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Elbdeichruner - Venlafaxin/Mirtazapin/Olanzapin/Lamotrigin und kein Ende

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Ululu
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Ululu »

Hallo Henning,

nach unserer Erfahrung ist die Angst, dass es niemals wieder besser wird, beim Absetzen so weit verbreitet dass man es schon fast als eigenes Absetzsymptom bezeichnen könnte.
:(
Es wird aber sicher nicht immer so bleiben. Das tut es nie.
Es kann leider dauern aber es wird dir besser gehen.

Lies bei Bedarf mal in unsere Erfolgsgeschichten.
Vielen ging es sehr schlecht und vielen geht es jetzt auch wieder gut.
:hug:

viewtopic.php?f=18&t=7526

LG Ute
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Elbdeichruner
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Ute,

danke für deine Unterstützung. Ich habe momentan das Gefühl, dass bei mir gerade ganz viele Ängste aus der Kindheit hochkommen.

LG

Henning
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08/2008 schwere Depression - 225 mg Venlafaxin
07/2009 Venlafaxin kalt abgesetzt
09/2009 Wiedereindosierung 225 mg Venlafaxin
01/2010 Reha
01/2015 Depression/soziale Phobie - zusätzlich 30 mg Mirtazipin
05/2017 erneut schwere Depression/Angststörung - zusätzlich Lithium
07/2017 Tagesklinik - zusätzlich 2,5 mg Olanzapin

Das Orlanzapin, Mirtazipin und Lithium in 01/02 2019 problemlos abgesetz.

Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
12/2019 150 mg Venlafaxin
12/2019 30 mg Mirtazapin
01/2020 5 mg Lamotrigin

Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
Aktuelle Symptome:

- Gefühl das dass Gehirn sich bewegt - wie ein wabern - extrem unangenehm.
- Morgendliche Depression.
- Angstzustände
- starke Unruhe
- Hautbrennen
- Tinnitus
- soziale Phobie
- Konzentrationsstörungen
- kann kaum noch lachen
- Wahrnehumgsverzerrung etc.
Elbdeichruner
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Re: Elbdeichrunner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Ihr Lieben,

ich muss mich nach langer Zeit unbedingt wieder bei euch melden. Letztes Jahr bin ich im Juli als Notfall von meiner Frau
in die Psychiatrie gefahren worden. Es ging bei mir absolut nichts mehr. Dort wurde ich dazu überredet, das Venlafaxin,
dass ich zu schnell und im November 2018 komplett abgesetzt hatte, wieder einzuschleichen. Zusätzlich bekam ich auch noch
Olanzapin obendrauf. Die ersten 2 Wochen ging es mir dann wieder gut, doch nach 2 Wochen in der Klinik bekam ich mörderische Ängste.
Ich muss dazu sagen, dass mir mein Psychiater im Mai 2019 Imipramin verschrieben hatte. Ich hatte die Dosis dann von 10 mg auf 5 mg reduziert
und Venlafaxin wieder mit 1 mg genommen. Das Imipramin wurde in der Klinik dann weggelassen, also Cold Turkey! Im August 2019 wurde ich dann aus der Klinik mit den Worten entlassen, dass wird vielleicht schon wieder - super Antwort.

Ich habe mich dann zu Hause versucht mit Meditation und Yoga zu stabilisieren, was mir aber nicht recht geglückt ist. Im Oktober war ich dann
6 Wochen in Warstein zu einer Belastungserprobung, da ich im Mai 2019 einen Antrag auf berufliche Reha gestellt hatte. Diese habe ich gerade so überstanden. Ich weiss auch nicht mehr wieso, wahrscheinlich die pure Verzweifelung in Verbindung mit mangelnder Akzeptanz und Geduld, habe ich mir von meinem Psychiater auch noch Mirtazapin anschwatzen lassen, da dass Venla überhaupt nicht gegriffen hat. Zu guter letzt kam im Januar 2020 noch Lamotrigin dazu. Meine aktuellen Dosierungen könnt ihr unten ersehen. Im Nachhinein habe ich mich auf einem Verzweifelungstrip befunden der von blindem Aktionismus geprägt war. Mir geht es richtig schlecht, bin momentan mehr oder weniger in meiner 1 Zimmerwohnung gefangen - auch durch Corona.

Ich möchte euch wirklich ans Herz legen, nicht wie ich, die Ruhe zu verlieren. Hätte ich den Entzug ausgesessen, würde es mir vielleicht schon besser gehen. So habe ich jetzt 4 Medis an der Backe. Bin seit 4 Wochen dabei
Mirtazapin in 10 Prozent Schritten abzusetzen.

Das perfide ist, dass ich, als ich noch auf Null war, mir das Buch 'Recovery and Renewal' von Baylissa Frederick gekauft hatte, aber es letztlich nicht gelesen habe. Das habe ich jetzt nachgeholt. Kann ich nur jedem ans Herz legen,sehr ermutigend. Das wollte ich jetzt einfach mal loswerden und zeigen wie man es nicht machen sollte.

Ich weiss, ich muss jetzt Geduld haben, und die Medis langsam absetzten, bin aber massiv verzweifelt, dass die Absetzarie mit den Horrorsymptomen, sich über Jahre hinziehen wird. Am 18. Mai soll meine berufliche Reha beginnen und ich weiss noch gar nicht wie ich dass wuppen soll. Versuch mich mit Meditation zweimal am Tag, sowie Achtsamkeitsübungen über Wasser zu halten.

Was ich jetzt unter viel Leid lernen musste, ist, das Akzeptanz gegenüber den Symptomen dass allerwichtigste ist. Im Buch 'Recovery and Renewal' beschreibt Baylissa Frederick, wie man Akzeptanz einüben kann, in dem man mitfühlend mit sich selber spricht, und dem Symptom(en) ein ok gibt. Lest dass Buch, kann ich nur allen ans Herz legen. Und bitte nicht in blinden Aktionismus verfallen, wie ich dass vorexerziert habe.

Ich wünsch euch trotz allem ein frohes Osterfest


Henning
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08/2008 schwere Depression - 225 mg Venlafaxin
07/2009 Venlafaxin kalt abgesetzt
09/2009 Wiedereindosierung 225 mg Venlafaxin
01/2010 Reha
01/2015 Depression/soziale Phobie - zusätzlich 30 mg Mirtazipin
05/2017 erneut schwere Depression/Angststörung - zusätzlich Lithium
07/2017 Tagesklinik - zusätzlich 2,5 mg Olanzapin

Das Orlanzapin, Mirtazipin und Lithium in 01/02 2019 problemlos abgesetz.

Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
12/2019 150 mg Venlafaxin
12/2019 30 mg Mirtazapin
01/2020 5 mg Lamotrigin

Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
Aktuelle Symptome:

- Gefühl das dass Gehirn sich bewegt - wie ein wabern - extrem unangenehm.
- Morgendliche Depression.
- Angstzustände
- starke Unruhe
- Hautbrennen
- Tinnitus
- soziale Phobie
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Straycat
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Straycat »

Hinweis:
Beitrag hinzugefügt.


Hallo Henning,

bitte schreibe immer hier in deinem Thread weiter und eröffne keine neuen. Sonst wird es zu unübersichtlich ;-)
Vielen Dank!

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Cat,

ich danke dir für den Hinweis.

Liebe Grüße

Henning
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08/2008 schwere Depression - 225 mg Venlafaxin
07/2009 Venlafaxin kalt abgesetzt
09/2009 Wiedereindosierung 225 mg Venlafaxin
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05/2017 erneut schwere Depression/Angststörung - zusätzlich Lithium
07/2017 Tagesklinik - zusätzlich 2,5 mg Olanzapin

Das Orlanzapin, Mirtazipin und Lithium in 01/02 2019 problemlos abgesetz.

Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
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07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
12/2019 150 mg Venlafaxin
12/2019 30 mg Mirtazapin
01/2020 5 mg Lamotrigin

Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
Aktuelle Symptome:

- Gefühl das dass Gehirn sich bewegt - wie ein wabern - extrem unangenehm.
- Morgendliche Depression.
- Angstzustände
- starke Unruhe
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Ihr Lieben,

ich versuche im Moment mit dem Thema Akzeptanz zu arbeiten. Mir fällt es momentan sehr schwer meine Situation, die natürlich auch
selbstverschuldet ist, zu akzeptieren. Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Thema Akzeptanz? Mir geht es jetzt schon über ein Jahr richtig mies und ich frage mich, wann der Wahnsinn endlich ein Ende hat.

Liebe Grüße

Henning
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Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

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Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
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carlotta
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von carlotta »

Hallo Henning,

ich halte Akzeptanz in dem Thema ganzen Prozess für enorm wichtig, da man sich letzten Endes selbst ins Aus schießt, wenn man immerwährend innerlich gegen die Situation ankämpft.

Aber ich weiß auch - aus eigener Erfahrung-, dass Akzeptanz nicht unbedingt so einfach zu erreichen ist, so nach dem Motto, man entschließt sich dazu und gut ist. Ich sehe das eher als etwas an, woran man täglich immer wieder arbeiten muss bzw. man übt es. Mal gelingt es besser, mal schlechter, das ist m. E. normal.

Und zum Thema "selbstverschuldet": ja, vielleicht zum Teil, wenn man es zu dem Zeitpunkt eigentlich schon besser wusste. Andererseits sehe ich da auch andere in der Pflicht. Es ist ja nicht so, dass diese Medikamente frei verkäuflich sind, es gibt genügend Regulierungsstrategien. Was ist mit denen, die das verordnen, wieso müssen Patienten sich besser auskennen als die? Und was ist mit denen, die das herstellen? Und auch denen, die das dem Kunden aushändigen? Wieso wissen die so wenig, wieso beraten die nicht, informieren sich nicht unabhängig, wieso legen die nicht ehrlich die Fakten auf den Tisch zum Schutz der Patienten? Wieso Regulierungsmechanismen, wenn Patienten dann überhaupt nicht geschützt werden? Und sich selbst gar zur Wehr setzen müssen?

Was man natürlich daraus lernen sollte, so ganz grundsätzlich, ist, die Verantwortung für die eigene Gesundheit nie abzugeben. Egal, wie umfassend und gut die Regularien scheinen. Aber das geht uns ja allen so.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
Elbdeichruner
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Carlotta,

erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Das Akzeptanz ein fortlaufender Prozess ist, sehe ich genauso. Was mir oft sehr schwer fällt, woran man aber mit Sicherheit arbeiten kann, ist
der bewusste innere Monolog. Das man sich mit positiven Worten stärkt und versucht, trotz aller Widrigkeiten dem ganzen ein ok zu geben. Gefährlich wird es immer dann, wenn der Verstand anfängt zu analysieren und Horrorszenarien herauf phantasiert. Die Stoptaste habe ich bei mir leider noch nicht gefunden.

Ich bin leider im letzen Dreivierteljahr quasi Amok gelaufen und hätte es eigentlich besser wissen müssen. Dass die Ärzte beim Verschreiben oft sehr großzügig sind, milde ausgedrückt, war mir ja auch bekannt. Wie dem auch sei, jetzt muss ich halt ganz langsam den ganzen Kram irgendwie wieder ausschleichen, natürlich nacheinander. Jetzt kommt natürlich auch die Akzeptanz ins Spiel, nicht die Geduld verlieren und positive innere Monologe implementieren. Man ist das schwer. Da fällt mir ein Song von den Einstürzenden Neubauten ein, der da lautet "Es tanzt das ZNS". Genau dass ist bei mir ständig der Fall, ein Gefühl als wenn der Himmel mir auf den Kopf fällt.

Ich habe mir jetzt erstmal einen Smoothiemixer gekauft und mache mir damit leckere Wildkräutersmoothies. Vielleicht kann ich damit bei meinem Körper wenigstens etwas wieder gut machen.

Liebe Grüße

Henning
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05/2017 erneut schwere Depression/Angststörung - zusätzlich Lithium
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Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
12/2019 150 mg Venlafaxin
12/2019 30 mg Mirtazapin
01/2020 5 mg Lamotrigin

Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
Aktuelle Symptome:

- Gefühl das dass Gehirn sich bewegt - wie ein wabern - extrem unangenehm.
- Morgendliche Depression.
- Angstzustände
- starke Unruhe
- Hautbrennen
- Tinnitus
- soziale Phobie
- Konzentrationsstörungen
- kann kaum noch lachen
- Wahrnehumgsverzerrung etc.
Elbdeichruner
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo,

habe eine wahrscheinlich ziemlich blöde Frage, aber wie erstellt man eigentlich Danksagungen? Vielleicht kann mir einer
hier im Forum weiterhelfen. Mein Kopf ist momentan leider Hackepeter!

Liebe Grüße

Henning
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08/2008 schwere Depression - 225 mg Venlafaxin
07/2009 Venlafaxin kalt abgesetzt
09/2009 Wiedereindosierung 225 mg Venlafaxin
01/2010 Reha
01/2015 Depression/soziale Phobie - zusätzlich 30 mg Mirtazipin
05/2017 erneut schwere Depression/Angststörung - zusätzlich Lithium
07/2017 Tagesklinik - zusätzlich 2,5 mg Olanzapin

Das Orlanzapin, Mirtazipin und Lithium in 01/02 2019 problemlos abgesetz.

Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
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Absetzverlauf Mirtazapin:

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16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
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Klaringel
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Klaringel »

Hallo Henning,

wenn du dich bedanken willst, einfach rechts oben auf den Daumen nach oben klicken. Meinst du das?

Alles Gute
Klara
► Text zeigen
Elbdeichruner
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Klara,

yeep das ist es. Ich danke dir!

Liebe Grüße

Henning
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Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
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Absetzverlauf Mirtazapin:

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16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo ihr Lieben,

ich habe gestern das Mirtazapin von 27 mg auf 24,3 mg reduziert. Mir ging es vorher auch mies, aber jetzt fühle ich mich völlig ausgeknockt.Ich möchte die Medis natürlich langfristig loswerden, habe dass Gefühl, dass ich trotz der viel zu vielen Psychopharmaka immer noch im Entzug feststecke. Pendelt sich dass wieder ein, bin ratlos? Am liebsten würde ich alles auf einmal absetzen, geht natürlich nicht, es ist alles so anstrengend und zermürbend.

Liebe Grüße

Henning
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1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

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Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von carlotta »

Hallo Henning,

ich fürchte, die stärkere Reaktion auf die Reduzierung hängt mit den ungünstigen PP-Wechseln (auch dem zu schnellen Absetzen) in der Vergangenheit zusammen. All das sensibilisiert das ZNS zunehmend. Und mit der Zeit werden Reduktionen meist immer schwieriger.

Du hast im Grunde zwei Möglichkeiten: Du lässt Deinem ZNS noch Zeit mit einer längeren Absetzpause oder Du versuchst kleinere Schritte. Vermutlich sind 10 Prozent für den Moment zu viel.

Das ist alles frustrierend, ich weiß. :hug:

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo Carlotta,

ich danke dir für deine Antwort. Mein ZNS ist seit dem Venlaentzug hypersensibel. Ich hatte ja eine Zeitlang die Hoffnung, dass sich
mein System mit den PP irgendwie arrangiert. Daran glaube ich mittlerweile nicht mehr. Ich werde deinen Rat beherzigen und erstmal
eine Absetzpause einlegen. Das ist echt :censored: . Aber was solls, muss ja irgendwie weitergehen auch wenn ich oft denke, ich schaffe es
nicht mehr. Am schlimmsten ist für mich die verzerrte Wahrnehmung, da komme ich mir unter den 'Normalos' wie ein Alien vor.

Ich bin so dankbar, dass es dieses Forum gibt. Ich wüsste sonst nicht, was ich machen sollte.

Liebe Grüße


Henning
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Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
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26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
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28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
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10.06.2020 26,33 mg "
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24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von padma »

hallo Henning, :)

es tut mir sehr leid, wie es sich bei dir entwickelt hat und dass du nun vier (?) Psychopharmaka an der Backe hast :( . Es ist wirklich schlimm, wie manche Ärzte mit diesen Substanzen um sich werfen.

Du wirst es schaffen, sie wieder los zu werden, wenn du dran bleibst. Man merkt, dass du dazu entschlossen bist. Erstmal eine Absetzpause ist sicher gut.

Zu Aktzeptanz haben wir hier einen thread: viewtopic.php?f=50&t=11511

Ich möchte deinen Titel aktualisieren. Du nimmst aktuell also Venlafaxin, Mirtazapin, Olanzapin und Lamotrigin? Und möchtest als erstes Mirtazapin reduzieren?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo padma,

ich danke dir für deinen Hinweis auf den thread zum Thema Akzeptanz. Habe heute auch schon reingeschaut, sehr gut. Ich nehme aktuell leider
4 PP(Venlafaxin, Mirtazapin, Olanzapin und Lamotrigin). Die pure Verzweifelung hat mich da wohl getrieben. Gebracht hat es nichts, im Gegenteil ist es nur noch schlimmer geworden. Ich wollte nur, dass das Fegefeuer irgendwann aufhört. Stattdessen bin ich jetzt in der Hölle. Tut mir leid dass ich hier so jammere, aber die Zustände sind fast nicht mehr auszuhalten.

Meine Frau, die sonst immer zu mir gehalten hat, fängt jetzt langsam an, sich von mir zu distanzieren. Ich bin echt verzweifelt. Wir haben einen gemeinsamen Sohn, der zum Glück noch zu mir hält. Ich muss dazu sagen, dass ich von meiner Frau und meinem Sohn getrennt lebe, wir aber immer noch befreundet waren. Das wird jetzt also auch geschreddert.

Ich habe das Gefühl, dass ich immer noch im Entzug bin, trotz der ganzen Medikamente. Ich bin wegen dem Absetzen des Mirtazapin momentan total Ambivalent. Soll ich vielleicht doch wieder auf 30 mg aufdosieren und versuchen die Medis über einen längeren Zeitraum stabil zu halten, damit sich so mein ZNS wieder beruhigen kann. Wird durch das Ausschleichen nicht das ZNS noch zusätzlich gereizt. ich fühl mich total instabil, bin total zerrissen. Was würdest du empfehlen?

Ich bin eigentlich ein zäher Typ, aber die Sache wächst mir langsam über den Kopf.

Liebe Grüsse aus dem Inferno

Henning
Zuletzt geändert von padma am 23.04.2020 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name des Sohns aus Datenschutzgründen entfernt
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Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
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26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
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padma
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin und kein Ende

Beitrag von padma »

hallo Henning, :)

ich verstehe, dass dir dies alles über den Kopf wächst. Es tut mir sehr leid, dass nun auch die Beziehung zu deiner Frau darunter leidet. (Den Namen deines Sohnes habe ich aus Datenschutzgründen entfernt)

Bzgl. deiner Medikation ist es sehr schwer zu sagen, was jetzt gut wäre. Die Medikamentenkombination die du nimmst ist recht "abenteuerlich", es gibt zahlreiche, nicht ungefährliche Wechselwirkungen. Problematisch ist die Kombination Mirtazapin - Olanzapin, Mirtazapin - Venlafaxin, Olanzapin - Venlafaxin. Siehe Wechselwirkungscheck https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck

Ich begreife nicht, wie die Ärzte dir das so verordnen konnten. :frust:

Deine derzeitigen Symptome können auch mit medikamentenbedingt sein. Aufgrund der Risiken ist es auch problematisch, die Medikamente jetzt so länger einzunehmen. Eine Reduktion von Mirtazapin wäre da schon ganz gut.

Zudem ist es so, dass Mirtazapin unter 15 mg zumeist sedierend wirkt, was aktuell von Vorteil sein könnte.

Es ist nun schwierig NW/WW gegen Absetzsymptome abzuwägen. Was hat sich denn seit dem Reduzieren verschlechtert?

liebe Grüsse,
padma

P.S.: deinen Titel habe ich ergänzt
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
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Elbdeichruner
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin/Mirtazapin/Olanzapin/Lamotrigin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo padma,

ich danke dir für die Infos. Ich kann meine Symptomatik leider immer nur schwer den einzelnen Reduktionsschritten zuordnen, da es mir eigentlich immer grottig geht. Gefühlt halte ich es natürlich für absolut wichtig beim Absetzen von Mirta dranzu bleiben. Warum mir mein Psychiater 30 mg verschrieben bleibt für ein Rätsel, was wohl nie gelöst werden wird.

Ich bin durch die ganze Situation mittlerweile so verunsichert, dass ich mir selber nicht mehr über den Weg traue. Das Mirta ab 15 mg und kleiner sedierend/beruhigend wirkt ist natürlich auch ein Grund dranzu bleiben. Ich habe mir überlegt, die Reduktionsschritte auf 2,5 % zu reduzieren, dafür aber ggf. jede Woche ein neuer Schritt.

Liebe Grüsse

Henning
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08/2008 schwere Depression - 225 mg Venlafaxin
07/2009 Venlafaxin kalt abgesetzt
09/2009 Wiedereindosierung 225 mg Venlafaxin
01/2010 Reha
01/2015 Depression/soziale Phobie - zusätzlich 30 mg Mirtazipin
05/2017 erneut schwere Depression/Angststörung - zusätzlich Lithium
07/2017 Tagesklinik - zusätzlich 2,5 mg Olanzapin

Das Orlanzapin, Mirtazipin und Lithium in 01/02 2019 problemlos abgesetz.

Von März 2018 bis 16. Nov. 2018 Venlafaxin stufenweise und viel zu schnell abgesetzt. :frust:
Seit 01/2019 schwere Absetzsymptome (Angst/Depression etc.)

24.4.19 - 30.4.19 Versuch Wiedereindosierung Venlafaxin 37,5 mg (viel zu hoch/paradoxe Reakt.) u. abbruch.
1.5.19 bis dato Eindosierung Imipramin 10 mg gemeinsam mit Psychiater (schwierig).

Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
26.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (starke Unruhe)
27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
12/2019 150 mg Venlafaxin
12/2019 30 mg Mirtazapin
01/2020 5 mg Lamotrigin

Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
Aktuelle Symptome:

- Gefühl das dass Gehirn sich bewegt - wie ein wabern - extrem unangenehm.
- Morgendliche Depression.
- Angstzustände
- starke Unruhe
- Hautbrennen
- Tinnitus
- soziale Phobie
- Konzentrationsstörungen
- kann kaum noch lachen
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padma
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin/Mirtazapin/Olanzapin/Lamotrigin und kein Ende

Beitrag von padma »

hallo Henning, :)
Ich habe mir überlegt, die Reduktionsschritte auf 2,5 % zu reduzieren, dafür aber ggf. jede Woche ein neuer Schritt.
Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Ich würde jetzt, da du erst hochdosiert hast, ca. 6 Wochen auf der aktuellen Dosis bliben und dann neu bewerten, ob du dir die Reduktion zutraust.

Bei wöchentlichen Reduktionen ist es wichtig, alle paar Reduktionen eine Pause von 4 - 6 Wochen einzulegen, damit sich das ZNS wirklich anpassen kann.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Elbdeichruner - Venlafaxin/Mirtazapin/Olanzapin/Lamotrigin und kein Ende

Beitrag von Elbdeichruner »

Hallo padma,

dank dir. Ich werde es so machen wie von dir vorgeschlagen und erstmal 6 Wochen die Dosis halten. Dann jede Woche 2,5 % reduzieren mit den entsprechenden Etappenpausen.

Liebe Grüsse

Henning
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Versuch Imipramin (10mg) abzusetzen und Venla einzuschleichen:
23.5.19: 5 mg Imipramin
24.5.19: 5 mg Imipramin (Müde und schwindelig - trotzdem unruhig)
25.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (wesentlich besser - fast Angstfrei, aber Unruhe)
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27.5.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (keine Angst - konzentriertes Arbeiten möglich - fühle mich gut)
28.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (ungefähr wie der 27.5.19)
29.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin (leicht depressiv)
30.5.19: 2,5 mg Imipramin und 1 mg Venlafaxin depressiv
31.5.19: 2 mg Venlafaxin Entfremdungsgefühl - Ängstlichkeit

Seit dem 1.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla über Tablette
Seit dem 12.6.19: 5 mg Imipramin und 1 mg Venla als Kügelchen in Leerkapsel (Unwirklichkeitsgefühl, starke Ängste)

07/2019 112,5 mg Venlafaxin und 5 mg Olanzapin
12/2019 150 mg Venlafaxin
12/2019 30 mg Mirtazapin
01/2020 5 mg Lamotrigin

Absetzverlauf Mirtazapin:

18.03.2020 27 mg Mirtazapin
15.04.2020 24,3 mg Mirtazapin
16.04.2020 26,33 mg Mirtazapin
21.04.2020 27 mg Mirtazapin
10.06.2020 26,33 mg "
17.06.2020 25,67 mg "
24.06.2020 25,03 mg "
01.07.2020 24,40 mg "
05.08.2020 23,79 mg "
12.08.2020 23,20 mg "
19.08.2020 22,63 mg "

Ich nehme nichts zusätzlich
Aktuelle Symptome:

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