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Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mirtazapin)

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Bezel64
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Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mirtazapin)

Beitrag von Bezel64 » Mittwoch, 14.11.18, 12:43

Hallo zusammen,
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin im Zusammenhang mit einer Depression 2015 in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden und von dort mit der Dosierung 45 mg Mirtazapin, 200 mg Quetiapin und Tavor-abhängig entlassen worden. Ich habe täglich 0.5 - 1 mg Tavor genommen und habe den endgültigen Entzug 2017 geschafft. Mirtazapin habe ich im April/Mai 2018 von 45 mg auf 15 mg runterdosiert und Quetiapin im August/September in 25er Schritten von 100 mg über 75 auf 50 mg. Die Dosierung auf 25 mg Quetiapin hat nicht geklappt, so dass ich derzeit 15 mg Mirtazapin und 50 mg Quetiapin einnehme. Trotzdem geht es mir an einigen Tagen schlecht und an anderen Tagen wieder gut. Aber insgesamt habe ich meine Stabilität verloren und jetzt habe ich Angst, dass ich alles was ich an Reduzierung dieses Jahr geschafft habe, wieder verliere. Ich möchte doch weg von den Tabletten, da ich vermute, dass die Muskelschmerzen, die ich habe von den Medis kommt.
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 20.11.18, 15:30, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Wirkstoffnamen im Titel korrigiert
Depression 2015 mit Klinikaufenthalt, Entlassung im Dezember 2015 mit 45mg Mirtazapin, 200mg Quetiapin und 0,5-1mgTavor
2015-2017 Reduzierung Quetiapin schrittweise auf 100mg
2015-2017 Entzugsversuche Tavor in eigener Regie und mit zweimaligem Klinikaufenthalt
Juli 2017 erfolgreicher Entzug Tavor mit anschließender Langzeitentwöhnung, seitdem Benzo-frei
April/Mai 2018 Reduzierung Mirtazapin von 45 mg auf 15 mg problemlos
August/ September 2018 Reduzierung Quetiapin von 100mg, auf 75 mg und 50 mg zunächst erfolgreich
Oktober 2018 Reduzierung Quetiapin von 50 mg auf 25 mg erfolglos (Unruhe, Schlafstörungen,Grübeln)
November 2018 Erhöhung Quetiapin wieder auf 50 mg (weiterhin Unruhe,Schlafstörungen,Grübeln,kein Appetit
ansonsten seit November 2017 Muskelschmerzen mit ungeklärter orthopädischer Ursache, Physio ohne Erfolg, MRT ohne Ergebnis,möglicherweise Nebenwirkung der Medikamente, daher Reduzierungsversuche
November 2018 - Juli 2019 erneute Depression und Angststoerung ausgelöst durch zu schnelles Reduzieren der Medikamente
bis Juli 2019 Einstellung auf 60 mg Duloxetin, 100 mg Quetiapin, 25 mg Trimipramin
Juli 2019 - März 2020 Reduzierung auf 30mg Duloxetin (Kuegelchen zählen) 75 mg Quetiapin (abkratzen der Tablette mit einer Nagelfeile ) und 25 mg Trimipramin, derzeit symptomfrei aber mit Nebenwirkungen trockener Mund, Durstgefuehl, Schwitzen, Magenbescherden und Schmerzen in den Beinen bei Belastung

Towanda
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Beiträge: 3147
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Re: Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mitrazapin)

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 14.11.18, 13:26

Hallo Bezel64

willkommen im ADFD.

Du hast leider Deine Medikamente im Turbo-Tempo reduziert. Wenn Du dauerhaft davon wegkommen möchtest, ist es wichtig, daß Du sehr langsam reduzierst, 10% der letzten eingenommenen Dosis alle 4-6 Wochen ist unsere Empfehlung.

Bitte lies Dir das folgende ausführlich durch, auch die Links, darin findest Du alle wichtigen Informationen zum Absetzen und zu unserem Miteinander hier im Forum:
Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.
Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse

Towanda
► Text zeigen

12.03.20 - 0,75 mg Mirtazapin
12.04.20 - 0,65 mg Mirtazapin
13.05.20 - 0,65 mg Mirtazapin


Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Harry29
Beiträge: 153
Registriert: Mittwoch, 17.10.18, 21:27

Re: Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mitrazapin)

Beitrag von Harry29 » Montag, 19.11.18, 22:01

Hallo Bezel64,

schön, dass du dieses Forum gefunden hast.

Ich denke nicht, dass du all deine Fortschritte verloren hast.
Deine Reduzierungen waren sehr schnell, auch ich habe mit Entzugserscheinungen unter Quetiapin zu kämpfen - kann ganz schön mühsam sein.

Wichtig ist es, dass du vorerst mit weiteren Reduzierungen abwartest, bis wieder Stabilität einkehrt. Dein Zentrales Nervensystem wird wohl einige Zeit benötigen. Wie schon von Towanda geschrieben ist es gut, wenn du dich erst einmal einliest - es ist für den Erfolg essentiel stets nur in kleinen Schritten zu reduzieren.

Du hast wieder aufdosiert, nachdem die Reduktion zu groß war - vielleicht spielt es sich in wenigen Wochen wieder ein. Würde mich freuen. Es dauert ja oftmals einige Wochen, bis sich alles einpendelt.

Liebe Grüße,
Harry,
05.12.2019: 7mg Quetiapin

NEM wieder eingestellt.

NEM: vom 24.01.2020 bis 08.02.2020:
6.800 IE Vitamin D + Vitmain K, Magnesium, Vitamin B Komplex, Fischöl, Vitamin A - Z, cogniLoges (Eisenkraut, Vitamin C, Vitamin B5 und Zink), Vitasprint B12 (Billigmarke) und Mumijo
► Text zeigen

Bezel64
Beiträge: 2
Registriert: Freitag, 09.11.18, 18:56

Re: Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mitrazapin)

Beitrag von Bezel64 » Dienstag, 20.11.18, 9:42

Hallo zusammen,

vielen Dank für euere Anregungen. Ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt und habe mich in den letzten Tagen auch gründlich eingelesen. Ich bin jetzt wieder bei 50 mg Quetiapin und werde in Zukunft deutlich langsamer reduzieren. Nach mittlerweile 3 Wochen mit wieder 50 mg Quetiapin ist mein Zustand noch schwankend. Wahrscheinlich muss ich mich noch weiter gedulden.

Viele Grüsse an alle und Kopf hoch an diejenigen, die auch gerade kämpfen!
Depression 2015 mit Klinikaufenthalt, Entlassung im Dezember 2015 mit 45mg Mirtazapin, 200mg Quetiapin und 0,5-1mgTavor
2015-2017 Reduzierung Quetiapin schrittweise auf 100mg
2015-2017 Entzugsversuche Tavor in eigener Regie und mit zweimaligem Klinikaufenthalt
Juli 2017 erfolgreicher Entzug Tavor mit anschließender Langzeitentwöhnung, seitdem Benzo-frei
April/Mai 2018 Reduzierung Mirtazapin von 45 mg auf 15 mg problemlos
August/ September 2018 Reduzierung Quetiapin von 100mg, auf 75 mg und 50 mg zunächst erfolgreich
Oktober 2018 Reduzierung Quetiapin von 50 mg auf 25 mg erfolglos (Unruhe, Schlafstörungen,Grübeln)
November 2018 Erhöhung Quetiapin wieder auf 50 mg (weiterhin Unruhe,Schlafstörungen,Grübeln,kein Appetit
ansonsten seit November 2017 Muskelschmerzen mit ungeklärter orthopädischer Ursache, Physio ohne Erfolg, MRT ohne Ergebnis,möglicherweise Nebenwirkung der Medikamente, daher Reduzierungsversuche
November 2018 - Juli 2019 erneute Depression und Angststoerung ausgelöst durch zu schnelles Reduzieren der Medikamente
bis Juli 2019 Einstellung auf 60 mg Duloxetin, 100 mg Quetiapin, 25 mg Trimipramin
Juli 2019 - März 2020 Reduzierung auf 30mg Duloxetin (Kuegelchen zählen) 75 mg Quetiapin (abkratzen der Tablette mit einer Nagelfeile ) und 25 mg Trimipramin, derzeit symptomfrei aber mit Nebenwirkungen trockener Mund, Durstgefuehl, Schwitzen, Magenbescherden und Schmerzen in den Beinen bei Belastung

Koralle
Beiträge: 68
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33

Re: Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mitrazapin)

Beitrag von Koralle » Dienstag, 20.11.18, 10:56

Hallo Bezel64,

Ich wollte dir mal mitfühlende Grüße hier lassen! Auch ich kämpfe seit einem Jahr mit den Folgen des Quetiapins, hatte allerdings auch einen Kaltentzug von 200mg hinter mir, da dürfte es mich noch blöder und langwieriger erwischt haben als dich;-) Ich bin total beeindruckt, was für Probleme dieses Medikament gerade bei niedrigen Dosen machen kann. Aber du hast ja schon sehr viel hinter dir und den Rest wirst du auch noch schaffen! Ich konnte damals übrigens fast garnicht mehr schlafen und das hat sich nach einer Zeit nach Erhöhung wieder eingependelt. So wird es auch bei dir sein!
Muskelschmerzen kenne ich übrigens auch, dachte die letzten Tage ich hätte mindestens mehrere Bandscheibenvorfälle, so sehr hat alles gezogen. Das Schmerzempfinden kann sich für einige Zeit verstärken, aber auch das wird wieder.

Drücke die Daumen!

Charlotte

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Bezel64
Beiträge: 2
Registriert: Freitag, 09.11.18, 18:56

Re: Bezel64: Wieder da!

Beitrag von Bezel64 » Samstag, 28.03.20, 19:39

Nach meinem letzten Reduzierungsversuch, der viel zu schnell war, hatte es mich noch mal so richtig von den Füssen geholt. Ich habe diese Krise alleine nicht bewältigt und war von November 2018 bis Juli 2019 schwer depressiv. Von Mai 2019 bis Juli 2019 war ich in einer psychiatrischen Tagesklinik und bin leider neu auf Medikamente eingestellt worden. Ich kann nur alle warnen, zu schnell zu reduzieren. Ich wollte zu viel auf einmal. Aber jetzt mache ich ganz langsam! Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Die erste Etappe ist bereits geschafft. ( siehe Signatur) Methode bei Duloxetin: Kapsel öffnen und jeden Tag eine Kugel mehr entfernen. Quetiapin: per Augenmass die Tablette mit einer Nagelfeile bearbeiten und jeden Tag etwas mehr abkratzen.
Depression 2015 mit Klinikaufenthalt, Entlassung im Dezember 2015 mit 45mg Mirtazapin, 200mg Quetiapin und 0,5-1mgTavor
2015-2017 Reduzierung Quetiapin schrittweise auf 100mg
2015-2017 Entzugsversuche Tavor in eigener Regie und mit zweimaligem Klinikaufenthalt
Juli 2017 erfolgreicher Entzug Tavor mit anschließender Langzeitentwöhnung, seitdem Benzo-frei
April/Mai 2018 Reduzierung Mirtazapin von 45 mg auf 15 mg problemlos
August/ September 2018 Reduzierung Quetiapin von 100mg, auf 75 mg und 50 mg zunächst erfolgreich
Oktober 2018 Reduzierung Quetiapin von 50 mg auf 25 mg erfolglos (Unruhe, Schlafstörungen,Grübeln)
November 2018 Erhöhung Quetiapin wieder auf 50 mg (weiterhin Unruhe,Schlafstörungen,Grübeln,kein Appetit
ansonsten seit November 2017 Muskelschmerzen mit ungeklärter orthopädischer Ursache, Physio ohne Erfolg, MRT ohne Ergebnis,möglicherweise Nebenwirkung der Medikamente, daher Reduzierungsversuche
November 2018 - Juli 2019 erneute Depression und Angststoerung ausgelöst durch zu schnelles Reduzieren der Medikamente
bis Juli 2019 Einstellung auf 60 mg Duloxetin, 100 mg Quetiapin, 25 mg Trimipramin
Juli 2019 - März 2020 Reduzierung auf 30mg Duloxetin (Kuegelchen zählen) 75 mg Quetiapin (abkratzen der Tablette mit einer Nagelfeile ) und 25 mg Trimipramin, derzeit symptomfrei aber mit Nebenwirkungen trockener Mund, Durstgefuehl, Schwitzen, Magenbescherden und Schmerzen in den Beinen bei Belastung

Towanda
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Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: Bezel64: Mein Kampf mit Quetiapin (+ Mirtazapin)

Beitrag von Towanda » Samstag, 28.03.20, 19:52

Hallo Bezel,

willkommen zurück!

Bitte lies Dir oben den Begrüßungstext mit all seinen Informationen nochmal sehr genau durch.

Was Du gerade praktizierst kann genauso schief gehen wie Dein letzter Versuch. Täglich die Dosis zu wechseln ist Gift für das zentrale Nervensystem, genauso wie nach Augenmaß ein wenig abfeilen. Das ZNS ist angewiesen auf eine sehr genaue Dosis zur Anpassung über 4-6 Wochen.

Desweiteren ist es nicht ratsam, zwei Medikamente gleichzeitig zu reduzieren.

All das steht oben in den Informationen. Wenn Du möchtest, daß Dein Entzug gelingt, solltest Du diese Punkte berücksichtigen.

Bitte aktualisiere noch Deine Signatur, damit alle, die hier mitlesen, mit einem Blick sehen, wo Du stehst :)

Viele Grüße, Towanda
► Text zeigen

12.03.20 - 0,75 mg Mirtazapin
12.04.20 - 0,65 mg Mirtazapin
13.05.20 - 0,65 mg Mirtazapin


Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

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