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KeepItReal: Venlafaxin absetzen

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KeepItReal
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KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von KeepItReal » Donnerstag, 24.10.19, 22:11

Ein freundliches Hallo an alle,

seit 3 Jahren nehme ich Venlafaxin wegen rezidivierender Depressionen ein, zuletzt 225 mg. Auch unter Venlafaxin kehrte die Depression regelmäßig zurück, die Episoden wurden immer schwerer. Auch die Nebenwirkungen wie sehr hoher Blutdruck und fehlende Libido belasten mich.

Während eines Tagesklinikaufenthalts habe ich vor zwei Monaten auf eigenen Wunsch begonnen, Venlafaxin auszuschleichen. Ich habe um 37,5 mg reduziert. Vorher hatte ich mich hier im Forum schon darüber informiert, was während des Entzugs auf mich zukommen könnte.

Meine Entzugssymptome begannen mit Schwitzen und Übelkeit, später kamen Muskelschmerzen am ganzen Körper und starke Verspannungen am Rücken hinzu. Bei körperlicher Betätigung verkrampfe ich leicht, sogar beim Schreiben mit der Hand. Positiv für mich ist ein viel wacheres Gefühl im Kopf, weniger abgeschirmten. Dadurch bin aber auch wieder viel dünnhäutiger und schnell den Tränen nahe. Insbesondere die Muskelverspannungen und Rückenschmerzen sind sehr unangenehm.

Für den weiteren Entzug rechne ich mit mindestens einem Jahr. Bedingt durch den Venlafaxin-Engpass habe ich jetzt begonnen, weiter auf 150 mg reduzieren, da 37,5 mg nicht aufzutreiben war.

In der Klinik wurde meine Entscheidung abzusetzen ausdrücklich begrüßt. Auch meine Hausärztin und mein Psychiater unterstützen mich, das ist für mich viel wert.

Ein konkretes Anliegen habe ich im Moment nicht, wollte mich erstmal vorstellen. Ich werde weiter berichten und bei auftauchenden Problemen gern auf eure Hilfe und euren Rat zurückkommen.

Herzliche Grüße
KeepItReal
Zuletzt geändert von padma am Donnerstag, 24.10.19, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Absetzhistorie
29.08.2019 auf eigenen Wunsch Venlafaxin Senkung um 37,5 mg auf 187,5 mg
Entzugssymptome beginnend ab dem 3. Tag der Senkung: Schwitzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, starke Verspannungen am Rücken
lassen nach 2 Wochen nach
wacher im Kopf ohne Wattegefühl, dünnhäutiger
1.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen sind zurück, Rücken druckempfindlich
13.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen haben mit CBD-Öl begonnen nachzulassen
16.10.2019 nach Grippeimpfung am Vortag Schwitzen, Übelkeit, schmerzhafte Muskelverkrampfungen
18.10.2019 Entzugssymptome sind praktisch von einer Stunde auf die andere kaum noch spürbar, Fenster?
22.10.2019 nach RS mit Psychiater Senkung auf täglich 150 mg + 37,5 mg jeden zweiten Tag
1.11.2019 150 mg
7.11.2019 nach einigen besseren Tagen wieder Muskelschmerzen, Übelkeit und Schwindel, sehr dünnhäutig

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Towanda
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 24.10.19, 22:59

Hallo KeepItReal,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse,

Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin
20.11.19 - 1,40 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Clarissa
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Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Clarissa » Freitag, 25.10.19, 7:16

Hallo, KeepItReal.

Ich finde es toll, daß Du begonnen hast, Dein AD abzusetzen!

Hoffentlich kannst Du Strategien finden, Dein Leben künftig ohne PP und möglichst ohne Depressionen zu führen. Depressionen treten ja nicht grundlos auf.

Deine Entzugssymptome sind sehr typisch für den Entzug von PP. Halte durch!

Alles Gute und VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Straycat
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat » Freitag, 25.10.19, 9:49

Hallo KeepItReal,

willkommen im Forum!

Was du beschreibst, kenne ich auch sehr gut. Trotz AD Einnahme kommen Depressionen oft genauso immer wieder. Letztlich deckeln AD maximal eine Zeit lang die Symptome aber sie helfen nie bei der Bewältigung der Grundproblematik. Auch mir haben AD nie dauerhaft gegen die Depressionen geholfen, weshalb ich ebenfalls ausschleiche.

Bitte lies dir unbedingt auch die Grundlageninfos zum Absetzen durch, die dir Towanda :) verlinkt hat.
Wir empfehlen hier eine Reduktion um 10% der Dosis alle 4-6 Wochen. So kann man Absetzsymptome so gut wie möglich mildern oder ganz vermeiden.
Ich habe beim Absetzen meines ersten AD (Escitalopram) nicht auf diese Empfehlung gehört und zu schnell abgesetzt und es bitter bereut!
Daher lege ich es dir ans Herz, möglichst keine größeren Reduktionen als 10% der letzten Dosis zu wagen. Insbesondere da du jetzt bereits Absetzsymptome hast.

Ich wünsche dir alles Gute weiterhin,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Link zu meinem Thread

KeepItReal
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von KeepItReal » Samstag, 26.10.19, 13:20

Hallo Clarissa, hallo Cat,

vielen Dank Für euren Zuspruch.

in den letzten beiden Jahren habe ich an Strategien gearbeitet, mein Leben künftig ohne Psychopharmaka führen zu können. Es war schon immer meine Vorstellung, diese Medikamente nicht dauerhaft einzunehmen.

Seit zwei Jahren arbeite ich nur noch Teilzeit und habe vor einem Jahr auch den Arbeitsplatz gewechselt. Ich habe neue Hobbies begonnen und mir soziale Kontakte aufgebaut. Und auch meine Katze trägt einen guten Teil zu meinem Wohlbefinden bei.

Ich denke, die "Dame in schwarz" wird mich auch weiterhin besuchen, doch durch sie habe ich erkannt, was in meinem Leben bislang nicht so gut gelaufen ist und was ich verändern sollte. Insofern wird sie mir auch künftig willkommen sein. Und ich weiß, daß sie so wie in der Vergangenheit auch wieder gehen wird.

Herzliche Grüße
KeepItReal
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Absetzhistorie
29.08.2019 auf eigenen Wunsch Venlafaxin Senkung um 37,5 mg auf 187,5 mg
Entzugssymptome beginnend ab dem 3. Tag der Senkung: Schwitzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, starke Verspannungen am Rücken
lassen nach 2 Wochen nach
wacher im Kopf ohne Wattegefühl, dünnhäutiger
1.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen sind zurück, Rücken druckempfindlich
13.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen haben mit CBD-Öl begonnen nachzulassen
16.10.2019 nach Grippeimpfung am Vortag Schwitzen, Übelkeit, schmerzhafte Muskelverkrampfungen
18.10.2019 Entzugssymptome sind praktisch von einer Stunde auf die andere kaum noch spürbar, Fenster?
22.10.2019 nach RS mit Psychiater Senkung auf täglich 150 mg + 37,5 mg jeden zweiten Tag
1.11.2019 150 mg
7.11.2019 nach einigen besseren Tagen wieder Muskelschmerzen, Übelkeit und Schwindel, sehr dünnhäutig

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Fledermaus
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Registriert: Sonntag, 05.03.17, 10:04

Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Fledermaus » Samstag, 26.10.19, 18:23

Hallo KeppltReal,

Auch von mir ein herzliches Willkommen.
Deiner Signatur entnehme ich, dass du tägl. 150 mg und jeden 2. Tag zusätzlich37,5 mg nimmst.
Ist das richtig?
Wenn ja, nicht zu empfehlen. Damit bringst du alles noch mehr durcheinander. Dein Körper "lernt" nicht wie er sich umbauen soll. Er steht durch das Absetzen schon enorm unter Stress, was du ja durch die Absetzsymbtome merkst. Durch das ständige auf und ab wird er noch mehr rebellieren.
Es ist besser bei einer gleichbleibenden Dosis über ca. 6 Wochen zu bleiben. Danach wieder reduzieren.

Lg
Fledermaus
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

KeepItReal
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von KeepItReal » Donnerstag, 31.10.19, 22:39

Hallo Fledermaus,

ich bleibe jetzt bei 150 mg, da der tägliche Wechsel doch spürbar war.
Nächste Woche beginne ich nach 5 Monaten wieder stundenweise zu arbeiten. Mal sehen, wie sich alles vereinbaren lässt.

LG, KeepItReal
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Absetzhistorie
29.08.2019 auf eigenen Wunsch Venlafaxin Senkung um 37,5 mg auf 187,5 mg
Entzugssymptome beginnend ab dem 3. Tag der Senkung: Schwitzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, starke Verspannungen am Rücken
lassen nach 2 Wochen nach
wacher im Kopf ohne Wattegefühl, dünnhäutiger
1.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen sind zurück, Rücken druckempfindlich
13.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen haben mit CBD-Öl begonnen nachzulassen
16.10.2019 nach Grippeimpfung am Vortag Schwitzen, Übelkeit, schmerzhafte Muskelverkrampfungen
18.10.2019 Entzugssymptome sind praktisch von einer Stunde auf die andere kaum noch spürbar, Fenster?
22.10.2019 nach RS mit Psychiater Senkung auf täglich 150 mg + 37,5 mg jeden zweiten Tag
1.11.2019 150 mg
7.11.2019 nach einigen besseren Tagen wieder Muskelschmerzen, Übelkeit und Schwindel, sehr dünnhäutig

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Fledermaus
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Fledermaus » Freitag, 01.11.19, 10:18

Hallo KeepltReal,

eine gute Entscheidung. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Arbeitsbeginn. Achte gut auf dich und deinen Körper.
Lg
Fledermaus
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

Susanne1978
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Susanne1978 » Freitag, 01.11.19, 10:26

KeepItReal hat geschrieben:
Donnerstag, 24.10.19, 22:11
Für den weiteren Entzug rechne ich mit mindestens einem Jahr.
Das nenne ich sportlich.... :sports:
Aber im Ernst, ich glaube von diesem Traum wirst du dich verabschieden müssen..... Ich habe "nur" 150 mg, und rechne mit ca. 3 Jahren.... :zombie:
:wink: -------------------- :wink:
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
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Straycat
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat » Freitag, 01.11.19, 19:20

Hallo KeepItReal,

ich denke es ist gut, wenn du jetzt eine gleichbleibende tägliche Dosis einnimmst.
Diese Wechseldosierungen (einen Tag mehr, einen Tag weniger) werden leider manchmal von Ärzten empfohlen. Aber sie bedeuten enormen Stress für dein Nervensystem - das muss sich täglich an eine neue Dosis anpassen und kommt so nie wirklich zur Ruhe.

Ich würde mir erstmal kein Zeitlimit für das Ausschleichen setzen. Es ist sehr individuell wie lange man braucht und Zeitdruck ist definitiv kontraproduktiv. Manche haben weniger Absetzerscheinungen und können daher rascher ausschleichen und andere spüren schon jede minimale Reduktion und benötigen immer wieder lange Absetzpausen zwischen den Reduktionen.
Am besten du setzt dich nicht selbst unter Druck, sondern gehst es möglichst geduldig an.
Ich weiß, das ist nicht immer leicht, weil man das Zeug ja auch irgendwann loshaben will. Aber glaube mir (oder uns allen hier) - Geduld ist hier oberstes Gebot ;-)

Ich finde es super, dass du wieder arbeiten gehen willst. Ich bin auch nach einem langen Krankenstand von 6 Monaten wieder in den Job zurückgekehrt. Auch wenn es manchmal mehr Stress bedeuten kann, hilft ein geregelter Arbeitsalltag auch oft.

Alles Gute weiterhin!
Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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KeepItReal
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von KeepItReal » Freitag, 06.12.19, 12:05

Hallo an alle,

ich wollte nur einen kurzen Zwischenbericht geben. Seit 1.11.habe ich die Dosis stabil gehalten und verspüre mittlerweile nur noch milde Entzugssymptome. Dafür plagt mich ein hartnäckiger Infekt, wie ich ihn sonst nicht kenne. Die berufliche Wiedereingliederung musste ich deshalb zwischenzeitlich unterbrechen, aber dort läuft sonst alles wie geplant. Mitte Dezember ist die Krankschreibung beendet, dann habe ich über den Jahreswechsel Urlaub.

Mit meinem Psychiater habe ich besprochen, den nächsten Reduktionsschritt im neuen Jahr anzugehen. Auch er wollte mich erst etwas stabiler sehen. Ich habe seine volle Unterstützung.

Ich habe mit meiner Therapeutin Kontakt aufgenommen und kann mich jederzeit bei ihr melden, wenn es mir nicht gut geht. Meine Verhaltenstherapie bei ihr habe ich vor zwei Jahren abgeschlossen. Seitdem hatte ich nur Akuttermine bei ihr. Das Venlafaxin hat doch einiges gedeckelt, was mich jetzt teils völlig unerwartet wieder einholt. Bin wirklich sehr dünnhäutig geworden.

LG, KeepItReal
Ausgangssymptome
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Medikation
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Absetzhistorie
29.08.2019 auf eigenen Wunsch Venlafaxin Senkung um 37,5 mg auf 187,5 mg
Entzugssymptome beginnend ab dem 3. Tag der Senkung: Schwitzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, starke Verspannungen am Rücken
lassen nach 2 Wochen nach
wacher im Kopf ohne Wattegefühl, dünnhäutiger
1.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen sind zurück, Rücken druckempfindlich
13.10.2019 Muskelschmerzen und Verspannungen haben mit CBD-Öl begonnen nachzulassen
16.10.2019 nach Grippeimpfung am Vortag Schwitzen, Übelkeit, schmerzhafte Muskelverkrampfungen
18.10.2019 Entzugssymptome sind praktisch von einer Stunde auf die andere kaum noch spürbar, Fenster?
22.10.2019 nach RS mit Psychiater Senkung auf täglich 150 mg + 37,5 mg jeden zweiten Tag
1.11.2019 150 mg
7.11.2019 nach einigen besseren Tagen wieder Muskelschmerzen, Übelkeit und Schwindel, sehr dünnhäutig

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Straycat
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Re: KeepItReal: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat » Freitag, 06.12.19, 13:20

Hallo KeepItReal,

das freut mich zu lesen, dass die Entzugssymptome nicht mehr schwerwiegend sind :)
Oje, ein Infekt ist natürlich nicht so toll, gute Besserung!

Ich denke auch, dass es gut sein wird, wenn du dich bis nach Weihnachten auf dieser Dosis weiter stabilisierst.
Ich weiß nicht, wie gut sich dein Arzt mit dem Absetzen auskennt. Deshalb gleich vorab: Ich würde im neuen Jahr dann maximal 10% der letzten Dosis reduzieren, also auf 135mg.

Fein, dass du gute Unterstützung beim Absetzen gefunden hast - das ist viel wert!

Alles Gute weiterhin,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
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