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Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

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Towanda
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Towanda » Sonntag, 10.03.19, 15:58

Elisabethanna hat geschrieben:
Sonntag, 10.03.19, 15:43

Da ich vor diesem schlimmen Absetzversuch auch schon mal mehr als eine Viertel von 15 mg Mirtazapin (immer vorm schlafengehen) genommen habe, im Notfall bis zu 7,5 mg, wenn ich auf Reisen war, - und dann wieder problemlos auf die 3,75 gehen konnte, hätte ich nicht gedacht, dass dies NACH dem Absetzversuch anders sein könnte.
Das kann auch ein Grund sein, warum es jetzt nicht mehr funktioniert. Zu viele Veränderungen kumulieren sich, irgendwann ist es zu viel und Du hast Symptome. Bei vielen Menschen klappt der erste oder zweite Entzug problemlos und beim nächsten geht es nicht mehr.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, an welchem der vergangenen Tage ich insgesamt wie viel genommen habe durch das nächtliche Aufwachen. Insgesamt immer zwischen 3,75 und 6 mg, einmal auch 7,5 mg.
Ich habe gerade normal nachgelesen, Du dosierst ja einfach mit dem Küchenmesser. Jamie hat Dir ja schon geschrieben, daß es ganz wichtig ist, sehr sehr genau zu dosieren, entweder mittels Feinwaage oder mit der Wasserlösmethode. Deine Methode verursacht zusätzlich Schwankungen.
Auch beim Abkratzen der Umhüllung geht immer ein wenig Wirkstoff mit weg und es wird noch ungenauer als es sowieso schon ist.

Es ist jetzt sehr wichtig, eine konstante Dosis für mindestens 4-6 Wochen zu finden, die wirklich bei jeder Gabe gleich ist.

LG Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Sonntag, 10.03.19, 17:00

Liebe Towanda,

danke für deine Nachricht und dein Engagement!
Dann verzichte ich ab heute auf das Abkratzen der gelben Farbe und wende nur noch die Wasserlöse-Methode an, habe mir dafür extra eine entsprechende Waage besorgt, die in ml misst.
Und auch tatsächlich mal bei einer Dosierung bleiben, ich nehme mir deine Worte wirklich zu Herzen!
Ab heute Abend werden das 7,5 mg sein, ich traue mich einfach nicht, jetzt niedriger zu dosieren.
Ich hoffe so sehr, dass sich dann mein ZNS wieder freundlich verhält! Und ich schlafen kann und das auch noch ohne diese furchtbaren Alpträume.

Sei lieb gegrüßt und nochmals DANKE :hug:
Elisabethanna
Ausgangssymptome:
1999: PTSD. Ohne jegliche Medikamente durchgehalten
2009: Massive Schlafstörungen (Aufwachstörung)
Diagnose in schlafmedizinscher Praxis nach einem Gespräch:: Körperlich nicht näher begründbare Schlafstörung

Medikation:
Mirtazapin, Täglich 3,75 -7,5 mg vorm Schlafen gehen seit ca. 2009 oder 2010
Wirkung: Besseres Durchschlafen. Nebenwirkung: Müde und antriebslos am Vormittag, "matschig", niedriger Blutdruck. negative Auswirkung auf die Bildung der Schilddrüsenhormone

Zolpidem; nur für den Notfall gedacht, 5 mg (nehme ich nur in Ausnahmefällen zusätzlich) bei zu frühem Aufwachen oder Einschlafstörung auf Reisen, Nebenwirkungen: Macht mich reizbar und depressiv

Frühere Absetzversuche: Ca. zwei mal im Jahr, gescheitert wegen falscher Strategie (3,75 mg einfach weglassen)
Letzter Absetzversuch Ende Februar 2019 mit halbieren der 3,75 mg, nach einer Woche gescheitert wegen heftigster Absetz-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, krampfartige Schmerzen in Wellen durch den ganzen Körper, rasende Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, zittern, Angstzustände, von Tag zu Tag überreizteres Nervensystem, stark depressives Gefühl.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente:
Schilddrüsenunterfunktion, morgens Euthyrox 25, an den Wochenende zwei davon (50 mg)
Hormonersatztherapie wegen massiven Wechseljahrsbeschwerden: Östogengel und Progesteron Weichkapseln
Migräne, nach Bedarf MCP und Paracetamol oder Ibuprofen, zum Glück nicht so oft nötig

10.03.2019
Erfolgreiches Wiedereindosieren von Mirtazapin nach missglückten Absetzversuch gelingt erst mal nicht. Schlafe zwar ein, aber nicht mehr durch und habe Alpträume.
Dosierung abends vorm einschlafen 3,75-6 mg, einmal 7,5 mg, nach nächtlichem Aufwachen nochmals eine zweite Dosis, um wieder einzuschlafen, von 3,75 mg

Seit 11.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin vorm abends vorm schlafen, nach viel zu frühem Aufwachen nochmals 3,75 mg (Wasserlösemethode).

12.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin sowie Opti3 und hochdosiert Passionsblumen-Extrakt
Schlafe wieder gut und habe mich stabilisiert. :party2:
30.03.2019: 6 mg Mirtazapin
25.04.2019: 5,4 mg: Und ab dem dritten Tag WIEDER heftige Absetzsymptome, zu frühes Aufwachen, unerträgliche Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, nachts ständiges Wasserlassen, gereizt, grundlos am weinen... :frust:
28.03.2019: Wieder hochdosiert auf 5,7 mg
01.05.2019 Noch mal probiert, auf 5,4 runterzugehen, aber Schlafmangel und Nervenbündel sowie wieder weinen, muss wieder aufdosieren auf 5,7 ab heute... :sad-angel:

Towanda
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Towanda » Sonntag, 10.03.19, 17:44

Liebe Elisabethanna,

ich drücke Dir die Daumen, daß das gut geht, auch wenn ich den Schritt viel zu groß finde. Aber bitte mach keine unbedachten Schritte, wenn das nicht gleich in der ersten Nacht gelingt. Du hast Dein ZNS nun eine ganze Weile (unwissend) strapaziert, bitte gib ihm jetzt Zeit, sich wieder zu beruhigen. Im schlimmsten Fall lass Dich ein paar Tage krank schreiben.

Für die Wasserlösmethode kannst Du leicht warmes Wasser nehmen, dann löst sich die Tablette besser. Im Kühlschrank hält sich die Lösung auch 24 Stunden, dann brauchst Du nicht so viele Tabletten.

Ich setze ja auch Mirtazapin ab. Alpträume und auch eigenartige Träume kenne ich bei jedem Reduzierschritt, aber nach ein paar Nächten ist das meist vorbei.

LG Towanda
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Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Sonntag, 10.03.19, 19:59

Ob sich jemand vorstellen kann, was für eine Angst ich habe, dass mein Leben kaputt geht, wenn Mirtazapin jetzt nicht mehr funktioniert und ich dauerhaft diese Aufwachstörung behalte...
Ich habe Angst vor der Nacht, vor dem zu frühen Aufwachen und den grässlichen Alpträumen.

Bitte drückt mir die Daumen, dass ich mich wieder stabilisiere.
Ein liebes Danke
Elisabethanna
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krasiva
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von krasiva » Sonntag, 10.03.19, 21:02

Liebe Elisabethanna, :)

ich kann dich sehr gut verstehen, umarme dich und schicke paae trostende Verse:

Ich wünsche Dir
Flügel der Hoffnung,
die dich mit dem
Aufwind der Zuversicht
und der Wärme der Liebe
durch die schwierige Zeit tragen.

Mögen sie dich sanft
zur Landung bringen -
in einem lebenswerten
und liebenswerten
Leben "danach".

(Gerd Neubauer)

... Es lohnt sich. Fasse Mut, du bist nicht alleine. Du wirst es auch schaffen.

Alles Liebe und Gute,

krasiva :)
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 11.03.19, 8:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Autor / Quelle ergänzt
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Risperidon 0,49mg ab 26.10.2019

Lara_86
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Lara_86 » Sonntag, 10.03.19, 22:22

Hallo Elisabethanna,

ich war in der gleichen Situation wie du und wollte auch unbedingt 7,5mg nehmen- Hauptsache Schlaf. Meiner Signatur kannst du entnehmen, dass ich dann schnell auf 3,75mg runter bin. Bei mir hat das ausgereicht um mich zu stabilisieren und zu schlafen.
je höher du wieder eindosierst, desto länger wird der Absetzprozess.

Alles Gute für dich 🍀

LG
Lara
Off Topic
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Elisabethanna
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Registriert: Mittwoch, 27.02.19, 20:16

Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Montag, 11.03.19, 19:33

Liebe Towanda,
ja, du setzt es auch ab, es tut so gut zu wissen, dass es auch andere Menschen gibt, die wissen, wie das ist, schlaflos sein oder diese Alpträume...
Ist eine wertvolle Information für mich, dass bei Reduzierschritren zwar Alpträume kommen können, diese dann aber auch wieder nach ein paar Tagen ausbleiben.
Habe die Wasserlösemethode gestern angewendet, geht ganz leicht mit warmem Wasser und seitdem wird präzise dosiert und nix mehr abgekratzt!
Ich weiß, ihr findet alle, dass ich zu hoch wiedereindosiert habe, auch wird das Absetzen nun über einen längeren Zeitraum vonstatten gehen, aber meine Stabilität und ausreichend Schlaf geht mir zur Zeit einfach vor. Und letzte Nacht war es schon besser, immerhin kein Alptraum mehr!!
Danke, liebe Towanda und dir einen schönen gemütlichen Abend
Elisabethanna
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Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Montag, 11.03.19, 19:37

Liebe krasiva,
Danke für das wunderbare Gedicht und deine lieben Wünsche!
Tut einfach gut...
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Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Montag, 11.03.19, 19:41

Liebe Lara,
danke für deine Zeilen!
Wow, du hast es geschafft, auf 0,04 mg Mirtazapin zu kommen!!
Ja, davon bin ich weiter denn je entfernt, vielleicht kennst du die Angst, nicht mehr zu schlafen, so wie ich...
Stabilität geht mir jetzt über alles, schlafen, wieder ausgeruht sein und ausgeglichen!! Heute war es schon besser.
Bin so froh, dass es dieses Forum gibt!
Viele liebe Grüße und hab einen schönen Abend
Elisabethanna
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Unglaublich
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Unglaublich » Dienstag, 12.03.19, 19:48

Hallo Elisabethanna,

Die Alpträume hören auf.
Nach dem Kaltentzug, waren die Alpträume nach ein paar Wochen fast weg. Ich kann nur bis heute keine Krimi oder Thriller mehr anschauen, dann holen mich Alpträume wieder ein. Also irgendwie bin ich da dünnhäutiger geworden. Obwohl ich mir vor meiner Mirtazeit sowas ohne Probleme anschauen konnte.
Versuch dich zu stabilisieren mit "einer Dosis" und bleibe strikt dabei bis es dir gut geht. Und falls dir nach Weinen ist, tu das, lass die Tränen laufen, denn auch das erleichtert. Zur Not erzähl deinen Freuden, was von einer traurigen Erinnerung, die dir grade in den Sinn kam aber du nicht weiter drauf eingehen möchtest.
Auch du wirst es schaffen, das Mirta abzusetzen auch wenn es sehr langsam geht und dich die Zweifel einholen, ob das alles funktioniert.

Dieses Forum hier ist toll und ich wünschte ich hätte es früher gefunden, dann hätte ich heute wahrscheinlich keine Probleme mehr. So wie mein Mann. :)

Ich habe es mit der Anleitung der "Kügelchen Methode" von hier geschafft, meinen Mann von Cymbalta zu befreien und glaub mir, die letzten 11 Kügelchen (In einer Kapsel sind 504 Kügelchen) war der Hammer. Ihm gings so schlecht, das der Doc ihn wieder ins KH einweisen wollte, also 6 Kügelchen wieder eindosiert und dann noch mal ein halbes Jahr gebraucht, um auf "Null" zu kommen.

Du schaffst das :hug:
Lieben Gruß
Unglaublich


Seit 29.04.2017 auf 0


2007: 60mg Mirtazapin in Klinik angesetzt
2009: nach Rücksprache mit Arzt innerhalb 2 Mon abgesetzt auf
30mg- 15mg-0

Absetztprobleme die ich damals nicht, als solche erkannt habe :evil: :frust:
Kopfschmerzen, Übelkeit, Wattegefühl im Kopf und Beinen, Bauchkrämpfe, Blutdruckprobleme, wie beim Ansetzten von Mirta, Tic´s, Brainzaps, Ängste, Panik.

2012: Psychatrie wegen Depression. Dort wurde Venlafaxin angesetzt. Nach 6 Wochen sofort abgesetzt, wegen Blasenlähmung, Eingestellt auf 150 mg Sertralin morgen und 7,5 mg Mirtazapin abends, wegen Schlafstörung.
Diagnose: PTBS und Depression

Sertralin nach ca 4 Monaten ohne Rücksprache mit Doc eigenmächtig reduziert und und im Sommer 2015 abgesetzt.
Mirta mit 7,5 mg beibehalten, wegen Schlafstörung

29.4. 2017 Mirtazapin 7,5 mg schlagartig abgesetzt (kannte das Forum noch nicht) wegen QT Verlängerung.

die ersten 2-3 Woche nach Absetzen: Augenschwindel, Herzrasen, zu hoher Blutdruck, heftige Oberbauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Brainzaps, Tic´s, Sabbergefühl Mundwinkel.
Im Herbst 2017 kamen Angst und Panik Attacken hinzu.
Seit Dez 2017: Sehstörungen, mittlerweile 3. Brillenglas aber nur re Auge.Punktförmige Einblutung im re Auge, die im März noch vorhanden war(nächste Kontrolle Anfang Juni) ansonsten Augen oB.
Juni 18: Einblutung im Auge ist weg.
Lidzucken beide Augen, Oberbauchschmerzen, Sabbergefühl, Ohrenschmerzen, Muskelkrämpfe und Kieferbeißen ist bis heute noch vorhanden. Zwar nicht mehr tagtäglich aber kommt immer wieder durch.
Rauschen in den Ohren. Rechtes Ohr besonders. Fühlt sich an, wie Wasser im Ohr nach dem Duschen, was dann so vor sich hin gluckkert, weil man es nicht raus kriegt aber Ohren sind okay, kein Wasser drin. Dieses Geräusch macht mich kirre.
Muskelkrämpfe an den unmöglichsten Stellen, der Rücken und Nacken total verspannt.
März 2018: Schmerzen im ISG Gelenk, trotz regelmäßiger Übungen vom Osteopathen.
Seit April 2018: keine Angst und Panikattacken mehr, jedenfalls zur Zeit.
Seit Ende Dezember schlafe ich recht gut ein. Kein Stundenlanges Wachliegen mehr. Meistens schlafe ich 4 bis 5 Std. Machmal sogar 7 bis 8Std.

Nehme Abends 2 Tabl. Baldrian.

Seit Feb 2016 morgens und abends je 1000i.E. Vitamin D. Eine höhere Dosierung vertrage ich nicht und mittlerweile ist mein D3 Spiegel von 17,3 auf 25,7 gestiegen. Was aber laut Doc immer noch zu niedrig ist.
Falls mir noch was einfällt ergänze ich es noch.

Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Mittwoch, 13.03.19, 6:51

Hallo ihr Lieben,

nun noch zwei konkrete Frage, vielleicht kann sie mir jemand beantworten:
Gibt es eine Chance, dass das Mirtazapin nach dem missglückten Absetzversuch doch noch nach einiger Zeit wieder den Schlaf betreffend wirkt? Auch nach der Wiedereindosierung mit gleichbleibender Dosis per Wasserlösemethode schlafe ich viel zu wenig.

Dadurch bin ich psychisch und körperlich so am Ende, dass ich heute in die neurologisch-psychiatrische Arztpraxis gehen will, aus der ich Mirtazapin bekam. Falls ich es überhaupt schaffe, aus dem Haus zu gehen.
Ich will um ein anderes Medikament bitten. Kommt mir vor wie eine unglaubliche Niederlage. Aber: Ich kann einfach nicht mehr. Ohne Schlaf geht mein ganzes Leben kaputt. Fühle mich wie ein Wrack.
Gibt es ein Medikament, von dem ihr mir erfahrungsgemäß abraten oder zuraten würdet??
Ja, ich hätte nie gedacht, dass SO ETWAS bei meinem Absetzversuch herauskommt, dass ich in solche Zustände gerate und dann erst Recht und um ein Vielfaches zu Produkten der Pharma-Industrie greifen muss, dass es im Grunde jetzt nur noch ums Überleben geht.

Wünsche jedem, der oder die dies liest, einen schönen Tag trotz Sturm und Regen, seid lieb gegrüßt
Elisabethanna
Ausgangssymptome:
1999: PTSD. Ohne jegliche Medikamente durchgehalten
2009: Massive Schlafstörungen (Aufwachstörung)
Diagnose in schlafmedizinscher Praxis nach einem Gespräch:: Körperlich nicht näher begründbare Schlafstörung

Medikation:
Mirtazapin, Täglich 3,75 -7,5 mg vorm Schlafen gehen seit ca. 2009 oder 2010
Wirkung: Besseres Durchschlafen. Nebenwirkung: Müde und antriebslos am Vormittag, "matschig", niedriger Blutdruck. negative Auswirkung auf die Bildung der Schilddrüsenhormone

Zolpidem; nur für den Notfall gedacht, 5 mg (nehme ich nur in Ausnahmefällen zusätzlich) bei zu frühem Aufwachen oder Einschlafstörung auf Reisen, Nebenwirkungen: Macht mich reizbar und depressiv

Frühere Absetzversuche: Ca. zwei mal im Jahr, gescheitert wegen falscher Strategie (3,75 mg einfach weglassen)
Letzter Absetzversuch Ende Februar 2019 mit halbieren der 3,75 mg, nach einer Woche gescheitert wegen heftigster Absetz-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, krampfartige Schmerzen in Wellen durch den ganzen Körper, rasende Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, zittern, Angstzustände, von Tag zu Tag überreizteres Nervensystem, stark depressives Gefühl.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente:
Schilddrüsenunterfunktion, morgens Euthyrox 25, an den Wochenende zwei davon (50 mg)
Hormonersatztherapie wegen massiven Wechseljahrsbeschwerden: Östogengel und Progesteron Weichkapseln
Migräne, nach Bedarf MCP und Paracetamol oder Ibuprofen, zum Glück nicht so oft nötig

10.03.2019
Erfolgreiches Wiedereindosieren von Mirtazapin nach missglückten Absetzversuch gelingt erst mal nicht. Schlafe zwar ein, aber nicht mehr durch und habe Alpträume.
Dosierung abends vorm einschlafen 3,75-6 mg, einmal 7,5 mg, nach nächtlichem Aufwachen nochmals eine zweite Dosis, um wieder einzuschlafen, von 3,75 mg

Seit 11.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin vorm abends vorm schlafen, nach viel zu frühem Aufwachen nochmals 3,75 mg (Wasserlösemethode).

12.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin sowie Opti3 und hochdosiert Passionsblumen-Extrakt
Schlafe wieder gut und habe mich stabilisiert. :party2:
30.03.2019: 6 mg Mirtazapin
25.04.2019: 5,4 mg: Und ab dem dritten Tag WIEDER heftige Absetzsymptome, zu frühes Aufwachen, unerträgliche Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, nachts ständiges Wasserlassen, gereizt, grundlos am weinen... :frust:
28.03.2019: Wieder hochdosiert auf 5,7 mg
01.05.2019 Noch mal probiert, auf 5,4 runterzugehen, aber Schlafmangel und Nervenbündel sowie wieder weinen, muss wieder aufdosieren auf 5,7 ab heute... :sad-angel:

Towanda
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 13.03.19, 7:53

Liebe Elisabethanna,

Du hast Ende Februar ziemlich abrupt die Dosis halbiert, dann hattest Du ein paar Tage sehr wechselhafte Dosierungen und erst seit 3 Tagen hast Du eine gleichbleibende Dosis. Das ist alles noch ziemlich frisch, ein wenig mehr Zeit solltest Du dem gereizten Nervensystem schon geben, das vergeht nicht von heute auf morgen. Ich kann mir vorstellen, daß Dir das ganze schon ewig vorkommt, aber so ist es nicht.

Probieren könntest Du Baldrian oder auch Calmvalera für mehr Schlaf. Und einfach Ruhe geben, eine Woche krankschreiben lassen und vor allem auf Schlafhygiene achten. Du brauchst jetzt kein neues Medikament, sondern einfach null Stress und Ruhe.
Wir haben hier einen Thread, der sich mit dem Problem Schlaflosigkeit beschäftigt: viewtopic.php?f=57&t=9278&p=92830&hilit ... eme#p92830

Dein Körper hat Entzugserscheinungen vom Mirtazapin, die kannst Du mit einem anderen Medikament nicht deckeln. Ein Alkoholiker will auch nur Alkohol und keine anderen Drogen - damit kann man das in etwa vergleichen.
Im schlechtesten Fall bekommst Du Benzos oder Z-Drugs, da hast Du sehr schnell auch noch eine richtige Abhängigkeit am Hals und der Entzug ist richtig schlimm.

LG Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Dienstag, 19.03.19, 21:03

Hallo Towanda,

nun möchte ich dir unbedingt noch danken für deine letzte Nachricht!

Natürlich hattest du vollkommen Recht!!

Seit acht Tagen schlafe ich durch. Urlaub nehmen konnte ich nicht, aber ich arbeite nicht so übermäßig viel und freitags gar nicht. Und ja, ich habe gemerkt, dass ich ganz viel Ruhe brauche, gehe abends vor neun Uhr ins Bett, einfach ausruhen, lesen... Ich nehme vorm Schlafengehen zusätzlich zu meinem gelben Mirta-Wässerchen ein hochdosiertes Passionsblumen-Präparat sowie Opti3, eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 Fettsäuren. Baldrian vertrage ich einfach nicht! In den Morgenstunden wache ich viele Male auf und schlafe sehr unruhig, aber zum Glück schlafe ich dann wieder ein ohne zusätzliche Mittel.

Mein Immunsystem ist noch sehr anfällig, ansonsten habe ich keine Absetzsymptome mehr, der Darm scheint sich als letztes zu erholen, ist immer noch nicht ganz in Ordnung.

Wenn sechs Wochen vergangen sind, werde ich 10 Prozent weniger Mirtazapin nehmen, es geht so leicht mit der Wasserlösemethode.

Jedoch weiß ich jetzt, dass ich im unteren Bereich bei weniger als 3,75 mg sehr viel kleinere Schritte machen muss, der Entzug wird lange dauern nach der jahrelangen Einnahme, aber das macht mir nichts aus, denn ich habe ja keinerlei Nebenwirkungen von meiner kleinen Dosis Mirtazapin.

Ich bin dir so dankbar für deine klären und guten Empfehlungen, Towanda.

Liebe Grüße
Elisabethanna
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Wirkung: Besseres Durchschlafen. Nebenwirkung: Müde und antriebslos am Vormittag, "matschig", niedriger Blutdruck. negative Auswirkung auf die Bildung der Schilddrüsenhormone

Zolpidem; nur für den Notfall gedacht, 5 mg (nehme ich nur in Ausnahmefällen zusätzlich) bei zu frühem Aufwachen oder Einschlafstörung auf Reisen, Nebenwirkungen: Macht mich reizbar und depressiv

Frühere Absetzversuche: Ca. zwei mal im Jahr, gescheitert wegen falscher Strategie (3,75 mg einfach weglassen)
Letzter Absetzversuch Ende Februar 2019 mit halbieren der 3,75 mg, nach einer Woche gescheitert wegen heftigster Absetz-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, krampfartige Schmerzen in Wellen durch den ganzen Körper, rasende Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, zittern, Angstzustände, von Tag zu Tag überreizteres Nervensystem, stark depressives Gefühl.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente:
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10.03.2019
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Dosierung abends vorm einschlafen 3,75-6 mg, einmal 7,5 mg, nach nächtlichem Aufwachen nochmals eine zweite Dosis, um wieder einzuschlafen, von 3,75 mg

Seit 11.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin vorm abends vorm schlafen, nach viel zu frühem Aufwachen nochmals 3,75 mg (Wasserlösemethode).

12.03.2019:
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Schlafe wieder gut und habe mich stabilisiert. :party2:
30.03.2019: 6 mg Mirtazapin
25.04.2019: 5,4 mg: Und ab dem dritten Tag WIEDER heftige Absetzsymptome, zu frühes Aufwachen, unerträgliche Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, nachts ständiges Wasserlassen, gereizt, grundlos am weinen... :frust:
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krasiva
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von krasiva » Dienstag, 19.03.19, 21:29

Hallo Elisabethanna,

es freut mich sehr, dass es dir so gut geht! Ich lese Vieles durch, habe aber nicht immer Kraft um zu schreiben. Wenn es sein könnte wäre ich sehr interessiert, wie d. Mittel mit Passionsblume heisst.

Weiterhin alles alles Gute und herzliche Grüße,

krasiva
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Risperidon 0,49mg ab 26.10.2019

Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Mittwoch, 20.03.19, 4:37

Hallo Krasiva, es sind von der Firma Vitalplant Passionsblume 10:1
Die Kapselhüllen sind vegan. .
Liebe Grüße.
Elisabethanna
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Wirkung: Besseres Durchschlafen. Nebenwirkung: Müde und antriebslos am Vormittag, "matschig", niedriger Blutdruck. negative Auswirkung auf die Bildung der Schilddrüsenhormone

Zolpidem; nur für den Notfall gedacht, 5 mg (nehme ich nur in Ausnahmefällen zusätzlich) bei zu frühem Aufwachen oder Einschlafstörung auf Reisen, Nebenwirkungen: Macht mich reizbar und depressiv

Frühere Absetzversuche: Ca. zwei mal im Jahr, gescheitert wegen falscher Strategie (3,75 mg einfach weglassen)
Letzter Absetzversuch Ende Februar 2019 mit halbieren der 3,75 mg, nach einer Woche gescheitert wegen heftigster Absetz-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, krampfartige Schmerzen in Wellen durch den ganzen Körper, rasende Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, zittern, Angstzustände, von Tag zu Tag überreizteres Nervensystem, stark depressives Gefühl.

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krasiva
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von krasiva » Mittwoch, 20.03.19, 11:01

Hallo Elisabethanna,

noch mal alles alles Gute und ganz lieben Dank für d. sagen von Passionsbl.Mittel.

Herzliche Grüße,

krasiva
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Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Montag, 29.04.19, 5:44

Guten Morgen euch allen,

hier bin ich mal wieder... Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand melden mag: Heute ist der vierte Tag mit 10% weniger Mirtazapin als davor und ich frage mich, ab wann die Entzugserscheinungen zu stark sind, so dass ich wiedereindosieren muss.
Ich habe Kopfschmerzen, auch Ibu hilft nicht richtig, Magen Darm-Probleme und nachts wieder viel, viel Wasser lassen und sehr schlechter Schlaf. Ich habe hier irgendwo den Tipp gelesen, bei zu frühem Aufwachen ein wenig süßes zu nehmen ( Cortisol-Ausschüttung ab ca. 4 h morgens, > Gegenspieler Insulin) und gestern hat das ein erfolgreiches Wiedereinschlafen bewirkt. Heute einmal um kurz nach 3 h, jedoch war ich anderthalb Stunden später wieder wach...
Sollte ich noch ein paar Tage durchhalten oder wiedereindosieren??
Bin traurig und enttäuscht.
Ich danke euch im Voraus für eure Antworten!
Liebe Grüße von Elisabethanna
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Mirtazapin, Täglich 3,75 -7,5 mg vorm Schlafen gehen seit ca. 2009 oder 2010
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Zolpidem; nur für den Notfall gedacht, 5 mg (nehme ich nur in Ausnahmefällen zusätzlich) bei zu frühem Aufwachen oder Einschlafstörung auf Reisen, Nebenwirkungen: Macht mich reizbar und depressiv

Frühere Absetzversuche: Ca. zwei mal im Jahr, gescheitert wegen falscher Strategie (3,75 mg einfach weglassen)
Letzter Absetzversuch Ende Februar 2019 mit halbieren der 3,75 mg, nach einer Woche gescheitert wegen heftigster Absetz-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, krampfartige Schmerzen in Wellen durch den ganzen Körper, rasende Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, zittern, Angstzustände, von Tag zu Tag überreizteres Nervensystem, stark depressives Gefühl.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente:
Schilddrüsenunterfunktion, morgens Euthyrox 25, an den Wochenende zwei davon (50 mg)
Hormonersatztherapie wegen massiven Wechseljahrsbeschwerden: Östogengel und Progesteron Weichkapseln
Migräne, nach Bedarf MCP und Paracetamol oder Ibuprofen, zum Glück nicht so oft nötig

10.03.2019
Erfolgreiches Wiedereindosieren von Mirtazapin nach missglückten Absetzversuch gelingt erst mal nicht. Schlafe zwar ein, aber nicht mehr durch und habe Alpträume.
Dosierung abends vorm einschlafen 3,75-6 mg, einmal 7,5 mg, nach nächtlichem Aufwachen nochmals eine zweite Dosis, um wieder einzuschlafen, von 3,75 mg

Seit 11.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin vorm abends vorm schlafen, nach viel zu frühem Aufwachen nochmals 3,75 mg (Wasserlösemethode).

12.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin sowie Opti3 und hochdosiert Passionsblumen-Extrakt
Schlafe wieder gut und habe mich stabilisiert. :party2:
30.03.2019: 6 mg Mirtazapin
25.04.2019: 5,4 mg: Und ab dem dritten Tag WIEDER heftige Absetzsymptome, zu frühes Aufwachen, unerträgliche Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, nachts ständiges Wasserlassen, gereizt, grundlos am weinen... :frust:
28.03.2019: Wieder hochdosiert auf 5,7 mg
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Chris76
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Chris76 » Montag, 29.04.19, 6:59

Towanda1 hat geschrieben:
Sonntag, 10.03.19, 17:44
Liebe Elisabethanna,

Ich setze ja auch Mirtazapin ab. Alpträume und auch eigenartige Träume kenne ich bei jedem Reduzierschritt, aber nach ein paar Nächten ist das meist vorbei.

LG Towanda
Hallo zusammen,

ich bin auch gerade in der Stabi-Phase weil ich von 7,5mg Mirtazapin direkt auf null bin.
Es ging mir auch ca. 14 Tage richtig schlecht wobei ich mich jetzt wieder gefangen habe.
Mein Ziel ist es auch, nachdem mein ZNS sich beruhigt hat, das Medikament langsam auszuschleichen.

Das mit den Träumen kann ich nur bestätigen. Ich wache morgens auf und muss mich erst mal 5 min sammeln weil ich teilweise so ein Quatsch
geträumt habe. Das ist schon echt lustig bis teilweise bedenklich. :rotfl:

Mein Rat für dich Elisa: Halte dich an die Mitglieder hier die entsprechende Erfahrung haben. Alles andere ist leichtsinnig. Lass dir auch Zeit mit dem Reduzieren. Alle 4- 6 Wochen ca. 10% ist die Empfehlung. Halte deine jetzige Dosis doch mal 4 Wochen und schaue was noch passiert.

Gruß und allen ein gutes Gelingen gewünscht.
Meine Vorgeschichte
► Text zeigen
25.10.19 Mirtazapin 6,8mg

Mein Thread: viewtopic.php?f=35&t=11664#p145047

Elisabethanna
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Elisabethanna » Montag, 29.04.19, 8:26

Hallo Chris76,

natürlich kenne ich die Empfehlungen hier längst und in meiner ganz konkreten Frage von heute morgen ging es absolut nicht um Alpträume!
Und ich werde bestimmt nicht vier Wochen diese Zustände aushalten, in denen ich aktuell nach dem jetzigen Absetzschritt bin.
Insofern war deine Antwort auf meine Frage nicht wirklich hilfreich.
Ausgangssymptome:
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Mirtazapin, Täglich 3,75 -7,5 mg vorm Schlafen gehen seit ca. 2009 oder 2010
Wirkung: Besseres Durchschlafen. Nebenwirkung: Müde und antriebslos am Vormittag, "matschig", niedriger Blutdruck. negative Auswirkung auf die Bildung der Schilddrüsenhormone

Zolpidem; nur für den Notfall gedacht, 5 mg (nehme ich nur in Ausnahmefällen zusätzlich) bei zu frühem Aufwachen oder Einschlafstörung auf Reisen, Nebenwirkungen: Macht mich reizbar und depressiv

Frühere Absetzversuche: Ca. zwei mal im Jahr, gescheitert wegen falscher Strategie (3,75 mg einfach weglassen)
Letzter Absetzversuch Ende Februar 2019 mit halbieren der 3,75 mg, nach einer Woche gescheitert wegen heftigster Absetz-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündung, krampfartige Schmerzen in Wellen durch den ganzen Körper, rasende Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen, zittern, Angstzustände, von Tag zu Tag überreizteres Nervensystem, stark depressives Gefühl.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente:
Schilddrüsenunterfunktion, morgens Euthyrox 25, an den Wochenende zwei davon (50 mg)
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Migräne, nach Bedarf MCP und Paracetamol oder Ibuprofen, zum Glück nicht so oft nötig

10.03.2019
Erfolgreiches Wiedereindosieren von Mirtazapin nach missglückten Absetzversuch gelingt erst mal nicht. Schlafe zwar ein, aber nicht mehr durch und habe Alpträume.
Dosierung abends vorm einschlafen 3,75-6 mg, einmal 7,5 mg, nach nächtlichem Aufwachen nochmals eine zweite Dosis, um wieder einzuschlafen, von 3,75 mg

Seit 11.03.2019:
7,5 mg Mirtazapin vorm abends vorm schlafen, nach viel zu frühem Aufwachen nochmals 3,75 mg (Wasserlösemethode).

12.03.2019:
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30.03.2019: 6 mg Mirtazapin
25.04.2019: 5,4 mg: Und ab dem dritten Tag WIEDER heftige Absetzsymptome, zu frühes Aufwachen, unerträgliche Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, nachts ständiges Wasserlassen, gereizt, grundlos am weinen... :frust:
28.03.2019: Wieder hochdosiert auf 5,7 mg
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Re: Elisabethanna: Nach vielen, vielen Jahren Absetzversuch mit Mirtazapin

Beitrag von Jamie » Montag, 29.04.19, 8:48

Hallo elisabethhanna, :)

einen Betroffenen, der sich morgens vor 7h einige Minuten Zeit nimmt dir zu antworten, auch wenn es nicht genau auf deine Frage abzielt, sollte man nicht so abkanzeln.

Es besteht hier kein Betreuungsanspruch, und auch kein Anspruch, dass die Antwort immer 100% auf die Frage passt ;), aber vielleicht bist du auch einfach gestresst von deiner aktuellen physischen und psychischen Situation und das von mir soll auch keine Zurechtweisung, sondern nur ein Hinweis sein.

Mir scheint es, dass dieser 10% Schritt tatsächlich nicht gut weggesteckt wurde von dir.
Und dass du enttäuscht bist, kann ich gut verstehen. :hug:

Ich würde teil-aufdosieren, also um die Hälfte dessen, was du weggelassen hast, erhöhen und ich würde auch nicht mehr so lange warten.
chris gab dir als Feedback, dass es sich bei ihm nach 3 Wochen besserte, aber du klingst mir danach, dass das nicht infrage kommt und das sehe ich auch so.
Also dosiere einen Teil auf oder mach den ganzen Schritt rückgängig; durchhalten scheint mir nicht sinnvoll zu sein. Das macht nur Sinn, wenn man die Symptome für sich so einordnet, dass sie zwar doof sind, aber dich nicht zu stark belasten und diesen Eindruck habe ich nicht.

Ich hoffe, du fängst dich rasch.
Gute Besserung, lass von dir hören, wie du dich entschieden hast :group:
Jamie
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