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Neu hier - Citalopram ausschleichen

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Nala12
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Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Nala12 » Donnerstag, 20.04.17, 16:12

Hallo,
ich freue mich sehr, dies Forum gefunden zu haben, da ich mir sehr wünsche, vom Citalopram weg zu kommen.

Zu mir:
-weibl., 44 Jahre, geschieden, 1 Sohn
- Volle EU-Rente, vorher Krankenschwester (Psychiatrie)
Die Depressionsgeschichte zieht sich schon seit meiner Jugend hin, gipfelte dann 2002 in einer schweren Depression. Ich erhielt zuerst 20mg Citalopram, dann 40mg.
- langsam wieder auf die Beine gekommen
- mehrere gescheiterte Versuche, das Citalopram abzusetzen
- Arzt sagt, ich soll es weiter nehmen und das mit den Nw kann so nicht sein bzw kommt von der Grunderkrankung

Ich möchte mich nun gerne hier einlesen, denn ich will auf keinen Fall wieder so einen Totalabsturz riskieren.

Vielen Dank fürs Lesen^^
- depressive Phasen seit der Jugend
- 1996 Hörsturz, seit dem Tinnitus
- 2002 schwere Depression, posttraumat. Belastg.störung: Citalopram 20mg, auf 40mg erhöht, da nicht ausreichenden Effekt
- 1 Psychotherapie, 1 Klinikaufenthalt
- immer stärker werdende Nebenwirkungen durch Citalopram (Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Schwitzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit)
- volle EU-Rente seit 2014 (Bronchialasthma, Tinnitus, Depression u PTBS)
- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
- seit ca 2005 erhebl. Probs mit PMS (= alle 5 Wochen ca 1 Woche deutliche Verstärkung der Depri-Symptome)
- April 2017 deutliche Verschlechterung des Tinnitus

Ziel: ICH WILL WEG VOM CITALOPRAM!

aktueller Zustand: bis auf die Nw vom Citalopram und den verschlechterten Tinni geht es mir recht gut. Ich habe in den Jahren daran gearbeitet, Dinge zu ändern, die geändert werden mussten und habe nun durch die Rente Zeit und Ruhe. Nun muss nur noch das Citalopram weg!

Ausschleich-Versuch April 2017 nach 15 Jahren Citalopram 40mg
- 05.04. Citalopram 30 mg: Kopfschmerzen!!! Angst, dass der Schritt zu gross ist
- 21.04. aufdosiert auf 35mg mit Wasserloesemethode

Vielen Dank fuer eure Hilfe <3

Annanas
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 20.04.17, 16:28

Hallo Nala :) , herzlich willkommen im ADFD!

Ich denke, du hast eine gute Entscheidung getroffen, das Citalopram absetzen zu wollen u. danke
für deine Vorstellung und die Signatur!
Nala12 hat geschrieben:- Arzt sagt, ich soll es weiter nehmen und das mit den Nw kann so nicht sein bzw kommt von der Grunderkrankung
Leider kennen diese Aussage viele Mitglieder hier nur zu gut (ich auch) - aber das ist einfach nicht richtig!!

Ich schicke dir vorab schon mal unseren Einführungsthread - lies dir bitte alles in Ruhe durch - wenn Fragen
auftauchen, stelle sie hier gerne.
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Wir sitzen hier alle in einem Boot und unterstützen uns gegenseitig beim Absetzen - einen guten
Austausch wünscht dir
Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

navarrese
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von navarrese » Donnerstag, 20.04.17, 17:52

Liebe Nala!
Herzlich Willkommen im Forum!

Ich denke wenn du dich hier gut informierst wirst du vieles über einen schonenden Entzug erfahren.

Ich war leider im Endspurt dann doch viel zu ungeduldig und habe eine Bruchlandung hingelegt.
Deshalb kann ich jedem nur raten, wirklich sehr geduldig zu sein.
Toll daß du dich so entschieden hast.
Liebe Grüße
Diagnose : Ptbs
Reaktive Depression

Seit 2008 : Paroxetin 40mg
Ab März 2016 Reduktion
Unwissentlich viel zu schnell. ......
Momentan bei 20mg

April 2016......erste Entzugssymptome....mal mehr , mal weniger. ...

01.06.2016 : 15mg

immer wieder auf und ab....ich schaffe das
bis Mitte November auf 0 geschafft

Fr.3.3. 17 : die welt bricht zusammen
Panik, Herzrasen ,Luftnot Angst, Übelkeit, SCHLAFLOS,
Agressionen
Mo. 6.3 : vom Hausarzt Lorazepam und Atosli bekommen
nach Atosil wäre ich fast Amok gelaufen
Di. 7.3. : pschiatrischer Notdienst, Beratung

Dipiperon füer de Tag und bei Bedarf
Zoplicon für die Nacht

Fr.10.03.: EINDOSIERUNG Paroxetin 1mg
So.12.03. heftigste Krise

Psychiatrische Ambulanz : Beratung und Umdosierung
ab
Mo.13.03. zur Nacht 40mg Dipiperon/ bei Bedarf) und 0,5 Tablette Zopiclon
Paroxetin 2mg.
Do., 16.03. : 3mg Paroxetin
Seit 15.03. kein Zopiclon mehr!!!! :party2:

So, 19.03. : 5mg Paroxetin
Di, 21.03. : 6mg Paroxetin
Do, 23.03.: 7mg Paroxetin
Mo.27.03.: 8mg Paroxetin, 30mg Pipamperon
Do.30.03. : 9mg Paroxetin
Mo.2.04.: 10mg Paroxetin, 20mg Pipamperon
Mi.4.04. : " " , 10mg Pipamperon
Fr. 6.04.: " 0mg Pipamperon :fly:

jetzt erstmal Pause

Nala12
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Nala12 » Donnerstag, 20.04.17, 18:00

Hallo Anna und Navarrese,

ganz lieben Dank für eure Zeilen.
Schon ein wenig eingelesen und zu dem Entschluss gekommen, dass ich weniger stark mit der mg-Zahl runter gehen sollte!!!
Als Unerfahrener denkt man, was sind schon 5mg. Die paar Krümelchen XD
Jetzt muss ich mich wohl mit der Wassermethode vertraut machen denke ich, Schiss habe ich aber schon, denn noch versteh ich da nur Bahnhof.
Aber egal, es muss weiter gehen, immer weiter^^
- depressive Phasen seit der Jugend
- 1996 Hörsturz, seit dem Tinnitus
- 2002 schwere Depression, posttraumat. Belastg.störung: Citalopram 20mg, auf 40mg erhöht, da nicht ausreichenden Effekt
- 1 Psychotherapie, 1 Klinikaufenthalt
- immer stärker werdende Nebenwirkungen durch Citalopram (Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Schwitzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit)
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- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
- seit ca 2005 erhebl. Probs mit PMS (= alle 5 Wochen ca 1 Woche deutliche Verstärkung der Depri-Symptome)
- April 2017 deutliche Verschlechterung des Tinnitus

Ziel: ICH WILL WEG VOM CITALOPRAM!

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Ausschleich-Versuch April 2017 nach 15 Jahren Citalopram 40mg
- 05.04. Citalopram 30 mg: Kopfschmerzen!!! Angst, dass der Schritt zu gross ist
- 21.04. aufdosiert auf 35mg mit Wasserloesemethode

Vielen Dank fuer eure Hilfe <3

Kimeta
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Kimeta » Donnerstag, 20.04.17, 18:09

Liebe Nala,

keine Angst vor der Wassermethode, das haben wir alle irgendwann hinbekommen, viele (wie auch ich) mit Unterstützung des Forums. Also wenn Du nicht weißt, wie Du das machen oder wie Du rechnen sollst, dann melde Dich hier. Wieviel mg haben denn Deine Tabletten?

Viele Grüße und viel Erfolg beim Ausschleichen,
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 05.12.2019: 1,94 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Nala12
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Nala12 » Donnerstag, 20.04.17, 18:15

Liebe Kimeta,
auch dir vielen Dank für deine Zeilen.
Ja, Mathe ist nun gar nicht meine Stärke und ich würde mich ganz doll freuen, wenn du mir einen Tipp geben könntest:

- Meine Tabletten: 40mg (keinen Überzug), eine Kerbe, die beiden Hälften lassen sich schlecht teilen weil es zerbröselt.
- Ziel: von 40 mg auf 39mg
- Spritzen vorhanden
- depressive Phasen seit der Jugend
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- 2002 schwere Depression, posttraumat. Belastg.störung: Citalopram 20mg, auf 40mg erhöht, da nicht ausreichenden Effekt
- 1 Psychotherapie, 1 Klinikaufenthalt
- immer stärker werdende Nebenwirkungen durch Citalopram (Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Schwitzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit)
- volle EU-Rente seit 2014 (Bronchialasthma, Tinnitus, Depression u PTBS)
- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
- seit ca 2005 erhebl. Probs mit PMS (= alle 5 Wochen ca 1 Woche deutliche Verstärkung der Depri-Symptome)
- April 2017 deutliche Verschlechterung des Tinnitus

Ziel: ICH WILL WEG VOM CITALOPRAM!

aktueller Zustand: bis auf die Nw vom Citalopram und den verschlechterten Tinni geht es mir recht gut. Ich habe in den Jahren daran gearbeitet, Dinge zu ändern, die geändert werden mussten und habe nun durch die Rente Zeit und Ruhe. Nun muss nur noch das Citalopram weg!

Ausschleich-Versuch April 2017 nach 15 Jahren Citalopram 40mg
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Annanas
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 20.04.17, 18:25

Hallo Nala :) ,
Nala12 hat geschrieben:Schon ein wenig eingelesen und zu dem Entschluss gekommen, dass ich weniger stark mit der mg-Zahl runter gehen sollte!!!
Das ist wirklich schonender u. so kann man die Absetzsymptome minimieren.
Wir empfehlen hier, 5 - 10% der letzten Dosis abzusetzen u. danach eine 4 - 6 wöchige Stabilisierungsphase
dranzuhängen.
Diese Empfehlung ist als Anhaltspunkt gedacht - wichtig dabei ist vor allem das eigene Befinden, ggf. muß
man noch kleinschrittiger absetzen oder auch längere Pausen einlegen.
Aber das wird sich zeigen, wie es bei dir ausschaut.

Wichtig wäre für uns auch, daß du bei jedem Reduktionsschritt deine Signatur aktualisierst.
Wenn du Fragen hast, dir irgendetwas unklar ist - sterbe bitte nicht an Herzdrücken, sondern schreibe hier :D !
Nala12 hat geschrieben:Als Unerfahrener denkt man, was sind schon 5mg. Die paar Krümelchen XD
Liebe Nala, wenn es denn halt "nur" die unerfahrenen Patienten wären, dann könnte man das noch verstehen.
Leider sind die meisten Ärzte der Ansicht, daß es sich dabei nur um "homöopathische" Dosen handelt - was sie
aber keinesfalls sind.
Es sind hochpotente Medikamente, die man gerade auch im niedrigeren Dosisbereich sehr, sehr vorsichtig
abetzen sollte, da dort noch überproportional viele Rezeptoren mit Wirkstoff belegt sind. Hier ist nochmal der Link
dazu:
Rezeptorenbelegung
Nala12 hat geschrieben:Jetzt muss ich mich wohl mit der Wassermethode vertraut machen denke ich, Schiss habe ich aber schon, denn noch versteh ich da nur Bahnhof.
Mach' dir keine Sorgen, Kimeta :) hat es ja schon geschrieben, bei Unklarheiten immer fragen - wir helfen dir gern!

Lieben Gruß von Anna

Edit: überschnitten mit Nala :)
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Kimeta » Donnerstag, 20.04.17, 18:30

Liebe Nala,

welche Größe haben Deine Spritzen?

Du bist ja jetzt seit zwei Wochen auf 30 mg. Möchtest Du tatsächlich wieder 9 mg hochdosieren? Die Erfahrung ist oft, dass man anfangs etwas größere Schritte machen kann, und je weiter man runter kommt, umso vorsichtiger muss man sein. Und wenn man wieder aufdosiert, weil man z.B. starke Absetzsymptome hat, muss das nicht unbedingt wieder bis zur letzten Dosis sein, manchmal reicht eine Teilmenge. Warte deshalb bitte erstmal, was die anderen zur Dosis sagen.

Ein weiterer Einflussfaktor beim Absetzen ist, ob man schon mehrere Psychopharmaka genommen und/oder abgesetzt hat, aber das ist bei Dir nicht der Fall, richtig? Nimmst Du sonst noch irgendwelche Medikamente?

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
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padma
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von padma » Donnerstag, 20.04.17, 19:02

hallo Nala, :)

ich schliesse mich da Kimeta :) an. Der Schritt zurück auf 39 mg wäre zu gross.

Hast du denn bereits Absetzsymptome?
Falls nicht würde ich bei den 30 mg bleiben, mindestens 8 Wochen. Auch Hochdosieren belastet das Nevensystem, man sollte es daher nur tun, wenn es wirklich erforderlich ist.
Wenn du Absetzsymptome hast, würde ich auf 35 mg gehen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Nala12 » Donnerstag, 20.04.17, 19:23

Hallo Padma und auch dir vielen Dank.

Also, an Psychopharmaka habe ich noch nie etwas anderes gegabt als Citalopram.
Ansonsten sind da nur noch die Medis wg. Asthma (Fexofenadin, ein cortisonhaltiges Spray u eines bei Bedarf, also Luftnot, das wars)

Ich habe seit 3 Tg Kopfschmerzen, wie ich sie so nicht kenne, der ganze Kopf droehnt u ich fuehl mich z.T. benommen. Tendez steigend. Das macht mir echt Angst zumal der Tinnitus dadurch noch lauter schrillt!

Spritzen habe ich ein paar 10ml u eine 2ml. Aber da kann ich mir ja ggf das Benoetigte kaufen.
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Kimeta » Donnerstag, 20.04.17, 20:49

Liebe Nala,

wenn Du 40 mg Tabletten hast und wieder auf 35 mg aufdosieren möchtest, musst Du 7/8 der Tablette nehmen. Du kannst also z.B. 8 Spritzenfüllungen Wasser in ein Glas geben, die Tablette auflösen und dann eine Spritzenfüllung wieder rausziehen, die Du verwirfst. Den Rest aus dem Glas trinkst Du.

Hier beschreibt Hoffnungsschimmer, wie sie es macht. Ich glaube, Du hast das schon gelesen, trotzdem sicherheitshalber: Hier gibt es weitere Infos, hier noch ein paar Tipps.

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
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Nala12
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Nala12 » Freitag, 21.04.17, 8:43

Dankeschoen, Kimeta.
Ich habe heute frueh mit der Wasserloesemethode begonnen. Citalopram 40 mg loesen sich sehr gut, ordentl umgeruehrt und dabei dann 1x aufgezogen und den Teil verworfen. Somit bin ich wieder auf 35mg. Ich fuehle mich damit einfach sicherer. Ich bin alleine und muss halt alles allein bewaeltigen. Ein 16 jaehriger Teen ist zwar auch ne Hilfe aber es ist immer noch kein Erwachsener.
Vielen lieben Dank, vor allem auch fuer das Ausrechnen. Eigentl ganz einfach, aber naja :S
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- 1996 Hörsturz, seit dem Tinnitus
- 2002 schwere Depression, posttraumat. Belastg.störung: Citalopram 20mg, auf 40mg erhöht, da nicht ausreichenden Effekt
- 1 Psychotherapie, 1 Klinikaufenthalt
- immer stärker werdende Nebenwirkungen durch Citalopram (Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Schwitzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit)
- volle EU-Rente seit 2014 (Bronchialasthma, Tinnitus, Depression u PTBS)
- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
- seit ca 2005 erhebl. Probs mit PMS (= alle 5 Wochen ca 1 Woche deutliche Verstärkung der Depri-Symptome)
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Vielen Dank fuer eure Hilfe <3

Chrissie
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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Chrissie » Freitag, 21.04.17, 12:59

Liebe Nala,
ich setze auch seit ein paar Wochen Citalopram ab.
Habe auch mit 40 mg gestartet und bin über 36-35-32 mg per Wasserlösemethode nun bei 30 mg. Bis auf ein paar Ausreisser mit Schwindel, Müdigkeit und Fressattacken geht's mir bislang sehr gut damit.
Drücke dir ganz fest die Daumen dass das bei dir auch noch klappt, wir schaffen das schon!
Liebe Grüsse von Chrissie
Februar 2016: schwere depressive Episode mit Panikstörung Opipramol und Mirtazapin
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis halbiert
Ab 21.Juni 2017: wieder bei 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin (neuropathische Schmerzen)
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum (Diagnose bipolar bekommen, nicht nur Depressionen :evil: )
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar 2018 : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!
Stand Februar 2019: 50 mg Pregabalin, 1125mg Lithium, 200mg Lamotrigin (seit Mai 2018), 10mg Abilify (seit 11.02.)
Das Abilify wurde gegen 50 mg Quetiapin ausgetauscht das ich ebenfalls seit Mai 2018 genommen habe
Für mich momentan der Horror, wollte alles loswerden und rutsche da nur von einem Medi zum Anderen :?

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Re: Neu hier - Citalopram ausschleichen

Beitrag von Nala12 » Samstag, 22.04.17, 22:36

Vielen Dank, Chrissie!
Oh, das klingt gut. Ich drücke dir auch feste die Daumen, dass es bei dir weiterhin einigermaßen gut verläuft.
Toll wenn man das Gefühl hat, nicht allein zu sein damit, das beruhigt mich unheimlich und gibt mir Kraft. Hoffentlich kann ich auch nochmal irgendwann jemandem helfen.
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- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
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