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Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

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Johanni
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

Vielen Dank für die zügige Antwort :)

Zum Thema wieder eindosieren: Ich müsste dann ja sowohl Fluoxetin als auch Quetiapin wieder einnehmen. Nur Fluoxetin würde ja meinen Schlaf ziemlich stören, oder?

Gruß Johanni
ab 2011 schwere Depression - aus Angst, dass Abi (damals 11.Klasse) nicht zu schaffen damals mein erstes Antidepressiva bekommen (ohne Aufklärung - vom Hausarzt - mit 16 !!) . Damals Venlafaxin

ab Ende 2011 extreme Schlafstörungen: verschiedene Tabletten mit der Neurologin durchprobiert (Zopiclon, Oppipramol) bei Quetiapin 50 mg retard geblieben.

2013: Abitur , danach Aufenthalt in einer psychosomatischen Tagesklinik. Dort wegen Gewichtszunahme von Venlafaxin auf Fluoxetin (20 mg) umgestellt.

2014: Beginn der Ausbildung - wegen fehlendem Antrieb Elontril 150 mg von der Neurologin dazu bekommen.

______________________________________________________________________________________________
2017: Seit Beginn der Medikamenteneinnahme 20 kg zugenommen - jetzt ist Schluss ! :evil:

05/2018: In Absprache mit der Neurologin Elontril ausgeschlichen - ohne Probleme.

01/2018: In Absprache mit der Neurologin Fluoxetin angefangen auszuschleichen 20 mg - 15 mg - 10 mg

ab 12.03.2018: 5 mg Fluoxetin

ab Anfang 03/2018: In Absprache mit der Neurologin Quetiapin ausgeschlichen 50 mg retard - 25 mg - 12,5 mg - 6,25 mg

ab 11.05.2018: 0 mg Seroquel

ab 19.06.2018: 2,5 mg Fluoxetin

ab 19.07.2018: 0 mg Fluxoxetin

ab 24.07.2018: 2 mg (= 1 Tropfen) Amitryptillin
LinLina
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von LinLina »

Hallo Johanni :-)

das ist jetzt eine etwas verzwicktere Situation. Bitte aktualisiere noch deine Signatur und lese wirklich die Infos durch.

Es gibt jetzt wahrscheinlich keine Vorgehensweise die komplett unproblematisch ist, aber wenn das Fluoxetin noch nicht lange draußen ist würde ich das zunächst in kleiner Menge wieder eindosieren. Genaueres können wir erst überlegen wenn du schreibst wann du es genau abgesetzt hast.

Wenn du dich auf einer gewissen Menge Fluoxetin wieder halbwegs stabilisiert hast, könntest du auch das Quetiapin in kleiner Menge eindosieren. Den evtl. wieder etwas schlechteren Schlaf müsstest du so lange in Kauf nehmen. Das ist nichts was innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen abgeschlossen ist, es ist wichtig ganz behutsam vorzugehen und einen Schritt nach dem anderen zu machen.

Falls du dich für das Wiedereindosieren entscheidest, gehört dazu aber auch dass du danach möglichst wirklich langsam und achtsam ausschleichst, sonst macht das alles wenig Sinn. Und es sollte dir bewusst sein, dass es wirklich dauern kann bis du deutliche Besserung erfährst.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
Johanni
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

Signatur ist jetzt aktualisiert :)

kurze Zusammenfassung hier :

12.3. 5 mg Fluoxetin
seit 11.5. 0 mg Quetiapin (=Seroquel)
19.6. 2,5 mg Fluoxetin
seit 19.7. 0 mg Fluoxetin
ab 2011 schwere Depression - aus Angst, dass Abi (damals 11.Klasse) nicht zu schaffen damals mein erstes Antidepressiva bekommen (ohne Aufklärung - vom Hausarzt - mit 16 !!) . Damals Venlafaxin

ab Ende 2011 extreme Schlafstörungen: verschiedene Tabletten mit der Neurologin durchprobiert (Zopiclon, Oppipramol) bei Quetiapin 50 mg retard geblieben.

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05/2018: In Absprache mit der Neurologin Elontril ausgeschlichen - ohne Probleme.

01/2018: In Absprache mit der Neurologin Fluoxetin angefangen auszuschleichen 20 mg - 15 mg - 10 mg

ab 12.03.2018: 5 mg Fluoxetin

ab Anfang 03/2018: In Absprache mit der Neurologin Quetiapin ausgeschlichen 50 mg retard - 25 mg - 12,5 mg - 6,25 mg

ab 11.05.2018: 0 mg Seroquel

ab 19.06.2018: 2,5 mg Fluoxetin

ab 19.07.2018: 0 mg Fluxoxetin

ab 24.07.2018: 2 mg (= 1 Tropfen) Amitryptillin
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Johanni,

du hast innerhalb kurzer Zeit ein Neuroleptikum und ein Antidepressivum viel zu schnell abgesetzt.

Es wundert mich überhaupt nicht dass es dir da schlecht geht.
Ich denke nicht, dass sich deine Ursprungskrankheit zeigt, sondern dass du an Absetzerscheinungen leidest.

Du solltest auf keinen Fall jetzt wieder 5 mg Fluoxetin nehmen, das wäre wieder ein riesengroßer Schritt. :o
Das würde dein ZNS noch weiter reizen.

Es gibt keine schnelle Lösung, wie du sie dir erhoffst. Der schnellste und sicherste Weg ist leider der Langsame.
Das ist die leidvolle Erfahrung, die so viele Teilnehmer hier machen mussten.

Hast du dich mal in die Grundsatzinformationen zum Absetzen eingelesen.
Ich halte das für sehr wichtig.

Ich lasse dir die Links da.

Hier für AD
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Und hier für Neuroleptika
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=12884

LG Ute
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

Hallo zusammen :)

Danke für die Antworten. Ich hatte am 24.7. ein langes Gespräch mit meiner Ärztin, da ich die Schlafstörungen nicht mehr ausgehalten habe. Seroquel (=Quetiapin) wollte ich keinesfalls wieder einnehmen. Sie hat mir Amitryptillin in Tropfenform verschrieben und gemeint ich soll 25 mg nehmen. Da ich 25 mg ziemlich heftig fand, habe ich einfach mal getestet wie es mit einem Tropfen (= 2 mg) funktioniert. Ich kann seitdem sehr gut schlafen mit einem Tropfen.
Ich habe vor die Tropfen so lange zu nehmen, bis Fluoxetin komplett aus dem Körper raus ist (dauert laut Hersteller ca. 8 Wochen) und dann das Amitryptillin abzusetzen. Hierzu habe ich noch einmal eine Frage:
Ich nehme ja nur 2 mg vom Amitryptillin. Ist diese Menge gering genug um es dann einfach abzusetzen oder muss ich auch hier ausschleichen? Wenn ja: In welchem Schema? Ich kenne den Vorschlag von 10% alle 4 Wochen aber wie weit sollte ich runtergehen von der mg Zahl her bis ich es ganz weglassen kann?

Außerdem habe ich mich im Nachhinein ziemlich über meine Ärztin geärgert. Sie hat sich zwar viel Zeit genommen, wollte mir aber unbedinig einreden ich brauche eine erneute Psychotherapie wenn es mir psychisch so schlecht geht und dass der Schlafmangel ein ganz klares Zeichen einer Depression ist. Zunächst war ich so verzweifelt weil ich ihr geglaubt habe. Nach der ersten Nacht mit Amitryptillin (in der ich sofort sehr tief und gut geschlafen habe) war ich mir dann aber sicher dass ich keine erneute Depression habe und keine Therapie benötige, denn es ging mir schlagartig viel besser. Wenn man wochenlang nicht oder nur sehr schlecht schläft wird doch jeder auf Dauer depressiv. Es hat mich dann sehr geärgert, dass Sie mich in diese Schiene drücken wollte. Ich wüsste nicht mal was ich einer Psychologin erzählen sollte. Ich hatte eine super erfolgreiche Therapie und es geht mir gut - ich kann nur nicht schlafen, also ein rein körperliches Problem.
PUH jetzt habe ich mich aber mal ausgelassen :D

Liebe Grüße
Johanni
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von LinLina »

Hallo Johanni
Ich nehme ja nur 2 mg vom Amitryptillin. Ist diese Menge gering genug um es dann einfach abzusetzen oder muss ich auch hier ausschleichen? Wenn ja: In welchem Schema? Ich kenne den Vorschlag von 10% alle 4 Wochen aber wie weit sollte ich runtergehen von der mg Zahl her bis ich es ganz weglassen kann?
Eine mögliche Vorgehensweise ist, mit der 10 % Methode mindestens bis auf 1 mg zu reduzieren.
Ab 1 mg könnte man z.b. in 0,1 mg Schritten runter gehen und von 0,1 mg auf null. Nicht jeder muss am Ende so kleine Schritte machen, es gibt allerdings auch sensible Betroffene, die noch vorsichtiger vorgehen müssen. du müsstest schauen wie du auf die reduktionen reagierst.

liebe grüße
lina
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

Hallo ihr Lieben :) Habe nochmal eine Frage:
Habe seit ein paar Tagen sehr starken Harndrang (muss auch nachts zwei Mal aufstehen). Weiß jemand ob es da einen Zusammenhang mit dem Absetzen geben kann? Also ich meine so, dass Fluoxetin vlt. Wassereinlagerungen verursacht haben könnten, die jetzt wieder rauskommen?

Liebe Grüße
Johanna

PS: Danke an LinLina für die Einschätzung bezüglich der Absetzgeschwindigkeit bei Amitryptillin! :)
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ab 12.03.2018: 5 mg Fluoxetin

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ab 11.05.2018: 0 mg Seroquel

ab 19.06.2018: 2,5 mg Fluoxetin

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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von LinLina »

Hallo Johanni :-)

MIt dem Absetzen von Amitriptylin kommt es natürlich auch drauf an, wie lange du es genommen hast bis du absetzt. Im Moment nimmst du es ja noch nicht lange, da könntest du sehr wahrscheinlich viel schneller runter gehen.

Meine obige Empfehlung ist eher für eine mindestens 1-3 Monatige Einnahme, aber auch da müsstest du einfach mal die ersten Schritte machen und schauen wie es dir damit geht.

Zum Harndrang: Das mit den Wassereinlagerungen kann sein, Harndrang kann aber auch unabhängig davon als Absetzsymptom auftreten.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Johanni,

du hast die 2,5 mg Fluoxetin abrupt abgesetzt und leidest vermutlich unter Absetzerscheinungen.

Was du beschreibst ist leider sehr typisch dafür. Auch Schlaflosigkeit/ schlechter Schlaf ist ein mögliches Symptom, auch wenn es sich erstmal seltsam abhört, weil Fluoxetin meist aktivierend wirkt.
Erfahrungsgemäß treten aber beim Absetzen auch Symptome auf, die typischerweise als Nebenwirkung des abgesetzten Medikamentes genannt werden.

Ich würde dazu tendieren, eine geringe Menge des Fluoxetin wieder anzusetzen aber keinesfalls 5 mg. Du hast ja zuletzt nur 2,5 mg genommen.
Ich würde es mit 1 mg versuchen und diese Dosis dann erstmal eine Weile halten.

Eine schnelle Lösung gibt es leider oft nicht, man braucht meist etwas Geduld, bis sich unter der Eindosierung etwas verändert. Du kannst das auch nicht durch eine höhere Dosis beschleunigen, im Gegenteil, dann können natürlich auch mehr Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Unruhe und noch schlimmere Schlafstörungen eintreten.

LG Ute
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

Hallo Ute, Danke für die Antwort - ich persönlich glaube eher, dass die Schlafstörungen durch das Fluoxetin verursacht wurden (da der abendliche Gegenspieler Seroquel dann ja gefehlt hat).
Fahre jetzt sehr gut damit, 2 mg (also einen Tropfen) Amitryptillin abends einzunehmen, bis das Fluoxetin vollständig aus dem Körper ist. Danach werde ich mit der Wasserlösemethode das Amitryptillin ganz langsam abdosieren (nach der Empfehlung 10 % weniger alle 4 Wochen).
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ab 11.05.2018: 0 mg Seroquel

ab 19.06.2018: 2,5 mg Fluoxetin

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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

So habe nochmal eine Frage :) Ich nehme ja derzeit einen Tropfen Amitryptillin (=2 mg). Ab und an sind es auch mal 4 mg (also zwei Tropfen).

Ich möchte gerne meine Stimmung etwas steigern und denke über eine Einnahme vom 5-HTP nach. (Werde es mit meiner Heilpraktikerin noch besprechen).

Besteht bei einer so geringen Dosis wie 4 mg Amitryptillin zusammen mit 5-HTP tatsächlich die Gefahr von einem Serotoninsyndrom?
Das 5-HTP wäre für mich einfach eine super Lösung, da es keine Nebenwirkungen hat!

Liebe Grüße
Johanni
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Johanni,

Wir haben hier einen Thread zu 5 HTP.

viewtopic.php?f=4&t=13825

Bei deiner geringen Dosis des Amitiptylin ist das Risiko eines Serotoninsyndroms wohl eher gering aber nicht generell ausgeschlossen.

LG Ute
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Re: Johanni: Fluoxetin und Quetiapin absetzen

Beitrag von Johanni »

Guten Abend an Alle, die mir so nett geholfen haben!

Ich wollte einfach "Danke" sagen für die Hilfe. Anfang 2018 habe ich mit dem Absetzen begonnen und jetzt Ende 2018 bin ich am Ziel angekommen und lebe seit einigen Monaten ohne Medis - es geht mir gut!
Ich habe ja quasi übergangsweise noch einen Tropfen Amitryptillin genommen - konnte den einen Tropfen dann aber problemlos Ende November absetzen und schlafe weiterhin gut.
Ich nehme jetzt noch 5 HTP: Habe zwar nicht vor es dauerhaft zu nehmen, aber da es doch harmlos ist, setzte ich mich damit auch nicht unter Druck.

DANKE für die Unterstützung. Es ging mir teilweise wirklich ganz, ganz schlecht, aber das Forum hat mir durch Fachwissen viel geholfen und mir auch Ängste genommen.

Liebe Grüße
Johanni
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