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Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Hasenhirn
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 13.06.19, 7:08

Hallo zusammen,

das ganze hat sich jetzt so entwickelt, dass ich reine Nervenschmerzen entlang der Beinnerven bis in die Füsse habe und ich kaum mehr stehen oder gehen kann.

Ich werde heute in die Orthopädie gehen, da sich doch alles komplett wie Ischias bzw. Bandscheibe annfühlt. Werde mich nochmal durchchecken lassen. Vielleicht ist ja alles ganz anders und es hat sich da zusätzlich etwas gebildet.

Es kann so einfach nicht weiter gehen, jeden Tag wird das ganze eine Nummer schlimmer und ist nicht mehr auszuhalten.

Gruss Jürgen
Wen es interessiert, der findet hier die Vorgeschichte: https://www.juergenknecht.de/meine-leidenszeit
September 2018 37,5 mg Venlafaxin
bis Oktober aufdosiert auf 150 mg Venlafaxin als Botenstofftherapie
dabei nach Absetzen von Opiaten NW Restless Legs und Beinschwäche
deshalb Februar 2019 Reduzierung auf 75 mg kaum NW
Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 13.06.19, 7:54

Guten Morgen, Jürgen :) ,
Hasenhirn hat geschrieben:
Donnerstag, 13.06.19, 7:08
Ich werde heute in die Orthopädie gehen, da sich doch alles komplett wie Ischias bzw. Bandscheibe annfühlt. Werde mich nochmal durchchecken lassen. Vielleicht ist ja alles ganz anders und es hat sich da zusätzlich etwas gebildet.
Wenn es dich beruhigt, dann mache das (ist nicht abwertend gemeint).
Paß' da bitte nur auf, wenn die Ärzte mit "könnte, müßte, vielleicht" agieren.
Sie kennen sich in der Mehrzahl nicht mit Absetzsymptomen aus bzw haben davon noch nie gehört. Weil sie ja eigentlich helfen wollen, können da Verdachtsdiagnosen ausgesprochen werden, die einen noch mehr verängstigen bzw eine Odyssee an weiteren Untersuchungen u/o Behandlungen nach sich ziehen.
Was dann u.U. die Symptomatik verstärken kann.

Mit reinen Nervenschmerzen kennen sich die Orthopäden auch nicht wirklich aus, gehört ja auch eher zur Neurologie - oft eben nur, wenn eine mechanische Reizung der entsprechenden Nerven durch Bandscheibenvorfall o.Ä. diagnostiziert werden kann.

Das sind alles eigene Erfahrungen. Ich schreibe es dir auch nur, damit du ggf nicht mit einer zu großen Erwartungshaltung zum Arzt gehst u weil sich unsere Symptome sehr gleichen.

Konnte mich gestern z.B. kaum bewegen, weil ich so einen Schmerz im Lendenwirbelbereich hatte, daß ich dachte, ich breche da durch - jede Bewegung war furchtbar. Das ging den ganzen Tag über so u abends war plötzlich alles weg.
Dafür heute wieder die Nervenschmerzen in den Beinen, wirklich auch bahnenweise über die ganze Länge bis in den großen Zeh.
Ich gehe bei mir davon aus, daß die Auslöser für das Ganze die Nichtbeachtung histaminarmer Ernährung sowie etwas privater Stress waren.

Aber wie oben geschrieben, laß' es abklären, gehe mit ein bißchen Achtsamkeit an evtl Diagnosen heran, je nach Darstellung. Wenn da nichts Greifbares bzw Eindeutiges herumkommt (was ich eigentlich vermute), dann kannst du wirklich davon ausgehen, daß es sich um Entzugssymptome vom Venlafaxin evtl kombiniert mit dem Palexia-Absetzsymptomen handelt.

Liebe Grüße von Anna
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Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Donnerstag, 13.06.19, 10:26

Hallo Anna,

natürlich werden sie Diagnosen stellen, die ja auch richtig wären, ist ja alles im Laufe der Jahre dokumentiert L5/S1 Problematik. Weiss natürlich auch, dass das nicht für alles verantwortlich sein kann.

Alleine die Art und Weiss, wie es mich da manchmal überfällt spricht ja absolut gegen einen orthopädischen Hintergrund.

Hab mich gestern abend ins Bett gelegt, relativ symptomfrei, schrecke auf einmal eine halbe Stunde später hoch und alles ist da: Schreckliche Schmerzen im Po und im unteren Rücken, Nervenschmerzen in den Beinen und Füssen. Einfach aus dem Nichts, als ob jemand einen Knopf gedrück hat.

Wenn ich es schaffe, wieder einzuschlafen, passiert das wenig später wieder genau so.

Fahr jetzt mal los, melde mich dann nochmal, wird ja wie du vermutest nichts grossartig Neues zu berichten geben.

Liebe Grüsse
Jürgen
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Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Freitag, 14.06.19, 6:48

Hallo Anna,

wie vermutet, keine gesicherte Diagnose aus orthopädischer Sicht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Nervenschmerzen in den Beinen und im Po morgens am schlimmsten sind, wenn ich eine relativ gute Nacht hatte und entsprechend lange geschlafen habe.

Als ob das Feuerwerk erst losgeht, wenn die Muskeln bzw. Nerven in den Beinen und im Rücken "wach" werden. Gefühlt dehnt sich das ganze fast über den ganzen Körper aus.

Es heisst doch, dass eine Regeneration im Schlafen erfolgt, das scheint in diesem Fall der Entzugssymptome nicht so zuzutreffen??

Will dann mal hoffen, dass alles im Laufe des Tages wieder etwas besser wird. Ich werde jetzt auch von weiteren orthopädischen Untersuchungen Abstand nehmen.

Liebe Grüsse und auch dir gute Besserung
Jürgen
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03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
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Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Annanas » Freitag, 14.06.19, 8:02

Guten Morgen, Jürgen :) ,
Hasenhirn hat geschrieben:
Freitag, 14.06.19, 6:48
wie vermutet, keine gesicherte Diagnose aus orthopädischer Sicht.
Im Grunde bin ich froh darüber, denn orthopädische Geschichten sind auch nicht ohne, die schleppt man oft sehr, sehr lange mit sich rum u das kannst du zusätzlich nicht auch noch gebrauchen.
Hasenhirn hat geschrieben:
Freitag, 14.06.19, 6:48
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Nervenschmerzen in den Beinen und im Po morgens am schlimmsten sind, wenn ich eine relativ gute Nacht hatte und entsprechend lange geschlafen habe.
Es ist frappierend, wie sich bei uns die Symptomatik ähnelt u das schreibe ich nicht zu deiner Beruhigung, sondern weil es wirklich an dem ist.
Ich habe gerade vorhin zu meinem Mann gesagt, es ist furchtbar, morgens in die Gänge zu kommen.
Steife Muskeln, staksiger Gang, Nervenschmerzen in den Beinen u Nacken-, Oberarm- u Rückenschmerzen.
Das hatte ich aber Monate vorher auch ganztägig, mittlerweile nur noch morgens u mal einen Tag oder ein paar Stunden zwischendurch - es hat sich schon gewaltig verbessert.
Hasenhirn hat geschrieben:
Freitag, 14.06.19, 6:48
Es heisst doch, dass eine Regeneration im Schlafen erfolgt, das scheint in diesem Fall der Entzugssymptome nicht so zuzutreffen??
Doch, ich denke gerade, daß das auch für die Entzugssymptome zutrifft. Eine Regeneration erfolgt dabei durch das Ausruhen des ZNS zB hinsichtlich reduzierter Übermittlung von Nervenimpulsen für Muskelbewegung. Ich hatte mal gelesen, daß viele Nervenzellverbindungen während des Schlafes inaktiviert werden, so daß wieder Platz für neue Informationen sowie für eine "Entgiftung"/Regeneration des Gehirns geschaffen wird.

Nun dauert aber gerade eine Nervenregeneration im Verhältnis zu z.B Knochenbrüchen, recht lange, dh es braucht viele solcher Ausruh- bzw Regenerationsphasen, ehe die volle Funktionsfähigkeit wieder erreicht ist.
Ein paar gute Nächte, reichen dafür leider nicht aus, sind aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Heilung.

Dazu kommt, daß morgens bei uns (durch das gereizte ZNS) oft der Cortisolspiegel schneller u/o höher ansteigt, als normal, bedingt durch das Absetzen.
Ich denke, daß das mit ein Grund ist, warum die Symptomatik gleich nach dem Aufwachen stärker ausfällt.
Ich habe da zudem das Problem, daß ich fast immer mit einer diffusen Angst aufwache, die aber sofort weg ist, wenn ich richtig bei Bewußtsein bzw wach bin.

Um den Cortisolspiegel herunterzufahren, kann es hilfreich sein, etwas Süßes zu essen, ein Stück Schoki o einen Keks. Das dadurch anflutende Insulin senkt den Cortisolspiegel.
Vllt hat auch das positiven Einfluß auf die Nervenschmerzen, aber das kann man nur probieren.

Zum allergrößten Teil kann bei Absetzsymptomen wirklich nur die Zeit heilen. Leider! :cry:

Es ist schwer - zu verinnerlichen, daß man aktiv kaum etwas tun kann, außer den gedanklichen Umgang mit dieser Symptomatik zu verändern.
Wie in dem verlinkten Text von Baylissa beschrieben.

Dieses Loslassen u Akzeptieren macht es wirklich leichter.
Es nimmt nicht die bestehende Symptomatik, aber es kommt nicht noch zusätzlicher Stress durch Katastrophengedanken obendrauf, der dann wirklich die Symptome verstärken kann bzw länger andauern läßt.

Alles nicht so einfach - aber wir werden da durchkommen!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Freitag, 14.06.19, 9:28

Hallo Anna,

vielen Dank für deine ausführlichen Gedanken und Erklärungen.

Dass man aktiv nichts tun kann, ist wirklich schwer hinzunehmen. Das Paradoxe ist ja, dass man in dem Fall durch Nichtstun, Akzeptieren und Loslassen am meisten erreicht.

Bisher war ich es eben gewohnt, z.B. auftretende Schmerzen aktiv z.B. mit Mobilisierungsübungen, etc. einzudämmen, was in diesen Fällen ja auch funktioniert hatte.

Das Akzeptieren und Loslassen ist besonders bei diesen stechenden Nervenschmerzen sehr schwer zu praktizieren, da diese so überallartig auftreten.
Dass dies die einzige Lösung weiss ich in der Theorie aber die Praxis.....

Gerade heute morgen ist alles wieder eine grosse Herausforderung aber es ist zur Zeit halt nicht anders.

Immer wieder danke für deine aufmunternden Worte. Irgendwie ist es tatsächlich "beruhigend", wenn man weiss, dass die eigenen Symptome tatsächlich auch andere haben oder hatten. Ich habe ja noch Glück, dass ich keine weiteren Symptome, wie Übelkeit, Schwindel, Darmprobleme, etc. habe. Das muss ich mir auch immer wieder vor Augen führen.

Auch muss ich versuchen die Relationen zu bewahren. Klar ist man sich selbst immer der nächste. Hatte gestern von einem guten Bekannten erfahren, dass er von heute auf morgen mit der Diagnose Krebs konfroniert wurde, er würde wahrscheinlich im Tausch meine Schmerzen mit Handkuss nehmen. Da muss man auch demütig bleiben.

Liebe Grüsse
Jürgen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Samstag, 15.06.19, 7:53

Hallo Anna,

wie Juna schon sagte: Schlimmer geht scheinbar immer!!

Hatte heute nacht schreckliche Nervenschmerzen in den Beinen, die am Ende den gesamten Körper betroffen haben. Ich konnte anfangs etwas schlafen und bin dann aufgeschreckt mit diesen unsagbaren Zuständen, meine gesamte linke Seite schien wie steif zu werden und schmerzte dabei fürchterlich. In den Beinen und Füssen zuckten und stachen die Nerven und auch die Leisten waren betroffen, einfach schrecklich.

Bekam dabei eine fürchterliche Panikattacke, da ich so etwas in diesem Ausmass nicht erlebt hatte. Ich hatte mich ja schon noch auf manches eingerichtet, aber was da losbrach....

Ich vermute fast, dass ich mit dem Palexia Entzug z.Zt. mehr Probleme habe als gedacht. Ich versuche jetzt schon seit 2 Tagen wieder einen stabilen Spiegel 50/50 mg aufzubauen, damit sich mein Körper daran gewöhnen kann. Die weitere Reduktion werde ich dann ganz langsam durchführen.

Ich muss mich da scheinbar noch auf einiges gefasst machen.

Grüsse und ein schönes WE
Jürgen
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Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Samstag, 15.06.19, 14:25

Hallo Jürgen, :)

ich möchte dir mein Mitgefühl für deinen Zustand ausdrücken.
Es ist über die Maßen gruselig zu lesen, was dein Körper dir alles zumutet und dass man nachts in helle Panik gerät, wenn man quasi nur noch ein einziger Schmerz ist, das verstehe ich gut.
Ich lese aktuell eher still mit, da ich emotional sehr mit dem Tod meines Vaters befasst bin, aber ich hoffe trotzdem bei jedem, wo ich reinschaue, dass es ihm / ihr besser gehen möge (das hoffe ich natürlich für alle!) :hug: .

PS. Schlimmer geht leider wirklich immer, kann ich bestätigen. :wacko:
Einzige Art des Umgangs, um nicht durchzuknallen: sich mit diesem Gedanken arrangieren und wenn es so weit ist wissen, dass auch dies wieder vorübergeht und irgendwann für jeden von uns Linderung wartet :hug:

Grüße
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Sonntag, 16.06.19, 7:20

Hallo Jamie,

erst mal mein herzliches Beileid, du machst ja zur Zeit auch alles Böse durch.

Ich bin jetzt über 3 Monate nach 0. Hätte es Aussicht auf Erfolg, nochmal einzudosieren???

Ich bin völlig verzweifelt, was da mit mir passiert.

Bin mal wieder am Überlegen, ob es nicht besser wäre mich in der Neurologie irgendwie einstellen zu lassen, dass alles wenigstens etwas besser wird.

Hab jetzt aus Verzweiflung Targin genommen in der Hoffnung auf wenigstens etwas Linderung.

Liebe Grüsse
Jürgen
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September 2018 37,5 mg Venlafaxin
bis Oktober aufdosiert auf 150 mg Venlafaxin als Botenstofftherapie
dabei nach Absetzen von Opiaten NW Restless Legs und Beinschwäche
deshalb Februar 2019 Reduzierung auf 75 mg kaum NW
Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Sonntag, 16.06.19, 19:56

Hallo Jürgen :)
Ich bin jetzt über 3 Monate nach 0. Hätte es Aussicht auf Erfolg, nochmal einzudosieren???
Ich weiß nicht :? .
Wäre halt extremes Trial and Error.
Generell schon eher problematisch und müsste dann sehr sehr gering angesetzt werden, aber wenn du das für deinen letzten Trumpf hältst, dann kann ich das auch verstehen.
Hab jetzt aus Verzweiflung Targin genommen in der Hoffnung auf wenigstens etwas Linderung.
Ich weiß ich hab es schon mehrfach geschrieben und du bist der Experte für deinen Körper und deine Schmerzen und nicht ich, aber Opiate helfen bei Nervenschmerzen wirklich oft nur leidlich, möglicherweise wäre ein stinknormales 100mg Diclofenac Zäpfchen mal einen Versuch wert?

Alles Gute
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Montag, 17.06.19, 11:26

Hallo Jamie,

ich war heute morgen schon auf dem Weg zur Notaufnahme der Neurologie, bis mich meine Frau nochmal gebremst hat.

Ich habe nochmal in mich hineingehört und muss ehrlicherweise sagen, dass die Nervenschmerzen durch den Entzug die eine Seite der Medaille sind, die andere ist eine von mir kaum mehr zu beherrschende Angst und Panik, wenn diese Schmerzen in der ekelhaften Form auftreten.

Bin deshalb heute zum Neurologen, da ich mir eingestehen muss, dass ich diesen Venla-Entzug mit diesem ekelhaften Nervenschmerzen nicht allein mit Annehmen - Loslassen - Akzeptieren stemmen kann. Auch kann ich diese Nächte meiner Familie nicht mehr zumuten.

Lange Rede kurzer Sinn ich werde versuchen die Schmerzen mit Pregabalin zunächst mal versuchen in Grenzen zu halten, Opiate werde ich absetzen bzw. ausschleichen, da keine Wirkung. Ich muss versuchen, das ganze doch medikamentös zunächst mal in den Griff zu bekommen, bevor alles den Bach runtergeht.

Muss mir dann halt eingestehen, den Entzug nicht wie geplant durchgezogen zu haben, aber es muss auch irgendwie lebenswert bleiben.

Liebe Grüsse
Jürgen
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03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Juna » Montag, 17.06.19, 13:06

Huhu Jürgen,


ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Linderung erfährst und dass die Nebenwirkungen vom Pregabalin bei Dir nicht so reinhauen und zuschlagen und dass Du alltagsfähig bleibst.

Das die Opiate keine Wirkung haben ist die eine Seite der Medaille, dass sie aber trotzdem abhängig machen und Entzugserscheinungen verursachen, die andere.

Ich hoffe, dass Du Deinen Weg bei Deiner Reduktion findest und dass der Entzug für Dich nicht die Hölle wird.

Alles Gute,
Juna
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Montag, 17.06.19, 13:49

Hallo Juna,

welche NW ich bei Pregabalin mir einfange muss ich zunächst mal in kauf nehmen. Ich muss halt irgendwie versuchen wieder in einen alltagsfähigen Zustand zu kommen, und das wenn möglich Tag und Nacht.

Was da mein Körper in letzter Zeit mit mir gemacht hat, mag ja auf der einen Seite Heilung sein, aber es muss auch irgendwie zu ertragen bleiben, bin ja kein Masochist!! Und vor allem muss ich auch Rücksicht auf meine Familie nehmen und irgendwie etwas anderes probieren, so kanns nicht weiter gehen.

Ich werde zunächst mal noch Targin 10 mg für eine Woche nehmen und dann auf 5mg gehen und das dann ganz langsam ausschleichen.

Übrigens: Hatte heute meinen Neurologen nochmal mit der Tatsache konfrontiert, dass alles als Enzug vom Venlafaxin zu sehen ist, er hat diesmal den
Kopf schon mal nicht gleich geschüttelt, als ober er doch etwas weiss, was er bisher nicht gesagt hat.

Spätestens auf die Frage: Was soll es denn sonst sein???? liess ihn verstummen.

Aber egal, es ist jetzt so wie es ist und ich habe mich halt entschieden, das ganze so anzugehen, wo hoffentlich die Möglichkeit mal wieder eine normales Leben zu führen, gegeben ist.

Werde euch natürlich auf dem laufenden halten.

Liebe Grüsse
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Juna » Montag, 17.06.19, 14:12

Huhu Jürgen,


ich finde es voll okay, wenn Du sagst, dass Du diesen Weg gehst und ich wünsche Dir nur einfach nicht die Nebenwirkungen wie ich sie hatte.

Gerade beim einschleichen war es nicht spaßig und nicht nur mein Partner hat "mich" gesucht.

Das was nach den 6 - 8 Wochen war, war auch nicht toll, allerdings im Vergleich wesentlich tolerabler als vorher.

Ich drücke Dir die Daumen!

VG
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von FineFinchen » Montag, 17.06.19, 14:35

Hallo Jürgen, :)

bitte aktualisiere noch Deine Signatur und trage ein, wieviel Pregabalin und Targin Du nimmst.

Ich wünsche Dir schnelle Linderung Deiner Schmerzen. :hug:

Viele Grüße
Finchen
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von reddie » Montag, 17.06.19, 14:43

Hallo Jürgen,

ein guter Nebeneffekt des Pregabalins ist übrigens, dass du das Targin leichter absetzen kannst. Es fängt mögliche Entzugserscheinungen (zu denen ja auch restless legs zählen) sehr gut auf.

Ich wünsche dir, dass es deine Schmerzen besänftigt.

Alles Liebe
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Jamie » Montag, 17.06.19, 14:57

Hallo reddie und Jürgen, :)
ein guter Nebeneffekt des Pregabalins ist übrigens, dass du das Targin leichter absetzen kannst. Es fängt mögliche Entzugserscheinungen (zu denen ja auch restless legs zählen) sehr gut auf.
Dies ist so verallgemeinernd, dass ich das nicht unkommentiert lassen will.
Es ist u.U, möglich, dass Lyrica so wirkt.
Es ist aber keinesfalls gesagt, dass dem auch wirklich so ist.

Entzugsdeckelung darf nie generalisiert versprochen werden und kann es auch nicht; es gibt Menschen, die schwere NW von Pregabalin bekommen oder sogar bad trips - da von vornherein zu schreiben, es könne beim Opiatentzug helfen, ist etwas zu pauschal und schürt am Ende falsche Erwartungen, zumal Lyrica dasjenige AD / NL ist, das von allen auf dem Markt befindlichen Mitteln dieser Art selbst das höchste Abhängigkeitspotential hat, weswegen es manche Ärzte schon gar nicht mehr verordnen.

Etwas Anderes sind eigene Erfahrungswerte, dass es bei einem selber geklappt hat.

Alles Gute
Jamie
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Arianrhod » Montag, 17.06.19, 15:37

Jamie hat geschrieben:
Montag, 17.06.19, 14:57
Hallo reddie und Jürgen, :)
ein guter Nebeneffekt des Pregabalins ist übrigens, dass du das Targin leichter absetzen kannst. Es fängt mögliche Entzugserscheinungen (zu denen ja auch restless legs zählen) sehr gut auf.
Dies ist so verallgemeinernd, dass ich das nicht unkommentiert lassen will.
Es ist u.U, möglich, dass Lyrica so wirkt.
Es ist aber keinesfalls gesagt, dass dem auch wirklich so ist.

Entzugsdeckelung darf nie generalisiert versprochen werden und kann es auch nicht; es gibt Menschen, die schwere NW von Pregabalin bekommen oder sogar bad trips - da von vornherein zu schreiben, es könne beim Opiatentzug helfen, ist etwas zu pauschal und schürt am Ende falsche Erwartungen, zumal Lyrica dasjenige AD / NL ist, das von allen auf dem Markt befindlichen Mitteln dieser Art selbst das höchste Abhängigkeitspotential hat, weswegen es manche Ärzte schon gar nicht mehr verordnen.

Etwas Anderes sind eigene Erfahrungswerte, dass es bei einem selber geklappt hat.

Alles Gute
Jamie
hallo,
#ich selbst hatte Targin und Pregabalin ,und meine Erfahrung ist, dass das eine den Entzug des anderen nicht deckelt.
Für mich persönlich war der Targin- Entzug am einfachsten. Liegt evtl. daran, dass meine Neurologin da sehr viel Ahnung hat und mir einen genauen Absetzplan an die Hand geben konnte. Targin gibt es nur als 5 mg und darf nicht geteilt werden, da erschien ihr der Sprung auf 0 zu hoch, weshalb sie auch noch auf Tilidin 300 mg umgestellt hat., und dann konnte ich sehr, sehr langsam ausschleichen.
Pregabalin habe ich mit Lyrica-Tropfen tropfenweise ausgeschlichen.
jEs gibt keine 100% Garantie, aber je langsamer das Ausschleichen desto sicherer .

Bei rein neuropathischen Schmerzen sind Opioide gar nicht sehr wirksam.

liebe Grüße Arian
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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Montag, 17.06.19, 16:15

Hallo,
es geht mir im Moment nicht ums Absetzen. Erstmal hoffe ich durch Lyrica eine Linderung der Nervenschmerzen.
Gruss Jürgen
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Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
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08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung

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Re: Hasenhirn: "Botenstofftherapie" mit Venlafaxin bei chron. Schmerzsyndrom

Beitrag von Hasenhirn » Dienstag, 18.06.19, 7:09

Hallo Juna,

irgendwo in deinem Thread hattest du, wenn ich es richtig gelesen habe, auch mal geschrieben, dass dir das Pregabalin sehr gut geholfen hat.

Oder habe ich da etwas komplett falsch verstanden??

Wenn ja, welche Beschwerden konnte es bei dir mildern??

Sollte ich es völlig falsch verstanden haben, bitte ich schon jetzt um Verzeihung.

Liebe Grüsse
Jürgen
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.
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