, wie Ängste anvertrauen?
Meine Therapeutin hat mir mal gesagt, 'du bist nie alleine, du hast immer noch dich'
Versuch dir das mal zu verinnerlichen.

zu der Arbeitsunfähigkeit kann ich dir leider nicht helfen, da kenne ich mich leider gar nicht aus.
Aber was ist mit deinem Hausarzt?

Alles Liebe Luce
Achtung ich bin ungeplant schwanger - und versuche ab Nov. (SSW5) schneller abzusetzen als die 10% Regel!

Mein Absetzverlauf davor war innerhalb der 5 % - 10% Regel und hat großartig geklappt. Auch wenn :schnecke: Anders hätte das Vollzeitarbeiten inkl Überstunden und Doktorratstudium fertig machen nicht funktioniert.
Meine Medis, meiner Meinung nach fehldiagnostiziert. Saroten (Amitriptylin - max Dosis 40mg ) und Paroxetin (max Dosis 10 - 5 mg)

Absetzen Paroxetin

Ausgansdosis: ich schätze zwischen 4.5 - 5-5 mg Paroxat (keine Waage vorhanden vor Weihnachten 2016)

Meine üblichen Neben und Absetzsymptome:
Unruhe, wütend, Aggression, weinerlich, erhöhter Puls, Verdauungsstörungen

ab 23.12.16 4.1mg zum Stabilisieren

7.2.17 3.9 mg
6.4.17 3.7 mg
25.4.17 3.6 mg
ZURÜCK da ab 4.5. Nebenwirkungen/Absetzerscheinungen (zuviel Stress und Unruhe im allgemeinen System - der Doktor muss fertig werden)
6.5. ca 3.7 - 3.6 mg
24.5 3.5 mg
(7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg)
8.7. 3.3 mg
6.8. 3.1 mg
9.9. 2.8 mg - 2.7 mg
9.10 2.4 - 2.3 mg

11.11.2017 positiver Schwangerschaftstest

14.11 2 mg
26.11 1.8 mg (2x die Woche 5 Globuli Paroxetin C30)
9.12. 1.5 mg
21.12. 1.2 mg
3.1.18 0.9 mg
(Einschub Ami 20 --> 15)
13.1 0.6 mg
25.1 0.3 mg
7.2 0 mg

Absetzen Amitryptilin (Saroten)
7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg
Kurzschlussreaktion wegen positiven SS Test Reduktion von Amitriptylin (saroten)
11.11. 35 mg --> 25 mg
1.12 20 mg
5.1 15 mg (Wasserlösemethode, ab nun alle 2-3 Tage homöophatische Ami)
x.2 12.5mg
17.3 10mg
11.4 7.5mg
1.5 5mg
21.5 2.5mg
5.6 1.25mg
13.6 0mg

Mein AD Historie bevor ich das Forum gefunden haben
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Meine Vorgeschichte:
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Amber
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Dienstag, 18.04.17, 11:52

Lieber Günter,

vielen lieben Dank für deinen Besuch. Es freut mich, dass dein Ostersonntag ein guter Tag war!!! So einen halten wir ganz fest in Erinnerung, ja?!?!

Immer wieder Angst, psychisch, körperlich. Ich kann bei mir gar nicht genau sagen, was schlimmer ist. Oft gibt es das eine gar nicht ohne das andere. Die Weisheit, von der du sprichst, ...., das ist schon ein großes Ziel, im Moment noch unerreichbar. Aber wir gehen darauf zu, Schritt für Schritt, und selbst wenn wir diese Weisheit nie erreichen, können wir doch ziemlich nahe an sie herankommen.

Ich danke dir, dass du mich an deinen Gedanken teilhaben lässt und wünsche dir,
dass dein heutiger Tag wieder ein guter ist. :hug:

Hallo Luce,

danke für deine Worte. Oh ja, ich kann mit meinem Partner über alles reden <3 , da habe ich ein Wahnsinnsglück.

Das mit der Arbeitsunfähigkeit ist erst mal nicht so wichtig. Gestern wurde bekannt, dass die Tests erst mal verschoben sind. Ich bin soooooo unendlich erleichtert.

Natürlich ist die Sache nicht aus der Welt, aber ich kann zumindest erst einmal Luft holen.

Ich hatte auch gestern ein Fenster. Es entstand nicht, nachdem ich die gute Neuigkeit erhalten habe..., merkwürdig. Aber ich konnte mich danach aufraffen, alleine laufen zu gehen. Bin bis vor ein paar Wochen drei mal die Woche ca 45 Minuten gelaufen. Ich hatte ein paar Bedenken, weil man liest ja unterschiedliches. Mir hat es gut getan. Bin allerdings nur etwa 20 Minuten gelaufen. Ungefähr eine Stunde nach dem Nachhausekommen löste sich dann der Kloß, und dieses wahnsinnig schöne Gefühl hielt dann etwa 3 Stunden, genau genommen bis ich ins Bett ging.

Heute ist´s durchwachsen. Ich gehe jetzt arbeiten. Mal sehen, wie das wird.

Euch allen wünsche ich einen Tag, der eindeutig zu den besseren gehört.
Danke nochmals für eure Worte!!!!
Alles Liebe
Doro
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Guennie
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Guennie » Donnerstag, 20.07.17, 23:06

hallo doro,
ich habe so mein schwierigkeiten mit bromazepan absetzen im unteren bereich,
habe heute wieder erhöht von 1 mg auf 1,4 mg,
bis du noch immer auf 0 mg Bromazepan?

gruß
Günnter
2004 schweren Depressionen mit stationärer Psychiatrie
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2010 - November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg
Mai 2016 - Herzinfakt mit 49 Jahren - Herzmedis mit Blutverdünner, Beta Blocker (2 Stands)
September 2016 Heilfasten für 10 Tage ohne medis (scheiß Idee)
September 2016 glaube Cymbalta greift nicht mehr, darum Opipramol einschleichen wegen Schlaf (Hausarzt)
November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens und Opipramol 50-50-100
2016 mein Neurologe so Krank dass er auf Rente geht. Einen neuen zu finden wird nicht ganz einfach, daher erst einmal zusammen mit Hausarzt und Internet
Dezember 2016 - Cymbalta (Duloxetin) in 4 Wochen ausgeschlichen (30 mg in 30 Tagen) um etwas anderes zu probieren ( 5 Htp, dazu muß aber Cymbalta einige Zeit aus dem Körper sein wegen Gefahr eines Serotoninsyndroms)
Januar 2017 - nur Herz medis - denke es geht langsam wieder Berg auf und will schon im Februar 2017 mit 5 Htp anfangen, dazu kommt es aber nicht mehr (alles nur mit Hausarzt und Internet, ohne Neurologe oder Psychiater)
Februar 2017 - Zusammenbruch wahrscheinlich durch Ansetzsyntome wie innerer Unruhe, panische Angst, Konzentrationsschwäche, Zittern, kalter Schweiß auf Kopf und Nacken, Schlafprobleme Verdauungsstörungen (bin aber zu Hause)
08.02.2017: wegen vermutlicher starker Absetzsyntome morgens wieder 30 mg Cymbalta und Opripamol 50 mg-50 mg -100 mg
09.02.2017: Morgens 30 mg Cymbalta - (nach Austausch im Forum geändert)
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dadurch abends Opripramol neu auf 25 mg
11.02.2017 Cymbalta neu auf 7,5 mg am 15.02.2017 Cymbalta neu auf 15 mg
16.02.2017 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens
16.02.2017 Opipramol 25 mg/25 mg/100 mg
16.02.2017 Zolpidem 10 mg nachts
06.03.2017 Zolpidem auf 5 mg um es abzusetzen
07.03.2017 Zolpidem nachts um 4.Uhr wieder auf 10 mg (heftige Entzugserscheinungen)
08.03.2017 mit Wassermethode Zolpidem runerdosieren nach Rat Forum jeden Tag 0,5 mg
10.03.2017 nichts ging mehr Hausarzt mit Bromozepan 3mg/6mg angefangen dafür Opripramol/Zolpidem abgesetzt
11.03.2017 soll lt. Hausarzt 3mg/3mg/6mg Bromozepan und 30 mg Cymbalta
14.03.2017 - 0mg/0mg/6mg Bromozepan abends und 30 mg Cymbalta morgens
16.03.2017 - nach Besuch beim Psychiater Cymbalta auf 60 mg - 6mg Bromozepan
22.03.2017 die 6 mg Bromazepan jeden Tag um 0,6 mg runterzudosieren,
31.03.2017 - Bromezapan auf 0 mg (Zolpidem auf 0 und Opipramol auf 0)
09.04.2017 wegen unerträglicher Unruhe nachts um 0.30 Uhr 3 mg Bromezapan
10.04.0217 Bromezapan 3/3/6 mg
seit 11.04.2017 wieder Bromazepan abends 22 Uhr 6 mg - tagsüber kein Bromazepan
seit 21.05.2017 wieder am Runterdosieren auf abends 22 Uhr 5 mg
am 28.05.2017 runterdosiert auf 4 mg
am 04.06.2017 runterdosiert auf 3 mg
am 17.06.2017 runterdosiert auf 2 mg
am 29.06.2017 runterdosiert auf 1 mg
am 19.07.2017 dosiert auf 2x 0,7 mg = 1,4 mg
am 20.07.2017 dosiert auf 2x 0,5 mg = 1,0 mg
am 28.07.2017 dosiert auf 2x 0,37 mg = 0,74 mg
Diabetis Typ 2 festgestellt am 3.08.2017
am 05.08.2017 dosiert auf 2x 0,25 mg = 0,50 mg
am 14.08.2017 dosiert auf 1x 0,25 mg abends
am 21.08.2ß17 einmalig 2x 1,5 mg (Rückschlag)
am 22.08.2017 wieder auf 1x 0,5 mg Bromazepam
seit 27.08.2017 auf 0,0 mg Bromazepam

Amber
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Re: Bromazepam, Trimipramin, Zopiclon..., dabei wollte ich doch nur schlafen...

Beitrag von Amber » Dienstag, 11.09.18, 17:18

Hallo,

Nachdem ich hier sehr sehr lange Zeit abwesend war, wollte ich meinen Wiedereinstieg eigentlich ganz anders gestalten...., leider ist da nun etwas dazwischengekommen...

Nachdem ich unter dem Arm und in der Brust ein Ziehen bemerkte, hat mein Frauenarzt mir Mastodynon in Tropfenform verordnet und erwähnt, dass es damit innerhalb 10 Tage verschwunden sein MUSS. Am 24. habe ich nun auch einen Termin beim Ultraschall, nachdem die Mammographie im April in Ordnung war. Gefühlt hat er auch nichts, dennoch komme ich gerade um vor Sorge..., oh Mann!

So, die Tropfen stehen hier, aber ... und da hätte ich auch vorher drauf kommen können..., enthalten sie natürlich Alkohol. UND sie sind nicht anzuwenden bei Einnahme von dopaminagonisten und -antagonisten.

Ich nehme aber noch 50 mg trimipramin ein...

Was nun?

Da es sich um ein homöopathisches Präparat handelt, ist es ja wahrscheinlich nicht überlebenswichtig, aber natürlich will ich ja auch nichts versäumen...

Hat jemand eine Idee?

Bitte entschuldigt, ich hatte mir den Wiedereinstieg ganz anders vorgestellt. Zumal es mir seit dem Ende der bromazepameinnahme wirklich ziemlich übel geht, hauptsächlich mental. Aber dazu später mehr...

Ich drück euch alle!!!!
Lieben Dank
Amber
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Seit 24.10.18 50 mg Trimipramin, 0,25mg Bromazepam, 1,875mg Zopiclon, 100 mg l-thyrixin

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