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Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

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Ysse
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Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Ysse » Freitag, 01.11.19, 12:37

Hallo alle zusammen!

Ich freue mich sehr, dieses Forum gefunden zu haben und wünsche mir guten Austausch und Rückhalt beim Ausschleichen von meinem NL, Abilify. Ich habe hier schon dazu gelesen.

Kurze Vorstellung zu mir:
Krise 10/2017 selbst Einweisung in Psychiatrie, Diagnose schwere Depression mit psychotischen Symptomen und komplexer posttraumatischer belastungsstörung. Dort Behandlung mit Olanzapin, Mirtazapin, Tavor.

02/2018 Wechsel der Station, dort Absetzen (!) aller Medis, Ersatz Seroquel. Unter Zypralex akkustische Halluzination, Verstärung der psychotischen Symptome. Trotzdem wurde ich entlassen, mit Seroquel und 15 mg Mirtazapin.

05/2018 Tagesklinik. In einem recht akuten Zustand. Schwere Ängste, leichte (!) psychotische Symptome. Meines Erachtens hervorgerufen durch Fehlbehandlung mit Zypralex. In der Tagesklinik wurde ich „zugebombt“ mit Tavor und Haldol, dann umgestellt auf 5 (!!!) mg Risperidon. Totale Verschlechterung der depressiven Symptome, deswegen 300 mg Elontril, Einschlafstöungen, deswegen Trimipramin und Dominal, Valdoxan zur zusätzlichen Beruhigung.

Seit einem Jahr schleiche ich die Medikemante aus, wie sehr ich ein Schatten meiner Selbst war brauche ich euch sicher nicht zu sagen bei der Medikation.

Als ich recht schnell auf 1mg Risperidon runter reduziert war, habe ich noch Elontril genommen, leichte Überreizungssymtome sind aufgetreten, deswegen hat mein Psychiater das angesetzte Abilify zur Substitution auf 15 mg hoch gesetzt. Ich habe selbständig das Elontril aus geschlichen, keine Überreizungssymptome mehr, mittlerweile bin beim Risperidon auf 0,25mg täglich, d.h. 0,5mg alle zwei Tage.

Valdoxan habe ich ebenfalls alleine abgesetzt (fast kalt), Trimipramin etwas hoch gesetzt wg. Schlafstörungen und Angst. Dominal habe ich auch (kalt) abgesetzt).

Nun möchte ich meinen Psychiater von einem langsamen und gemeinsamen Ausschleichen vom Abilify überzeugen, warum ich das NL los werden will, brauche ich hier wohl nicht erklären. Mit dem Absetzen der Medis hat sich mein Gesamtzustand verbessert, ich bin stabiler geworden, die Ängste haben nach gelassen, ich habe keinerlei psychotische Symptome mehr.
Allerdings schlafe ich schlecht, bin sehr müde, habe kaum Zugang zu meinen Gefühlen, komme morgens sehr schwer raus, alles erscheint überfordernd zu sein, ich bin erschöpft. Dennoch gibt es seit einem Jahr eine tendenzielle Besserung aller Symptome, nur das Schlafen ist schwieriger geworden.
Hier wünsche ich mir Austausch und Unterstützung. Im Moment habe ich keine konkreten Fragen, ich habe mich etwas durchs Forum gelesen und wollte mich erst mal nur vorstellen.

Ich schicke liebe Grüße in die Runde und freue mich darauf, euch kennen zu lernen!
Ysse
Medikamente nach Entlassung Tagesklinik 10/2018

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Substitution Risperidon
Aripriprazol (Ablify) 15-0-0-0

Bedarfsmedikation
Zopiclon 3,5 mg (Bedarf ca. 2x die Woche)

ZIELE: Abilfy ausschleichen, Trimipramin reduzieren, Risperidon ausschleichen
18.10.2019: Risperdal 0,5 mg alle 2 Tage, 75 mg Trimpipramin, 15mg Abilify
05.11.2019: Risperdal 0,25mg alle 2 Tage, 62,5 mg Trimpipramin, 15mg Abilify
13.11.2019: 0mg Risperdal :D , 62,5 mg Trimpipramin, 15mg Abilify

Towanda
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Towanda » Freitag, 01.11.19, 14:59

Hallo Ysse,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse,

Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin
20.11.19 - 1,40 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
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Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

padma
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von padma » Montag, 04.11.19, 18:28

hallo Ysse, :)

auch von mir willkommen.

Du hast ja einiges hinter dir. :(
Gut, dass du jetzt nur noch ein Medikament hast, da hast du ja schon viel geschafft.
Nun möchte ich meinen Psychiater von einem langsamen und gemeinsamen Ausschleichen vom Abilify überzeugen
Ich drücke dir die Daumen, dass er sich überzeugen lässt. Wenn nicht, dann ist es deine Entscheidung, was du schlucken möchtest, oder eben nicht.

Dein Hautproblem ist ja wohl die kPTBS. Die kann mit psychoseartigen Symptomen verbunden sein, das bedeutet jedoch nicht, dass eine dauerhafte NL Einnahme erforderlich wäre. Hast du denn kompetente Unterstützung bzgl. deiner kPTBS?

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Ysse
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Baldrian und Abilify?

Beitrag von Ysse » Montag, 04.11.19, 19:48

Guten Abend alle zusammen!

Ich nehme derzeit 15mg Abilify, 0,12 mg Risperdal und 62,5 mg Trimipramin.
Gibt es irgendwelche Wechselwirkungen mit Baldrian oder kann ich das bedenkenlos nehmen?
Was für Dosierungen nehmt ihr vom Baldrian?

Danke für Antworten!
Ysse
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Ysse » Montag, 04.11.19, 19:56

Hallo Padma!

danke für deine Antwort!

Ja, ich mache Therapie und arbeite mit EMDR. Ja, jetzt weiß ich, dass eine kPTBS mit psychoseartigen Symptomen einhergehen kann, genau das ist bei mir auch passiert. Kennst du dich damit aus?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich gut ohne NLs leben kann, jetzt muss ich allerdings geduldig mit dem Reduzieren sein.

Den ersten Schritt Richtung ausschleichen bin ich heute erfolgreich gegangen, meine psychiatrische Pflege von der PIA unterstützt mich dabei und geht den Weg schon mal mit mir. Das war heute eine Riesen Erleichterung! Anfang Dezember sehe ich meinen Psychiater wieder, aber da die Pflege auf meiner Seite ist, wird das kein großes Problem mehr sein :roll:

Liebe Grüße!
Ysse
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Jamie
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Jamie » Montag, 04.11.19, 20:54

Hallo Ysse, :)

ich sehe da keine Bedenken mit dem Baldrian (oder Hopfen).

Zwei Hinweise.
Es ist erwiesen, dass Baldrian und Hopfen zusammen synergistisch wirken, also sich in ihrer Wirkung verstärken. Vielleicht möchtest du ein Kombipräparat testen?
Derer gibt es zahlreiche in Drogeriemärkten wie dm, Müller oder Rossmann.
https://www.thieme-connect.de/products/ ... 26?lang=de

Und Hinweis 2. Immer niedrig mit der Dosis anfangen und wenn verträglich, dann steigern.

Ich habe deine Kombi in den Wechselwirkungscheck der Ap.thekenumschau eingegeben, du kannst es selber nachprüfen.
Die Interaktionen bestehen nicht zwischen Baldrian-(Hopfen)-Dragees und dem Rest, sondern zwischen Trimipramin und Risperidon und auch zwischen Trimipramin und Abilify.
Da du aber bislang so klar kommst, würde ich nichts verändern; den Entzug planst du ja eh schon ;)

https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck

Alles Gute
Jamie
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von padma » Montag, 04.11.19, 21:54

hallo Ysse, :)
Ja, jetzt weiß ich, dass eine kPTBS mit psychoseartigen Symptomen einhergehen kann, genau das ist bei mir auch passiert. Kennst du dich damit aus?
Ich weiss nur ein wenig darüber, eigene Erfahrung habe ich nicht. Es sind einige im Forum, denen das auch passiert ist. Schau mal im NL Bereich und bei "Persönlicher Austausch".

liebe Grüsse,
padma
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Johannisbeere » Dienstag, 05.11.19, 9:38

Hallo Ysse,

es gibt auf YouTube drei längere Vorträge von Andrew Moskowitz auf Englisch mit dem Titel ´Is Psychosis Meaningful? Trauma, Dissociation and Schizophrenia´, in denen es um die Zusammenhänge von Trauma, Dissoziation und psychotischem Erleben geht.

Da wird das alles ziemlich ausführlich und schlüssig erklärt finde ich - ich wollte Dir (und vielleicht anderen) das nur als Hinweis da lassen, falls Dich das Thema näher interessieren sollte. Ich fand diese Sichtweise damals sehr erhellend :)

Liebe Grüße!
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Ysse
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Ysse » Mittwoch, 06.11.19, 20:14

Hallo alle zusammen!

Vielen Dank für eure Antworten! Es tut mir gut, zu wissen, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich geht, bzw. Die Erfahrung mit dem Ausschleichen von NLs haben.

Ich werde Baldrian und Hopfen mal ausprobieren, danke für den Hinweis Jamie!

Ich sende viele Grüße in die Runde,
Ysse
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Trimipramin vs. Opipramol

Beitrag von Ysse » Samstag, 09.11.19, 14:03

Hallo alle zusammen!

Ich nehme derzeit 62,5 mg Trimipramin abends zum Schlafen und beruhigen. Das funktioniert auch ganz gut, aber ich habe Nebenwirkungen wie Essattacken und Überhang, der quält mich am meisten. Nun fragte mich mein Psychiater, ob ich Opipramol kennen würde. Ich habe es mal in der Akutphase genommen, da hat es nicht geholfen. Mittlerweile bin ich deutlich ruhiger und habe wieder einen Alltag (ohne Arbeiten).

Wie sind eure Erfahrungen zu diesen beiden Medis, könnt ihr eines eher empfehlen oder ratet ihr von einem Wechsel ab? Ich möchte bald anfangen, das Abilify (15mg) auszuschleichen. Ist dann ein Wechsel bei dem beruhigenden Medikament ggf. nicht anzuraten? Was denkt ihr dazu?

Auf lange Sicht möchte ich auch kein Antidepressiva mehr nehmen, aber im Fokus steht für mich derzeit, das NL auszuschleichen. Und ich möchte - entsprechend der hiesigen Empfehlungen - nicht beides auf einmal ausschleichen.

Danke für Antworten,
Liebe Grüße
Ysse
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von padma » Samstag, 09.11.19, 14:46

hallo Ysse :)

ich habe deine threads zusammengeschoben, bitte schreibe hier in deinem thread weiter.

Wir sprechen hier grundsätzlich keine Medikamentenempfehlungen aus, siehe https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=1811

Jeder Wechsel reizt das ZNS und ist im Entzug besonders ungünstig.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Ysse » Samstag, 09.11.19, 14:49

Liebe Padma!

Danke für die Info, dann weiß ich Bescheid wg. Mediempfehlung!

Ja, das habe ich mir gedacht mit einem Wechsel während eines Entzugs. Ok, dann werde ich mich erst mal auf das Abilfy konzentrieren.

Liebe Grüße
Ysse
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Ysse
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Ysse » Mittwoch, 13.11.19, 16:16

Hallo alle zusammen!

Nun ist es soweit, ich habe gestern meine letzte Ration Risperdal genommen. Damit habe ich mein erstes Ziel erreicht :D . Ich fühle mich auch unsicher deswegen, ich habe es jetzt 1,5 Jahre genommen und habe ein Jahr lang ausgeschlichen. Von 5mg auf nun also 0. Ein komisches Gefühl.

Nun werde ich dieses Jahr nicht weiter ausschleichen und das Abilify so belassen, damit sich mein ZNS etwas beruhigen kann und sich daran gewöhnt, dass dieses leidige Risperdal endlich nicht mehr da ist! Ich habe so sehr unter den Nebenwirkungen gelitten, nun ist es also raus. :party2:

Übrigens, mein Psychiater unterstützt mich bei meinem Wunsch, das Abilify auszuschleichen! Aber wie gesagt, erst nächstes Jahr.

Drückt mir die Daumen, dass nun erst mal alles gut geht mit dem Absetzen der letzten Minidosis Risperdal.

Viele Grüße in die Runde
Ysse
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Annanas
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 13.11.19, 16:28

Hallo Ysse :) ,
herzlichen Glückwunsch zur Null bei Risperdal! :party2:
Du hast wirklich insgesamt schon viel geschafft!
Ysse hat geschrieben:
Mittwoch, 13.11.19, 16:16
Nun werde ich dieses Jahr nicht weiter ausschleichen und das Abilify so belassen, damit sich mein ZNS etwas beruhigen kann und sich daran gewöhnt, dass dieses leidige Risperdal endlich nicht mehr da ist! Ich habe so sehr unter den Nebenwirkungen gelitten, nun ist es also raus.
Ich würde jetzt auch erstmal eine Pause einlegen - das ist ein guter Plan, so kann sich das Gehirn anpassen u stabilisieren.
Vllt auch nicht gleich im nächsten Jahr beginnen, sondern noch ein paar Wochen ins Land ziehen lassen.
Ysse hat geschrieben:
Mittwoch, 13.11.19, 16:16
Übrigens, mein Psychiater unterstützt mich bei meinem Wunsch, das Abilify auszuschleichen! Aber wie gesagt, erst nächstes Jahr.
Das ist gut, daß er dich unterstützen möchte.
Paß' da dann bitte nur auf, daß er keine großen Absetzschritte empfiehlt.
Aber du kennst dich ja mittlerweile aus, um dem nicht zu folgen.
Ysse hat geschrieben:
Mittwoch, 13.11.19, 16:16
Drückt mir die Daumen, dass nun erst mal alles gut geht mit dem Absetzen der letzten Minidosis Risperdal.
Daumen sind sowas von gedrückt ✊,
liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Straycat
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 13.11.19, 22:17

Hallo Ysse,

Herzlichen Glückwunsch zu den 0mg Risperdal!! :)
Du hast echt schon wahnsinnig viel hinter dir und es ist beeindruckend was du schon alles geschafft hast!

Ich denke auch, dass eine längere Absetzpause jetzt mal nicht schaden kann. Dein ZNS muss sich erst daran gewöhnen, dass es kein Risperdal mehr bekommt und jetzt das Abilify zu früh zu reduzieren wäre wohl kontraproduktiv.
Ich habe auch einmal kurzzeitig Abilify verschrieben bekommen und es gar nicht vertragen - hatte Sehstörungen und massives Vibrieren in einer Schulter (als wäre ein Mobiltelefon mit Vibracall in meiner Schulter eingebaut). Wirklich furchtbar!
Ich verstehe dich also sehr sehr gut, dass du das loswerden willst. Super, dass dich dein Psychiater damit auch unterstützt.Wie Anna :) schon angemerkt hat, lass dich nur bloß nicht zu größeren Reduktionsschritten als 10% überreden. Viele Ärzte meinen dann, dass man das gar nicht spüren kann - aber so ist es leider nicht (wie wir hier alle aus eigener leidvoller Erfahrung wissen).

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Ysse
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Re: Ysse: Abilify (Aripiprazol) ausschleichen

Beitrag von Ysse » Donnerstag, 14.11.19, 19:38

Liebe Anna, liebe Cat!

Danke für eure lieben und mutmachenden Antworten, das tut sehr gut, das zu lesen!
Ich werde dieses Jahr auf keinen Fall mehr weiter reduzieren, auch wenn es mir schwer fällt, mich daran zu halten. Ich möchte so gerne das Abilify los werden und mich wieder spüren können. Reden fällt mir beispielsweise so schwer und ich bin sicher, dass das eine Nebenwirkung vom Abilify ist. Außerdem bin ich so eingeschränkt im Denken und habe wenig Zugriff auf mein intellektuelles Wissen, naja, eben all diese NL-Nebenwirkungen...

Aber jetzt erst mal das Risperidon los werden, bzw. Hoffen, dass es gut geht, habe schon ein wenig Bammel muss ich sagen. Habe heute auch mit meiner Thera drüber gesprochen, wir haben gleich Stärkungsübungen gemacht...:-)

Also danke für eure Antworten, es tut gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin und dass hier Leute sind, die lesen und reagieren und einfach nachempfinden können, wie sich dieser Weg anfühlt.

Liebe Grüße
Ysse
Medikamente nach Entlassung Tagesklinik 10/2018

Valdoxan 0-0-0-25 (Jetzt 0)
Risperidon 2,5-0-0-2,5 (Jetzt 0)
Elontril 300-0-0–0 (Jetzt 0)
Trimipramin 0-0-0-25 (Oktober 2019 0-0-0-75)
Dominal 0-0-0-80 (Jetzt 0)

Substitution Risperidon
Aripriprazol (Ablify) 15-0-0-0

Bedarfsmedikation
Zopiclon 3,5 mg (Bedarf ca. 2x die Woche)

ZIELE: Abilfy ausschleichen, Trimipramin reduzieren, Risperidon ausschleichen
18.10.2019: Risperdal 0,5 mg alle 2 Tage, 75 mg Trimpipramin, 15mg Abilify
05.11.2019: Risperdal 0,25mg alle 2 Tage, 62,5 mg Trimpipramin, 15mg Abilify
13.11.2019: 0mg Risperdal :D , 62,5 mg Trimpipramin, 15mg Abilify

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