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Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

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Neuron
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Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Neuron » Mittwoch, 06.11.19, 12:45

Liebe Mitbetroffene, ich glaube ich brauche Hilfe.

Anhand meiner Signatur kann mein "Werdegang" (vielleicht kopfschüttelnd) nachgelesen werden. Ich habe erst in diesem Jahr nach vielen schweren Jahren voller unspezifischer Symptome bemerkt dass alle Beschwerden auf einen latenten SSRI-Entzug hinweisen.

Bewusst wurde mir das allerdings erst als ich in diesem Jahr im Rahmen eines Ausschleichversuches einen starken körperlichen und natürlich auch seelischen Entzug durchstehen musste und z.T. noch immer muss. Ich bin seit dem Wiedereinnehmen des AD 2014 nach meinem ersten Entzug (damals wusste ich das nicht, dachte an eine Verstärkung der ursprünglichen Erkrankung, auch behandelnde Ärzte wussten es nicht besser) nie wieder richtig auf die Beine gekommen.

Ich muss dazusagen dass ich in den vergangen Jahren gerne Alkohol getrunken habe und dadurch auch eine deutliche Zunahme der so verhassten dauerhaften Benommenheit gemerkt habe.
Seit 2016 trinke ich keinen Alkohol mehr, 2017 habe ich dann aufgehört mit den Zigaretten, und danach hatte ich anscheinend eine kräftige SSRI-Dosisschwankung, vermutlich wurde durch das Rauchen der Abbau vom SSRI verändert.

Ich war monatelang lethargisch, todmüde und benommen, knirschte mit den Zähnen was ich bis dahin nicht kannte (auch nachts). Ich glaube auch dass ich über Jahre keinen konstanten SSRI-Spiegel hatte aufgrund der Raucherei, ich rauchte mal 2 Zigaretten am Tag, am Wochenende dann 1 Schachtel, sehr unterschiedlich, und Dosisschwankungen können wunderbar AD-Nebenwirkungen erzeugen wenn das Gehirn sich ständig neu zu adaptieren versucht.

Nach Monaten in denen allenfalls eine leichte Besserung eingetreten ist, habe ich dann beschlossen die Hochdosistherapie mit 30mg Cipralex (ich hatte immer sehr niedrige Blutspiegel, deshalb selbständiger verzweifelter Versuch der Aufdosierung, unter EKG-Kontrolle) zu reduzieren und nach jedem mg der Reduktion fühlte ich mich mehrere Tage lang WACH, das war herrlich, jedoch dauerte das Vergnügen nur wenige Tage, dann wurde ich aggressiv und schließlich wieder benommen.

Ich wurde süchtig nach diesem Gefühl der Wachheit und reduzierte alle paar Wochen um 1mg, nur um mich einpaar Tage gut zu fühlen. Letztendlich kam dann aber doch ein schlimmer Entzug aus heiterem Himmel mit einer anständigen Latenz und ich musste schnell zurückrudern.

Die folgende Situation macht mir zu schaffen:
Ich dosiere 1mg hoch, danach mehrere Tage Unruhe, Beklemmungsgefühle, Schlafstörung, Gedankenrasen, dann kommen wenige Tage in denen ich wiederum WACH und symptomfrei bin, auch keinerlei Magenbeschwerden mehr habe, und wenige Tage danach werde ich wieder aggressiv, fahrig, wache dann wieder morgens um 5 auf weil mir kotzübel ist...dann weiss ich dass der Entzug weiterhin besteht und dosiere wieder um 1mg auf, nur um die ganze Qual nochmal durchzustehen und darauf zu hoffen, dass mein Gehirn endlich die richtige Menge Serotonin bekommt die es haben will......das ist ungemein kräftezehrend, und wenn man Familienvater und Haupternährer ist, kaum Zeit hat sich mal auszuruhen und immer aktiv sein muss, ist das alles doppelt und dreifach schwer durchzuhalten...

Ich habe seit meinem Rauchstop vor 2 Jahren erstmal anscheinend aus Versehen die Cipralexdosierung verändert, dann jedoch nicht auf ein Einpendeln gewartet und begonnen aktiv tropfenweise zu reduzieren. Und nun nach 2 JAHREN reichen meinem Gehirn 20mg Cipralex am Tag nicht aus und ich habe noch immer Entzugserscheinungen! Ich hatte gehofft, dass nach dieser langen Zeit eine deutlich geringere Dosis ausreichen würde um ins Gleichgewicht zu kommen.

Mein erklärtes Ziel ist eine Beendigung des Entzuges, koste es was es wolle, ich halte diese Qualen nicht mehr aus. Erst wenn ich mit einer Dosis hoffentlich stabil bin kann und werde ich wieder eine neue Reduktion versuchen. Ich frage mich nur wie viel mg mein Gehirn denn nun noch haben will...sollen es wieder 30mg werden? Habe ich durch das Rauchen unwissentlich aus den täglich 30mg durch z.B. verlangsamten Abbau der Substanz eigentlich eine noch höhere Dosierung eingenommen? War mein Gehirn zu Raucherzeiten an etwa 35 oder 40mg Cipralex gewöhnt? Eigentlich sollte Nikotinkonsum AD-Spiegel eher senken, aber ich glaube nicht dass es bei mir so war.

Wie weit soll ich aufdosieren? Wie weit kann ich gehen? Wann kann ich endlich mit einem Ende dieses Entzugs rechnen? Ich will doch einfach nur wieder munter und klar im Kopf sein und nicht ständig benebelt und neben der Spur, ich verpasse mein ganzes (ansonsten sehr lebenswertes) Leben!
Ich weiss nicht mehr weiter, bitte helft mir, ich bin verzweifelt.
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 06.11.19, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
2005 Unruhe und Panikattacken -> Einstellung auf Citalopram 10mg
immer wieder eher unregelmäßige Einnahme, damals gut vertragen
2012 Versuch Reduktion, Einnahme Citalopram 10mg alle 2 Tage, dann alle 3 Tage
2013 Gereiztheit, Schwindel, Benommenheit
01/2014 Citalopram beendet
Ab 03/2014 Verstärkung der Symptome mit Denkstörung
Ab 04/2014 Wiedereindosieren von 5mg, diesmal nicht vertragen, Weinkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung
3 Monate arbeitsunfähig, Aufdosierung auf 15mg
06/2014 Wechsel auf Cipralex,
weitere Aufdosierung auf bis zu 20mg Cipralex, seit Wiedereindosierung fortbestehende Benommenheit
10/2016 aufgrund niedrigem Cipralexblutspiegel Aufdosierung auf 30mg, auch keine Besserung
05/2017 Rauchstopp, ca 3 Tage danach plötzlicher Entzug (dachte es wäre der Nikotinmangel, das passte aber nicht)
07/2017 Noch bevor Sistieren der Entzugssymptome Dosisreduktion Cipralex schrittweise in Tropfenform -1mg alle 4-6 Wochen, immer kurzzeitiges Besserungsgefühl für Tage, danach wieder Zunahme Benommenheit
07/ 2018 10mg Cipralex erreicht, Beginn Magenbeschwerden, Durchfall, Gewichtsverlust, keine erkennbare Ursache
09/2018 8mg Cipralex
11/2018 7mg
01/2019 6mg
02/2019 5mg
03/2019 3mg
04/2019 2mg
Beibehalten der Dosis bis Juni
Juni 2019 plötzliche Derealisation, Herzrasen, körperliche Entzugssymptome, Denkstörung
06/2019 Erhöhung auf 3mg
07/2019 4mg
08/2019 5mg
Erhöhung schrittweise auf 5mg, kurze Besserung
August 2019 kompletter Zusammenbruch, starker Entzug, Zittern, Schwitzen etc.
diesmal schnelle Aufdosierung auf 15mg
Cipralex in 2 Wochen
09/2019 15mg
-> neben Entzugssympt. nun auch Nebenwirkungen durchs Aufdosieren (Heulkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung etc.)
nach 4 Wochen Besserung körperlicher Entzug, fortbestehende Benommenheit, Magenbeschwerden
Anfang 10/2019 wieder Zunahme Benommenheit, Magenbeschwerden, leichte körp. Entzugssymptome
Aufdosierung auf 20mg Cipralex in 1mg-Schritten wöchentlich
Anfang 11/2019 20mg erreicht, hierunter immer kurze Besserung Vigilanz und Magenbeschwerden, dann wieder Rückkehr zur Ausgangslage......und was nun?

Towanda
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 06.11.19, 13:44

Hallo Neuron,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

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Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


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Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
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Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße,

Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin
20.11.19 - 1,40 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

FineFinchen
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von FineFinchen » Mittwoch, 06.11.19, 14:07

Hallo Neuron,

herzlich willkommen auch von mir.

Bitte überarbeite nochmal Deine Signatur. Ich kann daraus nicht rauslesen, wo Du aktuell stehst und wie genau Du da hin gekommen bist.

Angaben von "wöchentlich einen Tropfen mehr", "danach seit vier Wochen..." helfen nicht weiter, wenn kein genaues Datum dabei steht.

Schau Dir dazu nochmal die Infos zur Signaturerstellung an. Den Link findest Du im Begrüßungstext, den Towanda :-) Dir eingestellt hat.

Und dann erstelle die Signatur bitte genau so, wie empfohlen.

Viele Grüße
Finchen
Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.

- Konfuzius -
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Neuron
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Neuron » Mittwoch, 06.11.19, 14:35

Danke für die Rückmeldung, ich habe die Signatur angepasst, genauer kann ich mich leider nicht erinnern.
2005 Unruhe und Panikattacken -> Einstellung auf Citalopram 10mg
immer wieder eher unregelmäßige Einnahme, damals gut vertragen
2012 Versuch Reduktion, Einnahme Citalopram 10mg alle 2 Tage, dann alle 3 Tage
2013 Gereiztheit, Schwindel, Benommenheit
01/2014 Citalopram beendet
Ab 03/2014 Verstärkung der Symptome mit Denkstörung
Ab 04/2014 Wiedereindosieren von 5mg, diesmal nicht vertragen, Weinkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung
3 Monate arbeitsunfähig, Aufdosierung auf 15mg
06/2014 Wechsel auf Cipralex,
weitere Aufdosierung auf bis zu 20mg Cipralex, seit Wiedereindosierung fortbestehende Benommenheit
10/2016 aufgrund niedrigem Cipralexblutspiegel Aufdosierung auf 30mg, auch keine Besserung
05/2017 Rauchstopp, ca 3 Tage danach plötzlicher Entzug (dachte es wäre der Nikotinmangel, das passte aber nicht)
07/2017 Noch bevor Sistieren der Entzugssymptome Dosisreduktion Cipralex schrittweise in Tropfenform -1mg alle 4-6 Wochen, immer kurzzeitiges Besserungsgefühl für Tage, danach wieder Zunahme Benommenheit
07/ 2018 10mg Cipralex erreicht, Beginn Magenbeschwerden, Durchfall, Gewichtsverlust, keine erkennbare Ursache
09/2018 8mg Cipralex
11/2018 7mg
01/2019 6mg
02/2019 5mg
03/2019 3mg
04/2019 2mg
Beibehalten der Dosis bis Juni
Juni 2019 plötzliche Derealisation, Herzrasen, körperliche Entzugssymptome, Denkstörung
06/2019 Erhöhung auf 3mg
07/2019 4mg
08/2019 5mg
Erhöhung schrittweise auf 5mg, kurze Besserung
August 2019 kompletter Zusammenbruch, starker Entzug, Zittern, Schwitzen etc.
diesmal schnelle Aufdosierung auf 15mg
Cipralex in 2 Wochen
09/2019 15mg
-> neben Entzugssympt. nun auch Nebenwirkungen durchs Aufdosieren (Heulkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung etc.)
nach 4 Wochen Besserung körperlicher Entzug, fortbestehende Benommenheit, Magenbeschwerden
Anfang 10/2019 wieder Zunahme Benommenheit, Magenbeschwerden, leichte körp. Entzugssymptome
Aufdosierung auf 20mg Cipralex in 1mg-Schritten wöchentlich
Anfang 11/2019 20mg erreicht, hierunter immer kurze Besserung Vigilanz und Magenbeschwerden, dann wieder Rückkehr zur Ausgangslage......und was nun?

padma
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von padma » Mittwoch, 06.11.19, 19:13

hallo Neuron, :)

auch von mir willkommen.

Wir kennen das Phänomen, dass manche Menschen auf Dosisveränderungen sowohl nach oben als auch nach unten, eine kurze Verbesserung spüren, die aber nur sehr kurz anhält.

Ich denke nicht, dass eine weitere Erhöhung dir helfen würde, zumal es für Escitalopram ja eine extra Warnung gibt, mehr als 20 mg einzunehmen.
Du hast zudem sehr schnell hochdosiert, das ist nicht so günstig. Es lässt sich nun auch kaum zu unterscheiden, was Entzugssymptome und was NW sind.

Ich würde nun keinesfalls weiter hoch gehen sondern schauen, ob eine Besserung eintritt, wenn du eine längere Zeit auf den 20 mg bleibst.

Du wirst Geduld brauchen, dein ZNS ist durch das Runter und Rauf sehr gereizt

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



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Neuron
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Neuron » Donnerstag, 07.11.19, 9:29

Danke für die Antwort, ich werde versuchen bei 20mg zu bleiben, die Aufdosierung ist genau so kräftezehrend wie der Entzug. Ich habe eben das Gefühl einem permanenten Entzug davonzulaufen der mich alle paar Wochen wieder einholt...
2005 Unruhe und Panikattacken -> Einstellung auf Citalopram 10mg
immer wieder eher unregelmäßige Einnahme, damals gut vertragen
2012 Versuch Reduktion, Einnahme Citalopram 10mg alle 2 Tage, dann alle 3 Tage
2013 Gereiztheit, Schwindel, Benommenheit
01/2014 Citalopram beendet
Ab 03/2014 Verstärkung der Symptome mit Denkstörung
Ab 04/2014 Wiedereindosieren von 5mg, diesmal nicht vertragen, Weinkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung
3 Monate arbeitsunfähig, Aufdosierung auf 15mg
06/2014 Wechsel auf Cipralex,
weitere Aufdosierung auf bis zu 20mg Cipralex, seit Wiedereindosierung fortbestehende Benommenheit
10/2016 aufgrund niedrigem Cipralexblutspiegel Aufdosierung auf 30mg, auch keine Besserung
05/2017 Rauchstopp, ca 3 Tage danach plötzlicher Entzug (dachte es wäre der Nikotinmangel, das passte aber nicht)
07/2017 Noch bevor Sistieren der Entzugssymptome Dosisreduktion Cipralex schrittweise in Tropfenform -1mg alle 4-6 Wochen, immer kurzzeitiges Besserungsgefühl für Tage, danach wieder Zunahme Benommenheit
07/ 2018 10mg Cipralex erreicht, Beginn Magenbeschwerden, Durchfall, Gewichtsverlust, keine erkennbare Ursache
09/2018 8mg Cipralex
11/2018 7mg
01/2019 6mg
02/2019 5mg
03/2019 3mg
04/2019 2mg
Beibehalten der Dosis bis Juni
Juni 2019 plötzliche Derealisation, Herzrasen, körperliche Entzugssymptome, Denkstörung
06/2019 Erhöhung auf 3mg
07/2019 4mg
08/2019 5mg
Erhöhung schrittweise auf 5mg, kurze Besserung
August 2019 kompletter Zusammenbruch, starker Entzug, Zittern, Schwitzen etc.
diesmal schnelle Aufdosierung auf 15mg
Cipralex in 2 Wochen
09/2019 15mg
-> neben Entzugssympt. nun auch Nebenwirkungen durchs Aufdosieren (Heulkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung etc.)
nach 4 Wochen Besserung körperlicher Entzug, fortbestehende Benommenheit, Magenbeschwerden
Anfang 10/2019 wieder Zunahme Benommenheit, Magenbeschwerden, leichte körp. Entzugssymptome
Aufdosierung auf 20mg Cipralex in 1mg-Schritten wöchentlich
Anfang 11/2019 20mg erreicht, hierunter immer kurze Besserung Vigilanz und Magenbeschwerden, dann wieder Rückkehr zur Ausgangslage......und was nun?

Straycat
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 07.11.19, 10:11

Hallo Neuron,

du hast es sehr treffend beschrieben: du "versuchst vor einem Entzug davonzulaufen".
Leider funktioniert das nicht durch zu schnelles hoch- und runterdosieren.
Entzugssymptome kannst du maximal durch besonders langsames und kleinschrittiges Ausschleichen vermeiden oder zumindest mildern.

Bestehen denn noch die Symptome, gegen die du ursprünglich Citalopram verschrieben bekommen hast?

Ich würde dir - wie padma :) schon geschrieben hat - erstmal eine Ruhepause empfehlen, in der du auf deiner jetzigen Dosis bleibst. Wenn du dich stabilisiert hast, kannst du beginnen die Dosis von 20mg langsam auszuschleichen.
Wir empfehlen hier 10% Reduktionen alle 4-6 Wochen. Aber wie gesagt erst, wenn du dich vom Aufdosieren erholt hast und dein ZNS wieder zur Ruhe gekommen ist.

Alles Gute,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Neuron
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Neuron » Donnerstag, 07.11.19, 12:00

Vielen Dank auch für deine Antwort.

Die Panikattacken bestehen mittlerweile nur im Rahmen von Entzugserscheinungen, ich habe als meine Probleme begonnen haben sehr darunter gelitten und bin mit niedrigdosiertem Citalopram eigentlich gut zurecht gekommen. Jedoch hatte ich bereits damals rückblickend latente Entzugssymptome wenn ich mal eine Einnahme vergessen habe. Mich würde es auch nicht stören langfristig ein niedrig dosiertes SSRI bei guter Verträglichkeit einzunehmen, jedoch waren das Wissen um diese Nebenwirkungen und das Abhängigkeitspotenzial damals nicht weit verbreitet, das wussten eher nur die Pharmafirmen...bislang ist kein Arzt auf diese Idee gekommen, das musste ich dann erst nach vielen qualvollen Jahren selbst rausfinden.....

Ich habe wie so viele andere Betroffene Entzugssymptome für eine Verstärkung der Erkrankung gehalten und nach Zusammenbrüchen weiter aufdosiert...ärztliche Ratschläge wie Ergänzung mit Abilify bei Derealisationserleben oder Umstellung auf Buproprion habe ich abgelehnt, im Nachhinein bin ich froh darüber, sonst hätte ich jetzt vermutlich noch mehr Probleme...

Ich habe jetzt schon jahrelang als Zombie wie in Trance vor mich hingelebt und glaube dass diese Nebenwirkungen die Folge eines ständigen Auf-und-Ab an Wirkspiegel waren, also eine Art latenter dauerhafter Entzug (meine Theorie vor allem durch unregelmäßigen Nikotin- und Alkoholkonsum)...

ich werde versuchen auf 20mg/Tag zu bleiben und hoffe dass ich nicht wieder in wenigen Wochen erneute vegetative Entzugssymptome bekomme, vielleicht wird mein Kopf irgendwann auch klarer wenn ich lange genug auf derselben Dosis bin und mein Hirn sich daran gewöhnt hat...

Ein Ausschleichen scheint ja fast eine Lebensaufgabe zu sein und ich bewundere und beneide diejenigen unter euch, die das alles geschafft haben...ich stehe nach all den Jahren weiterhin noch am Anfang und hoffe es euch irgendwann gleichtun zu können.

Für weitere gute Ratschläge, vor allem wie man am besten mit Benommenheit umgeht oder wer Erfahrung mit Rauchstopp und plötzlich ungewolltem AD-Entzug gemacht hat, auch wenns nur einpaar nette Worte sind, bin ich im Voraus sehr dankbar. Alles Gute und danke nochmals.
2005 Unruhe und Panikattacken -> Einstellung auf Citalopram 10mg
immer wieder eher unregelmäßige Einnahme, damals gut vertragen
2012 Versuch Reduktion, Einnahme Citalopram 10mg alle 2 Tage, dann alle 3 Tage
2013 Gereiztheit, Schwindel, Benommenheit
01/2014 Citalopram beendet
Ab 03/2014 Verstärkung der Symptome mit Denkstörung
Ab 04/2014 Wiedereindosieren von 5mg, diesmal nicht vertragen, Weinkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung
3 Monate arbeitsunfähig, Aufdosierung auf 15mg
06/2014 Wechsel auf Cipralex,
weitere Aufdosierung auf bis zu 20mg Cipralex, seit Wiedereindosierung fortbestehende Benommenheit
10/2016 aufgrund niedrigem Cipralexblutspiegel Aufdosierung auf 30mg, auch keine Besserung
05/2017 Rauchstopp, ca 3 Tage danach plötzlicher Entzug (dachte es wäre der Nikotinmangel, das passte aber nicht)
07/2017 Noch bevor Sistieren der Entzugssymptome Dosisreduktion Cipralex schrittweise in Tropfenform -1mg alle 4-6 Wochen, immer kurzzeitiges Besserungsgefühl für Tage, danach wieder Zunahme Benommenheit
07/ 2018 10mg Cipralex erreicht, Beginn Magenbeschwerden, Durchfall, Gewichtsverlust, keine erkennbare Ursache
09/2018 8mg Cipralex
11/2018 7mg
01/2019 6mg
02/2019 5mg
03/2019 3mg
04/2019 2mg
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Juni 2019 plötzliche Derealisation, Herzrasen, körperliche Entzugssymptome, Denkstörung
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07/2019 4mg
08/2019 5mg
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Towanda
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Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 07.11.19, 13:19

Hallo Neuron,

Hast Du den Begrüßungstext gelesen? Das wäre sehr wichtig, denn da stecken jede Menge Informationen drin. Unter anderem gibt es eine Passus über die Forumsnettikette - ich zitiere:
Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.
Für Fragen bezüglich Benommenheit oder Rauchstopp kannst Du oben rechts die Suchfunktion nützen. Des Weiteren gibt es hier einen Thread Was finde ich wo im Forum, auch da findest Du sicher Antworten auf die meisten Fragen.

Gruß, Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin
20.11.19 - 1,40 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


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Chris76
Beiträge: 328
Registriert: Montag, 20.06.16, 18:06

Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Chris76 » Donnerstag, 07.11.19, 16:17

Hallo Neuron,

ich habe Anfang des Jahres mit dem Nikotinkonsum aufgehört. Da es bereits mein 2. Versuch war, der erste im Jahre 2009 wie ich noch keine AD nahm, kann ich aus Erfahrung berichten, dass es zu den gleichen Symptomen wie beim Absetzten von AD kommen kann. Das liegt daran, dass das Nikotin wie ein AD im Gehirn wirkt und beim Kaltentzug u.a. das ZNS gereizt / verändert wird. Eventuell ist dir mal aufgefallen, dass wenn du Symptome hast, du auch gleichzeitig den Nikotinkonsum steigerst. Ich habe zumindest geraucht wie ein Schlot.
Meine damaligen Symptome durch den Nikotinentzug waren Herzrasen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Angst etc. Also die gleichen wie bei Mirtazapin.

Deswegen bin ich vor 2 Jahren auf E-Zigarette umgestiegen und habe den Nikotingehalt alle 4 Wochen reduziert. Das Ergebnis war, dass ich es geschafft habe und nie wieder so ein Ding (Zigarette) anfassen werde.

Ich kann dir nur den Rat geben und auf die Erfahrenen hier zu hören. Mir haben Sie alle geholfen mich zu stabilisieren, sodass ich mein Medikament absetzen / ausschleichen kann. Ohne das Forum hier wäre ich vermutlich psychisch am Ende gewesen weil ich auch einen Crash im April hatte.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig Unterstützung geben und Mut machen!
LG Chris
Meine Vorgeschichte
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25.10.19 Mirtazapin 6,8mg

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Neuron
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Neuron » Freitag, 08.11.19, 10:22

Hallo Chris,
Da haben wir anscheinend ähnliches durchgemacht, ich werde auch nie wieder rauchen und auf die Empfehlungen der Gruppe hören...irgendwann wirds hoffentlich wieder bergauf gehen...ich gehöre leider nicht zu den geduldigen und muss zumindest weiterhin funktionieren, was nicht immer einfach ist...komme mir oft so vor als mache ich allen um mir herum was vor und versuche gut gelaunt und entspannt zu wirken obwohl das Gegenteil zutrifft...naja, ich erzähle hier niemanden was neues...dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg...
Gruß, Neuron
2005 Unruhe und Panikattacken -> Einstellung auf Citalopram 10mg
immer wieder eher unregelmäßige Einnahme, damals gut vertragen
2012 Versuch Reduktion, Einnahme Citalopram 10mg alle 2 Tage, dann alle 3 Tage
2013 Gereiztheit, Schwindel, Benommenheit
01/2014 Citalopram beendet
Ab 03/2014 Verstärkung der Symptome mit Denkstörung
Ab 04/2014 Wiedereindosieren von 5mg, diesmal nicht vertragen, Weinkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung
3 Monate arbeitsunfähig, Aufdosierung auf 15mg
06/2014 Wechsel auf Cipralex,
weitere Aufdosierung auf bis zu 20mg Cipralex, seit Wiedereindosierung fortbestehende Benommenheit
10/2016 aufgrund niedrigem Cipralexblutspiegel Aufdosierung auf 30mg, auch keine Besserung
05/2017 Rauchstopp, ca 3 Tage danach plötzlicher Entzug (dachte es wäre der Nikotinmangel, das passte aber nicht)
07/2017 Noch bevor Sistieren der Entzugssymptome Dosisreduktion Cipralex schrittweise in Tropfenform -1mg alle 4-6 Wochen, immer kurzzeitiges Besserungsgefühl für Tage, danach wieder Zunahme Benommenheit
07/ 2018 10mg Cipralex erreicht, Beginn Magenbeschwerden, Durchfall, Gewichtsverlust, keine erkennbare Ursache
09/2018 8mg Cipralex
11/2018 7mg
01/2019 6mg
02/2019 5mg
03/2019 3mg
04/2019 2mg
Beibehalten der Dosis bis Juni
Juni 2019 plötzliche Derealisation, Herzrasen, körperliche Entzugssymptome, Denkstörung
06/2019 Erhöhung auf 3mg
07/2019 4mg
08/2019 5mg
Erhöhung schrittweise auf 5mg, kurze Besserung
August 2019 kompletter Zusammenbruch, starker Entzug, Zittern, Schwitzen etc.
diesmal schnelle Aufdosierung auf 15mg
Cipralex in 2 Wochen
09/2019 15mg
-> neben Entzugssympt. nun auch Nebenwirkungen durchs Aufdosieren (Heulkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung etc.)
nach 4 Wochen Besserung körperlicher Entzug, fortbestehende Benommenheit, Magenbeschwerden
Anfang 10/2019 wieder Zunahme Benommenheit, Magenbeschwerden, leichte körp. Entzugssymptome
Aufdosierung auf 20mg Cipralex in 1mg-Schritten wöchentlich
Anfang 11/2019 20mg erreicht, hierunter immer kurze Besserung Vigilanz und Magenbeschwerden, dann wieder Rückkehr zur Ausgangslage......und was nun?

Chris76
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Chris76 » Freitag, 08.11.19, 14:16

Hallo Neuron,

ja...das mit dem "verstecken" der Gefühle kenne ich auch sehr gut. Mir geht es allerdings besser, seit dem ich meine Frau in meine Gefühle "eingeweiht" habe. Denn auch beim Absetzen habe ich Tage dabei wo es mir nicht wirklich gut. Ich bin zwar alltags tauglich aber merke es dennoch. Somit konnte ich einen Teil des Stresses damit reduzieren.

Am Wichtigsten ist für dich erst einmal, dass du auf einer Dosis deines Medis´s eine Zeit lang stabil bist bevor du mit dem eigentlichen absetzen beginnst. Ich hatte 5 Monate nach meiner Stabilisierung erst gestartet und es hat mir gut getan.

Ich drücke dir die Daumen!
Wir sitzen hier alle im fast gleichen Boot. :-) Schönes WE
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Neuron
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Re: Neuron: die Cipralexfalle (Escitalopram)

Beitrag von Neuron » Freitag, 08.11.19, 14:24

Hallo Chris,
vielen Dank, ich werde mich an alle Ratschläge halten, ebenfalls schönes WE.
Gruß, Neuron
2005 Unruhe und Panikattacken -> Einstellung auf Citalopram 10mg
immer wieder eher unregelmäßige Einnahme, damals gut vertragen
2012 Versuch Reduktion, Einnahme Citalopram 10mg alle 2 Tage, dann alle 3 Tage
2013 Gereiztheit, Schwindel, Benommenheit
01/2014 Citalopram beendet
Ab 03/2014 Verstärkung der Symptome mit Denkstörung
Ab 04/2014 Wiedereindosieren von 5mg, diesmal nicht vertragen, Weinkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung
3 Monate arbeitsunfähig, Aufdosierung auf 15mg
06/2014 Wechsel auf Cipralex,
weitere Aufdosierung auf bis zu 20mg Cipralex, seit Wiedereindosierung fortbestehende Benommenheit
10/2016 aufgrund niedrigem Cipralexblutspiegel Aufdosierung auf 30mg, auch keine Besserung
05/2017 Rauchstopp, ca 3 Tage danach plötzlicher Entzug (dachte es wäre der Nikotinmangel, das passte aber nicht)
07/2017 Noch bevor Sistieren der Entzugssymptome Dosisreduktion Cipralex schrittweise in Tropfenform -1mg alle 4-6 Wochen, immer kurzzeitiges Besserungsgefühl für Tage, danach wieder Zunahme Benommenheit
07/ 2018 10mg Cipralex erreicht, Beginn Magenbeschwerden, Durchfall, Gewichtsverlust, keine erkennbare Ursache
09/2018 8mg Cipralex
11/2018 7mg
01/2019 6mg
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03/2019 3mg
04/2019 2mg
Beibehalten der Dosis bis Juni
Juni 2019 plötzliche Derealisation, Herzrasen, körperliche Entzugssymptome, Denkstörung
06/2019 Erhöhung auf 3mg
07/2019 4mg
08/2019 5mg
Erhöhung schrittweise auf 5mg, kurze Besserung
August 2019 kompletter Zusammenbruch, starker Entzug, Zittern, Schwitzen etc.
diesmal schnelle Aufdosierung auf 15mg
Cipralex in 2 Wochen
09/2019 15mg
-> neben Entzugssympt. nun auch Nebenwirkungen durchs Aufdosieren (Heulkrämpfe, Unruhe, Schlafstörung etc.)
nach 4 Wochen Besserung körperlicher Entzug, fortbestehende Benommenheit, Magenbeschwerden
Anfang 10/2019 wieder Zunahme Benommenheit, Magenbeschwerden, leichte körp. Entzugssymptome
Aufdosierung auf 20mg Cipralex in 1mg-Schritten wöchentlich
Anfang 11/2019 20mg erreicht, hierunter immer kurze Besserung Vigilanz und Magenbeschwerden, dann wieder Rückkehr zur Ausgangslage......und was nun?

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