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Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

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Spatz
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Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Spatz » Samstag, 02.11.19, 22:56

Liebes Forum,
schon so lange lese ich hier mit,fast meine ich Euch alle persönlich zu kennen.
Ich bin mein Benzo los und ich wollte Euch wissen lassen,dass mir das ohne die Erfahrungen hier nie,aber auch gar nie gelungen
wäre.Tage und endlose Nächte ,habe ich hier verbracht und immer wieder neuen Mut gefasst nicht aufzugeben.

Ich war einige Jahre so verflixt abhängig von diesen kleinen Mistdingern und auch von recht hohen Mengen.
Ich bin in die fürchterlichsten Zustände geraten,als mir die Pillen ausgingen ,zum Glück habe ich eine tolle und verständnisvolle Hausärztin.
Nun ja,kurz und gut ich stellte um auf 25mg Diazepam,eigentlich viel zu wenig jedoch traute ich mich nicht das wahre Ausmaß,dieser unbeschreiblichen Katastrophe zu schildern.Hauptsache ich bekam überhaupt irgendetwas ,auch lange genug verschrieben.

Dieses schlagartige Umstellen zog mir natürlich,komplett den Bogen unter den Füssen weg.Ich werde nicht im einzelnen Schildern was alles an Sympthomen auftrat,aber ich glaube es waren ziemlich alle........ :o :o :o von Angst über Inkontinenz bis Zittern und Schmerzen,Herzfrequenzen ,jenseits von gut und böse,die mir jetzt einen Betablocker bescherten und so weiter und so fort.
Nach etwa 6 Wochen war es geringfügig leichter und ich konnte kurzzeitig das Sofa verlassen und zumidest wieder regelmäßg duschen.
Jede Reduktion war auch bei nur 0,5 mg fatal.Ich glaubte den Mont Everest vor mir zuhaben und konnte mir niemals vorstellen,das es jemals enden könnte und ich tatsächlich wieder ein einigermaßen zufriedenes Leben führen könnte,lange Zeit kam mir der Tod sehr verlockend vor,so oft dachte ich ich werde sowieso am Entzug sterben......Einsam war ich und unverstanden ,wie sollte auch nur irgendjemand verstehen was so unfassbar ist.

ABER HIER BIN ICH :D

Seit Ende August benzofrei und es wird alles so viel besser,ich bin noch nicht voll belastbar,aber diese abgrundtiefe Erschöpfung ist vorbei ,Schmerzen habe ich noch und dieses Herzrasen/Stolpern kommt und geht,das macht mir noch am meisten Sorgen .
Ich wollte Euch Danke sagen,immer habe ich gelesen und war so nie ganz verlassen auch an den schwärzesten aller Tage.
Nun werde ich mein Mirtazapin hoffentlich noch los ,ich löse es auf und nähere mich nun den 6mg,komme von 30 mg und plus 30 Kilo :frust:
ich habe nun Zeit ......auch das werde ich schaffen.
Ich grüße Euch ganz lieb
Bluna
Schon seit 2002 depressive agitierte Episoden, Zwangsgedanken
2 Klinikaufenthalte
Erfahrungen mit Sertralin und Tavor zum Einschleichen
Versuche mit Opipramol, Valdoxan
Seit 2Jahren Mirtazapin 30mg
Seit 2015 Zopiclon erst unregelmäßig, seit 3 Jahren regelmäßig und in steigender Dosis bis zu 8 Tabl tägl.
Juni 2018 Beginn Entzug mit sofortiger Umstellung auf 25mg Diazepam nachdem ich das Forum entdeckt hatte.
Gleichzeitige langsame Reduktion von 30 mg Mirtazapin
August 2019 benzofrei
3.11.2019 6mg Mirtazapin

Jamie
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Re: Bluna: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Jamie » Samstag, 02.11.19, 23:44

Hallo Bluna, :)

Willkommen im Forum und Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!
Ich war selbst 8 Jahre benzoabhängig; einen Entzug zu schaffen ist toll und du darfst zurecht stolz auf dich sein. :party2:

Ich habe eine Bitte. Deinen Nicknamen können wir so nicht lassen, wir befolgen strenge Regeln und die gelten für alle. Bluna ist ein eingetragenes Warenzeichen / Marke und damit nicht gestattet; wir gestatten ebenso keine Medikamentennamen als Nick.

Bitte suche dir was Neues aus und gib uns hier im Thread bescheid, wir ändern das dann um.
Danke für dein Verständnis.

Grüße, Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Spatz
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Re: Bluna: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Spatz » Samstag, 02.11.19, 23:56

Hallo Jamie,
danke für den Hinweis, ich nenne mich dann einfach Meise, weil die hier heute so nett am Vogelhaus waren.
Ich hab mir mein Geschreibsel nun nochmal durchgelesen und es sollte eigentlich nicht so dramatisch klingen, ich möchte Mut machen, ganz viel Mut,nur nicht aufzugeben.
Liebe Grüße Meise
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Jamie
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Re: Bluna: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 03.11.19, 0:00

Hi. Einen User namens Meise gibt es leider schon :roll:

Andere Vorschläge?

Grüße

Spatz
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Re: Bluna: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Spatz » Sonntag, 03.11.19, 0:04

Hallo,
Na ein Spatz war auch da :)dann vielleicht Winterspatz, falls das Vögelchen nicht auch schon hier ist.
Liebe Grüße
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Jamie
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Re: Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 03.11.19, 8:27

Guten Morgen ☕

Es ist ein Spatz geworden ;) 🐦

Grüße Jamie

______
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lunetta
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Re: Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von lunetta » Sonntag, 03.11.19, 9:08

Hallo und willkommen bei uns!

Toll was du geschafft hast!

Von welchem Benzo hast du denn auf Diazepam umgestellt und was war deine ursprüngliche Ausgangsdosis?

Könntest du dafür bitte eine Signatur anlegen?

Danke dass du uns allen hier Mut machen willst, das brauchen wir hier alle ganz dringend;)

Glückwunsch und GLG!
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.

Spatz
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Re: Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Spatz » Sonntag, 03.11.19, 11:33

Hallo Lunetta,
ich versuche nun auf dem Laptop zu antworten,am Handy ist mein Beitrag,dank des dicken Daumens nun zum dritten Mal,zack weg.
Zopiclon war meine verhängnisvolle Affäre.
Erst zum Schlafen,dann nach und nach auch leider höchst missbräuchlich tagsüber benutzt,als ich mit der Zeit eine,bei mir,
euphorisierende und produktiv machende Wirkung einstellte.

Ich hatte einen sehr schweren Lebensabschnitt und funktionierte damit vermeintlich besser. :(
Es folgte ein wirklich schlimmer Absturz,niemals hätte ich geglaubt das ZDrugs so abhängig machen könnten.
Eine Signatur mit genauen Reduktionsdaten kann ich wohl nicht erstellen,habe es mir nicht aufgeschrieben.
Der Entzug dauerte 14 Monate,eine gruselige Zeit.

Es wird nun langsam besser,ich kann wieder klar denken und die schlimme Depression ist meist weg.
Ich habe noch Schmerzen in sämtliche Muskeln ,Schultern und Knien.
Taubheitsemfinden und kribbeln im Gesicht,aber damit komme ich gut zurecht,kein Vergleich zu dem was war.
Ich kann wieder arbeiten und es gibt mitunter richtig gute Tage an denen ich mich freuen kann .
Liebe Grüße Spatz
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padma
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Re: Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von padma » Mittwoch, 06.11.19, 11:38

hallo Spatz, :)

herzlichen Dank für deinen Erfolgsbericht und herzlichen Glückwunsch zur 0 :party2: . Ich habe ihn in unseren "Benzo Erfolgsgeschichten" verlinkt, damit viele Betroffene Mut fassen können.

Ich würde Mirtazapin wirklich langsam reduzieren, da dir der Benzoentzug noch in den Knochen steckt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Spatz
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Re: Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Spatz » Donnerstag, 07.11.19, 21:35

Hallo,
ja liebe Padma, mit dem Mirta ist nun erstmal lange Pause, ich kann bis auf Weiteres keinen neuen Entzug mehr durchstehen.
Liebe Grüße Spatz :)
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Verankh
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Re: Spatz: ich habe es endlich geschafft (Benzos)

Beitrag von Verankh » Freitag, 08.11.19, 8:12

Ich gratuliere dir herzlich, wie toll auch solche Nachrichten zu lesen. Mensch, wow!!!!!

Jedes mal , wenn jemand geschafft hat, freue ich mich!!! Denn eigene Hoffnung wird dadurch gestärkt.

Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass es dir weiterhin nur gut geht.
03.2013 PPD+ Zwangstörung - keine Medikation, da ich sicher war, es selber auf die Reihe zu kriegen. Hatte 1 Jahr Therapie mit dem Therapeuten, der keine Ahnung vom Zwang hatte,

Sommer 2015 Therapie abgebrochen, da es mir nur schlechter ging.

09.2015 - Geburt 3ttes Kindes und erneut PPD nur mit massive Zwangstörung, was ich wieder gehofft habe, alleine zu beweltigen.

05.2016 Aufenthalt in der Mutter-Kind Tagesklinik. Medikation 75 mg Sertralin + Therapie 1,5 Jahre.

Irgendwann Ende 2017 Verhaltenstherapie gestartet.

02.2019 Sertralin Reduziert auf 50 mg, keine Bemerkbare NW. Nur deutlich sprürbar geworden.

04.2019 wieder reduziert auf 25 mg, 1 Woche nach Reduktion erste Symptome, was ich überhaupt nicht mit der damahligen Dosis in Verbindung gebracht hatte: mir war kalt, ich war gereizt, ungeduldig, immer negativ/schwarz sehen, alles war so anstrengend.

Ende 05.2019 - 0 mg. So wie der Arzt verordnet hatte. Seit dem bleibt es auch so. Ich bin immer noch bei 0.

Durch Glück oder Unglück je nach dem, wer was sehen mag, waren meine beide Arzt und Therapeutin in den Ferien und nicht erreichbar. Ich habe das Schlimmste überstanden (hoffe ich zumindest), alleine, dank Forum und Glauben, dass es vorüber geht.

Zur Zeit nehme ich Pascoflair nach bedarf,
Omega 3+Vitamin D, Magnesium.

Gönne mir Ruhe, wo es nur geht. Versuche auf mich zu achten.

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