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Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

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Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Montag, 30.03.20, 18:09

Hey Dagma,
wie geht's dir gerade? Hab dich - wie versprochen - in meine Gebete eingeschlossen.
Man, mir geht's echt fürchterlich, bin völlig verzweifelt. Den ganzen Tag fürchterliche Unruhezustände und Zwangsgedanken.
Will nicht mehr :(
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Dienstag, 31.03.20, 10:22

Hallo Sand, mir gehts genauso, nehme jetzt seit ich bei dem Suchtmediziner bin hochdosierten Benzos die nicht helfen. Habe grauenhafte Gefühle. Will auch nicht mehr. Aber das Leben geht einfach gnadenlos weiter, und du musst weitermachen ob du willst oder nicht. Ich hab keinen Plan wie’s weitergehen soll und im Moment alle Hoffnung verloren. Mir bleibt nur übrig dem Arzt zu vertrauen aber ich bin von den letzten Wochen und Monsten schwer traumatisiert. Danke fürs beten.
Ich drücke dich .... Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Dienstag, 31.03.20, 10:24

Sorry, Das Handy hat deinen Namen falsch geschrieben, Sabs!
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Sonntag, 05.04.20, 15:01

Hi dagma,
schon etwas besser? Bei mir nicht :(

Gruß Sabs
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Sonntag, 05.04.20, 16:13

Hi Sabs, mir geht’s grottenschlecht. Mein neuer Arzt, ein Suchtmediziner versucht mich mit hochdosierten Benzos zu stabilisieren aber ich Merke keine Erleichterung. Zu dem
Bekomme ich noch Mirtazapin und Olanzapin.
Der Doc meint mein Problem seien nicht die Benzos sondern eine schwere Depression und ein Trauma wegen der schlimmen 40 Anfällen. Ich weiß einfach garnicht mehr was ich denken soll. Mich kann nur noch ein Wunder retten.
Wie äußern sich denn deine Probleme?

Drück dich und bis bald
Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

lunetta
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Sonntag, 05.04.20, 17:30

Hallo!

Hat dich der Arzt vom Clonaz. auf Tavor umgestellt? Und 4x 1mg täglich? Das ist viel....

Alles Liebe und Gute! GLG
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Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Sonntag, 05.04.20, 21:49

Hi dagma,
Von schweren Depressionen kriegt man doch keine Krampfanfälle?!
Woah, das klingt jetzt vielleicht lächerlich, aber gerade trauere ich darüber, dass ich (glaube von Mirtazapin) Pickel im Gesicht bekomme.
Bevor du jetzt denkst "ist das ihr ernst?! Trauern wg Pickel?!" :rotfl: ich wurde immer bewundert, wegen meiner schönen reinen Haut.. Hatte noch nie Ausschlag im Gesicht. Jetzt habe ich also ständig Missempfindungen In den Armen und Brustwarzen (oh man), kann das nicht erklären, fühlt sich einfach unangenehm an. Dann im Wechsel Depressionen oder fürchterliche innere Unruhe, Geräuschempfindlichkeit, Zwangsgedanken, totale Antriebslosigkeit und ANGST ANGST ANGST! Und Nu auch noch Pickel :(
Angst, dass es nicht weggeht, Angst ein Psychiatrieopfer zu werden, Angst wegen einem verdammten Tag mein ganzes Leben ruiniert zu haben (habe vor 3 Monaten Venlafaxin kalt abgesetzt und vertrage es jetzt nicht mehr richtig). Habe Venla abgesetzt, weil es mir gut ging :cry:
Jetzt nehme ich 2mg Venlafaxin (mehr vertrage ich nicht mehr) in der Hoffnung mich damit zu stabilisieren und seit 5 Wochen Mirtazapin (seit dem kann ich wieder schlafen und essen UND KRIEGE PICKEL :rotfl:)

Trotz meiner völligen Verzweiflung meditiere ich konsequent jeden Tag 45min und das hilft mir ein wenig, zumindest mindestens während dem Meditieren geht's mir gut und ich lese unmengen an selbstheilungsbücher (das einzige womit ich mich ablenken kann), vielleicht versucht du das auch mal.
Was sind denn zur Zeit deine Beschwerden?

Wenns uns IRGENDWANN wieder gut geht, treffen wir uns auf nem Cafe :hug:
Obwohl wir uns nicht kennen, muss ich öfter an dich denken und frage mich wie's dir geht-das ist was besonderes für mich, weil ich menschen eigentlich nicht leiden kann :wink:

P.s.: bete doch gerne auch für mich!

Sabs
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Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Sonntag, 05.04.20, 22:06

Sch :censored: e übrigens mit dem ganzen Tavor, dass du dir nu reinpfeifst, aber noch be :censored: ener, dass es nicht mal hilft!!! Oh man! Bis jetzt quäle ich mich noch ohne Benzos, denke halt, Benzo is nur ne kurzfristige Lösung wg Toleranz und so und wenn ich sie als Bedarf nehmen würde, würde ich sie 24/7 nehmen :rotfl:
Weiß aber auch nicht wie lange ich mein Anti-Benzo-Plan noch aufrechterhalten kann, da ich häufig Suizidgedanken habe..

Aber, dass du jetzt nicht völlig verzweifelst, hier im Forum gibt's ja viele, die Benzos genommen haben und auch wieder runter gekommen sind, also ist auch das möglich.
Mittlerweile muss ich mich auch fragen (bzw dazu gibt's auch schon Artikel), ob die AD-Abhängigkeit nicht mit ner Benzo-Abhängigkeit zu vergleichen ist. Außer vielleicht dieses craving (der Drang immer mehr zu wollen), unter ADs hat man das nicht, die Dinger will man nur loswerden. Da man ja aber trotzdem abhängig danach ist, ist der Unterschied ziemlich marginal.

Da war ich immer so froh keine Benzos oder harte Drogen zu nehmen und dann bin ich von diesen sch :censored: ADs (die nicht mal high machen) extrem abhängig und dann VERTRAGE ICH SIE NICHT MAL MEHR UND HAB TROTZDEM ENTZUG :evil:

Ok soweit erst mal...

Gruß
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Montag, 06.04.20, 9:11

Hallo Sabs, da ich selber seit Jahren nur durch dunkle Täler gehe kann ich auch dein Leid sehr gut verstehen. Aber jeder Mensch und jedes Schicksal ist so extrem unterschiedlich, ich muss jetzt meinen Weg mit dem Suchtmediziner gehen, da er mich erst mal aus das gröbsten Krise herausführen und stabilisieren will.

Ob es gelingt weiß ich nicht aber ich habe keine andere Option mehr. Im Moment greifen die neuen Medis noch nicht und von leichter Besserung oder gar Stabilisierung keine Spur.

Aber wenn ich mich mich nicht an an seine Regeln halte habe ich gar keinen Arzt mehr und bin aufgeschmissen.
Also Zähne zusammenbeißen und dadurch.

Ich bin froh, das ich das Zopiclon los bin, diese ZuständE waren grauenhaft. Jetzt schlafe ich zwar schlecht und habe immer noch sehr unsngenehme quälende Gefühle aber die schaffe ich iwie auszuhalten.

Dass die Anfälle von den schweren Depressionen kommen glaub ich auch nicht. Eher, das ich mein ZNS durch ständiges ein und ausdosieren aller möglichen Medis völlig überreizt habe und es einfach durchgetickt ist. Bleibe jetzt erstmal meinem neuen Medis bis auf Tavor, das ich ja wieder ausschleichen muss bete dass ich keine Anfälle mehr bekomme!!!

Diese quälenden Empfindungen und Gefühle bringen einen schon an den Rand des Abgrunds aber ich habe gelernt dass ein Mensch viel aushält!

Bete viel, jetzt auch für dich!
Und Café trinken, die Idee find ich gut!
Darf ich fragen ob du m oder w bist? Ist aus deinen Namen nicht zu erkennen!

Drücke dich
LG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Montag, 06.04.20, 12:18

Hi dagma,
ich bin eine Frau. Heute morgen hat das Würgen wieder angefangen :( Träume auch nahezu jeden Morgen fürchterliche Träume. Weiß nicht mehr weiter.. Möchte sterben.. Nein, möchte mein altes Leben zurück.

Ich freue mich für dich, dass die Anfälle zumindest aufgehört haben. Das ist doch schonmal super.

Gruß Sabs
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Montag, 06.04.20, 13:17

Hi Sabs, die Lektion die ich verlernt habe ist, das es immer noch schlimmer kommen kann und man wenn es iwie auszuhalten ist dankbar zu sein. Ich habe auch schon so oft gebetet, das Gott mich gesund machen soll oder zu sich holen soll. Bis jetzt heißt das für mich, dass ich weitermachen muss. Gott sieht uns und kennt uns durch und durch, er weiß was wir durchmachen. Dran bleiben auch in der allergrößten Not. Auch wenn sterben als die bessere Alternative erscheint.

Es fällt mir schwer dir Mut zu machen weil selber grade so gequält werde, aber denk dran es sooo viele denen es genauso oder noch schlechter geht.

Als mein Arzt mich zum ersten Mal sah sagte er es gäbe noch viel schlimmere Fälle. Schwer zu glauben weil das eigene Leid einen kaum die Luft zu Atmen lässt.

Da ich soviel Angst habe vor dem was kommt zwinge ich mich nur diesen einen Tag schaffen zu wollen. Mehr ist nicht drin und auch nicht machbar.

Und ich versuche mir das Grübeln zu verbieten. Ganz schwer!

Denk an dich
LG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Dagma
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Registriert: Donnerstag, 30.01.20, 9:53

Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Montag, 06.04.20, 13:34

Sorry meinte nicht verlernt sondern gelernt!
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Montag, 06.04.20, 22:59

Hi hi,
Ja, das Grübeln verbieten - wenn das klappen würde.. Das Grübeln und die Hoffnungslosigkeit sind so präsent, kann man glaub getrost als eigenständige Symptome ansehen..
Und ja, Gott... Das ist so ne Sache mit dem Glauben. Dann müsste unser Leid ja einen Sinn haben und generell das ganze Leid in der Welt. Warum lässt Gott das zu?
Wenn man als Mensch nicht an irgendetwas glaubt, kann man am Leben nur verzweifeln und Glaube bringt Hoffnung, aber es ist schwer zu glauben, wenn man die reale Welt so betrachtet.. Aber ich glaube trotzdem an irgendeine Kraft, kann ja nicht schaden.. Haste mal versucht zu Meditieren?
Ich hatte heute Therapie (per onlinestream :rotfl:)
Hat irgendwie bissl geholfen, haben meine fürchterlichen Träume analysiert, danach war ich etwas hoffnungsvoller und mit ner passionsblume-beruhigungstablette kann ich jetzt sogar sehr-halbwegs entspannt mit meinem Freund supermatio zocken :)
Ist auch für die Angehörigen echt ne Qual. Mein Freund und meine Eltern tun mir so leid, dass sie mich so sehen müssen..
Ich hoffe so sehr, dass es bald besser wird.
Bete heute wieder für uns.. Kann ja nicht schaden. Bei mir entspannt sich abends die Lage meistens ein wenig, das ist gut. Aber der Tag war sehr quälend.
Geht's dir abends auch etwas besser?
Hattest du heute wenigstens ganz kurz einen guten Moment? Ich wie gesagt, ja. Immer mal ganz kurz zwischendrin. Aber kann wieder fast nichts essen, das ist scheiße.. Ok soweit erst mal.

Denk an dich.
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Dienstag, 07.04.20, 9:15

Liebe Sabs, nach einer sehr unruhigen Nacht mit vielen Wachphasen - Tavor wirkt ja leider nicht - liegt jetzt wieder ein sehr schwerer Tag vor mir. Lichte Momente wie du sie beschreibst habe ich leider nicht. Ich habe sehr große Angst vor meinem nächsten Arzttermin da dann angefangen wird das Tavor auszuschleichen. Mein ZNS ist immer noch sehr gereizt und von stabiler Lage keine Spur.

Trotzdem die Hoffnung behalten und daran glauben, dass irgendwann alles doch noch gut wird ist schon ne Hausnummer!!!

Meine größte Angst ist, dass die Anfälle während des Entzugs wieder auftreten, daran darf ich garnicht denken.

Aber es gibt ein Gebet von einem Pater Rutolo, der sagt wir sollen beten: Jesus sorge du!
Mal ganz ehrlich, wir kleinen Menschenkinder haben doch wirklich nichts in der Hand und wir müssen es nehmen wie es kommt.
Habe nie gedacht, dass das Leben mal so unerträglich schwer werden könnte. Trotzdem mache ich vormittags ein großen Spaziergang mit meinem Mann und meinem Hund auch wenn ich mich kaum auf den Beinen halten kann und schlimme Gefühle habe. Nachmittags quäle ich mich im Bett herum und abends gehen wir meistens in die Stadt zu Eis essen. Wir haben kaum noch Kontakte zu anderen Menschen weil die Krankheit mich komplett lahmgelegt hat. Habe zwei süüüße Enkelkinder die ich fast nie sehe, weil ich nicht möchte dass sie mich in diese Verfassung sehen. Das ist so traurig. Mein großes Glück ist, das mein Mann ganz fest zu mit hält. Wir gehen wirklich durch dick und dünn.

Stelle mich jetzt auf eine sehr lange Zeit ein bis ich - hoffentlich- wieder gesund bin. Versuche jeden Zweifel zu verbannen und das ständige Grübeln zu unterlassen, das macht es nur noch schlimmer.
Aber die vielen Jahre Leid haben ihre Spuren hinterlassen.
Wie gesagt, es kann nur einer helfen ...

GLG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Clarissa
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 07.04.20, 9:35

Liebe Dagma,

ich finde schon, daß wir unser Schicksal ein Stück weit beeinflussen können. Ich bin (leider) nicht gläubig und mußte irgendwie allein klarkommen.

Ich habe mich selbst und ganz bewußt zum Entzug entschlossen und durchgehalten, das hat ja letztlich recht gut geklappt. Ich fühlte mich nicht so ausgeliefert.
Aber es verlangt uns eine Menge Geduld und Durchhaltekraft ab. Mir wurde auch nur gaaaaanz langsam besser, und das tatsächlich erst nach Null. Jedoch: es wurde besser, mein Leben ist zwar eingeschränkt, aber keine einzige Quälerei (mehr).

Wenn ich es mit Ü60 geschafft habe, können das andere auch schaffen.

Ich wünsche Dir einen guten Weg. Gib nicht auf.

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Dienstag, 07.04.20, 15:33

Hi dagma,
Ich glaube nicht, dass die Anfälle wiederkommen, wenn sie doch vom zopiclon kamen. Versuch es dir nicht einzureden.

Wünsche dir Kraft.

Sabs
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Dienstag, 07.04.20, 15:43

Hi Sabs, die Anfälle begannen 6 Wochen nach null und dann hab ich 40 dieser Anfälle gehabt und habe nur deshalb das Zopiclon genommen um damit die Anfälle zu bremsen. Was auch manchmal geklappt hat.

Aber seit Zopiclon habe ich grausige Gefühle.
Habe eben einen kleinen Mittagsschlaf gemacht und bin mit einen ganz schrecklichen Gefühl aufgewacht.
Was passiert da nur in meinem Gehirn???
Mein sagt ich soll locker bleiben und nicht drauf reagieren aber es macht mir so Angst!

Kommt da jetzt von den Benzos?
Hatte ich doch sonst nicht!!

LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Dienstag, 07.04.20, 15:44

Mein Mann
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Sabs
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sabs » Dienstag, 07.04.20, 16:11

Hi nochmal,
Ah OK, hab gerade deinen ersten Beitrag nochmal gelesen, dann waren die Anfälle wohl vom Tavorentzug oder?
Das schreckliche Gefühl sind bestimmt Depressionen (da bin ich Fachfrau) und das du depressiv bist, bei dem was du erlebst und erlebt hast, ist ja wohl kein Wunder.
Mir geht es heute auch furchtbar schlecht, hab mich auch mittags hingelegt und einen fürchterlichen Traum im Traum im Traum gehabt. In diesem Traum bin ich immer wieder aufgewacht und konnte nichts mit meinem rechten Auge sehen, wollte dann meine Eltern anrufen, aber konnte irgendwie nicht, dann träumte ich, dass ich aufgewacht bin und das gleiche von vorne 3 Mal und was echt verrückt war, dass plötzlich mein Papa angerufen hat und meinte, er hatte das Gefühl, dass es mir schlecht gehe und wollte deshalb mal anrufen.
Krass irgendwie.

Sabs
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Andreas-Franz
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Andreas-Franz » Mittwoch, 08.04.20, 0:32

Sonne27 hat geschrieben:
Dienstag, 03.03.20, 13:20
Wegen der Anfälle die du beschreibst, die sich ja teils sofern ich es richtig gelesen/ verstanden habe über mehrere Stunden ziehen, schließe ich Epilepsie sogut wie aus, gut ich bin keine Neurologin aber Epileptische Anfälle gehen nicht über Stunden / Ausnahme kann der Status Epilepticus (hoffe es ist richtig geschrieben) sein.

Was ich mir allerdings sehr gut vorstellen könnte (ich bin keine Neurologin), das es Psychogene Anfälle sind und diese können über viele Stunden gehen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/37832 ... e-Anfaelle

•ich habe Psychogene Anfälle über mehrere Stunden miterleben müssen (meine Zimmernachbarin hatte sowas).
Hallo Dagma,

leider wurde dem m.E. sehr wertvollen Beitrag von Sonne27 keine Beachtung geschenkt!

Nachdem sich ja nun fast alle darauf verständigt haben das deine Anfälle unbedingt mit einem Benzoentzug zusammenhängen müssen, möchte ich die oben gemachte Überlegung noch einmal ins Spiel bringen.
M.E. ist Sonnes Überlegung der naheliegenste Grund für deine Anfallsproblematik, dafür spricht auch die Aussage deines Suchtmediziners...
Dagma hat geschrieben:
Sonntag, 05.04.20, 16:13
Der Doc meint mein Problem seien nicht die Benzos sondern eine schwere Depression und ein Trauma wegen der schlimmen 40 Anfällen. Ich weiß einfach garnicht mehr was ich denken soll.
Ich halte es für etwas problematisch das hier ohne genauere Pathogenese fast alle Forenten davon ausgehen das es sich bei Dagma's Anfälle um einen verzögerten, späten Benzodiazepinentzug handelt, sowas kann man eventuell in Betracht ziehen, aber mit welcher Entschlossenheit und Apodiktik diese Möglichkeit vertreten wird erstaunt dann doch sehr!
Dagma hat geschrieben:
Sonntag, 05.04.20, 16:13
Mich kann nur noch ein Wunder retten.
Das Wunder bist du selbst. :wink:

Andreas
Symptome: Depressionen/ generalisierte Angststörungen/ Sozialphobien.
Erster Kontakt mit Drogen ca. 1977, Cannabis Einnahme regelmäßig und LSD "nur" gelegentlich. Weitere "Experimente" mit psychogenen Drogen, Psilocybinhaltige Pilze u.s.w. Dann erste Angststörungen und Panikattacken.
Anschliessend regelmäßiger Alkoholkonsum. Kontakt mit Kokain, letzteres in unregelmäßigen Abständen über mehrere Jahre, gleichzeitig unregelmäßiger Benzodiazepinmißbrauch (Diazepam, Lorazepam, Clorazepat) in hohen Dosen.
1985 erste Inanspruchnahme eines Psychologen.
Medikation:Doxepin 25mg.
Einnahmedauer ca. 2 Jahre, gutes Ansprechen, einfach abgesetzt ohne größere Probleme.
Zwischen dem 35. und 48. Lebensjahr ohne Medikamente, Drogen und Alkoholkonsum trotz chronischen Belastungstinnitus.
2010 dann wieder zunehmende Ängste und Depressionen.
Kontaktaufnahme zu einer Psychiaterin.
Medikation: Paroxat 20mg., kein Ansprechen, im Gegenteil, übelste Nebenwirkungen, schnelles Absetzen, unterstützend Bromazepam 6mg. bei Bedarf.
Nach 6.Wochen Wechsel auf Doxepin, langsam steigernd von 25mg. auf 100mg., weiterhin Bromazepam nach Bedarf.
Momentane Medikation 100mg. Doxepin täglich, Bromazepam 6mg. bei Bedarf, Einnahme ca. 2-3x wöchentlich 3mg.
Absetzversuch von Bromazepam wegen Befürchtung von körperlicher Abhängigkeit durch lange Einnahmedauer.
17.10: 3mg.
18.10: 3mg.
19.10: 1,5mg.
20.10: 1,5mg.
21.10: abgesetzt ohne Probleme!

Doxepin ab November wöchentlich um 25mg. reduziert!
Ab Dezember Doxepinfrei. keine weiteren Medikamente.

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