Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
IchBraucheUrlaub
Beiträge: 1
Registriert: Samstag, 13.05.17, 18:44

Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von IchBraucheUrlaub » Samstag, 13.05.17, 19:28

Hallo, ich bin neu hier im Forum und möchte mir kurz vorstellen: Ich studiere (Master), bin verheiratet und habe einen tollen 7-jährigen Sohn.
Seit vielen Jahren nehme ich schon Fluoxetin ein. Ohne Fluoxetin war ich zuletzt in den letzten Wochen vor der Entbindung meines Sohnes.
Die Einnahme schwankt bei mir immer zwischen 20 und 40 mg. Aktuell bin ich seit fast einem Jahr bei 30 mg.

Ich bin sehr ehrgeizig was mein Studium betrifft, erledige alles in der Regelstudienzeit und schwanke notentechnisch meist zwischen 1 und 2.
Eigentlich gehe ich jeden 2. Tag zum Sport, eigentlich... oft kommt was dazwischen, aber mind. 3 x die Woche muss ich zum Sport, sonst bin ich am "Durchdrehen" (mehr oder weniger).
Abends bin ich immer total müde. Wenn mein Mann unseren Sohn ins Bett bringt, dann gehe ich gerne schon gegen 18/19 Uhr ins Bett, lese noch ein bisschen und schlafe dann total müde ein. Mein Mann leidet total darunter, dass ich immer so früh ins Bett gehe, aber ich bin einfach so müde, dass ich wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen bin. Morgens werde ich früh wach, ich könnte niemals länger liegen bleiben als unbedingt nötig, das würde mich total unruhig machen.

Die Müdigkeit wurde die letzte Zeit immer schlimmer, ich bin ständig am Gähnen und ich sehe auch total müde und erschöpft aus. Das macht mir sehr zu schaffen. So habe ich einen Bekannten gefragt (der ist Arzt) was ich denn gegen meine Müdigkeit machen soll ob evtl. ein Eisenmangel so müde machen könnte. Und was hat er gesagt? Er sagt voller Überzeugung, dass es an meinen Medikamenten liegen würde. Ich bin erschrocken, denn ich habe ihn niemals davon erzählt! Er meinte er sei Arzt und er sähe das jemanden an. Ich war total schockiert, habe natürlich gelacht und gesagt er redet verrücktes Zeug. Nun bin ich total verwirrt. Man kann einem doch nicht ansehen ob man Medikament nimmt! Oder doch?! Er war total überzeugt.

So, gleich am nächsten Tag habe ich mit dem Reduzieren begonnen. Eigentlich reduziere ich ja immer so, dass ich eine 10 mg Tablette viertle und ich wollte eigentlich mit 20 mg + 3/4 einer 10mg-Table nehmen (jeden 2. Tag und an jedem anderen 2. Tag die normale Dosis usw.). Nun war ich aber studiumsbedingt so im Stress, dass versehentlich viel zu viel auf einmal reduziert habe. Habe anstatt einer 3/4-Tablette der 10 mg-Tablette nur 1/4 genommen + eine 20 mg Tablette. Habe also statt 27,5 mg versehentlich auf 22,5 reduziert. Und das habe ich erst ein paar Tage später gemerkt. Da es nun schon passiert ist, habe ich so weitergemacht...

Derzeit bin ich extrem reizbar, ich bin schnell überfordert (vor allem wenn mehrere Reize gleichzeitig auf mich einwirken, da werde ich "verrückt") und ich habe extrem Angst, dass andere Leute mir ansehen, dass ich "nicht normal" bin. Seitdem mein Bekannter mir sagte, er sähe mir das an, achte ich ganz anders auf meine Mitmenschen. Ich interpretiere alles und mache mir ständig Sorgen, sie würden merken, dass ich "verrückt" bin. Ich hatte sogar schon den ernsthaften Gedanken, dass dieser Bekannte mich zuhause abgehört hat (ich hoffe das ist nur eine Absetzreaktion). Allerdings bin ich nun nicht mehr so extrem müde.

Heute (Wochenende) habe ich voller Tatendrang (nachdem ich alles für die Uni erledigt habe) meinen Kleiderschrank ausgemistet und ich schreibe hier in dieses Forum... Mein Mann sagt, dass ich derzeit ziemlich neben der Spur bin. Nun weiß ich auch nicht, was ich machen soll. Ich will nicht mehr so müde sein und daher ist Absetzen (ich meine Reduzieren, komplett absetzen kann ich wahrscheinlich nie) evtl. die richtige Entscheidung? Ich möchte nicht mehr so müde sein und vor allem nicht mehr so erschöpft aussehen.

Im letzten Jahr habe ich eine heftige Nahrungsmittelallergie entwickelt. Wenn ich bestimmt Dinge esse (ich möchte jetzt nicht schreiben welche, nachher liest das ein "Bekannter" und erkennt mich) bekomme ich einen asthmatischen Anfall. Könnte das evtl. auch mit dem Fluoxetin zusammenhängen? Irgendwie hoffe ich, dass das dann auch besser wird, obwohl ich noch nie gehört habe, dass das zusammenhängt.

Ansonsten bin ich mit dem Medikament immer sehr gut zurechtgekommen, auch während der Schwangerschaft (ohne irgendwelche Schäden, ganz im Gegenteil). Ich weiß auch nicht, ob die Müdigkeit auch wirklich dem Medikament zuzuschreiben ist. Aber da ich es schon so viele Jahre nehme, kann ich mir schon vorstellen, dass der Körper irgendwann darauf reagiert.

Wenn ich zum Psychiater gehe weiß ich vorher schon was er sagt, so ist das schon seit Jahren. Reduzieren, erhöhen... ich kenne ihn schon so gut, dass ich vorher schon weiß was er sagen wird; das kennt ihr sicher auch, oder? Er sagt dann ganz entspannt und seelenruhig: "Ja, dann würde ich jetzt mal ein bisschen reduzieren". Und ich fange schon an zu schwitzen weil ich zu ungeduldig bin mir das anzuhören, was ich eh schon vorher wusste und weil ich eigentlich was für die Uni machen müsste.

Nun würde mich interessieren, kommt Euch das was ich schreibe alles bekannt vor? Oder bin ich total anders? Gibt es irgendetwas was ich tun kann, damit es mir besser geht? DANKE!
Zuletzt geändert von Annanas am Samstag, 13.05.17, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze wegen besserer Lesbarkeit eingefügt

Kimeta
Beiträge: 836
Registriert: Freitag, 07.09.12, 17:07

Re: Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von Kimeta » Samstag, 13.05.17, 20:08

Liebe IchbraucheUrlaub,

herzlich willkommen im ADFD!

Zunächst einmal einige Nachfragen:

- Nimmst Du derzeit weitere Medikamente (egal welcher Art)?
- Hast Du früher mal andere Psychopharmaka genommen?
- Wann hast Du mit dem Absetzen begonnen?
- Wann ist die Verwechslung bei der Dosis passiert, also seit wann nimmst Du 22,5 mg?

Schon mal ein erster Hinweis: bitte auf keinen Fall die Dosen abwechseln, sondern jeden Tag dieselbe Dosis nehmen.

Du schreibst von einem Psychiater, d.h. Du hast Fluoxetin vermutlich aufgrund einer psychiatrischen Diagnose erhalten (und nicht z.B. wegen Migräne). Und Du machst Dir so viele Sorgen darüber, was andere über Dich denken, dass ich den Eindruck habe, Dein Leben ist dadurch eingeschränkt. Deshalb die Frage: Hast Du denn auch Psychotherapie gemacht oder wurdest Du nur mit Medikamenten behandelt?

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 05.12.2019: 1,94 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

lunetta
Teamunterstützung
Beiträge: 3470
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von lunetta » Samstag, 13.05.17, 20:47

Hallo und willkommen auch von mir!

Also ich weiß nicht ob man jemandem ein Psychopharmakum ansieht, aber abgehört hat dich dein bekannter Arzt sicher nicht;)
Ich denke aber nicht dass man es jemandem ansieht, es sein denn jemand ist von benzos voll zugedröhnt.

Zu deiner Frage: ja, AD können eine Histaminintoleranz auslösen - sehr viele unter uns leiden darunter.

Ganz wichtig - keine Dosisänderungen beim Reduzieren, das macht nur eine gereiztes ZNS.

Wir sind PP gegenüber kritisch, d.h. wir ermuntern nicht zur Einnahme, sondern eher zum Reduzieren und Absetzen, da man mittlerweile weiß, dass sie die Probleme wegen derer man mit der Einnahme begonnen hat, nicht lösen. Eine begleitende Psychotherapie wäre eher anzuraten.

Vielleicht ist deine Müdigkeit eher dem geschuldet dass du doch recht eingespannt bist mit Familie und Studium? Und ein Perfektionismus dazu ist sicher auch ein Stressfaktor....

Warum denkst du dass du nie ohne Fl. leben kannst?

LG
► Text zeigen
.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 19512
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von padma » Samstag, 13.05.17, 22:22

hallo IchbraucheUrlaub, :)

willkommen im ADFD.
Die Müdigkeit wurde die letzte Zeit immer schlimmer, ich bin ständig am Gähnen und ich sehe auch total müde und erschöpft aus.
Das sind häfige NW bei Fluoxetin, zumal 30 mg eine wirklich hohe Dosis ist. Ich vermute da durchaus einen Zusammenhang.
. Morgens werde ich früh wach, ich könnte niemals länger liegen bleiben als unbedingt nötig, das würde mich total unruhig machen.
Auch Unruhe ist eine mögliche NW.
Derzeit bin ich extrem reizbar, ich bin schnell überfordert (vor allem wenn mehrere Reize gleichzeitig auf mich einwirken, da werde ich "verrückt")
Ist das seit der Reduktion aufgetreten?
Das sind typische Absetzsymptome.
Ich interpretiere alles und mache mir ständig Sorgen, sie würden merken, dass ich "verrückt" bin. Ich hatte sogar schon den ernsthaften Gedanken, dass dieser Bekannte mich zuhause abgehört hat (ich hoffe das ist nur eine Absetzreaktion).
Das Absetzen könnte da mit eine Rolle spielen. Ob es alleine daran liegt, vermag ich nicht zu sagen, aber Ängste, Grübeln bis hin zu Zwangsgedanken können Absetzsymptome sein.
Heute (Wochenende) habe ich voller Tatendrang (nachdem ich alles für die Uni erledigt habe) meinen Kleiderschrank ausgemistet und ich schreibe hier in dieses Forum... Mein Mann sagt, dass ich derzeit ziemlich neben der Spur bin.
Auch eine Überaktivität bis hin zu einer hypomanischen Phase ist ein mögliches Absetzsymptom. Auch die Wahrnehmung deines Mannes würde ich als eine Bestätigung einer Absetzsymptomatik sehen.
Im letzten Jahr habe ich eine heftige Nahrungsmittelallergie entwickelt. Wenn ich bestimmt Dinge esse (ich möchte jetzt nicht schreiben welche, nachher liest das ein "Bekannter" und erkennt mich) bekomme ich einen asthmatischen Anfall. Könnte das evtl. auch mit dem Fluoxetin zusammenhängen?
Wie Lunetta :) bereits geschrieben hat, es kann am Fluoxetin liegen.
Hier gibt es Tabellen zu Histaminintoleranz, schau mal, ob das die Lebensmittel sind, die du nicht verträgst
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=7819
Nun würde mich interessieren, kommt Euch das was ich schreibe alles bekannt vor? Oder bin ich total anders? Gibt es irgendetwas was ich tun kann, damit es mir besser geht? DANKE!
Ja, es kommt mir alles bekannt vor.
Was du tun kannst, ist, dich jetzt erstmal auf einer Dosis zu stabilisieren und dann Fluoxetin langsam ausschleichen. Diese Medikamente sind nicht zum Langzeitgebrauch geeignet.
Paralell dazu wäre es wichtig, dass du überdenkst, ob du dich durch deinen Ehrgeiz evtl. zu sehr unter Druck setzt bzw. damit überforderst.

Evtl. wäre es gut zunächst wieder etwas aufzudosieren, aber um mehr sagen zu können, bräuchten wir eine genaue Signatur mit Datumsangaben.

Bitte lies dich hier sorgfältig ein viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


sinafro
Beiträge: 5
Registriert: Sonntag, 11.12.16, 12:11
Wohnort: Kerken

Re: Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von sinafro » Dienstag, 16.05.17, 20:57

Hallo,

Ich habe bis vor 2 Monaten mindestens 20 Jahre Fluoxetin 40mg genommen. Einmal habe ich sie einige Wochen abgesetzt. Habe sie gegen den Rat meines Arztes von einem auf den anderen Tag weggelassen, da es mir super ging. Geschätzt 6 Wochen später hing ich in einer lähmenden Depression. Da ich umgezogen war, berichtete ich meinem neuen Arzt davon und er meinte, ich solle sie wieder nehmen und wenn überhaupt ausschleichen.
Körperliche Beschwerden hatte ich durch das Absetzen nicht. Allerdings nahm und nehme ich noch Tilidin Tropfen und Diazepam. Damals auch mal mehr, mal weniger Koks.
Jetzt habe ich das Fluoxetin wieder abgesetzt und habe erneut Depressionen.
Ich weiß nicht, ob es immer sinnvoll ist, ein Medikament abzusetzen, Ich denke Deine Beschwerden liegen nicht an der Einnahme des Medikaments, sondern Du leistest extrem viel. Wahrscheinlich wäre es gut, alles ein wenig langsamer angehen zu lassen. Denke einfach mal darüber nach. Ich hatte nie Nebenwirkungen bei Fluoxetin.

LG sinafro

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 17.05.17, 12:30

Hallo sinafro, das glaube ich gerne das du nach dem Kaltabsetzen in eine vermeidliche Depression gerutscht bist, das hat allerdings nichts mit der Grunderkrankung zu tun, sondern mit verzögerten Entzugsssymthomen. Nennt sich verzögerter Entzug , erst geht es einem wochenlang gut und dann schlagen die Entzugsssmthome zu, das ist übrigens typisch für Fluoxetin und ist kein Zeichen dafür das man es weiter nehmen muss.

Sondern dafür das man es langsam ausschleichen muss. Alle vier bis sechs Wochen höchstens 10%. Und das du keine Nebenwirkungen feststellst heißt ganz und gar nicht das das für andere gilt. Nur zur Info.
Grüße Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 19512
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Fluoxetin-Langzeiteinnahme

Beitrag von padma » Mittwoch, 17.05.17, 13:14

hallo Sinafro,

ich möchte, was Petra :) schreibt bekräftigen.
Dass du 6 Wochen nach dem abrupten Weglassen von Fluoxetin depressive Symptome bekommen hast, ist ein sehr klarer Hinweis auf ein Absetzsyndrom. Absetzsymptome brauchen nicht zwangsläufig körperlicher Art sein, es gibt auch Absetzsymptome rein "psychischer" Art.
Ich denke Deine Beschwerden liegen nicht an der Einnahme des Medikaments, sondern Du leistest extrem viel.
Im ADFD nehmen wir medikamenteninduzierte Beschwerden sehr ernst. Es ist laut unseren Regeln nicht zulässig eine Absetzsymptomatik/NW in Frage zu stellen:

nicht gestattet sind:
Beiträge, die in Frage stellen, dass andere Teilnehmende an erheblichen Nebenwirkungen und/oder Entzugserscheinungen durch Psychopharmaka leiden und statt dessen, die Rückkehr einer Grunderkrankung dafür verantwortlich machen. Wir Betroffenen wissen selber am Besten, was Nebenwirkungen/Entzugserscheinungen sind und was nicht. Es reicht, wenn die behandelnden Ärzte uns nicht glauben.
http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules

Bitte halte dich an die Regeln. Du hast diese bei deiner Registrierung aktzeptiert.

lg padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Antworten