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Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Samstag, 01.02.20, 17:01

Hallo!

Dann ist es ziemlich sicher Entzug!
Diese Zustände, die du beschreibst sind ganz typisch.

Ich kann verstehen, dass du deinem Mann zuliebe nicht mehr eindosieren willst, aber du hast zu schnell abdosiert. Die ersten Wochen nach Null zieht sich der Körper das Diazepam noch aus den Muskeln, Gewebe, Knochen, etc. wo es sich auch angelagert hat, und erst wenn nichts mehr zu holen ist, dann kommt der crash.

Ich verstehe deine Motivation, kann dir aber mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ein Aussitzen noch sehr lange dauern kann, Langzeitentzugssyndrome können über Monate sogar Jahre gehen, leider!

Zopliclon dockt im Grunde genommen an die gleichen Rezeptoren an wie Diazepam - ich verstehe, dass Schlaf dir jetzt ganz wichtig wäre - ich nehme zum Schlafen auch noch zusätzlich Zolpidem ein, ohne das würde ich keine Minute schlafen.

Wenn du aber konsequent kein Benzo mehr nehmen möchtest, dann ist es mit Zopiclon dasselbe wie mit Diazepam - Zopiclon gehört zu den z-drugs, sind aber wie ein Benzo.

Da Zopiclon auch noch eine kurze HWZ hat, kann es sein, dass es den Entzug sogar noch anfeuert, denn du gibst dem Körper dann für ein paar Stunden was und nimmst es ihm dann wieder weg - Zopiclon hat nur eine ungefähre HWZ von 4-6 Std.


Dein ZNS ist durch den viel zu schnellen Entzug beleidigt, und da müßte Ruhe ins System kommen.....

Wird ohne Wiedereindosieren schwierig werden....

Hältst du deinem Mann zuliebe durch, oder bist du überzeugt dass du es noch länger durchhältst? Ohne dir Angst machen zu wollen, aber das kann noch dauern bis sich das alles wieder beruhigt, und es wird nicht leicht werden....

Überlege noch mal mit deinem Mann zusammen, laß ihn hier mitlesen und dann entscheidet gemeinsam wie ihr weiter vorgehen wollt - es ist keine Schande wieder einzudosieren, vor allem da man dir einen viel zu schnellen Plan gemacht hat, von Ärzten, die das selbst nicht durchgemacht haben.

Ich kann dir sehr gut machempfinden und meines Erachtens solltest du mit einer kleinen Dosis wieder einsteigen.

Wir sind hier prinzipiell gegen Psychopharmaka, aber nach mißglückten Absetzversuchen, die Ärzte empfohlen haben mit völlig utopisch schnellen Reduktionen, denken wir hier eher daran den Leuten zu helfen, wieder auf die Füße zu kommen, und nicht monatelang dahinzusiechen.

Ich habe von meiner Ausgangdosis jetzt nur 1 Woche um 1 Tropfen weniger genommen und leide seit Tagen an extremen Schmerzen, Übelkeit, komm auch nicht aus dem Bett, bin unruhig, ängstlich usw.
Ich weiß aber wovon das kommt und halte diese Dosis noch mind. 1-2 Wochen, dann wieder nur 1 Tropfen weniger. Und bei meinen Tropfen ist 1 Tropfen aber nur 0,33 mg!!!


GLG
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Levande
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Levande » Samstag, 01.02.20, 19:54

Liebe Dagma,

vielleicht kenne ich die Anfälle, die Du hast. Allerdings nehme ich keine Benzoes, sondern ADs. Die reduziere ich bzw. setzte sie manchmal wegen schwerer NW kalt ab.

Beim Kaltabsetzen sind die Anfälle am Schlimmsten. Sie treten bei mir entweder nach 2-3 oder nach 6 Wochen auf. Es fängt mit fiesen Gedanken an. Kurz danach krümme ich mich stöhnend und schlage mit den Armen um mich, wobei ich keine Schmerzen habe. Es wurde bei mir am Anfang immer schlimmer. Zum einen weil ich verstört war, was da mit mir passiert.Zum Anderen hatte ich Angst vor dem nächsten Anfall. Das provozierte wieder Anfälle. Das war ein echter Teufelskreis.

Jetzt weiß ich,dass es wieder besser wird und vorbei geht. Das macht das Ertragen und Zulassen der Anfälle leichter. Im Moment ist es so, dass es nur noch bei oder nach zu großer Erregung, ob positiv oder negativ, auftritt.

Ich wünsche Dir, dass, egal ob Du Dich für das Eindosieren oder den Entzug entscheidest, die Krämpfe bald vorbei sind.

LG Levande
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 28.02.20, 9:19

Liebe Lunetta, habe Ende März einen Termin bei einem Suchtmediziner. Weiß nicht ob ich bis dahin noch durchhalte. Es wird immer schlimmer. Habe Panik wenn ich bald keine Zopiclon mehr habe.

Brauche diese nicht zum Schlafen sondern gegen die Anfälle. Bis abends halte ich mit ganz viel Qual und Schmerzen aus und manchmal kriege ich einen Anfall und manchmal schaffe ich’s mit Zopiclon ihn übergehen.

Die Anfälle werden werden immer schlimmer und die Angst davor auch. Mein Blutdruck steigt ins Unermessliche und ich bekomme Todesängste. Lange halte ich diesen Zustand nicht mehr aus. Wenn eindosieren helfen würde würde ich’s sofort machen.

Muss jetzt den Termin abwarten.

Du hast recht, die ersten Wochen nach Null waren noch irgendwie erträglich, dann kam der Crash, aber richtig. Denke oft an das Schlimmste, aber ich will leben und wieder zurück ins Leben.

Kann Entzug soooo grausam sein???????????

LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 28.02.20, 9:28

Liebe/r Levande,
die Anfälle bringen mich um den Verstand. Ich habe so große Angst davor und ich glaube, das macht alles
noch schlimmer.

Weiß nicht, wie ich das überwinden kann. Fühle mich im Moment nicht mehr lebensfähig. Jede Minute ist eine Qual. Wache schon morgens im Anfallsmodus auf und versuche den ganzen Tag bloß nicht darein zu fallen. Es ist ein einziger Kampf.

Wie hast du es geschafft die Anfälle zu überwinden? Haben sie einfach so aufgehört?

Danke für deine Antwort im Voraus!

GLG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Levande
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Levande » Sonntag, 01.03.20, 10:48

Liebe Dagma,

es tut mir so leid, dass es Dir weiterhin so schlecht geht.

Ich kann mich gar nicht mehr so richtig dran erinnern, wie es besser geworden. Die Erinnerung an die schlimmste Zeit ist bruchstückhaft. Ich weiß nur, dass ich irgendwann gedacht habe, Du weißt jetzt, wie es läuft, Du brauchst keine Angst mehr davor zu haben. Der Anfall kommt, ob Du Angst hast , oder nicht. Ich glaube, als ich das verinnerlicht hatte, war es erträglicher. Wie es dann deutlich besser geworden ist, weiß ich gar nicht mehr.
Ich denke, es ist von alleine gegangen.

Mein Umgang jetzt damit, ist nicht mehr dagegen anzukämpfen. Ich weiß, dass bei oder nach einem hohen Erregungsniveau die Anfälle kommen. Ich versuche dann irgendwo alleine zu sein und lasse sie zu. Seitdem sind sie auch kürzer und ich habe hinterher deutlich weniger Schmerzen.

Ich wünsche Dir so sehr, dass sie Anfälle bald verschwinden oder dass sie wenigstens nicht mehr so quälend sind.

LG von Levande, die weiblich ist
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Dienstag, 03.03.20, 8:58

Liebe Levande, danke für deine lieben Zeilen. Das Drama nimmt kein Ende. Habe zZ Extreme Blutdruckschwankunkungen und oft sehr hohen Blutdruck. Mein vegetatives Nervensystem spielt total verrückt und ich werde immer ängstlicher. Den Anfallsdruck habe ich den ganzen Tag. Ein normales Leben ist nicht mehr möglich. Bete sehr viel und hoffe, dass Gott eingreift, allein schaffe ich da nicht. Habe keine Reserven mehr.
Danke noch mal für dein Mitgefühl!
LG
Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Levande
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Levande » Dienstag, 03.03.20, 9:21

Liebe Dagma,

das mit dem hohen Blutdruck kenne ich auch. Bei den Anfällen hatte ich Blutdruckspitzen und insgesamt ist der Blutdruck höher geworden. Jetzt erst, bei der Absetzpause hat sich das gelegt.

Mir fällt gerade noch etwas ein, was mir damals geholfen hat und mir immer noch hilft, wenn die Anfälle so schlimm werden. Mir hilft dann meine Therapiedecke. Das ist eine schwere Decke. Hier gibt es auch einen Thread dazu. Die hilft nicht jedem. Ich konnte sie bei dem dauerhaft hohen Blutdruck nicht verwenden. Als es aber so schwankte, war sie Gold wert und half bei den Anfällen und dem Erholen besser als jedes Notfallmedikament.

Ich wünsche Dir, dass Deine Gebete erhöht werden.

LG Levande
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Sonne27 » Dienstag, 03.03.20, 13:20

Hallo Dagma,

es tut mir leid, das es Dir so massiv schlecht geht.

Wegen der Anfälle die du beschreibst, die sich ja teils sofern ich es richtig gelesen/ verstanden habe über mehrere Stunden ziehen, schließe ich Epilepsie sogut wie aus, gut ich bin keine Neurologin aber Epileptische Anfälle gehen nicht über Stunden / Ausnahme kann der Status Epilepticus (hoffe es ist richtig geschrieben) sein.

Was ich mir allerdings sehr gut vorstellen könnte (ich bin keine Neurologin), das es Psychogene Anfälle sind und diese können über viele Stunden gehen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/37832 ... e-Anfaelle

•ich habe Psychogene Anfälle über mehrere Stunden miterleben müssen (meine Zimmernachbarin hatte sowas).

Die Psychogenen Anfälle kamen bei Ihr in "Schüben", dies war nicht ununterbrochen sondern zb. 14:00 - 14:05 Anfall bis 14:20 Pause, und dann ging der "Spaß" von vorne los und so zog es sich bei meiner Zimmernachbarin damals über den ganzen Nachmittag.

Den Vormittag wird es vermutlich genauso gewesen sein, da war Sie allerdings noch nicht bei mir mit im Zimmer.

Liebe Grüße 🌞
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Philine
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Philine » Dienstag, 03.03.20, 22:43

Liebe Dagmar,

deine Zustände kenne ich sehr genau, ich hatte sie monatelang im Benzoentzug, nachdem ich nur relativ kurz Tavor genommen hatte.
Nach der letzten Tablette gab es eine trügerische Pause von ein paar Wochen, und dann fiel der Hammer. Ich habe lange Zeit nur im Bett gelegen, war pflegebedürftig, habe gezittert und gekrampft, gehechelt und gestöhnt.
Du nennst es Anfälle, ich habe es immer Unaushaltbarkeitszustände genannt, weil man immer denkt, man kann es keine Minute länger mehr aushalten, und dann geht es Stunden um Stunden. Man hat keine Kraft mehr und ist am allerletzten Ende.
Trotzdem geht es weiter, und es wird auch langsam besser werden.

Ich verstehe, dass du verzweifelt nach Lösungen suchst, Z-Drugs sind allerdings ähnlich problematisch, und du hast ja auch noch zwei andere Entzugsdeckelungs- Medikamente am Bein.

Ich würde dir empfehlen, auf keinen Fall mehr etwas Neues dazu zu nehmen, das Zopiclon wenn irgend möglich auszuschleichen.
Wie lange nimmst du die beiden anderen? Weglassen geht da natürlich nicht mehr.

Es bleibt für eine Zeit nur aushalten, ertragen.

Kannst du durch Zimmer gehen und dabei vor dich hin zählen? Atemmeditation?
Ich habe das an Tagen, an denen ich aufstehen konnte, viele Stunden lang am Stück gemacht, nur damit der Tag, die Stunde, die Minute vorbeigeht.

Es wird ein Ende haben, das ist ganz sicher, dein Leben wird wieder gut werden.
Aber es dauert leider, und bis dahin ist viel Kraft vonnöten.
Die hast du, auch wenn du es nicht weißt.

Liebe Grüße und alles Gute,
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
nach SD-OP 100 Euthyrox
Calcium 500

Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Mittwoch, 04.03.20, 9:19

Liebe Levande, Sonne 27 und Philine, danke für eure lieben Zeilen. Schlafen ohne Zopiclon geht gar nicht, da ich so enorm unter Druck stehe, dass ich platzen könnte. Aber bald gibts keinen Nachschub mehrerer was soll ich bloß tun. Mein Blutdruck schwankt zwischen 200/120 und 130/90. hab Todesängste, Angst einen Schlaganfall zu kriegen und sterben zu müssen. Der Kardiologe kann Schwankungen nicht behandeln nur hohen Blutdruck.
Ich weiß, dass ich von dem Zopiclon weg muss aber solange ich den Anfallsdruck habe, rettet er mich nachts über die Anfälle hinweg. Ich bin so verzweifelt ...
GLG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Levande » Mittwoch, 04.03.20, 10:11

Liebe Dagma,

Ich habe zwischendurch auch zopiclon genommen um mal zu schlafen. Ich hatte aber das Gefühl, dass es dann erst recht morgens mit den Anfällen los ging. Ich hatte das Gefühl, dass es sich über Nacht aufgestaut hatte. Ohne Zopiclon war der Start in den Tag besser. Ich möchte Dir Mut machen, dass Ausschleichen sich lohnen kann, auch wenn es Dir im Moment vermutlich unvorstellbar vorkommt.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft :fly: weiter auszuhalten.

LG Levande
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Mittwoch, 04.03.20, 10:29

Liebe Levande, brauche das Zopiclon nicht um zu Schlafen sondern um aus dem Druck raus zu kommen. Bin den ganzen Tag im Anfallsdruck - unerträglich.
LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Mittwoch, 04.03.20, 10:41

Liebe Levande, Ich weiß ja, dass ich in Kürze in den sauren Apfel beißen muss, da ich keinen Nachschub mehr bekomme. Versuche jeden Abend ohne Zopiclon in den Schlaf zu kommen. Aber der Druck und auch der hohe Blutdruck machen es immer wieder zunichte. Dazu kommt, dass ich ganz schreckliche unbeschreibbare Gefühle habe wenn ich mal kurz eindöse.
Die machen mir wieder so Angst. Ich kann nicht glauben, was aus mir geworden ist! Ich war mal eine gesunde glückliche Frau die ein Leben hatte.

Im Moment lebe ich nur für die drei bis vier Stunden Schlaf in der Nacht alles andere ist nur Qual.

Kann das wirklich alles noch Entzug sein nach vier Monaten???
LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Levande » Mittwoch, 04.03.20, 11:02

Liebe Dagma,

Ich kann gut verstehen, dass Du nachts mal eine Pause brauchst. Vor allem die Blutdruckspitzen haben mir auch immer Angst gemacht.

Mit Benzoe -Entzug habe ich ja nur Mini-Erfahrungen, aber ich ich habe nach einem 4 wöchigen Benzoe Gebrauch im KH bei dem Kaltentzug zuhause schon einige Zeit gebraucht um wieder ins Lot zu kommen. Mein ZNS ist allerdings durch viele Medikamentenwechsel und Kombinationen völlig empfindlich.

Im Moment brauche ich wieder viel Zeit um mich vom kalt absetzen Ende November zu erholen. Das fällt mir auch gerade schwer, obwohl es "nur" völlige Erschöpfung ist. Ich möchte mal wieder am Leben teilhaben, bin aber super froh, dass die ganzen anderen körperlichen Symptome weg sind.

Alles Gute
wünscht Dir Levande
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Mittwoch, 04.03.20, 14:42

Liebe Levande, am Leben wieder teilzunehmen ist für mich in unerreichbare Ferne gerückt. Ich bin zweifache Oma von meinen beiden Kindern und bekomme nun ein weiteres Enkelkind. Es zerreißt mir das Herz, dass ich mich nichtkümmern kann aber meine ganze Kraft brauch ich für mich selbst uns liege doch nur im Bett und krümme mich vor Schmerzen und Druck. Kämpfe mich von Minute zu Minute, es ist grausam. Auch wenn alle sagen, dass es wieder wird habe ich im Moment alle Hoffnung verloren. Die Qual macht mich so mürbe.

Wenn es doch nur etwas gäbe was Erleichterung verschafft, aber ich habe alles ausprobiert - es gibt nichts. Das Motto ist durchhalten, aber ehrlich, ich bin so am Ende ....
Sorry, dass ich so jammere...
LG Dagmar
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Levande
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Levande » Mittwoch, 04.03.20, 15:41

Liebe Dagma,

Du brauchst Dich nicht entschuldigen, dass Du schreibst, wie schlecht es Dir geht. Das Elend muss mal raus.

LG Levande
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-27.11.2019 Agomelatin 0 mg

Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Donnerstag, 05.03.20, 10:41

Liebe Lunetta, du schriebst, dass du im Benzoentzug auch zolpidem nimmst um etwas schlafen zu können. Wie lange nimmst du es schon und wann und wie schleichst du aus. Zopiclon wirkt schon nicht mehr bei mir und ich müsste ausschleichen. Habe es gestern Abend versucht hatte aber so grausige Gefühle, dass ich wieder schwach geworden bin. Außerdem kämpfe ich ja die ganze Zeit gegen diesen Anfallsdruck. Kannst du mir eine Empfehlung geben, was ich tun kann. Wäre Rotwein eine Alternative? Aber dann komme ich wohl nur von einem Problem ins nächste.
Danke für deine Antwort im Voraus
LG Dagmar
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Straycat
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 05.03.20, 11:02

Hallo Dagmar,

ich bin zwar nicht lunetta :), aber möchte dir dennoch kurz antworten.

In lunettas Signatur siehst du ihre Einnahmen (du musst auf "Text anzeigen" klicken in ihrer Signatur).

Rotwein würde ich wohl eher nicht als Alternative ausprobieren. Bei vielen Betroffenen triggert Alkohol Absetzsymptome. Und wie du schon schreibst, riskierst du damit ins nächste Problem zu schlittern.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Donnerstag, 12.03.20, 8:59

Liebe Adfd-ler, brauche dringend eure Hilfe. Wie ihr wißt habe ich seit einigen Wochen Zopicplon genommen um damit gegen meine Anfälle ( Unaushaltbarkeitszustände) vorzugehen. Leider wirkt Zopiclon nicht mehr und ich schlafe sei Wochen nur noch 2Stunden oder Garnicht.
Komme nicht zu Ruhe da ich ständig unter Druck stehe, wobei ich nicht weiß Ober der Druck vom Entzug kommt oder ob ich den selbst aufbaue.

Habe starke Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen, Schwindel und bin körperlich so geschwächt, dass ich das Bett nicht mehr verlassen kann. Kann man am Schlafmangel sterben. Fühle mich nicht müde sondern nur extrem gestresst durch den Druck.

Wie komme ich aus dieser Falle wieder raus?
Hat jemand eine Idee?

LG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von padma » Samstag, 14.03.20, 14:13

liebe Dagma, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. :hug:
Ich denke schon, dass das vom Entzug kommt.

An Schlafmangel stirbt man nicht, aber es ist extrem belastend. 2 h sind wirklich sehr wenig. Kannst du wenigstens etwas ruhen?

Kannst du zwischendurch kurz mal aufstehen und ein bisschen herumgehen?
Entspannungsübungen wie z.B. Progressive Muskelentspannung um ein bisschen Druck los zu werden geht nicht?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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