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omami : amitriptylin-oma

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omami
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omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Donnerstag, 05.09.19, 19:18

Ich freue mich, dass ich jetzt offiziell registriert bin! Danke dafür!
ich hoffe, ich mach nicht allzu viel falsch hier :schnecke: und darf bitte auch bei der kleinschreibung bleiben, ja?
Ich bin knapp 70 jahre alt, wurde 2008 auf amitriptylin gesetzt in einer situation, in der ich familiär sehr überfordert war und mir die fibromyalgie zudem arg probleme machte.
ersteinnahme 8 tr. amitriptylin brachte das ergebnis, dass ich eine halbe stunde später wie ein baum gefällt im bett lag. :shock:
aber ich gewöhnte mich dran und es brachte mich auch über etliche (lebens-/familien-) hürden mit einer maximal-dosis von 18 tr., im schnitt aber 10-12tr.
die offizielle diagnose hieß "larvierte depression", obwohl ich mich nur selten so fühlte und das auch betonte. - egal!

ende 2016 erlitt ich einen veritablen schlaganfall, kam z.glück sehr schnell auf eine stroke unit zur lyse und man stellte fest, dass ich zuvor schon mehrere unbemerkt gebliebene schlaganfälle gehabt hatte.
ich hatte unglaublich viel glück, denn die rechtsseitigen lähmungen verschwanden sehr schnell wieder. was bislang noch nicht wieder rund läuft ist die konzentration und gangunsicherheit. aber auch in dem bereich arbeite ich an mir.

nach dem schlaganfall gab es viele, viele medikamente für mich und ich nahm dadurch und durch den nikotin-stop satte 15 kg zu (und hatte durch das amitriptylin zuvor auch schon 10 kg zugenommen).
von den dickmach-medikamenten schien mir amitriptylin mir dasjenige zu sein, das ich am ehesten absetzen konnte (dachte ich!)
(der letzte absetzversuch war 2014 und endete auf der psychosomatischen akutstation. wieder rauf auf 10 tr.)

anfang 2019 wurde endlich auch der angebliche auslöser für den schlaganfall gefunden bei einem der vierteljährlichen LZ-EKGs: VHF = Vorhofflimmern, heißt: noch mehr, noch stärkere medikamente.
diese diagnose traf zusammen damit, dass ich da grade 3 monate mit amitriptylin auf 0 tr. war.
und nahezu umgehend ging es los: panikattacke auf panikattacke. das fatale daran war/ist, dass man nciht unterscheiden kann: ist es panik oder VHF - die symptome sind 99% identisch.

im märz d.j. nach etlichen stunden auf der notaufnahme, zu der mich 112 transportiert hatte ( danke, dass man mir dort keine medikamente gab, sondern mich einfach nur an EKG- und ä. kabeln angeschlossen liegen ließ diagnose: panikattacke und VHF!), setzte ich wieder ein mit 6 tr. amitriptylin. und ich fürchte, dabei wird es bleiben, denn die reduktionsversuche der letzten wochen waren von wenig erfolg gekrönt.
so, mehr schaff ich jetzt als einstieg nciht. kümmere mich später um die signatur.
danke erst mal!
lg, a-o
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Annanas
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Re: amitriptylin-oma

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 05.09.19, 22:21

Hallo omami :) ,

willkommen im ADFD.

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Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

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Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse von Anna
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padma
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von padma » Freitag, 06.09.19, 18:15

hallo Omami, :)

auch von mir willkommen.
die offizielle diagnose hieß "larvierte depression", obwohl ich mich nur selten so fühlte und das auch betonte. - egal!
Das halte ich für eine Verlegensheitdiagnose, irgendetwas muss ja diagnostiziert werden. Du schreibst ja selbst, du wartst überfordert. Überforderung in einer schwierigen Situation ist keine Erkrankung.

Ein Schlaganfall und nun auch noch Vorhofflimmern ist natürlich nicht einfach zu verkraften. Gut, dass sich die Ausfälle deutlich verbessert haben.

setzte ich wieder ein mit 6 tr. amitriptylin. und ich fürchte, dabei wird es bleiben, denn die reduktionsversuche der letzten wochen waren von wenig erfolg gekrönt.
Das muss man gut abwägen. Die Frage ist, hilft es dir, hast du Nebenwirkungen, wie problematisch ist es mit Wechselwirkungen.

Wie hattest du versucht zu reduzieren?

Falls du mit der Signatur technisch Probleme hast, können wir dir helfen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Freitag, 06.09.19, 20:24

danke, padma und annanas, für eure beiträge.
@padma:
"Wie hattest du versucht zu reduzieren?" - tropfenweise: 1 Tr weniger und dann ein paar wochen warten, wie es sich entwickelt. manchmal bin ich auch durcheinander geraten, weil ich auch mit schlaganfallmedikation noch nicht im reinen bin - also zwei med.baustellen :?
die nebenwirkungen vom amitriptylin waren (für mich spürbar) gewichtszunahme, die, mitsamt der gewichtszunahme durch die schlaganfallmedikation, meine gelenke (knie/hüfte) ächzen lässt (wiege jetzt 15 kg mehr als im 9. schwangerschaftsmonat) :cry: . an weitere erinnere ich mich grade nicht....
ich denke, die signatur mitsamt einklappen habe ich dank sinuas toller schritt-für-schritt-anleitung bewältigt.
als nächstes dann die einstellungen im profil. dafür muss ich erst wieder konzentration aufbauen.
bis dann!
lg, a-o
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FineFinchen
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 06.09.19, 20:37

Hallo Omami, :-)

auch von mir herzlich willkommen :-)

Das mit Deiner Signatur hat einwandfrei geklappt und für den Rest nimm Dir bitte so viel Zeit, wie Du brauchst. Hier soll nichts in Stress ausarten. Den haben wir alle im "realen" Leben genug.

Liebe Grüße
Finchen
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padma
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von padma » Samstag, 07.09.19, 10:54

hallo a-o, :)
"Wie hattest du versucht zu reduzieren?" - tropfenweise: 1 Tr weniger und dann ein paar wochen warten, wie es sich entwickelt. manchmal bin ich auch durcheinander geraten, weil ich auch mit schlaganfallmedikation noch nicht im reinen bin - also zwei med.baustellen
2 Baustellen sind wirklich ungünstig. Reduktionen um einen Tropfen, also 2 mg, sind in dem Dosisbereich zuviel. Du bist jetzt bei 6 Tropfen, da wären 10% 0,6Tropfen, also ein halber Tropfen weniger. Du kannst einen Tropfen mit der Wasserlösemethode teilen.

Was auch mit ein Grund für die Absetzprobleme sein konnte, sind deine Durchfälle und die Heilerde. Durch die Durchfälle ist möglicherweise zuwenig Wirkstoff aufgenommen worden. Heilerde bindet den Wirkstoff und muss daher in zeitlichem Abstand von 2 h zu Medikamenten eingenommen werden.

Da Amitriptylin fürs Herz problematisch ist, würde ich versuchen, ob du es nicht ganz langsam weiter reduzieren kannst.
Zunächst jedoch abwarten bis die anderen Medikamente richtig eingestellt sind. Dann höchstens um einen halben Tropfen reduzieren und den Punkt mit der Heilerde beachten.

Deine Signatur ist sehr gut geworden. Bei den Einstellungen im Profil kannst du die Voreinstellungen lassen. Nur wenn du was anders haben möchtest, z.B. Benachrichtigungen per Email oder PN, brauchst du da was ändern.

liebe Grüsse,
padma
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Samstag, 07.09.19, 15:28

danke, liebe padma, für deine nachricht und das lob bzgl. signatur. :D
Reduktionen um einen Tropfen, also 2 mg, sind in dem Dosisbereich zuviel. Du bist jetzt bei 6 Tropfen, da wären 10% 0,6Tropfen, also ein halber Tropfen weniger. Du kannst einen Tropfen mit der Wasserlösemethode teilen.
das werde ich mal versuchen. aber vorerst lasse ich es dabei, um überhaupt erst mal etwas ruhe ins "system" zu bekommen.
Durch die Durchfälle ist möglicherweise zuwenig Wirkstoff aufgenommen worden.

das verstehe ich grade nicht. - zu wenig wirkstoff von was jetzt? :?

das mit der heilerde weiß ich und habe mich auch dran gehalten.

die letzte herzattacke vom 4./5.9. sitzt mir noch in den knochen. hatte sie mit 5 Tr. Atosil beendet. ach, das atosil hatte ich in der signatur gar nicht erwähnt, oder? *schusselig* habe ich bislang in meinem leben auch nur 2 x genommen - 5 tr. reichen, um mich zu "fällen".

ein schönes wochenende wünscht
a-o
Zuletzt geändert von Towanda am Samstag, 07.09.19, 15:59, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Samstag, 07.09.19, 15:47

off-topic:
warum ich mich noch hier angemeldet hatte: ich hatte hier gelesen, dass etliche angst vor schlaganfall bei herzrasen haben.
dazu wollte ich gerne mitteilen (viell entschärft es die angst etwas): meine kleinen schlaganfälle habe ich gar nicht gemerkt, die sind erst beim größeren sichtbar gemacht worden. und: es kam 2016 wie ein schlag, d.h. ohne herzrasen, ohne irgendwelche voranzeichen. ging nachts aufs WC und zack!, lag auf einmal daneben.

durch die diagnose VHF ist bei mir nun schon klar, dass das herz auch "was hat". es lässt sich bestenfalls durch EKG feststellen, was von beidem (VHF oder panik oder -worst case- beides) es denn ist. aber nachts um 3 oder so bin ich auch nicht in der lage, ins krkhs zu fahren und ein EKG machen zu lassen.
meine VTin (Verhaltenstherapeutin) wundert sich, dass die panikattacken so lange (stunden) bei mir andauern. anscheinend klappt es mit der akzeptanz (ACT) nicht so gut. :cry:

danke fürs lesen!
a-o
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padma
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von padma » Samstag, 07.09.19, 17:42

hallo A-O, :)
das verstehe ich grade nicht. - zu wenig wirkstoff von was jetzt?
Vom Amitriptylin. Es kann sein, dass es durch die Durchfälle nicht komplett aufgenommen wurde und es dadurch zu Dosisschwankungen kam. Das kann mit ein Grund für die Absetzsymptome sein.
meine VTin (Verhaltenstherapeutin) wundert sich, dass die panikattacken so lange (stunden) bei mir andauern. anscheinend klappt es mit der akzeptanz (ACT) nicht so gut.
Sind diese langen Panikattacken im Absetzprozess aufgetreten? Da sind solche anhaltenden Panikzustände ein mögliches Absetzsymptom. Diese sprechen auch kaum auf therapeutische Strategien an, da sie neurophysiologisch bedingt sind.

dir auch ein schönes Wochenende,
liebe Grüsse,
padma
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Montag, 09.09.19, 12:50

Es kann sein, dass es durch die Durchfälle nicht komplett aufgenommen wurde und es dadurch zu Dosisschwankungen kam. Das kann mit ein Grund für die Absetzsymptome sein.
ich nehme amitriptylin immer gegen 19h ein, die heilerde gegen mitternacht. die durchfälle sind morgens, im laufe des tages wirkt dann wohl die heilerde, vermute ich.
Sind diese langen Panikattacken im Absetzprozess aufgetreten? Da sind solche anhaltenden Panikzustände ein mögliches Absetzsymptom. Diese sprechen auch kaum auf therapeutische Strategien an, da sie neurophysiologisch bedingt sind.
an die ersten panikattacken kann ich mich kaum erinnern, meine, sie waren so um 2008, bevor es mit amitriptylin losging. nach 30 min. waren die jedenfalls nicht aus der welt. der kardiologe mutmaßte auch mal, ob es damals nicht viell schon VHF gewesen sein könnte (unbemerkte schlaganfälle lassen sich zeitlich nicht mehr festmachen)

von daher würde ich jedem mit herzrasen raten, erst mal das herz (mehrfache LZ-EKGs) untersuchen zu lassen, bevor zu ADs o.ä. gegriffen wird.

tag 2-4 nach der letzten herzattacke 5.9.2019 habe ich mich noch in die bewegung gezwungen, weil die erfahrungsgemäß immer gut tut. doch heute nun, 4. tag mit wieder 6 tr. amitriptylin, bin ich so was von hundemüde, dass ich nach dem frühstück gleich wieder bettreif war und alle vorhaben gecancelt habe.
traum oder realität - ich weiß es nicht mal mehr: die nacht herzstolpern gehabt. stolpern hatte ich noch nicht bislang.
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lunetta
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von lunetta » Montag, 09.09.19, 14:17

Hallo liebe A -O!

Bitte sei so lieb und beginne und beende jeden post mit einem netten Hallo oder Gruß, das liest sich gleich viel netter, und wir legen hier viel Wert auf Nettiquette;)

Danke und GLG!
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Montag, 09.09.19, 14:28

sorry, liebe lunetta, bitte um nachsicht, sollte keinerlei unfreundliche absicht enthalten sein. :(
lg, a-o
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Dienstag, 10.09.19, 13:08

Ein norddeutsches freundliches MOIN (das zu jeder Tageszeit passt) an die, die folgendes lesen:
Befinden am 10.9.19: gut geschlafen die Nacht, aber schwer ausm bett gekommen, mühsam zur hautkontrolle geschleppt, jetzt schon wieder sooo erschöpft :(
Mein 2x wöchentl schwimmen liegt derzeit brach - das will was heißen bei mir, die diese Art Sport liebt.

gute Gelegenheit, meine lieblingsübung zu praktizieren:
Geduld aufbringen und hoffen, dass die 6 tr. Amitriptylin bald positive Wirkung zeigen.

Kommt gut durch den Tag!
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Donnerstag, 12.09.19, 18:38

hallo zusammen!
habe seit ca 13 uhr heute wieder "herzklabastern". es war/ist nichts angstauslösendes/beängstigendes/stressendes vorhanden, die nette gärtnerin hat bis 15h auf meiner terrasse gewerkelt, was alles gut gegangen ist. ich hatte diesbzgl. auch keine bedenken.
ich lenke mich mit TV und PC ab, kühlung auf hals und herz, kaltes trinken, ruhiges atmen.
freundin und VTin empfehlen, mich nicht erst so lange mit dem herzrasen zu quälen, sondern mich zeitig mit atosil "ruhigzustellen" (es sei herzschonender), aber ich hab jetzt absolut keine lust darauf, denn dann ist der tag ja schon so gut wie vorbei. - mal sehen. wenn das herzjagen aber noch deutlich länger andauert, wird es schon etwas beängstigend...
danke fürs lesen!
a-o
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Katharina
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von Katharina » Freitag, 13.09.19, 0:14

Liebe A-Omi !

Ich habe meinen Leuten zu liebe das Herz untersuchen lassen, alles okay.

Das Herz-klabastern habe ich noch öfter
immer morgens früh

aber es macht mir keine Angst,
somit habe ich mich daran gewöhnt
und sagte mir ich habe ein gutes kräftiges Sportlerherz, kühle genau wie Du über Herz auf den Dekolleté und mache das Tablet an lenke mich an und fertig.

Ich weiß nicht wie leicht Du es nehmen darfst, da wirst Du wissen.
Ich verstehe Dich und würde auch
-wenn nicht lebensgefährlicher Zustand-
kein Psychofarmaka nehmen.

Aber Du musst das für Dich gut abschätzen und besprechen

so wie Du klingst bist Du fit, voll up to date
und wer weiß ob es das Wetter war....

Ich wünsche es Dir,
schlafe gut, herzlich
Katharina
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Jamie
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von Jamie » Samstag, 14.09.19, 9:39

Hallo omami, :)

was sagt denn der Kardiologe dazu?
Wenn dieses (was ist es genau? Herzrasen?) "Herzklabastern" ohne psychischen Grund auftritt, würde es doch viel mehr Sinn machen ein Notfall-Hermzedikament (zB einen Betablocker) zu nehmen statt eines Psychopharmakons, oder verstehe ich da was falsch?

Ich habe jetzt verstanden, dass du wegen des Vorhofflimmerns sowieso Medikamente nehmen musst, gibt es da nichts, was du sozusagen als add-on nehmen kannst, wenn diese Zustände auftreten?
Oder ist es so, dass das Atosil dann tatsächlich hilft?

Sind diese "Herzanfälle" Vorhofflimmeranfälle"?
Ist das eigentlich gefährlich oder nur sehr störend? (was ich total verstehen kann).

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Samstag, 14.09.19, 21:34

liebe jamie, ein herzl. danke für deine nachricht!

"würde es doch viel mehr Sinn machen ein Notfall-Hermzedikament (zB einen Betablocker) zu nehmen"
das meinte ein kardiologe anfangs auch, hatte dabei aber nicht im blick, dass meine herzfrequenz eh schon sehr niedrig ist (auch beim herzrasen). die HÄ riet drum (und wg. schwindel dann) von weiteren betablockereinnahmen ab.

das atosil hilft insofern, als dass ich mich in den schlaf kippt. bei der geringen dosis, die ich dafür brauche (5 tr.), ist auch der kardiologe damit einverstanden.

"Sind diese "Herzanfälle" Vorhofflimmeranfälle"?
Ist das eigentlich gefährlich oder nur sehr störend? (was ich total verstehen kann)."

VHF gilt (lt. Kardiologen) als herzkrankheit und die anfälle können auf dauer das herz schädigen.
"Das Vorhofflimmern ist verbunden mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und für Herzinsuffizienz. Die Sterblichkeit (Mortalität) ist erhöht.[2] " aus: wikipedia

VHF und panikattacke auseinanderzuhalten ist äußerst schwierig - die symptome sind identisch.
weil ich nie weiß, was es denn nun definitiv ist, nenne ich es der einfachheit halber meist "herzattacke" oder "herzwummern"
nur ein sofortiges EKG kann aufschluss darüber geben, was von beidem es nun ist. so bin ich anfangs auch, sofern zeitlich möglich, gleich losgedüst zur HÄ zum EKG. Mal waren die anzeichen für VHF gegeben, mal nicht.
Dann hatte ich endlich einen kardiologen gefunden, der mobile LZ-EKGs verleiht und später auswertet: diese sogenannten event-recorder hält man vors herz, wenn es loswummert, und es nimmt wie beim EKG auf. der kardiologe kann das später "auslesen" und ausdrucken. dummerweise ist das gerät bei mir nach knapp 2 wochen (von insgesamt geplanten 3) ausgefallen. und da ich ich das VHF aber auch längst nicht so häufig habe wie viele andere (bin in einer SHG VHF), habe ich das thema erst mal ad acta gelegt.
bei meinem letzten stat. aufenthalt trafen VHF und panik zusammen. 9 stunden lang. wie letzte woche auch. danach bin ich einfach nur fertig mit der welt. :cry:
was diesen letzten beiden massiven attacken gemeinsam war: ich hatte am amitriptylin "gedreht" = reduziert. mit aufdosierung geht es dann nach etwa 1 woche langsam wieder besser.

dir ein ruhiges WE und LG,
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omami
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Samstag, 21.09.19, 17:09

hallo zusammen,
seit 2,5 wochen habe ich nun die dosiserhöhung auf 6 tr. amitriptylin.
nach anstrengung oder selbst kleinsten "Mutproben" (alleine quer durch HH mit auto) pocht das herz bis fast in den kopf hinein. herzfrequenz aber durchaus moderat: unter 90 zumindest.

ein bekannter berichtete, er habe innerhalb von 3-4 monaten amineurin von 250 mg /tag auf null runtergefahren (einnahmedauer zuvor ca 1,5 jahre in kombination mit einem neuroleptikum) - ohne irgendwelche beschwerden. *neid*

gibt es das wohl tatsächlich, dass manche auch ohne absetzprobleme aus dem zeug rauskommen?

allen einen schönen sonnigen herbsttag!
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Ululu
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von Ululu » Samstag, 21.09.19, 17:14

Hallo Omami,

ja, es gibt diese Rossnaturen.

Mein Sohn hat sein Trimipramin einfach weggelassen.
Er hat dann drei, vier Nächte schlecht geschlafen und das war's.
Das ist wohl der Grund, warum viele Ärzte mich an heftige Absetzerscheinungen glauben. Es gibt eben auch Fälle, bei denen das gut geht, also stellen sich wohl alle anderen nur an oder sind Psycho.
:frust: :frust: :frust:
Wir sind nun einmal unterschiedlich. Das müsste sich in der Ärzteschaft mal herumsprechen. :wink:

LG Ute
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Re: omami : amitriptylin-oma

Beitrag von omami » Sonntag, 22.09.19, 14:13

allen einen sonnig-schönen sonntag!
heute morgen mit unsicherheitsgefühlen bzgl. herz sehr spät aus dem bett gekommen. ich fahre momentan das prinzip hoffnung und orientiere mich dabei an meinen aufzeichnungen vom märz 2019. da hat es auch 5-6 wochen gedauert bis die 6 tr amitriptylin "griffen" und es wieder besser ging. das nächste reduzieren hab ich mir für mitte 2020 vorgenommen. bis dahin gibt es noch andres zu bewältigen, da kann ich mir keine einbrüche leisten.

organisatorische frage: beim updaten der signatur zeigte mir diese ihr limit an, so dass ich erst mal zusammengestrichen habe. was ist, wenn das nicht mehr geht?
danke im voraus für eine antwort!
danke auch fürs lesen!
tschüß, a-o
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ab 5.9.2019
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