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Ivory06: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

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Ivory06
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Registriert: Samstag, 17.03.18, 8:19

Ivory06: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Samstag, 17.03.18, 8:51

GuMo liebes Forumsteam,

ich bin weiblich und Mitte 30 und habe seid Anfang diesen Jahres enorme Einschlafprobleme, die immer in schlaflosen Nächten enden. Erst begann es mit einer Nacht in der Woche, dann zwei Nächte usw. Meine Therapeutin, bei der ich schon einmal wg einer Angsterkrankung in Behandlung war, hat mir Mirtazapin 15 mg empfohlen. Ich soll mit 7,5 mg beginnen. Da meine Mutter seit vielen Jahren Antidepressiva nimmt und ich nach einmaliger Einnahme von Mirtazapin zusammen mit 2,5 mg Zolpidem am nächsten Tag starken Kopfdruck hatte, habe ich seid Ende Januar in unterschiedlichen Abständen das von meiner Hausärztin verschriebene Zolpidem in 2,5 mg Dosis genommen, was gut gewirkt hat. Anfang März habe ich dann Zolpidem abgesetzt und konnte die ersten 3 Nächte mit langem Anlauf einschlafen. Nun habe ich aber diese Woche bereits die 3. komplett durchwachte Nacht hinter mir und bin verzweifelt! Ich schlafe nur jede zweite Nacht und habe mittlerweile große Angst und auch am Tage starke Unruhe und Herzrasen vor Angst. Meine Hausärztin hat mir auch Beta-Blocker verschrieben, aber ich habe doch das Herzrasen nur wg den schlechten Nächten? Daher überlege ich jetzt doch mit Mirtazapin anzufangen. Bitte helft mir, ich bin so langsam kein Mensch mehr. :( Schilddrüsenwerte wurden gecheckt und sind i. O. Nehme L-Tyroxin 100mg. Ich habe meine 1. Angsterkrankung auch ohne Antidepressiva überstanden, aber so schlecht ging es mir noch nie. Ich gehe arbeiten und bekomme die Tage irgendwie rum, aber ich verzweifle bald. Hab schon mit lesen, Hörbüchern probiert und trinke Schlaf- und Nerventee, aber nix hilft momentan.

Ich freue mich auf eure Antworten!

Lg, Ivory
Zuletzt geändert von Murmeline am Sonntag, 16.09.18, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Angsterkrankung Jan18 etliche schlaflose Nächte seitdem /Verhaltenstherapie begonnen
Jan/Feb18 Zolpidem 2,5 mg bei Bedarf
März18: Zolpidem abgesetzt: schlaflos jede 2. Nacht ...ständige Angst und Unruhe
...Besserung ab Mai18
Juni18 Mirtazapin 7,5 mg bei Bedarf zum einschlafen
Okt18 Mirtazapin 3,75 mg bei Bedarf zum einschlafen
Nov18 auf 0 :party2:

Anikke
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Anikke » Samstag, 17.03.18, 10:13

liebe ivory,
erst einmal ganz herzlich willkommen im forum :-)
ich bin leider gar nicht erfahren was benzos angeht, aber wenn du einen Monat lang täglich zolpidem genommen hattest, könntest du bereits in eine Abhängigkeit gerutscht sein, und deine Symptome könnten davon kommen.
dir wird hier sicherlich jmd erfahrenesbzu den benzos antworten.
gut wäre wenn du schon mal eine Signatur anlegst, in der du genau schreibt wie langevdu was genommen hast.
vom.Mirtazapin rate ich dir ab. wenn es fest in deinen hirnstoffwechsel verbaut ist, wirst du es nur sehr langsam wieder los, es verändert deinen Stoffwechsel, viele nehmen ungesund zu und es macht wie viele ad auf Dauer gefühlsarm.
liebe grüße anikke
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Samstag, 17.03.18, 10:22

Hallo :)

und auch von mir: Herzlich willkommen im Forum.

Mir wurde wegen anhaltender Schlaflosigkeit ebenfalls Mirtazapin "warm ans Herz gelegt." Ich bin sehr froh, mich darauf nicht eingelassen zu haben! Dann wäre ich zwar das eine und das andere losgewesen, hätte stattdessen aber ein neues Mittel an der Backe gehabt, von dem ich sehr wahrscheinlich wieder nicht problemlos, wenn überhaupt, weggekommen wäre. Wenn Du Dich hier im Forum unschaust, ist das vielfach so. Ich kann also nur abraten.

Das Tollste: Ich kann auch ohne Medikament wieder schlafen! Bei mir haben die starken Schlafstörungen nach Monaten endlich nachgelassen. Ich schlafe von allein wieder, zwar nur um die 6-7 Stunden herum, aber ich bin sowas von froh darüber ...

Was ich in der Zeit der schlimmsten Schlaflosigkeit gemacht habe, war, eine starke Kräuterteemischung zu trinken - die Rezeptur schreibe ich bei Interesse gern nochmal auf. Ich habe, als ich sehr verzweifelt und schon ganz wirr und völlig erschöpft war, auch L-Tryptopan (eine Aminosäure) eingenommen als Schlafhilfe. Bei mir hat es gewirkt, bei anderen tut es das nicht.

Es gibt noch mehr weniger schädliche Einschlafhilfen, auch homöopathischer Art, die man für sich ausprobieren kann. ALLES scheint mir besser als die "Alternative" Mirtazapin, die keine ist.

Liebe Grüße, Eva

Ivory06
Beiträge: 96
Registriert: Samstag, 17.03.18, 8:19

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Samstag, 17.03.18, 13:29

Hallo Anikke, hallo Eva,

lieben Dank für eure Antworten. Eva, bitte schreibe mir deine Kräuterteemischung auf. Ich habe meine Signatur hinzugefügt. Zolpidem habe ich seit Ende Januar immer genommen, wenn ich nachts bis ca. 2-3 Uhr nicht einschlafen konnte, um wenigstens etwas zu schlafen. Ich nehme nun seit gestern Neurexan und trinke abends immer einschlaffördernde Tees, aber bisher ohne Wirkung. Ich bin an den Tagen, wo ich nachts kein Auge zugetan habe, sehr unruhig und habe starkes Herzrasen. Würdet ihr mir hier zu Einnahme von Beta-Blockern raten? Die hat mir nämlich meine Hauärztin verschrieben. Ich habe sie 2-3x abends oder nachts genommen. Herz war dann ruhig, aber schlafen konnte ich trotzdem nicht. Ich habe solche Angst vor den gesundheitlichen Folgen der Schlaflosigkeit für meinen Körper, dass ich momentan einfach nicht weiter weiß. Das L-Tryptopan werde ich dann nächste Woche auch mal ausprobieren.

Hat noch jemand einen Rat für mich?

LG, Ivory
Angsterkrankung Jan18 etliche schlaflose Nächte seitdem /Verhaltenstherapie begonnen
Jan/Feb18 Zolpidem 2,5 mg bei Bedarf
März18: Zolpidem abgesetzt: schlaflos jede 2. Nacht ...ständige Angst und Unruhe
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Juni18 Mirtazapin 7,5 mg bei Bedarf zum einschlafen
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gioia
Beiträge: 501
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von gioia » Samstag, 17.03.18, 13:57

Hallo Ivory

Mir hilft CBD cannabisöl manchmal etwas besser zu schlafen.....ist aber auch für jeden anders. Weiß nicht ob du das schon probiert hast?? Ich rate dir auch dringend von MIrtazapin oder ähnlichen Stoffen ab! Sie produzieren am Ende nur noch mehr Probleme.

Liebe Grüße
Gioia
Zuletzt geändert von gioia am Samstag, 17.03.18, 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich
07/2019: kurze Autofahrt möglich, hin und wieder einkaufen , Spannung im Körper immer noch
08/2019: Mitte August Verletzung am Finger, zuerst Verdacht auf Nagelbettentzündung, Behandlung mit Jodsalbe, Zugsalbe, Ende August Hautarzt-> starke Kortisonsalbe
09/2019: ab 2.09. wie wenn Bombe im Körper einschlägt, alle Symptome wieder da, inneres Zittern, kann kaum sprechen, starke Brustenge mit Atemnot, schrecklicher Druck im Körper , Schlaf wieder stark gestört
Mitte September: Neurologin: Verdacht auf Morbus Sudeck
10/2019: Ende Oktober leichte Besserung der Symptome
11/2019: ab 30.10. schwere Magen Darm Grippe mit Fieber, über drei Wochen nur im Bett, massive Erschöpfung, Zittern beim Stehen, kann nur ca. 15-20 Minuten stehen, Übungen zuhause um Beweglichkeit des Fingers zu verbessern, auch Ringfinger und kleiner Finger betroffen
01/2020: teilweise noch starker Kopfdruck, bremseliges Gefühl Kopfmitte, enorme Schwäche, kann nur kurze Strecke gehen, kein Autofahren oder Einkaufen möglich, Bandagen an Fingern helfen gegen Schmerzen

Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Samstag, 17.03.18, 14:38

Hallo Yvory, :)

dass man von Kräutertee man nicht erwarten kann, dass er wie eine Schlaftablette wirkt, weißt Du bestimmt. Er macht mich innerlich und auch motorisch ein weniger ruhiger. Wenn man sich auf diese Wirkung einlässt, tut sie aber gut, und die Aussicht auf ein bisschen Schlaf steigt.

Ich nehme Melissenkraut, grünen Hafer, Hopfen, Passionsblumenkraut und manchmal noch eine kleine Menge "Wild Letuce", und ich bereite mir davon einen ziemich konzentrierten Aufguss zu.

Liebe Grüße,
Eva

vindi74

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von vindi74 » Samstag, 17.03.18, 14:55

Hallo Ivory06

ich kann dir auch nur empfehlen finger weg von von Zeug. Was mir gut beim einschlafen hilft ist Progressive Muskelenspannung nach jacobsen. die kurzversion geht 17 min kann man sich überall runterladen..

Ich drücke dir die daumen das du schlafen kannst.

Liebe grüße

Vindi74

Ivory06
Beiträge: 96
Registriert: Samstag, 17.03.18, 8:19

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Samstag, 17.03.18, 15:13

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten. Ich gehe ab Mitte April zum autogenen Training und mache jetzt bereits ab und zu Pilates. Muss die progressive Muskelentspannung nicht professionell mit einem Trainer durchgeführt werden? Was sagt ihr zu den Beta-Blockern? Lieber auch weglassen und dann Herzklopfen hinnehmen? Der Geist wird einfach nicht müde, ich erwarte das Einschlafen so sehr...Wie habt ihr eure schlaflosen Tage nach den Nächten überstanden? Seid ihr auch arbeiten gegangen oder lieber zu Hause geblieben?

Kann es sein, dass die Einnahme des Zolpidem in der niedrigen Dosis und über den Zeitraum schon alles verschlimmert hat?

LG, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Samstag, 17.03.18, 15:20

Hallo nochmal,

also ausdrücklich: Ich empfehle nichts von dem Genannten, falls das so rübergekommen sein sollte. Ich habe auf die Nachfrage hin lediglich geschrieben, was mir etwas geholfen hat.

Sicher ist es besser, ganz ohne zurechtzukommen. Aber manchen gelingt es einfach nicht sofort. Und Schlaflosigkeit kann so zermürbend sein, dass ich auch heute noch vor einem Rückfall in ein Medikament lieber solche Alternativen ausprobieren würde. Alle hier sind erwachsen, alle entscheiden selbst.

Schlaflose Nächte habe ich ansonsten irgendwie ertragen, am besten ging das mit Lesen. Inzwischen habe ich durch verändertes Denken meine Angst davor etwas ablegen können, und parallel dazu hat sich wieder besserer Schlaf eingestellt. Ich glaube schon, dass das zusammenhängt.

Progressive Muskelentspannung lässt sich auch alleine machen. Man sollte für den Anfang aber eine gute Anleitung dazu haben, die findet sich meist schon auf YouTube.

Betablocker vertrage ich selbst überhaupt nicht, habe im Forum aber öfters gelesen, dass nur ein "Krümel" davon lästiges Herzklopfen beseitigen soll.

Liebe Grüße,
Eva

gioia
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von gioia » Samstag, 17.03.18, 16:12

Hallo Ivory

Kannst du irgendwelche Zusammenhänge erkennen in deinem Leben, warum du nicht schlafen kannst, ob dir spezielle Dinge einfach Angst machen in deinem Leben??
Ich bin durch übersteigerte Versagensängste auch in eine Schlafstörung hineingerutscht, aber anstatt mein Leben zu ändern, habe ich Ärzten vertraut und was geschluckt. Ein Fehler, den ich bis heute bereue.
Versuche herauszufinden, was dich nicht schlafen lässt. Das ist auf jeden Fall, denk ich hilfreicher, als die ,schnelle' Lösung mit Medikamenten.

Liebe Grüße
Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
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Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Sonntag, 18.03.18, 10:45

Guten Morgen,

meine Mutter hat mich übertrieben ängstlich erzogen, habe das wohl übernommen. :( Leider fällt es mir dadurch auch schwer Entscheidungen im Leben zu treffen, was dann zusätzlich Stress und Ängste bei mir auslöst. Im Januar haben mich bevorstehende Entscheidungen dann wohl einfach überwältigt, so dass ich keine Ruhe nachts mehr fand. Erst 1x die Woche, darauf die Woche dann 2x usw.
Diese Entscheidungen wurden mittlerweile getroffen, aber dafür hat sich die Angst vor der Schlaflosigkeit leider verselbständigt.

Ich habe einen viel zu hohen Blutdruck und Puls durch die schlaflosen Nächte und dadurch natürlich noch mehr Angst um mich, so dass ich langsam denke, ich schaffe es bald nicht mehr alleine und brauche doch was zur Beruhigung. Ein Teufelskreis.. :cry:

So, ich schaue mir jetzt mal die progressive Muskelentspannung an.

Euch einen schönen Sonntag

LG, Ivory
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Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Sonntag, 18.03.18, 10:49

@Eva: Kannst du mir bitte noch etwas zu deinem veränderten Denken in Bezug auf den Schlaf schreiben? Das wäre lieb. Danke
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Jamie
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 18.03.18, 19:05

Hallo ivory, :)

Selbsthilfe bedeutet auch, aktiv mal in den Threads der anderen herumzustöbern.
Dann muss man nicht auf Antworten warten, die evtl. verspätet (oder gar nicht) kommen.

Wir haben einige massiv Schlafgestörte hier, mich eingeschlossen.

Es ist immens wichtig sich vor Augen zu halten, warum man schlaflos ist.
Du hast bereits angedeutet, woran es bei dir liegt / lag.
Und dann muss man sich klarmachen, dass, je mehr Druck du dir machst, desto schlechter wird es laufen mit dem Schlafen. Der Druck und Stress "ich muss schlafen ich muss schlafen" führt zu allem Möglichen, aber sicher nicht zu Schlaf :oops:.

Es gibt Tipps zur Schlafhygiene, vielleicht ist das ein- oder andere Hilfreiche für dich dabei:
viewtopic.php?f=57&t=9278

Es ist essentiell sich zu sagen, dass zwar aktuell in deinem Leben alles chaotisch ist, aber dass die Schlaflosigkeit dich nicht umbringen wird. Dein Körper wird zwar ganz schön durcheinandergerüttelt, aber er kann das kompensieren.
Glaube es mir, ich kann seit 2001 kaum mehr schlafen und ich lebe noch :).
Wenn du schon im Bett liegst und sorgenvolle Gedanken hegst "Mein Blutdruck, mein Herz... mein x y z, wie soll das alles nur werden?".... das erzeugt so einen Stress, da fährt der Körper und Geist nicht runter, sondern im Gegenteil - wird erst so recht gepusht.

Ich würde dir schon ggf. dazu raten mal eine Zeitlang einen Krümel Betablocker zu nehmen, vor alle abends, damit wenigstens das Herzrasen nicht der Grund ist, warum sich Schlaf nicht einstellt; ob du auch tagsüber einen brauchst hängt davon ab, wie stark dein Blutdruck erhöht ist und was deine Ärztin dazu meint; dazu möchte ich mich nicht so gern äußern, denn das sollte eine Entscheidung zwischen dir und dem Arzt sein. Wurde mal eine 24h-Blutdruckmessung gemacht? Das hilft beim Einordnen, ob du Medikamente brauchst.

Was mir am meisten, und das leider erst nach Jahren harter innerer Arbeit, bei der Bewältigung meiner Schlafstörungen hilft und half war die Erkenntnis, dass Situationen, die ich nicht beeinflussen kann, keinen Deut besser dadurch werden, dass ich die Nächte deswegen durchgrübele.
Weder kann ich in die Zukunft gucken noch alle Eventualitäten des Lebens einkalkulieren noch bringt es was mich an meiner verkorksten Vergangenheit nachts festzubeißen geschweige denn zB die Zukunft ängstlich zu erwarten.
Falls du Interesse hast, kann ich dir das Hörbuch "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" von Eckhart Tolle empfehlen. Das ist so geistig anspruchsvoll, dass ich teilweise beim Hören eingedämmert bin; wobei es mir jetzt nicht darum geht, dass es so schwierig ist, dass das Gehirn abschaltet, sondern primär natürlich um seine klugen und weisen Gedanken :)

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Sonntag, 18.03.18, 20:11

Hallo,

ich finde das Buch von Tolle auch gut (schrieb ich glaube ich hier schon?), habe es ebenfalls als Hörbuch. Man merkt beim Lauschen, dass unsere "Innenwelt" eine ganze Welt für sich ist, und wie immens wichtig es uns deshalb sein sollte, auch diese innere Welt zu hegen und zu pflegen.

Ein ganz einfaches "Mittel" hat mir jetzt schon 2x zum Einschlafen verholfen. Ich zähle rückwärts von 400, und wenn ich einen Fehler dabei mache, muss ich von vorn beginnen.
So simpel, so wirksam! Ich glaube, ich bin irgendwo so um die 320/330 eingeschlafen. An was erinnert das? Exakt: :count-sheep: Nur springen sie rückwärts! :rotfl:

Ich will ernsthafte Schlafstörungen damit nicht bagatellisieren, aber einen Versuch ist es wert. Ein wenig Leichtigkeit kann im übrigen gut tun.

Grüße, Eva

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Montag, 19.03.18, 13:52

Hallo Jamie, hallo Eva,

lieben Dank für eure Antworten. Ich lese schon eine Weile mit und danke euch für eure Ratschläge. Ich bin mir bewusst, dass ich zu hohe Erwartungen an den Schlaf entwickelt habe und dadurch alles nur noch mehr in Stress ausartet. Ich habe aus purer Verzweiflung letzte Nacht ca. 4 mg Mirtazapin genommen und hatte den Eindruck danach erst recht wach zu sein. Ich habe kein Vertrauen in das Medikament und habe mir heute Trimipramin verschreiben lassen. Mehrere Personen aus meinem Umfeld haben damit sehr gute Erfahrungen, auch beim wieder weglassen, gemacht. Ich will versuchen damit erstmal zur Ruhe zu kommen und daneben mit Hilfe meiner Therapeutin und meiner Familie an mir zu arbeiten. Heute hatte ich trotz schlafloser Nacht einen normalen Blutdruck, nur das Herzklopfen stört. Mit progressiver Muskelentspannung und Alternativen Tipps werde ich es natürlich weiter probieren.

Lg, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Montag, 19.03.18, 14:40

Liebe Yvory,

hast Du das Zolpidem komplett abgesetzt?

Trimipramin als neues Medikament stimmt mich ein wenig besorgt. Auch dessen Einnahme und Absetzen kann wiederum Probleme mit sich bringen, das Forum zeigt auch dazu Beispiele.

Liebe Grüße,
Eva

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Montag, 19.03.18, 15:38

Liebe Eva,

ich nehme seid dem 9.3. kein Zolpidem 2,5 mg mehr und schlafe seitdem fast nur jede 2. Nacht. Ich lese sehr viel über die Schwierigkeiten beim Absetzen der AD und wahrscheinlich verschiebe ich meine Probleme vom Zolpidem auf das Trimipramin, aber ich bin an den Tagen ohne Schlaf kein Mensch und an den Tagen mit Schlaf kommt spätestens ab Nachmittag die Angst vor der Nacht trotz Ablenkung.

Lg, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Montag, 19.03.18, 16:08

Liebe Yvory,

durch längere Anwendung von Zolpidem scheint dieses nach dem Absetzen ein natürliches Einschlafen erst einmal zu verhindern, als wenn der "Schalter" dafür abhanden gekommen wäre. Man kann danach also noch etliche Nächte ohne oder mit sehr wenig Schlaf haben, das ist "normal". Irgendwann funktioniert der "Schalter" dann aber wieder, nur braucht es oft viel Geduld.

Leider macht jedes neue Medikament wieder auf seine Art abhängig; ich selbst würde es deshalb meiden. Heute sage ich, lieber 3 x täglich einen starken Tee aus Passionsblume und Hopfen; auch der sediert dann, aber auf freundlichere Art.

Vielleicht gelingt es immer noch nicht, damit ausreichend zu schlafen, aber - ich kann nur für mich sprechen: wenn eben möglich, NIE wieder ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel. Sie haben ALLE Nachteile, unnd wenn es "nur" Nebenwirkungen sind. Auch Trimipramin kann diese haben und soll auch schrittweise abgesetzt werden, was auf ein gewisses Abhängigkeitspotential hinweisen dürfte.

Aber wie ich es oft schreibe: Jeder entscheidet natürlich selbst.

Liebe Grüße,
Eva, die Angst vor schlaflosen Nächten selbst nur zu gut kennt.

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Montag, 19.03.18, 16:41

Liebe Eva,

zählen ingesamt 32 Nächte mit Unterbrechungen innerhalb von 6 Wochen schon zu einer längeren Einnahme? Wie lange kann es dauern bis der Schalter wieder da ist? Ich bin ja eigentlich gewillt, deshalb quäle ich mich bereits eine Woche, aber lange schaffe ich es nicht mehr.

Lg, Ivory
Angsterkrankung Jan18 etliche schlaflose Nächte seitdem /Verhaltenstherapie begonnen
Jan/Feb18 Zolpidem 2,5 mg bei Bedarf
März18: Zolpidem abgesetzt: schlaflos jede 2. Nacht ...ständige Angst und Unruhe
...Besserung ab Mai18
Juni18 Mirtazapin 7,5 mg bei Bedarf zum einschlafen
Okt18 Mirtazapin 3,75 mg bei Bedarf zum einschlafen
Nov18 auf 0 :party2:

Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Montag, 19.03.18, 17:44

Hallo liebe Yvory,

alles was über maximal zwei Wochen an einem Stück hinausgeht, kann eine Gewöhnung im Hirnstoffwechsel ausmachen.

Kann es sein, dass Du zu viel nachgrübelst? Ich konnte besser schlafen, als es mir endlich gelang, mir jeden Abend selbst zu sagen: "Es ist erstmal nur die eine Nacht, und was dann kommt, weißt du nicht." Und das habe ich mir zu jedem Tag auch wiederholt. Also, es gilt, ruhiger zu werden. Wir haben keine Kontrolle über das, was in der Zukunft ist, nur jeweils EINE Nacht und EINEN Tag gilt es zu bewältigen.

Die Psyche spielt auch eine große Rolle, das wissen wir alle, aber das Anwenden dieses Wissens, darauf kommts halt an.

LG Eva
Zuletzt geändert von Eva am Montag, 19.03.18, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.

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