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medicus
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medicus: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Sonntag, 15.04.18, 17:29

Hallo liebe ADFDler,

ich bin neu hier, habe aber in den letzten Wochen schon sehr viel hier im Forum mitgelesen. Aufgrund meiner aktuellen starken Symptome, möchte ich euch gerne meine Geschichte schildern, da ich ratlos bin und nicht weiter weiß :cry:

Vor 5 Jahren hatte ich ziemlich starke Angst- und Panikattacken und war deswegen zwei Wochen stationär in einer Klinik für psychische Beschwerden (mittelschwere Depression, Angststörung) Dort wurde ich dann auf Venlafaxin 75mg eingestellt. Nach der Entlassung habe ich dann eine ambulante Psychotherapie gemacht. Ich habe ca. 2,5 Jahre die 75 mg Venlafaxin genommen und dann ganz langsam angefangen die Dosis zu reduzieren. Leider habe ich dieses Absetzen nie wirklich dokumentiert aber ich habe mich immer ziemlich an die 10% Regel gehalten (jede 4-6 Wochen). Habe auch zwischendurch mal länger nicht mehr reduziert, weil es in Vergessenheit geraten war. Zwischendurch hatte ich jedoch nur leichte Absetzsymptome wie Kopfschmerzen oder leichte Magenschmerzen (selten auch mal Panik/Angst).

Ende des letzten Jahres waren es so wenige Kügelchen, dass ich dann angefangen habe die Kügelchen zu zählen. Im Dezember 2017 war ich bei 10 Kügelchen (es sind ca. 256 Kügelchen in einer Kapsel mit 75 mg, also haben 10 Kügelchen ca. 2,93mg). Seit Beginn diesen Jahres habe ich dann schrittweise bis auf 6 Kügelchen reduziert (1,76 mg). Die letzte Reduzierung war ca. Anfang März und seit ca. drei Wochen habe ich vermutlich schon Absetzsymptome. Es fing an mit Herzrasen beim Sport, ich habe aber auch intensives Krafttraining betrieben (hat das Nervensystem wahrscheinlich auch zusätzlich noch belastet). Dann hatte ich ab und zu nachts Herzrasen mit Panik und Angst. Ich konnte teilweise schlecht einschlafen und/oder bin mit Zuckungen wieder wach geworden. Ich hatte auch einen sehr starken Migräneanfall (früher hatte ich schonmal Migräne aber eigentlich schon länger nicht mehr) Die Symptome haben sich immer mehr gesteigert und verschlimmert. Dann hatte ich die anfallsartige Panik auch tagsüber mit starker Nervosität, Herzrasen und Angst aus dem Nichts heraus ganz plötzlich. Außerdem habe ich sehr starke Magenschmerzen, ich habe das Gefühl mein Magen krampft sich zusammen und ich habe kaum Appetit. Dazu kommt das ich friere, dann wieder schwitze. Ich nehme auch aufdringliche Ohrgeräusche war.

Vor einer Woche (Sonntag) habe ich dann wieder die Dosis erhöht von 6 auf 7 Kügelchen (nach Recherche hier im Forum). Dann ging es mir von Sonntag Abend bis Donnerstag deutlich (!) besser. Seit diesen Freitag habe ich ein Unwohlsein, eine ständige Anspannung im ganzen Körper, Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, ich weine oft und habe Angst. Kribbeln in den Fingern, morgens habe ich eine Art Tief. Gestern hatte ich dann eine ganz schlimme Panikattacke die einfach aus dem nichts kam und ganz plötzlich (beim Autofahren).

Meine Gedanken kreisen jetzt nur noch um dieses Thema, ob ich alles richtig mache, ob ich noch mehr die Dosis erhöhen soll?
Wie lange soll ich abwarten nach der Dosiserhöhung? Mir geht es momentan echt richtig schlecht und ich mache mir Sorgen.

Außerdem nehme ich Magnesium und Vitamin D. Ich habe versucht mit Passionsblume, Homöopathischen Globulies, und B-Vitaminen. Bin aber mittlerweile total ratlos was ich überhaupt noch zu mir nehmen soll (aufgrund der aktuellen Symptomatik).

Liebe Grüße und Danke schonmal
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 06.07.18, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum

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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Li-la022 » Sonntag, 15.04.18, 17:58

Hallo Medicus...

Herzlich willkommen hier im Forum.
Leider habe ich keinerlei Erfahrungen mit Venlafaxin. Aber deine Symptome deuten sehr auf Absetzsymptome hin.
Im Entzug ist es oft so das Vitamin D nicht mehr vertragen wird. Auch können Homöopathsiche Mittel triggern.
Ich würde dir raten dich zu schonen ( nur leichten sport machen).
Versuch dich bezüglich der Angst abzulenken. Ich habe das Problem leider auch und weiß es ist leichter gesagt als getan. Aber es hilft! Viele hier leiden unter den selben Symptomen wie du.
Ich würde dir raten jetzt 4-6 Wochen bei den 7 Kügelchen zu bleiben um dein Nervensystem nicht noch zusätzlich zu belasten.

Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße
Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 25 Wochen opipramol 0 , 24 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

07.08.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an innerliches Zittern ( am schlimmsten ein paar Tage vor der periode)
Ab und an Angst vor der Angst

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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Sonntag, 15.04.18, 18:38

Danke für deine schnelle Antwort.
Ich weiss nicht ob ich das noch lange so aushalte. Wie sieht es aus mit Baldrian? Kann ich sowas nehmen um gegen die Anspannung und Angst etwas zu tun.
Liebe Grüße
Erstdiagnose: Angst- bzw. Panikstörung.

Seit 2013 dann Einnahme von 75mg Venlafaxin. Ab 2015 dann stufenweise Reduktion mit 10% Regel, jedoch mit längeren Pausen (ohne merkenswerte Beschwerden).

Letzte Reduktion ca. Anfang März. Nach 2-3 Wochen dann verstärkte Absetzsymptome. Aufgrund Absetzsymptome und Forum wieder eindosiert auf 7 Kügelchen (2,05 mg). Die ersten 4-5 Tagen nach Wiedereindosierung fast beschwerdefrei, dann heftige Absetzsymptome wie Panik, Angst, innere Anspannung, Frieren, starke Weinerlichkeit, Gedankenkarussel, Sorgen, Stressanfälligkeit.

Seit Dezember 2017 10 Kügelchen (2,95 mg)
bis ca. 01.03.18 Reduzierung auf 6 Kügelchen (1,75 mg)
08.04.18 Erhöhung auf 7 Kügelchen (2,05 mg)
17.04.18 Erhöhung auf 8 Kügelchen (2,35 mg)
02.06.18 Erhöhung auf 9 Kügelchen (2,65 mg)
27.06.18 Erhöhung auf 10 Kügelchen (2,95 mg)

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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Li-la022 » Sonntag, 15.04.18, 19:11

Das musst du probieren... jeder verträgt etwas anderes gut oder schlechter. Ich an deiner stelle würde Vitamin D erstmal weg lassen. Passionsblume ist ja im Prinzip schon mal gut gegen Ängste. Du kannst vielleicht mal versuchen mit Duftölen zu "arbeiten " damit machen viele gute erfahrungen. Ansonsten würde ich dir wie gesagt Ablenkung empfehlen... Freunde treffen. ... spazieren gehen... zeichnen (mandala zb) haben mir zb ganz gut geholfen. Versuch es auch ruhig mal mit entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung...traumreisen usw...es gibt viele Videos bei YouTube.

Es wäre auch super wenn du eine Signatur anlegen könntest ☺
Liebe Grüße
Lila
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Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
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Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
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Ab und an innerliches Zittern ( am schlimmsten ein paar Tage vor der periode)
Ab und an Angst vor der Angst

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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Black-Hannah » Montag, 16.04.18, 0:18

Hallo medicus,

auch von mir herzlich Willkommen. :)

ich hab jahrelang Venalfaxin in unterschiedlichen Dosen eingenommen und vor ca 10 Monaten kalt entzogen.
DIe Symptome die du beschreibst sind eindeutig auf die Dosisveränderungen des Venlafaxin zurückzuführen. Ich hatte das ebenfalls alles und noch einiges mehr im Entzug.
Da du positiv darauf reagierst wieder ein Kügelchen mehr zu nehmen und deine Symptome sich verbessern, würde ich an deiner Stelle dabei für einige Wochen bleiben um dich weiter zu stabilisieren und dann erst weiter reduzieren. Deine bisherigen Schritte waren sehr groß und hat dein ZNS stark gereitzt, eine Stabilität zu erreichen kann einige Wochen dauern.

Bei den anderen Dingen (Vitamine, Passionsblume etc) müsste man schauen, ob davon etwas die Symptome verstärkt. Das ist bei jedem unterschiedlich. Darauf hat ja Lila :) schon hingewiesen.
Ich hab in gestressten Phasen so gut wie gar nichts vertragen (kein Obst, kein Koffein u.a.) aber das ist wie gesagt sehr individuell.
Auch zu starke körperliche Belastung- wie beim intensiven Sport- können Symptome triggern.

Viel Kraft und einen guten Austausch.

Liebe Grüße
Hannah
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Diagnose: Depression (endogene) Januar 2010

Venlafaxin 75mg, hochdosiert weil keine Besserung

seit Frühjahr 2010 225mg Venla (NW Durst, Schwitzen)
seit 2011-2013 stärkere täglicher Cannabiskonusm
wegen zunehmender Teilnahmslosigkeit und Emotionsmangel runterdosiert

ca.Sommer 2012 runter auf 150mg,
Verbesserung des Gemütszustandes, größere Bandbreite an Emotionen

Frühjahr 2015 runter auf 75mg
erstes Mal starke Absetzerscheinungen (Schwindel, Brain-Zaps)
angefangen mit Sport, weniger Cannabiskonsum

September/Oktober 2016 runter auf 37,5mg
NW: Schwindel erstes Mal Unruhe, Angst und Panikgefühle

Mai/Juni 2017 runter auf 0
Sehr starke Absetz/Entzugserscheinungen: Schwindel,Gangunsicherheiten,Brain-Zaps, Ohrensausen/druck, starke Stimmungsschwankungen
Juli/August Magen-Darm-Probleme, diverse Unverträglichkeiten, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Herzrasen, Angst/Panik
Verzicht auf Kaffee, Schwarzer Tee, Cannabis, Milchprodukte

Oktober Downphase, Suizidgedanken, ständiges Wasserlassen(immer noch bzw. immer wieder), Grübeln
seit Dezember/Januar wieder häufige Angstzustände, Grübeln/Denken über jetziges Leben/Vergangenheit/Kindheit/Tod, Suizidgedanken, starke negative Emotionen (Wut, Zorn, Trauer)

seit März 2018 das erst mal seit langem ab und an "gute Tage", bin wieder fähig mich zu freuen

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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Montag, 16.04.18, 16:26

Hallo Hannah,

danke für deine Antwort.

Nach dem Eindosieren ging es mir ja 4 Tage deutlich besser. Nun aber auch wieder deutlich schlechter.
Wie ist das zu bewerten? Vertrage ich die Erhöhung wirklich?

Woran erkenne ich das die Dosis ausreicht und ich nicht weiter erhöhen muss?

Liebe Grüße
Medicus
Erstdiagnose: Angst- bzw. Panikstörung.

Seit 2013 dann Einnahme von 75mg Venlafaxin. Ab 2015 dann stufenweise Reduktion mit 10% Regel, jedoch mit längeren Pausen (ohne merkenswerte Beschwerden).

Letzte Reduktion ca. Anfang März. Nach 2-3 Wochen dann verstärkte Absetzsymptome. Aufgrund Absetzsymptome und Forum wieder eindosiert auf 7 Kügelchen (2,05 mg). Die ersten 4-5 Tagen nach Wiedereindosierung fast beschwerdefrei, dann heftige Absetzsymptome wie Panik, Angst, innere Anspannung, Frieren, starke Weinerlichkeit, Gedankenkarussel, Sorgen, Stressanfälligkeit.

Seit Dezember 2017 10 Kügelchen (2,95 mg)
bis ca. 01.03.18 Reduzierung auf 6 Kügelchen (1,75 mg)
08.04.18 Erhöhung auf 7 Kügelchen (2,05 mg)
17.04.18 Erhöhung auf 8 Kügelchen (2,35 mg)
02.06.18 Erhöhung auf 9 Kügelchen (2,65 mg)
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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Li-la022 » Montag, 16.04.18, 16:33

Hallo Medicus.

Ich würde die Dosis erstmal so lassen. Du musst es dir so vorstellen. Als du die Dosis erhöht hast... hat der Körper ja das bekommen was er wollte... dennoch reicht ihm dir Dosis nicht aus... er will mehr. Darum verursacht er Symptome in der Hoffnung mehr zu bekommen. Du solltest etwa 4-6 Wochen warten um dich zu stabilisieren und deinem Nervensystem die Chance geben sich zu beruhigen. Es ist durch das abdosieren und wieder aufdosieren sehr übereizt. Wenn du jetzt noch höher dosieren würdest denke ich machst du es eher schlimmer als besser.

Alles Gute.
Lila
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ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
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Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
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Meine
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07.08.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an innerliches Zittern ( am schlimmsten ein paar Tage vor der periode)
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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Montag, 16.04.18, 17:45

Hallo Lila,

Danke für deine Antwort.

Wann muss ich weiter hochdosieren? Ich fühle mich wirklich schlecht und ich möchte dieses Leiden nicht unnötig lange hinnehmen.

Meine Befürchtung ist, dass es in 4-6 Wochen vielleicht nicht wirklich besser ist und ich noch weiter erhöhen muss.

Daher frage ich, woran ich frühstmöglich erkennen kann, ob die Hochdosierung ausreicht?

Liebe Grüße
medicus
Erstdiagnose: Angst- bzw. Panikstörung.

Seit 2013 dann Einnahme von 75mg Venlafaxin. Ab 2015 dann stufenweise Reduktion mit 10% Regel, jedoch mit längeren Pausen (ohne merkenswerte Beschwerden).

Letzte Reduktion ca. Anfang März. Nach 2-3 Wochen dann verstärkte Absetzsymptome. Aufgrund Absetzsymptome und Forum wieder eindosiert auf 7 Kügelchen (2,05 mg). Die ersten 4-5 Tagen nach Wiedereindosierung fast beschwerdefrei, dann heftige Absetzsymptome wie Panik, Angst, innere Anspannung, Frieren, starke Weinerlichkeit, Gedankenkarussel, Sorgen, Stressanfälligkeit.

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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Black-Hannah » Montag, 16.04.18, 18:12

Hallo Medicus,

es ist leider nicht ungewöhnlich, dass man beim Absetzen der Medikamente gerade im unteren Dosisbereich mit starken Nebenwirkungen zu kämpfen hat. Viele hier im Forum berichten darüber, dass es besonders ab ca. 3,00 mg immer häufiger Probleme gibt.

Ich hab unwissentlich kalt abgesetzt und daher keine Ausschleicherfahrungen, vermute aber auch, entweder geduldig zu bleiben oder wenn die Symptome gar nicht besser werden, nach etwa einer Woche evtl. noch ein Kügelchen dazu nehmen. Sollten sich die Symptome verbessern, dann erst mal ein paar Wochen dabei bleiben bevor du weiter machst. Zu viele Dosisveränderungen sind purer Stress für das Nervensystem.

Liebe Grüße
Hannah
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September/Oktober 2016 runter auf 37,5mg
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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Gwen » Montag, 16.04.18, 18:29

Hallo medicus,
herzlich Willkommen hier im Forum!
Ich habe gerade Deinen Thread gelesen und habe noch ein paar Fragen:
medicus hat geschrieben:
Sonntag, 15.04.18, 17:29
Ende des letzten Jahres waren es so wenige Kügelchen, dass ich dann angefangen habe die Kügelchen zu zählen.
Wie hattest Du es bis dahin gemacht?
medicus hat geschrieben:
Sonntag, 15.04.18, 17:29
Im Dezember 2017 war ich bei 10 Kügelchen (es sind ca. 256 Kügelchen in einer Kapsel mit 75 mg, also haben 10 Kügelchen ca. 2,93mg). Seit Beginn diesen Jahres habe ich dann schrittweise bis auf 6 Kügelchen reduziert (1,76 mg).
Das heißt, Du hast innerhalb von ca 2 Monaten 40% weg gelassen? Hast Du immer 1 Kügelchen reduziert? Und wie ging es Dir damit, hattest Du Absetzsymptome?
Hast Du Dich schon ein bisschen hier eingelesen?
Ich kopier Dir hier Mal einen Teil aus dem Artikel Keep it simple. Keep it slow. Keep it stable von der amerikanischen Seite Surviving Antidepressants:
2.b Man sollte nicht erwarten, sich sofort besser zu fühlen. Es gibt keine Patentrezepte für Entzugssymptome. Es gibt nichts, was man einnehmen kann, und sich dann sofort wieder völlig normal fühlt. Manchmal zeigen sich positive Veränderungen erst langsam. Man muss geduldig bleiben.

2.c. Dosissprünge sollten vermieden werden. Bei den meisten Medikamenten dauert es ungefähr 4 Tage, bis das zentrale Nervensystem reagiert. Falls man nicht sofort negative Reaktion bemerkt, sollte man mindestens 4-7 Tage warten, um zu sehen, wie sich die Änderung auswirken. (Bei sofortigen negative Reaktion ist es sinnvoll, auf die letzte Dosis zurückzugehen.)

Da Entzugssymptome gewöhnlich schwanken, kann es hier und da Stunden oder Tagen geben, in denen man sich nicht wohl fühlt. Von einer schlechten Episode sollte man aber nicht darauf schließen, dass es nicht auch wieder besser wird (Anmerkung: Man spricht von Wellen der Verschlechterung und Fenstern mit guten Phasen). Am besten nicht nervös werden und ein anderes Medikament oder NEM dazu nehmen. Es lohnt sich, täglich die Symptome zu notieren. Wenn man bemerkt, es wird innerhalb einer Woche alles schlimmer, war die Änderung nicht gut. Die Dosisänderung nach oben oder unten war dann zu groß. Statt weiterer Dosissprünge empfiehlt sich eine Stabilisierung auf eine mittlere Dosis (Anmerkung: Wenn z.B. die Reduktion von 100 auf 90 nicht gut vertragen wird lohnt sich eine Aufdosierung und Stabilisierung auf 95).

2.d. Sei geduldig, die Verbesserungen sind oft unbeständig und schrittweise. Das Nervensystem ist sehr kompliziert. Es kann sich selbst heilen, aber es braucht Zeit dafür.
viewtopic.php?f=50&t=11497

Die direkte Besserung mit der Dosiserhöhung spricht dafür, dass es sich um Absetzsymptome gehandelt hat.
Wieviele Tage bist Du jetzt auf dieser Dosis? Wie hat es sich die letzten Tage verändert? Kannst Du Deine Signatur bitte bezüglich des Medikamentenverlaufs genauer gestalten (am besten tabellarisch, jeweils mit Datum und Dosis -Milligramm/Kügelchen).
medicus hat geschrieben:
Sonntag, 15.04.18, 17:29
Außerdem nehme ich Magnesium und Vitamin D. Ich habe versucht mit Passionsblume, Homöopathischen Globulies, und B-Vitaminen.
Wann hast Du da was genommen, bzw was davon nimmst Du momentan? Bitte auch in der Signatur ergänzen.
medicus hat geschrieben:
Montag, 16.04.18, 17:45
Wann muss ich weiter hochdosieren? Ich fühle mich wirklich schlecht und ich möchte dieses Leiden nicht unnötig lange hinnehmen.
Das kannst Du nur selbst für Dich entscheiden. Jeder ist individuell in seinem Absetzverlauf. Wir können hier nur Ratschläge geben aufgrund unserer eigenen und der Erfahrung anderer hier im Forum. Wichtig ist, dass Du die Entscheidungen triffst, die sich für Dich richtig anfühlen. Dafür ist es jedoch auch wichtig, dass Du etwas zur Ruhe kommst und versuchst, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen. Panik ist -nicht nur beim Absetzen- ein schlechter Ratgeber! Du scheinst Dir viel Stress zu machen und Dich selbst stark unter Druck zu setzen. Das kann Deine Symptome zusätzlich triggern. Vielleicht kannst Du Dir klar machen, dass es "nur" Absetzsymptome sind, die zwar gerade sehr unangenehm sind, aber auch wieder weg gehen werden.

Viele Grüße Gwen
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Li-la022medicusMurmelinepadma
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

medicus
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Registriert: Sonntag, 15.04.18, 16:16
Hat sich bedankt: 5 Mal
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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Montag, 16.04.18, 21:45

Hallo Gwen,

danke für deine ausführliche Antwort.

Ich versuche mal über mein Smartphone vorläufig auf deine Fragen zu antworten.

Bis zum Dezember habe ich immer die 10% Regel angewendet. Habe aber dann wohl nicht mehr nachgedacht und einfach immer eine Kugel reduziert. Hätte ich gewusst das es gerade am Ende so schwer ist, hätte ich das niemals gemacht.

Eingelesen habe ich mich natürlich, aufgrund der Absetzsymptome, nun die letzten Tage sehr ausführlich.

Ja, ich habe dann ab Januar 2018 immer ein Kügelchen reduziert bis Anfang März 2018, dort war die letzte Reduktion auf 6 Kügelchen (1,75 mg). Ca. 3 Wochen später kamen die ersten Absetzsymptome. Leider habe ich das alles nicht genau dokumentiert (ich Idiot).

Ich bin jetzt seit Anfang März 2018 (leider keine Doku :/) auf 6 Kugeln (1,75 mg). Da wie oben geschrieben nach 3 Wochen immer stärkere Absetzsymptome auftraten, habe ich dann schließlich am 08.04. auf 7 Kügelchen (2,05 mg) erhöht. Am darauffolgenden Tag ging es mir deutlich besser und auch die weiteren Tage bis zum 13.04. Seit 14.04. geht es mir nun schlechter.

Von den NEM nehme ich nun zur Zeit gar nichts mehr, da ich nicht beurteilen kann ob sie mir schaden oder nutzen.
Die Versuche mit Magnesium und Passionsblume, Globuli habe ich daher auch sein gelassen (seit 14.04).

Was ich jedoch regelmäßig genommen habe bis zum 14.04. war Vitamin D.

Da es mir nun so schlecht geht und da du mir gerade auch nochmal aufgezeigt hast, das ich ca. 40 % reduziert habe seit Dezember 2017, werde ich wohl ab morgen auf 8 Kügelchen gehen. Ich denke die Reduzierung ist einfach viel zu schnell gewesen.

Meine Signatur werde ich noch anpassen, geb mir bitte noch etwas Zeit.

Liebe Grüße
medicus
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Seit 2013 dann Einnahme von 75mg Venlafaxin. Ab 2015 dann stufenweise Reduktion mit 10% Regel, jedoch mit längeren Pausen (ohne merkenswerte Beschwerden).

Letzte Reduktion ca. Anfang März. Nach 2-3 Wochen dann verstärkte Absetzsymptome. Aufgrund Absetzsymptome und Forum wieder eindosiert auf 7 Kügelchen (2,05 mg). Die ersten 4-5 Tagen nach Wiedereindosierung fast beschwerdefrei, dann heftige Absetzsymptome wie Panik, Angst, innere Anspannung, Frieren, starke Weinerlichkeit, Gedankenkarussel, Sorgen, Stressanfälligkeit.

Seit Dezember 2017 10 Kügelchen (2,95 mg)
bis ca. 01.03.18 Reduzierung auf 6 Kügelchen (1,75 mg)
08.04.18 Erhöhung auf 7 Kügelchen (2,05 mg)
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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Freitag, 06.07.18, 16:03

Hallo liebe ADFDler,

ich möchte mich hiermit mal zurückmelden.

Nach den letzten Wochen und Monaten ist vieles passiert.
Da ich mich nicht stabilisieren konnte seit der ersten Wiedereindosierung, habe ich noch weitere Erhöhungen vorgenommen.

Wir man meiner Signatur entnehmen kann, war die Zeit vom 17.04. bis 02.06. relativ symptomfrei, jedoch suchte ich ständig den Kontakt zu meiner Partnerin, da ich mich immer sehr unsicher fühlte bzw. Angst hatte mir könnte etwas zustoßen (vorallem aus Angst durch die Medikamente).

Am 02.06. habe ich dann nochmal erhöht, da ich auf einmal wieder eine Art Neuro-Panik hatte.

Generell ist es so das nach jeder Erhöhung nach 2-3 Wochen andere Symptome aufgetreten sind (starke Alpträume die aber verschwanden, jedoch sehr beunruhigend waren; ständige Bilder von Situationen aus der Vergangenheit in denen ich Angst hatte. Es wirkte fasst so als würde mein Kopf mir alles vorspielen was mir jemals Angst gemacht hat. Dazu kamen dann auch eine Art Zwangsgedanken über alte Themen, sodass ich das Gefühl hatte ich müsste diese wieder bearbeiten/verarbeiten.)

Momentan hat sich die Lage jedoch seit dem 22.06. verschlechtert. Ständig werde ich mit dem Gedanken rund um den Tod konfrontiert, fast schon eine Art Zwangsgedanken. Natürlich denke ich dadurch jetzt sehr viel darüber nach, auch über mein Leben etc. Das beunruhigt mich natürlich alles sehr.

Zudem mache ich mir Sorgen das ich eine neue psyische Erkrankung entwickele. Ich kann nicht genau unterscheiden ob es sich um Absetzsymptome handelt oder nicht. Seit dem 27.06. habe ich daher nochmal die Dosis erhöht. Daraufhin hatte ich nach zwei Tagen ein Fenster in dem alles wie weggeflogen schien. Das gleiche jetzt am Dienstag, ich hatte sprichwörtlich das Gefühl alles wäre überwunden.

Ich würde schon sagen das eine positive Tendenz seit der letzten Erhöhung zu verspüren ist, jedoch habe ich Angst dass es nun doch etwas mit der Psyche zu tun hat. Den Thread von Breggin (Grunderkrankung/Absetzsymptome) habe ich gelesen, trotzdem kann ich mir keine endgültige Meinung bilden.

Ist die Dosierung immer noch zu niedrig, macht evtl ein größerer Sprung nach oben Sinn? Vielleicht können die Experten hier im Forum sich darauf einen Reim machen?

Lieben Gruß
medicus
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Re: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 06.07.18, 18:00

hallo Medicus, :)

du reagierst offensichtlich sehr sensibel auf Dosisveränderungen. Von einem grösseren Schritt würde ich daher abraten.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Dosis zu niedrig ist. Dir ging es ja mit den 8 Kügelchen ganz gut. Dass mal eine Neuro - Panik auftaucht ist nicht ungewöhnlich und eigentlich kein Grund, gleich höher zu gehen.

Da du so deutlich auf Dosisveränderungen reagierst, glaube ich nicht, dass es sich um eine psychische Problematik handelt.

Ich würde jetzt weiter auf den 10 Kügelchen bleiben und abwarten.

liebe Grüsse,
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Re: medicus: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von medicus » Samstag, 07.07.18, 10:45

Hallo padma,

danke für deine Rückmeldung.

Verstehe ich dich richtig, du meinst dass es sich bei den Symptomen 2-3 Wochen nach der Erhöhung eher um Symptome aufgrund der Dosisveränderung handelt?

Sprich es handelt sich nicht mehr um Absetzsymptome sondern um Symptome der Dosiserhöhung?

Bis jetzt bin ich davon ausgegangen dass solange erhöht werden muss, bis keine Symptome mehr vorhanden sind und dass es nicht ratsam ist die Symptome auszusitzen?

Das ist auch der Grund für meine letzte Erhöhung auf 10 Kügelchen weil es einfach unerträglich ist.

Was mit immer noch Kummer bereitet sind die psychischen Symptome. Gibt es eine Möglichkeit diese besser zu differenzieren bzw. identifizieren?

Lieben Gruß
Medicus
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Re: medicus: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 07.07.18, 18:17

Hallo Medicus,

hast du dich mal in die Grundsatzinformationen eingelesen ?
Ich lasse dir mal den Link da.

viewtopic.php?f=18&t=12880

Auch ein Aufdosieren ist Stress für dein ZNS. Es braucht Zeit, sich anzupassen.

Stabilität ist dabei das wichtigste.

Ich würde jetzt auf der aktuellen Dosis bleiben und mindestens drei Wochen abwarten.
Wenn du täglich deine Dosis veränderst, auch wenn es nur kleinschrittig ist, wird sich dein ZNS nur schwerlich erholen können. :cry:

LG Ute
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Re: medicus: Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von padma » Montag, 09.07.18, 13:40

hallo Medicus, :)
Sprich es handelt sich nicht mehr um Absetzsymptome sondern um Symptome der Dosiserhöhung?
Man kann beides als Symptome eines gereizten Nervensystems bezeichnen. Die Symptome entstehen ja, weil das ZNS sich so schnell nicht anpassen kann.
Was mit immer noch Kummer bereitet sind die psychischen Symptome. Gibt es eine Möglichkeit diese besser zu differenzieren bzw. identifizieren?
Du kannst mal die Absetzsymptomliste durchgehen, da sind sie relativ differenziert aufgeführt. Genauere Beschreibungen zu den einzelnen Symptomen findest du im Bereich "Umgang mit dem Entzug".

liebe Grüsse,
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