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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Hasenhirn
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Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 21.03.19, 8:57

Ein hallo an alle Mitleidtragenden,

ich bin aufgrund einer sich erstmal hoffnungsvoll anhörenden Therapie in die jetzt missliche Lage geraten, das AD Venlafaxin wieder los werden zu wollen.

Mein Neurologe hat aufgrund länger andauernder unspezifischer Rücken-, bzw. Schulterschmerzen ein chronisches Schmerzsyndrom diagnostiziert, dem er mit einer sogenannten Botenstofftherapie entgegnen wollte.

Vorher hatte ich eine ca. 2 jährige Schmerzkarriere meist immer im Rücken, wobei der letzte „Schub“ von einer EBV-Erkrankung rührte, die dann aber nach 1 Jahr als erledigt betrachtet wurde (entsprechenden Blutwerte wie auch alle anderen inkl. Rheuma, etc. völlig in Ordnung, mein HA hält mich für einen der gesündesten Patienten seiner Praxis, ha, ha). Auch alle anderen Untersuchungen wie Hormone, Rheuma, etc. alle ohne Befund.

Jetzt zum eigentlichen Absetzproblem: Insgesamt nehme ich das Venlafaxin seit September 2018, also bis heute ca. 6 Monate. Angefangen mit 37,5 über 75 bis nach ca. einem Monat bis zur angeblich therapeutisch richtigen Dosis von 150 mg für die Botenstofftherapie.

Seit Februar hatte ich den Eindruck, dass das Medikament mir mehr schadet als nützt und ich habe begonnen zu reduzieren. Zunächst für ca. 10 Tage auf 75 mg, dann nach weiteren 10 Tagen auf 37,5 mg und seit jetzt 6 Tagen auf 0.

Was ich jetzt hier gelesen habe, kann das natürlich etwas schnell passiert sein, aber da ich bei den einzelnen Reduzierungsschritten ausser etwas Unruhe keinerlei Symptome hatte, bin ich mutig bzw. übermütig geworden.

Trotzdem halten sich die von mir auch erwarteten Symptome per heute in der Menge durchaus in Grenzen wie etwas Unruhe, Schlaflosigkeit, etwas Schwindel, gut auszuhaltende Kopfschmerzen, bzw. sporadische Übelkeit. Was mich am meisten belastet ist eine Beinschwäche verbunden mit Schmerzen von den Pobacken abwärts und nach oben ausstrahlend auch mit einem allgemeinen Schwächegefühl. Noch zu bemerken ist, dass der Hauptgrund, warum ich das Venla loswerden will, ein bei höherer Dosierung (150mg) kaum auszuhaltendes Restless Leg Syndrom mit Ausstrahlungen in den gesamten Muskelstrang der Beine ist. Dieses Schlagen der Beine unter der Bettdecke ist jetzt viel besser geworden, bzw. sogar ganz weg. Gefühlt sind die Nebenwirkungen, die man schon von Anfang an erwartet, wie eben Restless legs und Verstopfung erst aufgetreten, als ich keinerlei Opiate mehr in mir hatte (siehe unten). Solgange ich diese zusätzlich genommen habe (zuerst Targin und am Ende Palexia)
Dazu kommen noch unspezifische Rücken, bzw. Nacken- und Schulterschmerzen, ich weiss das sind genau die Entzugssymptome, die auftreten können.
Heute am 7. Tag nach 0 (19.03.2019) habe ich, auch animiert durch dieses Forum wieder eine 37,5 mg Tablette genommen, da ich doch den Eindruck hatte, es zu schnell angegangen zu sein und will wieder versuchen einzudosieren.

Viel Kraft zum hoffentlichen Durchhalten gibt mir dieses erst vor kurzen entdeckte Forum und vor allem der Tenor, dass alles was man da merkt Symptome der Heilung sind.

Was mich noch interessiert: Welche Art von Schmerzmitteln sind im Rahmen der Absetzsyndrome „erlaubt“ ja bestimmt keine Opiate. Diese habe ich nämlich vor 2 Monaten nach fast einjähriger Einnahme komplett entzogen. Theoretisch weiss ich natürlich auch, dass gegen Absetzsymptome und Missempfindungen in den Muskeln kaum etwas hilft aber man versucht halt immer was dagegen zu tun und die Tatsache, dass eigentlich die Zeit das einzige Schmerzmittel ist, welches hilft, muss man sich erst verinnerlichen. Da bin ich auch noch dabei genauso meine ich, als vorher sportlicher Mensch, Empfindungen in den Beinen und alle anderen Symptome irgendwie „bekämpfen“ zu müssen. Meist natürlich mit dem Ergebnis, dass ich mir da selbst zusätzliche Schmerzen zufüge.

Viel Glück an alle
Höre gerne was von Gleichgesinnten

Gruß Jürgen
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bis Oktober aufdosiert auf 150 mg Venlafaxin als Botenstofftherapie
dabei nach Absetzen von Opiaten NW Restless Legs und Beinschwäche
deshalb Februar 2019 Reduzierung auf 75 mg kaum NW
Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 21.03.19, 11:38

Hallo Jürgen,

willkommen im Forum :)

Dein Fall ist ja einigermaßen komplex.
Da wird man die Sache ein wenig auseinander dröseln müssen.

Ich habe das richtig verstanden, dass du ein chronisches Schmerzsyndrom unklarer Genese hast?
Oder wurde das durch etwas ausgelöst?

Dann kam noch eine Ebbstein-Barr-Virus-Infektion dazu?

Egal was die Ärzteschaft zu EBV sagt und dass die Blutwerte super seien und angeblich nichts mehr daher rühren kann: Ich lese sehr aufmerksam in Gesundheitsforen und habe Infos früher von Kunden aus der Apotheke und kenne geschilderte Verläufe: EBV ist ein Teufelsding.
Das Virus kann, auch wenn ausgeheilt und überstanden, noch für viele Jahre Probleme machen, wenn nicht sogar lebenslang.
Eine Freundin von mir ist als kerngesunde, sportliche Studentin daran erkrankt. Es hat sie so umgehauen, dass sie ein Krankheitssemster einlegen musste und noch heute, 6 Jahre später, hat sie immer wieder Schübe an extremem nächtlichen Schwitzen und Erschöpfung und Gliederschmerzen. Auch bei ihr sind die Laborwerte etc. alles bestens.
Ich bin mir sicher, dass das nach wie vor mit EBV zu tun hat und sie vermutet es auch selbst.

Okay, zurück zu dir.
Ich denke das Eindosieren war richtig. Hast du Tabletten oder Kapseln?
Mittelfristig (spätestens in ein paar Wochen) musst du bitte auf Retardkapseln umstellen, die mit vielen kleinen Kügelchen gefüllt sind. Sonst kannst du nicht ausschleichen.
Wann (Zeitpunkt) nimmst du das Venlafaxin?

Venlafaxin wirkt aktivierend. Je höher die Dosis, desto unruhig machender, wobei es Betroffene gibt (mich zB), die schon bei 37,5mg vor Unruhe aus dem Fenster springen wollen :(.
Dass du Restless Legs unter höheren Dosierungen hattest, ist kein bisschen verwunderlich.
Es ist eine typische und sehr unangenehme Nebenwirkung des Venlafaxins und wenn man so was entwickelt, ist das die sofortige Indikation dafür, mit der Dosis runter zu gehen.

Inwieweit dein Opiatkonsum das Problem noch verschärft hat, kann ich nicht ganz beurteilen.
Fakt ist, es ist ja stark zentral wirksam und wird die Wirkung des Venlafaxins unter Umständen in manchen Teilbereichen noch verstärkt haben.
Verstopfung ist eine typische Nebenwirkung der Opiate; dass sie jetzt weg ist, wo du die Opiate nicht mehr nimmst, ist ein Klassiker und sicher erleichternd für dich.

Du schreibst, du hast vor 2 Monaten auch die Opiate entzogen / weggelassen. Dieser vorhergehende Entzug ist nicht zu unterschätzen. Damit hat dein ZNS sicher auch noch zu tun.
Ich denke es war daher absolut richtig die 37,5mg wieder einzunehmen, ggf. muss man aber Feinjustierung bei der Dosis betreiben.

Das für´s Erste.

Wegen deiner Frage wegen der Schmerzmittel - das würde ich gerne dann noch mal mit deiner Mitwirkung und den Tipps der anderen besprechen. Fragst du nach synthetischen Schmerzmitteln wie zB NSAR? Bist du auf diese angewiesen oder kämen auch alternative Präparate infrage?
Inwieweit behelligen dich deine Symptome dieser chron. Schmerzerkrankung? Bist du überhaupt arbeitsfähig? Sind aktuell eher Schmerzen oder eher Missempfindungen (welche?) vorrangig?

Grüße
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Freitag, 22.03.19, 9:53

Hallo Jamie,

bin jetzt am vierten Tag des Wiedereindosierens und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich seit gesetern wieder ein Opioid verordnet von meinem Neurologen einnehme (Palexia 100 mg). Halte meine Schmerzen vor allem im unteren Rücken und den Beinen nicht aus. Kann aber auch nicht behaupten, dass das Opioid irgendwie positiv wirkt. Wahrscheinlich bringe ich damit alles noch mehr durcheinander???

Gruss Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.03.19, 10:41

Hallo Jürgen, :)

das ist keine Schande, wenn du das Opioid wieder nehmen musst.
Das müssen ja schlimme Schmerzen sein :(.

Ich hoffe, dass die Wirkung doch noch einsetzt.

Es ist wichtig zu wissen, dass Opioide manchmal ähnlich unberechenbar wirken wie Antidepressiva.
Das heißt wenn man sie schnell absetzt, mit der Dosis hin- und herspringt, Substanzen munter durchtauscht etc. kann sich das ZNS das im Hintergrund unbemerkt "abspeichern" und reagiert dann bei einer Wiedereinnahme nicht mehr so, wie es soll, weil es übersensibilisiert ist.
Das kann dann leider auch die Unwirksamkeit des Mittels bedeuten oder vermehrte Nebenwirkungen (NW) oder Unverträglichkeitsreaktionen.

Ich wünsche dir, dass das bei dir nicht der Fall ist. :fly:

Melde dich für weiteren Klärungsbedarf und wenn du Zeit hast, die vorgehenden Fragen zu beantworten.

Schönen Tag
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Freitag, 22.03.19, 13:55

Hallo,
hatte dir die Anworten schon durchgegeben schau doch bitte mal nach?
Gruss Jürgen
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Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.03.19, 14:39

Hallo Jürgen, :)

ich habe deinen Beitrag von 9:53 Uhr gelesen.
Gab es noch einen anderen?

Aber da steht nichts zu EBV, nichts zu deiner Schmerzerkrankung (meine Frage war, ob sie anlasslos auftrat oder Folge ist, zB eines Unfalls oder schief gegangener OP oder sonstwas), nichts zu deiner aktuellen Situation, ob du überhaupt arbeitsfähig bist etc.

Wie geht es dir denn an Tag 4 mit der Wiedereindosierung?

Schöne Grüße
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Samstag, 23.03.19, 8:39

Hallo Jamie,

versuchs nochmal zusammenzufassen:
vor ziemlich genau einem Jahr traten die Schulterschmerzen als Folge von EBV auf. Diese hat mein Neurologe dann als chronisches Schmerzsyndrom gedeutet worauf er die Botenstofftherapie anstiess.
Aktuell ist es so, dass ich nach dem kompletten Absetzen der Opiate ca. 14 Tage keinerlei Beschwerden mehr hatte. Dann begann eine nicht zu erklärende Schwäche vor allem in den Pobacken und den Beinen. Gefühlt war es so als ob jetzt erst die Nebenwirkungen von Venla zu Tage traten, die vorher von den Opiaten evtl. z.t. unterdrückt wurden (vor allem Restless Legs, Muskelzucken und Verstopfung, die ich seltsamerweise unter Opiaten nicht hatte.) In der Zeit war ich aber trotz Opiaten nie schmerzfrei, wenn überhaupt konnte ich eine Linderung feststellen.

Habe dann wie beschrieben reduziert und die NW waren tatsächlich weg. Leider sind dann natürlich mit dem kompletten Absetzen von 37,5 auf 0 zusätzliche Entzugssymptome aufgetreten, am meisten behindern mich wechselnde Muskelschmerzen und die allgemeine Schwäche im ganzen Körper vor allem in den Beinen. Die klassischen Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen haben sich da in Grenzen gehalten.

Ich denke, dass es zum Teil auch Missempfindungen sind, aber vorrangig empfinde ich doch alles eher als Schmerz

Bin zum Glück selbständig an eine geregelte Arbeit wäre nicht zu denken. Nach der Eindosierung ist bisher leider nichts besser geworden, einfach wechselnde Schmerzen am ganzen Körper, die auch durch das Opioid nicht viel besser werden. Will es deshalb natürlich wieder weglassen, aber spätestens nachts werde ich wieder schwach (vielleicht auch nur ein Placebo-Effekt). Seit gestern treten jetzt auch vermehrte Kopfschmerzen auf, die aber noch zu ertragen sind.
Venla nehme ich morgens in Kapselform, kann also später feindosieren.

Ich hatte vor dem EBV Befall seit Januar 2017 eine Rückenschmerzkarriere verschiedenster Art, die ich aber Anfang 2018 als erledigt betrachtet habe, da es mir sehr gut ging, habe das ganze Elend davor auch auf meinem Blog beschrieben unter https://www.juergenknecht.de/meine-leidenszeit

Ich hoffe, dass ich meine Situation einigermassen korrekt geschildert habe.

Gruss Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.03.19, 8:26

Hallo Hasenhirn, :)

danke für die Erklärungen, jetzt ist es mir klarer.
Bist du denn auch sehr erschöpft oder hält sich das in Grenzen?
Bettlägerig bist du aber nicht, oder?
Du berichtest von selbständiger Tätigkeit.
Ist bestimmt sehr anstrengend in so einem Zustand.

Ich denke es ist jetzt erst mal sinnvoll eine Weile auf den 37,5mg zu bleiben und zu hoffen, dass diese in ihrer Wirkung noch einsetzt und die Schmerzen etwas abflauen.
Der modulierende Effekt von Venlafaxin auf Schmerzen ist ja eigentlich nicht existent; es ist keine zugelassene Behandlung, sowas zu versuchen mit einem AD zu behandeln und der Begriff "Botenstofftherapie" ist gelinde gesagt irreführend, denn da wird nix größer therapiert.
Das ist einfach der verzweifelte Versuch, wenn Ärzte nicht weiterwissen, es mit AD zu versuchen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Sonntag, 24.03.19, 9:25

Hallo Jamie,
vielen Dank für die Antwort.
Leider tut sich seit der Eindosierung gar nichts positives, im Gegenteil ich habe den Eindruck, dass die Schmerzen schlimmer werden, obwohl ich mich jetzt durchgerungen habe, wieder Opiade zu nehmen.

Ich, bzw. meine Frau hat gestern gebastelt und schon einige niedrige Dosierungen der Kügelchen erstellt. Ich will unbedingt das Zeug los werden, weil ich wirklich den Eindruck habe, dass es mir mehr schadet als hilft. So wie es mir z.Zt. geht kann ich mir fast nicht vorstellen, dass es im Hinblick auf die Schmerzen schlimmer werden kann, wenn ich relativ schnell absetze.

Seltsamerweise habe ich ausser Schmerzen, Schwäche und Missempfindungen kaum weitere Symptome, wie z.B. Kopfschmerzen oder die berühmten Zaps. Und wie schon gesagt, dies ist erst aufgetreten, als ich vor ca. 5 Wochen ausser dem Venla keinerlei Medis schluckte.
Das selbständige Arbeiten ist Gott sei dank nicht das grosse Problem, da ich alles am Compu erledigen kann (Webdesign, Internetagentur) und ich auch finanziell ziemlich unabhängig bin.

Die Sache mit der Botenstofftherapie hat sich natürlich für mich damals schlüssig angehört. Man greift halt zu jedem Strohhalm. Musste mich heute morgen tatsächlich erst von meinem Krankenlager hocharbeiten, leider sind die Schmerzen aber auch im Liegen recht heftig. Muss dazu sagen, dass ich gestern gewagt habe, einige Dehn- und Stabilisierungsübungen für den Rücken zu machen, dort ist es jetzt natürlich besonders heftig.

Gruss Jürgen
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September 2018 37,5 mg Venlafaxin
bis Oktober aufdosiert auf 150 mg Venlafaxin als Botenstofftherapie
dabei nach Absetzen von Opiaten NW Restless Legs und Beinschwäche
deshalb Februar 2019 Reduzierung auf 75 mg kaum NW
Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Montag, 25.03.19, 10:39

Hallo,
habe mich jetzt entschlossen wieder ohne Opioide auszukommen, da diese seltsamerweise gar nichts nutzen. Nehme jetzt seit gestern 25 mg und will versuchen mich da zu stabilisieren, was bisher leider nicht funktioniert.

Habe jetzt noch zusätzlich starke Nackenschmerzen, ja leider auch ein Symptom sowie Rückenschmerzen gefühlt überall.
Etwas besser war es heute untenrum, konnte sogar ca. 15 Minuten spazieren gehen.

Mein grosses Problem ist, dass ich diese Schmerzen noch nicht akzeptieren kann, was ja auch bestimmt nicht leicht ist. Meine Frau ist mir Gott sei Dank noch eine grosse Hilfe, obwohl ich merke, dass ich sie doch sehr belaste mit meinem Gejammer.

Die Tatsache, dass die Zeit es richten wird, ist zwar ein Fakt, aber doch sehr schwer täglich zu verinnerlichen.

Gruss Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Montag, 25.03.19, 15:41

Hallo Jürgen, :)

wenn die Wiedereinnahme so gar nichts bringt, dann schleiche es in zwei Wochen einfach aus.
Bastele dir Kapseln mit geeigneten Dosierungen und lass die Dosis abflachen, bis du auf null bist.
Vorschlag: 32mg / 28mg / 24mg/ 20mg/ 16mg/ 12mg / 8mg/ 5mg/ 2mg/ 0

Wir haben ein wenig die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die vorrangig AD zur Schmerzmodulation bekommen, oftmals etwas häufiger von Symptomen wie Zaps verschont bleiben, wobei uns der "Wirkmechanismus" dahinter nicht klar ist.
Möglicherweise hat ein "depressives" Hirn andere Reaktionen als ein "Schmerzhirn".

Viele Grüße
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Dienstag, 26.03.19, 7:28

Hallo Jamie,

habe die letzten Tage jetzt reduziert auf 25 mg und dann 12,5 mg. Ich wills jetzt einfach durchziehen, vor 14 Tagen als ich schon mal von 37,5 auf null war für einige Tage ging es mir nicht schlechter als heute.
Auf Anraten eines zweiten Neurologen habe ich auch alle Opiate verbannt und versuche die Schmerzen mit Novalgin, Massagen und Psychotherapie sowie Akkupunktur in Grenzen zu halten.
Für meine Psyche ist es wichtig sagen zu können, dass ich keinerlei Opiate und AD nehme, damit kann ich manches besser akzeptieren, hoffe ich zumindest!

Lieben Dank für die Unterstützung, werde weiter berichten!
Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Mittwoch, 27.03.19, 9:45

Hallo Jamie,

nochmal ein kurzes Update: Bin jetzt wieder den zweiten Tag auf 0, da das Wiedereindosieren gar nichts gebracht hat, ausser dass wieder meine Restless Legs da waren, zwar nicht ganz so dramatisch wie unter höheren Dosen, aber immerhin.

War gestern dann mal bei der Massage, um die gröbsten Verspannungen, etc. loszuwerden. Da ich scheinbar im Entzug sehr sensibel auf Schmerzen reagiere, fliegt mir heute morgen fast das Blech weg (Nacken und Rücken). Hoffe, dass sich mein Schmerzempfinden bessert, merke z.Zt. wirklich jeden Pups.

Ansonsten habe ich leichte Kopfschmerzen, hält sich aber in Grenzen, und natürlich noch die allgemeine Schwäche.
Ich versuche mich immer wieder damit aufzubauen, dass ich keine AD und Opiate mehr im Körper habe, was natürlich keine Garantie ist, dass es hoffentlich zügig besser wird.

Auch bin ich dabei zu Papier zu bringen, was ich meinem Neurologen nach hoffentlich bald überstandenem Entzug so alles an den Kopf werfen will.

Gruss Jürgen
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Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von FineFinchen » Mittwoch, 27.03.19, 17:10

Hallo Jürgen,

ich habe auf Deiner Website gelesen, dass Du neben anderen Medikamente u.a. auch Lyrica genommen um im September 2018 abgesetzt hast - oder war das vorher? - Der Eintrag ist jedenfalls von September 2018.
Darf ich fragen, in welcher Dosis Du das genommen hast und wie Du das abgesetzt hast (Zeitdauer, Absetzschritte)?

Hast Du das Venla mit Lyrica parallel genommen, oder kam Venla erst nach dem Absetzen von Lyrica?
Hattest Du die zuckenden Beine, während, oder nachdem Du Lyrica abgesetzt hast?

Viele Grüße
Finchen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 28.03.19, 6:30

Hallo,
die Dosen von Lyrica waren sehr gering, da ich mich dann auch geweigert hatte, diese zu nehmen, da kein Nutzen bei den damaligen Problemen. Hatte vielleicht für 7 Tage damals eingeschlichen bis einmalig 75 mg für 3 Tage mehr nicht.

Zusammen habe ich beides nie genommen.

Gruss Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 28.03.19, 8:02

Hallo nochmal,

mal eine allgemeine Frage, welche Medikamente man eigentlich zur Bekämpfung der Symptome einsetzen darf. Wahrscheinlich natürlich am besten gar keine??
Da es bei mir z.Zt. fast ausschliesslich recht schlimme Rückenschmerzen und eine starke Schwäche vor allem die Hüfte abwärts (Beine) sind, habe ich schon mit Novalgin probiert, allerdings ohne grossen Erfolg die Schmerzreduzierung betreffend. Ein Opioid will ich natürlich auch nicht mehr meinem Körper zumuten.

Habe noch ein zentral wirkendes Muskelrelaxans bekommen (Myditin), angeblich mal wieder zur Dauermedikation geeignet, will da aber vorsichtig sein, da das ja bestimmt auch das ZNS belastet, oder???

Vielleicht weiss jemand etwas dazu, bin jetzt am dritten Tag nach 0 und bin immer noch dabei mich psychisch mit den Schmerzen "anzufreunden"

An Finchen: Die Restless Legs fingen bei mir seltsamerweise an, als ich die Opiate komplett entzogen hatte und das Venla alleine im Körper war, mit Lyrica damals gar nicht.

Viele Grüsse Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Juna » Donnerstag, 28.03.19, 8:24

Moin Jürgen,

ich empfinde 75mg Pregabalin so gar nicht als sehr geringe Dosis, wenn ich überlege, wie lange ich das Zeug schon ausschleiche noch weniger...

Da es nur 3 Tage waren, könnte es sein, dass es aber kaum Probleme beim weglassen gegeben hat.


Hmm, hast Du es schon mal mit nicht chemischen Sachen versucht?

Ich kann mir vorstellen, dass Dich die Schmerzen mürbe machen und belasten...

Muskelrelaxanzien wirken soweit ich weiß, auch immer zentral, ich nehme die nur beim absoluten Supergau und dann auch nur einmalig und wenn ich Glück habe, lindert es sogar.

Ich weiß nicht, ob Du nicht mit Gelassenheit und Akzeptanz erfolgreicher sein könntest, wenn Du den Fokus verschiebst und die Schmerzen nicht der Lebensmittelpunkt sind.

Mir hilft diese Art des Umgangs und der Akzeptanz in der Regel, damit ich nicht gefühlt komplett wahnsinnig werde und damit die Schmerzen nicht so im Mittelpunkt stehen, wie sie es gerne hätten.

Da wir hier medikamentenkritisch eingestellt sind, wird Dir vermutlich keiner eine Empfehlung für irgendetwas geben.

Alles Gute und viel Erfolg
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 28.03.19, 9:03

Hallo Juna,

da sprichst du ein grosses Wort gelassen aus und du hast natürlich recht, der Umgang und die Akzeptanz der Schmerzen sind z.Zt. noch mein grosses Problem, aber der Mensch wächst ja angeblich mit den Herausforderungen!!!

Lyrica habe ich nicht viell genommen, da es ja scheinbar Standard in Krankenhäusern ist, musste ich diese Dosis nehmen habs aber dann einfach nicht mehr genommen. War m.W. im August 2018 bei meinem letzten KH Aufenthalt.

Nehme jetzt auch Omaga3, Vitamin B12 und Magnesium

Herzliche Grüsse Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Juna » Donnerstag, 28.03.19, 9:14

Hey Jürgen,

Hasenhirn hat geschrieben:
Donnerstag, 28.03.19, 9:03
da sprichst du ein grosses Wort gelassen aus und du hast natürlich recht, der Umgang und die Akzeptanz der Schmerzen sind z.Zt. noch mein grosses Problem, aber der Mensch wächst ja angeblich mit den Herausforderungen!!!
Ich WEIß - ich lebe es, mir bleibt nichts anderes übrig, davon ab sehe ich es "einfach" nicht ein, mir mein Leben komplett von meinen Handicaps einschränken und bestimmen zu lassen 8-)

VG
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FineFinchen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von FineFinchen » Donnerstag, 28.03.19, 9:15

Hallo Jürgen,

danke, dass Du wegen dem Lyrica geantwortet hast. Ich hatte den Verdacht, dass da noch was wäre. Lyrica wird ja u.a. gegen Schmerzen verschrieben - das Absetzen davon ist, gelinde gesagt "unschön".

Du unternimmst ja viel, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Hast Du auch einen guten Osteopathen an Deiner Seite? Meiner Meinung nach, bewirken die Wunder.

Und ich mag Dich auch ermutigen, Dir einen Psychologen an Bord zu holen. Permanente Schmerzen und die damit verbundenen Einschränkungen im Alltag machen mürbe und fressen an der Seele. Wenn die Seele dann leidet, schmerzt der Körper. Damit frisst sich die Katze dann in den eigenen Schwanz.

Ich wünsche Dir einen Tag mit wenig Schmerzen.

Viele Grüße
Finchen
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