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Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

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Matthu
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Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Mittwoch, 04.09.19, 10:21

Hallo,

ich bin männlich und gut 48 Jahre alt, ich habe folgendes Problem mit dem ich leider bei keinem Arzt wirklich weiterkomme und ich so langsam echt am verzweifeln bin. Alles fing wie folgt an.

Im Juni 2018 Neuroplant 600 angefangen einzunehmen da Laif 900 nicht verfügbar war wegen Stress mit Partnerin, und Niedergeschlagenheit mit Ängsten. Ich hatte früher schon mal Laif 900 genommen.....

September - Dezember immer wieder wie Krampfanfall bzw. Entladung - kenne ich nicht bei starken seelischen Stress

28.2. neuroplant 600 komplett abgesetzt ohne Ausschleichen auf anraten eines Neurologen dafür Sertralin Basic 50mg, wegen Vorhandensein von leichten Ängsten

29.2. 25mg Sertralin ca. 18 Uhr - erste Dosis

immer wieder Nebenwirkungen kribbeln 1000 Nadeln, Unruhe, Arzt sagt ist normal muss ich aushalten geht weg

ca. 12.3./ 13.3. 50 mg Sertralin

Nebenwirkungen kribbeln, Ängste werden mehr, Kopfschmerzen und Übelkeit, Schwindel,
Unruhe, Alpträume, negative Gedanken, zittern,

15.3. FSME 1.te Impfung auf anraten vom Hausarzt

17.3. Konzentration lässt nach, leicht benommen

19.3. blass, müde, ausgebrannt, Ängste werden stärker, schlafe schlecht, immer mehr innere Unruhe, kribbeln wie 1000 Nadeln, Problem minimal mit Augen scharf ziehen,
Kein Appetit, längere Reaktionszeit

22.3. starke Ängste, Unruhe zittern, vor allem früh Panik, Gefühl Gehirn ist Matsch, Alpträume, Durchfall - sind angeblich Nebenwirkungen vom Einschleichen gehen weg mit der Zeit lt. Arzt

24.3. starke Panik mit Benommenheit und Bewusstseinseintrübung unterwegs beim Autofahren - keine Wellen so wie sonst ohne Medikamente sondern ununterbrochen mit starken Missempfindungen wie kribbeln und Taubheitsgefühlen

25.3. beide Knie stark gerötet, wie schuppenflächte seit ca. 21.3.

ca. ab 24.3. Abends Kopfschmerzen unbekannt leichte Übelkeit, werden stärker jeweils 25.3.,

26.3. 2 Stunden nach Einnahme erbrechen,

27.3. ging etwas besser wobei Ängste etwas stärker und Missempfindungen werden auch stärker

28.3. wieder sehr starke Ängste und Panik

29.3. / 30.3. auch Bewegungsfreiheit schränkt sich durch Ängste stärker ein

30.3/31.3. ca. 6/7 Stunden nach Einnahme 2:30 Unwirklichkeit, Ängste Panik, leicht verwirrt
Extremer Bewegungsdrang innere Lust sich was anzutun mich selbst zu töten, massive Selbstmordgedanken, unkontrolliertes um sich schlagen auf Rücken liegend keine Koordination möglich, danach festhalten am Türrahmen, unkontrollierte Zunge hängt raus beim Versuch zu trinken und schlabbert, extrem trockener Hals Mund, sehr schneller Puls 110, Erregtheit dauert ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden, extremer innerer Antrieb gleichzeitig geschafft, nur auszuhalten durch Anwesenheit einer Person, Gefühl als wenn einer den Schalter umgelegt hat

31.3. abends kein Medikament

1.4. nach Rücksprache mit dem Neurologen um 9:40 , 25mg Sertralin genommen soll ausschleichen gegen 13:00 wieder extremer Bewegungsdrang Lust sich was anzutun, Selbstmordgedanken....etwas abgeschwächt ....in den folgenden Tagen immer wieder massive innere Aggression und Selbsmordgedanken...sehr furchtbar unerträglich ich habe das Gefühl das Gehirn ist „Matsch“

2.4. gegen 5:00 wieder ähnlich wie Vortage aber abgeschwächt, Herzrasen, wie Herzstolpern nicht getraut Tablette zu nehmen leichte Schmerzen Knie Waden

am 2.4. Vertretungsarzt Neurologin Notdienst soll Sertralin sofort absetzen

Sertralin abgesetzt !

5.4. Hausarzt 2. FSME Impfung trotz meiner Hinweise empfohlenen und durchgeführt,

ca. 9.4. wieder zu Neurologin Gefühl nimmt mich nicht ernst gibt mir neues SNRI soll ich nehmen, tut alles ab, Medikament hat nicht gewirkt, - Apotheke weißt mich darauf hin das ich das nicht vertrage, Versuch nochmals Gespräch mit der Neurologin werde am Tresen nach Rücksprache der Schwester mit der Ärztin abgewiesen soll Medikament nehmen nehme es nicht !

Es geht mir teilweise etwas besser, manche Tage, oft sehr starke Missempfindungen und wie Benommenheit

20.5. Psychosomatische Klinik Charité Vorstellung, trotz meines Hinweises auf evtl. Serotoninsyndrom und FSME Impfung wieder Vorschlag wieder eingentlich SSRI Alternativ SNRI oder Neuroleptika + lorazepam und ....stationäre Aufnahme für Einstellung

Hausärztin die die FSME Impfung durchgeführt hat nimmt mich nich ernst wiegelt Beschwerden ab.

Beschwerden seit dieser Zeit: Missempfindungen, Kribbeln in Armen und Beinen bzw. manchmal wie als wenn man an einen Weidezaun anfasst, oft Gefühl wie Muskelkater, Benommenheit ab und zu, mit Doppelbilder, Gefühl nicht richtig zufassen zu können mit den Händen, steifer Nacken auch etwas schmerzhaft, nach Bewegung oft Verschlimmerung der Missempfindungen und kribbeln, Inneres brennen bzw. wie Fieber, dann wieder wie Schüttelfrost, Verträge Wärme schlecht, diffuse Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule, z.T. unsicherer Gang, Inneres zittern Beben meist morgens, oft Knopfdruck links, Kopfschmerzen, z.T. wie Schraubzwinge, andere diffuse schlecht zu beschreibende Empfindungen z.B. nach Eisessen scheinbar wie Kreislaufstörung, z.T. Herzrasen Schweißausbrüche, wie leichte innere Krampfanfälle, Augen empfindlich, Gewitter mit Blitzen sehr schlecht zu ertragen früher war das kein Problem eher das Gegenteil, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein, leichte Übelkeit, Appetitlosigkeit....zum Glück sind die negativen Gedanken und die innere Aggressivität fast vollständig weg.


Insgesamt bleibt anzumerken das seit dem nichts mehr so ist wie vorher. Ich das Gefühl habe das hört nie auf....

Vielleicht hat einer noch eine Idee was ich tun kann, der Versuch über Zuführung von Vitamin oder Enzymen hat eher immer zu einer Verschlechterung geführt, den Versuch durch einmalige Gabe auf Drängen der Ärzte den Körper mittels Lorazepam zu entspannen verschlechterte eher den Zustand.

Danke
Zuletzt geändert von padma am Mittwoch, 04.09.19, 10:35, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt
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seit 1992 Zöliakie/Glutenunverträglichkeit,
seit 2005 Lactoseunverträglichkeit, Histaminunverträglichkeit, z.T. Fructoseunverträglichkeit
seit 2006 bzw. wurde nach einer OPERATION einen Blutgerinnungsstörung festgestellt, Hämophilie

Psychopharmaka ...so genau lässt sich das nicht mehr nachvollziehen wegen leichter Ängste und Migräne

Wahrscheinlich 1993/94 Depotspritze Antidepressiva
2005-2006 verschiedene Antidepressiva - durch Neurologen ausprobiert - nicht vertragen bzw. toleriert wegen starker Benommenheit
2006-2014 mehrmals jeweils für gut ein halbes Jahr über die Wintermonate Laif 900 verschrieben

Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
30.3.2019 Serotoninsyndrom
1.4.2019 25mg Sertralin
2.4.2019 kaltentzug bzw. Sertralin abgesetzt wegen massiver Nebenwirkungen auf anraten der Neurologen
5.4.2019 2te FSME Impfung
seit dieser Zeit massive „Entzugssymtome“, :frust:

Annanas
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 04.09.19, 11:27

Hallo Matthu :) , herzlich willkommen im ADFD.

Es ist erschütternd, deinen Bericht zu lesen, vor allem in Bezug auf die Arztreaktionen/-entscheidungen u die Konsequenzen, die du zu tragen hast.

Ich befürchte, du verträgst absolut keine serotonerg wirkenden Substanzen u in der Folge der Einnahme keine Medikamente mehr, die über das ZNS wirken.

Das zeigte sich anfangs schon bei der Einnahme von Neuroplant, dieses Präparat enthält Johanniskraut u wirkt wie ein chemisches AD.
Durch die sich anschl Einnahme von Sertralin wirst du wohl ein Serotoninsyndrom o eine toxische Reaktion erlitten haben.

Evtl gab es Interaktionen mit den Wirkstoffen der FSME-Impfung, aber ursächlich ist mMn eine Unverträglichkeit bzw toxische Reaktion auf die Pychophopharmaka, kombiniert mit Absetzsymptomen.
Matthu hat geschrieben:
Mittwoch, 04.09.19, 10:21
20.5. Psychosomatische Klinik Charité Vorstellung, trotz meines Hinweises auf evtl. Serotoninsyndrom und FSME Impfung wieder Vorschlag wieder eingentlich SSRI Alternativ SNRI oder Neuroleptika + lorazepam und ....stationäre Aufnahme für Einstellung

Wurdest du dort auf ein neues Medikament eingestellt?
Nimmst du jetzt noch Psychopharmaka?
Das wäre wichtig zu wissen, um deine derzeitige Situation besser einschätzen zu können.

Kannst du bitte für die Medikamentenhistorie eine Signatur erstellen? Hier ist eine Anleitung dazu:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=46&t=15035

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Matthu
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Mittwoch, 04.09.19, 13:37

Hallo Anna,

Danke für Deine Antwort, seit diesem Vorfall nehme ich nichts also keine Medikamente man hat mir versucht einzureden das ich was brauche, das habe ich abgelehnt. Ich habe Lorazepam für den Notfall bekommen davon habe ich in der Zeit insgesamt 2 Tabletten in extremen Angstsituationen genommen, das hat kurz etwas geholfen aber nachdem die Wirkung nachließ war alles noch schlimmer. Dann sagte man mit ich könne ja Lorazepam z.B. dauerhaft erst einmal nehmen das habe ich wegen der Gefahr der Abhängigkeit abgelehnt.
Ich reagiere scheinbar im Moment auf ziemlich alles genau wie Du schreibst was irgendwie das Zentralnervensystem reizt. Ich hatte beispielsweise Passionsblume als Tee ausprobiert war danach nicht zu gebrauchen wie benebelt. Bei Technomusik die ich unfreiwillig mithören musste habe ich das Gefühl es platzt mir der Kopf. Genau wie bei Gewitter oder so Lichtblitze bei einer eeg Untersuchung. Sowie ich mich körperlich etwas mehr bewege z.B. längerer Spaziergang wird es schlimmer....das fühlt sich dann an wie eine Mischung aus Strom und Ameisen in Armen und Beinen. Spritzen B12 und Folsäure die ich eigentlich auf Grund der Zöliakie bekommen müsste wirken wie ein Verstärker der Missempfindungen usw....

LG
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seit 1992 Zöliakie/Glutenunverträglichkeit,
seit 2005 Lactoseunverträglichkeit, Histaminunverträglichkeit, z.T. Fructoseunverträglichkeit
seit 2006 bzw. wurde nach einer OPERATION einen Blutgerinnungsstörung festgestellt, Hämophilie

Psychopharmaka ...so genau lässt sich das nicht mehr nachvollziehen wegen leichter Ängste und Migräne

Wahrscheinlich 1993/94 Depotspritze Antidepressiva
2005-2006 verschiedene Antidepressiva - durch Neurologen ausprobiert - nicht vertragen bzw. toleriert wegen starker Benommenheit
2006-2014 mehrmals jeweils für gut ein halbes Jahr über die Wintermonate Laif 900 verschrieben

Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
30.3.2019 Serotoninsyndrom
1.4.2019 25mg Sertralin
2.4.2019 kaltentzug bzw. Sertralin abgesetzt wegen massiver Nebenwirkungen auf anraten der Neurologen
5.4.2019 2te FSME Impfung
seit dieser Zeit massive „Entzugssymtome“, :frust:

Help123
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Help123 » Mittwoch, 04.09.19, 14:09

Hallo Matthu,

ich habe gerade deine Geschichte gelesen, und mir wurde richtig mulmig, aufgrund dem wie es dir geht und den Reaktionen diverser Ärzte.
Traurig, wie keiner wissen will woher all deine Leiden kommen, sondern einfach schnell das nächste AD einbringen wollen. 😱😢
Da verstehe ich deine Verzweiflung, vor allem mit den heftigen Symptomen, die du beschreibst. 😵
Ich selber denke wohl, dass es durch das komplette Hin und Her mit den ADs nun ein absolutes Wirrwarr im Körper herrscht. Hatte ich selbst leider auch, bin von Sertralin zu Citalopram, von Citalopram zu Duloxetin, und jetzt doch wieder auf Citalopram (da dies für mich das AD mit den akzeptabelsten Nebenwirkungen war). Ich hatte unter der Umstellung auch heftigst zu kämpfen, mit vielem was du auch beschreibst: Augenzucken, Kribbeln, Kopfweh, steifer Nacken, Muskelschmerzen usw., bis hin zum totalen seelischen Zusammenbruch.
Und das mit den Gedanken, alles aufzugeben und ein Ende zu setzen kam unter dem Entzug auch häufiger. Obwohl ich dies nie tun würde.

Sehr gut kann ich mir vorstellen, das eine Impfung triggert, da der Körper ja auch hier "arbeitet".
Ich hatte auch einmal bei ganz heftigen Entzug eine Lorazepam genommen, und hatte das Gefühl, als die Wirkung nachließ, kam alles noch heftiger.

Das du die tägliche Benzoeinnahme verweigert hast, finde ich persönlich sehr gut und richtig.
Denn da würdest du jetzt wahrscheinlich in eine neue "Abhängigkeit" einsteigen.

Ich hoffe du findest hier Halt und Kraft für deine Situation.

Viele Grüße
Help
Diagnose: Angststörung / depressive Episoden
+Hashimoto Thyreoditis (derzeit L-Tyroxin 100/112)

AD Erfahrung/Medikation:

-19.06.05 Doxepin (Durchfall, Übelkeit)
Wechsel
-01.07.05 Amitriptylin 10mg (Muskelverspannungen)
Wechsel
-18.07.05 Opipramol (Schwindel, Entfremdung, Übelkeit)
Dosis: von 10 bis 70 mg hoch, jede Woche um 10mg erhöht.
Da nach dem 26.10.05 kein Tabletteneintrag mehr ist, vermute ich es wurde kalt abgesetzt 😵.

-ca. 2005 = Citalopram 40mg ca. 3 Jahre (ohne Probleme ausgeschlichen)

-ca. 2009 = Fluoxetin 1Jahr
-Umstieg auf Citalopram 30mg

-2014 = Citalopram 20mg mit Amitriptilyn (ohne Probleme ausgeschlichen)

-Feb. 2016 = Sertralin 75mg
-Jan. 2018 = Umstieg auf Citalopram 20mg, dann 40mg
(ohne Besserung, deswegen Umstieg)

-März 2018 = Umstieg auf Duloxetin (Cymbalta)90mg
Nebenwirkungen: Schwindel, Kopfweh, Druck im Hals, Angst, Nervosität, Appetittverlust, Abgestumpftheit, Aggression, Suizidgedanken, Gefühl verrückt zu werden, Panikzustände....u.a.

Deswegen Absetz-Entscheidung!

23.09.18 von 90mg auf 60mg runter
(keine gravierenden psychischen Probleme, jedoch heftige Nacken-und Rückenverspannung über 3Wochen, mit heftigen Kopfschmerzen)

14.10.18 von 60mg auf 45mg
22.10.18 von 45mg auf 30mg
25.10'18 von 30mg auf 15mg
(Absetzsymptome: starker Schwindel, Angstzustände, Benommenheit, Kopfweh)

1.11.18 von 15mg auf 10mg

Am 4.11.18/11:30h, Massive Entzugserscheinungen:
starker Schwindel, Benommenheit, Zittern, Gefühl “Verrückt zu werden“, Übelkeit, Angst, Selbstmordgedanken...
Um 14:30h 25mg Duloxetin nachgenommen!
Nach 1-2Std. Linderung der Symptome.

Seit 5.11.18 im Entzug, 30mg Duloxetin
(Immerwieder Kopfweh, Schwindel, Angst)

6.03.19 im Entzug, 27mg => 30mg -10% mit der „Kügelchenmethode“
(leichter Schwindel)

7.05.19 Umstellung von 27 mg Duloxetin auf 30mg Citalopram, da unter Duloxetin zu viele Nebenwirkungen (starke körperliche Abhängigkeit, Restless, Nervös, Gefühlskälte....)
Umstellung brachte Kopfweh, Schwindel, Übelkeit und Traurigkeit.
Nach ca. 4 Wochen ging es wieder...
Umstellung vollzogen.

➡️😵18.06.19: Körperlicher und seelischer Zusammenbruch!
Herzrasen, körperl. u. inneres Zittern, Depression, Hoffnungslosigkeit, Rastlosigkeit, Schlaflosigkeit....

“Anraten des Arztes“ Citalopram von 30mg auf 20mg runter + sollte Trazodon nehmen.“
= Citalopram Dosis auf 20mg verringert.
KEIN Trazodon genommen.

💊Aktuelle Medikation:
20mg Citalopram
112mg L-Thyroxin

NEM's: 200 mg Selen, 1000mg Omega 3, 500mg Curcumin, 4mg Agnus Castus, 200mg Eisen

⚡Entzug Duloxetin:

➡️ständige, krampfartige Kopfschmerzen sind zum Dauerbegleiter geworden, mal mehr, mal weniger ausgeprägt, aber ständig vorhanden.

➡️18.07.19: starke Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Nervosität, Angstgefühle, Hitzewallungen, depressive Verstimmung, Schlafstörungen.

➡️😵05.08.19: Vorausgehende starke Angstgefühle, mit Panikattacken, Unruhe, Appetitlosigkeit, Übelkeit
06.08.19: starke Unruhe, Zittern, Trauergefühle, Apettitlos, Übelkeit
07.08.19: Heftige Depressionen, mit Weinkrämpfen, =totale Hoffnungslosigkeit! Übelkeit, Unfähig zu Essen, Zittern, Unruhe, starkes Schwitzen, Kribbeln in Finger u. Füßen, Frieren, Depersonalisierung....

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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 04.09.19, 14:22

Hallo Matthu :) ,
vielen Dank für die Signatur!
Matthu hat geschrieben:
Mittwoch, 04.09.19, 13:37
seit diesem Vorfall nehme ich nichts also keine Medikamente man hat mir versucht einzureden das ich was brauche, das habe ich abgelehnt.
Damit hast du alles richtig gemacht. Ich denke, du darfst keine Psychopharmaka mehr einnehmen u mußt in nächster Zeit möglichst auch auf ZNS-aktive Substanzen verzichten, wenn nicht ein Akutfall vorliegt.
Das betrifft u.a. Schmerzmittel, Antibiotika u Vieles mehr u ja, auch pflanzliche Mittel fallen darunter - da müßtest du dann schauen, wenn etwas in der Art ansteht.

Da du schon vor der Zeckenimpfung bei der Einnahme des Neuroplant Symptome hattest, kann ich nur hoffen, daß nicht noch zusätzlich ein Impfschaden vorliegt, sondern daß die Impfung "nur" die Symptomatik verstärkt hat.

Alles, was du an Symptomen beschreibst, sind die Folgen eines absolut gereizten ZNS.
Ich stelle dir hier mal einen Thread ein, der für das Absetzen angelegt ist, die praktische Umsetzung kannst du deshalb überlesen.
Er enthält aber viele Infos u Verlinkungen zur Symptomatik, zur Erklärung, was im Gehirn passiert, zu Symptomverstärkern usw - alles das ist auch für dich relevant.
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=12880
Lies' auch gern im Forum quer - die Rubriken "Umgang mit dem Entzug" u "Gesundheit" enthalten auch viele Infos u Tipps, Vorsicht ist bei dir dann geboten, wenn es sich um eine Einnahme von Mitteln (bspw Passionsblumenextrakt) handelt, s.o.!
Matthu hat geschrieben:
Mittwoch, 04.09.19, 13:37
Spritzen B12 und Folsäure die ich eigentlich auf Grund der Zöliakie bekommen müsste wirken wie ein Verstärker der Missempfindungen usw....
Die Erfahrungen hier sind auch eher dementsprechend,
manchmal gelingt es, eine Minimenge eines Mittels anzutesten u die Einnahmemenge bei Verträglichkeit zu steigern.

An deiner Stelle würde ich aber in der nächsten Zeit auch keine derartigen Experimente wagen, alles, was dein Gehirn braucht, ist Ruhe - möglichst kein Stress, weder positiv, noch negativ, keine akustischen u optischen Reizüberflutungen, möglichst gesunde Ernährung (wobei du auch auf Histamin schauen mußt, wie ich gesehen habe) u moderate Bewegung, vllt in Form von Spaziergängen.

Du mußt da dein eigener Experte werden, um herauszufinden, was dir guttut u was nicht!

Die gute Nachricht ist die, daß das Gehirn heilen wird, es kann nur einige Zeit dauern.

Liebe Grüße von Anna

Edit: überschnitten mit Help123 :)
Zuletzt geändert von Annanas am Mittwoch, 04.09.19, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Mittwoch, 04.09.19, 14:30

Hallo Help, hallo Anna

Danke für Eure Antworten. Wenn ich mir Deine Signatur durchlese Help finde ich mich in vielen Deiner Beschwerden wieder. Es ist schon echt erschreckend. Ich wünsche Dir auch viel Kraft für Deinen Weg.
Ich hatte gerade nochmals ein Arztgespräch das war wirklich offen und nett, leider bin ich auch nicht wirklich weitergekommen, im Endeffekt läuft es immer wieder auf das gleiche hinaus Antidepressiva !!
Meist sogar wieder aus der Gattung der SSRI, Sie wissen sich einfach keinen anderen Rat.....das EEG und die Nervenleitmessung ist ok genau wie die Werte aus der Lumbalpunktion.

Ja Anna ich denke auch das ZNS ist völlig überreizt, Stress vertrage ich nicht, Ruhe, Natur und Gleichmäßigkeit macht es erträglich. Das einzige gute ist im Moment dadurch das ich z.Z. Rente bekomme habe ich von dieser Seite etwas Entspannung.

LG
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seit 1992 Zöliakie/Glutenunverträglichkeit,
seit 2005 Lactoseunverträglichkeit, Histaminunverträglichkeit, z.T. Fructoseunverträglichkeit
seit 2006 bzw. wurde nach einer OPERATION einen Blutgerinnungsstörung festgestellt, Hämophilie

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Wahrscheinlich 1993/94 Depotspritze Antidepressiva
2005-2006 verschiedene Antidepressiva - durch Neurologen ausprobiert - nicht vertragen bzw. toleriert wegen starker Benommenheit
2006-2014 mehrmals jeweils für gut ein halbes Jahr über die Wintermonate Laif 900 verschrieben

Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
30.3.2019 Serotoninsyndrom
1.4.2019 25mg Sertralin
2.4.2019 kaltentzug bzw. Sertralin abgesetzt wegen massiver Nebenwirkungen auf anraten der Neurologen
5.4.2019 2te FSME Impfung
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Matthu
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Mittwoch, 04.09.19, 15:30

Hallo,

weißt jemand wie es sich mit einem MRT vom Kopf verhält, ich habe da etwas bedenken, das das auch das ZNS jetzt reizen könnte.

Gruß
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Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
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1.4.2019 25mg Sertralin
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 04.09.19, 16:02

Hallo Matthu :) ,
MRT kann durch das Magnetfeld triggern, muß es aber nicht.
Schwierig - wenn keine dringende Indikation besteht, würde ich es zum jetzigen Zeitpunkt eher nicht machen lassen.

Hier auch unsere Triggerliste:
viewtopic.php?f=18&t=6442

Liebe Grüße von Anna
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Mittwoch, 04.09.19, 16:15

Hallo Anna,

..danke für Deine Antwort. Ja man wollte schauen ob vielleicht irgendwas von der FSME Impfung zurückgeblieben ist. Da ich aber z.Z. auch unter Platzangst leide müsste ich dazu um das zu überstehen zumindest lorazepam nehmen davor gruselt mir es halt.

Gruß
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seit 1992 Zöliakie/Glutenunverträglichkeit,
seit 2005 Lactoseunverträglichkeit, Histaminunverträglichkeit, z.T. Fructoseunverträglichkeit
seit 2006 bzw. wurde nach einer OPERATION einen Blutgerinnungsstörung festgestellt, Hämophilie

Psychopharmaka ...so genau lässt sich das nicht mehr nachvollziehen wegen leichter Ängste und Migräne

Wahrscheinlich 1993/94 Depotspritze Antidepressiva
2005-2006 verschiedene Antidepressiva - durch Neurologen ausprobiert - nicht vertragen bzw. toleriert wegen starker Benommenheit
2006-2014 mehrmals jeweils für gut ein halbes Jahr über die Wintermonate Laif 900 verschrieben

Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
30.3.2019 Serotoninsyndrom
1.4.2019 25mg Sertralin
2.4.2019 kaltentzug bzw. Sertralin abgesetzt wegen massiver Nebenwirkungen auf anraten der Neurologen
5.4.2019 2te FSME Impfung
seit dieser Zeit massive „Entzugssymtome“, :frust:

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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 04.09.19, 16:25

Hallo Matthu :) ,
Matthu hat geschrieben:
Mittwoch, 04.09.19, 16:15
Ja man wollte schauen ob vielleicht irgendwas von der FSME Impfung zurückgeblieben ist.
Da ist natürlich guter Rat teuer - wenn man durch die Untersuchung in der Richtung Erkenntnisse erlangen kann, wäre es schon wichtig, denke ich.

Ich weiß aber selbst, was in dir vorgeht, weil ich vor dem gleichen Problem stehe.

Die Entscheidung kannst jetzt nur du allein treffen!

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Henriette » Mittwoch, 04.09.19, 17:10

Hallo Matthu,

habe mir gerade deine Geschichte durchgelesen. Das hört sich richtig heftig an, was du durchmachst.

Es scheint mir allerdings so, dass die Probleme nicht erst mit der FSME Impfung anfingen. Aber die hat wahrscheinlich an den "Sollbruchstellen" deines Körpers angesetzt und alles verschlimmert.

Zu deiner Frage bgzl. MRT:
Ob das Magnetfeld selbst Auswirkungen auf das ZNS hat, kann ich mir aber nicht ganz vorstellen, weil man ja damit auch Messungen macht, die sonst vielleicht verfälscht wären.
Aber bei manchen Untersuchungen müssen Kontrastmittel gespritzt werden, und die haben es in sich, jedenfalls wenn man auf sowas reagiert. Meine eigene Erfahrung damit ist, dass es mir Muskel- und Nervenschmerzen in den Armen beschert und mich total kribbelig macht. Die Muskel- und Nervenschmerzen haben leider bleibenden Charakter, wenn auch abgeschwächt. Aber diese Nebenwirkung soll selten sein.
Platzangst ist bei dir auch ein Thema. Das kann ich aus eigener Erfahrung sehr gut nachempfinden. Trotzdem habe ich schon etliche MRTs gut überstanden. Aber MRT vom Kopf ist schon etwas speziell, weil man da so ein Ding über den Kopf gesetzt bekommt. Das ging bei mir so gar nicht. Voll die Panik. Da half dann auch nur sehr bedingt eine Tavor. Und sowas verträgst du ja wohl im Moment nicht.
Wenn es also nicht unbedingt sein muss, würde ich an deiner Stelle - in der Verfassung, in der du dich befindest - nicht unbedingt die Belastung eines MRT auf mich nehmen.
Allerdings könnte es natürlich sein, dass sie auf dem MRT etwas finden, was für deine Probleme ursächlich ist, unabhängig von der FSME Impfung. Und dann muss man da manchmal eben doch durch. Zum Beispiel wurde bei mir bei einem MRT mit Kontrastmittel als Zufallsbefund ein Tumor gefunden. Ohne Kontrastmittel war er einen Monat vorher nicht zu erkennen gewesen. (Der Tumor ist zum Glück verkapselt und es droht keine Gefahr.) Die Auswirkungen eines extremen B12 Mangels sowie meinen Schlafmangel konnte man da auch sehen.
Ich bin kein Fan von MRT vom Kopf. Aber die Technik, mit der man in unserer "Schaltzentrale" Missstände entdecken kann, finde ich schon beeindruckend. Und u.U. hilfreich, oder sogar lebensrettend.

Vielleicht haben die Ärzte ja eine Idee, wie du ein MRT vom Kopf gut überstehen könntest. Und vielleicht fragst du sie mal, wie groß sie die Wahrscheinlichkeit sehen, dass sie auf den Schnittbildern etwas bedeutsames entdecken. Wenn sie es eher für unwahrscheinlich halten, dann kannst du das ja ein bisschen auf später verschieben.

Gruß, Henriette
Problem: Seit Jahren zunehmende Schlafstörungen, teilweise Nächte völlig ohne Schlaf oder nur 2 bis 3 Stunden, Ursache unbekannt, Schlaflabor o.B.

Zopicloneinnahme 1/8 bis 1/4 einer 7,5er Zopiclon:
- von ca 2012 bis Herbst 2015: Immer nur phasenweise, für 2 bis 3 Nächte mit o.g. Dosis, dann wieder wochenlang ohne geschlafen.
- von Herbst 2015 bis Sommer 2017: Phasenweise für 2 bis 3 Nächte, aber die Abstände von Phase zu Phase verringerten sich.
- von Sommer 2017 bis April 2018: Häufige Phasen von ca 1 bis 2 Wo, 2 bis 3 Wochen Pause, dann erneut.
- von April 2018 bis jetzt Anfang September 2019: jeden Abend

Seit Jahren, auch schon vor der Zopiclon Zeit, häufig 1 Kytta Sedativum abends: Baldrian, Hopfen, Passionsblume
Seit ich Zopiclon nehme, oftmals zusätzlich

Andere medikamentöse Versuche zum Einschlafen:
- Mirtazapin, Nebenwirkung Restless legs, deshalb erfolglos
- Amitriptylin, mehrere Versuche, jedes Mal erfolglos
- Tryptophan, erfolglos

Sonstige Medikamente, auf die ich definitiv nicht verzichten darf:
Beta Blocker, Amlodipin, Omeprazol bei Bedarf, Dekristolvit

September gescheiterter Absetzversuch.

Seit Oktober erneuter Versuch mit mehr Misserfolg als Erfolg.
9.10. 1/6 Zopi
16.10. 1/7 Zopi
23.10. 1/8 Zopi
3.11. 1/10 Zopi
11.11. musste wieder erhöhen auf 1/6 Zopi

Schlafqualität und -menge auch mit 1/6 Zopi nicht zufriedenstellend.
Keine Ahnung, wie ich erfolgreich reduzieren soll.

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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 04.09.19, 17:29

Hallo Matthu,

die Frage, die sich mir stellt, ist: Falls man bezüglich des Impfschadens via MRT zu neuen Erkenntnissen gelangt, was folgt daraus? Da würde ich mal genau nachfragen, welche Behandlungsoptionen sich da überhaupt anschließen könnten.

Denn u. U. kannst Du diese in Deinem jetzigen Zustand gar nicht umsetzen, ohne vielleicht das ZNS noch weiter "aus den Latschen zu hauen".

Eine solch belastende Untersuchung ergibt für mich nur Sinn, wenn ich mit dem Ergebnis auch etwas anfangen kann, im Sinne der Nutzen-Risiko-Abwägung. (Dass sich dabei natürlich immer noch weitere Zufallsbefunde ergeben können, ist klar. Aber darum geht es ja erst mal nicht.)

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

Matthu
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Mittwoch, 04.09.19, 19:39

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Das CT vom Kopf war halt nicht auffällig nun war halt die Idee mit dem MRT. Aber ich habe gemerkt das mich das heute im Vorfeld schon völlig schlaucht. Das wäre ja nicht das erste MRT früher habe ich das besser weggesteckt doch wie schon geschrieben und so wie ihr das auch seht scheint das ZNS völlig überreizt. Nach der Lumbalpunktion mit dem ziehen des Nervenwasser von gestern dröhnt mir auch ganz schön der Kopf mittlerweile.

LG
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von padma » Freitag, 06.09.19, 11:01

hallo Matthu, :)
Nach der Lumbalpunktion mit dem ziehen des Nervenwasser von gestern dröhnt mir auch ganz schön der Kopf mittlerweile.
Nach einer Lumbalpunktion muss man unbedingt liegen, um diese Dopfschmerzen zu vermeiden. Leg dich hin.

liebe Grüsse und gute Besserung,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Samstag, 19.10.19, 11:35

Hallo,

vielen Dank nochmals für die Hinweise und Wünsche.

Ich hatte mich etwas zurückgezogen weil es allen in allen sehr anstrengend war und ist und es mir oft nicht gut geht jeder Tag ist im Moment ein Stück Kampf.....
Die Lumbalpunktion habe ich gut überstanden ich hatte die Tage danach u.a. vielleicht etwas mehr Kopfweh als sonst.
Der Entlassungsbericht na ja also ich könnte 🤮

Ich habe/hatte ja beruflich über 20 Jahre im Krankenhaus zu tun, es ist und bleibt eigentlich eine Katastrophe, tja viele werden jetzt sagen das ist im Gegensatz zu anderen Ländern klagen auf hohem Niveau, da gebe ich ihnen schon Recht, allerdings so lange Kliniken bzw. das Gesundheitssystem auf Profit aus sind kann und wird sich nichts ändern da der Patient im Endeffekt eine Ware ist....🤬

Das MRT konnte aufgrund von Angst und Geräuschempfindlichkeit nicht durchführt werden. Dieses u.a. rhythmische wummern habe ich nicht ausgehalten. Die Lumbalpunktion brachte keine neuen Erkenntnisse bzgl. z.B. der FSME...oder anderen
Ich habe versucht in eine psychosomatische Klinik zu kommen, das hatte mir mein Hausarzt vorgeschlagen, tja was soll ich sagen absagen der Kliniken u.a. ich passe nicht in das Profil der Klinik oder ich solle mir ambulant einen Therapeuten suchen und wenn das nicht hilf mich wieder vorstellen..... :frust:

So langsam wird meine Verzweiflung immer größer da es gefühlt kaum besser wird. Zum Glück unterstützen mich noch meine Eltern und Familie.

Die Vorstellung bei insgesamt zwei Ärzten brachte nur die Erkenntnis das es aus deren Sicht aussieht wie ein Medikamentenentzug....tja....richtige Lösungsansätze sind halt schwierig, man könnte evtl. ein Neuroleptika geben um die Entzugssymtome zu lindern aber ob das gut geht.... Das habe ich erst mal abgelehnt was sie auch völlig verstanden.
Im Prinzip kamen beide zu der Aussage das Antidepressiva halt sehr kritisch zu sehen sind....und eigentlich die Gabe bei mir in meinem Fall :censored:
Jetzt habe ich mir erst einmal auch auf anraten von einem der beiden Ärzte einen Termin bei einen anderen Neurologen geholt mal sehn ob der noch eine Idee hat...


LG
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Torsten51
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Torsten51 » Montag, 21.10.19, 20:12

Hallo Matthu . Ich kann dich gut verstehen . Mir geht es ähnlich . Gehe nächste Woche auch ins KH zum Nervenwasser ziehen ,Außerdem MRT Kopf . Hoffe auch das die Entzugserscheinungen bald verschwinden . Habe genau die selben Entzugserscheinungen . Halt bitte durch , irgendwann wird das schon wieder . Liebe Grüße Torsten
Torsten 40 Jahre
Seit Januar 2019 Beckenschmerzen
Darauf 2x MRT Becken , LWS
Viele Untersuchungen keine Diagnose
09.09 . 2019 dann opipramol 2x 50mg Früh und Abend
25.09.2019 1xGabapentin 300 mg
26.09.2019 Massive Nebenwirkungen .Auf Rat der Hausärztin alles weg
01.Oktober wieder anfangen mit 50mg morgens
02.Oktober Notaufnahme .Ct Schädel , Blutbild,EKG
04.Oktober 50mg opipramol wieder weg
05.Oktober 0mg ,Vitamine und Magnesium, Neurexan
18.Oktober wieder Notaufnahme ohne Befund
20.Oktober immernoch massive entzugssymtome

Matthu
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Matthu » Dienstag, 22.10.19, 15:48

Hallo Thorsten,

vielen danke für Deine Antwort, es hilft zumindest bzw. zeigt das man nicht allein ist...Ich wünsche Dir auch viel Kraft. Also das wichtigste nach der Lumbalpunktion scheint halt wirklich erst einmal Ruhe zu halten und etwas zu liegen. Ein Mitpatient war der Meinung gut einen halbe Stunde danach wieder im wahrsten Sinne durch die Gegend zu springen, er bekam dann später sehr starke Kopfschmerzen usw.... :(

LG
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Torsten51
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Torsten51 » Dienstag, 22.10.19, 16:44

Hallo Matthu .
Mache mir halt schon große Sorgen das , das gar nix mit den Opipramol zu tun hat und überhaupt kein Entzug ist sondern irgend eine Nerven oder Muskelerkrankung . Bin echt gespannt was nächste Woche raus kommt . Hoffe nix schlimmes und das ich bald alles heil überstanden hab . Drück dir die Daumen das du es auch bald geschafft hast . Hab jetzt drei Stunden Rasen gemäht mit Ohrstöpseln jetzt brummt mir wieder der Kopf wie Sau und mein Kiefer krampft von alleine . War wohl wieder zu viel . Wie gesagt ich hoffe dir geht es besser . Lasse den Kopf nicht hängen und geb nicht auf . Liebe Grüße Torsten
Torsten 40 Jahre
Seit Januar 2019 Beckenschmerzen
Darauf 2x MRT Becken , LWS
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25.09.2019 1xGabapentin 300 mg
26.09.2019 Massive Nebenwirkungen .Auf Rat der Hausärztin alles weg
01.Oktober wieder anfangen mit 50mg morgens
02.Oktober Notaufnahme .Ct Schädel , Blutbild,EKG
04.Oktober 50mg opipramol wieder weg
05.Oktober 0mg ,Vitamine und Magnesium, Neurexan
18.Oktober wieder Notaufnahme ohne Befund
20.Oktober immernoch massive entzugssymtome

Torsten51
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von Torsten51 » Dienstag, 22.10.19, 17:33

Hallo ihr lieben
Kann mir jemand sagen warum die Stromstöße immer nur dann kommen , wenn man zur Ruhe kommt und die Augen zu macht . Also bei mir kommen dazu noch immer die Herzrhythmusstörungen und es klopft wie verrückt .
Gruß Torsten
Torsten 40 Jahre
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arleva
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Re: Matthu: Sertralin Kaltentzug wegen starken Nebenwirkungen mit FSME Impfung

Beitrag von arleva » Dienstag, 22.10.19, 18:06

Hallo Torsten,

die bekannten Stromstöße - man hasst sie. Ich denke, in der Ruhe kannst du besonders gut darauf achten und der Körper hat in diesem Moment Zeit zu heilen. Ich habe auch oft so ruhige Momente, in denen es mir schlechter geht. Klar, man soll sich beschäftigen/ablenken, aber das geht eben nicht immer.
Trinke ausreichend viel, um die Nieren bei der Ausscheidung der Stoffwechselprodukte zu unterstützen. Mir hilft Melissentee.

Gute Besserung!
Diagnose: seit später Kindheit Agoraphobie, Panikattacken, generalisierte Angststörung, Zwangsgedanken
Therapie: 4x stationär; mehrfach ambulant (verhaltenstherapeutisch und tiefenpsychologisch)

Medikamente:
vor 2006 kurze Versuche von Paroxetin, Opipramol
2006-2010 20mg Escitalopram
2010 Umstellung auf Citalopram mit Verschlechterung der Symptome + Einweisung ins KH; Ursache: Umstellung??
2013-2018 30mg Duloxetin + 100mg Pregabalin
Okt 2018 Reduktion Duloxetin auf 20mg; starke Absetzsymptome seit Mitte Dez 2018, also sehr zeitverzögert
Ende Jan 2019 deutliche Besserung der Symptome; Reduktionspause
Mitte Feb 2019 Verschlechterung des Gesundheitszustandes: Unruhe, Angst, Suizidgedanken, Aggressivität, Wut, Zwangsgedanken
März 2019 Absetzsymptome unverändert und stark lebensbeeinträchtigend
Mitte März 2019 weniger Wut, Aggressivität, Stimmungsschwankungen; allerdings weiterhin vermehrt Angst und Zwangsgedanken, wie vor AD-Einnahme
April 2019 Absetzsymptome verbessern sich; zwischendurch kam aber ein sehr heftiger Einbruch
Mai 2019 keine Absetzsymptome mehr; momentan stabil wie vor Reduktion
Ende Mai 2019 absolutes Stimmungstief, ev. aufgrund Kohlenhydratreduzierung (Übergewicht durch AD)
Okt 2019 seit Juli halbwegs stabil, trotzdem oft depri - ev. immer noch wegen fehlendem Zucker, Gewicht hat sich reduziert (ca. eine Hosengröße; habe keine Waage)
Okt 2019 an einem Tag versehentlich die 20mg Duloxetin vergessen; ca. 24h später Höllentrip: starker Schwankschwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Zittern; nach Einnahme wieder besser, aber 2 Tage Durchhänger

dauerhafte NW durch Duloxetin: Gewichtszunahme von ca. 30kg, starke Akkomodationsstörungen + zahlreiche "mouches volantes", trockene Augen, Libidoverlust, schwitzen, vermehrte Gesichtsbehaarung v.a. am Kinn, Zyklusstörungen

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