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moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

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moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo zusammen,

Ich bin 27 Jahre alt und bin sehr unzufrieden mit meinem Leben momentan :( Ich leide schon sehr lange an Schlafproblemen, eigentlich seit ich denken kann. Ich hatte eine schwierige Kindheit etc.

Wie ich zu den "Pillen" kam: Ich ging im März 2016 nach Ägypten in die Ferien mit meinem Verlobten. Ich konnte durch eine Stresssituation von der Arbeit her schon Wochen zuvor kaum noch schlafen. Durch einen Bekannten dort kam ich an das Medikament Night calm (Wirkstoff: Eszopiclone). Ich nahm eine Tablette pro Nacht (3mg) und ich konnte endlich wieder schlafen. Natürlich nahm ich einen Vorrat Nachhause und mein Bekannter schickt mehrmals jährlich dieses Medikament. Die Dosierung musste ich seither steigern, ich bin pro Nacht bei 4 - 5 Tabletten (3mg pro Tablette) angelangt. Zudem nehme ich seit 2017 jede Nacht 15 mg Stilnox / Zolpidem. Seit ca. 1.5 Jahren leide ich an einer Dauerübelkeit, wie ich es selbstdiagnostiziert nenne, da meine Organe untersucht wurden gehe ich davon aus, dass dies von dem Eszopiclone kommt. Ich leide auch an Panickattacken welche mir das Leben sehr schwer machen, aber auch erst ca. 1 Jahr... momentan schlafe ich fast so schlecht wie zu meinem Z-Drug-Start.

Ich möchte unbedingt von Zolpidem und Eszopiclone loskommen, ich fühle mich immer wie schlechter und die Abhängigkeit macht mir zunehmend Angst. Was mich am meisten irritiert ist, dass es bei uns auf dem Markt nur Zopiclon gibt und ich nicht viel darüber herausfinden kann im Internet und nicht weiss, wie ich dies Tabletten runter dosieren soll? Heisst das 3mg Eszopiclone = 6mg Zopiclone?

Ich wäre sehr froh, wenn mir jemand helfen könnte, mit welchen Dosierungen ich Schrittweise runter dosieren kann? Ev. mit Diazepam o.Ä.


Ich nehme jede Nacht 12 - 15 mg Night Calm (Eszopiclone) und 15 mg Stilnox / Zolpidem seit 2.5 Jahren durchgehend



Nebenwirkungen: am Morgen starke Benommenheit, dauerhafte Übelkeit, Appetitverlust, Angst, Schwindel, Koordinationsstörungen und Muskelschwäche


Danke für eure Hilfe! Liebe Grüsse
Zuletzt geändert von padma am 20.10.2018 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
2011: Adenom auf Schilddrüse: operative Entfernung (nur einseitig) seither Euthyrox 50 jeden Morgen vor dem Frühstück
2012: Stationärer Aufenthalt in einer Klinik, dort bekam ich erstmals Stilnox zum schlafen (12mg)
2012: Umstellung von Stilnox zu Surmontil (AD)
2013-2015: 1mg Temesta (auf die Nacht und 25 Surmontil Tropfen) danach wollte man mir plötzlich keine Temesta mehr geben, nur mit Surmontil konnte ich nicht mehr schlafen. Surmontil & Temesta wurden gestoppt (12 Wochen reduziert) danach bekam ich Mirtazapin (30 mg)
2016-2017: 15mg Mirtazapin & 12-15 mg Eszopiclon (Lunesta) + Stilnox (15 mg)
2018: Eszopiclon abwechselnde Dosierung und Absetzversuch, 10 mg Stilnox und 7.5 mg Mirtazapin
2019: 6 mg Eszopiclon (stabil seither) + 10mg Stilnox + 7.5 mg Mirtazapin
2020: 6 mg Eszopiclon + 10mg Stilnox + 7.5mg Mirtazapin

Jamie
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Re: moony21: Zopiclone & Zolpidem Entzug

Beitrag von Jamie »

Hallo moony, :)

Eszopiclon ist in Europa nicht zugelassen; ich hoffe du kannst lange genug das Präparat beziehen, bis du deinen Entzug hinter dich gebracht hast.
Oder möchtest du auf Zpoiclon wechseln?
Ich fürchte nur, du wirst keinen Arzt finden, der dir derart hohe Mengen aufschreibt. :?
Da du Eszopiclon mit Zolpidem kombinierst und mit dem Eszopiclon schon in einem sehr hohen Bereich bist, bewegst du dich mittlerweile an der Grenze zur Hochdosisabhängigkeit.

Die Übelkeit wird sicher eine Nebenwirkung sein, vermutlich vom Eszopiclon.
Ich war selber von Zolpidem und Zopiclon abhängig, allerdings niedriger (15mg Zolpidem, knapp 10mg Zopiclon und das auch nur im Wechsel und nicht gleichzeitig eingenommen) und mir war gegen Ende auch einfach nur noch permanent schlecht; ich denke auch es kommt vom Zopiclon, zudem hinterlässt dieses einen grausam bitteren Geschmack auf der Zunge.

Du solltest anfangen die Präparate langsam auszuschleichen.
Beide Benzos sind gut auflösbar.
Vielleicht fängst du erst mal mit einem an und senkst die Dosis, da würde ich dann mit dem Eszopiclon beginnen.

Über eine Substitution mit Diazepam könnte man auch nachdenken, aber vielleicht eher, wenn du niedriger bist. Zudem ist immer die Frage, ob der Arzt bereit ist auf Diazepam umzustellen.
Heisst das 3mg Eszopiclone = 6mg Zopiclone?
Das könnte hinhauen, ganz sicher bin ich mir aber nicht, da müsste man noch mal recherchieren.
Ich vermute eher, dass 3mg Eszopiclon in etwa unseren 7,5mg Zopiclon entsprechen.
Zopiclon wird standardmäßig mit 7,5mg vertrieben. Welche Stärke steht denn auf deiner ägyptischen Packung?

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

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Re: moony21: Zopiclone & Zolpidem Entzug

Beitrag von 0816 »

Hallo moony,
bezüglich des Eszopiclone sollten amerikanische Forum aussagekräftiger sein, da das Medikament lauf Wikipedia dort eingesetzt wird.
Die englischsprachige Wikipedia gibt als ungefähre Equivalenz 20 mg Diazepam an. Ob und inwieweit das zutreffend ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich mich erst kurz mit der Frage des Zolpidementzuges beschäftige und selber mitten im Entzug stecke.
Mein Hausarzt hat mich auf Diazepam umgestellt und für mich sind die Nebenwirkungen damit deutlich besser auszuhalten als zuletzt unter Zolpidem.

Die Idee die Schlafmittel loszuwerden ist auf jeden Fall klug. Bei mir hat Zolpidem sehr lange gut gewirkt um dann nach einer Einnahme einer höheren Dosis plötzlich zu untolerierbaren Nebenwirkungen zu führen.
Da du schon recht viel nimmst, solltest du das Problem aufjedenfall in Angriff nehmen bevor du in noch höhere Toleranzbereiche rutschst.

Ich glaube, dass es bezüglich mögliche Ärztekooperation vielleicht sinnvoll wäre sich zunächst mit dem Eszopiclone zu beschäftigen, da ich glaube, dass Ärzte nicht sehr postiv darauf reagieren, wenn du Medikamente aus dem Ausland importierst, die in Deutschland nicht zugelassen werden.

Werden dir die Zolpidem von einem Arzt in Deutschland verschrieben und weiß dieser Arzt vom Eszopiclone? Dieser Arzt wäre mein erster Ansprechpartner beim Entzug, weil es durchaus von Vorteil für die Kooperation des Ärztes ist, wenn er die Mittel selbst verschrieben hat.

Deine Nebenwirkungen sind vorwiegend morgens? Das würde eher dafür sprechen, dass du noch die Chance hast erstmal eine Dosisreduktion ohne Austausch durch Diazepam zu erreichen und erst später auszutauschen.
Bei mir waren die Nebenwirkungen letztlich Entzugserscheinungen, sodass eine Reduktion der Zolpidem selbst nicht funktionieren konnte, weil ich eine längeren Wirkzeitraum dringend benötigt habe.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte
01.09.19 0 Diazepam, 0 Atosil

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Re: moony21: Zopiclone & Zolpidem Entzug

Beitrag von Anikke »

Hallo moony,

willkommen im ADFD.
Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:
Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread.

Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen.

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Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit".

Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.
Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored:

Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,

liebe Grüsse

Anikke
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Re: moony21: Zopiclone & Zolpidem Entzug

Beitrag von padma »

hallo Moony, :)
in terms of benzodiazepine receptor binding and relevant potency, 3 mg of eszopiclone is equivalent to 10 mg of diazepam.[23]
https://en.wikipedia.org/wiki/Eszopiclone

Nach der Ashton Tabelle entsprechen 15 mg Zopiclone 10 mg Diazepam

Demnach würden 3 mg Eszopiclone 15 mg Zopiclone entsprechen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: moony21: Zopiclone & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo ihr lieben
Danke für eure Beiträge. Das Eszopiclone habe ich auf 1mg runterdosisiert. Jetzt möchte ich noch zolpidem auschleichen. Dies mache ich wie bei Eszopiclone auch schon, mit Temesta, weil Valium habe ich gar nicht vertragen. Ich hoffe auf diese Weise werde ich nicht so schlimme Entzungserscheinungen haben. Die Übelkeit ist total lästig. Ich hoffe Ende Januar bin ich auch das Zolpidem los. Liebe Grüsse
2011: Adenom auf Schilddrüse: operative Entfernung (nur einseitig) seither Euthyrox 50 jeden Morgen vor dem Frühstück
2012: Stationärer Aufenthalt in einer Klinik, dort bekam ich erstmals Stilnox zum schlafen (12mg)
2012: Umstellung von Stilnox zu Surmontil (AD)
2013-2015: 1mg Temesta (auf die Nacht und 25 Surmontil Tropfen) danach wollte man mir plötzlich keine Temesta mehr geben, nur mit Surmontil konnte ich nicht mehr schlafen. Surmontil & Temesta wurden gestoppt (12 Wochen reduziert) danach bekam ich Mirtazapin (30 mg)
2016-2017: 15mg Mirtazapin & 12-15 mg Eszopiclon (Lunesta) + Stilnox (15 mg)
2018: Eszopiclon abwechselnde Dosierung und Absetzversuch, 10 mg Stilnox und 7.5 mg Mirtazapin
2019: 6 mg Eszopiclon (stabil seither) + 10mg Stilnox + 7.5 mg Mirtazapin
2020: 6 mg Eszopiclon + 10mg Stilnox + 7.5mg Mirtazapin

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Zopiclone & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo zusammen

Ich weiss, nicht ob mein Beitrag hier gesehen wird oder ob ich einen neuen machen muss? :)

Ich melde mich wieder zurück.

Im Mai 2019 versuchte ich die 7.5 mg Mirtazapin abzusetzen. Nach einige Tagen folgte eine sehr strake Übelkeit, Appetitverlust, Kreislaufprobleme, Durchfall, schneller Puls und Magen sowie Kopfschmerzen.

Nach einer Woche bat mich mein Hausarzt das Mirta wieder aufzudosieren. Nach drei Wochen (ich konnte mich nicht mehr selber Pflegen, zum Glück stand mir mein Mann zur Seite und mein Hausarzt besuchte mich Zuhause) erholte ich mich ganz langsam wieder Es war eine traumatisierende Erfahrung für mich. Nun ich habe dazu gelernt und weiss jetzt, dass ich zuerst die Z-drugs loswerden möchte.

Im September 2019 reduzierte ich das Eszopiclon von 6 mg auf 5.25 mg. Was eine Weile gut ging, nach 4 Wochen bekam ich einen Schwindel (einmal bin ich am Morgen am Tisch mit dem Kopf auf die Tisch platte geknallt) oftmals wenn ich in liegender Position war, fielen ganz Räume in Sich zusammen. Mein Ruhepuls war durchschnittlich auf 90. Ich hielt es nicht mehr aus und ging zum Hausarzt. Dieser verweiste mich mit meinem Anliegen (HIlfe bei der Absetzung von Eszopiclon) and eine Psychiaterin.

Im Januar 2020 bekam ich einen Termin bei ihr. Wir sprachen über Optionen und ich gab ihr zu verstehen, dass ein Stationärer Entzug für mich nicht in Frage käme. Ich beziehe meine Medikamente in Ägypten (da in der EU keine Zulassung). Das ist ein riesen Dilemma. Die Ärztin jedoch zeigte sich verständnisvoll und hat sich dazu bereit erklärt mir beim Absetzen zu helfen. Auf meinen Wunsch versuchten wir mich teilweise auf Diazepam umzustellen. Ich habe es mehrere Nächte probiert mit einer kleinen Dosis, jedoch habe ich paradox reagiert. Diazepam ist für mich nicht geeignet.

Leider verfüge ich nur über 3mg Tabletten. (Es gäbe noch 1mg und 2mg Tabletten). Meine Ärztin ist nun bereit mir das Eszopiclon via internationale Apotheke (und einem Betäubungsmittel rezept der Swissmedic) in den USA zu bestellen und zu importieren. 90 (2mg) Tabletten kosten aber mit dem Rezept 2465 Franken. Normalerweise wäre ich im Mai auf Ägypten in die Ferien und hätte mir Nachschub für min. 6 Monate geholt.

Jetzt mit der Coronakrise habe ich ein grosses Problem. Ich kann mir die Sucht nicht finanzieren und auch nicht so lange bis ich es in kleinen schritten (-25mg anstelle von -75 mg) ausgeschlichen habe. Meine Ärztin meinte, wenn es mit dem Nachschub aus finanziellen Gründen oder Corona nicht mehr geht, soll es wohl doch ein Stationärer Entzug sein.
Das möchte ich aber auf keinen Fall und Diazepam geht ja auch nicht.

Was könnte ich meiner Ärztin noch vorschlagen? Welches Benzo? Ich möchte unbedingt Umstellen, da mir das Eszopiclon bald ausgehen wird.

Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand Erfahrung hat mit Umstellung auf ein anderes Benzo als Diazepam.

Herzlichen Dank und liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Jamie am 23.04.2020 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von Jamie »

Hallo moony :)

Alles richtig gemacht, hier weiterzuschreiben. :)

Was ist mit dem Wechsel auf "normales" Zopiclon?

Vorstellbar wäre auch die Substitution mit Zolpidem, das nimmst du doch auch noch, oder?

Wenn Diazepam nicht vertragen wird, kann man auch noch einen Versuch mit Clonazepam versuchen, es hat ebenfalls eine lange HWZ und es gibt es in Tropfenform.

Es tut mir leid, in welche Nöte dich die Coronakrise bringt, aber über 2000 Franken ist ja horrend :shock: .

Viele Grüße
Jamie
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Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
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    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
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    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
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    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

moony21
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo Jamie

Danke für Antwort.

Auf Zolpidem zu wechseln ist mir auch schon durch den Kopf. Das Eszopiclon hat eine Halbwertzeit von 6h und das Zolpidem ja bloss 2-3h glaube ich. Würde das kein Problem darstellen? Zopiclon habe ich versucht, dass kommt oben wieder raus. War eine unschöne Erfahrung.

Danke für deinen Tipp, ich werde es mit meiner Ärztin besprechen. Da meine Arbeitsstelle nicht mit dem ÖV erreichbar ist bin ich darauf angewiesen Auto zu fahren, deshalb habe ich etwas Angst so ein langwirksames Benzo zu nehmen. Als ein Familienmitglied verstorben ist im 2017 habe ich zum beruhigen tagsüber Seresta genommen. Dies habe ich damals gut vertragen. Vielleicht wäre Oxazepam auch ein Gedanke wert. Ich habe noch ca. 60 stk Eszopiclon (brauche jede Nacht 2 davon). Ich müsste ja bald mit einer Umstellung anfangen da dies Wochen dauern wird so viel wi ich gelesen habe.

Liebe Grüsse
2011: Adenom auf Schilddrüse: operative Entfernung (nur einseitig) seither Euthyrox 50 jeden Morgen vor dem Frühstück
2012: Stationärer Aufenthalt in einer Klinik, dort bekam ich erstmals Stilnox zum schlafen (12mg)
2012: Umstellung von Stilnox zu Surmontil (AD)
2013-2015: 1mg Temesta (auf die Nacht und 25 Surmontil Tropfen) danach wollte man mir plötzlich keine Temesta mehr geben, nur mit Surmontil konnte ich nicht mehr schlafen. Surmontil & Temesta wurden gestoppt (12 Wochen reduziert) danach bekam ich Mirtazapin (30 mg)
2016-2017: 15mg Mirtazapin & 12-15 mg Eszopiclon (Lunesta) + Stilnox (15 mg)
2018: Eszopiclon abwechselnde Dosierung und Absetzversuch, 10 mg Stilnox und 7.5 mg Mirtazapin
2019: 6 mg Eszopiclon (stabil seither) + 10mg Stilnox + 7.5 mg Mirtazapin
2020: 6 mg Eszopiclon + 10mg Stilnox + 7.5mg Mirtazapin

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Absetzschema Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo Zusammen

Bei mir ist noch eine Frage aufgekommen. Meine Ärztin hat mir empfohlen, das Eszopiclon folgendermassen auszuschleichen: 4 Wochen 6mg - Reduktion um 0.5 jeder zweite Tag (die Tage dazwischen wieder 6 mg) das zwei Wochen lang. Dann 4 Wochen auf 5.5 mg - Reduktion 0.5 :also 5mg (die Tage dazwischen wieder 5.5 mg).

Wenn ich mich hier so durchlese kann das für mein Nervensystem nicht gut sein?!

Danke und sonnige Grüsde
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2019: 6 mg Eszopiclon (stabil seither) + 10mg Stilnox + 7.5 mg Mirtazapin
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Towanda
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von Towanda »

Hallo Moony,

nein, das ist nicht gut.

Oben hat Die Anikke den Begrüßungstext eingestellt, da steht alles, was Du wissen mußt. Aberzur Sicherheit hier nochmal der Link zum Absetzen von Benzodiazepinen, wozu auch die Z-Drugs gehören: viewtopic.php?f=16&t=12883

Gruß, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo Towanda

Dann werde ich es nicht so machen. Sie meinte dazu, die Rezeptoren schlafen ein und es ist besser verträglich.

Sie wird mir beim nächsten Termin lormetazepam verschreiben. Ich soll auf diesen Wirkstoff umsteigen relativ zügig. Ich möchte die Umstellung etwas langsamer machen. Nun heisst es im Ashton Manual 1-2 mg lormetazepam = 10 mg Diazepam. Ich werde versuchenn 4.5 mg Eszopiclon (anstelle von 6 mg) und 1mg lormetazepam, 10 mg Stilnox wie gewohnt und 7.5 mg mirtazapin. Klingt das realistisch? Lieben Dank für alle Antworten.

Liebe Grüsse
Moony
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von Towanda »

Hallo Moony,

täglich wechselnde Dosierungen, wie sie Deine Ärztin empfohlen hat, sind Gift für das Nervensystem, weil es sich nicht auf eine Dosis einstellen und stabilisieren kann.

Mit der Umstellung kenne ich mich nicht aus, aber es müßte auch zu den Zeitabständen was im Ashton-Manual stehen. Ansonsten meldet sich dazu sicher noch jemand, der sich damit auskennt.

Gruß, Towanda
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von lunetta »

Hallo!

Auf keinen Fall tageweise wechselnde Dosierungen nehmen, wie towanda schon schrieb!

Um schrittweise umzustellen, müßte man erst mal wissen wie die Äquivalenzdosis von Eszopiclon ist?
Also wieviel mg Diazepam sind z.B. 5 mg Esz.?

LG
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Hallo

Die Äquivalenzdosis beträgt: 3 mg Eszopiclon = 10 mg Diazepam.

Liebe Grüsse
Moony
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von lunetta »

Hallo!

Ok, dann nimmst du aktuell eine Äquivalendosis von ca. 40-50 mg Diazepam allein mit Eszopiclon ein, wenn du 4-5 Tabletten jeden Abend einnimmst...
1-2 mg Lorm. sind 10 mg Diazepam...

Ich würde schrittweise, 1/2 Tabl. Eszop. gegen 1/2 Lorm. tauschen, eine Woche die Dosis beibehalten, und dann die nächste 1/2 .

Das wird einige Wochen dauern, aber wäre am schonendsten, und dein ZNS kann sich langsam umstellen.

Und erst wenn du komplett umgestellt hast, solltest du dann das Lorm. abzusetzen versuchen, ebenfalls langsam und schrittweise.

LG
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von moony21 »

Guten Abend und danke für deine Antwort

Ich nehme schon seit mehreren Monaten nur noch zwei Eszopiclone (also 6 mg) und 10 mg Stilnox.

Demnach werde ich versuchen eine halbe Eszopiclon Tablette weg zu lassen und es mit einer halben Lorm. Tablette zu versuchen.

Liebe Grüsse
Moony
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Homelander
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von Homelander »

Hallo,

nur ganz kurz...gute Wahl nicht auf Clonazepam zu switchen...ich kann nur warnen vor diesem Benzo...aufgrund der am stärksten antikonvulsiven Wirkung, sind die Entzugserscheinungen auch deutlich ausgeprägter als bei anderen Benzos.

Das beste ist Diazepam...aber das verträgst du ja leider nicht. Ich lese du probierst es mit Lormetazepam, das wird denke ich etwas einfacher...also kein Benzoentzug ist einfach klar, aber einige lassen sich doch ein Tick leichter absetzen...glaube und habe viele Ärzte befragt, das am "besten" geeignete wenn man Diazepam nicht verträgt, ist Oxazepam der letzte Metabolit von Diazepam...das wird am häufigsten in Kliniken genommen mittlerweile, muss man aber wegen der kurzen Halbwertszeit auch 4 mal täglich nehmen...

Viel Erfolg jedenfalls und ganz viel Kraft wünsche ich dir.

Liebe Grüße
Homelander
1997 bis 2008 Alkoholiker mit hochprozentigem fast täglich.
Anfang 2008 abgesetzt und starke Angststörung generalisiert entwickelt samt Depressionen.
März 2008 Psychiatrie wegen zu starken Entzugserscheinungen für 18 Tage eingestellt auf 100 mg Stangyl (Trimmipramin) über den Tag verteilt.
Ende 2009 wieder Alkoholiker geworden durch schwere Krankheit meiner Mutter. Stangyl trotzdem weiter dazu genommen.
November 2011 Stangyl ausgeschlichen. Alkohol weiter getrunken.
Dezember 2011 Mutter verstorben und ich habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
15. Dezember 2011 Klinik Alkohol abgesetzt und 4 Wochen auf 1,5 mg Tavor eingestellt und auf 100 mg Sertralin, 300 mg Lyrica und 100 mg Doxepin eingestellt. 1 Woche 50 mg Seroquel auch noch, aber ist mir nicht bekommen, deshalb direkt wieder weggelassen
Tavor dann ausgeschlichen als die anderen Sachen gewirkt haben. Keine Entzugserscheinungen durch die Ads.
Februar 2012 wieder raus und die nächsten Jahre so eingestellt ganz gut gelebt und stabilisiert.
2014 leider wieder zum Alkohol gegriffen erst kleine Mengen und wieder schnell gesteigert.
2016 das Lyrica ausgeschlichen.
Anfang 2017 das Sertralin ausgeschlichen.
Alkohol hochprozentig und 100 mg Doxepin weiter genommen.
Ende Mai 2017 Alkohol abgesetzt. 100 mg Doxepin weiter genommen.
Anfang Juli 2017 kam plötzlich und schnell fortschreitent die Dystonie, erst Torticollis am Hals nach links unten dann Meige Syndrome an Augen und Mund-Kiefer Zungenbereich dazu gekommen.
Tavor 1 mg einmal täglich zur Beruhigung bekommen.
November 2017 wegen Verdacht das die Dystonie vom Doxepin kommt, direkt abgesetzt 100 mg nach 5 Jahren täglich auf 0. Ich bin dann 6 Monate durch die Hölle gegangen.

Update 28.07.2020

Derzeitige Situation und Tabletten Einnahme:

Tavor seit 18 Monaten auf 0
Zopiclon seit 16 Monaten auf 0
Artane seit 17 Monaten auf 0
Alkohol seit 4 Tagen trocken (mal wieder aufs neue)

Morgens:

20 Milligramm Pantoprazol
16 Milligramm Candesartan (Blutdrucksenker)
75 Mikrogramm Clonidin (Blutdrucksenker)
40 Milligramm Propranolol (Betablocker)

Mittags:

2 Milligramm Clonazepam
150 Milligramm Lyrica (Tendenz steigernd)

Abends:

16 Milligramm Candesartan
75 Mikrogramm Clonidin
40 Milligramm Propranolol
6 Milligramm Bromazepam

Nachts:

7,5 Milligramm Mirtazapin
6 Milligramm Bromazepam

Zustand :

sehr ängstlich, immer angespannt, immer unruhig, manchmal doppelt sehen, starke Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starke Schwindelgefühle, Todessehnsucht, Gedankenkarussell, Dystonie spielt völlig verrückt, Schluckstörungen, das Gefühl nur noch aufgeben zu wollen.
Suizidgedanken ohne Ende.

Jamie
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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von Jamie »

Hallo Homelander, :)

es tut mir leid, aber so pauschal kann man das doch wirklich nicht sagen.
Es ist nicht gut von sich selbst auf andere zu schließen und daraus eine Aussage zu machen, die klingt, als sei es allgemeingültig.

Ich kann nun wirklich nicht sagen, dass Clonazepam prinzipiell schlecht wäre oder Diazepam immer gut.

Für unsere vielen Histaminintoleranten ist Diazepam unerträglich und nicht anwendbar, da gab es öfters schon Wechsel auf Clonazepam und das auch erfolgreich.
Andersrum ebenso.

Fakt ist, zum Ausschleichen mit Diazepam haben wir einen hohen Wissensstand und es ist auch in der Fachwelt ein etwas häufigeres Vorgehen (wobei vor allem Oxazepam in Entzugskliniken benutzt wird) - aber es ist doch auch nicht zulässig zu sagen, dass Clonazepam stärkere Probleme beim Absetzen macht als andere.
Da werden dir unsere Tavorabhängigen aber etwas ganz Anderes erzählen. :oops:

Bitte keine Medikamente gegeneinander ausspielen. Alle Benzos können hochgradig abhängig machen und sehr schwer entziehen zu sein.
Für sich selbst macht jeder individuelle Erfahrungen, aber die sollte man dann auch so benennen und daraus keine Allgemeinaussagen machen.

Viele Grüße, komm gut durch das Wochenende :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

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Re: moony21: Zopiclon & Zolpidem Entzug

Beitrag von Homelander »

Hallo Jamie,

alles klar. Ich könnte jetzt einiges dazu schreiben, aber lasse es lieber. Du weißt, wir kennen uns sehr lange...etwa 3 Jahre inklusive meiner Auszeit und ich schätze dich sehr. Aber das was ich dazu zu sagen habe, gehört nicht in diesen Thread.

Dir auch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Homelander
1997 bis 2008 Alkoholiker mit hochprozentigem fast täglich.
Anfang 2008 abgesetzt und starke Angststörung generalisiert entwickelt samt Depressionen.
März 2008 Psychiatrie wegen zu starken Entzugserscheinungen für 18 Tage eingestellt auf 100 mg Stangyl (Trimmipramin) über den Tag verteilt.
Ende 2009 wieder Alkoholiker geworden durch schwere Krankheit meiner Mutter. Stangyl trotzdem weiter dazu genommen.
November 2011 Stangyl ausgeschlichen. Alkohol weiter getrunken.
Dezember 2011 Mutter verstorben und ich habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
15. Dezember 2011 Klinik Alkohol abgesetzt und 4 Wochen auf 1,5 mg Tavor eingestellt und auf 100 mg Sertralin, 300 mg Lyrica und 100 mg Doxepin eingestellt. 1 Woche 50 mg Seroquel auch noch, aber ist mir nicht bekommen, deshalb direkt wieder weggelassen
Tavor dann ausgeschlichen als die anderen Sachen gewirkt haben. Keine Entzugserscheinungen durch die Ads.
Februar 2012 wieder raus und die nächsten Jahre so eingestellt ganz gut gelebt und stabilisiert.
2014 leider wieder zum Alkohol gegriffen erst kleine Mengen und wieder schnell gesteigert.
2016 das Lyrica ausgeschlichen.
Anfang 2017 das Sertralin ausgeschlichen.
Alkohol hochprozentig und 100 mg Doxepin weiter genommen.
Ende Mai 2017 Alkohol abgesetzt. 100 mg Doxepin weiter genommen.
Anfang Juli 2017 kam plötzlich und schnell fortschreitent die Dystonie, erst Torticollis am Hals nach links unten dann Meige Syndrome an Augen und Mund-Kiefer Zungenbereich dazu gekommen.
Tavor 1 mg einmal täglich zur Beruhigung bekommen.
November 2017 wegen Verdacht das die Dystonie vom Doxepin kommt, direkt abgesetzt 100 mg nach 5 Jahren täglich auf 0. Ich bin dann 6 Monate durch die Hölle gegangen.

Update 28.07.2020

Derzeitige Situation und Tabletten Einnahme:

Tavor seit 18 Monaten auf 0
Zopiclon seit 16 Monaten auf 0
Artane seit 17 Monaten auf 0
Alkohol seit 4 Tagen trocken (mal wieder aufs neue)

Morgens:

20 Milligramm Pantoprazol
16 Milligramm Candesartan (Blutdrucksenker)
75 Mikrogramm Clonidin (Blutdrucksenker)
40 Milligramm Propranolol (Betablocker)

Mittags:

2 Milligramm Clonazepam
150 Milligramm Lyrica (Tendenz steigernd)

Abends:

16 Milligramm Candesartan
75 Mikrogramm Clonidin
40 Milligramm Propranolol
6 Milligramm Bromazepam

Nachts:

7,5 Milligramm Mirtazapin
6 Milligramm Bromazepam

Zustand :

sehr ängstlich, immer angespannt, immer unruhig, manchmal doppelt sehen, starke Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starke Schwindelgefühle, Todessehnsucht, Gedankenkarussell, Dystonie spielt völlig verrückt, Schluckstörungen, das Gefühl nur noch aufgeben zu wollen.
Suizidgedanken ohne Ende.

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