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TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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TS85
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TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von TS85 »

Liebes Forum,

schon seit Monaten lese ich hier immer wieder mit, konnte aber nie schreiben - und weiß auch nicht, was man mir noch raten kann. Dennoch möchte ich meine Geschichte teilen.

Ich bin 34 Jahre alt und ich war eine aktive, das Leben liebende Frau. Ich habe eine liebevolle Familie, habe enge Freundschaften gepflegt, 2017 den Mann meines Lebens kennengelernt, guter Job, viele Hobbys wie Eiskunstlauf, Standup paddeln, surfen, Yoga. Liebe zur Natur. Ich habe mich sehr gesund ernährt. Ich war rundum zufrieden mit mir und meinem Leben. Einziges Manko in meinen Leben: ich habe eine ängstlich-perfektionistische Neigung, gerade im Job, die ich jedoch über die Jahre gut abbauen konnte und immer wusste, was zu tun ist, wenn ich mich zu sehr sorge. Waldspaziergänge, Treffen mit Freunden, Yoga, die Arbeit selbst - es gab vieles.

2018 sind mein Freund und ich zusammengezogen, parallel war im Job viel los und ich habe eine neue Position angetreten. Mehrere Monate habe ich sehr viel mehr gearbeitet als noch das Jahr zuvor und entgegen dem Wissen, dass ich Zeit für Regeneration brauche. Im Privatleben war auch viel los - eigentlich schöne Dinge, aber die vielen Veränderungen in kurzer Zeit (binnen Monaten also Jobwechsel, Zusammenzug mit meinem Freund + 2-wöchentlich seine Tochter bei uns an den Wochenenden, sowie Kauf eines Hauses mit riesigem Garten, Pool, Kamin - also eigentlich ein Traum) kam es bei mir zum Burnout.

Ich schlief schlecht, konnte schwer abschalten und war irgendwie blockert. Meldete mich im August 2018 bei der Arbeit krank. Mein Körper reagierte genau richtig - z.B. hatte ich in der Stressphase ab und zu geraucht und hatte von einem Tag auf den anderen keine Lust mehr darauf sowie auch nicht auf Kaffee oder Alkohol. Ich wusste, welche Ernährung ich brauche. Bin zu Yogakursen gegangen und habe meditiert. Mein Freund wollte mich voll unterstützen. Irgendwie kam ich aber nicht zur Ruhe und bin über Anraten eines durch eine Freundin bekannten Psychiaters in die Notaufnahme eines Krankenhauses gefahren und ließ mich auf Mirtazapin ein. Ich war bisher der totale Medikamentenablehner - das höchste der Gefühle war ganz gelegentlich mal eine Ibuprophen, ansonsten gab es immer nur Natur für mich. Mirtazapin sei ein "ganz leichtes, modernes und im Gegensatz zu Schlafmitteln nicht abhängig machendes AD". Ich ließ mich darauf ein - ich WEISS nicht, warum!

Nach der Einnahme bin ich binnen weniger Minuten eingeschlafen. Dachte also, es hilft. Doch dann ging es los - und ich verstand nicht, dass es mit dem AD zusammenhängt: ich kam morgens schlechter aus dem Bett, wurde immer antriebsloser, meine Konzentrationsfähigkeit ließ noch mehr nach, Erinnerungslücken und Gedächtnisprobleme traten auf, Sehstörungen und eine ganz schleichend einsetzende Derealisation, die mich schrecklich depressiv machte. Nie kam ich auf die Idee, dass das vom Mirtazapin kommen könnte, sondern dachte, oh Gott, nun bist du wirklich depressiv.

Es ging immer weiter bergab mit mir. Ich ging in eine Klinik. Die Wirkung vom Mirta schlug immer mehr zu, ich deutete das nun aber als Klinikproblem. Massive Derealisation, die mich plötzlich in Panikattacken trieb. Schlimmste Angstzustände, Geräuschempfindlichkeit, Weinerlichkeit, Handlungsunfähigkeit. Nach mehreren Panikattacken, nächtlichem Herzrasen, üblen Albträumen und plötzlich auftretenden Suizidgedanken verließ ich die Klinik. Zurück in der PIA des vorherigen Krankenhauses verdoppelte man die Mirtadosis nochmal auf 30 mg. Und das hat mir den Rest gegeben.

Leider wieder schleichend statt plötzlich kamen weitere Symptome dazu. Furchtbare Schlaflosigkeit, weitere schlimmste Träume, Nachtschweiß, angeschwollene Lymphknoten, ggf. Candida (noch in Klärung), Schluckbeschwerden, Erkältungssymptome, Zwangsgedanken, Zwangshandlungen, Zittern, Fremdheit, veränderte Persönlichkeit (ich dachte auf einmal über alle Dinge anders), Empathielosigkeit, komplett schwarze Gedanken, keine Erinnerungen an irgendetwas Positives... ich konnte nicht mehr Auto fahren, nicht mehr einkaufen gehen, alle Reize überfluteten mich, wollte nur noch schlafen (14 Stunden am Tag!?), mein Partner wurde mir fremd, dann kam auch noch Depersonalisation dazu, ich erkannte mich selbst im Spiegel nicht mehr wieder... ich nahm in kürzester Zeit massiv ab, auch die Muskeln verschwanden, wiege nur noch 46 kg, CMD, Zähne verschoben, Gesicht eingefallen, Verlust des Bezugs zu meinem eigenen Körper, plötzlich Verlangen nach Kaffee, Zigaretten und Zucker. Ich fühlte mich wie der totale Junkie, reif für die Psychiatrie.

Ich bekam dann im November Escitalopram. Das erste Mal konnte ich wieder gähnen (hatte ich wochenlang nicht!), das erste Mal wieder ein "normales Gefühl" von Müdigkeit und mal mehrere Stunden Schlaf am Stück. Erst da wurde mir schlagartig klar, dass dieser ganze Wahnsinn vom Mirtazapin kam. Ich setzte alles ab (seit Weihnachten mit Mirta auf 0, Escitalopram seit Anfang Januar wieder weg). Seitdem verschwand nach und nach die Derealisation, Gerüche, Geräusche nahm ich wieder wahr, Erinnerungen an mein Leben vor dem Drogentrip kamen zurück. Mit einem unfassbaren Schmerz. Es geht NICHTS mehr.

Alle sagen, ist doch gut, dass du es los bist - aber ich habe das Gefühl, ich sei gestorben. Jeder Sinneseindruck ist nur eine Erinnerung an mein Leben davor und schmerzt. Ich bin komplett von mir abgeschnitten, wie ein Roboter, weil ich die Gefühle nicht ertrage. Hänge jede Sekunde in der Vergangenheit. Mein Freund kann nicht mehr und will das Haus verkaufen. Letzten Juli vor Mirtaeinnahme wollten wir noch heiraten, in das Haus ziehen, eine Familie gründen!!! Wir haben uns über alles geliebt! Alle wollen mir helfen, alle sagen, schau nach vorn - aber da ist kein vorn! Von mir ist nichts übrig. Ich bin verstummt. Kann nicht mehr lachen. Mich keine Sekunde freuen. Das Essen schmeckt nicht. Alle meine Ressourcen - Yoga, Meditation, Natur - nichts hilft. Alles, was mich irgendwie lebendig fühlen lässt, löst so einen unfassbaren Schmerz aus, ich bin in einer totalen Schockstarre und vegetiere jeden Tag nur vor mich hin.

Wollte um meine Beziehung kämpfen, z. B. Dinge fürs Haus erledigen, KONNTE aber nicht, ich kann nichts, verliere dabei alles. Schlafe seit Monaten nicht. Meine Eltern kommen um vor Sorge. Es ist die größte Hölle. Nachts träume ich von meinem Leben vorher, dann wache ich auf in diesen ALBTRAUM, der jetzt mein "Leben" ist. Es ist nicht zu ertragen und kein Mensch kann das auch nur im Geringsten nachvollziehen. Ich kann nicht arbeiten. Mir kein Leben mehr vorstellen. Bin ein Pflegefall und weiß nicht, wie weiter.
Ich verliere ALLES. Ich habe seit 3 Monaten keinen EINZIGEN Moment der Hoffnung. Selbst wenn ich mit meinem Freund etwas "normales" mache - es tut nur weh. Ich kann auch kaum sprechen. Wie nur ist so ein Elend möglich!? Jede Sinnesempfindung, wirklich JEDE (das Singen eines Vogels, der Geruch von Kaffee, eine Tasse in der Hand halten, die Luft draußen, das Geräusch des Lüfters meines Laptops) TUT WEH! Ich kann kein Buch lesen, nichts, gar nichts.

4 Monate Mirtazapin haben meine Seele, meinen Körper, meine Beziehung, meine Identität, meine Lebensplanung zerstört. Ich sitze hier und kann das alles nicht glauben. Jeden Tag denke ich, das ist nicht wahr!!! Mein Gehirn kann das überhaupt nicht verarbeiten. Seit Monaten nicht. Es ist die größte Qual, die komplett außerhalb des Vorstellbaren liegt. Und damit die größte Einsamkeit. Ich war NIE einsam in meinem Leben, immer mit so vielen Menschen verbunden - jetzt bin ich die einsamste. Und sehe mich nach 4 Monaten Mirtazapin als Pflegefall ohne Zukunft. Oh Gott. :(

Es tut mir leid, ich musste das einfach loswerden - Fragen zum Absetzen habe ich keine. Ich werde nie mehr irgendwas nehmen - so wie ich es auch vorher nie tat. Ich sage immer, gebt mir eine Zeitmaschine, keiner kann es mehr hören - aber die Idee einer Zeitmaschine ist für mich weniger irreal als dieser Wahnsinn, den ich hier erleben muss. Ich kann nicht mehr. :(

Danke fürs Lesen.

TS85
Zuletzt geändert von Jamie am 22.03.2019 11:16, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
18.8.18: 7,5 mg Mirtazapin
27.8.18: 15 mg Mirtazapin
12.9.-12.10.: Klinikaufenthalt
18.10.: 30 mg Mirtazapin :( :( :(
Mitte November bis 24.12.: immer halbierend abgesetzt

Mitte November - Anfang Januar: 5 mg Escitalopram

lunetta
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von lunetta »

Hallo und herzlich willkommen bei uns!

Schrecklich was du durchmachst, es zerreißt mir das Herz!

Aber ich möchte vorrausschicken, dass du mit viel Geduld und Zeit, wieder heilen wirst!

Zum allgemein besseren Verständnis für dich möchte ich dir ein paar Infos geben:

Das Gehirn und somit das ZNS kann sich regenerieren und somit wieder heilen. Deine geschilderten Symptome sind denke ich einerseits einer absoluten Unverträglichkeit von Psychopharmaka geschuldet, andererseits wurde zu schnell Mirta hochdosiert und wieder abgesetzt, was zwar gut ist wenn man ein Medikament gar icht verträgt, dann MUSS es sofort weg, aber es verursacht dem ZNS eben auch enormen Stress.

AD werden innerhalb von 4-6 Wochen fest in den Gehirnstoffwechsel eingebaut und sollten dann ganz langsam wieder ausgeschlichen werden.

Das was du aber schilderst klingt nach kompletter Unverträglichkeit, und somit solltest du überhaupt nie mehr Psychopharmaka nehmen.


Mirta ist keineswegs ein harmloses AD sondern sehr potent und hat auch eine Besonderheit: es wirkt bis zu 15 mg eher schlafanstoßend und beruhigend, ab 15 mg aber antriebssteigernd und antidepressiv.

Du hast innerhalb kurzer Zeit erstmal auf 30 mg hochdosiert und dann wieder abgesetzt, auch viel zu schnell, und dann noch ein zweites AD als Deckelungsversuch dazu, das ist Stress pur für dein gebeuteltes ZNS und es wird Zeit brauchen, bis das wieder heile ist.

Auch wenn es dir dzt. unmöglich erscheint - das wird wieder, es wird besser, und es wird leichter, die Symptome werden weniger werden, und irgendwann ganz weg sein, aber das ist ein langer, steiniger Weg.

Nur ein paar Tipps zu ein paar deiner Symptome: um Übelkeit zu lindern, haben wir hier Ingwer für uns entdeckt - vielen hilft er gut (mir auch), manchen ist er zu scharf.
Knolle waschen, in Scheibchen schneiden, und über den Tag verteilt kauen. Das äth. Öl des Ingwers wirkt gegen Übelkeit und Brechreiz sehr gut.Auch das Kauen von frischen Basilikumblättchen hat sich als sehr gut gegen Übelkeit herausgestellt.
Gegen absetzbedingte Übelkeit helfen auch keine Antiemetika, eher noch Iberogast, Schwedenkräuter etc.

Um nicht noch mehr abzunehmen solltest du trotzdem versuchen über den Tag verteilt ein wenig zu essen, wenn gar nichts geht, dann eventuell hochkalorische Trinknahrung aus der Apotheke.
Du mußt schauen, dass du bei Kräften bleibst!

Die DP und DR sind uns als Absetzsymptom gut bekannt, auch das wird wieder besser werden!

Schlafprobleme sind im Entug nahezu normal, versuche nicht zu verzweifeln wenn du nicht schlafen kannst, sondern ruh dich im Bett dann halt nur aus. Mann kann sehr lange nahezu ohne Schlaf auskommen;)

Versuch dich abzulenken.

Es kann sein dass dir alternative Mittel etwas Linderung verschaffen: äth. Öle, Nerventees, Baldrian, Passionsblume, Entspannunsgmusik, warmes Bad, usw.
Es kann sein, dass du in deinem jetzigen Zustand einiges nicht so gut verträgst, teste dich das selbst vorsichtig durch.

Du hast einen langen, steinigen Weg vor dir, aber wie gesagt, das Gehirn kann sich regenerieren, und die Heilung läuft in Wellen und Fenstern. Wellen sind schlechte Phasen, Fenster sind Phasen wo es besser ist.

Versuche in dieser nächsten Zeit sehr achtsam mit dir zu sein, schau gut auf dich, versuch dich abzulenken, auch wenn es einem manchmal nicht möglich erscheint!
Vielleicht erstmal nur einmal um`s Haus, oder einen Film anschauen, Serien gucken usw. Vielleicht gehen am Anfang nur wenige Minuten beim Fernsehen, aber es wird besser werden!

Ich glaube, wenn man erstmal begriffen hat, dass es nur ein zeitlich begrenzter Zustand ist, dann kann man leichter damit umgehen!
Du klingst sehr geordnet und orientiert, aber dzt. sehr ängstlich und verzweifelt. Das ist absolut verständlich und nachvollziehbar, und ich möchte dir MUt zusprechen, dass es wieder besser wird!

Ärzte kennen sich mit der Dynamik von PP manchmal nicht wirklich aus, vom Absetzen haben die meisten überhaupt keine Ahnung, leider!
Es wird zu oft zu schnell verordnet, erhöht, verringert, was anderes dazu gegeben usw. und bei empfindlichen Menschen, oder solchen, die PP überhaupt nicht vertragen, kann das fatale Folgen haben.
Du bist weder verrückt, noch ist es aussichtslos - es ist nur ein momentaner Zustand aufgrund eines überreizten ZNS, das solche elenden Symptome macht. Das wird wieder besser!

Bei dir wurde zu schnell erhöht, dann abgesetzt und ein zweites zum Deckeln dazugetan, das war zuviel für dein armes Gehirn und ZNS!

Bei zu schnellem Absetzen raten wir ansonsten immer eine kleine Menge wieder einzudosieren - in deinem Fall möchte ich das nicht tun, denn ich denke, dass du eine komplette Unverträglichkeit hast, so wie du deine Symptome schon beim Eindosieren geschildert hast.
Da bleibt nur es komplett wegzulassen, und die Symptome jetzt auszusitzen.

Das ist jetzt hier dein thread, hier kannst du alles schreiben und fragen was dich bewegt.

Wir werden versuchen dich so gut wir können zu unterstützen! Du bist nicht allein! Das Forum hier ist voll mit Menschen, die alle auf die eine oder andere Art Probleme mit PP und dem Absetzen derselben haben.

Alles Liebe und Gute! LG
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Quietscheentchen
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Quietscheentchen »

Hallo liebe TS85,

das ist eine furchtbar tragische Entwicklung bei dir. Ich fürchte, von Beginn an hast du die ADs kein Bisschen vertragen.
Ich nehme an, das Thema Eindosieren ist damit auch vom Tisch.

Ich kenne das Meiste, das du beschreibst. Bei mir kam es allerdings erst im verzögerten Entzug zu all den Symptomen.

Du hast paradox auf die Tabletten reagiert. Ich fürchte, was dir nun helfen kann, ist Zeit.

Ich weiß, das will man nicht hören. Ich auch nicht. Und doch ist es die Wahrheit aller Betroffenen. Die Zeit ist das Heilmittel.

Ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst. Die Zeitmaschine, die du erwähnst... Wie oft saß ich zitternd und heulend bei meinem Mann und hab gesagt: "Ich will zurück, ich will zurück!"

Ist dein Partner da für dich? Für meinen Mann wurde es leichter, seit er die Zusammenhänge verstanden hat. Bei mir ist es der Entzug. Bei dir die massive Unverträglichkeit dieser furchtbaren "Medikamente".

Beides bedeutet eine Schädigung der Hirnfunktion, die aber zum Glück reversibel ist. Versuche dich daran festzuhalten, auch wenn du es nicht glauben kannst.
Das geht mir auch so. Jeden Tag versuche ich, denen zu glauben, die es geschafft haben.

Wir können uns austauschen, wenn du möchtest.

Liebe Grüße
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Smilla
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Smilla »

Hallo,

auch mir tut es Leid, was Du durchmachst.

Ich fühlte mich beim Lesen Deiner tragischen Geschichte und Deines Erstarrungszustandes sofort an die Berichte von “Quietscheentchen“ erinnert, der es wohl ganz ähnlich geht. Vielleicht magst Du mal bei ihr reinschauen, falls noch nicht geschehen?

Alles Gute,
Smilla

Gerade erst gesehen, Entchen hat schon selbst hier geschrieben! :D
Leider bis heute nicht 💊 frei.

TS85
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von TS85 »

Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe schon viel mitgelesen. Wisst ihr, im August, bevor ich das AD nahm, war ich ganz motiviert zu recherchieren, was mir alternativ helfen könnte. Kam nur leider nicht mehr dazu, es konsequent umzusetzen und mit Beginn der Einnahme von Mirtazapin bin ich komplett in eine andere Welt gedriftet. Und jetzt - ich habe gar nicht das Gefühl, dass es noch Absetzsymptome oder gereiztes ZNS sind, sondern dass ich diese Erfahrung nicht verarbeiten kann. Aufwachen aus einem Drogentrip - und plötzlich ist alles anders. Ich habe gar kein Vertrauen mehr ins Leben, keine Ziele, kann die Realität nicht annehmen, mein Freund will mich verlassen (wir waren ein so unfassbar glückliches Paar, ich liebe alles an ihm, kann diese Liebe aber gar nicht aushalten, weil ich weiß, dass er weiterziehen wird ohne mich, auch wenn ich die Frau seines Lebens war, von der er nun ein ganz anderes Bild hat :cry:), meinen Job werde ich auch nicht mehr schaffen. Ich meinte das ernst, dass ich alles verloren habe. Wenn mein Freund ernst macht (und das wird wohl zu 95 % passieren), stehe ich da - arbeitsunfähig, ohne Zuhause.. wenn ich bei meinen Eltern bin, ist 500m weiter das Traumhaus, in das wir nun nicht mehr einziehen werden. Ich ertrage das nicht. Ich wohne hier aktuell noch in einer wunderschönen Wohnung zusammen mit meinem Freund, ich weiß nicht mal, wo ich dann hin soll. Ich kann mich nicht alleine versorgen. Klinik mag ich mir nie mehr vorstellen. Meine Eltern würden mich natürlich zu sich holen, aber wie lange sollen sie es ertragen, mich leiden zu sehen. Gerade war eine Freundin da, ich habe nur geweint. Sie erzählt ein bisschen aus dem Leben, von der Arbeit (gleicher Arbeitgeber), ich kann das gar nicht aushalten, ich muss alles verdrängen, was mit der Realität zu tun hat, weil mein Herz zerbricht. Und nichts, was gut tun könnte - nicht einmal ein warmes Bad - verschafft Linderung. Nichts. Und wenn ich mal 3 Minuten abgelenkt bin, z. B. durch TV bei meinen Eltern, und mir dann einfällt, was ist, zerbreche ich. ALLES triggert mich, wirklich alles. Alles, was mit Gesundheit zu tun hat (Zeitschriften mit Ernährungstipps o.ä.), weil ich all diese Ressourcen HATTE und unter der Höchstdosis verloren habe, alles was mit Krankenhäusern zu tun hat, alles was mit meinem vorherigen Leben zu tun hat - jedes Lied, das ich kenne, jeder Geruch, einfach alles. Es wäre evtl noch anders, wären mein Freund und ich schon länger zusammen gewesen und ich würde nicht auch noch ihn verlieren. Aber das oben drauf nach einer wunderbaren Beziehung, die an einem AD zerbricht, wie soll man das aushalten? Ich sehe keine Zukunft. Und kann an nichts anderes denken. Mein Gefühl ist auch, dass diese zwanghafte Grübeln nicht mehr AD-bezogen ist (Zwangsgedanken entwickelte ich unter der Einnahme), sondern sich jetzt wirklich eingebrannt hat und ja auch keine unrealistischen Gedanken sind - im Außen verändert sich wirklich alles, mein Freund kann mich gar nicht mehr lieben, während er mich auch in der Krise noch so lange aufgefangen hat - aber ab dem Abdriften unter den 30 mg, die wirklich toxisch waren, da zog er sich emotional irgendwann zurück. Ich war wirklich in meinem perfekten Leben angekommen - nur überlastet. Und nun!? Auch so etwas wie eine Katze streicheln, die am Wegesrand vorbeikommt (hab ich immer gemacht), jagt mir sofort Tränen in die Augen. Ich habe mich immer gefragt, warum Menschen ihrem Gehirn das antun und Drogen nehmen - und dann nehme ich so ein furchtbares AD, das im Zweifel noch schlimmer wirkt als jede Straßendroge. Ihr kennt diese Gedanken sicher alle. Aber so ein tiefer Sturz in so kurzer Zeit - das kann man doch keinem Menschen antun! :(
Ich hatte Burnout mit Ängstlichkeit und Schlafproblemen, jetzt bin ich in der tiefsten Depression, riesiger Angst vor allem, vermutlich hochgradig traumatisiert von all diesen Erfahrungen (ich habe unter Mirta z. B. Menschen in Häuserwänden gesehen :-o, der komplette Klinikaufenthalt kommt mir vor wie ein schlechter Film), zwanghaftes Grübeln... total verbittert - aus einem Herzen voller Liebe ist ein schwarzes, sterbendes Herz geworden mit so viel Groll. Und ich werde doch niemals mehr irgendein Selbstbewusstsein entwickeln. Und immer dem Leben hinterhertrauern, das für mich bestimmt war. Es tut mir leid, all diese Hoffnungslosigkeit - nur ist sie nicht einfach ein Schwarzsehen durch Depression, sondern bittere Realität.
18.8.18: 7,5 mg Mirtazapin
27.8.18: 15 mg Mirtazapin
12.9.-12.10.: Klinikaufenthalt
18.10.: 30 mg Mirtazapin :( :( :(
Mitte November bis 24.12.: immer halbierend abgesetzt

Mitte November - Anfang Januar: 5 mg Escitalopram

lunetta
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von lunetta »

Hallo!

Mirta wir auch noch in Doseirungen von 45 mg und 60 mg veordnet, hatten wir hier schon alles:(

Ich finde, es ist doch schon mal eine Verbesserung dass du nicht mehr diese Halluzinationen hast.

Jetzt bis du in einer absoluten PTBS. Gibt es bei euch in der Nähe eine Therapeuten mit dem du das alles aufarbeiten könntest?

Ich kann deine jetzigen Gedanken sehr gut nachvollziehen, aber ist es wirklich so, dass dein Partner sich von dir trennen will, oder befürchtest du es nur?
Vielleicht könntest du es mal mit ihm besprechen und ihm zu erklären versuchen, ihn auch hier mitlesen lassen, damit er vielleicht besser verstehen kann was mit dir passiert ist und nun noch heilen muß.

Du solltest dir jetzt unbedingt vor Augen halten, was seit der traumatischen Einnahme anders ist, und das auf der Haben Liste eintragen - z.B. dass du nun keine Halluzinationen mehr hast.
Ich weiß ja nicht, was noch so alles passiert ist in der Klinik, und nun nicht mehr so ist, das wäre alles schon auf der Haben-Seite.

Auf der Soll-Seite sollte dann sein, dass du nicht mehr so voller Angst zurückblickst und immer wieder vor Augen hast, was alles war.
Vielleicht kannst du das irgendwie mit einem Ritual verbrennen, oder wegwerfen, oder so ähnlich - das kommt NIE mehr und das darfst du mit ruhigem Gewissen abhaken.

Du solltest es zulassen können, dass auch wieder positive Gefühle sich ihren Weg bannen dürfen, das Leben ist für dich noch nicht gelaufen!

Das war jetzt eine Haltestelle, die gar nicht schön war, aber das ist bereits in der Vergangenheit. Nun ist das Jetzt.

Vielleicht kannst du mit kurzen Momenten beginnen, dass du merkst wie sich die Sonne auf der Haut anfühlt, oder wie die Vögel zwitschern, usw.


Ich weiß dass das hammerhart ist, ich habe das auch hinter mir, ich war monatelang bettlägerig, abgemagert bis zum Skelett, und ein kompletter Pflegefall. Ich mußte mich auch von Stunde zu Stunde, und von Tag zu Tag weiterhangeln - ganz schrecklich.
Mir geht es auch sehr schlecht, wenn ich zurückdenke, und mir steigt das Grauen auf, wie es mir ging, das wünscht man niemanden.
Aber das Leben geht weiter, und es wird auch irgendwann einmal wieder schön.

Laß diese Haltestelle hinter dir, und steig bei der nächsten aus, und von dort gehst du dann zu Fuß weiter, Schritt für Schritt, langsam und bedächtig.

Glaub mir, es wird wieder!

GLG
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TS85
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von TS85 »

Liebe Lunetta,

vielen Dank für deine Antwort.

Für die Beziehung gibt es kaum noch eine Chance, mein Freund kann nicht mehr. Wir wollten eine Familie grünen, das kann doch so ein kaputter Mensch wie ich gar nicht mehr. :(

Eine Traumatherapeutin habe ich. In der Klinik war es schlimm. Dass ich die Traumatherapeutin schon seit November habe, liegt daran, dass ich meine Nebenwirkungen fehldeutete in der Klinik. Z.B. waren auch Lampen und Fenster gruselig und ich interpretierte da hinein, dass es mich an einen Krankenhausaufenthalt als Kind erinnern würde. Das war quatsch, ich habe diesen gut verarbeitet, hatte danach als junge Erwachsene auch nochmal zwei kleine OPs völlig problemlos. Mich hat unter Mirta irgendwann ALLES gegruselt. Einfach alles.

Und ja, viele Symptome sind weg wie Panikattacken, Herzrasen, DP/DR. Aber vieles wurde mir nun natürlich auch für immer geschenkt - CMD, Zahnprobleme, eingefallenes Gesicht... das macht mir sehr zu schaffen, hatte ich doch topp Zähne und fand, ich bin eine attraktive Frau, die binnen weniger Wochen diese Falten um den Mund bekommen hat und einen anderen Körper, der sich kaum regenieren kann.

Verbrenn-Übungen mache ich auch mit der Therapeutin... sowie Somatic Experiencing, um meinen Körper wieder zu spüren. SE half mir sehr noch während der Mirtaeinnahme gegen das überreizte ZNS, jetzt habe ich nach Erwachen aus dem Drogentrip das Gefühl, dass mir leider nichts hilft. Will mich nur zusammenrollen. Wenn ich mal etwas tue mit etwas Körpereinsatz, dann schmerzt es psychisch, weil es mich erinnert, wie doll wohl ich mich immer in meinem Körper gefühlt habe - war trotz schlanker Statur eine richtige Anpackerin.

Jede Nacht träume ich von unserem gekauften Haus und unserem Garten, dann kommt die Psychiaterin und alles wird schwarz. Oder ich träume, zwischen meinem Freund und mir wäre es noch so wie vor der Einnahme, dann wache ich auf mit unfassbarer Sehnsucht nach dieser Beziehung, die wir nicht mehr führen können.

Sagt mir, WIE kann man das loslassen, wenn es durch einfach alles getriggert wird?
18.8.18: 7,5 mg Mirtazapin
27.8.18: 15 mg Mirtazapin
12.9.-12.10.: Klinikaufenthalt
18.10.: 30 mg Mirtazapin :( :( :(
Mitte November bis 24.12.: immer halbierend abgesetzt

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TS85
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von TS85 »

Und liebes Quietscheentchen, ja, deinen Thread habe ich komplett gelesen. Abgesehen von den äußeren Umständen, die doch recht verschieden sind, gibt es im Erleben viele Parallelen.. danke auch nochmal für deine Antwort und Smilla, danke für den Verweis darauf :)
18.8.18: 7,5 mg Mirtazapin
27.8.18: 15 mg Mirtazapin
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18.10.: 30 mg Mirtazapin :( :( :(
Mitte November bis 24.12.: immer halbierend abgesetzt

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Smilla
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Smilla »

Hallo,

Lunetta schreibt es sehr treffend: Auch wenn alles zusammenzubrechen scheint, schau, ob es noch irgendwo etwas Gutes gibt. Dich hat eine schlimme Krankheit getroffen - jedenfalls sind alle Erscheinungen so - der zudem die öffentliche Anerkennung verwehrt wird. Und genau so müssen wir damit umgehen; eine andere Wahl haben wir ja nicht.

Was ich auf die Positivseite setzen würde, ist die berechtigte Aussicht, dass ES SO NICHT BLEIBT, dass sich wieder etwas bessern kann, nein: wird! Und einige Deiner hoffnungslosen Gedanken sind nicht bewiesen, es ist die Angst, die da laut spricht und alles andere überdeckt - was ja mehr als verständlich ist, aber eben nicht unbedingt der Realität entspricht, wenn es weit in die Zukunft schaut, und somit auch nicht hilfreich ist.

Hast Du mit Deinem Partner offen gesprochen - auch über Deine Ängste? Damit meine ich nicht nur Klagen, die sind besser hier oder bei Freundinnen aufgehoben. Aber ihm mitteilen, wie schlimm für Dich die Vorstellung ist, dass er gehen könnte - ich würde das machen. Das soll kein Rat sein, es kann für dich genau verkehrt sein, ich schreibe nur, wie ich es halten würde. Ich bin letztlich mit schonungsloser Offenheit immer am besten gefahren.

Und wenn es noch so abgedroschen klingt: Ich saß auch schon in einem solchen Tal der absoluten Hofffnungslosigkeit, habe sogar versucht, Hand an mich zu legen - und es wurde nach längerer TZeit wieder gut. Nicht, dass keine Probleme kamen (z. B. mein nicht schlafen Können und die Benzos), aber das Leben wurde dennoch wieder lebenswert. Ich hätte es mir damals auch niemals vorstellen können, z. B. noch einmal einen neuen, total lieben und mich auf Händen tragenden Mann zu finden.

Versteh mich bitte: Ich möchte Dir ganz viel Hoffnung machen, denn die Dinge bleiben einfach nie so wie sie sind, nie immer nur gut, aber auch niemals nur schlecht. Die Zeit kann für Dich arbeiten - wir müssen es allerdings zulassen und uns auch Hilfe holen, wenn wir es allein nicht schaffen.

Liebe Grüße,
Smilla
Zuletzt geändert von Smilla am 22.03.2019 16:52, insgesamt 7-mal geändert.
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Quietscheentchen
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Quietscheentchen »

Liebe TS85,

ich glaube ja, dass das sehr wohl alles noch von dem Gift kommt. Und das sage ich dir, weil ich auch diese Zweifel kenne. Aber ich hatte das alles vorher nicht. Und du ja zuvor auch nicht.

Wo ich dir 100% nachfühlen kann, ist die Traumatisierung. Absolut!
Ich habe das auch und ich habe da auch immer die Angst, dass das bleibt Entzug/Verletzung hin oder her. Dass ich nicht mehr froh werden kann, weil das passiert ist.

Doch. Viele hier berichten, dass in den Fenstern plötzlich alles weg ist. Da ist dann kein Trauma, auch wenn es in den Wellen vorhanden ist.

Daran halte ich mich fest... So gut ich kann.

Sicher ist es immer gut, einen guten Therapeuten zu haben, wie lunetta sagt. Wenn es dir aber so geht wie mir, dann bist du noch nicht soweit. Das Verarbeiten kommt nach dem Schock, denke ich.

Das wirst du fühlen, wenn du soweit bist. Ich führe auch nur gelegentliche Telefonate mit meinem Therapeuten.
Und es läuft immer darauf hin, den aktuellen Zustand anzunehmen. Was mir aber unendlich schwer fällt.

Ich kann auch sooo verstehen, dass dir eigentlich gute Dinge weh tun. Das habe ich auch, es ist so schmerzhaft.
Z. B. kann ich mich dann auch nicht an Sonne und Vogelzwitschern erfreuen. Es ist nicht da...

Das Grauen ist dir noch zu nah, das kenne ich. Bzw zwar nimmst du nichts mehr, trotzdem ist der Zustand ja noch nicht vorbei. Wir brauchen da ganz unser eigenes Tempo. Mich hat auch alles getriggert. Jetzt nur noch fast alles.

Du bist in einem Heilungsprozess!

Aber dein Partner, kannst du ihn hier im Forum lesen lassen? Wenn er dich noch liebt, ist es wichtig, dass er verstehen lernt. Dass er weiß, was da passiert ist.

:hug:
Liebe Grüße
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Smilla
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Smilla »

Sorry für die vielen Änderungen oben, aber ich habe immer noch einen weiteren Abschnitt hinzugefügt, weil er mir wichtig schien. <3
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Quietscheentchen
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Quietscheentchen »

Huii, komplett gelesen! Das ist ja ne Leistung!

Ja, nicht wahr? Vieles scheinen wir ähnlich zu empfinden.

Ich weiß nicht, ob es dir etwas gibt. Aber derzeit übersetze ich eine Erfolgsgeschichte aus dem englischsprachigen Forum surviving antidepressants.

An dieser Geschichte klammere ich mich regelrecht fest, weil der Betroffene, pug, so viele Details preisgibt und viel Mut macht. Wenn du gucken willst...

viewtopic.php?t=16295

Liebe Grüße
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Smilla
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Smilla »

Hi Quietschi!

Tolle Übersetzung von Dir, super!

Es erscheint geradezu symptomatisch, im Strudel der Verzweiflung keine Besserung ins Auge fassen zu können, das begegnet einem in fast jedem Erfolgsbericht. Wenn das keinen Mut macht, was dann?

LG an Euch beide; Ihr scheint Euch hier gesucht und gefunden zu haben. :wink:
Smilla
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lunetta
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von lunetta »

Hallo!

Ich kann alles was du schreibst 100%ig nachvollziehen!

Aber!!! das ist der Jetzt-Zustand, und das wird sich wieder zum Positiven verändern!!!! Glaub mir das! Ich war nahe am Sterben, wirklich, und auch ich habe daran gedacht das alles zu beenden, aber in winzigen Schritten wurde es besser, auch wenn man es in diesem Zustand nicht zu glauben vermag.

Zu deinem Freund: ich persönlich bin der Meinung, dass ein Mensch, der nicht mehr zu einem steht, wenn es einem dreckig geht, nicht der richtige Lebensmensch ist.
Du hast eine psychische Erkrankung mit den Folgesymptomen.
Was wäre, wenn es Krebs wäre?

Du schreibst dass du dich so verändert hast... ja, das kennen wir hier auch sehr gut, man wird zusehends alt, wenn man durch so ein Jammertal geht.

Ich bin 53, schau aber locker aus wie Ende 50, Anfang 60.
Auch ich habe diese Kräuselfalten am Mund bekommen, das kommt davon dass man unbewußt ständig die Zähne zusammenbeißt und den Mund kneift, einfach weil es ein Ausdruck dafür ist, wie sehr man sich da durchbeißen muß.
Und dass du abgenommen hast, ist auch verständlich, ich habe damals weit unter 40 kg gewogen, konnte nicht mehr allein auf die Toilette, mich waschen, nichts, ich war nur noch Haut und Knochen, und das nicht weil ich magersüchtig war, ich hätte liebend gerne gegessen, ich konnte einfach nicht.

Mir wurde von einem Tag auf den anderen totenübel, ohne Grund, ohne körperlichen Befund. Ich hatte nur für ein paar Tage mein AD etwas erhöht, weil mein Psychiater mir das geraten hatte. Das war vor 4 Jahren.
Diese Dosisänderung hat zu dieser Übelkeit geführt, die nicht mehr aufhörte und 24/7 da war, und zwar so, dass ich ständig Brechreiz hatte, nichst bei mir behalten konnte, ich monatelang NICHTS essen konnte.
Ich kam in einer Woche auf 1 Banane und 1 Löffel Haferflocken.

Ich hatte 2 KH Aufenthalte, alles wurde abgeklärt, Magenspiegelung, Darmspiegelung, alles ohne Befund.
Ich wurde in die Psychoschublade gesteckt, und bekam Mirta verschrieben.

Ich konnte nicht glauben, dass eine minimale Dosiserhöhung meines damaligen AD (Venla) um wenige mg so extrem Auswirkungen hatte.

Ich vegetierte monatelang so dahin, bis das Mirta zu wirken began - und bei mir wirkte es so wie es sollte, nach einigen Wochen konnte ich langsam wieder zu essen beginnen, und begann mein Leben wieder aufzuklauben. Ich bin davon nie dick geworden, war aber nicht mehr so extrem untergewichtig.
Es war aber extrem schwer, denn täglich wachte ich mit der Angst auf - was ist wenn das alles wieder von vorne beginnt?

Noch heute habe ich Riesenprobleme mit Übelkeit, Angst, innerer Unruhe, immer mit dem Gedanke: bitte lieber Gott, mach dass das nie wieder kommt, denn noch einmal überlebe ich das nicht.

Ich habe ebenfalls Zähne verloren, mein Zahnstatus ist komplett verschoben, ich habe mehrere Wurzelbehandlungen danach machen müssen, habe seitdem extrem viele Zahnbehandlungen, Zahnfleischprobleme usw.

Ich hatte jetzt ein ganz schlimmes halbes Jahr gehabt mit familiären schweren Erkrankungen, und wieder habe ich "meine" Probleme - mir ist ständig übel, ich kann nicht schlafen, habe extrem hohen BD, habe wieder sehr viel abgenommen, usw. ABER ich weiß, dass das nur ein vorübergehender Zustand ist, dass es wieder besser wird, und dass ich mich da jetzt nicht so reinfallen lassen darf.

Und so wird es auch bei dir sein!

Wenn du mit diesem Partner jetzt keine weitere Partnerschaft haben wirst, jetzt keine Familie gründest, dann ist es vielleicht zu einem späteren Lebenszeitpunkt, und vielleicht soll es jetzt und mit diesem Mann nicht sein.

Auch wenn du jetzt Krebs hättest, würdest du dich körperlich sehr verändern, du würdest abnehmen, die Haare verlieren, eingefallen sein, oder aufgedunsen, und es würde vielleicht ein halbes Jahr oder 1 oder 2 Jahre dauern, bis du wieder "die Alte" wärst, vielleicht auch nie mehr so wie vorher.
Wäre da dein Partner auch nicht bereit dich zu begleiten und dir beizustehen?

Wo liegt der Unterschied? Krank ist krank, egal welche Krankheit. Und Krankheit verändert, ist ja keine Grippe!

Ich bin zwar schon sehr sehr lange mit meinem Mann zusammen, unsere Töchter sind 31 und 30, und es gäbe nichts, was uns trennen würde, keine Krankheit, keine Probleme.
Aber eine Partnerschaft ist nicht immer nur schön und positiv - und wenn man nicht in schweren Zeiten zusammenhält, wie soll sowas langfristig gehen?

Ich kann verstehen, dass dein Partner nicht die Kraft hat, vielleicht kann er einfach nicht mit psychischen Erkrankungen umgehen, vielleicht fehlt ihm einfach viel an Information.
Könnt ihr über deine Symptome reden, wie du dich fühlst, wie es in dir ausschaut?

Versuche jetzt bitte erstmal nur im Hier und Jetzt zu leben, nicht dran zu denken, was mit Haus und Arbeit ist, diese Dinge lösen sich immer irgendwie.
Das Wichtigste ist jetzt erstmal, dass du aus diesem erstarrten Zustand rauskommst, du hast schon viel geschafft: keine Halluzinationen mehr, keine DP, DR - das ist schon wahnsinnig viel!!!
Du machst Therapie - super!

Und wie du jetzt aussiehst ist jetzt komplette Nebensache - ein Mensch der dich wirklich liebt, liebt dich egal wie du aussiehst;)

Mach dir das als Mantra: es wird mir besser gehen, bald, und ich glaube da dran!

GLG
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Quietscheentchen
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Quietscheentchen »

Liebe lunetta, nur zum Verständnis. Es ist keine psychische Erkrankung, die sie gerade durchmacht. Es ist eine Schädigung durch die ADs, die sie nie vertragen hat.

Liebe Grüße
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lunetta
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von lunetta »

Liebes Qietscheentchen!

Das hatte ich verstanden, danke dir;)

Ich hatte es hier nur so umschrieben. Danke für deine Korrektur. Aber die Ursache für die Einnahme der AD war doch ein psychisches Problem, oder nicht?
Alles was jetzt ist, ist eine Folge.

LG
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Quietscheentchen
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Quietscheentchen »

Ach so, ja ich wusste jetzt nicht, ob ich was falsch verstehe oder du, oder wir nur aneinander vorbei denken. :)

TS85 schrieb von einer ängstlich-perfektionistischen Neigung.
Für mich persönlich keine Erkrankung, schon gar keine, die man wegmedikamentieren muss.
Einen Umgang braucht man natürlich, wenn man einen Leidensdruck verspürt.

Liebe Grüße
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Aquamarine
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Aquamarine »

Liebe TS,
hattest du mal in meinem Thread bei Aquamarine geschrieben?

Mirtazapin hat mir auch alles genommen...eine ganz ähnliche Nachricht, wie deine, habe ich heute Vormittag an ein Familienmitglied geschrieben. Es fühlt sich bei mir genauso an.

Kennst du meinen Thread?

Wenn du magst, schreib mir eine private Nachricht!

Liebe Grüße Aquamarine
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

Symptome jetzt:
Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
Null Lebensfreude, kein Antrieb

Ich nehme zur Zeit Vitalstoffe, OPC, Omega 3,
Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

Markus 77
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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Markus 77 »

Willkommen hier glaub hier den Profis ich bin als halbwegs gesunder hier gelandet wegen meiner Familie die mich als Psycho angesehen hat 4 Monate das wird wieder .... Lg Markus
Seit 1.2 mirtazapin 15mg ca. 14tage ausgeschlichen. Psychische Krise: 25.2 .14 15mg mirtazapin ca. 15Tage u. 15 Tage 7,5 mg u.ausgeschlichen. ( schlief 15 Std. Damit)Seit.25.2 citalopram 10mg ( 65 Tage)umstieg am 5.4 30mg Duloxetin 14 Tage .. Dann Null( Grund:heftige kopfschmerzen,Augendruck , blutdruckkrise) seit. 15.5 Probleme mit starker Ermüdung/ tagesschläfrigkeit / war vorher nie/starker Erschöpfung/ am 1.6 2tage escitalopram 5mg ( starke Kopfschmerzen)26.6.14 in psychiatrischer Klinik mirtazapin 15mg u. 75mg bupropion . 2 Tage mit 150mg ... 75 mg zurückdosiert ( bekam bei 150mg blutdruckkrise zittrige Hände, übelkeit , Schwindel) ....Derzeitige Medikamente seit ca.seit ca.18.7:6,5m mirtazapin 7.8 ca 5mg Mitra. 2-3 mg Mirta seit 20.8..Seit 30.8 ..Seit 20.10 ca.6,5 mirtazapin seit 3. 11 15mg mirtazapin seit. 7.11 ca.12mg mirta weil 15 mg nicht benötigt!! 11mg Mirtazapin seit 21.11.13 13mg 2.12 .13 seit 18.1 Temsta 4,5mg reduziert auf null seit 22.2. 15 .! seit 20.2 15mg Mirtazapin seit 10.3.15 20mg stabil 18mg seit 15.4 .2015 seit 20.5 auf 16,5 mg schlaf 8 Std. Past 22.6 15,5 mg Versuch
....seit 14.7 . 14,5 mg mirtazapin seit 8.7.15 abilify 5mg abilify seit 18.7 2,5 mg mirta zapin seit 18.7 14mg , 13 mg mirta seit 11.8 12,5 mirtazapin seit 22.8 seit 3.9 12mg , seit 20.9 11mg ,seit 8.10.
...10 mg mirtazapin rezed. Depressionen .seit 1.10.15 9 mg 1.12.15 8 mg mirtazapin und seit 15.11 5 mg abilify schlaf ca.7-8 std . absetzerscheinung :erschöpfung (körperlich ,nervliche) erbrechen , übelkeit ...... ...7mg mirtazapin seit 25.12. 30.1......6,5mg mirtazpin 6 mg seit 29.2.16 .....19.3 5,5 mg
abilify 4,75mg ...!! abilify 5 mg 19.3 3.4.16 Umstieg wasserlösmethode 35ml ergibt 5,25
mg Mirtazapin 33ml ( 5 mg Mirtazapin ) 8.4. 16......30 ml ,( 4,5 mg ) 17.4 .16... 4mg ( 27ml ) 9.5 .16 .....31.5.16 ...3,5 mg ( 35 ml ) 24.6.16 3 mg ( 30ml ) 16.7
(26 ml ) 2,6 mg 18. 7 . 2,7 mg ( 27 ml ) 14 .8 ( 24 ml .. 2,4 mg 11.9.16 21 ml 2,1 mg ... 2 mg seit 25.9. 1,8 ml ( 1,8 mg ) seit 10.10 1,5 mg seit 5.11.16 ...1,2mg seit 30.11. (12ml ) .. 1mg ( 10ml ) 28.12.16....22.1 .17 ...0,8 mg .0,7 mg seit ...8.2.. 0,6 mg seit 18.2 ...0,5 mg 24.2 ..0,4mg ...3.3.17 0,3 mg 17.3 seit . 25.3 abgesetzt .....wieder eindosiert mit 0,2 mg ...ab 1.4.17....abgesetzt 27.4 .17 mit 0,15 mg Mirtazapin abgesetzt ...!!schlaf past 6-9 std.....seit 6.6.17 .........4 mg abilify 3,5 mg Abilify ....seit 29.6....21.7.. ..3mg. 2,6 mg ...seit 21.8 .....21.9.. 2,1 mg ...21.10...1,8 mg 21.11 1,4 mg .....21.12. .....1,00 mg .... 22.1 0,7 mg ....22.2 ... 0,4 mg abgesetzt

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Re: TS85: Mirtazapin hat mir alles genommen :(

Beitrag von Olli29 »

Hallo TS85!

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg aus dem Labyrinth findest!

Liebe Grüße
- Burnout 2010 - 18 Tage Mirtazapin - Nebenwirkung Hoffnungslosigkeit, extreme innere Anspannung - sofortiges Weglassen
-Reha Okt. / Nov. 2010 ohne Medis

- Angststörungen seit Beginn 2019:
Mirtazapin 15-30 abends - insgesamt 4 Tage im Januar 19 zwei Tage gut geschlafen - dann schlecht, unter Tags bedrückt und tierisch angespannt - weggelassen
Promathezin - 1 x in einer Angstattacke im Januar 19 - 15 Tropfen - daraufhin panisch geworden - nicht wieder genommen
Opipramol - 50-100 abends - insgesamt vier Tage im Februar 19 - keine großen Nebenwirkungen, aber auch keine Wirkung - schlechter bis gar kein Schlaf- weggelassen
Pregabalin - nach Internetrecherche auf Einnahme / Test verzichtet
Zopiclodura - 3 Nächte je 1 im März 19 - Schlaf mit Albträumen für 3 bis 4 Stunden - danach Angst - weggelassen
Bromazepam - im Januar / Februar 19 über 8 Tage je eine 3 mg - zehn Tage Pause - im März 19 gelegentlich 1,5 mg - zwar Angstlösung, aber gefühlte Verstärkung depressiver Schübe
6 wöchige Reha (April/Mai) ohne Medis absolviert

Rückfall heftige Angstzustände November 19
Seitdem: 1,5 bis 4,5 mg Bromazepam täglich (4,5 mg selten)
Seit 23.12. 1,5 mg
Seit 27.12. 0 mg

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