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Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Julia1984
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Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hallo!

Ich bin Julia,34 und bin aktuell geplant Schwanger geworden unter Paroxat 20mg. Dies ist von Anfang an mit meinem sehr guten Psychiater abgesprochen und ich möchte bitte keine Vorwürfe diesbezüglich. Ich mache mir dies nicht leicht.

Ich hatte mit 18 meine erste Phase mit Panikattacken und Depression und bewältigte beides vollständig durch minimale Medikation und vor allem ambulanter Therapie und Psychosomatik.

Nach zwei traumatischen Fehlgeburten und einer Risikoschwangerschaft (Tochter ist 7) hätte ich einen schweren Rückfall. Dies ist 5 Jahre her und seitdem geht es auf und ab. War natürlich ambulant in Behandlung aber auch zwei mal mit Kind auf Psychosomatik.

Der Kinderwunsch starb nie und ich kann wirklich sagen, dass ich eine gute Mutter bin und wir ein tolles Leben verbringen. Leider habe ich aufgrund des Kinderwunsches immer wieder Medikation abgesetzt und mich überfordert. Mein Psychiater hat sehr viel Erfahrung mit Schwangeren und legte mir Nähe Paroxetin zu nehmen und entspannt versuchen Schwanger zu werden.

Ich vertraue ihm wirklich und ganz ehrlich: mir ging es bis zur Schwangerschaft so gut wie nie. Ich habe nie an eine Depression bei mir geglaubt aber jetzt weiß ich was es bedeutet ohne zu leben. Ich habe Antrieb wie nie und empfinde teils so viel Glück...

Aber jetzt meldet sich doch das schlechte Gewissen. Sollte ich nicht zumindest versuchen zu reduzieren? Laufe ich ein großes Risiko wenn ich es einfach mal mit 1-2 mg weniger versuche? Mein Psychiater will davon wenig hören aber vielleicht würden Gyn oder Hausarzt das begleiten...

Hat wer Rat, Erfahrung oder einfach ein gutes Wort?
Zuletzt geändert von Murmeline am 02.07.2020 05:20, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Generalisierte Angststörung mit 19
Kurze und grauenhafte Medikationen mit
Zoloft, Remergil, Amineurin...
10 Jahre beschwerde-und Medifrei
Rückfall nach traumatischer Fehlgeburt 2013: Amineurin (,mehrfach an und abgesetzt, als Bedarfsmedi missbraucht etc pp)
Psychotherapie, Gruppe etc
Rückfall 2016 nach Mobbing mit Burn Out
Klinik und Cipralex, an und absetzen binnen weniger Monate
2017 erneut Cipralex, nach 6 Monaten stationär abgesetzt von 15mg auf 0mg in 6 Wochen: Horrortrip
Restless Legs, Panikattacken, Schlaflosigkeit, gesamter Erfolg der stationären Therapie vergeigt
April 2018 in Absprache mit Psychiater Paroxetin 20mg
Und Planung einer Schwangerschaft (Embryotox, Frauenarzt alle im Boot)
Ab Juni 2018 Schwanger, Geburt März 2019 unter Paroxetin 20mg
Alles ohne Auffälligkeiten oder Komplikationen, keine Anpassungsstörung, Baby 4kg und bis heute gestillt
Absetzen ab September 2019 (da Risiko für Wochenbettdepression sinkt) mit 10% Methode
Ab ca März 2020 und 10mg auf Tropfen umgestiegen
1.5. 9mg
1.6. 8mg

Aktuell 8mg
Schritte zu hoch und zu schnell, massive Stimmungsschwankungen, Restless Legs und Schlafstörungen
Geplant (ab Stabilisierung ca September 2020(
Wechsel auf 5% Methode
Reduktionen alle 6 Wochen

escargot
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von escargot »

Liebe Julia,

ich war zwar nicht unter Medikamenten schwanger, aber habe gestillt und Benzodiazepine genommen (alles stationär unter ärztlicher Kontrolle).

Denke mal, wenn das alles ärztlich überwacht wird, dass die das auch auf dem Schirm haben und es ist eben auch wichtig, als Mama nicht abzurutschen psychisch.

Finde es dennoch gut, dass du über das (minimale) Reduzieren nachdenkst. Kenne dein Medikament nicht und kann da nicht zu viel zu sagen. Aber einen Versuch ist es meiner Meinung nach immer wert. Die Pillen sind halt auch keine Dauerlösung und ich meine heraus gelesen zu haben, dass du Therapie gemacht und an deinen Problemen gearbeitet hast?

Aber wollte erstmal herzlichen Glückwunsch sagen und alles Gute wünschen!

Liebe Grüße
escargot
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

Julia1984
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Julia1984 »

Danke dir! Ja mache auch noch Therapie aktuell. Vorhin hat Embryotox angerufen. Eine ganz nette Ärztin von der Charite. Die unterstützt Aussage von meinem Psychiater zu 100%. Sie meint auch Mutter ist super wichtig. Ein psychischer Absturz sei deutlich schlimmer für Baby und meine Siebenjährige Tochter. Und für mein Würmchen bestünde überhaupt kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen, Früh oder Fehlgeburt. Ihr Rat ist noch ein wenig zu warten und dann in minimalsten Schritten über Wochen zu reduzieren. Sie rät mir das aber in keinster Weise wegen dem Baby, sondern weil ich mir so sehr eine ambulante Geburt wünsche. Diese wäre aber unter den vollen 20mg nicht ratsam.
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April 2018 in Absprache mit Psychiater Paroxetin 20mg
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padma
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von padma »

Hallo Julia, :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein. Du findest sie hier: viewtopic.php?f=18&t=15490

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst.Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035


Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.http://adfd.org/austausch/app.php/rules

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.


Zu deinem Anliegen:

Das ist jetzt eine sehr schwierige Situation.

Ich möchte dir keine Angst machen, muss dir ehrlicherweise sagen, dass eine Schwangerschaft unter Paroxetin erhebliche Risiken für das Ungeborene birgt.
Ich mache dir keine Vorwürfe, deinem Psychiater allerdings schon.

Die Geburt sollte auf jeden Fall in einer dafür geeigneten Klinik erfolgen. Auch wenn du reduzierst, kann es bei der Geburt zu Komplikationen kommen, die sofortige ärztliche Intervention erforderlich machen (Lungenhochdruck)

Die Aussage von Embryotox teile ich nicht, sie sind definitiv falsch. Die Studien sagen etwas anderes.
Wenn du selbst nachlesen möchtest, siehe z.B. hier: https://www.gelbe-liste.de/produkte/Par ... nformation
Embryotox ist leider sehr unkritisch, was Antidepressiva angeht.

Ich würde dir sehr dazu raten, Paroxetin zu reduzieren. Dies sollte allerdings sehr behutsam erfolgen.
Wir empfehlen allgemein Reduktionen von bis zu 10 % alle 4 - 6 Wochen.
Ich würde es mit einer Reduktion um 2 mg als ersten Schritt versuchen. Damit gehst du kein grosses Risiko ein.

Paroxetin ist nicht wasserlöslich. Dein Arzt müsste dir entweder flüssiges Paroxetin ( von Hormosan erhältlich) verschreiben oder du benötigst eine Feinwaage.
In dem link oben ist alles erklärt.

Jedes mg, das du weniger nimmst, ist für dein Kind von Vorteil.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
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Julia1984
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Julia1984 »

Die genannte Studie hat die Ärztin der Charite erwähnt und mir mitgeteilt, dass diese längst widerlegt ist. Es gibt weitaus mehr Studien die das Gegenteil behaupten.
Die Antwort hat mich jetzt sehr beunruhigt aber nicht ins Wanken gebracht. Ich muss irgendwem vertrauen und in diesem Fall den Experten.
Danke trotzdem, war sicher gut gemeint.
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Ululu
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Ululu »

Hallo Julia,

auch von mir noch herzlich willkommen hier im Forum und alles Gute für deine Schwangerschaft.

Mich würden diese Studien, die deine Ärztin meint, sehr interessieren. Kannst du sie vielleicht danach fragen ?

Das adfd ist ein Pharmakritisches Forum, das weißt du sicher und irgendwie wundert es mich auch, dass du dich hier angemeldet hast, wenn du deinen Ärzten doch vertraust. :?

Das soll kein Angriff sein aber ich denke, es liegt in der Natur der Sache, dass man dich in einem Forum, das die Einnahme von Psychopharmaka schon bei nicht schwangeren Menschen sehr kritisch sieht, hinsichtlich dieser Medikamente in der Schwangerschaft nicht gerade beruhigen wird.
Viele hier kämpfen mit schweren Absetzerscheinungen. Das wünscht man einem Neugeborenen nun wirklich nicht.
Pass gut auf euch auf.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19482
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 6968 Mal
Danksagung erhalten: 9378 Mal

Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Jamie »

Hallo Julia, :)

erst einmal Glückwunsch zur Schwangerschaft.

Wir begrüßen uns hier und halten uns an die Netiquette - wäre schön, wenn du das auch machen würdest. Vielen Dank.

padma :) hat keine Studie verlinkt, sondern einen Beipackzettel.
Möchtest du uns einen Link geben, welche Studie du meinst und was angeblich widerlegt wurde?
Wir sind auch dankbar für Informationen, falls SSRI weniger problematisch in der Schwangerschaft sind als wir befürchten müssen.

Wir haben einen Schwangerschaftsthread, da wird auch das ein- oder andere verlinkt.
Da es aber AD-kritisch ist und ich dich nicht verunsichern möchte, solltest du da nur reinklicken, wenn du mit dem Inhalt auch umgehen kannst.
viewtopic.php?f=6&t=8676

Niemand verurteilt dich hier für etwas.
Es ist jetzt sowieso so, dass nichts zu ändern ist, außer dass du evtl. doch einen Versuch starten magst abzudosieren bzw. möglichst niedrig zu kommen, sodass das Neugeborene nicht noch einen stärkeren Entzug oder ein Floppy Infant Syndrome mitmachen muss.
Auf jeden Fall sollte für die Geburt ein Krankenhaus mit Neonatologie ausgesucht werden und alle Ärzte und involvierten Personen darüber informiert sein, dass du Paroxetin nimmst.

Viele Grüße und willkommen im Forum
Jamie

-------

überschnitten mit ululu :)
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Julia1984
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Julia1984 »

Hallo nochmal,
Ich kann mit den Antworten tatsächlich nicht umgehen. Danke trotzdem für eure Bemühungen. Mit geht's jetzt richtig schlecht und deshalb schaue ich hier nicht mehr rein vorerst.
Es gibt das Licht und Schatten Forum, vielleicht komme ich da besser zurecht.
Ich habe psychisch viel hinter mir. Nach Zoloft und Cipralex übelste Absetzsymptomatik gehabt und mich jahrelang ohne Medis gequält. Ich habe mich trotz Medis für die Schwangerschaft entschieden und werde alles tun, um das Risiko für mich und mein Kind gering zu halten.
Schade, dass es hier nicht möglich War, rein über das Ausschleichen zu sprechen. Darin habt ihr hier ja wahnsinnig viel Erfahrung.
Ich leide an einer chronischen Krankheit und Wünsche mir ein Kind. Es gibt Frauen mit Diabetes, Epilepsie, Rheuma, Morbus Chrom etc. pp. Die sich diesen Wunsch trotz Medikation erfüllen. Ich Frage mich, ob denen auch so viel Angst gemacht wird. Wie jemand schon schrieb, es ist nicht mehr zu ändern. Da Frage ich mich, warum es dann raus muss. Aber gut. Unhöflich empfand ich mich übrigens nicht.
Viele Grüße und alles Gute euch!
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Klinik und Cipralex, an und absetzen binnen weniger Monate
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Restless Legs, Panikattacken, Schlaflosigkeit, gesamter Erfolg der stationären Therapie vergeigt
April 2018 in Absprache mit Psychiater Paroxetin 20mg
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Ab Juni 2018 Schwanger, Geburt März 2019 unter Paroxetin 20mg
Alles ohne Auffälligkeiten oder Komplikationen, keine Anpassungsstörung, Baby 4kg und bis heute gestillt
Absetzen ab September 2019 (da Risiko für Wochenbettdepression sinkt) mit 10% Methode
Ab ca März 2020 und 10mg auf Tropfen umgestiegen
1.5. 9mg
1.6. 8mg

Aktuell 8mg
Schritte zu hoch und zu schnell, massive Stimmungsschwankungen, Restless Legs und Schlafstörungen
Geplant (ab Stabilisierung ca September 2020(
Wechsel auf 5% Methode
Reduktionen alle 6 Wochen

Ululu
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Ululu »

Hallo Julia,

niemand hier will dir Angst machen und natürlich darfst du dich hier über das Absetzen austauschen.

Jamie :) hat dich ja auch schon auf unseren Schwangerschaftsthread hingewiesen. Es ist wie es ist und ich erinnere mich an andere Schwangere hier, bei denen alles gut gegangen ist.

Kein Mensch hier möchte über dich urteilen, das steht uns nicht zu und bringt sowieso auch keinen weiter.

Was wir allerdings nicht so stehen lassen, sind Aussagen, dass die Einnahme von Psychopharmaka in der Schwangerschaft grundsätzlich harmlos ist.

Ich wünsche dir und deinem Baby auf jeden Fall nur das Beste, ob du dich hier austauschen möchtest oder nicht.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von padma »

hallo Julia, :)

es ist nicht unsere Absicht dir Angst zu machen.

Unser Punkt ist, dass wir über die Risiken aufklären wollen. Dass dies bei einer schon bestehenden Schwangerschaft für dich ein Problem darstellt, verstehe ich.

Ich finde es jedoch wichtig, dass du über die Risiken Bescheid weisst. Nur so kannst du für dich das weitere Vorgehen bzgl. Reduzieren abwägen. Und auch wichtige Sicherheitsvorkehrungen treffen, indem du in einer entsprechenden Klinik entbindest.

Wir können solche Aussagen, wie die deines Psychiaters nicht unkommentiert stehen lassen. Möglicherweise lesen andere Frauen mit, die vor der Entscheidung stehen, ob sie unter Paroxetin schwanger werden wollen oder nicht.

Wenn du Unterstützung beim Reduzieren brauchst, kannst du dich gerne wieder melden.

Ich wünsche dir und dem Ungeborenen von Herzen alles Gute.

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Ute :)
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Jamie »

Hallo Julia :),

dir stehen hier auch passiv alle Informationen zur Verfügung.

Das hier ist der allerwichtigste Thread:

https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 18&t=12880

padma :) hat geschrieben, dass das Paroxetin entweder per Umstellung auf die Tropfen oder per Kauf einer Feinwaage (auch im o.g. Link erklärt) abdosiert werden kann.

Wenn du dich damit befassen möchtest, kannst du da gerne lesen und stöbern.

Warum du dich angegriffen fühlst, bleibt ein wenig dein Geheimnis. :roll:
Das Forum hat sich der Aufklärung der Risiken und Nebenwirkungen und der massiv unterschätzten Absetzsymptome verschrieben und keiner hat dich irgendwie angegangen, außer dass ich gebeten habe, auf die Netiquette zu achten.

Es ist für alle Frauen im gebährfähigen Alter ein Problem, wenn diese auf Medikamente angewiesen sind (auch für mich!), die sich in die Quere kommen können mit einer Schwangerschaft.
Da bist du nun wirklich nicht alleine und es ist immer ein Abwägen.

Das Risiko trägst sowieso immer du, ganz egal, was die Ärzte dir sagen. Und das weißt du ja auch, da erzählt dir niemand etwas Neues.
Nichts Anderes wurde dir hier auch kommuniziert.
"Töte nicht den Boten" (Sophokles)

Wir haben / hatten einige Schwangere hier, die auch AD nahmen und es dann eben versucht haben wenigstens runterzusetzen bis zur Geburt, auch, weil es ihr Wunsch war.
Sodass das Baby nicht noch einen Entzug durchmachen muss.
Mein Wissensstand ist, dass alle Babies aus dem Forum gesund auf die Welt kamen und das wünsche ich dir auch.
Zu Spätfolgen fehlen jetzt aber noch die Erfahrungsberichte.
Lernverzögerung etc. zeigt sich ja erst im frühen Schulalter.

Meine Mutter hat übrigens keine Medikamente in der Schwangerschaft genommen, geraucht oder getrunken und trotzdem ist meine Zwillingsschwester mit einem angeborenen Lungenschaden und ich mit einem angeborenen Herzfehler als Frühchen mit nur knapp über 1000g auf die Welt gekommen. Eine Laune der Natur.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

lunetta
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen auch von mir!

Niemand hier hat dich angegriffen und niemand will dir Angst machen oder dich beunruhigen!

Und die Einnahme von Psychopharmaka ist nicht mit den notwendigen Medikationen für Rheuma, Diabetes, etc. zu vergleichen!! Denn PP greifen in den Gehinstoffwechsel ein und damit auf alle Stoffwechselvorgänge im Körper. Und sie sind Plazentagängig und werden auch mit der Muttermilch ans Kind weitergegeben.

Ich bin Hebamme, und habe fast 30 Jahre in einem Krankenhaus und auch als freipraktizierende Hebamme gearbeitet, und habe einige Fälle von Müttern erlebt, wo die Babies nach der Geburt unter schlimmen Entzugsymptomen gebeutelt wurden. Und ja, auch von "harmlosen" AD.

Du hast um Rat bzgl. Ausschleichen gefragt und du hast ehrliche Antworten bekommen.

So wie Ärzte immer wieder Absetzsymptome verleugnen, so wird auch die Einnahme verharmlost. Und dass es Absetzsymptome gibt, hast du ja selbst schon erlebt wie du selbst schreibst - und genau das wird dein Kind nach der Geburt spüren.

Ich kann dir nur sagen, dass jedes mg weniger deinem Kind nach der Geburt weniger Symptome bescheren wird. Und bedenke bitte dass ein Neugeborenes nicht ausdrücken kann wie es ihm geht. Es muß ja nicht zitternd und krampfend im Bett liegen, es genügt ja auch wenn es Symptome wie Angst oder Unruhe etc. hätte. Und das kann es nicht ausdrücken oder direkt zeigen.


Fakt ist, dass AD nicht heilen, sondern nur Symptome deckeln. Es ist noch mit keiner Studie belegt dass AD Depressionen heilen oder verhindern würden.

Es ist vollkommen ok, dass du dich dazu entscheidest für dich dass du diese Medikamente nimmst, damit es dir besser geht. Niemand hier wird das kritisieren, denn du bist ein mündiger Mensch. Dein Kind kann das aber nicht selbst entscheiden - es MUSS quasi diese Medis konsumieren ob es will oder nicht.
Aber du hast hier bzgl. Ausschleichen gefragt, weil du scheinbar doch Zweifel hast, wie es deinem Baby damit gehen wird.

Ich empfehle dir nicht ambulant zu entbinden, sondern dich in eine gute Geburtsklinik mit Neonatologie zu begeben, damit deinem Kind im Notfall geholfen werden kann. Und bitte bedenke, dass dein Kind Symptome haben kann, die nicht meßbar sind - du kennst das sicher von deinen Absetzversuche, was man da für Symptome haben kann, die aber nicht klinisch nachweisbar sind, und uns trotzdem schwer zu schaffen machen - z.B. starke innere Unruhe, Angst usw.

Alles Gute für dich und dein Kind! LG
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Julia1984
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Julia1984 »

Ich bin wieder hier und am Absetzen. Ich habe eine Woche vorm errechneten Entbindungstermin eine kerngesund Tochter spontan entbunden. Sie ist jetzt fast 1.5 Jahre alt.
Seit sie 6 Monate ist reduziere ich nach der 10% Methode. Tatsächlich wird es schwieriger, je geringer die Dosis ist. Seit 1. Juni bin ich auf 8mg und muss jetzt erstmal pausieren. Eröffne einen anderen Beitrag. Wollte hier die Sache rund machen.
Ich stille noch immer und es gibt keine Probleme...
Generalisierte Angststörung mit 19
Kurze und grauenhafte Medikationen mit
Zoloft, Remergil, Amineurin...
10 Jahre beschwerde-und Medifrei
Rückfall nach traumatischer Fehlgeburt 2013: Amineurin (,mehrfach an und abgesetzt, als Bedarfsmedi missbraucht etc pp)
Psychotherapie, Gruppe etc
Rückfall 2016 nach Mobbing mit Burn Out
Klinik und Cipralex, an und absetzen binnen weniger Monate
2017 erneut Cipralex, nach 6 Monaten stationär abgesetzt von 15mg auf 0mg in 6 Wochen: Horrortrip
Restless Legs, Panikattacken, Schlaflosigkeit, gesamter Erfolg der stationären Therapie vergeigt
April 2018 in Absprache mit Psychiater Paroxetin 20mg
Und Planung einer Schwangerschaft (Embryotox, Frauenarzt alle im Boot)
Ab Juni 2018 Schwanger, Geburt März 2019 unter Paroxetin 20mg
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Absetzen ab September 2019 (da Risiko für Wochenbettdepression sinkt) mit 10% Methode
Ab ca März 2020 und 10mg auf Tropfen umgestiegen
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Paroxetin ausschleichen

Beitrag von Julia1984 »

Hallo!
Ich setze Paroxetin schleichend ab seit September 2019. Gestartet mit 20mg und einer ca monatlichen Reduktion um 10% (Feinwaage und gebrösel) bin ich ab 10mg vor ca 3 oder 4 Monaten auf Tropfen umgestiegen.
Seitdem habe ich monatlich um 1mg reduziert und bin seit 1. Juni bei 8...
Jetzt will ich erstmal länger pausieren, mir geht es echt nicht gut. Dieser Schritt diesmal , nämlich von 9mg auf 8mg, war wirklich hart. Vielleicht war auch etwas Stress außenrum aber die rein körperlichen Symptome waren schon heftig.
Immer ein paar Tage nach Reduktion starten moderate Kopfschmerzen, nach einer Woche Übelkeit und Durchfälle. Danach habe ich furchtbare Schlafstörungen, Restless legs und massive Stimmungsschwankungen. Mega schnell gereizt, genervt, will Ruhe, Ruhe, Ruhe. Ich habe regelrechte Kieferschmerzen weil ich Tag und Nacht die Zähne aufeinander presse... Diesmal gab es auch Angst Richtung Panik kurzzeitig und arg depressive Gefühle. Es schwankt relativ schnell hin und her, und es gibt durchaus auch Freude und Zufriedenheit, dass ich wirklich das Gefühl habe es ist das Absetzen, und nicht die Grunderkrankung (leichte bis mittelgradige Depression und Panikattacken).

Zu meinen Anliegen:
1. Kann das alles wirklich vom Absetzen kommen? Auch jetzt etwas über 4 Wochen nach der Reduktion um 1 (!!!) Mg?
2. Was kann ich zur Linderung tun? Das unerträgliche sind natürlich die Schlafstörungen und die Stimmungen.
3. Was haltet ihr von CBD? Wenn Corona uns nicht in massive Geldnot gestürzt hätte, hätte ich das längst besorgt...

Ich würde mich sehr über Antworten, Zuspruch, Zuversicht, Erfolgsgeschichten etc freuen. Ich habe einen Mann, eine neunjährige Tochter und eine 1.5 jährige Babymaus die ich noch stille.

Danke danke danke
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Re: Julia1984: Schwangerschaft mit Paroxat 20mg

Beitrag von Murmeline »

Eintrag hinzugefügt. Du kannst einfach hier in deinen Verlauf weiterschreiben, damit alles zusammenbleibt. Bitte eröffne keine Einzelthreads, danke.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Ok! Wusste nicht, wie das hier gemacht wird und ob der alte Beitrag nicht in der Versenkung ist (c:
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Towanda
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Towanda »

Hallo Julia,

willkommen zurück und Gratulation zu Deiner Tochter!

Alles was Du schilderst sind typische Absetzsymptome. Wie Du merkst wird das Reduzieren oft mit geringerer Dosis immer schwieriger. Auch der Präparatewechsel kann bei Deinen Beschwerden eine Rolle spielen. Deshalb ist es gut, wenn Du jetzt eine Pause einlegst. Vielleicht solltest Du überlegen, zukünftig kleinere Schritte zu machen, z.B. nur 5 % der letzten Dosis und auch den Intervall auf 6 Wochen oder mehr auszuweiten.

Wir haben hier einen Thread zum Thema Schlaf, da bekommst Du viele gute Anregungen: viewtopic.php?f=57&t=9278

Mit CBD gibt es sehr unterschiedliche Erfahrungen. Es ist wohl sehr abhängig von der Qualität des Produktes. Auch da ist es wie so oft: Man kann es nur ausprobieren, dem einen hilft es, der andere merkt gar nichts, im Extremfall im Entzug kann es auch triggern. Auch dazu haben wir einen Thread: viewtopic.php?f=4&t=12822

Gegen restless legt kann ich Dir nur meine persönliche Erfahrung schildern: Mir hilft sehr gut Zincum valerianicum D30 Globuli. Aber wenn Du es probieren möchtest bitte sehr vorsichtig antesten mit 1 oder 2 Kügelchen, im Entzug wird auch Homöopathie nicht immer vertragen.

Es gibt hier neu einen Thread "Was finde ich wo im Forum" - damit wird die Suche im Forum sehr erleichtert: viewtopic.php?p=313303#p313303

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Liebe Towanda!
Vielen lieben Dank für deine Nachricht. Das hat jetzt erstmal super gut getan.
Ja, 5% und 6 Wochen ist der neue Plan. Ich peile jetzt aber erstmal Pause bis September nach den Sommerferien an. Da soll es mir gut gehen (-:
Heute bin ich auch viel besser drauf und überzeugt, dass es Absetzsymptome und nicht die Grunderkrankung ist. Letztere war ja deutlich anders. Da ging es um depressive Episoden, Unruhe und Angst. Alles andere was ich oben aufzählte gehört da gar nicht dazu....
Gerade hab ich CBD und Baldrian plus für die Nacht besorgt. Schlaaaaaaaafen wird mir mal gut tun.
Wie ich mit den Tropfen um 5 % reduziere weiß ich jetzt gar nicht. Wasserlösemethode? Muss ich mal rechnen oder gibt es bessere Lösungen? Ich finde das bröseln und fein wiegen total nervig, mach es aber notfalls wieder. Ziel ist definitiv weg vom Paroxetin und nix neues dazu... das ganze darf aber auch noch 2 bis 3 Jahre dauern. Mir egal. Für mich ist es wichtig stabil zu sein.
Bin um alles dankbar.
Liebe Grüße
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Towanda »

Hallo Julia,

kannst Du bitte immer Deine Signatur angehängt lassen bzw. eine erstellen, wenn Du das noch nicht gemacht hast? Wie das geht findest Du im Begrüßungsthread. Danke!

Grüße, Towanda
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25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

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Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
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Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Nixe
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Nixe »

Hallo Julia,

auch von mir herzlich willkommen zurück. Ich bin ebenfalls Paroxetin-Einnehmerin, 20 mg seit 2013 mit einem gescheiterten Absetzversuch 2016. Jetzt reduziere ich mit der hiesigen Methode und ebenfalls mit der Bröselei und der Feinwaage. Aktuell bin ich bei 8,4 mg, seit Mitte April. Es waren auch immer 10% vom vorherigen Wert, habe jetzt erst gelesen, dass man unter 10mg besser nur noch 5% reduziert.
Zur Zeit geht es mir auch schlecht (und ich habe "nur" einen 11jährigen Sohn und kein Baby, herzlichen Glückwunsch noch nachträglich zur Geburt). Es war eindeutig die zu hohe letzte Absetzdosis zusammen mit (für meine Verhältnisse) gepaartem selbstgemachtem Stress. Ich warte eigentlich immer ca. 2 Monate bis zur nächsten Reduktion, diesmal wird es wohl länger dauern, sind ja fast schon 2 Monate und ich bin mitten in einer "Welle", wie es alle hier nennen.

Und zu deiner Frage: JAAAA! Eindeutig kann das alles, was du schilderst, vom reduzieren um 1mg kommen, unbedingt! Es passt, auch nach einem Monat noch können die Symptome kommen!!!
Manchmal habe ich gar keine (im letzten Reduktionszyklus beispielsweise) und jetzt bin ich voll drin 6 Wochen nach dem letzten Schritt! Im unteren Bereich wird es schwieriger mit dem Absetzen, das wird hier im Forum an mehreren Stellen so beschrieben. Genau kann ich das nicht wiedergeben, vielleicht liest du mal etwas quer, falls du die Zeit dazu hast. Das würde bei uns beiden gut passen, das es uns aktuell schlecht geht.

Was du zur Linderung tun kannst, fragst du: Mir hilft so wenig Stress, wie möglich, so viel Schlaf wie möglich und leichte Bewegung (gegen den Schwindel, die Übelkeit und die Sehstörungen, die ich oft habe).
Du beschreibst leider die Schlafstörungen, das ist hart, besonders mit Kleinkind! Welche Hilfen gibt es denn? Könnte dein Mann eventuell etwas übernehmen? Und - auch wenn es hart klingt - was wäre, wenn du das Stillen (nachts) vielleicht durch Flasche ersetzt (Ehemann übernimmt), damit du etwas mehr Schlaf bekommst? Versteh` das bitte nicht falsch, ich bin absolute Befürworterin vom Stillen, so lange beide Seiten es wollen (ich konnte es leider nicht und trauere immer noch darum, wenn ich dran denke). Aber was bringt es, wenn du dadurch (falls das ein Faktor ist) am Stock gehst und deine Familie vielleicht auch darunter leidet?
Bitte nochmal: Nicht falsch verstehen, es geht mir rein um Stressreduktion und guten Schlaf.

Ich hoffe, dass es dir ganz bald besser geht!

Liebe Grüße, Nixe
[spoil]Symptome: 10/2012: Zusammenbruch, nicht mehr arbeitsfähig
Diagnose: mittelgradige Depression (Psychotherapeutin)
Medikation: Paroxetin 20 mg - seit 12/2012 (wirkt stimmungsaufhellend nach ca. 6 Wochen)
Wiedereingliederung 2013, reduzierte Arbeitszeit bis Ende 2013

erster Absetzversuch (kann ich nicht mehr genau nachvollziehen):
07/2015 Paroxetin 10 mg (Übelkeit und Magen-Darmprobleme nach einigen Wochen, lassen wieder nach)
ca. 03/2016 5 mg
danach relativ schnell ganz abgesetzt
Symptome Frühsommer/Sommer 2016: erneut nicht mehr arbeitsfähig, Morgentief mit weinen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Schlafstörungen
Wiedereinschleichen Paroxetin (nach Rücksprache mit obiger Therapeutin):
24.08.2016 2,5 mg (leichte Übelkeit)
28.08.2016 5 mg (leichte Kopfschmerzen, zeitweise leichte Übelkeit)
05.09.2016 10 mg (leichte Übelkeit + leichte Schwindel; Stimmung immer mal wieder schlecht, weine, Morgentiefs, Katastrophengedanken, Verspannungen im Gesicht, auf der Kopfhaut))
22.09.2016 15 mg (weiterhin o.g. Symptome in wechselnder Stärke, immer nachmittags besser)
27.09.2016 20 mg (Symptome bessern sich nach und nach)
Diagnose Tagesklinik Herbst 2016: rez. mittelgradige Depression
Jan.-März 2017 Tagesklinik
Mai 2017 Wiedereingliederung, nach 2 Wochen abgebrochen
AU bis Aussteuerung Feb. 2018
Ab April 2018 Aushilfe in einer Bäckerei im Ort
September 2018: kündige meine (super) Stelle

Aktueller Absetzverlauf:
18.07.2018 Paroxetin 18 mg (Bröselmethode mit Feinwaage)
18.09.2018 16,2 mg
18.11.2018 14,4 mg (Migräne, Unruhe, Erschöpfung)
21.11.2018 15 mg
03.12.2018 16 mg (Depri-Symptome halten an: Schlafe schlechter, Unruhe, Magen-Darmprobleme, nächtliches Schwitzen, Kopfkribbeln, trockener Mund, Katastrophengedanken, Stressgedanken), mache verstärkt Entspannungsübungen
Stabiler im Dezember
05.03.2019 14,4 mg
21.04.2019 12,6 mg (Mitte Juni 2019: Zuviel Inputt --> erneut leichter Rückfall mit leichter Übelkeit vormittags bis über Mittag, Magen-Darmproblemen, leichtem Hang zu Katastrophengedanken, etwas schlechterem Schlaf) sage radikal alles an unnötigen Terminen ab, gehe nicht arbeiten
07.09.2019 ca. 11,8 mg (fange an, nur noch 10% vom letzten Wert zu reduzieren; reagier ca, 2 Wochen später mit leichter Übelkeit und Abgeschlagenheit, verändertes Essverhalten; allerdings auch Stress, weil mein Sohn den Wechsel zur weiterführenden Schule nicht gut verkraftet)
17.11.2019 ca. 10,4 mg (Übelkeit und matschig Anfang Dezember für ca. 1 Woche, über Weihnachten wehleidig, kann auch Zyklus sein, weiß ich aber nicht, da keine Gebärmutter mehr)
12.02.2020 ca. 9,4 mg (trotz Corona-Sorge keine Symptome in dieser Phase)
22.04.2020 8,4 mg (Mitte Mai traurig, ca. eine Woche, Mitte Juni nach selbstgemachtem Stress: Schwindel, Sehstörungen, leichtes Ohrensausen, Kribbeln auf der Kopfhaut, Konzentrationsprobleme, morgens bedrückt)[/spoil]

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