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Elefantenfuss: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Elefantenfuss
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Elefantenfuss: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Freitag, 21.04.17, 18:57

Hallo Zusammen,

ich bin so unheimlich froh, diesen Eintrag hier und diese Möglichkeit gefunden zu haben!!!
Nach 6 Jahren Einnahme von Mirtazapin 45mg und ewigen Diskussionen mit dem Nervenarzt, habe ich immer wieder versucht eigenständig abzusetzen, ging natürlich total nach hinten los - selbst eine 3/4 Tablette sprich 33,5mg waren zu Anfang viel zu heftig.
Ich werde diese Methode heute erstmalig ausprobieren und gerne berichten!

Tausend Dank!!!
Liebe Grüße
Elefantenfuss
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 20:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
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- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf
Seit April 2018 nur noch Mirtazapin 37,5mg

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

Jamie
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 21.04.17, 22:52

Hallo Elefantenfuss, :)

es ist schon spät und ich bin etwas müde, möchte dich aber herzlich hier im Forum willkommen heißen :) und freue mich, dass die Wasserlösemethode etwas für dich ist.
Wir beraten dich gerne bei diesbezüglichen Fragen oder wenn du Hilfe beim Rechnen brauchst.
Du kannst deinen Thread auch gerne nutzen, um dich etwas umfangreicher vorzustellen.

Bei 45mg Mirtazapin könnte ein erster Absetzschritt auf 40mg gehen.

Grüße
Jamie
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...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Markus 77
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Markus 77 » Samstag, 22.04.17, 7:31

Guten Morgen willkommen im Forum ich Setze auch Mirtazapin ab mir der Wasserlösmethode funktioniert ganz gut...lg Markus
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padmaLinLinaElefantenfuss
Seit 1.2 mirtazapin 15mg ca. 14tage ausgeschlichen. Psychische Krise: 25.2 .14 15mg mirtazapin ca. 15Tage u. 15 Tage 7,5 mg u.ausgeschlichen. ( schlief 15 Std. Damit)Seit.25.2 citalopram 10mg ( 65 Tage)umstieg am 5.4 30mg Duloxetin 14 Tage .. Dann Null( Grund:heftige kopfschmerzen,Augendruck , blutdruckkrise) seit. 15.5 Probleme mit starker Ermüdung/ tagesschläfrigkeit / war vorher nie/starker Erschöpfung/ am 1.6 2tage escitalopram 5mg ( starke Kopfschmerzen)26.6.14 in psychiatrischer Klinik mirtazapin 15mg u. 75mg bupropion . 2 Tage mit 150mg ... 75 mg zurückdosiert ( bekam bei 150mg blutdruckkrise zittrige Hände, übelkeit , Schwindel) ....Derzeitige Medikamente seit ca.seit ca.18.7:6,5m mirtazapin 7.8 ca 5mg Mitra. 2-3 mg Mirta seit 20.8..Seit 30.8 ..Seit 20.10 ca.6,5 mirtazapin seit 3. 11 15mg mirtazapin seit. 7.11 ca.12mg mirta weil 15 mg nicht benötigt!! 11mg Mirtazapin seit 21.11.13 13mg 2.12 .13 seit 18.1 Temsta 4,5mg reduziert auf null seit 22.2. 15 .! seit 20.2 15mg Mirtazapin seit 10.3.15 20mg stabil 18mg seit 15.4 .2015 seit 20.5 auf 16,5 mg schlaf 8 Std. Past 22.6 15,5 mg Versuch
....seit 14.7 . 14,5 mg mirtazapin seit 8.7.15 abilify 5mg abilify seit 18.7 2,5 mg mirta zapin seit 18.7 14mg , 13 mg mirta seit 11.8 12,5 mirtazapin seit 22.8 seit 3.9 12mg , seit 20.9 11mg ,seit 8.10.
...10 mg mirtazapin rezed. Depressionen .seit 1.10.15 9 mg 1.12.15 8 mg mirtazapin und seit 15.11 5 mg abilify schlaf ca.7-8 std . absetzerscheinung :erschöpfung (körperlich ,nervliche) erbrechen , übelkeit ...... ...7mg mirtazapin seit 25.12. 30.1......6,5mg mirtazpin 6 mg seit 29.2.16 .....19.3 5,5 mg
abilify 4,75mg ...!! abilify 5 mg 19.3 3.4.16 Umstieg wasserlösmethode 35ml ergibt 5,25
mg Mirtazapin 33ml ( 5 mg Mirtazapin ) 8.4. 16......30 ml ,( 4,5 mg ) 17.4 .16... 4mg ( 27ml ) 9.5 .16 .....31.5.16 ...3,5 mg ( 35 ml ) 24.6.16 3 mg ( 30ml ) 16.7
(26 ml ) 2,6 mg 18. 7 . 2,7 mg ( 27 ml ) 14 .8 ( 24 ml .. 2,4 mg 11.9.16 21 ml 2,1 mg ... 2 mg seit 25.9. 1,8 ml ( 1,8 mg ) seit 10.10 1,5 mg seit 5.11.16 ...1,2mg seit 30.11. (12ml ) .. 1mg ( 10ml ) 28.12.16....22.1 .17 ...0,8 mg .0,7 mg seit ...8.2.. 0,6 mg seit 18.2 ...0,5 mg 24.2 ..0,4mg ...3.3.17 0,3 mg 17.3 seit . 25.3 abgesetzt .....wieder eindosiert mit 0,2 mg ...ab 1.4.17....abgesetzt 27.4 .17 mit 0,15 mg Mirtazapin abgesetzt ...!!schlaf past 6-9 std.....seit 6.6.17 .........4 mg abilify 3,5 mg Abilify ....seit 29.6....21.7.. ..3mg. 2,6 mg ...seit 21.8 .....21.9.. 2,1 mg ...21.10...1,8 mg 21.11 1,4 mg .....21.12. .....1,00 mg .... 22.1 0,7 mg ....22.2 ... 0,4 mg abgesetzt

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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 22.04.17, 13:43

hallo Elefantenfuss, :)

auch von mir willkommen.

Falls du es noch nicht gefunden hast, hier sind unsere wichtigsten Absetzinfos:
viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Elefantenfuss » Dienstag, 25.04.17, 22:33

Hallo Zusammen,

Ich weiß nicht, ob der Beitrag hier wirklich richtig ist... Wenn nicht, dann bitte ich um Entschuldigung!
Durch eine Alltagsbegleiterin bin ich zum Glück auf dieses Forum gestoßen! Und ich bin unendlich dankbar dafür! Ein dickes Danke an all´die Ehrenamtlichen!

Seit nun 6 Jahren nehme ich Mirtazapin 45mg, zwischendurch parallel Seroquel 50mg-100mg retardiert ca. ein halbes Jahr und 25mg vor 2 Wochen ohne Probleme weggelassen. Zu Beginn der Mirtazapinbehandlung habe ich eine lange Zeit Atosil zur Nacht genommen und bei Bedarf. In der Klinik damals wurde zwischendurch Venlaflaxin 250mg angesetzt, die ich aber auch nicht länger als ca. 6 Wochen genommen habe, da mein Körper das überhaupt nicht vertragen hat. Lovemaprometazin war dann das Nächste, die ich aber zum Glück keine Woche genommen habe, die Aussage der damaligen Psychaiterin war "das ist nicht viel stärker als Atosil...". Ich denke, das sagt schon alles. Mit den Neuroleptika hatte ich zum Glück kaum bis gar keine Probleme mit dem Absetzen.
Mit meiner jetzigen Psychiaterin konnte ich nicht auf einen Nenner kommen und fragte sie schon mehrfach, wie es machbar wäre, das Mirtazapin nun auch abzusetzen. Sie riet mir immer wieder davon ab, ließ sich nicht auf Kompromisse ein und meinte, ich müsste es ja nicht mein Leben lang nehmen und es würde nicht abhängig machen --> Diese Aussage habe ich hier nun schon oft gelesen. Beim letzten Termin fragte ich sie, ob sie überhaupt möchte, dass ich wieder gesund werde und ich das Gefühl habe, dass sie mich in keinster Weise auf dem Weg meines Heilungsprozesses begleitet. Generell wird ja schnell unterstellt, man hätte keine Complience oder würde die Medikamente nicht nehmen oder verweigern... ich argumentierte immer wieder damit, dass ich wieder stabil genug bin, ein gutes ambulantes Netzwerk habe, ich Angst vor den Langzeitfolgen habe und eine solange Einnahmezeit sicherlich nicht gut sein kann! All´diese Argumente wurden immer wieder abgeschmettert, so dass ich jetzt beschlossen habe, den Weg ohne die Psychiaterin zu gehen. Therapeutin und Alltagsbegleiterin wissen Bescheid und unterstützen mich, lassen mich handlungsfähig bleiben und nehmen mir diese Entscheidung in keinster Weise ab!
Nun habe ich letzte Woche mit der Wasserlösemethode begonnen und bin froh, dass die Symptome nicht ganz so heftig sind, wie bei meinen bisherigen, abrupten Absetzversuchen, die aus lauter Verzweiflung und nicht wissen, wie ich das Ganze sinnvoll anstellen kann und vor allem behutsam, resultierten.
Hätte ich damals gewusst, was da wirklich auf mich zu kommt, hätte ich mich nicht überreden lassen. Und ich habe lange Zeit immer wieder gesagt, dass ich es ohne Medikamente schaffen möchte und der Psychiater mir die Pistole auf die Brust gelegt hat und meinte:"Wenn Sie keine Antidepressiva nehmen wollen, dann kann ich Ihnen an dieser Stelle auch nicht mehr weiter helfen..." Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch lange keine therapeutische Anbindung und wollte ja aber, dass es mir wieder besser geht... Also ließ ich mich dann doch darauf ein. Es mag sein, dass es sicher eine zeitlang eine Krücke war und Symptome abgemildert hat, aber selbst mit der Einnahme, hatte ich immer wieder schwere depressive Phasen, Panikattacken, Alpträume, Flashbacks usw.... Und ich würde manchmal gerne wirklich wissen, ob es ohne, genauso oder anders gewesen wäre.
Ich habe einen heiden Respekt davor und merke, was mit meinem Körper nun passiert, obwohl ich "nur" 10% runter gegangen bin. Und es macht mich immer wieder fassungslos, dass soooo viele Menschen mittlerweile Psychopharmaka schlucken -
Eins sei gesagt, Absetzen muss wirklich, wirklich, so schwer es auch ist, ganz langsam gehen und wirklich zur eigenen Absicherung Vertraute informieren, alleine ist es wirklich verdammt schwer. Mir graut es auch davor, wenn ich weiß, ich brauche mindestens ein Jahr, mit viel Glück, wer weiß das schon so genau...

Viele Grüße und allen ganz viel Kraft!!!
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- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf
Seit April 2018 nur noch Mirtazapin 37,5mg

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Halmackenreuther » Mittwoch, 26.04.17, 0:09

Hallo @Elefantenfuss,

der Entschluß Mirtazapin abzusetzen ist im Grundsatz erstmal positiv, allerdings wäre ich bei Deiner Einnahmedauer und- menge
Elefantenfuss hat geschrieben: Seit nun 6 Jahren nehme ich Mirtazapin 45mg, ...
und Deinen weiteren Schilderungen
Elefantenfuss hat geschrieben: ... aber selbst mit der Einnahme, hatte ich immer wieder schwere depressive Phasen, Panikattacken, Alpträume, Flashbacks usw....
eher sehr vorsichtig.

Sinnvoll ist es meines Erachtens, zunächst die Dosis langsam auf 30 mg zu reduzieren. (5-10 % alle 6 Wochen ist eine Hausnummer, die immer wieder genannt wird.)

Dabei brauchst Du eigentlich keine Wasserlösmethode, denn die ist erst bei Dosierungen < 10 mg notwendig.

Bis dahin tut`s eine Feinwaage für 20 € aus China (resp. ebay) und Mirtazapin-Schmelztabletten, die sich gut mit dem Messer bearbeiten lassen.

Wenn Du erfolgreich bei 30 mg angekommen bist, solltest Du den Sachverhalt neu überdenken und dann ggfs. weiter reduzieren.

Aber erstmal ist 30 mg ein ambitioniertes Ziel.

Gruß Helmut
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1993-2006 diverse Benzos
2002 und 2006 Tavorentzug von 1,0
Seit 2006 Benzofrei
1995-2009 Fluvoxamin in unterschiedlichen Dosierungen; ohne Probleme abgesetzt
2006-2010 Doxepin in unterschiedlichen Dosierungen; ohne Probleme abgesetzt
seit 8/2015 30 mg Mirtazapin (eine Woche auf 45 mg)
11/2015 Dosisänderung von 30 auf 15 mg; nach zwei Tagen heftige Absetzsymptome; ohne größere Probleme zurück auf 30 mg
18.-21.12.2015 Dosisänderung von 30 auf 26,25 mg; nach vier Tagen heftige Absetzsymptome
seit 22.12.2015 wieder 30 mg; große Probleme trotz Dosiserhöhung; nach ca. 10 Tagen wieder ok.
28.01.16 27 mg; 05.03.16 24 mg; 19.04.16 22 mg; 15.07.16 20 mg; 22.10.2016 17 mg; 09.12.2016 15 mg; 12.01.2017 14 mg; 12.03.2017 13 mg; 01.05.2017 22,5 mg

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Elefantenfuss » Mittwoch, 26.04.17, 10:26

Hallo Helmut,

danke für Deinen Hinweis und die Ratschläge! Ich war heute in der Apotheke und habe mich dort beraten lassen, ob es noch andere Möglichkeiten gibt. Sie empfahl mir ebenfalls die Schmelztabletten. Wie ich sehe, bist Du wesentlich langsamer runter gegangen. Ich bin jetzt mit 10% bei 40,5mg, bis ich bei ca. 30mg wäre, wäre ich, wenn alles gut geht, in der 16. Woche. Aber vielleicht ist das tatsächlich noch zu schnell. Ich werde schauen, wie es sich in der einen Woche weiter entwickelt und gehe ggf. wieder etwas hoch.

Viele Dank noch einmal!
Viele Grüße
Elefantenfuß
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3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf
Seit April 2018 nur noch Mirtazapin 37,5mg

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 26.04.17, 11:08

Hallo Elefantenfuss :-)

ich habe deine Beiträge hier in deinen Thread verschoben, bitte schreibe hier weiter wenn es um dein persönliches Absetzen geht.

Es ist gut, wenn du die Schritte nach und nach gehst und ausgehend von deinen Reaktionen beurteilst, wie schnell du weiter vorgehen kannst und möchtest. Besser ein bisschen zu langsam als zu schnell, wenn du wieder hochgehen musst brauchst du am Ende länger.

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,004 mg Mein Thread
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Mittwoch, 26.04.17, 16:06

Danke für die Erstellung des Threads und das Verschieben!!! Und die nette Aufnahme hier! :)
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Seit April 2018 nur noch Mirtazapin 37,5mg

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- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor nur im Ausnahmefall als Bedarf.


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Elefantenfuss
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Freitag, 28.04.17, 21:02

Hallo Zusammen,

kurzes Update: Nun ist eine Woche schon geschafft und bisher hat sich nichts verschlimmert und mein Körper scheint sich erst einmal daran gewöhnt zu haben, so dass ich bei der Dosis erst einmal bleiben werde.
Bald habe ich den Termin bei der Nervenärztin und ich bin mir absolut nicht sicher, wie ich das Thema angehen soll, ohne dass sie mir vorwurfsvoll oder herablassend begegnet. Ich würde mir wünschen, dass sie mich unterstützt und mir die von der Apothekerin empfohlenen Schmelztabletten verschreibt. Ich hätte mir eh gewünscht, das Ganze lieber mit ihr von Anfang an absprechen zu können und nicht auf eigene Faust handeln zu müssen... Eigentlich ist mir so etwas immer lieber, aber in diesem Fall habe ich keine andere Möglichkeit mehr gesehen.
Aber bisher geht es ja so ganz gut - hoffen wir, dass es so weiter geht ;)

Viele Grüße
Elefantenfuß
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- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von LinLina » Freitag, 28.04.17, 21:11

Hallo Elefantenfuss :-)

super dass du soweit mit der Dosis zurecht kommst.

Vielleicht findest du in diesem Thread noch Anregung und Austausch zum Gespräch mit deiner Neurologin viewtopic.php?f=15&t=10637

Eine wichtige Bitte: Schreibe deine Medikamentengeschichte mit Datum und Dosierungen bitte in deine Signatur. Es ist bei der Vielzahl von Mitgliedern nicht möglich, immer alles im Thread nachzulesen. Damit andere dir sinnvolle Rückmeldungen geben können ist das Anlegen einer ausführlichen und übersichtlichen Signatur unerlässlich - Danke Dir :-)

Liebe Grüße
Lina
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Freitag, 28.04.17, 21:37

Hey Lina,

Vielen Dankfür den Link, da schaue ich gleich mal vorbei!

Signatur eben erledigt, hoffe, dass ist so in Ordnung ;)

Viele Grüße
Elefantenfuß
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Mittwoch, 03.05.17, 12:54

Hallo ihr Lieben,

die 2. Woche läuft bisher auch relativ unproblematisch. Habe nach wie vor noch mit starken Kopfschmerzen zum Nachmittag hin zu tun. Schlafe aber wieder ruhiger, bin morgens nicht mehr so angespannt und insgesamt auch weniger gereizt. Auch der Schwindel hat deutlich nachgelassen. Bisher auch keine weitere Verschlechterung depressiver Symptomatiken. Keine Panikattacken oder Blackouts/Flashbacks. Mir geht es wirklich gut und habe sogar ganz viel Antrieb momentan.
Hoffe sehr, dass es so bleibt. Nächste Woche habe ich den Termin bei der Nervenärztin - Bin sehr gespannt, wie es wird.

Ganz liebe Grüße
Elefantenfuss
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Montag, 08.05.17, 16:14

Hallo Zusammen,

die 3. Woche hat begonnen und heute geht es überhaupt nicht gut. Schon am Wochenende merkte ich, dass die Stimmung innerhalb weniger Stunden imemr wieder wechselte. Heute Morgen bin ich sehr früh aufgewacht und konnte dann nicht mehr weiter schlafen. Der Schwindel geht heute überhaupt nicht weg, beim Radfahren sah ich Sternchen und dachte, ich klappe gleich um. Für mich ist es gerade sehr schwer einzuschätzen, ob es Absetzsymptome sind, weil es sich jetzt wieder anders anfühlt als noch in der 1. Woche. Die Kopfschmerzen und gestern erstmalig Brustschmerzen mit Schwindel. Macht mir ein bisschen Bauchschmerzen, weil ich natürlich ungerne wieder hochdosieren möchte. Kann es denn sein, dass die Symptome jetzt erst zunehmen, weil der Körper mächtig zu tun hat?

Liebe Grüße
Elefantenfuß
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 08.05.17, 16:30

Hallo Elefantenfuß, :)

das ist leider durchaus möglich, dass die Symptome sich Wochen nach der Reduktion noch intensivieren oder ändern.
Du darfst wirklich keinesfalls weiter absetzen; wenn es sich weiter verschlimmert, kann man auch ein Krümelchen aufdosieren, aber du kannst auch erst noch einmal schauen.
Das Typische an Absetzbeschwerden ist, dass sie oft das komplette Spektrum an allen möglichen Symptomen beinhalten; sprich manchmal kann man gefühlt 20 neue Wehwehchen und Probleme am Tag haben und weiß nicht, wie der nächste wird. Da könnte es besser sein, gleich bleiben oder weitere 20 neue Probleme dazukommen.. das ist die "Wundertüte" der ganz anderen Art :o .

Bitte schone dich unbedingt (du sollst bitte wirklich nicht vom Rad purzeln, weil dein kreislauf schlapp macht) und versuche so oft es geht Pausen einzulegen.

Grüße
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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Medlem » Montag, 08.05.17, 16:38

Hallo Elefantenfuss,

Mirtazapin kann gerade in der 3. Woche nach dem Absetzschritt Probleme machen. Das hängt mit der Halbwärtszeit zusammen. Nach 3 Wochen ist der Wirkstoffspiegel endgültig nur noch 40,5 und die Reste Deiner 45mg Einnahme sind abgebaut. Daran muss sich der Körper erst mal gewöhnen.

Viele Grüße

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Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

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09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...

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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Montag, 08.05.17, 18:06

Daaaaanke für die schnellen Antworten! Dadurch erklärt sich für mich Einiges. Mir war nicht klar, dass die Halbwertzeit dann schon erreicht sein könnte. Wundertüte, ja, da sagst Du was Jamie. So kann man es wirklich bezeichnen. Ein Tag ohne Symptome oder gleichbleibend zumindest ist schon so viel wert! Bedeutet für mich aber auch, lieber erst in der 6. oder 8. Woche runter zu gehen. Bin gaaaanz vorsichtig, nur blöd, wenn dann so plötzlich, ohne Frühzeichen was auftritt... Heute bleibt mir eh nichts anderes übrig, als zu pausieren, Hunde- und Katzenkind freuen sich, wenn Frauchen mal zu Hause ist ;)

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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.05.17, 9:07

Elefantenfuss hat geschrieben:Heute bleibt mir eh nichts anderes übrig, als zu pausieren, Hunde- und Katzenkind freuen sich, wenn Frauchen mal zu Hause ist ;)
Kennst Du schon unseren Haustierthread? Viele ADFDler sind tierlieb, und wir vom Team haben bis auf eine Ausnahme alle Tiere zuhause. Hier kannst Du ein Bild einstellen: viewtopic.php?p=102253#p102253

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Samstag, 13.05.17, 18:47

3 Wochen und zwei Tage sind nun schon geschafft. Und der Termin bei der Nervenärztin verlief positiv - ich habe ihr gesagt, dass ich mich kaum traue zu sagen, dass ich vor 3 Wochen angefangen habe Mirtazapin abzusetzen. Sie reagierte aber nicht wie sonst, tastete das Drumherum ab, weil wir uns auch schon länger nicht mehr gesehen haben. Nahm mich ernst, hörte mir bis zu Ende wirklich zu. Sie war sehr offen, nur skeptisch, ob die Dosierung immer die gleiche sein würde, wenn man die Tablette auflöst, weil sie davon noch nichts gehört hat. Sie hat mir für den nächsten Absetzschritt 30mg und 15mg aufgeschrieben, so dass ich teilen könnte und im August dann den nächsten Absetzschritt wieder mit ihr besprechen soll. Ganz langsam und behutsam und notfalls wieder aufdosieren, riet sie mir. Sie war nicht dagegen und ich habe auch von dem Forum berichtet, dass ich mir hier Unterstützung geholt habe und im Austausch bin, dass Therapeutin und Alltagsbegleiterin Bescheid wissen. Es kam kein Gegenwind wie sonst. Easy going. Nun fühle ich mich besser - kann mit offenen Karten spielen und falls was sein sollte, mich auch trauen würde, mich wirklich dort zu melden. Entweder sie hat sich nun auch endlich mal mehr mit dem Thema auseinandergesetzt oder sie hatte einfach nur einen guten Tag. Auf jeden Fall kann ich bis jetzt noch gar nicht glauben, dass sich meine Befürchtungen dieses Mal nicht bestätigt haben. Es geschehen manchmal doch noch Zeichen und Wunder.
Insgesamt geht es mir in den letzten Tagen auch wieder besser.


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Re: Mirtazapin mit Hilfe der Wasserlösemethode absetzen

Beitrag von Elefantenfuss » Montag, 29.05.17, 11:29

Hallo Zusammen,

die 5. Woche ist nun angebrochen und ich habe es noch nicht gewagt, den nächsten Absetzschritt zu machen, weil ich in der letzten Woche das Gefühl hatte, die Absetzsymptome haben abgenommen und kann jetzt gerade durch den Alltag nicht noch weitere Experimente wagen, fühle mich nun soweit mit der Dosierung stabil und habe das Gefühl, der Körper hat sich daran gewöhnt. Schlafe wieder deutlich ruhiger und auch lange. Zu dem sind in der Therapie gerade schwerverdauliche Themen, so dass ich natürlich phasenweise nicht auseinanderhalten konnte, ob manche Symptome Absetzsymptome sind oder eher Reaktionen auf die Therapie.
In paar Wochen wird es etwas ruhiger bei mir, dann bleibt genügend Zeit, den nächsten Absetzschritt zu wagen ;)

Liebe, sonnige Grüße
Elefantenfuss
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JamieLinLina
- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf
Seit April 2018 nur noch Mirtazapin 37,5mg

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

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