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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

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Knuspertasche
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Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Donnerstag, 28.03.19, 14:26

Hallo meine lieben Mitmenschen.

Ich bin 28 Jahre alt, weiblich und meine Depression inkl. Zwangsgedanken und Angstattacken wurden mir erstmal im Alter von 20 Jahren diagnostiziert.

Ich habe die letzten zwei Jahre bis heute eine schwere Zeit und Versuche, zum Verständnis meines Problems bzw. Meiner aktuellen Situation, dies so kurz und verständlich wie möglich wieder zu geben.

Vor zwei Jahren begann meine zweite depressive Phase, ausgelöst durch plötzlich auftretende, ständige Kopfschmerzen und selbst auferlegten zu hohen Druck.
Bis dahin war ich einige Jahre unter dem Medikament Escitalopram, später dann Citalopram, 'stabil'.

Es folgte ein unbefridiegender Krankenhausaufenthalt, in welchem es mir zwischenzeitlich besser, aber nicht gut, ging und wurde dann in einem wesentlich schlechteren Zustand entlassen, da kurzfristig noch Medikamente umgestellt wurden, was dann wieder völlig nach hinten los ging (Von Mirtazapin auf Anafranil, da man hoffte, durch das Anafranil die Depression, sowie die Zwangssymptomatik in den Griff zu bekommen).
Dann bereits der Vorschlag einer Ekt Therapie seitens des Chefarztes, was ich damals ablehnte, da ich nicht der Meinung war, das dies zu dem Zeitpunkt bereits nötig gewesen sei.

Kurze Zeit später dann Aufenthalt im selbigen Krankenhaus auf der geschlossenen Station, aufgrund von Suizidalität, wobei mir erst viel später bewusst wurde, was wirkliche Suizidalität bedeutet. Damals war es mehr die Angst vor Kontrollverlust und aufgrund dessen etwas dummes zu tun.
Dort wurde ich mit 400 MG Seroquel, erneut Mirtazapin und 4mg Tavor am Tag abgeschossen.
Ich war so gut wie nicht mehr ansprechbar und nahm nur noch wenig von meiner Umwelt war.
Zudem wollte man mich mit Lithium behandeln, was ich aber ablehnte, da ich zudem Hashimoto und Psoriasis habe und dies sich eher negativ darauf auswirkt.
Da ich dies ablehnte und man keine Alternativen mit mir suchen wollte, wollte man mich auch nicht mehr, wie eigentlich geplant, auf die offene Station verlegen.
So saß ich da vier Wochen, es wurde immer schlimmer, es gab Gespräche zwischen meiner Familie und den Ärzten.
Man sagte, man könne mir nicht mehr weiter helfen, ich würde ja ALLES ablehnen, aber gehen lassen wollte man mich auch nicht.
Somit entließ ich mich selber, was zum Glück auch geglückt ist.

Weiterhin nahm ich Seroquel, Mirtazapin und Tabor.
Die 4mg Tavor musste ich dann, trotz das ich sehr schlecht dran war, in Eigenregie daheim absetzen, da dies in der Klinik nicht getan wurde und ich nach der Zeit natürlich schon eine Abhängigkeit entwickelt habe.
Ich schlich es aus, sehr langsam, es war trotzdem die Hölle.

Dann plötzlich starkes Herzrasen nach der abendlichen Einnahme des Seroquels (habe mittlerweile das Gefühl, dass das Tavor gewisse Nebenwirkungen des Seroquels gedeckelt hatte).
Eines Abends Puls von 170, das Gefühl gleich ins Gras zu beißen, Krankenwagen gerufen und für drei Tage ab auf die innere Station.
Dort äusserte ich den Zusammenhang mit dem Medikament und fragte nach der retadierten Variante, da ich gelesen hatte, das es die wohl auch zu geben scheint.
Man verar :censored: te mich, indem man mir die normalen gab, sie aber als retadierte verkaufte.
Ich wusste das sofort, als ich die Tabletten sah.
Ich nahm sie trotzdem, wieder starkes Herzrasen.
Ich bekam Betablocker.
Ein Arzt in selbiger Klinik, den ich auch schon von der psychiatrischen Station dort kannte, stellte mich von Seroquel auf Olanzapin.

Das Drama begann, aber der Zusammenhang war damals niemanden klar.
Ich wurde immer unruhiger, abends wackelte manchmal das ganze Bett vor Zittern, ich nahm immer weniger war, ich spüre irgendwann keine Gefühle mehr und ging wieder in ein Krankenhaus, diesmal woanders.
Zu dem Zeitpunkt war ich schon etwas suizidal.
Dort war man absolut überfordert mit mir.
Man wechselte von Mirtazapin auf Milnacipran und erhöhte das Olanzapin von 5 auf 15 MG, mit der Begründung, wer müde ist, kann sich nicht umbringen.
Ich wurde schwer Suizidal und schmiedete bereits Pläne für mein Ableben.

Irgendwann reduzierte ich das Olanzapin während meines Aufenthalts selber wieder auf 5mg, da ich langsam das Gefühl bekam, das dieses Zeug mir nichts Gutes tut.
Zudem ließ ich mich in dieses Krankenhaus dann doch auf Lithium einstellen.
Sie Suizid Gedanken wurden weniger, ich schöpfte plötzlich einen kleinen Lichtblick.
Ich wurde nach Hause entlassen.
Allerdings trat ich weiterhin auf der Stelle.

Also entschied ich mich erneut für eine stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus, in welchem Ekt Therapie angeboten wird.
Das Lithium musste wieder abgesetzt werden.
Die Ekt Sitzungen begannen, ich spürte keine wirkliche Besserung.
Ich bat um das Absetzen des Olanzapins.
Irgendwann dann, konnte ich plötzlich wieder weinen, teilweise wie ein kleines Baby, ich könnte wütend sein, weil ich daran zurück dachte, wie man mich woanders behandelt hatte, ich konnte aber auch hier und da Mals wieder etwas mehr lachen und sogar Mal ein Brettspiel mitspielen.
Man schrieb dies den Ekts zu, aber beendete diese vorzeitig, da man mein teilweise extrem wirres Gefühlschaos und meine eigene Überforderung damit als schlechte Nebenwirkung der Ekts ansah.
Heute weiß ich, es waren die Gefühle, die ich monatelang nicht mehr spüren konnte und plötzlich gesammelt auf mich einströmten.
Und ich glaube auch eher, dass es hilfreich war, das Olanzapin abzusetzen, da mich dies vollends abgestumpft hat.

Ich wurde also wieder nach Hause entlassen und freute mich sogar darauf.
Da ich aber nach wie vor nicht wirklich stabil war und erst auf eine lange Warteliste bei meinem nun neuen Psychotherapeuten kam, versuchte ich es nochmal mit Escitalopram statt Milnacipran, in Absprache meines neues Neurologen.
Psychisch ging es bergauf, aber da wartete bereits das nächste Problem auf mich.

Ich bekam Kopfschmerzen, irgendwann täglich, mit der Zeit immer schlimmer und ausweitender.
Ich rannte von Arzt zu Arzt, alle Untersuchungen sind unauffällig, bis auf eine scheinbare Cmd Problematik. Ich bezahlte also 2600 euro für eine speziell gefertigte Schiene beim Spezialisten.
Die Schmerzen waren bzw. Sind unbeeindruckt.
Dann stellte sich mir die Frage, ob ich eventuell das Escitalopram nicht mehr vertrage, da ich bei einer Dosiserhöhung vor schmerzen kaum noch geradeaus gucken konnte.

Also Umstellung von Escitalopram auf Venlafaxin, mit der Zieldosis von 150mg, da dies auch einen positiven Einfluss auf die Schmerzsymptomatik haben kann.
Ich nahm lange erst nur 75 mg, hatte unter dem Medikament aber trotzdem auch Nebenwirkungen, wie starkes Herzrasen, Verstopfungen, trickende Haut und Probleme mit den Speicheldrüsen.

Meine Psyche erholte sich, aber die Kopfschmerzen wurden nach wie vor immer schlimmer. Und irgendwann, wenn wundert es, fing auch meinen Psyche wieder mehr und mehr an unter der neuen Problematik zu leiden, da ich aufgrund der Schmerzen immer mehr Ausser Gefecht gesetzt werde, trotz viel Bewegung, Anpassung meines lebenstyls etc.
Drei Wochen probierte ich es mir 150 MG, die Schmerzen wurden brutal.
Unter dem Venlafaxin verkrampfte meine Gesichtsmuskulatur zunehmends und ich konnte nichts dagegen tun.
Schmerzmittel halfen von Anfang an nicht, habe schon einige ausprobiert, aber bin sehr vorsichtig, da ich in keine MÜK Geräten will.

Dann meine Vermutung, ob ich diese ganzen Psychopharmaka überhaupt noch vertrage, denn in der Vergangenheit waren diese mir ja eher deutlich schlechter bekommen.
Aus menschlicher Verzweiflung heraus, setzte ich das Medi ab um zu schauen, was meine Schmerzen davon halten.
Drei Tage ging dies ganz gut, die Schmerzen waren auch weniger, aber ich bekam plötzlich heftigen Schwindel und Übelkeit.
Ich begann wieder mit 75mg und machte mich an einen Absetzplan.
Die75mg, welche ich ca ein 3/4 Jahr genommen hatte, schlich ich Kügelchen Weise innerhalb von 26 Tagen aus.
Viele hier schreien jetzt bestimmt wieder, vielleicht auch zurecht, auf, da dies noch zu schnell gewesen ist.
Ich will und muss aber auch wissen, in die Kopfschmerzen daher rühren und da habe ich leider nicht mehr die Kraft und Geduld, noch Wochen oder monatelang zu warten.

Nun bin ich etwas über eine Woche ohne Venlafaxin.
Was soll ich sagen...
Der Stand ist so, dass ich beim ausschleichen ca. Eine Woche lang das Gefühl hatte, die Schmerzen würden weniger.
Die extreme Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur scheint bis jetzt wirklich weg zu sein.
Aber nun habe ich das Gefühl, es wird wieder schlimmer. Das Gesicht Krämpfe zwar nicht mehr, aber der Sxhnerz ist nach Wie vor da, plus jetzt auch noch jeden Tag einen ziehenden und brennenden Schmerz in der rechten Gesichtshälfte mit dem Gefühl, diese sei angeschwollen.
Ist sie aber nicht.
Zudem friere und zittern ich ständig, mir den ganzen Tag Übel, bis jetzt zwar ohne erbrechen, aber ich bin oft kurz davor.
Ich fühle mich krank und mein Kopf pulsiert.
Ich habe Durchfall und bekomme schnell Angst angesichts der Zukunft.
Ich bin entweder aggressiv oder Weine jämmerlich.
Andererseits habe ich ihnen das Medikament das Gefühl, das ich nun wirklich weiß, was mich bedrückt und zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin.
An welchen Punkten ich arbeiten muss und was ich noch nicht verarbeitet habe.
Dies alles war abgedämpft bzw. Weg unter den Medikamenten.
Es ist wie ein Stöpsel der gezogen wird und die Gedanken und Gefühle kommen wie ein Tsunami hervor.
Das ist einerseits unangenehm, andererseits aber auch hilfreich, weil ich das Gefühl habe, nun endlich zu wissen, an welchen Punkten ich wirklich mit meinem Therapeuten zusammen arbeiten muss.
Ich kann wieder klarer denken, trotz das es mir so schlecht geht.
Ich habe jedoch Angst, dass alles nach hinten los geht.

Ich weiß nicht genau, was ich mir hier in diesem Forum erhoffe.
Vielleicht Menschen, die mir ihre Erfahrungen mitteilen können, besonders im Bezug auf das Absetzen des Venlafaxins oder generell Psychopharmaka.
Menschen, die mich verstehen und vielleicht mit zusprechen können.

Leider weiß ja wohl keiner, wie lange ich nun unter diesen Absetzsymptomen leiden werde...und dann ist da noch dieses Problem mit den Kopfschmerzen.
Ich kann wohl erst richtig einschätzen, ob sich dies positiv auf die Schmerzen auswirkt, wenn ich das Medikament Mal längere Zeit nicht genommen habe, so denke ich...es ist schon eine Veränderung zu spüren, aber besser ist es nicht wirklich...

Ich bin nebenbei aber auch noch dabei, bei einer Schmerzklinik vorstellig zu werden, die Unterlagen werde ich wohl diese Woche noch fertig haben und losschicken können...

Trotzdem macht mich die gesamte Situation wieder sehr fertig. Jetzt hab ich nicht nur Kopfschmerzen sondern auch noch absetzprobleme...
Nicht zu vergessen, ich habe das Mittel in erster Linie abgesetzt, weil ich mir einen positiven Effekt auf meine schmerzen erhoffe...

Trotzdem bereue ich es heutzutage, je solch ein Medikament genommen zu haben...

Aber es fehlt einfach an Aufklärung seitens der Ärzte, an Therapeuten, die einen zügig aufnehmen können, damit man Gesprächstherapie hat etc. Etc.
Dann müssten diese Mittel wahrscheinlich gar nicht immer sofort sein und nun hat man den salat...

Aber ich habe lieber ein Ende mir schrecken, als ein schrecken ohne Ende...

Nun ist der Text doch sehr lang geworden und ich entschuldige mich dafür.
Wer bis hierhin gelesen hat, dem sei zutiefst gedankt 🧚

Alles Gute und achtet auf euch
Die Knuspertasche (wie ich auf den Namen gekommen bin, ist mir ein Rätsel)
Zuletzt geändert von Annanas am Donnerstag, 28.03.19, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Dezember 2010
Depression, Zwangsgedanken und Angststörung diagnostiziert.
Dezember 2010 bis ca. Mitte 2016 Cipralex 10 bis 20mg
Dezember 2010 bis ca. Ende 2011 Seroquel, anfangs 100mg, dann langsam ausgeschlichen
Mitte 2016 bis Februar 2017 Citalopram 20 bis 40 mg
Februar 2017 bis April 2017 Mirtazapin (Dosierung weiß ich leider nicht mehr, auf jeden Fall im oberen Bereich)
April 2017 bis Mai 2017 Anafranil (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2017 bis Mitte 2017 Quetiapin (erst einige Zeit 150mg, später dann bis zu 400mg)
Mai 2017 bis ca. August erneut Mirtazapin
Ende Mai 2017 bis Mitte Juli 2017 4mg Tavor, langsam ausgeschlichen
Mitte 2017 bis Dezember 2017 Olanzapin, meist 5mg, zwischenzeitlich 15mg
August 2017 bis Februar 2018 Milnacipran, erst 100mg, den letzten Monat dann nur noch 50mg
August 2017 bis November 2017 Lithium (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2018 bis Mitte 2018 Escitalopram 10mg
Zwischenzeitlich auch Mal Sertralin für drei Wochen ausprobiert
Mitte 2018 bis November 2018 Venlafaxin 75mg
Mitte 2018 bis Ende 2019 Quetiapin 50mg
November 2018 bis Dezember 2018 nochmal Escitalopram 10mg
Dezember 2018 bis März 2019 erneut 75mg Venlafaxin, ca. 3 Wochen auch 150mg
Venlafaxin zum Ende hin innerhalb von 26 Tagen nach der Kügelchen Methode ausgeschlichen
29. März 2019, 12 Tage nach Absetzen des Venlafaxins, erneute Einnahme von 15 Kügelchen (ca. 3,5 bis 4,5mg) Venlafaxin am Tag (da zu starke Absetzsymptome)
30. März 2019, Anpassung des Venlafaxins auf 8 Kügelchen = 2mg
Erstmal so beibehalten

Anfang 2011 Hashimoto diagnostiziert, daher zzt. 50mg L-Thyroxin, mit zwischenzeitlich wechselnder Dosierung bis 100mg. Weiß immer noch nicht, welche Dosis für mein Befinden optimal ist.

Annanas
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 28.03.19, 18:56

Hallo Knuspertasche,

willkommen im ADFD.

Vorab zu deinem Anliegen:
Erstmal tut es mir furchtbar leid, was du alles durchstehen mußtest, wie geradezu sorglos mit diesen potenten Medikamenten umgegangen wird.

Es wird jetzt schwer werden, etwas Hilfreiches zu raten, weil man kaum noch unterscheiden kann, was sind Symptome vom Absetzen, was sind NW usw.

Hilfreich wäre, wenn du eine Signatur anlegen könntest (wie das geht, steht im nachfolgenden Grundlagentext).
Wahrscheinlich wird es wegen der ganzen Wechsel u der Dauer des Geschehens schwierig werden, sich an alles zu erinnern.
Du kannst bei länger zurückliegenden Medikamentierungen auch mit "ca" arbeiten.
Wichtig wäre, wenn du die letzten 2 Jahre dahingehend genauer darstellen könntest.

Ich denke erstmal, ohne die o.g. Dinge genauer zu wissen, daß dein gegenwärtiges Befinden mit dem zu schnellen Absetzen des Venlafaxins zusammenhängt.

Aber lies dir bitte den folgenden Text in Ruhe durch - ich habe die Infos zu Benzodiazepinen, Neuroleptika zusätzlich zu den Antidepressiva stehenlassen, weil du mit allen Medikamentengruppen zu tun hattest.

------------
Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Donnerstag, 28.03.19, 21:56

Hallo Anna (meine Namensvettererin)

Vielen lieben Dank erstmal für die Rückmeldung und die Informationen.
Ich habe, soweit es mein derzeitiger Zustand zu lässt, mich auch gerade Mal etwas in den verlinkten Themen durchgelesen.
Wirklich eine tolle Arbeit, die da im Bezug auf Psychopharmaka zusammengetragen würde.
Ich habe auch eine Signatur erstellt, die ich bei Zeiten aber noch durch Zusatzinformationauch ergänzen möchte.

Wie du auch schon angemerkt hast, kann man, also auch ich, kaum noch auseinander halten, was genau jetzt wo her kommt.
Das macht mich etwas wahnsinnig, da ich dies schon seit längerem schon gar nicht mehr weiß.
Obwohl letztes Jahr auch alle Untersuchungen (MRT, EEG etc.) Ohne Auffälligkeiten waren, habe ich zunehmend Angst, das etwas übersehen wurde oder ich doch mittlerweile einen Hirntumor etc. Haben könnte, da ich besonders heute solche starken Kopf, Gesichts und Nackenschmerzen rechtsseitig habe, das ich kaum noch geradeaus gucken kann.

Auch die anderen extremen Symptome, die ich seit dem ausschleichen bzw. Absetzen entwickelt habe, schiebe ich eigentlich dem Entzug zu, allerdings habe ich auch immer wieder Angst, dass ich jetzt doch was schlimmeres haben könnte und die Symptome am Ende daher kommen.
Ja, auch meine vermehrte Angst, Unsicherheit etc. Ist wahrscheinlich ein Absetzsymptom.
Irgendwie versucht man sich das ins Gedächtnis zu rufen, aber trotzdem zweifelt man immer wieder.

Das ich noch relativ gut hier ins Forum schreiben kann, liegt wohl daran, dass ich Schmerzen mittlerweile leider auch 'gewohnt' bin, was die Quälerei nur nicht besser macht.

Auch wenn meine Situation etwas sehr kompliziert zu sein scheint, hoffe ich trotzdem, das sich noch der ein oder andere meldet.

Liebe Grüße und danke nochmal an dich Anna
Knuspertasche
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Depression, Zwangsgedanken und Angststörung diagnostiziert.
Dezember 2010 bis ca. Mitte 2016 Cipralex 10 bis 20mg
Dezember 2010 bis ca. Ende 2011 Seroquel, anfangs 100mg, dann langsam ausgeschlichen
Mitte 2016 bis Februar 2017 Citalopram 20 bis 40 mg
Februar 2017 bis April 2017 Mirtazapin (Dosierung weiß ich leider nicht mehr, auf jeden Fall im oberen Bereich)
April 2017 bis Mai 2017 Anafranil (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2017 bis Mitte 2017 Quetiapin (erst einige Zeit 150mg, später dann bis zu 400mg)
Mai 2017 bis ca. August erneut Mirtazapin
Ende Mai 2017 bis Mitte Juli 2017 4mg Tavor, langsam ausgeschlichen
Mitte 2017 bis Dezember 2017 Olanzapin, meist 5mg, zwischenzeitlich 15mg
August 2017 bis Februar 2018 Milnacipran, erst 100mg, den letzten Monat dann nur noch 50mg
August 2017 bis November 2017 Lithium (Dosierung weiß ich nicht mehr)
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Zwischenzeitlich auch Mal Sertralin für drei Wochen ausprobiert
Mitte 2018 bis November 2018 Venlafaxin 75mg
Mitte 2018 bis Ende 2019 Quetiapin 50mg
November 2018 bis Dezember 2018 nochmal Escitalopram 10mg
Dezember 2018 bis März 2019 erneut 75mg Venlafaxin, ca. 3 Wochen auch 150mg
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29. März 2019, 12 Tage nach Absetzen des Venlafaxins, erneute Einnahme von 15 Kügelchen (ca. 3,5 bis 4,5mg) Venlafaxin am Tag (da zu starke Absetzsymptome)
30. März 2019, Anpassung des Venlafaxins auf 8 Kügelchen = 2mg
Erstmal so beibehalten

Anfang 2011 Hashimoto diagnostiziert, daher zzt. 50mg L-Thyroxin, mit zwischenzeitlich wechselnder Dosierung bis 100mg. Weiß immer noch nicht, welche Dosis für mein Befinden optimal ist.

Jamie
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 28.03.19, 22:46

Hallo Knuspertasche,

willkommen im Forum. :)

Ich bin wirklich entsetzt über das, was man mit dir angestellt hat. :o
Sicher, man kommt nicht ohne Grund in eine Psychiatrie, aber wie man dich medikamentiert hat, das ist ja, als ob du manisch, schizophren, psychotisch, depressiv, angstgestört und alles gleichzeitig gewesen bist. :wacko:

Dein Körper wird viele Jahre brauchen, diese Eingriffe zu verarbeiten. Aber es ist möglich, da das Gehirn neuroplastisch ist und sich umstrukturieren kann. Es kann heilen.

Ich denke du solltest wirklich darüber nachdenken eine Minimenge Venlafaxin wieder einzunehmen.
Ich habe richtig verstanden, dass das das einzige Mittel ist, das du noch nahmst (?)
Es reichen vielleicht schon 2,5mg für den Anfang.
Das Entzugssyndrom vom Venlafaxin kann sich weiter aufschaukeln und wenn du denkst, es sei jetzt schon kaum noch auszuhalten, dann will ich dich nicht beunruhigen, aber das kann auch noch schlimmer werden und wissentlich sollte man das nicht in Kauf nehmen :oops:.

Was deine permanenten Kopf- und Gesichtsschmerzen betrifft, so bin ich auch der Meinung, dass das in die Hände eines versierten Schmerzmediziners gehört. Ich hatte auch mal kurz die Idee, ob du vielleicht eine verkappte Form von Migräne oder Clusterkopfschmerz hast - vielleicht zusammen in einer Mischform mit massiven Verspannungen; - das kann übrigens von Psychopharmaka kommen.

Eine CMD kann schreckliche Schmerzen auslösen, das kann ich bestätigen, weil ich seit einer missglückten Zahnbehandlung selbst darunter leide. Wir haben einen Thread dazu.
Kennst du das Buch "Kiefer gut, alles gut" von T. Pfitzer? Das kann ich empfehlen. Mir hat auch Physiotherapie etwas Linderung gebracht - meine Therapeutin war sowohl in Osteopathie als auch Craniosakraltherapie bewandert und hat mich also dreifach profitieren lassen ;).
Das Muskel-Relax-Öl kann ich auch sehr empfehlen; ich schrieb an einer Stelle davon.

CMD / Bruxismus: viewtopic.php?f=57&t=13081
Thread Verspannungen: viewtopic.php?f=57&t=11493

Viele Grüße
Jamie
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Freitag, 29.03.19, 9:37

Hallo liebe Jamie

Vielen Dank erstmal für deinen Beitrag.
Ich habe mir auch Mal kurz deine damalige Situation und die Erfahrungen mit dieser durchgelesen und hoffe, dass es dir heute noch viel besser geht als noch vor ein paar Jahren.

Das die Verspannungen bzw. Diese Verkrampfungen sie ich hatte, manchmal noch habe, an dem Venlafaxin liegen können, war auch meine Vermutung.
Daher unter andern das Absetzen.

Ich würde mich auch darauf einlassen, wieder eine geringe Menge Venlafaxin einzunehmen und diese dann noch viel langsamer und über einen längeren Zeitraum auszuschleichen.
Da ich das Medikament nur auch nicht sonderlich gut vertrage und ich nach wie vor hoffe, das ich ohne das Medikament auf Dauer einen positiven Effekt auf meine Schmerzproblematik verspüren, möchte ich nun wirklich nicht mehr eine zu hohe Dosis des Medikaments nehmen.
So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
Und da weiß ich nicht, wie viel MG das wären.

Die extremen Entzugserscheinungen fingen auf jeden Fall an, als ich ca. noch 8 bis 15 Kügelchen genommen habe.
Ich frag mich nur auch, wenn ich das Medi jetzt doch wieder nehme, ob mein ZNS dann nicht noch noch mehr durcheinander kommt.

Könnt ihr mir das was raten?
Ich habe mittlerweile das Gefühl, wie ich es mache, so mach ich's falsch.

Achso und vielen Dank Jamie, für die Verlinkungen.
Ich werde mich dort auch Mal reinlesen.

Liebe Grüße und einen angenehmen Tag wünscht
Knuspertasche
Dezember 2010
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November 2018 bis Dezember 2018 nochmal Escitalopram 10mg
Dezember 2018 bis März 2019 erneut 75mg Venlafaxin, ca. 3 Wochen auch 150mg
Venlafaxin zum Ende hin innerhalb von 26 Tagen nach der Kügelchen Methode ausgeschlichen
29. März 2019, 12 Tage nach Absetzen des Venlafaxins, erneute Einnahme von 15 Kügelchen (ca. 3,5 bis 4,5mg) Venlafaxin am Tag (da zu starke Absetzsymptome)
30. März 2019, Anpassung des Venlafaxins auf 8 Kügelchen = 2mg
Erstmal so beibehalten

Anfang 2011 Hashimoto diagnostiziert, daher zzt. 50mg L-Thyroxin, mit zwischenzeitlich wechselnder Dosierung bis 100mg. Weiß immer noch nicht, welche Dosis für mein Befinden optimal ist.

Knuspertasche
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Freitag, 29.03.19, 12:01

Kleiner Nachtrag:
Ich habe gerade wieder Venlafaxin genommen, 15 Kügelchen, das müssten so ca. 3,5 bis 4,5mg sein, so genau weiß ich das leider nicht.
Ich hoffe inständig, dass ich das richtige tue und es mir hilft, zumindest gegen die Entzugssymptome.
Ich hoffe, ich tue das richtige, ich will mir ja nur helfen, denn die Ärzte können das scheinbar ja nicht wirklich.

Wegen meiner Kopfschmerzen gehe ich natürlich trotzdem noch in eine Schmerzklinik.

Liebe Grüße
Knuspertasche
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Februar 2017 bis April 2017 Mirtazapin (Dosierung weiß ich leider nicht mehr, auf jeden Fall im oberen Bereich)
April 2017 bis Mai 2017 Anafranil (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2017 bis Mitte 2017 Quetiapin (erst einige Zeit 150mg, später dann bis zu 400mg)
Mai 2017 bis ca. August erneut Mirtazapin
Ende Mai 2017 bis Mitte Juli 2017 4mg Tavor, langsam ausgeschlichen
Mitte 2017 bis Dezember 2017 Olanzapin, meist 5mg, zwischenzeitlich 15mg
August 2017 bis Februar 2018 Milnacipran, erst 100mg, den letzten Monat dann nur noch 50mg
August 2017 bis November 2017 Lithium (Dosierung weiß ich nicht mehr)
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von svenja2014 » Freitag, 29.03.19, 12:38

Hallo Knuspertasche!

Na Du hast ja einiges hinter Dir...🥵

Echt schlimm, wenn man sieht wie die Mediziner „ Herumprobieren“ um ein geeignetes Mittel zu finden und dabei völlig außer Acht lassen, dass man die anderen Medikamente erst einmal absetzen müsste, bevor man neue dazu nimmt....schrecklich

Du hast in 26 Tagen 75 mg ausgeschlichen?
Das ist eigentlich wie ein Kaltentzug......

Viel zu schnell...
Es ist kein Wunder, dass es Dir sehr schlecht geht....
Hast Du Dich schon reingelesen in die AD Absetzen Grundlageninfo?

Wenn ich z. Bsp. „nur“ 10 mg absetze (vom Venlafaxin) gehts mir schon gruselig( Ängste, Kopfschmerzen, Übelkeit, Innere Unruhe....)

Ich habe mich schon damit abgefunden, dass das Ausschleichen sehr lange dauern wird..., es geht kein Weg dran vorbei,
Vielleicht machst Du Dir die Mühe und zählst die Kügelchen Deiner Tablette wirklich durch, damit Du genau weißt wieviel Kugeln 1 mg sind, damit Du bei Bedarf nach Plan dosieren kannst....

Das wieder eindosieren ist anscheinend wichtig, damit dem Körper noch mal die Gelegenheit gegeben wird, sich langsam von dem Medikament zu entwöhnen, ich würde das jetzt wirklich so machen wie Jamie das vorschlägt...

Du bekommst aber sicher bald wieder Antwort vom Team, wie Du dann weiter vorgehen kannst.

LG alles Gute
Svenja
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Trittico reduziert auf 50 mg wegen völlig blockiertem Gehirn am Vormittag
2011 Scheidung Psychische Rehabilitation 6 Wochen , entlassen Venlafaxin150 mg, Trittico 100 mg, Seroquel 25 mg
ca.2014 Seroquel abgesetzt, ohne Ausschleichen, Panikattacken Angstzustände VerzweiflungWeinen
Trittico aufdosiert auf 100 mg, daraufhin verschwinden Absetzerscheinungen in kurzer Zeit
2015 -2017 Trittico ausgeschlichen ( langsam, genau weiß ich es nicht mehr), nehme Same und Gaba als NEM, das hilft mir
seit 2018 NUR noch Venlafaxin 150 mg, fühle mich meistens antriebslos, depressiv, habe Angst in der Arbeit nicht mehr zu funktionieren, gefühlsarm, fühle mich wie von mir abgeschnitten,
Ab 2018 langsame Reduzierung in ca. 10 Prozent Schritten, bis Herbst 75mg +27;5mg seit Herbst Reduktionspause
Seit 5.3.2019 Versuch weiter zu reduzieren momentan also 75mg plus ca.20 mg
Schwitzen, Kopfweh, Blutdruckprobleme( zu hoch),mulmiges Gefühl( Kloß im Hals) innere Anspannung,Herzklopfen, Depression,bin zuviel alleine
Bin seit2005 in Gesprächstherapie 1 mal im Monat
seit 15.4. -4 mg= 91,5 mg
totale Reizbarkeit, frühes Aufwachen Schwindel, Übelkeit, Durcheinander im Gehirn....kann keinen klaren Gedanken fassen, Zwangsgedanken nach 1 bis 2 Wochen besser...

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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 29.03.19, 12:39

Hallo Knuspertasche :)

Ich bin selbst Migränepatient. Wurden mögliche Auslöser Deiner Kopfschmerzen bereits ausgeschlossen. Damit meine ich: Sitz des Kiefergelenks, ISG-Gelenk, Trigeminusneuralgie?

Bei mir saß z.B. das Kiefergelenk nicht richtig. Ich wurde zu einem Zahnarzt überwiesen, der sich darauf spezialisiert hat und mir eine Aufbissschiene gemacht hat, die das Gelenk entlastet und ausgleichend (und somit entspannend) wirkt. Meine Migräneanfälle sind seltener geworden, die spannungsbedingten Kopfschmerzen sind fast ganz weg.
Zudem habe ich ein verschobenes ISG (das haben ganz viele Menschen) und löst Verspannungen im Rücken aus, die dann in den Kopf weiterwandern. Regelmäßig Osteopathie, Physio und Massagen helfen mir im Augenblick gut.

Viele Grüße und gute Besserung!
Finchen
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Freitag, 29.03.19, 14:41

Hallo ihr Lieben

Danke, für eure Antworten!
Liebe Svenja, dass das Absetzen scheinbar zu schnell war, ist mir mittlerweile, Dank dieses Forums hier, auch bewusst geworden. :zombie:
Ich habe wie schon geschrieben heute wieder 15 Kügelchen genommen und schaue Mal, was mein Körper die nächsten Tage dazu sagt, wenn ich das erstmal so beibehalte.
Ggf. Muss ich halt noch anpassen.
Ich werde meinen Mann wohl nachher auch einmal darum bitten, die Kugeln für mich durchzuzählen, da ich das mit Pipette bewaffnet und meinen Kopfschmerzen zurzeit gar nicht hinbekomme.
Zudem zittere ich stellenweise so sehr, das die Kugeln schon im ganzen Wohnzimmer rumfliegen (hab's heute Vormittag probiert).
Ansonsten scheint besonders Venlafaxin, wenn ich das so bei dir auch wieder lese, ja wirklich ein Hammerzeug zu sein, im Bezug auf Absetzsymptome.
Hab, meine ich, auch Mal gelesen, dass dies wohl an der kurzen Halbwertszeit und der opioid antagonistische Wirkung liegen kann.

Und nun an dich Finchen.
Bei mir liegen wohl auch mehrere Dinge im Argen.
Zum einen eine Kiefergelenksproblematik für welche ich auch beim Spezialisten bin und eine angepasste Aufbisschiene habe.
Dann habe ich scheinbar hormonell mit Migräne zu tun.
Außerdem habe ich eine leichte Skoliose und einen Beckenschiefstand.
Ich hatte auch schon exakt 46 Sitzungen, die Physiotherapie, Massagen und Osteopathie umfassen.
Jedoch lindert nichts davon meine Beschwerden und wenn nur sehr kurzfristig.
Wie sagt man so schön: Man kann Läuse und Flöhe haben.
Daher der Plan in die Schmerzklinik zu gehen.
Ich habe mir auch extra, so scheint es, die Bundesweit beste heraus gesucht, auch wenn dies längere Wartezeiten bedeutet.
Dort arbeitet man nach einem multimodalen Schmerzkonzept, welches eine umfassende Diagnostik umfasst, damit mir Mal endlich jemand sagen kann, was genau ich habe.
Mit chronischer Kopf- und Gesichtsschmerzen kann ich nichts anfangen.
Dort sind etliche Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen vertreten, inkl. Psychotherapeuten und Physios.
Mein Psychotherapeut hatte mir ja auch geraten, Mal eben solche eine Klinik aufzusuchen und auch als ich mit dieser Klinik schon einmal in Kontakt getreten war, sagte man mir, das dieser Weg für mich mittlerweile wohl der Sinnvollste sei.

Liebe Grüße
Knuspertasche
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Dezember 2018 bis März 2019 erneut 75mg Venlafaxin, ca. 3 Wochen auch 150mg
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29. März 2019, 12 Tage nach Absetzen des Venlafaxins, erneute Einnahme von 15 Kügelchen (ca. 3,5 bis 4,5mg) Venlafaxin am Tag (da zu starke Absetzsymptome)
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Anfang 2011 Hashimoto diagnostiziert, daher zzt. 50mg L-Thyroxin, mit zwischenzeitlich wechselnder Dosierung bis 100mg. Weiß immer noch nicht, welche Dosis für mein Befinden optimal ist.

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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 29.03.19, 16:23

Hallo Knuspertasche,

find ich super, dass das schon alles abgeklärt ist (Kiefer usw.). Dann wird daran schon gearbeitet.

Das mit der hormonellen Migräne kenne ich: Meine war damals komplett weg, als ich schwanger war. Eine sehr schöne Zeit. :D
Keine drei Stunden nachdem der Zwerg auf der Welt war ging es wieder los. :cry:
Es spielen so viele Faktoren bei der Migräne mit. Hormone, Verspannungen, Stress, zu wenig Schlaf..., die Liste ist endlos.
Im Augenblick geht es mir gut - ich genieße das.

Das mit der Schmerzklinik hört sich für mich vernünftig an und ich drücke Dir die Daumen, dass sie dort die Ursache finden und Dir helfen können.

Viele liebe Grüße
Finchen
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Ululu » Freitag, 29.03.19, 19:29

Hallo Knuspertasche,

ich hatte diese ganze Woche Probleme mit Migräne.
Tagelang und mit Aura.
Das ist wirklich schrecklich, ich kann dich gut verstehen.
:hug: 🤯
Wenn Kopfschmerzen dein Schwachpunkt sind kann es leider sein, dass sich deine Absetzerscheinungen tendenziell auch oft so äußern.
Das kennen Viele so. :(

Wie geht es dir bis jetzt mit der Wiedereinnahme ?
Merkst du schon etwas ?

LG Ute
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Freitag, 29.03.19, 20:03

Hallo Ute

Danke, dass du dich gemeldet hast.
Ja, Kopfschmerzen sind schon was schlimmes, vo rallem auch Migräne.
Aura kenne ich so zum Glück nicht, dafür habe ich mittlerweile das Gefühl, werde ich hibbelig und bekomme Fressattacken, einen Tag bevor ich Migräne bekomme, wenn es denn eine ist.
Wäre ja auch alles nicht so wild, wenn ich nicht diesen 24/7 starken Schmerz hätte...

Also Entzugserscheinungen habe ich nach wie vor, bin aber der Meinung das diese schon milder sind.
Ich zitter weniger und die Übelkeit ist auch weniger geworden.
Schon erstaunlich...
Dafür bekomme ich gegen Abend jetzt wieder vermehrt diese krampfartigen Schmerzen im Gesicht, die ich seit dem Absetzen vom Venlafaxin eigentlich nicht mehr hatte...
Das ist doch alles zum 🤮.
Ich weiß so echt nicht mehr, was ich machen soll, denn wie ich es mache, ist es alles andere als ideal 😢

Liebe Grüße
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Samstag, 30.03.19, 12:54

Hallo zusammen

Kurzes Update:
Nachdem ich gestern wieder ca. 4mg Venlafaxin genommen habe und daraufhin abends wieder mit Gesichtskrämpfen reagiert habe, habe ich heute auf 2mg reduziert, in der Hoffnung, dass zum einen die Entzugssymptome weniger werden und zum anderen mein Gesicht nicht so krampft.
Ich hoffe, dies kann man so machen.
Jetzt Mal abwarten wie es weiter verläuft.
Jetzt nach dem Mittagessen ist mir auf jeden Fall wieder ziemlich Übel und mein Kopf schmerzt nach wie vor sowieso sehr stark.
Ich versuche einfach einen erträglichen Mittelweg für mich zu finden...

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht
Knuspertasche
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Montag, 01.04.19, 10:49

Hallo zusammen

Falls noch jemand mitliest:
Ich nehme nun wieder 2,03 MG Venlafaxin.
Ich habe nach wie vor Entzugserscheinungen, aber abgemildert .
Wenn diese nicht noch schlimmer werden, sondern mit der Zeit eher verschwinden, kann ich damit umgehen.
Psychisch geht es mir nicht besonders gut, aber ich denke, dass da meine Kopfschmerzproblematik auch eine Rolle spielt.
Ich überlege nun nur, wie ich weiter vorgehen, in Bezug auf das Absetzen, aber erstmal wollte ich die 2mg so beibehalten, bis sich alles etwas beruhigt hat.
Weiß nur noch nicht in welchem Abstand und in welchen Schritten ich dies nun am besten runterdosiere.
Die 2mg sind 8 Kügelchen Venlafaxin.
Vielleicht hat ja jemand einen Tipp?

Liege Grüße und einen guten Start in die Woche wünscht
Knuspertasche
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von FineFinchen » Montag, 01.04.19, 15:37

Hallo Knuspertasche,

schön, dass Du eine Dosierung gefunden hast, auf der Du Dich stabilisieren kannst. Halte das mal, bis sich alles wieder beruhigt hat.

Was den nächsten Schritt angeht:
Jamie hat alles zum Thema Absetzen kompakt in einem Frage- und Antwortkatalog zusammengefasst.
viewtopic.php?f=35&t=16516

Schau mal, ob Du dort schon bezügl. Deiner Frage fündig wirst.

Liebe Grüße
Finchen
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Kimeta » Montag, 01.04.19, 17:17

Liebe Knuspertasche,

ja, ich lese noch mit :) , ich bin auch Kopfschmerz- und Migränepatientin.

Meiner Meinung nach solltest Du jetzt erstmal mindestens 4 Wochen abwarten. Wenn die Wiedereindosierung hilft und Du stabiler bist, dann kannst Du es mit einem Kügelchen weniger probieren. Erst wenn Du weißt, wie sich das auswirkt, würde ich weitersehen.

Eine Menge von 8 Kügelchen bedeutet, dass jeder Absetzschritt mehr als 10% groß ist. Ev. wird es notwendig, kleinere Schritte zu gehen. Hast Du mal recherchiert, ob es dafür eine Lösung gibt? Tropfen z.B., Wasserlösemethode, oder eine Firma mit "mehr Kügelchen" pro Kapsel? Das wären meine Ideen, ich weiß nicht, ob sie sich umsetzen lassen.

In welche Schmerzklinik möchtest Du denn gehen?

Viele Grüße
Kimeta
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- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 28.12.2018: 2,0 mg.

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Jamie
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Jamie » Montag, 01.04.19, 18:49

Hallo, :)

Venlafaxin gibt es flüssig, kann aber sein, dass das eine hohe Zuzahlung hat.
Das müsste man mal bei der Apotheke erfragen.
Es heißt Zaredrops.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von lunetta » Montag, 01.04.19, 19:10

Hallo!

Ich habe jetzt nicht deinen ganzen thread durchgelesen, aber ich kann dir viel zum Thema Kopfschmerz und Migräne erzählen;(
Ich leide seit mehr als 40 Jahren darunter, es hat schon in frühester Pubertät begonnen.

Ich habe wirklich ALLES durch, mit Ausnahme der Kopfambutation;)

Egal welche Schmerzmittel, welche Triptane, welche Therapiemöglichkeiten, ich glaube ich habe wirklich alles durch. Ich habe beides - Kopfschmerzen und Migräne.

Im akuten Schmerzfall hilft mir nur Ibu und Ruhe. Wenn mir nicht kotzübel ist tinke ich noch einen Espresso.
Wenn ich erbrechen muß nehme ich 1 Motilium, MCP vetrage ich nicht.

Was mir hilft ist Kephalodoron von der Firma Weleda (ich kriege von Weleda keine Provision;)
Aber das hilft nicht bei Schmerzbeginn, sondern ich nehme es kurmäßig ein, was zu weniger Kopfschmerzen bzw. Migräne führt. Dafür beginne ich mit mehrmals am Tag mit 1 Tablette und dann tägl. 3x1, so ungefähr 1 Monat lang.


Mir wurde damals auch Venla als Langzeittherapie gegen die Kpfschmerzen verordnet - es hat nie geholfen, ich habe es jetzt aber schon über 10 Jahre an der Backe. Ich nehme dzt. nur mehr 0,1 mg ein, aber das Absetzen ist nicht leicht.


Ich hatte solche Migräneanfälle dass ich halbseitige Gesichtslähmung und Sehfeldausfälle hatte, Sprachschwierigkeiten usw.
Mehr als einmal in der Klinik um Infusionen zu bekommen.

In diesen Akutsituationen hat man mir in Kombi gegeben: Novalgin, Buscopan und Aprednisalon (Kortison). Vor allem das Kortison hat meine oft Tage und wochenlangen Migräneanfälle gelöst.

Der häufigste Fehler bei Kopfschmerzen und Migräne ist, dass man zu lange wartet bis man ein Schmerzmittel nimmt und dass man dann nicht hoch genug dosiert.
Ich bin sehr sensibel und vertrage wenig an Medis, aber da stecke ich auch hohe Dosierungen weg, weil ich sonst glaube sterben zu müssen.

Bei leichteren Kopfschmerzen verwende ich gerne Pfefferminzöl auf die schmerzende Stelle (Schläfen oder Stirn oder Nacken), und auch 1 Tropfen auf ein Stk. Würfelzucker.

Bei Nackenkopfschmerz gerne eine Wärmeflasche, manchmal ein Eisbeutel. Meine Kopfschmerzen sind sehr verschieden, dementsprechend muß ich auch die Therapie anpassen;)

Ich wünsche dir gute Besserung und LG
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Dienstag, 02.04.19, 11:21

Hallo ihr Lieben

Vielen Dank erstmal, für die zahlreichen Antworten :party2:

Erstmal danke für den Rat bezüglich des weiteren Vorgehens beim Runterdosieren des Venlafaxins.
Ich werde dann Mal schauen, wie es mir so in vier Wochen mit den 2mg geht und dann Mal schauen, ob eine Kugel weniger zu viel ist oder passt.
Wenn nicht, gucke ich Mal, ob sich eine andere Lösung findet.
Ist halt leider auch alles ein ausprobieren, weil ja wirklich jeder sehr unterschiedlich reagiert.
Und an dieser Stelle danke für den Tipp mit dem Venlafaxin in Tropfenform.
Ich werde mich darüber Mal schlau machen.

Die Schmerzklinik, in welche ich gehen möchte, ist die in Kiel.
Die soll wohl sehr gut sein und hier in der Umgebung scheint es zu 80 Prozent, sorry dass ich das jetzt so sage, aber nur vor völlig inkompetenten Ärzten zu wimmeln.
Wenn ich mich nicht selber immer wieder schlau machen und in ein Thema einlesen (und da bietet sich das Internet für den Normalverbraucher einfach am besten an, auch wenn im Netz gerne viel Mist steht), dann wäre ich heute wahrscheinlich nicht mehr am Leben (hört sich krass an, aber ist gar nicht so abwegig).

Und nun zu dir, liebe Lunetta:
Schmerzen sind wirklich schlimm, ich erfahre das leider täglich am eigenen Leib.
Deswegen kann ich umso mehr nachvollziehen, wie lebenseinschränkend das sein kann.
Du hast mein volles Mitgefühl.

Bei mir ist es leider so, dass ich, scheinbar, mittlerweile nicht nur eine chronische Kopfschmerzform habe, sondern gleich mehrere.
Der Grundschmerz ist immer da, aber trotzdem ist es jeden Tag etwas anders.

Momentan schmerzt mir der komplette Nacken mit und es zieht den Hinterkopf rauf.
Ein anderes Mal habe ich das Gefühl, es würde ein Elefant auf meinem Gesicht sitzen.
Dann sticht es mir Mal wieder ein paar Tage Hinterm Auge und an einer Stelle im Nacken.
Als nächstes habe ich, so fühlt es sich an, Nervenschmerzen, die mir durch die komplette rechte Gesichtshälfte ziehen.
Zudem fühlt sich mein Gesicht oft geschwollen und entzündet an, von aussen ist aber nichts zu erkennen.
Dann brennen mir Mal wieder die Nasennebenhöhlen oder der Kiefer spinnt rum.
Und es wurde bis jetzt, Ausser eine Kiefergelenksproblematik, die aber in Behandlung ist, nichts gefunden.

Da also keiner weiß, was genau ich habe und die meisten Ärzte mit mir überfordert zu sein scheinen, möchte ich nach Kiel.
Denn da wäre ich, so wie ich das in deren Forum immer wieder lese, kein Einzelfall und ich würde Mal eine konkrete Diagnose samt Therapie an die Hand bekommen.

Und dort wird nicht immer alles nur auf die psychische Verfassung geschoben...
Das Schmerzen natürlich auch nicht gerade glücklich machen, ist ja denke ich klar...zumal ich eigentlich immer mehr auf dem Weg der Besserung war, was die psychische Komponente betrifft.

Schmerzmittel helfen wie gesagt nur sehr bedingt bis oft gar nicht.
Und wenn sie z.b. gegen eine Art der Schmerzen, wie z.b. das Ziehen Hinterm Auge, helfen, dann drückt sich gleich ein anderer Kopfschmerz durch.

Und ich möchte auch nicht in einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz geraten.

Somit erhoffe ich mir in Kiel einfach, dass man mir da relativ gezielt helfen kann und man mir Know How für Zuhause mitgeben kann.

War von euch denn auch schonmal jemand in einer Schmerzklinik?
Denn ich lese hier ja wirklich leider immer wieder, dass es genug Menschen gibt, die neben anderen Dingen auch noch an Migräne und Co. Leiden...

Liebe Grüße und achtet auf euch
Knuspertasche
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Jamielunetta
Dezember 2010
Depression, Zwangsgedanken und Angststörung diagnostiziert.
Dezember 2010 bis ca. Mitte 2016 Cipralex 10 bis 20mg
Dezember 2010 bis ca. Ende 2011 Seroquel, anfangs 100mg, dann langsam ausgeschlichen
Mitte 2016 bis Februar 2017 Citalopram 20 bis 40 mg
Februar 2017 bis April 2017 Mirtazapin (Dosierung weiß ich leider nicht mehr, auf jeden Fall im oberen Bereich)
April 2017 bis Mai 2017 Anafranil (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2017 bis Mitte 2017 Quetiapin (erst einige Zeit 150mg, später dann bis zu 400mg)
Mai 2017 bis ca. August erneut Mirtazapin
Ende Mai 2017 bis Mitte Juli 2017 4mg Tavor, langsam ausgeschlichen
Mitte 2017 bis Dezember 2017 Olanzapin, meist 5mg, zwischenzeitlich 15mg
August 2017 bis Februar 2018 Milnacipran, erst 100mg, den letzten Monat dann nur noch 50mg
August 2017 bis November 2017 Lithium (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2018 bis Mitte 2018 Escitalopram 10mg
Zwischenzeitlich auch Mal Sertralin für drei Wochen ausprobiert
Mitte 2018 bis November 2018 Venlafaxin 75mg
Mitte 2018 bis Ende 2019 Quetiapin 50mg
November 2018 bis Dezember 2018 nochmal Escitalopram 10mg
Dezember 2018 bis März 2019 erneut 75mg Venlafaxin, ca. 3 Wochen auch 150mg
Venlafaxin zum Ende hin innerhalb von 26 Tagen nach der Kügelchen Methode ausgeschlichen
29. März 2019, 12 Tage nach Absetzen des Venlafaxins, erneute Einnahme von 15 Kügelchen (ca. 3,5 bis 4,5mg) Venlafaxin am Tag (da zu starke Absetzsymptome)
30. März 2019, Anpassung des Venlafaxins auf 8 Kügelchen = 2mg
Erstmal so beibehalten

Anfang 2011 Hashimoto diagnostiziert, daher zzt. 50mg L-Thyroxin, mit zwischenzeitlich wechselnder Dosierung bis 100mg. Weiß immer noch nicht, welche Dosis für mein Befinden optimal ist.

Knuspertasche
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Re: Knuspertasche: Venlafaxin Entzug und chronische Kopfschmerzen

Beitrag von Knuspertasche » Dienstag, 02.04.19, 13:27

Noch eine Nachfrage:
Ich komme mit den wieder eindosierten 2mg besser klar als ohne, das ist schonmal Fakt.
Übelkeit und Zittern hält sich in Grenzen.
Allerdings habe ich trotzdem ziemlich starke Stimmungsschwankungen, von Blödsinn reden, zu Sauer werden bis hin zum Heulen, weil, überspitzt gesagt, gerade ein Grashalm umgeknickt ist.
Ich habe auch wieder vermehrt Angst, im Hinblick auf die Zukunft und hier und da Ansätze von Panikattacken.
Trotzdem kann ich klarer denken als vorher!
Bin ich zumindest der Meinung...
Ich schlucke z.b. nicht mehr alles, was mir z.b. von ärztlicher Seite an den Kopf geschmissen wird, sondern Feuer mittlerweile auch, aber immer sachlich bleibend, zurück.
Das ist anstrengend und ich habe danach auch mit den Nachwirkungen des sich Ärgerns zu kämpfen, aber gleichzeitig tut es auch gut.
Dann holt mich aber auch immer wider das schlechte Gewissen oder das Gefühl etwas falsches gemacht zu haben, unbrauchbar zu sein etc. Ein oder auch die Angst, dass ich irreversibel Schäden durch den ganzen Chemiecoktail davon getragen haben könnte und mein ZNS nie mehr heilt.
Ein Grübelzwang halt mit Hang zum katastrophisieren.
Zudem habe ich eigentlich jeden Tag das Gefühl, "neben mir zu stehen".
Vermutlich alles in Folge der Abdosierung des Venlafaxins?
Das Versuche ich mir immer wieder zu sagen, aber besser macht es das leider auch nicht.
Aber ich will es schaffen!

Somit zur Frage:
Kann sich dies im Laufe der Zeit unter den 2mg noch stabilisieren?
Und ist es 'normal' das ich mich jetzt trotzdem noch so fühle?

Klar, was ich nicht vergessen darf, ich habe anfangs Recht schnell von 75mg Venlafaxin runterdosiert...

Mehr als 2mg möchte ich nach Möglichkeit auch nicht nehmen, da ich dies auch mit der Zeit immer schlechter vertragen habe (Krämpfe im Gesicht, Herzrasen, Verstopfung etc.)

Vielen Dank nochmal an alle, die mir hier mit Rat und Tat zur Seite stehen
Denn ich weiß, das müsstet ihr nicht!

Liebe Grüße
Knuspertasche
Dezember 2010
Depression, Zwangsgedanken und Angststörung diagnostiziert.
Dezember 2010 bis ca. Mitte 2016 Cipralex 10 bis 20mg
Dezember 2010 bis ca. Ende 2011 Seroquel, anfangs 100mg, dann langsam ausgeschlichen
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Februar 2017 bis April 2017 Mirtazapin (Dosierung weiß ich leider nicht mehr, auf jeden Fall im oberen Bereich)
April 2017 bis Mai 2017 Anafranil (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2017 bis Mitte 2017 Quetiapin (erst einige Zeit 150mg, später dann bis zu 400mg)
Mai 2017 bis ca. August erneut Mirtazapin
Ende Mai 2017 bis Mitte Juli 2017 4mg Tavor, langsam ausgeschlichen
Mitte 2017 bis Dezember 2017 Olanzapin, meist 5mg, zwischenzeitlich 15mg
August 2017 bis Februar 2018 Milnacipran, erst 100mg, den letzten Monat dann nur noch 50mg
August 2017 bis November 2017 Lithium (Dosierung weiß ich nicht mehr)
Februar 2018 bis Mitte 2018 Escitalopram 10mg
Zwischenzeitlich auch Mal Sertralin für drei Wochen ausprobiert
Mitte 2018 bis November 2018 Venlafaxin 75mg
Mitte 2018 bis Ende 2019 Quetiapin 50mg
November 2018 bis Dezember 2018 nochmal Escitalopram 10mg
Dezember 2018 bis März 2019 erneut 75mg Venlafaxin, ca. 3 Wochen auch 150mg
Venlafaxin zum Ende hin innerhalb von 26 Tagen nach der Kügelchen Methode ausgeschlichen
29. März 2019, 12 Tage nach Absetzen des Venlafaxins, erneute Einnahme von 15 Kügelchen (ca. 3,5 bis 4,5mg) Venlafaxin am Tag (da zu starke Absetzsymptome)
30. März 2019, Anpassung des Venlafaxins auf 8 Kügelchen = 2mg
Erstmal so beibehalten

Anfang 2011 Hashimoto diagnostiziert, daher zzt. 50mg L-Thyroxin, mit zwischenzeitlich wechselnder Dosierung bis 100mg. Weiß immer noch nicht, welche Dosis für mein Befinden optimal ist.

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