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... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

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Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Liebe Charlotta

ja genau ich bin nun erst 8 Tage auf null.
Gestern habe ich nun wieder ein Krümmel genommen.

Würdest du die 3mg mit der Wasserlösmethode machen oder mit dem Tablettenteiler?

Liebe Grüsse
Sumeli
Temesta:
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April/Mai 2019, 2-3x versucht selbst kalt abzusetzen oder auszuschleichen. Erfolglos.
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Mirtazapin Mepha
Beginn, 16.5.2019 mit 15mg
Mitte August 2019 auf 22.5 erhöht, dann nach 2 Wochen auf 30mg.
Ende August wieder auf 22.5mg.
September 2019 kurz auf 15mg, nach einer Woche wieder auf 22.5mg.
1.11.2019 auf 15mg
9.11.2019 auf 7.5mg
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Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Ihr Lieben

kann ein Symptom beim zu schnellen absetzen auch Panikattacken auslösen?
Ich habe wieder enorme Angstzustände.

Denke, dass wird sich auch wieder etwas normalisieren wenn ich wieder "stabil" bin mit der Dosis auf 3mg oder eben die 3.75.

Liebe Grüsse
Sandra
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Ihr Lieben

kann das auch Panikattacken auslösen wenn man zu schnell absetzt?

Denke das wird sich auch wieder fangen wenn ich die 3mg oder 3.75 wieder nehme und stabil bin?

liebe Grüsse
Sumeli
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Michael808
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Michael808 »

Hallo Sumeli,
ich habe auch Mirtazapin (15mg) genommen und ähnlich schnell ausgeschlichen wie du. Wie du hatte ich die meisten Beschwerden (Schmerzen, Kribbeln, Verspannungen schon seit Beginn der Einnahme. Mein Arzt meinte auch, die gehen schnell vorbei. Pustekuchen, habe sie heute noch. Ich kann dich insofern beruhigen, dass meine akuten Entzugssymtome (Panikattacken, Aggressivität, Kribbeln, Ohrensausen) tatsächlich nach 4 Wochen weg waren. Muskelschmerzen, Krämpfe, Gelenkbeschwerden, Schlafstörungen und Alpträume habe ich aber leider noch heute. Ich habe auch nach mehreren Wochen mit dem Gedanken gespielt, eine kleine Dosis wieder einzuschleichen, aber habe mich dagegen entschieden, weil ich wie gesagt, die meisten Beschwerden schon während der Einnahme hatte. Habe einfach beschlossen, dass das Zeug Gift ist und in meinem Körper nichts verloren hat. Du solltest versuchen, dich mental auf eine lange Genesungszeit einzustellen.
LG
Michael
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Was tun, wenn die Depression zurückkommt?
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Liebe Michaela

vielen Dank für deine Zeilen.
Wie lange hast du den das Mirtazapin insgesamt eingenommen?

Ich über 5 Monate resp. fast 6.

Liebe Grüsse
Sumeli
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Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Liebe Michaela

noch eine Frage, du schreibst von Krämpfen. Welche Art von Krämpfen? Im Kopf ähnlich wie epilepsie?
Oder sonst im Körper?

Liebe Grüsse
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von padma »

hallo Sandra, :)

Panikattacken sind ein mögliches Absetzsymptom. Nach einer Wiedereindosierung regelt sich das oft wieder, manchmal sehr schnell, manchmal dauert es etwas.

Michael meint vermutlich Muskelkrämpfe, die sind im Entzug häufig.
Würdest du die 3mg mit der Wasserlösmethode machen oder mit dem Tablettenteiler
Ein Tablettenteiler ist zu ungenau, wenn bräuchtest du eine Feinwaage. Die Wasserlösemethode ist recht unkompliziert und ausreichend genau.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Hallo Michael

gell du hast Mirtazapin "nur" während 6 Wochen genommen?

Lieber Gruss und sorry das ich Michaela geschrieben habe.
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Hallo zusammen

ich habe nochmals eine Frage; sorry...

Ich habe ja das Mirtazapin nicht vertragen und zum Teil auch paradoxe Reaktionen darauf gehabt.
Darum hat mein Psychiater auch gesagt, ich solle das Mirtazapin sofort absetzen.
Darum habe ich es auch recht schnell ausgeschliechen.

Was kann passieren, wenn ich es jetzt nicht mehr wiedereindosiere mit 3mg? Mit was müsste ich rechnen?
Wäre es zum aushalten oder lege ich mir selber ein Ei wenn ich jetzt nicht wieder eindossiere, indem ich Langzeitbeschwerden riskiere?
Ich habe es nun heute 9 Tage auf 0. Wenn ich es wieder eindosieren möchte mit nur 3mg, dann müsste ich das wohl so schnell wie möglich machen oder?
Irgendwann ist es dann wohl noch viel riskanter.

Ich habe gestern wirklich nur ein Krümmel genommen und war heute Morgen wieder recht bedusselt, wie eine halbe Scheibe.. Kann ein Krümmel wirklich so was bewirken, oder bilde ich mir das nur ein?

Mein Arzt meinte heute nur, dass das Medi nach 2 Wochen spätestens draussen ist.

Michael hat das Mirtazapin glaub "nur" 6 Wochen genommen und hatte nach 4 Wochen die Angst durch.
Sind die Absetzerscheinungen schlimmer nach 5 Monaten als nach 6 Wochen?
Oder spielt da die Zeit ab einer gewissen Einnahme keine Rolle mehr?

Was habt ihr da für Erfahrungen?

Danke für eure Antworten.
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Sorry mein Gruss am Schluss ist nicht mitgekommen.

Liebe Grüsse
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Ihr Lieben

ich bin am hin und her... würde ich mir resp. meinem Gehirnstoffwechsel und meinem Körper sehr viel Gutes tun, wenn ich die 3mg wieder eindosiere und dann ganz langsam ausschleiche mit 10% Regel monatlich oder wies dann gerade geht auch langsamer?
Wäre ich so allgemein "sicherer" unterwegs?

Hab von dem postrahierten Entzug gelesen und das wäre nicht so toll..

Liebe Grüsse
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Sumeli,

wie sahen denn diese paradoxen Symptome aus?
Traten sie direkt nach der Einnahme von Mirtazapin auf oder entwickelten sie sich erst später?
Was hat denn der Arzt gesagt, wieso er es sofort absetzen will?

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von carlotta »

Hallo Sumeli,

man kann das so pauschal nicht beantworten, ob ein Entzug nach sehr kurzer Einnahme einfacher wird als nach etwas längerer. Es gibt da alle möglichen Varianten, Betroffene, die nach wenigen Tage Einnahme schon lange Entzüge durchmachen mussten, andere, die nach längerer Einnahme beim Absetzen kaum Probleme haben etc. Das ist sehr individuell und leider nicht vorhersehbar.

Man hat nach dem Absetzen ein Zeitfenster von etwa 6 Wochen für die Wiedereindosierung. Danach steigt das Risiko von Unverträglichkeiten.

Und: Je früher man wiedereindosiert, desto größer die Chance, dass es noch funktioniert, da das Nervensystem noch nicht so weitreichende Entwicklungen vollzogen hat.

Wenn man erst nach einigen Wochen wiedereindosiert, sollte man eine wesentlich kleinere Menge wählen als kurze Zeit nach null, um die Verträglichkeit zu testen und das Nervensystem nicht vollends zu verwirren. Dann wirklich nur 1 mg oder noch weniger.

Zu Deinem Arzt: Es kommt nicht darauf an, wann der Stoff aus dem System ist, sondern darauf, wann der Körper die ganzen Veränderungen, die der Stoff ausgelöst hat (z. B. in der Rezeptorenlandschaft), wieder in Ordnung gebracht hat. Erst dann ist der Entzug überstanden. Das kann Wochen, Monate oder noch länger dauern und ist - wie gesagt - individuell sehr verschieden.

Wie stark waren denn die NW, als Du zuletzt noch die 3,75 mg genommen hast? War es da schon besser als bei höheren Dosen? Welche Reaktionen hattest Du da im Einzelnen? Es kann natürlich sein, dass eine Wiedereindosierung bei stärkeren paradoxen Reaktionen oder Unverträglichkeit für Dich nicht mehr in Frage kommt. Manchmal hängt es aber auch allein an der Dosishöhe und eine niedrigere Dosis zum vorsichtigen Ausschleichen funktioniert noch.

Und ja, es kann sein, dass ein "Krümel" eine deutliche Wirkung hat. AD sind gerade in niedrigen Dosierungen noch sehr potent. Deswegen ist es auch so wichtig, genau abzumessen, um den Körper nicht mit ständigen Dosissprüngen noch mehr zu überfordern.

Wenn Du stark reagierst und Dir unsicher bist, solltest Du evtl. im Falle einer Wiedereindosierung doch nur eine minimale Dosis nehmen, z. B. 1 bis 2 mg. Diese sollte aber genau abgemessen sein. Je länger Du wartest, desto geringer die Dosis zu Beginn (wie gesagt).

Oder Du sitzt es aus. Das kannst Du nur selbst entscheiden.

Liebe Grüße
Carlotta

Edit: Überschnitten mit weiteren Beiträgen
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Liebe Cat

die paradoxen Reaktionen traten ca. nach 4 Wochen der Einnahme auf. Z.T. fast ins manische. Im August als ih auf 30 erhöhre bekam ich hatte Tics und redete wirres Zeugs in einer unbekannten Sprache und gab komische Laute von mir, konnte nicht mehr richtig sprechen und machte komische Grimassen.

Als ich dann die Woche auf 15mg und danach auf 3.75 war, war es damit viel besser.

Der Arzt meinte es sofort absetzen, weil ich mich so komisch benommen habe und eben auch komische Geräusche und Grimassen machte.
Er meinte, das Medi hätte schon viel früher resp. zu Beginn wieder abgesetzt werden sollen.
Ich gabe es einfach nicht geckeckt, dass es vom Mirtazapin ist, da ich zu dieser Zeit noch Temesta nahm und dachte es sei von dem.

Liebe Grüsse
Sumeli
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Mitte August 2019 auf 22.5 erhöht, dann nach 2 Wochen auf 30mg.
Ende August wieder auf 22.5mg.
September 2019 kurz auf 15mg, nach einer Woche wieder auf 22.5mg.
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Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Liebe Charlotta

vielen Dank für deine Antwort. Ja bei 3.75 war es schon recht besser. Vorallem mit konnte ich mit den Augen wieder recht gut sehen. Ich hatte auch keine "komischen" Anfälle mehr.
Jedoch war ich nur ein paar Tage auf dieser Dosis und kann es daher nicht sicher sagen, ob es nach einiger Zeit wieder gekommen wäre.

Bei höheren Dosen war es schlimm.

Ich habe die Tabletten jeweils mit dem Tablettenteiler geteilt. In dem Falle war das sicher nicht immer haargenau die gleiche Dosis und so habe ich mein System sicher mit Sprüngen durcheinander gebracht.

Krass das mit dem Krümmel.

Wenn ich die Wasserlösung mache für die Eindosierung; dann ist das ja sehr genau wenn man es nach der Anleitung macht richtig?
Und mit dem trinken der Lösung ist es kein Problem? Die Tablette landete ja direkt im Magen.

Liebe Grüsse
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Hallo zusammen

also wenn ich gewusst hätte, was so ein AD alles bewirkt, hätte ich es wirklich zuerst anders versucht.
Ich fragte meinen Artz noch was das mit meinem Gehirn macht. Er meinte nur; ja was wohl, dass sie besser schlafen können. Echt ein Idiot. Kein Wort zum Thema bez. Ausschleichen und Absetzproblematik.
Unglaublich.

Ergings euch auch so?

Ich hole mir morgen die Utensilien für die Wasserlösung. Dann entscheide ich morgen Abend.
Ich denke, dass ich die Lösung dann auch immer zur gleichen Zeit einnehmen muss oder?

Wie macht ihr das wenn ihr unterwegs seid?

Liebe Grüsse
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von padma »

hallo Sumeli, :)

es ist jetzt wirklich schwer einzuschätzen, welche Dosis gut wäre. Mirtazapin wirkt in höheren Dosen anders( mehr antriebssteigernd), als in niedrigen (v.a. sedierend, schlafanstossend). Daher lag es vermutlich an der höheren Dosierung.
Mirtazapin kann eine Manie etc. auslösen.

Da es wirklich sehr schwerwiegende NW waren, wäre ich nun doch lieber vorsichtig und würde nur 1 mg wiedereindosieren. Nötigenfalls könntest du dann immer noch vorsichtig erhöhen.

Durch die Wiedereindosierung von 1 mg hälst du das Fenster, indem eine Wiedereindosierung möglich ist, quasi offen.

Ich würde dir aufgrund der NW grundsätzlich raten, zukünftig keinerlei AD mehr einzunehmen.
Ich denke, dass ich die Lösung dann auch immer zur gleichen Zeit einnehmen muss oder?

Wie macht ihr das wenn ihr unterwegs seid?
Möglicht ja. Wenn du es abends vor dem Schlafengehen nimmst, ist das mit der gleichen Zeit nicht so schwierig. Falls du doch mal länger unterwegs sein solltest, kannst du es in einem geschlossenen Gefäss mitnehmen, für ein paar Stunden geht das.



liebe Grüsse,
padma
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Liebe Padma

vielen Dank für deine Antwort.

Wenn Mirtazapin eine Manie auslöst, geht diese dann wieder weg, wenn man das Medi abgesetzt hat?
Resp. normalisiert sich das dann wieder?
Das gleiche wenn es z.B. wie eine Art Psychose auslöst?

Liebe Grüsse
Sumeli
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Ende August wieder auf 22.5mg.
September 2019 kurz auf 15mg, nach einer Woche wieder auf 22.5mg.
1.11.2019 auf 15mg
9.11.2019 auf 7.5mg
16.11.2019 auf 3.75mg
19.11.2019 auf 0

Pregabalin
29.9.2019 Start mit 50mg
12.10.2019 auf 0, da nicht vertragen
Sumeli
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Sumeli »

Hallo zusammen

kann es gefährlich sein, wenn ich das Mirtazapin so schnell ausgeschliechen habe.
Kann es zu einem Art Blackout im Gehirn führen resp. zu einem Delirium?
Das man das Gefühl hat man weiss gerade nicht mehr was man machen wollte?

Fühlt sich gerade so an wie rechtes Chaos in meinem Hirn ist?

Liegt das daran, dass der Gehirnstoffwechsel gerade nicht mehr nach mag mit sich "umbauen"?

Liebe Grüsse
Sumeli
Temesta:
Beginn Einnahme, Feb. 2019
April/Mai 2019, 2-3x versucht selbst kalt abzusetzen oder auszuschleichen. Erfolglos.
August 2019, im stationären Aufenthalt Temesta innerhalb von 2 Wochen ausgeschliechen.

Mirtazapin Mepha
Beginn, 16.5.2019 mit 15mg
Mitte August 2019 auf 22.5 erhöht, dann nach 2 Wochen auf 30mg.
Ende August wieder auf 22.5mg.
September 2019 kurz auf 15mg, nach einer Woche wieder auf 22.5mg.
1.11.2019 auf 15mg
9.11.2019 auf 7.5mg
16.11.2019 auf 3.75mg
19.11.2019 auf 0

Pregabalin
29.9.2019 Start mit 50mg
12.10.2019 auf 0, da nicht vertragen
Straycat
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Re: Sumeli: Mirtazapin ausschleichen resp. absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Sumeli,

ich habe dir schon mal die Liste aller Absetzsymptome verlinkt. Da findest du jede Menge.
Auch Delirium-ähnliche Zustände sind dort gelistet und auch Konzentrations- und Gedächtsnisprobleme.

In der Regel bilden sich alle Absetzsymptome auch wieder zurück und hinterlassen keinen "dauerhaften Schaden". Aber es kann einige Zeit dauern, bis die Symptome nachlassen.
Dein Gehirnstoffwechsel versucht sich an die neue Dosis anzupassen und das führt zu diesen Symptomen.
Aber versuche dir vor Augen zu halten: Es heilt auch wieder, auch wenn es dauern mag.

Alles Liebe,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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