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Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

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Flora1919
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Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Freitag, 01.11.19, 18:41

Hallo liebe Forenmitglieder,

kurz zu meiner Geschichte: Ich bin Studentin, 26 Jahre alt und nehme seit 2,5 Jahren Oxazepam. Aufgrund einer Diagnose (die mich zu damaligen Zeiten völlig aus den Wolken gerissen hat) bekam ich schreckliche Schlafstörungen - an mehr als 2 Stunden Schlaf war nicht mehr zu denken. Daraufhin bekam ich Oxazepam verschrieben. Die Höchstdosis lag in dieser Zeit bei 50 mg Oxazepam.

Irgendwann kam ich mit den Umständen immer besser zu recht, ich schlief besser und nahm automatisch weniger vom Oxazepam. Zwischenzeitlich hatte man mir auch Mirtazapin verschrieben und die Dosis beider Medikamente, die ich ausschließlich zur Nacht einnahm pendelte sich auf 15 mg Mirtazapin und 30 mg Oxazepam ein.

Seit einem halben Jahr bin ich aus der Krise, in die ich nach jener Diagnose gestürtzt war, heraus. Und plötzlich musste ich feststellen: Das Oxazepam ist ein riesen Problem! :cry:

Ich las mich hier im Forum ein, suchte natürlich auch Hilfe bei Suchtmedizinern und versuchte mir einen Plan zu erstellen, um absetzen zu können.

Die Suchtmediziner in der Klinik wollten natürlich sofort runterdosieren - wöchentlich könne ich von den 30 mg Oxazepam ruhig immer 5 mg runter.

Dies kam mir viel zu schnell vor und ich setzte alle 2 Wochen 3,75 mg ab. Das Mirtazapin 15 mg nahm ich parallel dazu weiter um Schlaf zu finden.

Irgendwann landete ich bei 7,5 mg ... bislang hatte ich nur Kopfschmerzen. Drei Wochen bleib ich bei 7,5 mg - da das ja schon ein ganz schönes Stück war. Von 30 mg auf 7,5 mg. Nach den drei Wochen setzten plötzlich Panikattacken ein, seltsame Gefühl (ich denke einige wissen was ich damit meine) und vor allem erschienen mir Menschen und meine Umgebung völlig fremd.

Ist das möglich, dass die Symptome erst 3 Wochen nach Dosisreduktion auftreten? Zuvor ging es mir bis auf die Kopfschmerzen relativ gut ... ich bin trotzdem täglich an die Uni und zur Arbeit gegangen.

Irgendwann schaffte ich es nicht mehr aus dem Haus, die Ärzten meinte nur "weiter reduzieren" und um alltagsfähig zu bleiben nahm ich wieder 20 mg.

Hier stehe ich nun - trotz den 20 mg habe ich täglich Panikattacken, seltsame Benommenheitsgefühle bis hin zu Schwindel und Sehstörungen und weiss einfach nicht mehr weiter :cry:

Eine weitere Idee wäre natürlich auf Diazepam umzustellen. Oder das ganze stationät zu entziehen (wobei ich nicht weiss, ob das für mich der richtige Weg wäre).

Mir ist bewusst, das es keine Ferndiagnose geben kann ... jedoch würde ich gerne fragen, ob hier jemand Rat weiss bzw. mir ein bisschen aus der Verzweiflung helfen kann.

Mein Studium macht mir super viel Spaß - trotz des Entzuges - der geregelte Tagesablauf und die Betätigung lenken mich ein wenig ab. Ich hatte auch schon einmal versucht mich völlig raus zu nehmen, jedoch verstärkten sich die Angstgefühle dadurch eher.

Um es noch einmal kurz zu erwähnen - ich hatte zuvor nie Panikattacken, Angstgefühle oder Derealisationen. Ich hatte das Oxazepam aufgrund der andauernden Schlafstörungen aufgrund meiner damaligen Diagnose erhalten (mittlerweile komme ich damit sehr gut zurecht, meine Lebensqualität ist aufgrund dessen nicht mehr beeinträchtigt). Was bleibt ist der Entzug des Oxazepams.

Viele Grüße und alles Liebe,

Flora
Zuletzt geändert von Annanas am Freitag, 01.11.19, 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt
2,5 Jahre Einname von Oxazepam augrund schwerer Schlafstörungen.

1. Absetzversuch leider gescheitert!

Von ursprünglich 30 mg Oxazepam habe ich mich in zu großen Schritten auf 7,5 mg innerhalb von ca. 2 Monaten runter dosiert.

Seit dem 1.11.19 wieder bei 30 mg - ein Eindosieren kleinerer Mengen brachte keinen Erfolg.

Versuche mich nun zu stabilisieren bei 30 mg Oxazepam und 15 mg Mirtazapin (Dosis hier immer gleich)

FineFinchen
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 01.11.19, 19:07

Hallo Flora, :-)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen


Und hier sind auch die Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst.
Hast Du schon - vielen Dank! :-)


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Finchen
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FineFinchen
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 01.11.19, 19:12

Hallo Flora, :-) ich nochmal,

nimmst Du das Mirtazapin aktuell auch noch? Hast Du da etwas an der Dosierung geändert.

Bitte nimm das Mirtazapin und etwaiger Veränderungen der Dosierung in Deine Signatur auf. Auch Nahrungsergänzungsmittel oder andere Medikamente, die Du einnimmst.

Viele Grüße
Finchen
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lunetta
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von lunetta » Freitag, 01.11.19, 19:23

Hallo und willkommen auch von mir!

Zuerst einmal super, dass du dich entschlossen hast abzusetzen und schon so weit selbst gekommen bist.

Wenn du dir alles von finchen Verlinkte erstmal durchgelesen hast, wirst du merken, dass du viel zu schnell reduziert hast. Ärzte sehen das zwar meistens anders, aber wir hier setzen maximal 10% der letzten Dosis ca. alle 2-4 Wochen bei den Benzos ab.

Damit ist der Absetzschritt proportional immer kleiner, je kleiner die Dosis wird.

Und sobald man stärkere Symptome merkt ist es ratsam, dass man auch mal längere Absetzpausen einlegt.


Einige hier haben es gschafft von Benzos mit kurzer HWZ abzusetzen, wobei Oxazepam dabei eigentlich zu den Benzos mit mittlerer HWZ zählt.


Vielleicht kannst du dich ja noch stabilisieren, wenn du jetzt mal eine längere Pause einlegst, wenn nicht, dann eventuell noch mal geringfügig höher gehen mit der Dosis.
Das um und auf beim Absetzen ist eine stabile Ausgangsbasis, danach gelingt auch ein langsames Absetzen.

Wenn es mit Oxa nicht gehen sollte, dann könntest du es mit Diazepam versuchen, damit würde eine Tagesentzügigkeit, falls du die hast, besser werden.

Diazepam hat eine lange HWZ, es dauert aber 5-7 Tage bis sich ein Spiegel aufgebaut hat, danach erst kann man sich besser stabilisieren.

Du mußt nicht verzweifeln, du hast den festen Willen, und so wird es dir auch gelingen.

Um aber auf Diazepam umzustellen brauchst du unbedingt einen Arzt der dir ausreichend lange Rezepte dafür ausstellt, denn auch mit Diazepam geht es nicht schneller.
Aber es gibt es auch in Tropfenform und somit kann man noch viel kleinschrittiger absetzen.

GLG
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Flora1919
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Freitag, 01.11.19, 19:44

Hallo ihr beiden!

Vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten - trotz Feiertag :) DANKE!

Ich habe meine Signatur noch einmal geändert , danke für den Hinweis!

Aktuell nehme ich: 20 mg Oxazepam & 15 mg Mirtazapin (die Mirtazapin-Dosis ist immer konstant geblieben).

Frage: Könnte ich denn direkt auf Diazepam umstellen oder würde hier auch ein Prozess von Nöten sein, sodass ich das Diazepam gegen das Oxazepam austausche? Umgerechnet wären dies ja dann 10 mg Diazepam. Diese würde ich abends einnehmen.

Ich habe auch schon versucht die Dosis des Oxazepams aufzuteilen - leider ohne Erfolg, die Symptome bleiben bestehen. Über den Tag kann ich eben auch nur 3,75 mg einnehmen, mit 5- 7,5 mg wäre ich eindeutig zu schläfrig.

Mir ist das allerdings unerklärlich, dass es mir bis zu Reduktion auf 7,5 mg und 3 Wochen danach gut ging und plötzlich setzen all diese Symptome ein. Die trotz der starken Erhöhung auf 20 mg nicht mehr verschwinden wollen. Derzeit befinde ich mich nun schon 4 Wochen auf dieser Rückschritt- Dosis - trotz allem überwältigen mich ab 10 Uhr morgens schwere Panikattacken, die dann auch den ganzen Tag anhalten. Sollten diese Attacken eine Entzügigkeit zwischen den Dosen darstellen, verstehe ich nicht warum diese vorher nie aufgetreten sind. (Hier wäre Diazepam ja dann sicherlich hilfreich).

Meine große Befürchtung ist eine schwere Angstsymptomatik zu entwickeln, die ich vorher nicht hatte. Klar habe ich mir da auch schon allerlei Hilfe besorgt, jedoch wird aus ärtzlicher Sicht immer wieder geraten, ich solle noch schneller runtergehen. Daher sehe ich momentan wenig Ausweg, die Mittel scheinen erschöpft. Diazepam würde ich definitiv verschrieben bekommen - ich denke gerade die Tropfen würden den Entzug (sofern ich sie vertrage) erheblich erleichtern, da ich mit Oxazepam nur größere Schritte gehen kann aufgrund der Tablettenform.

Viele Grüße,

Flora
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1. Absetzversuch leider gescheitert!

Von ursprünglich 30 mg Oxazepam habe ich mich in zu großen Schritten auf 7,5 mg innerhalb von ca. 2 Monaten runter dosiert.

Seit dem 1.11.19 wieder bei 30 mg - ein Eindosieren kleinerer Mengen brachte keinen Erfolg.

Versuche mich nun zu stabilisieren bei 30 mg Oxazepam und 15 mg Mirtazapin (Dosis hier immer gleich)

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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von lunetta » Freitag, 01.11.19, 19:54

Hallo!

Mit der Wasserlösemethode bekommt du auch mit Oxa jede noch so kleine Menge mittels Dreisatzrechnung hin.

Und ja, es kann sein dass du durch dein zu schnelles Absetzen dein ZNS so gereizt hast, dass es nun mit diesen Angstattacken reagiert. Und es kann ach dadurch sein, dass auf einmal diese Tagesentzügigkeit auftritt.

Diazepam sollte trotzdem schrittweise umgestellt werden, also alle paar Tage ein paar Tropfen Diazepam eindosieren und dafür die entsprechende Menge Oxa raus.
Rechne allein für die Umstellung mind. 2 Wochen, danach mit Diazepam eine Zeit lang auf der Dosis verbleiben, erst danach absetzen.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass du Oxa auf 3 Tagesdosen geteilt, vertragen könntest, die Müdigkeit sollte bei 3 kleineren Mengen nicht so groß sein,

Diazepam macht auch sehr müde und durch die lange HWZ wärst du auch am Tag müde, auch wenn du es nur am Abend einnimmst.

LG
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Flora1919
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Freitag, 01.11.19, 20:08

Hallo lunetta,

das mit der Wasserlösmethode traue ich mir leider nicht zu - da ich mir da viel zu viele Gedanken mit dem pH-Wert oder Temperaturänderungen machen würde, was wiederum in Angst mündet, ich hätte zu wenig oder zu viel eingenommen.

Ich überlege nun, ob ich die Dosis nochmals erhöhen um mich zu stabilisieren. Jedoch würde ich irgendwann dann wieder bei meiner Ausgangsdosis landen und all die Monate waren umsonst.

Ich muss mich wohl nun so oder so erst einmal stabilisieren? (ob ich nun zu Diazepam wechsle oder nicht)

Die HWZ von Oxazepam scheint ja auch sehr variabel - mir fällt es hier leider super schwer zu wissen, wie ich die 3 Tagesdosen bestmöglich aufteile.

LG
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von lunetta » Freitag, 01.11.19, 20:14

Hallo!


Wir setzen hier siet vielen Jahren mit der Wasserlösemethode ab und um ph Wert oder Temp. mußt du dir keinen Kopf machen - du löst in kaltem Leitungswasser auf, ziehst mit der Spritze auf und verwirfst den Teil, den du nicht brauchst und trinkst das sofort.

Bevpr du aufdosierst solltest du es versuchen, nach 3 Tagen hast du es sofort drauf.

LG
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 01.11.19, 20:46

Hallo Flora, :-)

ich hab doch noch mal eine Bitte hinsichtlich Deiner Signatur: Schreib bitte die genauen Daten dazu, wann Du reduziert / aufdosiert hast. Angaben wie "alle zwei Wochen", "angekommen bei" sind zu wenig aussagekräftig, um sich ein Bild zu machen und Tipps geben zu können.

Lieben Dank & Grüße
Finchen
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Flora1919
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Freitag, 01.11.19, 21:47

Ich habe das Schema jetzt nochmal ergänzt ... danke :)
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Jamie » Freitag, 01.11.19, 22:32

Hallo Flora,

willkommen im Forum :)

Absetz- und Entzugssymptome können zeitversetzt auftreten, um deine Eingangsfrage zu beantworten. Dass dir das nach 3 Wochen passierte, ist nicht ungewöhnlich.
Vermutlich war da der Oxazepamspiegel dann endgültig in einen für dich kritischen Bereich abgesunken und es haben sich ggf. auch schon vorher durch die schnellen Absetzschritte gewisse Vulnerabilitäten aufgebaut.

Wenn du auf Diazepam wechseln willst, wird es die größte Herausforderung sein, einen Arzt zu finden, der bereit ist, dir Diazepam lange genug aufzuschreiben. Mindestens mal 6-9 Monate, eher länger.
Sollte dies möglich sein, könntest du es probieren. Die Umstellung muss jedoch sukzessive erfolgen, sprich Oxazepam runterdosieren und dafür Diazepam reindosieren, bis Umstellung komplett.

Bei über 2,5 Jahren Einnahme wirst du für die Umstellung ca 3 Monate im Dreh veranschlagen müssen, individuell kann es auch länger dauern oder schneller gehen.
Die langsame Umstellung ist nötig, da dein Gehirn im wahrsten Sinne des Wortes vom Oxazepam entwöhnt und an das Diazepam gewöhnt werden muss.

In dieser Zeit und in der Zeit des Ausschleichens darfst du dann nichts am Mirtazapin ändern.
Dein ZNS ist schon mit dieser einen wesentlichen Änderung mehr als gefordert.

Alles Gute
Jamie
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Sonne27
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Sonne27 » Samstag, 02.11.19, 5:23

Hallo Flora,

erstmal tut es mir leid, das du so arg leidest.

Ich kann das total nachvollziehen, auch ich setze derzeit Oxazepam ab von einer Ausgangsdosis von 25mg, nicht viel Unterschied zu deiner Ausgangsdosis.

Viel schlimmer noch, auch ich setzte zu schnell ab, innerhalb von 2 Monaten waren 10mg runter und auch ich hatte keine Symptome bis ich auf 15mg und dann rollte die Atomwelle über Nacht auf mich rüber.

Ich weiß also ganz genau wie du dich gerade fühlst, ich habe damals Zähne zusammen gebissen und der Dinge ausgeharrt, aber es war Zeitweise Grenzwertig.

Ich teile meine Dosis auf 3 mal pro Tag auf, aus Angst vor Tagesentzügigkeit, Morgens/Mittags und Abends damit fahre ich ganz gut.

Wenn du nicht umstellen magst, vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit für dich.

Zur Wasserlösmethode kann ich Dir, sagen auch ich hatte Anfangs arge Bedenken ob das alles so hinhaut, ob ich nicht zu "Blond" dazu bin...

3 Tage bevor ich im April zur Wasserlösmethode gewechselt habe, habe ich Testversuche unternommen, und die komplette Lösung verworfen... Aber das gab mir Sicherheit, mittlerweile wende auch ich, diese seit nunmehr 6 Monaten ohne Probleme an.

Wenn man erstmal so die ersten 2-3 Tage hinter sich hat, gewöhnt man sich daran und es geht wie von selbst, vielleicht magst du es ja auch erstmal "Testen" ohne die Lösung zu Dir zu nehmen.

Wie die anderen schon geschrieben haben würde ich vorerst nix mehr Reduzieren, ich musste auch erst lernen das 2 Wochen zwischen den Reduktionsschritten nix ist, denn Geduld ist nicht meine Stärke.

Ich würde Dir auch wie es hier im Forum ja auch empfohlen wird, raten dich zu Stabilisieren und dann erst weiter zu machen.

Liebe Grüße 🌞
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Ilvy08
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Ilvy08 » Samstag, 02.11.19, 6:11

Hallo Flora,
ich hoffe, es geht dir gut heute.
Ich setze gerade Zopiclon ab. Das ist wohl so ähnlich wie Oxazepam, nur nehme ich es schon viel länger. Ich denke, wir sind entschlossen und schaffen das beide.
LG
Ilvy
2008:konnte nicht mehr Schlafen Diagnose :Erschöpfungsdepression: 5 Wochen Klinik
anschließend Behandlung mit 150 mg Trimipramin, Promethazin und 7,5 Zopiclon
Promethazin nach 2 Jahren abgesetzt (kein Unterschied gemerkt)
vor ca. 3 Jahren Trimipramin auf 300mg erhöht wegen Schlafstörungen , Dominal dazu genommen und 15 mg Zopiclon
vor Dominal seit ca. 6 Monaten abgesetzt (keine Veränderung)
seit drei Tagen Trimipramin abgesetzt ( leicht verkürzter Schlaf, tagsüber viel fitter)
Trimipramin kurz wieder eingenommen vielleicht eine Woch,
dann wieder abgesetzt weil es so eine Tagesmüdigkeit verursacht
seit 27.8. 0Trimi 15mg Zopi
seit 30.8. 0Trimi. 7,5 mg Zopi. weniger Schlaf, aber es geht noch.
Dann für ca. 1 Woche 0 Medikamente, leider extreme Schlafstörungen
Ab Ende 09/19 wieder 300 mg Trimi und 15 mg Zopiclon, extreme Tagesmüdigkeit und Erinnerungslücken
26.10. nachts aufgewacht und konnte ganz schwer atmen, Panik, jetzt extreme Panik, dass ich durch die Medikamente einfach aufhöre zu atmen nachts
1.11 1,75× 7,5mg Zopiclon, 300mg Trimipramin
2.11. 1,75× 7,5 mg Zopiclon , 300mg Trimipramin
23.11. 0 Trimipramin, 12 mg Zopi halbwegs
geschlafen ohne Trimipramin, ich freue mich

Flora1919
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Samstag, 02.11.19, 7:51

Guten Morgen,

vielen lieben Dank fürs Durchlesen und Antworten.

Ich werde wohl erst mal wieder aufdosieren - um mich zu stabilisieren. Ich könnte in diesem Zustand sowieso nicht weiter runter dosieren.

Danach werde ich mir einen weiteren Plan machen. Ich bin mir einfach sehr unsicher ob ich dann nicht doch auf Diazepam umstelle. Einerseits wüsste ich nicht ob ich es vertrage - dann würde ich so oder so beim Oxazepam bleiben müssen. Andererseits könnte ich aufgrund der kürzeren HWZ des Oxazepams in kleine Minientzüge rutschen - die einem stetigen Abdosieren durch die täglichen Panikattacken im Weg stehen würden.

Man fühlt sich dabei ein bisschen hilflos, die Ärtze möchte noch viel schneller runter ... anfangs war ich sehr optimistisch und dann zwängen einen diese Ängst so in die Knie. Nehmen möchte man das Medikament auch nicht mehr und ist trotz allem so darauf angewiesen es auch weitere Monate einzunehmen :(

Wenn ich mich stabilisiert habe und würde ich mich strikt an die vorgehensweise alle 4-6 Wochen 10 % halten. Warte ich denn dann bei jedem Reduktionschritt ab ob Symptome auftreten und gehe erst dann weiter runter sobald sie abklingen? Oder mache ich weiter auch wenn ich merke, dass die Angst mich immer stärker einnimmt?


Einen schönen Samstag euch :) und viele Grüße,

Flora
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Sonne27
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Sonne27 » Samstag, 02.11.19, 8:36

Morgen Flora,

"Kleiner Tip", mache Dir lieber kein Plan...

Ich selbst war (gehört der Vergangenheit an) auch so eine Kanidatin die sich bald täglich einen Plan gemacht hat, und genauso oft habe ich diesen Plan wieder verworfen.

Im Entzug gibt es leider keinen Plan, nach dem man sich richten kann, das musste ich auch erst lernen und habe dafür fast 8 Monate gebraucht.

Ich kann Dir, aus eigener Erfahrung nur davon abraten mit einem Plan macht man sich nur selbst kirre, zumal du dir damit selbst Druck machst.

Reduziere nach Gefühl und lasse dir zwischen den Reduzierungsschritten ausreichend Zeit.

Liebe Grüße
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Flora1919
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Samstag, 02.11.19, 9:01

Morgen Sonne27 :)

bist du denn zwischen deinen Redutktionsschritten auch mal halbwegs "symptomfrei" oder kämpfst du dich durch den Tag?

Ich hab mir auch deine Geschichte mal durchgelesen und wir waren beide wohl sehr schnell anfangs.

Liebe Grüße
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Jamie » Samstag, 02.11.19, 9:04

Guten Morgen Flora :)

Ein grober Plan oder zumindest ein Konzept kann hilfreich sein, um Ärzte von deinem Vorhaben zu überzeugen, ansonsten ist es wie sonne sagt, Pläne sind kontraproduktiv, weil schon ein einfacher grippaler Infekt dich für Wochen zum Pausieren zwingen kann und alles eh anders kommt, als man denkt. Die Pläne sind schneller Schall und Rauch als man piep sagen kann.

Die Benzo-Abdosierempfehlungen nach Prof Ashton sind übrigens schneller als die von AD, die Richtzeit beträgt 10% weniger alle 2-4 Wochen, aber wenn man über genug Nachschub verfügt, kannst du die Zeiten natürlich in die Länge ziehen oder auch nur 5% reduzieren.
Andererseits könnte ich aufgrund der kürzeren HWZ des Oxazepams in kleine Minientzüge rutschen - die einem stetigen Abdosieren durch die täglichen Panikattacken im Weg stehen würden.
Oxazepam gehört nicht zu den kurzwirksamen Benzos, sondern in etwa mittellangwirksamen.
In Entzugskliniken ist es der Stoff der Wahl, wenn Leute von so kurz wirksamen Substanzen wie Lorazepam oder Alprazolam runterkommen wollen.
Es ist absolut möglich rein vom Oxazepam loszukommen, Umstellung auf Diazepam ist Kann-Option.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Flora1919 » Samstag, 02.11.19, 9:23

Danke Jamie :) eure Beiträge haben mir ein kleines bisschen mehr Ruhe verschafft! Vielen lieben Dank!
2,5 Jahre Einname von Oxazepam augrund schwerer Schlafstörungen.

1. Absetzversuch leider gescheitert!

Von ursprünglich 30 mg Oxazepam habe ich mich in zu großen Schritten auf 7,5 mg innerhalb von ca. 2 Monaten runter dosiert.

Seit dem 1.11.19 wieder bei 30 mg - ein Eindosieren kleinerer Mengen brachte keinen Erfolg.

Versuche mich nun zu stabilisieren bei 30 mg Oxazepam und 15 mg Mirtazapin (Dosis hier immer gleich)

Sonne27
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Sonne27 » Samstag, 02.11.19, 10:14

Hallo Flora,

als ich dein 1 Beitrag hier gelesen habe, habe ich mir gedacht so war ich auch mal, wirklich 1 zu 1.
Ich bin auch so schön Blauäugig an den Entzug vom Oxazepam ran gegangen...

Ich habe zum Glück viele Tage wo ich keine Symptome habe, und nix vom Entzug merke und dann gibt es wieder Tage wo ich denke Hilfe... Letzte Woche habe ich mich erst gefühlt als wenn ich einen Hexenschuss habe, die Symptome ebben zum Glück aber auch schon wieder ab. Aber das ist dieses Fenster / Wellen Muster... Das einzige was halt kritisch ist sind meine Epileptischen Anfälle.

Ich dosiere nur noch nach Gefühl aus, ich hab bis nächstes Jahr April 2020 sicher Oxazepam Zuhause, muss um keine Tabletten fürchten und dementsprechend kann ich mir Zeit lassen.

Ich würde dir daher wirklich Raten, ich bin das perfekte Beispiel, gehe es langsam und behutsam an, alles andere geht nach hinten los.

Meine Überlegung ist seit einiger Zeit, wenn ich nun wieder zu schnell mache denn der Wunsch nach 0 ist nach wie vor ungebrochen und die Symptome nicht Aushaltbar sind und ich wieder aufdosieren muss, habe ich mehr Zeit verloren (Aufdosieren / Stabilisieren/ und dann nochmal den Schritt des Abdosieren wagen... hat mich mindestens 4 Wochen gekostet), ganz abgesehen was ich meinem Zentralenervensystem damit angetan habe...

Diese Wochen hänge ich mittlerweile nach etlichen Monaten "lernen" an die Stabilisierungsphasen mit ran... Was für das Zentralenervensystem um einiges schonender ist, als wieder aufdosieren.

Ich kann dir wirklich nur aus eigener Erfahrung Raten unterschätze den Entzug nicht, gehe wirklich Kleinschrittig vor und höre auf deinen Körper.

Ich würde Dir jetzt wirklich erstmal Raten ein Weilchen bei deinen 20mg zu bleiben ( sehe es Positiv, es sind immerhin 10mg weniger als wie deine Ausgangsdosis) und dann nach Stabilisierung weiter zu machen.

Ob ich in meinem Fall nun im April/Mai oder Juni fertig bin, spielt für mich keine Rolle mehr, Hauptsache ich werde fertig.

Die paar Wochen die man nach einem langsamen Ausschleichen später fertig ist, zahlen sich 100% aus.

Liebe Grüße
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Sonne27
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Re: Flora1919: Runterdosieren Oxazepam / Probleme

Beitrag von Sonne27 » Dienstag, 05.11.19, 6:05

Guten Morgen Flora,

ich wollte mal hören wie es Dir so geht?

Vielleicht magst du mal berichten.


Liebe Grüße Sonne

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