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Stella3108: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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sybsilon
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von sybsilon »

Hallo liebe Anrje, liebe Stella,

ich hoffe so sehr für Euch, dass es etwas leichter wird.

Wäre so schön, wenn sich Deine Wahrnehmungen sich bestätigen, und die Anfälle etwas seichter werden. Ich drück ganz fest die Daumen.

Ich weiß noch, dass ich zu meiner schlimmsten Zeit richtig Angst vorm duschen hatte. Dachte immer ich kippe um, weil der Kreislauf versagte und ich so wackelig auf den Beinen war. Mir War dann immer auch so schlecht.

Also toi, toi, toi.

Liebe Grüße
Sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.
Muryell
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Muryell »

Liebe Antje,

ich hoffe sehr, dass alles besser wird. Sie ist eine echte Kämpferin, Deine Tochter, Ihr könnt sehr stolz sein.
Ich drücke Euch die Daumen.

Liebe Grüße

Muryell
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Muryell
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Muryell »

Und bis Ende August ist noch eine lange Zeit. Warten wir ab.

Liebe Grüße

Muryell
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Stella3108
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Stella3108 »

Hallo liebe sybsilon, Muryell , Roxy und Medlem

Meine Tochter hat es heute Abend geschafft zu duschen. Sie hat ihren ganzen Mut zusammen genommen.
Sie konnte auch auf dem Balkon etwas atmen und beten. Danach wurde es aber wieder etwas schlechter. Sie ist seit heute Morgen mega erschöpft . Und das kam heute Abend verstärkt zurück. Ihre Wahrnehmung ist auch wieder anders. Sie fühlt sich wie vor vier Jahren. Als wenn sie morgen in diese verhasste Schule muss in der sie so gelitten hat. Ihre Schwester kam noch aus dem Bad , genau so als wenn sie morgen zur Schule geht. Sie weiß das das Quatsch ist aber es belastet sie. Die letzte Nacht war auch nicht die tollste. Viele schlimme Alpträume und ab 3.15 Uhr Bauchkrämpfe. Auch ihr Ausschlag wird immer schlimmer. Gesicht, Hals, Schultern, Arme , Hände und Finger. Das alles juckt den ganzen Tag , aber Nachts noch intensiver.
Aber sie rappelt sich immer wieder auf um wenigstens nicht den ganzen Tag nur zu liegen. Das soll ich auf jeden Fall erzählen. Sie will sich nicht damit abfinden das man mit 16 Jahren nur liegen soll. Seit ein paar Tagen legt sie sich Nachmittags in das Zimmer ihrer Schwester. Damit sie mal eine andere Umgebung hat. Zum Glück geht das . Umgekehrt undenkbar. In ihr Zimmer durfte noch nie jemand. Sie rechnet das ihrer Schwester hoch an und bedankt sich auch. Meine ältere Tochter ist so ziemlich in jeder Beziehung sehr locker . Ich soll auch erzählen das ihr Lichterketten sehr helfen. In ihrem Zimmer ist eine rund um einen Spiegel , um die Pinnwand, in einem Regal und über alle Kissen die auf ihrem Bett an der Wand gelehnt stehen. Auch im Wohnzimmer sind überall welche . Die Lichter helfen ihr sehr.
Heute hat sie eine Liste angefangen mit allen Aktivitäten die sie machen will wenn es ihr wieder besser geht.

Langer Spaziergang mit unserem Hund. Haare ( waschen) Tönen , schulterlang abschneiden. Shoppen , Kino , mit mir im Dorf Kaffee trinken .......
Und wenn sie zwischendurch so was ähnliches wie eine Depression hat holt sie sich wieder da raus .
Die Anfälle scheinen wirklich weniger zu werden. Sie hatte heute öfter das Gefühl das was passiert aber alles immer nur ganz kurz. Kurze Todesangst mit hyperventilieren , kurze Wut , keine Zuckungen . Nur dieses wegkippen, Augen fallen für eine Sekunde zu und sie schreckt sofort hoch und das mehrmals hintereinander .Das macht ihr immer Angst . Besonders wenn sie Todesangst hat. Dann glaubt sie immer noch nicht das ihr nichts passiert.
Trotzdem ist es ihr wichtig das ihr wisst das sie sich nicht unterkriegen lassen will.
Viele liebe Grüße
Antje
15.05.2014 Impfung: Tetanus, Diphtherie, Pertussis - nicht vertragen, musste meine Tochter am nächsten Tag von der Schule abholen weil es ihr so schlecht ging.

24.06.14: erste Panikattacke

Januar 2015 - März 2016 Citalopram 20 mg
Januar 2015 - Februar 2015 10 mg Cital.
ab März 2015 - März 2016 20 mg Cital.
Kopfschmerzen, Herzrasen, am ganzen Körper vereinzelt Schmerzen ( meistens sehr stark ) und kurz. Stärkere Panikattacken. Nach ein paar Monaten wurden diese weniger. Ab September 2015 weniger leistungsfähig. Einschlafstörungen seit der Einnahme.


März 2016 Citalopram innerhalb 14 Tagen abgesetzt. 7,5 mg Mirtazapin eingenommen bis Februar 2017.
Nach ein paar Tagen, erste Krampfanfälle und Wutanfälle. Krampfartige Panikattacken. Ständig geschwollenes Gesicht, Augen geschwollen, Lippen geschwollen, Juckreiz, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Müdigkeit, schwach, Muskelschmerzen, Herzrasen, Durchfall, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, trockener Mund, starker Durst, Gelenkschmerzen, lebhafte Träume/Alpträume, brennende und stechende Haut, unruhige Beine, Bewegungsdrang, Schwellungen im Mund, Sprachstörugen

Oktober 2016: Untersuchung mit Schallwellen und einem Kopfhörer mit Piepen bei einem Heilpraktiker. Verordnung von Alkabase plus Zink Orthotherapia & Schulkind - Basis Ortho Therapia
Nach ein paar Wochen ging es ihr immer schlechter statt besser und entwickelte diese Geräuschempfindlichkeit


Seit Januar 2017: unnatürliche Müdigkeit, Hände werden dick, rot und manchmal bläulich, spannende Haut, Schmerzen.

15.02.2017: Mirtazapin abgesetzt, dafür 20 mg Insidon.
Absetzerscheinungen: weinen, verschlechterte Stimmung, kraftlos, Konzentrationsstörungen, Einschlafprobleme, generelle Schlafstörungen, Hunger, nervös, Angst, Anspannung, Panikattacken, Krämpfe, Herzrasen, keine Luft, Gefühl der Hals schwillt zu, Brustschmerzen, zittern, gereizt, Rastlosigkeit, starke Wut, Verwirrung, Vergesslichkeit, Schmerzen immer woanders, Schüttelfrost mit schwitzen, trockene brennende Augen, Übelkeit, Magenschmerzen, Verstopfung, ab und zu Durchfall, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, wanken, Benommenheit, extremer Kopfschmerz " wie Holzsplitter im Kopf", Tremor, optische Halluzinationen, Gefühl von Unwirklichkeit, Alpträume, brennen, kribbeln, Nervenschmerzen im Gesicht, undeutliche Aussprache, unscharfes Sehen, Muskelzuckungen, unruhige Beine, Mundwinkel ziehen sich nach unten, geschwollene Hände, Ausschlag im Gesicht.
Alle Symptome zusammen für fast 5 Wochen...

Mitte März 2017: Insidon innerhalb einer guten Woche ausgeschlichen.
21. März: abends 3,75 mg Mirtazapin gegeben.
Sorfort eingeschlafen, 10 Stunden, restlichen Tag erschöpft. Gegen Nachmittag stundenlange Wut und starker Hunger.
28.März: 1,9 mg Mirtazapin, 8 Stunden geschlafen, erschöpft, Herzrasen, unnatürliche Müdigkeit , keine Kontrolle über ihren Körper, starke Zuckungen in den Beinen, Wut. Ein paar Tage 1,9 mg Mirtazapin, diverse Symptome.

Seit der ersten Aprilwoche 2017: 2,5 mg Mirtazapin - weiterhin Symptome
Mitte Mai: 2,25 mg / Anfang Juni: 2 mg - immer erschöpfter, kann nur noch liegen. / 23.06.17: 1.8 mg /10.08.17: 1,5 mg (nach jeder Reduktion, wochenelang Panikattacken und Todesangst)

8.11.2017: 1,25 mg
sybsilon
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von sybsilon »

Hallo Stella,

du Kämpferin. Ich bewundere Dich für Deine Stärke.

Was du da leistest ist unbeschreiblich
Meinen Respekt!!!

Wünsche Dir weiterhin viel Kraft. Sei stolz und dankbar, dass du so eine tolle Familie hast, das ist nicht selbstverständlich was die leisten.

LG sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Muryell »

Liebe Stella,

ich möchte, dass Du weißt, dass Du mir viel hilfst. Ich bin auch beim Ausschleichen, und ich muss mich immer wieder hinlegen, weil es sehr anstrengend ist. Manchmal denke ich, dass es nicht sein kann, dass ich so lange liegen muss. Und dann lese ich von Deinem Kampf, wie stark Du mit Deinen 16 Jahren bist, und das gibt mir viel Kraft. Ich wünschte, ich könnte Dir auch so viel Kraft schicken. Ich denke an Dich. <3

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Muryell »

:-D Hallo Ihr Lieben,

ich habe vergessen zu sagen: wenn das alles vorbei ist, werde ich surfen lernen. Yeahh, mit über 50! :D

Liebe Grüße und einen schönen Tag

Muryell
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padma
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von padma »

liebe Stella, :)

das hört sich wirklich so an, als ob ein wenig Heilung in deinem ZNS stattgefunden hat. Auch wenn es lange dauert, du bist dabei zu heilen.

Klasse, dass du es gestern geschafft hast zu duschen, :D auch wenn es sicher extrem anstrengend war. Und ein wenig auf dem Balkon sein konntest.

Gut, dass es dir gelingt, dich immer wieder aufzurappeln und auch die Umgebung zu wechseln. Selbst kleine Dinge können einen grossen Unterschied machen.

Ich freue mich, dass du mit den Lichterketten etwas gefunden hast, das dir hilft und gut tut.

Es tut mir leid, dass diese schlimmen Erinnerungen von der Schule wieder hoch kommen. :hug: Das kann während des Entzuges passieren, dass alte Sachen hochkommen.

Es beeindruckt mich, wie du das durchstehst und dich nicht unterkriegen lässt. Das ist enorm, was du da leistet.
Du schaffst das!

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Chrissie
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Chrissie »

Liebe Stella,
auch wenn ein Tunnel noch so lang und dunkel ist, es gibt ein Ende und dort scheint wieder Sonne!
Du bist noch dabei dich durch diesen Tunnel zu kämpfen aber ich glaube du hast auch schon ein enormes Stück hinter dich gebracht.
Du schaffst den Rest auch noch denn ich glaube, du bist eine mutige Kämpferin!
Ich versuche mal ein bisschen Energie zu dir zu schicken,vielleicht funzt das sogar denn es ist sehr windig bei uns heute. :wirbel:
Ganz liebe Grüße von Chrissie



@Muryell: finde ich megageil, hab ich auch mal probiert, man musste mich allerdings dann aus der Ostsee retten :rotfl:
Februar 2016: schwere depressive Episode mit Panikstörung Opipramol und Mirtazapin
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis halbiert
Ab 21.Juni 2017: wieder bei 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin (neuropathische Schmerzen)
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum (Diagnose bipolar bekommen, nicht nur Depressionen :evil: )
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar 2018 : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!
Stand Februar 2019: 50 mg Pregabalin, 1125mg Lithium, 200mg Lamotrigin (seit Mai 2018), 10mg Abilify (seit 11.02.)
Das Abilify wurde gegen 50 mg Quetiapin ausgetauscht das ich ebenfalls seit Mai 2018 genommen habe
Für mich momentan der Horror, wollte alles loswerden und rutsche da nur von einem Medi zum Anderen :?
Stella3108
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Stella3108 »

Guten Abend, ich schreibe im Auftrag.

Meine Tochter möchte allen die diese Hölle durchmachen müssen, ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen schicken. So wie ihr alle an sie denkt , so macht sie es umgekehrt . Keiner sollte so etwas aushalten müssen.

Heute hatte sie wieder etwas Neues.
Das ganze dauerte bestimmt eine Stunde. Es fing im liegen an. Ihr Kopf fiel auf die Seite sie war dann immer für 1-2 Sekunden weg und schreckte dann wieder hoch. Das kennen wir ja. Sie erschrak aber jedesmal so, das sie anfing zu schreien. Man kann sich das gar nicht vorstellen wie krass das ist, wenn man das nur liest. Nach einer Zeit konnte sie nicht mehr liegen und wir halfen ihr ins Wohnzimmer . Sitzend auf dem Sofa war es aber auch nicht besser. Dann fiel sie im Sekundentakt komplett um. Immer wenn sie die Augen wieder aufriss schrie sie . Manchmal so laut wie wenn sie diese starken Wutanfälle hat . Sehr schlimm zum anschauen. Möchte nicht wissen wie sich das anfühlen muss.
Laut ihrer Aussage war das heute ein Horror Tag. Ständig irgendwelche schlimmen Gefühle.
Für mich als Außenstehende sind Verbesserungen zu sehen. Natürlich war das heute Nachmittag wieder mal erschreckend.
Sie hatte auch den ganzen Tag im ganzen Körper Nervenschmerzen. Ihr Ausschlag juckt ununterbrochen . Letztes Jahr in Sizilien hat uns ein Apotheker eine Salbe gegeben die hier in Deutschland verschreibungspflichtig ist. Damals hatte sie das nur am Hals . Diese Salbe soll man maximal 12 Wochen benutzen. Sie cremt seit Monaten täglich. Keine Ahnung was wir machen sollen. Und ihr Durst wird auch immer mehr. Sobald sie ein paar Minuten nichts getrunken hat , meint sie zu verdursten. Innerlich wie ausgetrocknet .Sie meinte auch ständig das noch was passiert , das irgendwas noch kommen muss. Aber es ist nichts passiert und das ist doch ein gutes Zeichen.
Vielleicht wird es ja ganz , ganz langsam weniger.

Viele Grüße
Antje
15.05.2014 Impfung: Tetanus, Diphtherie, Pertussis - nicht vertragen, musste meine Tochter am nächsten Tag von der Schule abholen weil es ihr so schlecht ging.

24.06.14: erste Panikattacke

Januar 2015 - März 2016 Citalopram 20 mg
Januar 2015 - Februar 2015 10 mg Cital.
ab März 2015 - März 2016 20 mg Cital.
Kopfschmerzen, Herzrasen, am ganzen Körper vereinzelt Schmerzen ( meistens sehr stark ) und kurz. Stärkere Panikattacken. Nach ein paar Monaten wurden diese weniger. Ab September 2015 weniger leistungsfähig. Einschlafstörungen seit der Einnahme.


März 2016 Citalopram innerhalb 14 Tagen abgesetzt. 7,5 mg Mirtazapin eingenommen bis Februar 2017.
Nach ein paar Tagen, erste Krampfanfälle und Wutanfälle. Krampfartige Panikattacken. Ständig geschwollenes Gesicht, Augen geschwollen, Lippen geschwollen, Juckreiz, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Müdigkeit, schwach, Muskelschmerzen, Herzrasen, Durchfall, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, trockener Mund, starker Durst, Gelenkschmerzen, lebhafte Träume/Alpträume, brennende und stechende Haut, unruhige Beine, Bewegungsdrang, Schwellungen im Mund, Sprachstörugen

Oktober 2016: Untersuchung mit Schallwellen und einem Kopfhörer mit Piepen bei einem Heilpraktiker. Verordnung von Alkabase plus Zink Orthotherapia & Schulkind - Basis Ortho Therapia
Nach ein paar Wochen ging es ihr immer schlechter statt besser und entwickelte diese Geräuschempfindlichkeit


Seit Januar 2017: unnatürliche Müdigkeit, Hände werden dick, rot und manchmal bläulich, spannende Haut, Schmerzen.

15.02.2017: Mirtazapin abgesetzt, dafür 20 mg Insidon.
Absetzerscheinungen: weinen, verschlechterte Stimmung, kraftlos, Konzentrationsstörungen, Einschlafprobleme, generelle Schlafstörungen, Hunger, nervös, Angst, Anspannung, Panikattacken, Krämpfe, Herzrasen, keine Luft, Gefühl der Hals schwillt zu, Brustschmerzen, zittern, gereizt, Rastlosigkeit, starke Wut, Verwirrung, Vergesslichkeit, Schmerzen immer woanders, Schüttelfrost mit schwitzen, trockene brennende Augen, Übelkeit, Magenschmerzen, Verstopfung, ab und zu Durchfall, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, wanken, Benommenheit, extremer Kopfschmerz " wie Holzsplitter im Kopf", Tremor, optische Halluzinationen, Gefühl von Unwirklichkeit, Alpträume, brennen, kribbeln, Nervenschmerzen im Gesicht, undeutliche Aussprache, unscharfes Sehen, Muskelzuckungen, unruhige Beine, Mundwinkel ziehen sich nach unten, geschwollene Hände, Ausschlag im Gesicht.
Alle Symptome zusammen für fast 5 Wochen...

Mitte März 2017: Insidon innerhalb einer guten Woche ausgeschlichen.
21. März: abends 3,75 mg Mirtazapin gegeben.
Sorfort eingeschlafen, 10 Stunden, restlichen Tag erschöpft. Gegen Nachmittag stundenlange Wut und starker Hunger.
28.März: 1,9 mg Mirtazapin, 8 Stunden geschlafen, erschöpft, Herzrasen, unnatürliche Müdigkeit , keine Kontrolle über ihren Körper, starke Zuckungen in den Beinen, Wut. Ein paar Tage 1,9 mg Mirtazapin, diverse Symptome.

Seit der ersten Aprilwoche 2017: 2,5 mg Mirtazapin - weiterhin Symptome
Mitte Mai: 2,25 mg / Anfang Juni: 2 mg - immer erschöpfter, kann nur noch liegen. / 23.06.17: 1.8 mg /10.08.17: 1,5 mg (nach jeder Reduktion, wochenelang Panikattacken und Todesangst)

8.11.2017: 1,25 mg
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von HOPE85 »

Abend Stella.
Wenn ich das so lese , das Sie jetzt schon Kindern mit 16 anfangen das Zeug zu verschreiben , macht mich das sprachlos, traurig und vorallem sehr wütend.
Es ist schon schlimm das viele Erwachsene damit zu kämpfen haben, aber jetzt auch noch Profit mit Kindern zu erzielen ist echt das mit Abstand schlimmste was ein Mensch tun kann. Es tut mir leid was ihr da durchmacht, ich wünsche deiner Tochter und der Familie alles Gute und hoffe das alles wieder gut wird.

LG Hope
padma
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von padma »

liebe Antje :) , liebe Stella :) ,

ganz lieben Dank an Stella, dass du allen, die so sehr leiden, Kraft schickst. :hug:
Letztes Jahr in Sizilien hat uns ein Apotheker eine Salbe gegeben die hier in Deutschland verschreibungspflichtig ist. Damals hatte sie das nur am Hals . Diese Salbe soll man maximal 12 Wochen benutzen. Sie cremt seit Monaten täglich
Bitte schreib uns genau, was das für eine Salbe ist. :shock: Enthält sie Cortison? Cortison kann Entzugssymptome übelst verstärken. Über Monate genommen kann Cortison sehr problematisch sein.
Aber es ist nichts passiert und das ist doch ein gutes Zeichen.
Vielleicht wird es ja ganz , ganz langsam weniger.
Dass die Symptomatik so wechselt ist ja ganz typisch. Aber sie scheint ja zumindest Phasen zu haben, wo es etwas besser geht. Das ist ein gutes Zeichen.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

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Medlem
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Medlem »

Liebe Antje, liebe Stella,

ich finde es gut, dass Stella Pläne macht und Ziele hat. Das zeigt für mich ganz klar, dass sie keine Depression hat.

Super, dass sie geschafft hat, zu duschen. Das war sicher ein tolles Gefühl. Wahrscheinlich hat es sie aber auch angestrengt, so dass es später wieder schlechter wurde.

Diese "Anfälle" sind echt seltsam. Es klingt ein bisschen wie Ohnmacht oder Sekundenschlaf. Ich habe hier schon ein paar mal von Leuten gehört, die, wenn sie abends am Einschlafen waren, hochgeschreckt sind und Panik hatten. Ist Stella denn tagsüber müde? Wie schläft sie normalerweise nachts?

Lichterketten finde ich auch schön. Das Fokussieren darauf beruhigt Stella sicherlich. Gibt es noch andere Dinge, die sie schön findet, die nicht mit Anstrengung verbunden und reizarm sind?

Durst: Diabetes wurde bestimmt schon getestet, oder? Ich denke aber eher, dass das eine Nebenwirkung von Mirta ist. Ich hatte am Anfang auch immer einen ganz trockenen Mund.

Hautausschlag: ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Absetzsymptom ist (Bauchkrämpfe übrigens ebenso). Aber Ihr schriebt, das hatte sie schon letzten Sommer. Hatte sie früher Allergien/ Heuschnupfen? Könnte sie unter Histaminintoleranz leiden? (Sorry, falls das schon jemand gefragt hat und ich es jetzt nicht weiß.) Vielleicht auch Zinkmangel? Ist die Haut trocken oder eher entzündet?

Hilfe im Haushalt: vielleicht gibt es auch Kleinigkeiten, die man im Sitzen machen könnte? Z.B. Wäsche aus dem Wäschekorb sortieren und zusammenlegen.

Ich weiß es ist furchtbar, wenn man etwas machen möchte und nicht kann. Man darf einfach nicht aufgeben auf Besserung zu hoffen. Und das tust Du, Stella, nicht!

Es wird besser werden. Habt Geduld!

Liebe Grüße

Medlem
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
[spoil]ca. 12/14 - 01/16: 7,5 mg (6 Wochen) - besserer Schlaf, Appetit- und Gewichtsteigerung
ca. 01/15 - 03/15: 15 mg (7 Wochen) - weiterhin Gewicht zugelegt, sonst weder positive noch negative Wirkungen, lt. Ärztin Absetzen nach 4 Wochen auf 7,5 mg problemlos möglich
12.3.15: 7,5 mg (4 Wochen) - teilweise etwas schlechter geschlafen, sonst keine Absetzsymptome
15.4.15: 0 mg - erst ging es gut, nach 3 Wochen totaler Einbruch, nächtelang wach, nie gekannte Übelkeit (Rebound?)
9.5.15: 7,5 mg, sofort nach der ersten Einnahme ging es mir wieder blendend!
2.7.15: reduziert von 7,5 mg auf 3,75 mg (ca. im 3 Wochen-Rhythmus jd. 5., 4., 3., 2. Tag eine Viertel-Tablette genommen) hat bei mir gut funktioniert.
17.10.15: 3,75 mg, Absetzpause, wg. Unfall 2 OPs, KH wg. Verdacht auf Blinddarm, mehrmals Antibiotika (nicht zu viele Baustellen auf einmal), Gewichtszunahme zu diesem Zeitpunkt +15kg.
1.2.16: 3,4 mg mit Feinwaage, keine Absetzsymptome - 21.2.16: 3,0 mg, keine Absetzsymptome - 13.3.16: 2,5 mg, keine Absetzsymptome - 3.4.16: 1,9 mg, in der ersten Woche morgens Übelkeit mit Brechreiz, Schritt war wohl zu groß - 25.4.16: 1,4 mg, in der ersten Woche morgens Übelkeit mit Brechreiz (Stufe von 3 Wochen auf 4 Wochen verlängert) - 23.5.16.16: 1,1 mg, keine Absetzsymptome - 13.6.16: 0,8 mg, keine Absetzsymptome - 4.7.16: 0,5 mg, keine Absetzsymptome - 25.7.16: 0,25 mg, keine Absetzsymptome - 11.8.16: 0 mg!! Nach 2 Tagen schlechterer Schlaf, morgens Übelkeit mit Brechreiz, einige Tage so gut wie kein Appetit, starkes Schwitzen nachts (vermute die Wassereinlagerungen gehen raus), nach ca. 1 Woche alles vorbei! Hoffe, es bleibt so![/spoil]
09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Stella3108 »

Liebe Hope , Liebe padma, Liebe Medlem

Meine Tochter war 14 als man ihr erstmals Citalopram verschrieb. In dem Bekanntenkreis meiner älteren Tochter gibt es einen 12 jährigem Jungen der den Tod seines Vaters nicht verkraftet . In der Tagesklinik wurde ihm ein AD gegeben. Da er es nicht mehr nehmen wollte setzte sein ältere Bruder es aus Unwissenheit ab. Das ganze ging wohl ein paar Monate gut, bis der Kleine einen Ausraster bekam. In der Tagesklinik überredete man ihm zu einem neuen AD. Nach kurzer Einnahme rastete er so aus das er mit seinem Kopf in eine Holztüre Löcher schlug . Zum Glück war er nicht alleine zu Hause. Darauf hin diagnostizierten die Ärzte Schizophrenie. Stellt euch das mal vor. Er bekommt von diesem Zeug Wut!!! und keiner gibt das zu. Auch schläft er bis zu 16 St. am Tag.

In dieser Creme ist Kortison drin. Wir wissen aber nicht was wir statt dessen machen sollen. Der Ausschlag wir immer mehr . Sie ist nur noch am kratzen. Zwischen den Fingern , überall hat sie den.

Liebe Medlem, wir wollen der Monaten ein Blutbild machen lassen . Als sie noch raus konnte hat die Hausärztin sich verweigert, und jetzt geht es nicht mehr. Aber der Durst fing an als diese blöde Ärztin im Februar ihr AD kalt abgesetzt und ein neues eindosiert hatte.
Und verschlimmert hat er sich als sie letzte Woche so eine Lust auf Chips hatte. Sie isst eigentlich nie was von diesen Sachen .
Das mit dem Ausschlag fing ja mit Mirtazapin an. Letzten Sommer nahm sie ja 7,5 mg. Jetzt ist der Ausschlag aber unerträglich. Und wenn sie sich richtig aufregt wird es kurzzeitig schlimmer .

Diese Ohnmachtsanfälle , nennen wir sie mal so , könnten auch mit Angst zu tun haben. Wenn sie hochschreckt holt die auch ganz schnell Luft. Oder der ganze Körper fängt zu zucken an . Sie will sich auch aufsetzen , dann kippt sie als um oder fällt nach vorn und kommt alleine nicht mehr hoch . Das kostet sehr viel Kraft . Wenn es richtig schlimm ist dann schreit sie wenn die hochschreckt. Heute Mittag sagte sie ständig das sie nicht mehr kann. Das das zu viel ist. Mein Mann ist mittlerweile auch verzweifelt das ständig angucken zu müssen und nicht helfen zu können, das er unbedingt Hilfe haben will. Meine Tochter sagt das sie das Haus nicht verlassen kann. Schon gar nicht um zu irgendwelchen Ärzten zu gehen die alles noch schlimmer machen. Er meint das sie wenigstens mal mit einem Psychiater sprechen soll. Das Gespräche vielleicht helfen. Es gibt wohl doch noch einen Jugendpsychiater in unserer Nähe.
Ich weis nur auch nicht was Gespräche in ihrer Situation bringen sollen. Und wenn er von ihrer Symptomatik hört dann will er bestimmt auch das sie in eine Klinik geht.
Nur was meine Tochter hier jeden Tag mitmacht ist schon sehr beängstigend .
Nachts schläft sie halt nicht gut. Sie wird immer wieder wach , da sie von ihren Alpträumen geweckt wird. Oder weil sie sich ständig kratzt. Aber dieses Wegkippen Tagsüber hat für mich nichts mit Müdigkeit zu tun. Das ist alles so künstlich . Sie hat auch Schmerzen im Gesicht , auf der Lippe fühlt es sich an wie wenn man mit Nadeln reinsticht. Das ist nicht ständig. Aber sie hat den ganzen Tag irgend etwas. Es macht sie verrückt das sie nie zur Ruhe kommen kann.
Ihre Wut war vorgestern auch wieder sehr stark. Abends hatte sie so einen Wutanfall , das ich auch völlig überfordert war.

Ich hoffe und bete jeden Tag das es ihr etwas besser geht. Meine Gedanken kreisen ständig um eine Lösung die es wohl so nicht gibt. Das macht mich verrückt.

Ich wünsche euch allen einen guten Tag.
Antje
15.05.2014 Impfung: Tetanus, Diphtherie, Pertussis - nicht vertragen, musste meine Tochter am nächsten Tag von der Schule abholen weil es ihr so schlecht ging.

24.06.14: erste Panikattacke

Januar 2015 - März 2016 Citalopram 20 mg
Januar 2015 - Februar 2015 10 mg Cital.
ab März 2015 - März 2016 20 mg Cital.
Kopfschmerzen, Herzrasen, am ganzen Körper vereinzelt Schmerzen ( meistens sehr stark ) und kurz. Stärkere Panikattacken. Nach ein paar Monaten wurden diese weniger. Ab September 2015 weniger leistungsfähig. Einschlafstörungen seit der Einnahme.


März 2016 Citalopram innerhalb 14 Tagen abgesetzt. 7,5 mg Mirtazapin eingenommen bis Februar 2017.
Nach ein paar Tagen, erste Krampfanfälle und Wutanfälle. Krampfartige Panikattacken. Ständig geschwollenes Gesicht, Augen geschwollen, Lippen geschwollen, Juckreiz, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Müdigkeit, schwach, Muskelschmerzen, Herzrasen, Durchfall, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, trockener Mund, starker Durst, Gelenkschmerzen, lebhafte Träume/Alpträume, brennende und stechende Haut, unruhige Beine, Bewegungsdrang, Schwellungen im Mund, Sprachstörugen

Oktober 2016: Untersuchung mit Schallwellen und einem Kopfhörer mit Piepen bei einem Heilpraktiker. Verordnung von Alkabase plus Zink Orthotherapia & Schulkind - Basis Ortho Therapia
Nach ein paar Wochen ging es ihr immer schlechter statt besser und entwickelte diese Geräuschempfindlichkeit


Seit Januar 2017: unnatürliche Müdigkeit, Hände werden dick, rot und manchmal bläulich, spannende Haut, Schmerzen.

15.02.2017: Mirtazapin abgesetzt, dafür 20 mg Insidon.
Absetzerscheinungen: weinen, verschlechterte Stimmung, kraftlos, Konzentrationsstörungen, Einschlafprobleme, generelle Schlafstörungen, Hunger, nervös, Angst, Anspannung, Panikattacken, Krämpfe, Herzrasen, keine Luft, Gefühl der Hals schwillt zu, Brustschmerzen, zittern, gereizt, Rastlosigkeit, starke Wut, Verwirrung, Vergesslichkeit, Schmerzen immer woanders, Schüttelfrost mit schwitzen, trockene brennende Augen, Übelkeit, Magenschmerzen, Verstopfung, ab und zu Durchfall, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, wanken, Benommenheit, extremer Kopfschmerz " wie Holzsplitter im Kopf", Tremor, optische Halluzinationen, Gefühl von Unwirklichkeit, Alpträume, brennen, kribbeln, Nervenschmerzen im Gesicht, undeutliche Aussprache, unscharfes Sehen, Muskelzuckungen, unruhige Beine, Mundwinkel ziehen sich nach unten, geschwollene Hände, Ausschlag im Gesicht.
Alle Symptome zusammen für fast 5 Wochen...

Mitte März 2017: Insidon innerhalb einer guten Woche ausgeschlichen.
21. März: abends 3,75 mg Mirtazapin gegeben.
Sorfort eingeschlafen, 10 Stunden, restlichen Tag erschöpft. Gegen Nachmittag stundenlange Wut und starker Hunger.
28.März: 1,9 mg Mirtazapin, 8 Stunden geschlafen, erschöpft, Herzrasen, unnatürliche Müdigkeit , keine Kontrolle über ihren Körper, starke Zuckungen in den Beinen, Wut. Ein paar Tage 1,9 mg Mirtazapin, diverse Symptome.

Seit der ersten Aprilwoche 2017: 2,5 mg Mirtazapin - weiterhin Symptome
Mitte Mai: 2,25 mg / Anfang Juni: 2 mg - immer erschöpfter, kann nur noch liegen. / 23.06.17: 1.8 mg /10.08.17: 1,5 mg (nach jeder Reduktion, wochenelang Panikattacken und Todesangst)

8.11.2017: 1,25 mg
Monalinde
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Monalinde »

Hallo liebe Stella,

deine Berichte machen mich betroffen. Vielleicht kann ich durch meine Erfahrungen deinem Kind etwas beistehen. Ich hatte auch sehr schlimme Absetzerscheinungen, habe sie immer noch, aber nicht mehr die von damals.

Ich vermute fast, dass die Ohnmachtsanfälle ursächlich nichts mit Angst zutun haben müssen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich auch zwei schwere Ohnmachtsanfälle unter der Einnahme von Mirtazipin und Venlafaxin hatte. Beim ersten bin ich auf unseren Fliesenboden im Wohnzimmer gestürzt und habe mir zwei Rippen angebrochen, daneben noch Prellungen und Hautabschürfungen davongetragen. Diese Ohnmachtsanfälle standen immer in einem gewissen Zusammenhang mit dem Aufstehen aus dem Bett. Ich kann mich daran erinnern, dass ich urplötzlich in der Nacht eine Heisshungerattacke auf Essbares, ich glaube sogar auf Süßes, bekam und den Kühlschrank plündern wollte. Dabei ist es passiert, die Ohnmacht hat ca. 10 Minuten gedauert. Auch danach konnte ich nur noch auf allen vieren in mein Bett kriechen.

Die zweite Ohnmacht dauerte nicht so lange, und erfolgte ebenfalls nach dem Aufstehen aus dem Bett. Nachdem ich die Ohnmacht irgendwie kommen fühlte, habe ich mich instinktiv auf den Boden geworfen und mich nicht mehr sehr verletzt. Ich kann diese Zustände eindeutig den Medikamenten zuordnen, denn sie sind in den letzten vier Jahren nie mehr aufgetreten, so dass es auch nichts mit meinem höheren Lebensalter zu tun haben konnte. Was ich mir vorstellen könnte, dass auch Angst bei deiner Tochter eine Mitursache haben könnte, aber nicht die eigentliche Ursache für den Schwindel ist.

Von dem Mirtazipin hatte ich ebenfalls Hautausschläge bekommen, mein Hausarzt hat mich taktloserweise damit beehrt, dass er meinte, ich sehe aus wie ein Streuselkuchen. Ich habe durch den heftigen Juckreiz noch alles verschlimmert. Ich habe auch heute noch eine sehr empfindliche Haut, aber der heftige Ausschlag ist nicht mehr wiedergekommen.

Den schlechten Schlaf kenne ich auch zur Genüge. Er war wie abgehackt, und morgens gegen vier Uhr war er zu Ende. Es hat sehr lange gedauert, bis ich wieder in einen natürlichen Schlafrhythmus gefunden habe. Wirre und bunte Träume waren Legion und sind es auch heute noch.

Das ist das, was ich von mir aus dazu beitragen kann. Ich wünsche deiner Tochter so sehr, dass sie bald wieder hergestellt ist. Auf Grund ihrer Jugend müsste das doch so viel schneller gehen als bei mir mit meinen 74 Jahren.

Alles Gute Euch allen,

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.
Panik
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Panik »

Hallo,

Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Tochter an einer orthostatischen Dysregulation in schwerer Form leidet die durch das Mirta ausgelöst wird/ wurde. Soweit ich mich erinnere kann das neben Synkopen auch Bewusstseinsstörungen hervorrufen. Man kann das selbst messen, Blutdruckmessgerät vorausgesetzt. Im Netz ist sicher zu finden wie das geht.

Durchhalten
Panik
Diagnose: anfangs Anpassungstörung, dann Angst-/Panikstörung jetzt keine Ahnung
08/2011 Antikoagulation Macumar abgelöst durch
25.11.2013 Thrombozytenaggregationshemmer ASS100
13.07.2012 Escitalopram 10mg
08.10.2013 Reduzierung Escitalopram 9mg
20.10 2013 Reduzierung Escitalopram 8,5mg
23.10 2013 Reduzierung Escitalopram 8mg
10.11.2013 Reduzierung Escitalopram 7mg
07.12.2013 Aufdosiert Escitalopram 8mg
15.12.2013 Reduzierung Escitalopram 7,5mg
29.12.2013 Reduzierung Escitalopram 7mg
19.01.2014 Reduzierung Escitalopram 6mg
16.02.2014 Reduzierung Escitalopram 5,5mg
23.02.2014 Aufdosiert Escitalopram 6mg
08.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 6,5mg
17.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 7mg
30.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
25.05.2014 Reduzierung Escitalopram 8mg
07.06.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
20.07.2014 Reduzierung Escitalopram 8mg
15.08.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,25mg
18.08.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
26.10.2014 Reduzierung Escitalopram 7,5mg
31.10.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
14.12.2014 Reduzierung Escitalopram 8,2mg
21.01.2015 Reduzierung Escitalopram 4,0mg
04.04.2015 Reduzierung Escitalopram 3,8mg
30.04.2015 Reduzierung Escitalopram 3,6mg
30.05.2015 Reduzierung Escitalopram 3,2mg
08.06.2015 Reduzierung Escitalopram 3,0mg
05.07.2015 Reduzierung Escitalopram 2,8mg
26.07.2015 Reduzierung Escitalopram 2,6mg
11.08.2015 Reduzierung Escitalopram 2,4mg
19.10.2015 Aufdosiert Escitalopram 2,6mg
21.01.2017 Reduzierung Escitalopram 2,4mg --> hier
26.02.2017 Reduzierung Escitalopram 2,2mg --> oder hier
05.06.2017 Reduzierung Escitalopram 2,0mg --> oder hier Dosis real 2mg
11.10.2018 Reduzierung Escitalopram 1,67mg
padma
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von padma »

liebe Antje, :)
In dieser Creme ist Kortison drin. Wir wissen aber nicht was wir statt dessen machen sollen. Der Ausschlag wir immer mehr . Sie ist nur noch am kratzen. Zwischen den Fingern , überall hat sie den.
Ich befürchte, das ist eine weitere Baustelle.

Zum einen kann sich bei längerer Anwendung eine Kortisonhaut bilden. Beim Absetzen kann es zu einem Rebound kommen.
Und sie scheint ja auch nicht richtig zu greifen.

Zum anderen ist es so, dass auch bei einer Salbe etwas Kortison in den Körper aufgenommen wird. Deine Tochter reagiert sehr sensibel auf Medikamente und Kortison kann, wie oben bereits beschrieben, massiv Symptome verstärken.

Ich denke, es wäre wichtig sie abzusetzen, vermutlich müsste auch da langsam reduziert werden, aber ich kenne mich damit leider nicht aus.

Bei einem Mitglied (Coldine) hat sowohl ein Kortison Nasenspray, als auch eine Kortisonsalbe massiv getriggert.
Meine Gedanken kreisen ständig um eine Lösung die es wohl so nicht gibt. Das macht mich verrückt.
Die einzige Lösung heisst wohl Zeit.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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weg

Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von weg »

hallo stella,

cortison salbe trocknet die haut extrem aus. wenn sie bei längerer anwendung ca. 1 monat nicht hilft, ist es das falsche produkt. ich hatte dieses problem auch. meine HA hat mir dann folgende creme verschrieben:

Excipial, U Lipolotio, Urea 40 mg/ml
Hydratisierende und rückfettende Emulsion zum Schutz undPflege empfindlicher, trockener bis sehr trockener Haut. Zur Intervall- und Nachbehandlung von Hautkrankheiten.

Zusammensetzung: (verstehe dieses latein nicht)
Ureum 40 mg, Aromat., Conserv.: Triclosan, Chlorhexidini dhydrochl.,Excip. ad emuls. pro 1 ml, Lipidgehalt 36%

ich brauche die lotion für den körper, für das gesicht ist sie mir zu fettig.

es gibt von Excipial viele verschiedene produkte die ich aber nicht kenne.

herzlich
weg
Stella3108
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Stella3108 »

Liebe Mona ,
Ich hoffe das es dir heute wieder etwas besser geht.

Meine Tochter fällt nicht in Ohnmacht.So wie es jetzt ist, hat sie es erst seit ein paar Tagen. Meistens Vormittags und Nachmittags. Kurzes wegkippen, Augen aufreißen , schnelles lautes atmen oder richtig laut schreien. Das ist immer etwas anders. Manchmal verkrampft sie , oder der ganze Körper zuckt um dann wieder wegzukippen .
Richtig lange weg war sie noch nie. Das ist bis jetzt auch immer nur im Liegen passiert.

Liebe Grüße
Antje


Ich schreibe noch allgemein was zu ihrer Situation.

Auch diese Wut die sie immer wieder überrollt. Sie ist dann so gemein , kommandiert , nichts mach ich richtig, ich muss wissen was sie denkt , braucht, fühlt . Dann entschuldigt sie sich und sagt das sie das nicht ist . Das sie so niemals sein will , aber diese Wut viel stärker ist als sie. Das sie einfach nur glücklich sein will und ich ihr nicht böse sein soll. Aber in diesen Momenten kann sie nicht freundlich sein.Sie hasst es wenn sie hört das irgendjemand so mit seinen Eltern spricht. Ich weiß das ja auch. Keiner kennt sie besser als ich. Aber in solchen Momenten bin ich völlig überfordert .
Heute hatte sie mehrere kurze Panikattacken. Immer wieder hyperventilieren
Wieder anders als die letzten Tage.
Morgens schon zu erschöpft für den Tag.

Gestern kamen in ihren Serien nur Tod, und Streit vor . Das hat sie so runtergezogen als wenn wirklich jemand gestorben ist. Sie hat nichts , auf das sie sich am Tag freuen kann. Außer 2-3 Serien. Und wenn da auch nur traurige Szenen kommen, dann ist das für Ihre Verfassung natürlich schlecht .Sie möchte auch immer, das die Abende gut werden. Sonst hat sie nichts . 18 Uhr eine Serie, 19 Uhr Bad , versuchen zu entspannen und etwas meditieren. Dann 20:15 Uhr 2-3 mal die Woche eine Sendung die ihr gefällt .Die letzte Zeit klappt das immer weniger. Entweder ist sie zu kraftlos oder ein starker Wutanfall kommt dazwischen . Es ist immer irgendetwas das sie noch mehr runterzieht.
Abends hat sie Angst vor dem nächsten Tag.
Liebe Grüße
Antje
15.05.2014 Impfung: Tetanus, Diphtherie, Pertussis - nicht vertragen, musste meine Tochter am nächsten Tag von der Schule abholen weil es ihr so schlecht ging.

24.06.14: erste Panikattacke

Januar 2015 - März 2016 Citalopram 20 mg
Januar 2015 - Februar 2015 10 mg Cital.
ab März 2015 - März 2016 20 mg Cital.
Kopfschmerzen, Herzrasen, am ganzen Körper vereinzelt Schmerzen ( meistens sehr stark ) und kurz. Stärkere Panikattacken. Nach ein paar Monaten wurden diese weniger. Ab September 2015 weniger leistungsfähig. Einschlafstörungen seit der Einnahme.


März 2016 Citalopram innerhalb 14 Tagen abgesetzt. 7,5 mg Mirtazapin eingenommen bis Februar 2017.
Nach ein paar Tagen, erste Krampfanfälle und Wutanfälle. Krampfartige Panikattacken. Ständig geschwollenes Gesicht, Augen geschwollen, Lippen geschwollen, Juckreiz, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Müdigkeit, schwach, Muskelschmerzen, Herzrasen, Durchfall, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, trockener Mund, starker Durst, Gelenkschmerzen, lebhafte Träume/Alpträume, brennende und stechende Haut, unruhige Beine, Bewegungsdrang, Schwellungen im Mund, Sprachstörugen

Oktober 2016: Untersuchung mit Schallwellen und einem Kopfhörer mit Piepen bei einem Heilpraktiker. Verordnung von Alkabase plus Zink Orthotherapia & Schulkind - Basis Ortho Therapia
Nach ein paar Wochen ging es ihr immer schlechter statt besser und entwickelte diese Geräuschempfindlichkeit


Seit Januar 2017: unnatürliche Müdigkeit, Hände werden dick, rot und manchmal bläulich, spannende Haut, Schmerzen.

15.02.2017: Mirtazapin abgesetzt, dafür 20 mg Insidon.
Absetzerscheinungen: weinen, verschlechterte Stimmung, kraftlos, Konzentrationsstörungen, Einschlafprobleme, generelle Schlafstörungen, Hunger, nervös, Angst, Anspannung, Panikattacken, Krämpfe, Herzrasen, keine Luft, Gefühl der Hals schwillt zu, Brustschmerzen, zittern, gereizt, Rastlosigkeit, starke Wut, Verwirrung, Vergesslichkeit, Schmerzen immer woanders, Schüttelfrost mit schwitzen, trockene brennende Augen, Übelkeit, Magenschmerzen, Verstopfung, ab und zu Durchfall, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, wanken, Benommenheit, extremer Kopfschmerz " wie Holzsplitter im Kopf", Tremor, optische Halluzinationen, Gefühl von Unwirklichkeit, Alpträume, brennen, kribbeln, Nervenschmerzen im Gesicht, undeutliche Aussprache, unscharfes Sehen, Muskelzuckungen, unruhige Beine, Mundwinkel ziehen sich nach unten, geschwollene Hände, Ausschlag im Gesicht.
Alle Symptome zusammen für fast 5 Wochen...

Mitte März 2017: Insidon innerhalb einer guten Woche ausgeschlichen.
21. März: abends 3,75 mg Mirtazapin gegeben.
Sorfort eingeschlafen, 10 Stunden, restlichen Tag erschöpft. Gegen Nachmittag stundenlange Wut und starker Hunger.
28.März: 1,9 mg Mirtazapin, 8 Stunden geschlafen, erschöpft, Herzrasen, unnatürliche Müdigkeit , keine Kontrolle über ihren Körper, starke Zuckungen in den Beinen, Wut. Ein paar Tage 1,9 mg Mirtazapin, diverse Symptome.

Seit der ersten Aprilwoche 2017: 2,5 mg Mirtazapin - weiterhin Symptome
Mitte Mai: 2,25 mg / Anfang Juni: 2 mg - immer erschöpfter, kann nur noch liegen. / 23.06.17: 1.8 mg /10.08.17: 1,5 mg (nach jeder Reduktion, wochenelang Panikattacken und Todesangst)

8.11.2017: 1,25 mg
Anikke
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Re: Antidepressiva absetzen nach Unverträglichkeit (Citalopram, Mirtazapin)

Beitrag von Anikke »

Liebe Antje, liebe Stella,
ojeee eure Situation ist ja echt schwierig.. Wie schlimm in so jungem alter schon diese schwerwiegenden medis zu bekommen und derartig schlecht zu vertragen!! ojeee..
dass du stella sowenig positives hast außer den Serien ist ja doof.. gibt es leichte Dinge mit denen du dich beschäftigen kannst? sowas wie schöne Bilder ausmalen oder etwas leichtes basteln, auf dem Balkon etwas sääen oder ein gutes Hörbuch immer mal kurz anhören oder Musik anhören, die dir gefällt?
vielleicht hast du noch Ideen was dir guttun kann und für dich machbar ist?
ich fände es ehrlich gesagt auch eine gute Idee, wenn du außerhalb deiner Familie jemand zum reden hast. deine Familie unterstützt dich toll, aber sie sind, wie es nahe angehörige nunmal sind, auch sehr nah dran und natürlich auch besorgt weil es dir so schlecht geht.
da kann ein/e Psychotherapeut/in schon sehr helfen, und sei es nur weil sie weiter weg ist und dadurch vielleicht die eine oder andere Idee hat was dir helfen kann.
von einem kinder- und Jugendpsychiater würde ich abraten, weil der wahrscheinlich nur das nächste Medikament verordnen würde. aber warum nicht eine gesprächstherapie versuchen? was meinst du?
wie geht es der haut? wollt ihr die cortisonsalbe reduzieren und etwas anderes versuchen?
ich wünsche euch ganz viel kraft und Geduld.
liebe grüße Anikke
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