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Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
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Die Teams des ADFD




Monchen: Mirtazapin absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Monchen
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Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

Hallo liebe Mitglieder des Forums,

ich habe hier schon länger ohne Registrierung mitgelesen und mich nun registriert, da ich mich über Unterstützung beim Absetzen von Mirtazapin freuen würde.

Ich heiße Simone und bin 42 Jahre alt. Seit Juli 2019 nehme ich Mirtazapin aufgrund einer Angststörung. Die Angststörung äußerte sich in Magen-Darm-Problemen und totaler Unruhe. Das hatte im Mai 2019-Juli 2019 einen massiven Gewichtsverlust zur Folge (bin eh schon ein Leichtgewicht). Deshalb dann die Verordnung des Mirtazapin.

Ich habe im Juli 2019 mit 7,5mg angefangen und nach einer Woche wurde die Dosis auf 15mg gesteigert. Ich fühlte mich auch schnell etwas besser aber die Wirkung hielt nicht lange, so dass die Dosis im August 2019 auf 30mg gesteigert wurde. Leider weiß ich die genauen Daten nicht mehr. Mit einer Therapeutin habe ich intensiv an der Angststörung gearbeitet und wollte in Absprache mit der Ärztin ab Oktober langsam absetzen. Auf meinen eigenen Wunsch habe ich das Absetzen über 3 Monate gestreckt.
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerdrn für ca. 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: Omg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte. Psychisch jedoch stabil
Seit 26.01.2020: wieder 3.75mg eindosiert jedoch noch immer anhaltende Übelkeit.

Hier bitte ich Euch um Unterstützung: ist ein weiteres hochdosieren förderlich um den Zustand erst einmal zu stabilisieren. Bin gerade echt am Ende und weiß nicht, was ich machen soll.

Vielen lieben Dank für Eure Hilfe
Viele Grüße Simone
Zuletzt geändert von Murmeline am 31.01.2020 16:03, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Einnahme Mirtazapin seit Juli 2019 aufgrund einer Angststörung mit massivem Gewichtsverlust

die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
eine Woche später: 15mg
Mitte August 2019: 30mg

Absetzung seit Oktober 2019:
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
Seit: 26.01.2020: 3,75mg wieder eindosiert

Straycat
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Monchen,

willkommen im ADFD.
Deine Reduktionsschritte waren leider sehr groß (kein Vorwurf, man weiß es oft nicht besser), was vermutlich Absetzsymptome ausgelöst hat.
Zu deiner Frage zur Wiedereindosierung wird sich noch jemand melden.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
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lunetta
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen auch von mir!

Wie du sicher schon weißt, hast du viel zu schnell abgesetzt!

Und auch um zu wissen ob eine Wiedereinnahme mit 3,75 mg Erfolg hat, dafür ist es noch viel zu früh.

Mirta hat eine lange HWZ und zeigt seine Symptome dementsprechend spät und auch ob es wieder so wirkt, kann man nach ein paar Tagen noch nicht sagen.

Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen - ich habe aus demselben Grund mit Mirta angefangen wie du, dass es bei mir nachdem ich es 4 Jahre lang langsamst mit nur 0,1 mg pro Woche bis auf 3,4 mg ausgeschlichen hatte, es zum großen crahs kam, diese Übelkeit wieder kam, ich innerhalb weniger Monate wahnsinnig viel Gewicht verloren habe, und es dann wieder auf 7,5 mg aufdosiert habe, aber nie mehr dieselbe Wirkung wie am Anfang hatte, es hat einfach nicht mehr gegen die Übelkeit gewirkt, bis heute nicht.

Um dich zu stabilisieren brauchst du nun viel Geduld, ändere jetzt mal einige Wochen nichts an der Dosierung, vielleicht kannst du dich ja nochmal stabilisieren.
Erst danach noch viel langsamer absetzen!

GLG
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Monchen
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

lunetta hat geschrieben:
31.01.2020 14:52
Hallo und willkommen auch von mir!

Wie du sicher schon weißt, hast du viel zu schnell abgesetzt!

Und auch um zu wissen ob eine Wiedereinnahme mit 3,75 mg Erfolg hat, dafür ist es noch viel zu früh.

Mirta hat eine lange HWZ und zeigt seine Symptome dementsprechend spät und auch ob es wieder so wirkt, kann man nach ein paar Tagen noch nicht sagen.

Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen - ich habe aus demselben Grund mit Mirta angefangen wie du, dass es bei mir nachdem ich es 4 Jahre lang langsamst mit nur 0,1 mg pro Woche bis auf 3,4 mg ausgeschlichen hatte, es zum großen crahs kam, diese Übelkeit wieder kam, ich innerhalb weniger Monate wahnsinnig viel Gewicht verloren habe, und es dann wieder auf 7,5 mg aufdosiert habe, aber nie mehr dieselbe Wirkung wie am Anfang hatte, es hat einfach nicht mehr gegen die Übelkeit gewirkt, bis heute nicht.

Um dich zu stabilisieren brauchst du nun viel Geduld, ändere jetzt mal einige Wochen nichts an der Dosierung, vielleicht kannst du dich ja nochmal stabilisieren.
Erst danach noch viel langsamer absetzen!

GLG
Hallo Lunetta,

vielen lieben Dank für Deine Infos und Erfahrungen. Ja, du hast recht, ich werde jetzt viel Geduld brauchen. Habe ich das richtig verstanden, dass Du im Moment 7,5mg Mirta einnimmst und seit Mai 2019 trotzdem an dieser Übelkeit leidest? Wie gehst Du damit um? Ich kann das kaum ertragen und kann es mir ja auch nicht leisten, Gewicht zu verlieren.

Liebe Grüße
Simone
Einnahme Mirtazapin seit Juli 2019 aufgrund einer Angststörung mit massivem Gewichtsverlust

die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
eine Woche später: 15mg
Mitte August 2019: 30mg

Absetzung seit Oktober 2019:
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
Seit: 26.01.2020: 3,75mg wieder eindosiert

lunetta
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von lunetta »

Liebe Simone!

Ich habe unter 40 kg, und hatte in den letzten 3 Monaten 3 schwere Gehirn-OP`s.
Ich habe insgesamt an die 40 kg verloren, ich hatte Monate da war ich nur mehr bei knapp über 35 kg.

Ich halte diese Übelkeit auch nicht aus, es ist einfach eines der schrecklichsten Symptome.
Ich knabber immer rohen Ingwer, das ist noch das was mir am besten hilft, damit ich zumindest nicht erbrechen muß. Ich hatte schon Zeiten woe ich täglich Brechreiz hatte - ich wollte nur mehr sterben.

Bei dieser Art von Übelkeit helfen auch keine Antiemetika, deshalb bin ich ja leider bei den Benzos gelandet, bin totunglücklich damit.

Tavor hat mir am Anfang gut geholfen, aber ich bin zu schnell in die Toleranz gekommen, habe die Notbremse gezogen und auf Diazepam umgestellt, was aber gegen Übelkeit nicht so gut wirkt.

Ich muß mich dazu zwingen, dass ich überhaupt etwas esse, denn Appetit kenne ich seit fast einem Jahr nicht mehr.

Aber dieses erzwungene Essen macht auch nicht dass das Gewicht raufgeht:(

Versuch mal ob dir Ingwer auch hilft!

Mir nimmt es aber nur die schlimmste Übelkeit, aber dass mir gar nicht schlecht ist, das habe ich schon lange nicht mehr, immer nur maximal für ein paar Stunden...

Manchmal ist es nach der Mirtaeinnahme etwas besser, dann kann ich eine Kleinigkeit essen, aber nur abends ein wenig essen ist für die Gesamtkalorienaufnahme zu wenig:(

GLG!
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Monchen
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

lunetta hat geschrieben:
31.01.2020 15:17
Liebe Simone!

Ich habe unter 40 kg, und hatte in den letzten 3 Monaten 3 schwere Gehirn-OP`s.
Ich habe insgesamt an die 40 kg verloren, ich hatte Monate da war ich nur mehr bei knapp über 35 kg.

Ich halte diese Übelkeit auch nicht aus, es ist einfach eines der schrecklichsten Symptome.
Ich knabber immer rohen Ingwer, das ist noch das was mir am besten hilft, damit ich zumindest nicht erbrechen muß. Ich hatte schon Zeiten woe ich täglich Brechreiz hatte - ich wollte nur mehr sterben.

Bei dieser Art von Übelkeit helfen auch keine Antiemetika, deshalb bin ich ja leider bei den Benzos gelandet, bin totunglücklich damit.

Tavor hat mir am Anfang gut geholfen, aber ich bin zu schnell in die Toleranz gekommen, habe die Notbremse gezogen und auf Diazepam umgestellt, was aber gegen Übelkeit nicht so gut wirkt.

Ich muß mich dazu zwingen, dass ich überhaupt etwas esse, denn Appetit kenne ich seit fast einem Jahr nicht mehr.

Aber dieses erzwungene Essen macht auch nicht dass das Gewicht raufgeht:(

Versuch mal ob dir Ingwer auch hilft!

Mir nimmt es aber nur die schlimmste Übelkeit, aber dass mir gar nicht schlecht ist, das habe ich schon lange nicht mehr, immer nur maximal für ein paar Stunden...

Manchmal ist es nach der Mirtaeinnahme etwas besser, dann kann ich eine Kleinigkeit essen, aber nur abends ein wenig essen ist für die Gesamtkalorienaufnahme zu wenig:(

GLG!
Liebe Lunetta,

das klingt echt schrecklich und ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie Du das schaffst. Ich wünsche Dir so sehr, dass Du doch noch eine Besserung erfährst.

Nach Deinem Bericht hoffe ich für mich natürlich, dass sich die Übelkeit bei mir wieder legt. Ich war ja zwischenzeitlich wieder mit gutem Appetit unterwegs und konnte meine Gewichtsdefizit vom Mai-Juli 2019 wieder ausgleichen. Aber ich möchte natürlich auf keinen Fall wieder Gewicht verlieren. Bin gerade echt am Überlegen ob ich doch schneller wieder aufdosiere, um dieser Übelkeit zu entkommen. Der Zustand mit 7,5mg war bei mir ja dann wirklich gut. Das ist alles so schrecklich kompliziert :(

Liebe Grüße
Simone
Einnahme Mirtazapin seit Juli 2019 aufgrund einer Angststörung mit massivem Gewichtsverlust

die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
eine Woche später: 15mg
Mitte August 2019: 30mg

Absetzung seit Oktober 2019:
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
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Straycat
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Simone,

wie lunetta :) schon geschrieben hat: Es muss nicht sein, dass es dir mit den 7,5mg wieder so geht wie zuletzt auf dieser Dosis.
Es ist wirklich am wichtigsten, dass du mal Stabilität bekommst nach dem zu schnellen Absetzen. Da ist dein ZNS einfach durch diese zu schnellen Reduktionen sehr gereizt.
Hast du dir die Grundlageninfos durchgelesen, die ich dir verlinkt habe?

Ich würde - wie lunetta :) vorgeschlagen hat - erstmal auf der Dosis bleiben, die du jetzt hast und abwarten. Es braucht leider viel Geduld, wenn das ZNS erst mal aus dem Takt geraten ist. Aber es wird wieder :hug:

Alles Liebe,
Cat
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

Straycat hat geschrieben:
31.01.2020 17:23
Hallo Simone,

wie lunetta :) schon geschrieben hat: Es muss nicht sein, dass es dir mit den 7,5mg wieder so geht wie zuletzt auf dieser Dosis.
Es ist wirklich am wichtigsten, dass du mal Stabilität bekommst nach dem zu schnellen Absetzen. Da ist dein ZNS einfach durch diese zu schnellen Reduktionen sehr gereizt.
Hast du dir die Grundlageninfos durchgelesen, die ich dir verlinkt habe?

Ich würde - wie lunetta :) vorgeschlagen hat - erstmal auf der Dosis bleiben, die du jetzt hast und abwarten. Es braucht leider viel Geduld, wenn das ZNS erst mal aus dem Takt geraten ist. Aber es wird wieder :hug:

Alles Liebe,
Cat
Hallo Cat,

vielen lieben Dank für Deinen Vorschlag. Dann werde ich die Dosis jetzt erstmal so lassen und hoffen. Am Montag bin ich dann bei meiner behandelnden Ärztin. Mal sehen, was mir da gesagt wird.

Liebe Grüße
Simone
Einnahme Mirtazapin seit Juli 2019 aufgrund einer Angststörung mit massivem Gewichtsverlust

die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
eine Woche später: 15mg
Mitte August 2019: 30mg

Absetzung seit Oktober 2019:
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
Seit: 26.01.2020: 3,75mg wieder eindosiert

Chris76
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Chris76 »

Hallo Simone,

ich setze auch dieses Medikament ab.
Zuvor bin ich auch einfach mal auf Null gegangen und habe 2x einen extremen Crash gehabt. Meine Stabilisierungen haben jedes mal 6 Wochen gedauert. Es war wie Wellen die teilweise auch unerträglich wurden. Ich habe in dieser Zeit weder auf noch abdosiert. Das kann ich dir auch nur dringend raten.

Ich würde dir auch empfehlen, selbst wenn wes dir schneller besser gehen sollte, noch den ein oder anderen Monat abzuwarten und dann wie hier empfohlen zu reduzieren. Selbst das wird noch lustig! Wenn du dazu noch Hilfe benötigst kannst du mich jederzeit gerne fragen.


LG und gute Besserung
Chris
Meine Vorgeschichte
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27.12.19 Mirtazapin 6,5mg

Mein Thread: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 64#p145047

Monchen
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

Chris76 hat geschrieben:
01.02.2020 10:35
Hallo Simone,

ich setze auch dieses Medikament ab.
Zuvor bin ich auch einfach mal auf Null gegangen und habe 2x einen extremen Crash gehabt. Meine Stabilisierungen haben jedes mal 6 Wochen gedauert. Es war wie Wellen die teilweise auch unerträglich wurden. Ich habe in dieser Zeit weder auf noch abdosiert. Das kann ich dir auch nur dringend raten.

Ich würde dir auch empfehlen, selbst wenn wes dir schneller besser gehen sollte, noch den ein oder anderen Monat abzuwarten und dann wie hier empfohlen zu reduzieren. Selbst das wird noch lustig! Wenn du dazu noch Hilfe benötigst kannst du mich jederzeit gerne fragen.


LG und gute Besserung
Chris
Hallo Chris,

ich danke Dir für Deine lieben Worte.

Du hast recht, von einem schnellen Reduzieren werde ich zukünftig absehen. Diesen aktuellen Zustand möchte ich nicht wieder ertragen müssen. Ich muss jetzt erstmal auf eine Stabilisierung warten und diese Zeit jetzt erst einmal überstehen. 6 Wochen klingt natürlich ewig lang aber dieses Lehrgeld werde ich wohl zahlen müssen. Vielleicht habe ich ja Glück und ich erreiche die Stabilität eher.

Wenn ich darüber nachdenke, dass mir die Ärztin im Oktober empfohlen hat, von 30mg auf 15mg zu reduzieren und nach 14 Tagen auf 0 :x. Sie hatte nur den Kopf geschüttelt als ich sie über meine Absetzungsschritte informiert habe und fand das völlig überflüssig, da ich das Medikent ja erst seit Juli genommen habe.

Liebe Grüße
Simone
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die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
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Mitte August 2019: 30mg

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Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
Seit: 26.01.2020: 3,75mg wieder eindosiert

krasiva
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von krasiva »

Hallo Moncen,

auch von mir herzlich willkommen in Forum.

Was Übelkeit und Apettitlosigkeit betrifft könnten Amara Tropfen (Weleda) gut helfen. Außerdem Bitteres (Ernährung) essen. Auf Ernährung achten. Basische Ernährung hilft beim Entzug enorm (z.B. beim Zentrum der Gesundheit steht darüber gut beschrieben).

Sehr gut kann auch die feine Heilerde helfen. Morg. (oder abds. oder auch beides wenn man es schafft) z.B. 1/2 Std. vor dem Essen (und mit Abstand zu 2 Std. zu Medis) 1TL in einer Tasse lauwarm. Wasser trinken. Es geht auch zwischendurch wenn man es braucht. Und das für längere Zeit.

Von Tees ist gut zu trinken: Wermuttee (eine Prise nur 3 Sekunden durch einen Teesieb ziehen lassen; sonst zu bitter, durch den Tag verteilt trinken) und in größeren Mengen Salbei (sollte 3 Min. gekocht sein und danach 10 Min. ziehen lassen) und Schaffgarbe (kann man nach 3 Min. mit dem Salbei mischen) trinken.

Wünsche dir baldige Besserung und grüße dich ganz herzlich.

krasiva :)
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Manuka
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Manuka »

Hallo Simone, ich bin neu in diesem Forum und habe bisher nur mitgelesen und nichts geschrieben. Mir geht es momentan fast genauso wie Dir. Ich habe für ca. 8 Monate( Mai 2019- Ende November 2019) Mirtazapin genommen. Anfangs 7,5 mg dann 15 mg und für 5 Monate dann 30 mg. Insgesamt habe ich während dieser Zeit ca. 9 kg zugenommen. Verschrieben wurde mir das Mirtazapin aufgrund einer Erschöpfungsdepression ( Ausbruch April 2019), pünktlich zu meinem 40. Geburtstag. Nach der akuten Phase hat mir meine Ärztin empfohlen abzusetzen, auch aufgrund gestiegener Leberwerte. Habe dann innerhalb von ca. 8 Wochen auf Null abgesetzt. Seit 01.01.20 bin ich nun auf Null.
Ich kämpfe mit starker Übelkeit, fast den ganzen Tag. Ich bin jetzt in der 5. Woche auf Null und beiße mich weiterhin durch. Ich habe nun schon oft gelesen, dass die Übelkeit 2-3 Monate anhalten an. Erstes Drittel geschafft:)
Liebe Grüße
Manuka

Hallo!

Ich will dir keine Angst machen oder dir die Hoffnung nehmen, dass es bald vorbei ist - aber ich habe auch Mirta abgesetzt, bin bis auf 3,4 mg gekommen, habe es langsamst gemacht über mehrere Jahre von 15 mg auf 3,4 mg und ab da war die Übelkeit wieder da - das war vor genau 1 Jahr.
Ist bis heute nicht vergangen:(

Allein wenn die Zanhbürste in den Mund kommt habe ich schon Brechreiz.

Mir ist nicht mehr 24 Stunden dauerübel, aber doch jeden Tag, es gibt ganz schlechte Tage, da kann ich gar nichts essen, und es gibt ewtas bessere, wo es am Abend etwas besser wird, aber selten.

Ich hoffe dass es bei dir nicht so lange anhält!

GLG
April 2019: Zusammenbruch mit Zittern, Übergeben, nicht schlafen, weinen, Diagnose: Erschöpfungsdepression
Mai 2019: Einschleichen von Mirtazapin (7,5-15-30)
Beim Einschleichen ca. 8 Wochen Übelkeit
Ab Juni 2019: Mirtazapin 30mg
Besserung des Zustandes, nachts durchschlafen geht wieder, kaum Zittern, aber immer noch sehr verzweifelt und ängstlich. Fast jeden Tag weinen und Hilflosigkeit
Ab November stabiler Zustand und auf Anraten der Ärztin Beginn von Ausschleichen (30-15-7,5 alle 3 Wochen)
Seit 01.01.20 auf Null
Seitdem starke fast unerträgliche Übelkeit

Ululu
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Manuka,

herzlich willkommen im Forum
:)
Es ist üblich, dass sich neue Teilnehmer in einem eigenen Thread vorstellen, wenn sie bei anderen mitschreiben.
Möchtest du das auch tun.

Du kannst einfach einen neuen Thread erstellen.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Monchen
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

krasiva hat geschrieben:
01.02.2020 14:15
Hallo Moncen,

auch von mir herzlich willkommen in Forum.

Was Übelkeit und Apettitlosigkeit betrifft könnten Amara Tropfen (Weleda) gut helfen. Außerdem Bitteres (Ernährung) essen. Auf Ernährung achten. Basische Ernährung hilft beim Entzug enorm (z.B. beim Zentrum der Gesundheit steht darüber gut beschrieben).

Sehr gut kann auch die feine Heilerde helfen. Morg. (oder abds. oder auch beides wenn man es schafft) z.B. 1/2 Std. vor dem Essen (und mit Abstand zu 2 Std. zu Medis) 1TL in einer Tasse lauwarm. Wasser trinken. Es geht auch zwischendurch wenn man es braucht. Und das für längere Zeit.

Von Tees ist gut zu trinken: Wermuttee (eine Prise nur 3 Sekunden durch einen Teesieb ziehen lassen; sonst zu bitter, durch den Tag verteilt trinken) und in größeren Mengen Salbei (sollte 3 Min. gekocht sein und danach 10 Min. ziehen lassen) und Schaffgarbe (kann man nach 3 Min. mit dem Salbei mischen) trinken.

Wünsche dir baldige Besserung und grüße dich ganz herzlich.

krasiva :)
Hallo Krasiva,

Deine Tipps zur Ernährung bei der anhaltenden Übelkeit werde ich mir mal in Ruhe durchlesen. Vielen lieben Dank dafür. Wäre ja wirklich toll, wenn ich mit diesen Tipps solche schrecklichen Phasen besser überstehen kann.

Liebe Grüße
Simone
Einnahme Mirtazapin seit Juli 2019 aufgrund einer Angststörung mit massivem Gewichtsverlust

die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
eine Woche später: 15mg
Mitte August 2019: 30mg

Absetzung seit Oktober 2019:
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
Seit: 26.01.2020: 3,75mg wieder eindosiert

Monchen
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Monchen »

Manuka hat geschrieben:
01.02.2020 14:56
Hallo Simone, ich bin neu in diesem Forum und habe bisher nur mitgelesen und nichts geschrieben. Mir geht es momentan fast genauso wie Dir. Ich habe für ca. 8 Monate( Mai 2019- Ende November 2019) Mirtazapin genommen. Anfangs 7,5 mg dann 15 mg und für 5 Monate dann 30 mg. Insgesamt habe ich während dieser Zeit ca. 9 kg zugenommen. Verschrieben wurde mir das Mirtazapin aufgrund einer Erschöpfungsdepression ( Ausbruch April 2019), pünktlich zu meinem 40. Geburtstag. Nach der akuten Phase hat mir meine Ärztin empfohlen abzusetzen, auch aufgrund gestiegener Leberwerte. Habe dann innerhalb von ca. 8 Wochen auf Null abgesetzt. Seit 01.01.20 bin ich nun auf Null.
Ich kämpfe mit starker Übelkeit, fast den ganzen Tag. Ich bin jetzt in der 5. Woche auf Null und beiße mich weiterhin durch. Ich habe nun schon oft gelesen, dass die Übelkeit 2-3 Monate anhalten an. Erstes Drittel geschafft:)
Liebe Grüße
Manuka
Hallo Manuka,

das klingt meiner Geschichte wirklich sehr ähnlich. Auch bei mir hat sich ein Leberwert unter Mirtazapin verschlechert. Da aber die anderen weiterhin i.O. sind, hat die Ärztin das nicht kritisch gesehen. Muss jetzt halt regelmäßig zum Blutwertecheck.

Meinen größten Respekt wie Du die massive Übelkeit seit 5 Wochen erträgst. Offensichtlich bist Du leidensfähiger als ich. Vielleicht helfen Dir ja auch die Tipps zur Ernährung von Manuka.

Liebe Grüße und alles Gute
Simone
Einnahme Mirtazapin seit Juli 2019 aufgrund einer Angststörung mit massivem Gewichtsverlust

die ersten Daten weiß ich leider nicht mehr genau
Mitte Juli 2019: 7,5mg
eine Woche später: 15mg
Mitte August 2019: 30mg

Absetzung seit Oktober 2019:
Ab 11.10.2019: 22,5mg keine Beschwerden
Ab 31.10.2019: 15mg leichte Beschwerden über 2 Tage
Ab 21.11.2019: 7,5mg etwas mehr Beschwerden nach einigen Tagen über etwa 5 Tage
Ab 19.12.2019: 3,75mg nach wenigen Tagen stärkere Beschwerden über ca. 3 Wochen, dann stabil
Ab 22.01.2020: 0mg
Nach 2 Tagen zunehmende massive Übelkeit, die ich nicht tolerieren konnte
Seit: 26.01.2020: 3,75mg wieder eindosiert

Manuka
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Manuka »

Hallo,
Ich kämpfe mich wirklich von Tag zu Tag. Auch ein Einschleichen würde die Übelkeit nicht sofort beheben. Deshalb möchte ich auf Null bleiben und hoffe auf eine Besserung. Es ist ultra anstrengend. Vor allem morgens, wenn die Cortisol Produktion auf einem Maximum ist, ist die Übelkeit massiv.
Aber ich habe eines verstanden die letzten 10 Monate, es gibt nichts das unmittelbar hilft. Es ist ein ständiger Kampf. Ich freue mich jeden Tag auf die Abendstunden wenn die Symptome wieder abklingen.
Alles Gute weiterhin, hoffentlich ist dieser Alptraum bald vorbei.
Liebe Grüße Manuka
April 2019: Zusammenbruch mit Zittern, Übergeben, nicht schlafen, weinen, Diagnose: Erschöpfungsdepression
Mai 2019: Einschleichen von Mirtazapin (7,5-15-30)
Beim Einschleichen ca. 8 Wochen Übelkeit
Ab Juni 2019: Mirtazapin 30mg
Besserung des Zustandes, nachts durchschlafen geht wieder, kaum Zittern, aber immer noch sehr verzweifelt und ängstlich. Fast jeden Tag weinen und Hilflosigkeit
Ab November stabiler Zustand und auf Anraten der Ärztin Beginn von Ausschleichen (30-15-7,5 alle 3 Wochen)
Seit 01.01.20 auf Null
Seitdem starke fast unerträgliche Übelkeit

krasiva
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von krasiva »

Hallo Monchen,

wegen Übelkeit / Appetitlosigkeit habe ich noch etwas vergessen zu sagen.

Wenn ich nichts essen kann, helfen mir immer die Haferflocken (fein von dm haben sehr gute Qualität). Die koche ich in ca 1L Wasser (ca. eine Tasse) paar Minuten und dann wenn Flüssigkeit zu dick gebe ich noch etwas Wasser dazu und koche bisschen. Dann über den Sieb mit Hafeflocken. Die Flüssigkeit trinke ich durch den Tag verteilt und Haferflocken esse ich. Man kann auch mehrmals kochen. Es tut gut. Nach paar Tagen geht es mir dann gut. Und man behält die Kraft, da Haferflocken auch kräftigen.

Man kann auch Poridge vorbereiten: dazu ca. 7 EL Haferflocken in 1 L Wasser kochen, bis es sämmig ist. Dazu bisschen Kokosöl (gibt es natürliches bei dm in guter Qualität) und Honig. Es ist nahrhaft und tut gut.
Wenn einem aber zu übel ist, würde ich vorerst Haferflocken ohne Zutaten probieren.

Bei Zentrum der Gesundheit bekommt man gute Ratschläge, wenn man z.B. Magen Darm Beschwerden schreibt.

Wünsche viel Erfolg und eine gute Besserung.

Herzliche teilnamsvolle Grüße,

krasiva :)
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comi
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Re: Monchen: Mirtazapin absetzen

Beitrag von comi »

Hallo,
ich möchte auch kurz über die Übelkeit am Morgen berichten.
Bei mir fing es mit Magen/Darm Beschwerden an. Dann starke Bauchschmerzen. Dann immer so ein Hunger Gefühl, auch kurz nach dem Essen. In der Nacht dann Sodbrennen und zu viel Magensäure. Erst habe ich immer Rennie oder Maaloxan genommen. Das brachte aber auch nicht den Erfolg.
Es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Morgens dann immer nach zwei Bissen ist mir schlecht gewesen.
Habe dann einen Kamillentee Getrunken und bin Spazieren gegangen. Danach ging es tatsächlich und ich konnte weiter essen.
Da ich keine Magensäure Blocker nehmen wollte (Können Depressionen begünstigen)
Habe ich mich für Heilerde Kapseln entschieden. Bis jetzt kann ich nichts negatives berichten. Die Bauchschmerzen sind auch etwas zurück gegangen.
Ich bin gespannt wie es sich weiter entwickelt.
Viele Grüße
Comi
[spoil]Diagnostizierte Depression im Nov. 2016
- September bis Dezember 2016, ca. 10KG abgenommen.
- Schlafstörung konnte nicht mehr schlafen.
- Allgemeine Stimmung von Nov. - Jan. 2017 sehr schlecht.
Im Dezember dann Mirtazapin in 15mg vom Neurologen verschrieben bekommen.
Es dauerte dann bis Ende Januar, bis es mir besser ging und ich wieder etwas besser schlafen konnte.
Habe dann im Februar begonnen die Dosis herabzusetzen

- Feb. 12,5mg / 3 Tage nach dem Herabsetzen Schlafstörung und Unwohlsein.
- Feb. 10mg / einige Tage danach wieder Schlafstörung, konnte nicht gut einschlafen und wurde sehr oft wach.
- Feb. 10mg / Schlaf stabilisierte sich wieder
- Feb. 7,5mg / wieder nach einigen tagen schlechter geschlafen, Stabilisierte sich allerdings recht schnell.
- März 5mg / mehrere Tage Schlafstörungen. Wurde dann aber auch wieder besser.
- März 5mg / Stimmung super, Tagesmüdigkeit super OK. Eigentlich perfekt.
- März 4mg / Immer mal wieder Probleme mit dem einschlafen. Stabilisierte sich dann wieder.
- März 3mg / Immer mal wieder Probleme mit dem Schlafen, allerdings sonst alles gut.
31.03.2017 komplett abgesetzt von 3mg auf null.
Danach 2 Tage alles super auch sehr gut geschlafen. Dann fingen die ersten Probleme an.
Übelkeit, Magenschmerzen, Völlegefühl, Schmerzen und Krämpfe im Bauch.
Konnte deswegen nicht mal mehr einschlafen. Pro Nacht konnte ich dann noch insgesamt 3 Stunden schlafen. Dieses wurde von Tag zu Tag immer schlimmer, bis zum 09.04. in der Nacht komplett schlaflos.
Stimmung und Verfassung sehr schlecht.
10.04.17 3mg zur Nacht, sofort durchgeschlafen, Stimmung super
11.04.17 weiterhin 3mg zur Nacht, durchgeschlafen
12.04.17 Immer noch leichte Magen/Darm Beschwerden, allerdings alles zum aushalten und Stimmung ist gut.
17/18.04.17 Schlaf wird immer schlechter, nur max. 2-3 Stunden in der Nacht. Stimmung schlecht
19.04.17 Starke Magen/Darm beschwerden. Nachts Herzrasen, Muskel zucken und eine art Schwindel im Kopf, Schlaflos
19.04.17 Weiter bei 3mg, hoffe das sich alles stabilisiert.
19.04.17 Schlaf-Fenster halte ich ein 23-05:30h (Egal ob geschlafen oder nicht)
20.04. - 02.06.17 3mg eingehalten. Es Stabilisierte sich alles.
03.06.17 - 15.07.17 Reduzierung auf 2,7mg, Nach einigen Tagen gab es wieder Schlaf Probleme. Diese dauerten ca. 10 Tage an.
16.07.17 - 15.02.18 Reduziert von 2,4mg auf 1,3mg
03/2018 - 10.11.2019 stetig reduziert auf 0,35mg
10.11.2019 Komplett auf 0
11/2019 - 02/2020 Stetige Probleme mit der Allgemeinen Verfassung.
[/spoil]

12.02.20 0,1mg Mirtazapin zur Nacht
13.02.20 Geschlafen und auch bis zum Morgen gut gefühlt
13.02.20 Nach dem Frühstück hat der Magen/Darm Unwohlsein ausgelöst
14.02.20 Kaum geschlafen, Herzrasen. Magen/Darm Beschwerden
15.02.20 Mirtazapin 0,1mg nicht mehr genommen
16.02.- 18.02. Erst ging es etwas aufwärts. Dann in der Nacht zum 18.02. total desorientiert
18.02. Krümmel von 0,002mg am Mittag genommen, nach 3 Stunden ging es mir besser
19-25.02. Übelkeit nach dem Frühstück, Darm Probleme.
26.02-03.03. Die Übelkeit ist verschwunden, Magenprobleme weiterhin vorhanden. Histamin armes Essen wird gerade getestet. Histamin Enzym vor den Mahlzeiten wird gerade getestet.

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