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Franziska0815: Diazepam entzug

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Franziska0815
Beiträge: 1
Registriert: Sonntag, 20.10.19, 21:51

Franziska0815: Diazepam entzug

Beitrag von Franziska0815 » Sonntag, 20.10.19, 22:05

Hallo ihr Lieben
Ich nehme seit 2014 diazepam und will davon weg
Nehme momentan 25mg diazepam höchstwerte waren an die 60mg täglich.

Nun mein Problem ich möchte nicht in eine Klinik zum entgiften, da ich eine kleine Tochter habe. Und ich sie dort nicht mit hinnehmen möchte. Habt ihr Ideen wie ich es relativ gut absetzten kann? Habe einmal ein Versuch gestartet, eine Woche war ich davon weg da ich aber so heftige Entzugserscheinungen hatte, hat mein Hausarzt mir das wieder verschrieben.

Ich bin schon so verzweifelt, ich weiß das es gefährlich ist. Und ich habe natürlich auch wieder Angst das die Entzugserscheinungen so heftig werden.
Wurde letzte Woche total bedrängt mich in eine Klinik ein Schreiben zu lassen also auf Warteliste hab ich erst gemacht und dann wieder abgesagt weil meine kleine Maus in dem Zeitraum Geburtstag hat und ich es nicht verpassen möchte ohne meine kleine Familie kann ich es nicht.

Habt ihr Tipps und Tricks ob man mit anderen Medikamenten kurz zeitig entgiften kann?
Zuletzt geändert von Annanas am Sonntag, 20.10.19, 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt

carlotta
Beiträge: 3798
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10

Re: Franziska0815: Diazepam entzug

Beitrag von carlotta » Sonntag, 20.10.19, 22:42

Hallo Franziska,

herzlich willkommen im ADFD!

Ein schneller Entzug von einem Benzo ist nicht zu empfehlen, wenn man es bereits länger einnimmt. Kliniken gehen da leider meist auch zu schnell vor (es droht ein "Rückfall" nach der Entlassung) und verabreichen nicht selten auch Ersatzmedikamente, um mit den Entzugssymptomen besser zurechtzukommen. Dabei handelt es sich aber im Regelfall auch im Psychopharmaka, die allesamt genauso zu einer körperlichen Abhängigkeit führen. (Bei Benzos kommt noch die mögliche Suchtkomponente hinzu.)

Ein nachhaltiges Ausschleichen dauert wesentlich länger, als das, was Kliniken anbieten können. Ziel ist es aber, dabei im Großen und Ganzen alltagskompatibel zu bleiben und eben keinen Rückfall nach null zu riskieren. Eine gute Vorbereitung bzw. vorher breit Informationen zu sammeln ist das A und O.


Hier nun unser Begrüßungstext mit einigen wichtigen Punkten zum Austausch im Forum. Lies Dich bitte ein:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

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Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

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Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

Clarissa
Beiträge: 3161
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Franziska0815: Diazepam entzug

Beitrag von Clarissa » Montag, 21.10.19, 5:46

Liebe Franziska.

Herzlich Willkommen im Forum. Super, daß Du vom Diazepam weg willst!

Nur gleich vorweg: es gibt leider keine Tricks und auch keine Medikamente, mit denen man kurzfristig von Benzos wegkommen kann. Auch wir haben keine.

Kein anderes Psychopharmakon/Medikament kann ein Benzo hinreichend ersetzen, jedes bringt nur zusätzlich Unruhe in's System und muß dann seinerseits wieder abgesetzt werden.

Benzoentzug ist nicht einfach, aber natürlich grundsätzlich schaffbar.

Man muß ihn unbedingt wollen und Möglichkeiten sehen, seine Probleme, anders als bisher, auch ohne Benzos lösen bzw. sich mit ihnen arrangieren zu können. Das ist ganz wichtig dabei.

Weshalb hast Du denn Diazepam bekommen?
Hast Du je andere Psychopharmaka/psychoaktive Substanzen zu Dir genommen? - Eine Signatur wäre ganz wichtig für uns.

Du wirst hier noch Vorschläge erhalten, um Dein Benzo erfolgreich und nachhaltig abzusetzen.

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Franziska0815
Beiträge: 1
Registriert: Sonntag, 20.10.19, 21:51

Re: Franziska0815: Diazepam entzug

Beitrag von Franziska0815 » Montag, 21.10.19, 10:32

Clarissa hat geschrieben:
Montag, 21.10.19, 5:46
Liebe Franziska.

Herzlich Willkommen im Forum. Super, daß Du vom Diazepam weg willst!

Nur gleich vorweg: es gibt leider keine Tricks und auch keine Medikamente, mit denen man kurzfristig von Benzos wegkommen kann. Auch wir haben keine.

Kein anderes Psychopharmakon/Medikament kann ein Benzo hinreichend ersetzen, jedes bringt nur zusätzlich Unruhe in's System und muß dann seinerseits wieder abgesetzt werden.

Benzoentzug ist nicht einfach, aber natürlich grundsätzlich schaffbar.

Man muß ihn unbedingt wollen und Möglichkeiten sehen, seine Probleme, anders als bisher, auch ohne Benzos lösen bzw. sich mit ihnen arrangieren zu können. Das ist ganz wichtig dabei.

Weshalb hast Du denn Diazepam bekommen?
Hast Du je andere Psychopharmaka/psychoaktive Substanzen zu Dir genommen? - Eine Signatur wäre ganz wichtig für uns.

Du wirst hier noch Vorschläge erhalten, um Dein Benzo erfolgreich und nachhaltig abzusetzen.

Alles Gute und VG von Clarissa.

Aufgrund von Angst und Panikstörung PtBS und Depressionen. Habe vorher lorazepam genommen.

Towanda
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Re: Franziska0815: Diazepam entzug

Beitrag von Towanda » Montag, 21.10.19, 10:40

Hallo Franziska,

hast Du Dir den Begrüßungsbeitrag von Carlotta schon durchgelesen? Neben vielen anderen wichtigen Informationen haben wir eine Regel bezüglich der Nettikette:

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.


Vielen Dank! :)

Gruß, Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin
20.11.19 - 1,40 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

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Re: Franziska0815: Diazepam entzug

Beitrag von padma » Mittwoch, 23.10.19, 18:52

hallo Franziska, :)

bist du konsequent auf den 25 mg? Für einen Entzug ist es ganz essentiell Ausrutscher nach oben zu vermeiden.
Habe einmal ein Versuch gestartet, eine Woche war ich davon weg da ich aber so heftige Entzugserscheinungen hatte, hat mein Hausarzt mir das wieder verschrieben.
Ein Kaltentzug von 25 mg ist auch nicht zu empfehlen.
Ich bin schon so verzweifelt, ich weiß das es gefährlich ist. Und ich habe natürlich auch wieder Angst das die Entzugserscheinungen so heftig werden.
Ein langsamer Entzug, so wie wir ihn hier empfehlen ist nicht gefährlich. Ganz ohne Entzigssymptome wird es wohl nicht gehen, aber die sollten sich möglichst im Rahmen halten. Da du eine kleine Tochter hast, also alltagskompatibel sein musst, wäre es wichtig, dementsprechend langsam vorzugehen.

Bekommst du von deinem Hausarzt ausreichend lange Rezepte für einen ambulanten Entzug? Klär das mal mit ihm, du kannst ihm zur Erläuterung Auszüge das Ashton Manual (oben verlinkt) geben und ihm einen groben Entzugsplan vorlegen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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