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Absetzen AD und Tavor

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Michelina
Beiträge: 0
Registriert: 05.08.2018 14:04

Absetzen AD und Tavor

Beitrag von Michelina »

Hallo liebe Forengemeinde, ich bin neu und brauche dringend eure Hilfe. Mein Leidensweg begann Ende März 2018. Aufgrund massivem Stress auf der Arbeit erlott ich einen Burnout und eine Depression.

Aufgrund massiver Schlafstörungen, Appetitlosigkeit verschrieb mir meine Hausärztin 10 mg Escitalppram. Vom Einschleichen hat sie nichts gesagt. Nach 4 Wochen bin ich im Hospital gelandet da ich unter massiver Unruhe, es war als hätte mich jemand an 3 Steckdosen gesteckt, gelandet.
Der Psychiater der Klinik meinte ich soll es sofort absetzen und gab mir zur Beruhigung Atosil 25 mg was aber nicht half.

Danach häuften sich die Suizidgedanken die ich so nicht gekannt habe. Mein Körper hörte jedoch nicht auf, es war schrecklich mein ganzer Körper vibrierte weiter. Dazu kam ein lästiges Brennen und Krampfen des Körpers, der bis heute anhält, vor allem wenn ich mich überfordert fühle. Das treibt mich in den Wahnsinn. Eine Woche später bin ich wieder im KH gelandet, da das bumpern im ganzen Körper nicht aufhörte. Es war zum durchdrehen.

Die Ärztin gab mir eine Tavor und verschrieb mir dann Mirtazapin (auch wegen der massiven Schlafstörungen) Das Mirtazapin half sehr gut und der Appetit kam wieder. Die Tavor die ich dann abends einnahm war wie ein Segen und mein Körper beruhigte sich. Das Mirtazapin , das langsam eingeschlichen wurde half mir sehr gut. Das nahm ich dann für 7 Wochen zu je 30 mg. Daraufhin ging ich 4 Wochen in die TK.

Nachdem sich die Lage jedoch so zugespitzt hatte (lebensmüde Gedanken) habe ich mich selber in die Psychiatrie eingewiesen für 3 Wochen. Ich denke die Verschlechterung in der TK hat auch was mit dem Tavorentzug zu tun (siehe 6. Woche unten). Der Aufenthalt war eher schlecht als recht. Dort wurde das Mirtazapin für 2 Tage auf 15 mg reduziert und dann ganz weggelassen und Amitryptilin mit 25 mg wurde eingeschlichen, da das Mirtazapin keine antidepressive Wirkung zeigte nach 7 Wochen.Nach 2 Tagen Erhöhung des Ami auf 50 mg. Eine grosse Absetzproblemazik des Mirta habe ich nicht bemerkt.

Weiterhin bekam ich aufgrund der massiven Unruhe Tavor verschrieben. Dosierung siehe unten ab 7. Woche). Nachdem dann 3 Wochen später mein Wunschplatz in der Klinik wo ichvursprünglich hin wollte frei wurde, wechselte ich also in diese psychosommatische klinik. Dort wurde das Amitryptilin nach 3 Wochen abgesetzt weil es nicht antidepressiv wirkte und Valdoxan 25 mg aghesetzt. Ich muss dazu noch sagen, dass ich dann Tavor ab dem 14.5. bis heute täglich in unterschiedlicher Dosierung eingenommen habe:

1. Woche immer 1.0 mg einmal 0.5 einmal 2.0
2. Woche 1.5, 1.0 und 0.5
3. Woche 1.0 und 0.5 und 3 Tage nichts
4. Woche 0.75, 0.5, 0.25 und 1.0
5. Woche 3 Tage a 0.25, ein Tag 0.75 und 2 Tage 0.5
6. Woche dann langsam reduziert auf 0.25 und 0.125
7. Woche 1.0 dann zwei mal 1.5
8. Woche 0.75
9. und 10. Woche 0.5 und dann 6 Tage reduziert auf 0.25 und weg....jedoch nur für 4 Tage dann 2 Tage wieder 1.0 weil es mir sehr schlecht ging. Das Tavor war das einzigste was mir gegen die Unruhe und das brennen half.

Nachdem es mir mit der Depressiom immer schlechter ging (vermute das hängt auch mit dem Tavorentzug zusammen) wurde jetzt noch vor 2 Tagen das Seroquel 25 mg für 4 mal am Tag eingeschlichen, was mir gar nichts bringt.

Ich muss sagen, dass es mir derzeit weiterhin sehr schlecht geht und mein Kopf morgens so dröhnt,dass ich denke ich werde verrückt und würde am liebsten mit dem Kopf gegen die Wand donnern und die Suizidgedanken drängen sich immer mehr auf weil ich einfach nicht mehr kann. Bin den ganzen Tag depri, kann mich zu nichts aufraffen und komme auch nicht zur Ruhe. Bin neben der Spur und wie unter Drogen. Kann mich auch absolut nicht mehr ablenken. Meine komplette Gesichtsmuskulatur ist angespannt wie als hätte ich Botox gespritzt, auch der Mund ist extremst angespannt und der Körper brennt und kribbelt weiter.

Bin kurz vorm durchdrehen und weiss einfach nicht mehr weiter. Kann und will so nicht mehr leben. Bin ein psychisches Wrack. Bereue jede Tablette die ich eingenommen habe. Die Klinikaufenthalte haben meinen Zustand nur noch verschlechtert.
Ich denke die ganzen ADs und das Tavor haben mich in diese Lage gebracht, da mein ZNS auf alles sehr empfindlich reagiert. Komme ich aus dieser Misere jemals wieder raus? Könnt nur noch weinen...

Kann mir jemand bitte einen Tipp geben was ich noch tun kann? Danke für eure Hilfe.
Zuletzt geändert von LinLina am 05.08.2018 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze eingefügt
Folgende Medis erhalten:
10.4.18 - 6.5.18 10 mg Escitalopram kalt abgesetzt
14.5.18 - 29.5.18 15 mg Mirtazapin
ab 30.5.18 - 6.7.18 30 mg Mirtazapin
ab 6.7. - 26.7.18 Amitryptilin 50 mg/Mirtazapin weg
ab 26.7.18 bis heute Valdoxan 25 mg/ Amitryptilin weg
ab 2.8. bis heute Seroquel 50 mg
14.5.18 Tavor 1.0
15.5.18 1.0
16.5.18 1.0
17.5.18 0.5
18.5.18 2.0
19.5.18 1.0
20.5.18 1.0
21.5.18 1.5
22.5.18 1.0
23.5.18 1.5
24.5.18 1.5
25.5.18 0.5
26.5.18 1.5
27.5.18 1.0
28.5.18 0.5
29.5.18 1.0
30.5.18 kein tavor
31.5.18 kein tavor
1.6.18 1.0
2.6.18 kein tavor
3.6.18 1.25
4.6.18 0.75
5.6.18 0.5
6.6.18 0.25
7.6.18 0.25
8.6.18 0.25
9.6.18 1.0
10.6.18 0.25
11.6.!8 0.25
12.6.18 0.5
13.6.18 0.25
14.6.18 0.25
15.6.18 0.5
16.6.18 0.25
17.6.18 0.75
18.6.18 0.25
19.6.18 0.125
20.6.18 0.25
21.6.18 0.125
22.6.18 bis 24.6.18 0.125
25.6.18-4.7.18 1.0
5 7.18-11.7.18 0.75
12.7.18-18.7.18 0.5
18.7.18-30.7.18 0.25
31.7.18-2.8.18 kein tavor
3.8.18-4.8.18 1.0
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Re: Absetzen AD und Tavor

Beitrag von LinLina »

Hallo Michelina :-)

willkommen im ADFD.

Es tut mir sehr leid zu hören dass du durch Medikamente in eine noch schwierigere Situation gekommen bist, mir ist das ähnlich ergangen.

:hug:

So wie ich es anhand deiner Angaben sehe könnte es sein, dass du aktuell in einem Benzoentzug steckst. Um deine aktuelle Situation besser einschätzen zu können, wäre es aber sehr wichtig dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035

Bitte halte die Signatur möglichst übersichtlich, liste alle Medikamente und Dosisänderungen auf und füge vor allem möglichst genaue Daten ein, keine relativen Angaben wie "eine Woche" oder "vor 7 Wochen".

Auch ganz wichtig ist, dass man den aktuellen Stand deiner Medikation auf einen Blick sehen kann.


Hier noch einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:


Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere FAQ zum Absetzen von Benzodiazepinen ein. Du findest sie hier: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 16&t=12900

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.http://adfd.org/austausch/app.php/rules

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Wir wünschen dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
Lina / das ADFD Team
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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