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Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

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Maccaroni
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Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hallo liebe adfd-Mitglieder,

ich bin 30 Jahre alt, männlich und nehme seit 11 Monaten Escitalopram zu mir. Ich habe mich zur Einnahme entschieden bzw. gezwungen gefühlt, als ich schlagartig letzten Winter auf der Arbeit Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen bekam. Diese Angst vor Situationen beim Essen mit anderen Menschen hat sich dann gefestigt und auf weitere soziale Situationen ausgeweitet wie Redeangst.

Angefangen habe ich mit einer Dosierung von 10 mg, als es mir besser ging, bin ich auf 5 mg runter und habe leider wieder eine Panikattacke bei einem Vortrag erlitten, sodass ich wieder auf 10mg hoch und von August bis Oktober (volle 3 Monate) auf 15 mg hoch bin.

Mittlerweile bin ich in Therapie bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie (mit einer Psychologin anfang dieses Jahres habe ich schlechte Erfahrungen gemacht). Meiner Meinung nach ist diese Frau sehr kompetent und kann mir bei meinen Ängsten helfen. Sie wählt unterschiedliche Ansätze aus Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Hypnose. Ich bin mir nicht sicher, ob eine studierte Psychologin mir besser helfen kann. Was ist eure Meinung zu diesem Punkt?

Jedenfalls habe ich meine Dosis Mitte Oktober (also seit 5 Wochen und ein paar Tagen) von 15mg auf 10mg erniedrigt. Seitdem habe ich eine ganze Palette an Entzugserscheinungen wie:
1. Müdigkeit & Schlafprobleme
2. Ich fühle mich seit Wochen wie erkältet (oder Grippe)
3. Ich bin leichter reizbar durch blöde Kommentare
4. Meine Hände sind oft eiskalt und zittrig
5. Wenn ich mich schlafen lege, sehe ich erstmal Blitze (das ist eigentlich kein Problem für mich)
6. Ich habe fast keine Lust auf Sex
7. Im Winter ist meine Laune deutlich schlechter als im Sommer

Vor allem Punkt 4. ist ein Problem für mich. Wenn ich mit anderen Menschen und vor allem meinen Kollegen zum Essen gehe, sind meine Hände eh schon recht kalt und zittrig.

Wie schätzt ihr meine Situation ein? Ich glaube, ich sollte auf keinen Fall die Dosis mehr erhöhen, aber länger warten bis zum nächsten Absetzschritt und dann auf jeden Fall vorsichtiger runterdosieren.
Meine Entzugssymptome halten ja jetzt schon seit 5 Wochen an. Das ist schon etwas lange oder?

Herzlichen und lieben Dank an alle, die sich meinen Text durchlesen und noch etwas antworten!
Ausgangssymptome: Hauptsächlich Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen 01/2018, aber auch andere sozialen Ängste, Traurigkeit und Konzentrationsprobleme.
Diagnose: soziale Phobien, leichte depressive Episode

Medikation:
12/2017-01/2018: 7.5mg Mirtazapin vom Hausarzt (überhaupt nicht vertragen), bald wieder sofort abgesetzt.
01/2018-05/2018: 10mg Escitalopram
05/2018-08/2018: 5mg Escitalopram
08/2018-10/2018: 15mg Escitalopram
10/2018: 10mg Escitalopram
02/2019: 5mg Escitalopram (im Moment starke Absetzerscheinungen)
01.03.2019 bis jetzt: 10mg Escitalopram
In sozialen Ausnahmesituationen wie Vorträgen: 0.125-0.25mg Alprazolam

Frühere Absetzversuche:
1. Juni 2018 Escitalopram s.o von 10 auf 5mg: Danach hatte ich allerdings wieder eine Panikattacke und ansteigende Ängste in sozialen Situationen.
2. Oktober 2018 (s.o) von 15 auf 10 mg Escitalopram runter und im März 2019 auf 5mg.
Ululu
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Ululu »

Hallo Maccaroni,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse

Ute
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Ululu »

Hallo Maccaroni,

nun noch zu deinem Anliegen. :)

Wenn du dich bei deiner Heilpraktikerin gut aufgehoben fühlst, dann ist das gut und richtig so für dich, finde ich.

Wenn du dich in die dir verlinkten Infos einliest, wirst du merken, dass wir ein langsameres Absetzen empfehlen.
Die Symptome, die du beschreibst, sind sehr typische Absetzerscheinungen.
:(
Leider können diese sehr schwer ausfallen und auch lange anhalten.
Wie du jetzt weiter damit umgehst, musst du jetzt entscheiden.
Wenn die Einschränkungen erträglich sind, könntest du noch abwarten. Die Symptome werden sich verbessern, weil dein Gehirn sich an die niedrigere Dosis anpassen wird.
Leider kann das dauern. In dieser Zeit solltest du auf keinen Fall weiter reduzieren, versuchen dir viel Gutes zu tun und dir Ruhe zu gönnen.
Die weiteren Absetzschritte würde ich dann deutlich kleiner wählen.
Aber näheres dazu erfährst du in den Infos.

Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag Abend. :)

LG Ute
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hallo Ute,

vielen Dank für deine Mühe! Das .pdf mit allen Infos habe ich mir schon durchgelesen und viele Absetzerscheinungen auch wiedererkannt. Ich lese mir alles nochmal in Ruhe durch.

Die empfohlenen Reduktionsschritte habe ich leider nicht eingehalten, weil ich zum Zeitpunkt der Reduktion noch nicht wusste, dass man nicht schneller als 10% vom Ausgangswert runtergehen soll.

Liebe Grüße
Mark
Ausgangssymptome: Hauptsächlich Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen 01/2018, aber auch andere sozialen Ängste, Traurigkeit und Konzentrationsprobleme.
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05/2018-08/2018: 5mg Escitalopram
08/2018-10/2018: 15mg Escitalopram
10/2018: 10mg Escitalopram
02/2019: 5mg Escitalopram (im Moment starke Absetzerscheinungen)
01.03.2019 bis jetzt: 10mg Escitalopram
In sozialen Ausnahmesituationen wie Vorträgen: 0.125-0.25mg Alprazolam

Frühere Absetzversuche:
1. Juni 2018 Escitalopram s.o von 10 auf 5mg: Danach hatte ich allerdings wieder eine Panikattacke und ansteigende Ängste in sozialen Situationen.
2. Oktober 2018 (s.o) von 15 auf 10 mg Escitalopram runter und im März 2019 auf 5mg.
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Ululu »

Hallo Mark,
Maccaroni hat geschrieben: 25.11.2018 19:53 vielen Dank für deine Mühe! Das .pdf mit allen Infos habe ich mir schon durchgelesen
Das ist ja vorbildlich. :D

Du musst jetzt wohl vorläufig für dich entscheiden, wie du vorgehst, ob du noch abwarten oder die Dosis leicht erhöhst.
Ich würde aber auf keinen Fall auf die kompletten 15 mg zurück gehen, wenn du wieder Aufdosieren möchtest.

Lies dich in Ruhe ein und stelle deine Fragen dann hier in deinem Thread.
:)

LG Ute
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hallo zusammen,

mit meiner Therapeutin habe ich vor 4 Wochen entschieden, dass wir meine Dosis Escitalopram weiter von 10mg auf 5mg runtersetzen. Ich hatte anfangs auch gar keine Symptome, aber mittlerweile haut es mich ziemlich um, ich habe starke Schlafprobleme, bin so müde, dass ich fast schon wacklig auf den Beinen bin und ich bin vor allem sehr zittrig. Das Zittern verstärkt meine Ängste in sozialen Situationen. Dass ich seit knapp einer Woche immer sehr müde bin tut meinen Ängsten auch nicht gut. Ich denke, es handelt sich um starke Absetzerscheinungen.

Ute hat mir ja schon empfohlen langsamer abzudosieren. Daran hätte ich mich halten sollen :)....Meine private Heilpraktikeirn meinte, dosier ruhig schneller ab. Sie hat selbst schon eine schwere Depression gehabt und Antidepressiva ausgeschlichen.

Ich würde einfach nur gerne eure Meinung hören. Die Müdigkeit in Folge der Schlafprobleme oder des AD-Entzugs und das Zittern machen mir hauptsächlich zu schaffen.

Liebe Grüße
Mark
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von padma »

hallo Mark, :)

das war eine Reduktion um 50 %, das war viel zu viel :shock: . Es gibt robuste Naturen, die das verkraften, andere hingegen bekommen heftige Entzugssymptome.

Da die Reduktion jetzt bereits 4 Wochen her ist, würde ich nur leicht aufdosieren. Ich würde es zunächst mit 5,5 mg versuchen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Jamie »

Hallo Mark, :)

man sollte nicht von sich auf andere schließen; schade, dass das nicht beherzigt wurde.
Bei deiner Heilpraktikerin mag es geglückt sein größere Mengen wegzulassen, aber das klappt durchaus nicht bei jedem und kann auch richtig in die Hose gehen.
Wir raten nicht umsonst basierend auf einem langjährigen Erfahrungsschatz zu vorsichtigem Vorgehen.

Du hast eine 50%-Reduktion hingelegt und jetzt ist dein ZNS mehr als überlastet.
Das wird eine Weile andauern, bis der Körper das verdaut hat.

Müdigkeit, Erschöpfung, Zittrigkeit und Schlaflosigkeit sind typische Absetzprobleme und gerade die Schlaflosigkeit ist problematisch, da sie sich verselbständigen kann.
Nach 4 Wochen könntest du darüber nachdenken, vielleicht um 0,5mg aufzudosieren und zu schauen, ob das etwas bringt. Ggf. kann man danach noch mal um 0,5mg aufdosieren, aber das ist jetzt noch zu früh, dies zu beurteilen.

Viele Grüße
Jamie

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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank, dass ihr mir schreibt und euch auch immer wieder den Fällen annehmt, die gegen eure Ratschläge viel zu schnell abdosieren. Mir geht's seit 3 Tagen so schlecht wie in der schlimmsten Phase meiner Angst- und Panikattacken am Anfang, vor ca. 15 Monaten.
Seit 4 Wochen bin ich ja von 10 mg auf 5 mg runter und diesen Montag haben die ersten Symptome wieder angefangen, aber im Verlauf der Woche wurde es nochmal richtig schlimm mit folgenden Symptomen:
1. Ich bin am Morgen schon völlig neben der Spur, vergesslich, fahrig.
2. Ich zittere in den Händen und Beinen
3. Beim Essen mit Kollegen hatte ich heute wieder richtige Angst- und Panikzustände. Ich habe mir sogar eine halbe 1.5mg Alprazolam eingeworfen, die nichts gebracht hat. Ich konnte nicht mal ein Stück Pizza ohne Angst halten. Genauso wenig wie ich meinen Kaffee mit einer Hand halten konnte.

Ich würde gerne wieder aufdosieren, um schneller stabil zu werden. Was empfehlt ihr mir? Wieder hoch auf 10mg oder erstmal 7.5mg und nach einer Besserung wieder absetzen überlegen.
Also im jetzigen Zustand bringt keine Form von Therapie was. Ich habe klare Entzugserscheinungen.

Liebe Grüße
Mark
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Jamie »

Hallo Mark, :)

maximal in 1mg Schritten hoch.
Es ist genau so ein Fehler zu schnell aufzudosieren wie zu schnell abzudosieren; wenn es dem ZNS einmal so richtig reicht, dann geht es bildlich gesprochen in den Streik und du wirst mit allem Probleme kriegen, egal ob wir jetzt von zu schnellem Abdosieren oder Aufdosieren sprechen.

Ich würde morgen auf 6mg gehen. Wenn du Effekte spürst und dich stabilisieren kannst, kannst du 7-10 Tage später noch mal versuchen um 1mg zu erhöhen. Vielleicht reicht das schon, ansonsten vorsichtig weiter rauf.

Alles Gute
Jamie
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hi Jamie,

lieben Dank für deine Nachrichten. Als Streik meines ZNS würde ich das diese Woche auch bezeichnen. Hoffentlich stabilisiert sich mein Zustand bald wieder. Ich habe ehrlich gesagt heute morgen wie ich gemerkt habe, wie schlecht es mir geht eine zweite 5mg Escitalopram genommen, also heute insgeasmt 10mg. Das war wahrscheinlich auch nicht so clever.
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Quietscheentchen »

Hallo Mark,

puh, das ist tatsächlich nicht gut. Besser wären da die von Jamie empfohlenen 6mg. Ich nehme an, ab morgen solltest du tatsächlich 6 nehmen.
Wie geht es dir jetzt nach den 10mg?

Ich selbst habe zu schnelles Aufdosieren böse zu spüren bekommen.

Liebe Grüße
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Maccaroni
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Es hört sich wirklich sehr blöd an, was ich gemacht habe, erst von 10mg auf 5mg zu schnell reduziert, dann gemerkt, dass es überhaupt nicht geht und 0.75mg Alprazolam in Kombination mit 5mg Escitalopram genommen. Ich habe es notgedrungen gemacht. Mir geht es im Moment zumindest nicht schlechter als mit den 5mg Escitalopram heute morgen. Ich bin halt etwas benommen von dem Alprazolam und noch nicht sicher, wie ich am besten wieder aufdosiere, ob 6mg oder 7.5mg. Vielleicht nehme ich besser weniger wie von Jamie vorgeschlagen.
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08/2018-10/2018: 15mg Escitalopram
10/2018: 10mg Escitalopram
02/2019: 5mg Escitalopram (im Moment starke Absetzerscheinungen)
01.03.2019 bis jetzt: 10mg Escitalopram
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1. Juni 2018 Escitalopram s.o von 10 auf 5mg: Danach hatte ich allerdings wieder eine Panikattacke und ansteigende Ängste in sozialen Situationen.
2. Oktober 2018 (s.o) von 15 auf 10 mg Escitalopram runter und im März 2019 auf 5mg.
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Ich habe gerade nochmal nach meinem anderen Beitrag geschaut:
viewtopic.php?f=35&t=16126&p=292379#p292379
Maccaroni hat geschrieben:Jedenfalls habe ich meine Dosis Mitte Oktober (also seit 5 Wochen und ein paar Tagen) von 15mg auf 10mg erniedrigt. Seitdem habe ich eine ganze Palette an Entzugserscheinungen wie:
1. Müdigkeit & Schlafprobleme
2. Ich fühle mich seit Wochen wie erkältet (oder Grippe)
3. Ich bin leichter reizbar durch blöde Kommentare
4. Meine Hände sind oft eiskalt und zittrig
5. Wenn ich mich schlafen lege, sehe ich erstmal Blitze (das ist eigentlich kein Problem für mich)
6. Ich habe fast keine Lust auf Sex
7. Im Winter ist meine Laune deutlich schlechter als im Sommer
Damals kann ich mich erinnern war es nicht so schlimm wie jetzt, aber die Probleme sind nach 5 Wochen aufgetreten. Am 28.01 habe ich von 10mg auf 5mg reduziert, das ist jetzt 4.5 Wochen her. Scheint so als kommen die Symptome bei mir sehr verzögert.
Ausgangssymptome: Hauptsächlich Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen 01/2018, aber auch andere sozialen Ängste, Traurigkeit und Konzentrationsprobleme.
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2. Oktober 2018 (s.o) von 15 auf 10 mg Escitalopram runter und im März 2019 auf 5mg.
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von padma »

hallo Maccaroni, :)

wenn die Symptome bei dir so zeitverzögert kommen, würde ich dir emfehlen zukünftig mindestens 6 Wochen zwischen den Reduktionen zu lassen.
Vielleicht nehme ich besser weniger wie von Jamie vorgeschlagen.
Ich schliesse mich dem Vorschlag von Jamie an :) . Ich würde auch auf 6 mg gehen. Da du jetzt ein oder zwei Tage auf 10 mg warst, kann es ein paar Tage etwas "holprig" werden, aber noch müsste es gehen, auf 6 mg zurück gehen

liebe Grüsse,
padma
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Was finde ich wo im Forum
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hallo zusammen,

ich bin jetzt genau seit 12 Tagen wieder von 5mg auf 10mg Escitalopram hoch. Ich bin leider immernoch ständig müde, mir ist schwindelig und ich habe Konzentrationsschwierigkeiten, was wahrscheinlich alles irgendwie zusammenhängt. Das Autofahren fällt mir auch nicht gerade leicht auf längere Strecken, weil ich Orientierungsschwierigkeiten habe.

Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob meine Symptome überwiegend Absetzerscheinungen waren oder auch durch meine veränderte Lebenssituation bedingt sind. Vor drei Wochen ging meine letzte Arbeitswoche los und meine Symptome haben sich im Verlauf der Woche rapide verschlechtert, sodass ich für die letzten Tage sogar eine niedrige Dosis (0.125mg) Alprazolam genommen habe, um Panikattacken zu vermeiden.

Was denkt ihr?
Liebe Grüße
Maccaroni
Ausgangssymptome: Hauptsächlich Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen 01/2018, aber auch andere sozialen Ängste, Traurigkeit und Konzentrationsprobleme.
Diagnose: soziale Phobien, leichte depressive Episode

Medikation:
12/2017-01/2018: 7.5mg Mirtazapin vom Hausarzt (überhaupt nicht vertragen), bald wieder sofort abgesetzt.
01/2018-05/2018: 10mg Escitalopram
05/2018-08/2018: 5mg Escitalopram
08/2018-10/2018: 15mg Escitalopram
10/2018: 10mg Escitalopram
02/2019: 5mg Escitalopram (im Moment starke Absetzerscheinungen)
01.03.2019 bis jetzt: 10mg Escitalopram
In sozialen Ausnahmesituationen wie Vorträgen: 0.125-0.25mg Alprazolam

Frühere Absetzversuche:
1. Juni 2018 Escitalopram s.o von 10 auf 5mg: Danach hatte ich allerdings wieder eine Panikattacke und ansteigende Ängste in sozialen Situationen.
2. Oktober 2018 (s.o) von 15 auf 10 mg Escitalopram runter und im März 2019 auf 5mg.
Melina 17
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Melina 17 »

Hi Mark,

Gruß von einer ebenfalls "Citalopramerin". ich fürchte, ich muß ein wenig mit dir schimpfen, weil du dich so gar nicht an die Empfehlungen hier hälst. Ich kann dir als selbst Betroffene nur dringend empfehlen, das hier ernst zu nehem, die Leute hier wissen, von was sie schreiben!

Und du springst da locker zwischen mehreren mg hin und her...ob du es glaubst oder nicht, das streßt dein ZNS sehr und du machst damit den Entzug nur immer komplizierter!

Ich kann gut verstehen, daß du da wieder hoch bist, bei eiem hohen Leidensdruck ist Stabilisierung auch das wichtigste, und du bist da noch in einem Bereich, der nicht ganz so kritisch ist. Je weiter es runtergeht, umso schwieriger, ab 5 mg wird es extrem heikel, das sag ich dir jetzt schonmal.

Also ich hoffe, du stabilisierst dich jetzt erst mal und bringst auch die Geduld auf, jetzt erstmal einfach abzuwarten und gehst dann in den empfohlenen 10% Schritten runter.

Und halt bitte deine Signatur aktuell, schreib auch alles andere, was du nimmst rein, das macht es den Leuten hier einfacher, danke!

Ich wünsch dir erst mal was, halt die Ohren steif! :)

Liebe Grüße

Melina
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Maccaroni
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hi Melina,

vielen Dank für deine Nachricht. Beim nächsten Versuch lass ich mir Tropfen verschreiben oder halte mich an die Wasserlösmethode. Das kann ich sicher sagen. Jetzt weiß ich, dass die Symptome bei mir verzögert und ziemlich heftig auftreten.

Ich werde wohl einfach abwarten müssen, wie du gesagt hast. Am Freitag habe ich den nächsten Termin bei meinem neuen Psychiater (mein bisheriger hat die Praxis gewechselt). Ich bin gespannt, was er zu dem Thema sagt.

Im Moment fühle ich aber eine bleierne Müdigkeit, die ich noch nicht kannte. Ich mache jeden Tag Ausdauersport in Maßen (Radeln oder Laufen) dagegen, aber es nützt nicht viel. Bisher hatte ich mehr Probleme mit meinen Ängsten, aber im Moment fühle ich mich eher depressiv bzw. erschöpft.

Liebe Grüße
Mark
Ausgangssymptome: Hauptsächlich Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen 01/2018, aber auch andere sozialen Ängste, Traurigkeit und Konzentrationsprobleme.
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10/2018: 10mg Escitalopram
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01.03.2019 bis jetzt: 10mg Escitalopram
In sozialen Ausnahmesituationen wie Vorträgen: 0.125-0.25mg Alprazolam

Frühere Absetzversuche:
1. Juni 2018 Escitalopram s.o von 10 auf 5mg: Danach hatte ich allerdings wieder eine Panikattacke und ansteigende Ängste in sozialen Situationen.
2. Oktober 2018 (s.o) von 15 auf 10 mg Escitalopram runter und im März 2019 auf 5mg.
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Ululu »

Hallo Mark,

Du hast durch die großen Dosissprünge in letzter Zeit viel Unruhe in dein Zentrales Nervensystem gebracht.
Es ist kein Wunder, dass dein Körper jetzt mit Erschöpfung reagiert.
Höre auf das Gefühl und gönne dir viel Ruhe. Wenn dir Sport gut tut, ist das okay, übertreibe aber bitte nicht dabei. Das kann auch viel Kraft kosten.

Hast du auch andere Strategien gegen deine Angst erlernt ? Benzos können ja nicht die Lösung sein.
Angst ist in den meisten Fällen therapeutisch sehr gut zu behandeln.

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Re: Maccaroni: Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Maccaroni »

Hi Ute,

vielen Dank für deine Nachricht! Das hilft mir im Moment sehr viel. Gegen meine Ängste bin ich im Moment bei einer privaten Heilpraktiker, die viel mit Hypnose und dem Verhältnis zu meinen Eltern arbeitet. Allerdings habe ich immer mehr das Gefühl, dass ich eine kognitive Verhaltenstherapie machen sollte und an meinen Denkmustern weiter arbeiten muss. Morgen habe ich ja ein Gespräch mit meinem Psychiater. Ich werde an der Dosis am besten im Moment gar nichts ändern. Die krasse Müdigkeit und Abwesenheit pendelt sich hoffentlich wieder ein, aber ihr meintet ja schon, dass die Erschöpfung durch die Dosissprünge kommen kann.

Liebe Grüße
Mark
Ausgangssymptome: Hauptsächlich Panikattacken beim Mittagessen mit Kollegen 01/2018, aber auch andere sozialen Ängste, Traurigkeit und Konzentrationsprobleme.
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05/2018-08/2018: 5mg Escitalopram
08/2018-10/2018: 15mg Escitalopram
10/2018: 10mg Escitalopram
02/2019: 5mg Escitalopram (im Moment starke Absetzerscheinungen)
01.03.2019 bis jetzt: 10mg Escitalopram
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1. Juni 2018 Escitalopram s.o von 10 auf 5mg: Danach hatte ich allerdings wieder eine Panikattacke und ansteigende Ängste in sozialen Situationen.
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