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Die Teams des ADFD




jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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jugin1992
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jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo,
ich möchte als Erstes den vielen Menschen hier danken, die das Forum am Leben halten. Sei es mit helfenden und informativen Beiträge, die für alle zugänglich sind oder durch verborgene Sachen, wie Serverarbeiten und laufende Kosten.
Ich bin erst durch einen glücklichen Zufall vor ein paar Tagen auf dieses Forum aufmerksam geworden(Seite 2 oder 3 der Suchanfrage!).
Von so vielen Menschen zu lesen, die Ähnliches durchmachen und es manchmal sogar klappt ganz ohne Medikamente zu leben.
Vorallem mit was für einer einer Geduld hier Leute ausschleichen, hat mir gezeigt, dass ich mir mehr Zeit lassen muss.

Angefangen hat alles bei mir März 2013 mit einem 4 monatigen Aufenthalt in einer geschlossenen Station und der anschließenden Diagnose Paranoide Schizophrenie.

Eingestellt war ich beim Entlass mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin und hatte selbst Monate nach Entlass noch Symptome und war in der Krankheit gefangen. Es wurde dann aber mit der Zeit besser.

Die ganzen nächsten Jahre hatte ich nicht wirklich Einfluss auf mein Leben oder die Medikation.

Von meinem Arzt wurde wegen Müdigkeit bis 2016 das Quetiapin und Aripiprazol abgesetzt, und auf Risperdal und Abilify umgestellt

Im Frühjar 2017 nahm ich dann nur noch Risperdal 1mg.

07.2017 wieder 2 mg
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg
02.2019 weiter auf 1,25 mg
06.2019 weiter auf 1 mg
21.08.2019 Rückfall mit Klinik 4 mg
02.10.2019 Entlass mit 3 mg -25%
27.01.2020 2,5 mg -16,67%


Der Rückfall 2019 kam durch einen Burnout, weil ich körperlich auf der Arbeit überlastet war mich nicht entspannen konnte. Das ging dann immer so weiter und ich kam aus dem Reduzieren nicht mehr raus. Ich wollte den Entzug so schnell wie möglich durchhaben und dann kam der Zusammenbruch.

Ich habe durch das Forum die Wasserlösmethode und die 10% Regel kennengelent und will jetzt auf jeden Fall viel langsamer vorgehen in max 5% Schritten alle 4 Wochen.

Mein psychischer Zustand verbessert sich seit dem Reduzieren auf 2,5 mg immer mehr und will jetzt erstmal bis April stabilisieren.

Was mir Sorgen macht ist, dass ich keine Kraft habe und schnell körperlich ausgelastet bin. Normalerweise habe ich Power ohne Ende, aber jetzt merke ich halt ein Ziehen in der Brust, dass ich mich immer Ausruhen soll. Verheilt sowas?

Ich nehme jetzt schon 7 Jahre Neuroleptiker und nach dem Rückfall frage ich mich halt ob es noch möglich ist davon loszukommen auch nach diesem starkem Rückfall ( war leider eigenes Verschulden, im Nachhinein: keine 10% Regel, kein Warten nach Symptomen)

Möchte mich hier auch mit anderen Leuten, die eine Schizophrenie haben austauschen.

Vielen Dank für das Lesen. :)
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

[/spoil]

Straycat
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Straycat »

Hallo jugin,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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padma
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von padma »

hallo Jugin, :)

auch von mir willkommen.
Du hast ja schon einiges hinter dir. Schön, dass du jetzt wieder soweit stabil bist.
Mein psychischer Zustand verbessert sich seit dem Reduzieren auf 2,5 mg immer mehr und will jetzt erstmal bis April stabilisieren.
Das ist eine gute Idee.
Was mir Sorgen macht ist, dass ich keine Kraft habe und schnell körperlich ausgelastet bin. Normalerweise habe ich Power ohne Ende, aber jetzt merke ich halt ein Ziehen in der Brust, dass ich mich immer Ausruhen soll. Verheilt sowas?
Diese schnelle Erschöpfung kann sowohl eine Nebenwirkung von Risperdal sein, als auch ein Absetzsymptom. Das sollte sich nach dem Absetzen wieder geben.
Ich nehme jetzt schon 7 Jahre Neuroleptiker und nach dem Rückfall frage ich mich halt ob es noch möglich ist davon loszukommen auch nach diesem starkem Rückfall ( war leider eigenes Verschulden, im Nachhinein: keine 10% Regel, kein Warten nach Symptomen)
Auch bei einer "Schizophrenie" kann ein Leben ohne Neuroleptika durchaus möglich sein. Meinst du selbst denn auch, dass du eine Schizophrenie hast? Diese Diagnose wird oft sehr leichtfertig gestellt.

Nach einer so langen NL Einnahme ist sehr langsames Ausschleichen wirklich wichtig.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo padma,
Diese schnelle Erschöpfung kann sowohl eine Nebenwirkung von Risperdal sein, als auch ein Absetzsymptom. Das sollte sich nach dem Absetzen wieder geben.
Ich hoffe das ist wirklich eines von beiden. Ich weiß, dass der Körper sich irgendwann an NL gewöhnt und man dann immer eine höhere Dosis braucht.
Das ist eine große Angst von mir, dass ich gar nicht mehr ausschleichen kann egal wie langsam, weil der Körper süchtig danach ist. Im Moment habe ich als Absetzsymptom nur die Angespanntheit im ganzen Körper, Druck auf der Brust und dass ich ein bisschen sensibel bin auf Reize bin. Das hält sich aber alles in Grenzen und ist aushaltbar. Werde aber sicherlich nix mehr an der Dosis machen, notfalls nur etwas hochgehen.
Meinst du selbst denn auch, dass du eine Schizophrenie hast? Diese Diagnose wird oft sehr leichtfertig gestellt.
Das habe ich vergessen zu schreiben. Ich habe über die Jahre die Krankheit sehr gut kennengelernt und bin mir auch bewusst, dass die Diagnose richtig ist. Man kann sich das ganze so vorstellen, dass ich ein bisschen Wahnideen entwickele. Einfaches Beispiel wäre jetzt, wenn ich mit dem Fahrrad durch die Stadt fahre und ein Passant sich mit der Hand an die Stirn fasst, denkt mein Gehirn dann, dass das was mit mir zu tun hat und fragt sich dann wieso weshalb. Man denkt auch ein wenig, dass man im Mittelpunkt der Welt steht. Man muss sich dann immer distanzieren und klare Gedanken fassen.

Das was ich von der Krankheit selber spüre ist, dass ich manchmal zu viel in den Gesichtern der anderen Leute sehe. Ist nur so ein Gefühl von Telepathie und man möchte dann schmunzeln. Da hilft nur sich zu konzentrieren, dass nix ist.

Es kontrolliert mich nicht, aber ist nervig und deshalb bleibt die Dosis erstmal so. :schnecke:

LG Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

[/spoil]

jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo zusammen, :)
ich wollte mich mal melden, weil ich seit dem 01.03.20 die Dosis erhöhen musste. Ich bin hoch auf 2,6mg mit der Wasserlösemethode.

Ich habe das Forum leider erst 3 Wochen gefunden, nachdem ich den Reduzierschritt von 0,5mg gemacht habe.Ich würde jetzt im Nachhinein nicht mehr soviel auf einmal gehen.. Ich war dann quasi mitten drin und wollte einfach mal abwarten.

Habe dann in der Woche vor dem März drei mal Sport gemacht und mich wahrscheinlich überanstrengt, da mein Körper noch nicht fertig ist mit der Umstellung.

Auf jeden Fall hatte ich immer mehr psychotische Gedanken und einmal beim Abendessen mit den Eltern wurde es besonders schlimm. Mich überkam wieder dieses Gefühl und ich konnte keinem in die Augen schauen. Bekam dann auch leichte/mittlere Panik.

Merke jetzt nach über 1 Woche, dass es besser geworden ist. Ich war auch einmal Sport in der Zeit, aber schone mich hauptsächlich nur mit leichter Beschäftigung.

Ansonsten komme ich gut zurecht und was mich sehr freut ist, dass meine Depression viel besser geworden ist. Habe davor angefangen alles mit Kurkuma zu würzen und habe das Gefühl, dass es mit den NEM hilft.

Viele Grüße :)
jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


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Jamie
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Jamie »

Hallo jugin :)

Es war die richtige Entscheidung wieder aufzudosieren und für das nächste Mal weißt du, dass du erst nicht noch 3 Wochen wartest, sondern gleich wieder etwas höher gehst, wenn du bemerkst, dass ein Schritt zu ambitioniert war.

Bitte bleibe jetzt mind. 4 Wochen bei der neuen Dosis, ehe du wieder abdosierst und beobachte auch, ob du dich stabilisierst (wenn nicht, dann weiter warten oder Rücksprache halten).

Jahrelange Neuroleptika-Einnahme bedeutet leider auch, dass man es jahrelang ausschleichen muss und da braucht man entsprechend Geduld und Spucke.

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Danke Jamie,
dein Beitrag macht mir wirklich Mut und hilft mir.

Ja ich werde jetzt weiter warten und stabilisieren. Auch wenn ich jetzt auf 2,6 mg hoch bin darf man nicht vergessen, dass die Ursprungsdosis 3mg war. Ich also noch im Entzug bin.

Eine Sache worauf ich stolz bin ist, dass ich lerne abzuwarten und Geduld zu zeigen. Letztes Jahr habe ich dann weiter reduziert mit Kopf durch die Wand. :frust:

Ich hoffe alles wird gut.

LG
jugin
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01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo Leute,
ich wollte mich mal melden, weil ich heute bei meinem Arzt war und sich jetzt bei mir was ändern wird.

Da ich ja schon so lange krankgeschrieben bin (fast 8 Monate), werde ich demnächst ab dem 20.4 eine Wiedereingliederung mit dem Hamburger-Modell starten. Das haben wir heute vereinbart und ich merke, dass mir das schon Sorgen macht. Ich bin überhaupt noch nicht fit und will auf keinen Fall einen Rückfall. Aber es muss ja irgendwie weitergehen und der nächste Schritt ist nun erst mal das.

Ich fange mit 2 Stunden an und wenn ich merke, dass ich es nicht aushalte , dann breche ich das Ganze ab! Ich habe die letzten 7 Jahre alles mir mögliche versucht und muss mir nun nicht den letzten Rest meiner Gesundheit zerstören. :x

Ich habe auch beim Termin angesprochen, dass ich gerne in eine Werkstatt für Behinderte gehen will in der Hoffnung, dass die Arbeit dort ein wenig leichter ist und ich mich dort stabilisieren kann. Leider kam das nicht gut an und mein Arzt meinte ich wäre dafür zu fit und solle erst mal den ersten Arbeitsmarkt anvisieren. Ich fühle mich echt falsch verstanden, da ich mich momentan überhaupt nicht für fit und belastbar halte.

Auch habe ich gesagt, dass ich seit der letzten Reduktion starken Entzug hatte und ich den dann abgefangen habe mit der Wassermethode um kleiner Schritte gehen zu können. Er meinte dann für kleinen Schritte wären die Tropfen da und wirkte generell nicht begeistert von der Methode. Ich will aber erst mal keine Umstellung auf Tropfen, weil ich dann denke, dass mein ZNS dadurch wieder gereizt wird. Er wollte auch, dass ich auf 2,75mg erhöhe um arbeiten zu können, was ich aber ablehnte um mich jetzt auf dieser Dosis weiter zu stabilisieren.

Ich denke ich kam aber trotzdem ganz gut weg, da er mich erst mal machen lässt und ich das Rezept für die Tabletten bekommen habe.

Trotzdem versuch ich positiv in die Wiedereingliederung zu gehen. An Vollzeit ist nicht zu denken, aber wenn ich am Ende 3-4 Stunden am Tag schaffe, dann ist das schon ein Erfolg. :)

Viele Grüße und Danke
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

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Straycat
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Straycat »

Hallo Jugin,

ich verstehe, dass dich das stresst, wenn du dich eigentlich noch nicht bereit dazu fühlst.
2017 war ich auch 6 Monate in Krankenstand und der Wiedereinstieg in den Job hat mir vorerst auch große Sorgen bereitet.
Ich habe mir dann aber immer vor Augen gehalten: Es ist NUR ein Job. Und wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Die Welt geht nicht unter, wenn du es nicht schaffst. Dann musst du eben wieder in Krankenstand gehen, mehr kannst du nicht tun.

Auch wenn es sehr schwer ist, versuche dir einfach so wenig Druck wie möglich zu machen. Du machst einfach nur so viel wie möglich ist, ohne dass du damit deine Gesundheit zerstörst.

Mir hat die Auszeit mit dem Krankenstand auch viel Gelassenheit beschert. Wenn ich jetzt in der Arbeit merke, es geht einfach nicht so, wie es sich andere vorstellen oder wie ich es gerne hätte, dann mach ich einfach nur so viel und so intensiv, wie es eben möglich ist. Das kann auch sehr befreiend sein, wenn man da lernt, den Druck rauszunehmen.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du etwas findest, wo du dich prinzipiell wohlfühlst und nicht überfordert fühlst.

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Danke Straycat,
ich glaube auch wirklich das wird das entscheidende sein, wie ich mit der Arbeit umgehe. Ich bin so ein Typ, der sich schnell rein steigert und versucht soviel wie möglich zu schaffen. Hat mir immer viel Lob eingebracht, aber auf Dauer schafft das keiner. Vor allem ich nicht mehr. :(

Jetzt muss ich, denke ich, andere Prioritäten setzen.


Viele Grüße
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo Leute,
mir geht es momentan sehr schlecht. Ich habe von letzten Sonntag auf Montag nachts nicht richtig schlaf bekommen und bin so um 4-5 Uhr aufgewacht. Danach fing eine schlimme Spirale an. Ich konnte immer schlechter schlafen und meine Grunderkrankung kam immer mehr hoch. Ich habe versucht durch Baldrian, Schlaf und Nerventee (Sidroga) und Zolpidem den Schlaf zu verbessern. Ich glaube weil ich das alles gemischt habe ist es noch schlimmer geworden.
Dann von Freitag auf Samstag war die schlimmste Nacht. Ich bekam mittlere Panik nachts und habe dagegen noch Chlorprothixen 2x 30mg genommen, was nicht richtig geholfen hat irgendwie und alles noch mehr gereizt hat. In der Nacht bekam ich dann 2-3 Stunden Schlaf und so starke Panik, dass ich einen Rückfall bekomme. Dann bin ich in die Klinik und wurde wegen Corona erstmal nicht aufgenommen.Ich hätte dann erstmal 3 Tage in die Quarantäne gemusst und das ist auch nicht gut für mich. Die meinten ich sollte noch paar Tage versuchen den Schlaf zu regulieren.

Auch habe ich mit dem Risperdal rumgespielt. Die ersten paar Tage habe ich auf 2,75mg erhöht dann auf 3mg und gestern habe ich einmalig 4mg genommen.

Mein ZNS ist komplett gereizt jetzt nach 1 Woche und ich habe ständig leichte Übelkeit und Schwindel. Gestern war es so schlimm, dass ich nix essen wollte wegen Selbstmordgedangen.

Von gestern auf heute ist aber ein wenig besser geworden mit Panik. Ich habe nur ständig schwindel und muss mich hinlegen.

Ich wollte frage was ihr machen würdet? :( Ich glaube 4mg von 2,6mg Risperdal ist zu hoch und das stresst den Körper auch.

Habe in dieser Woche 3x5mg Zolpidem genommen. Es ging einfach nicht anders, weil mit Schlafmangel wird alles noch schlimmer.

Ich bin echt am Ende langsam. :cry:

Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
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keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
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13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
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21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
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Ululu
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Ululu »

Hallo Jugin,

es tut mir leid, dass es dir momentan so schlecht geht.

Ich denke an wichtigsten ist, dass du jetzt Ruhe ins System bringst, also versuchst, auf einer festen Dosis mit deinen Medikamenten zu bleiben.
Du hast ja selbst erkannt, dass das Aufdosieren von 1,4 mg Risperdal deinen Körper such stresst.

Du könntest vielleicht versuchen, dich auf z.B. 3 mg zu stabilisieren und dies eine ganze Weile halten.

Schlaf wäre natürlich wichtig. Zolpidem ist da keine Dauerlösung aber das weißt du selbst.
:)
Schlafstörungen verselbständigen sich häufig, das kennen Viele hier. Je mehr man sich unter Druck setzt, desto schwerer wird das Abschalten und Einschlafen.

Kennst du schon unseren Schlafthread ?

Ich lasse dir den Link da.

viewtopic.php?f=57&t=9278

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

krasiva
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von krasiva »

Hallo jugin,

auch ich reduziere Risperidon. Was mir hilft beim reduzieren: höchstens 10% der letzten Dosis zu reduzieren, Reize meiden (wenn mir schlecht geht z.B. kein telefonieren, Musik, Computer, fernsehen - auch sonst mässig), alltäglich sich bewegen und auf die frische Luft zu gehen (immer), immer zur gleichen Zeit möglich schlafen gehen (besser früher als später) u. vorm schlafen gehen keine Reize (außer viel. nicht anstrengende Lektüre kurz) - Schlafrituale entwickeln, reizfreie Ernährung (z.B. Süßes und verarbeitete Ernährung mit Chemikalien meiden) mit viel frisch. Obst u. Gemüse. Auf sich innerlich zu achten: Techniken erlernen, die einem zur Not helfen können (atmen, progressives Muskeltraining nach Jacobson, Achtsamkeit z.B.). Außerdem Nahrungsergänzungsmittel aus meiner Signatur (die unterstützen mich um den Schlaf zu bekommen).

Wünsche dir gute Besserung und einen schönen letzten Ostertag.

Herzliche Grüße,

krasiva :)
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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo Forum,
ich schreibe aus der Klinik in der ich seit dem 13.4 stationär bin. Ich habe es nicht mehr ausgehalten. Der Schlafentzug hat mich mit der Unruhe alles abverlangt.
In der Klinik hat man mir 50 mg Seroquel zum Schlafen gegeben und das Risperdal auch wie ich auf 4 mg erhöht. Die ersten Tage waren wirklich schlimm. Habe mich viel selbst verletzt, weil ich einfach hilflos bin.
Ich kriege aber zum Glück wieder Schlaf wegen dem Seroquel. Nebenbei habe ich Tavor zur Nacht bekommen, damit ich einschlafen kann. Das Tavor ist jetzt erstmal abgesetzt.

Die letzten 3-4 Tage ging es mir immer besser und ich konnte schon fast an den Therapien teilnehmen. Gestern habe ich dann gebeten das Seroquel von 50mg auf 100mg zu erhöhen, weil ich so flach geschlafen habe und heute morgen dann direkt starke Unruhe und Überreizung. Musste fast den ganzen Tag auf dem Zimmer verbringen, weil ich das Gefühl habe kurz vor Panikattacken zu stehen.

Kann es sein, dass es an der Erhöhung lag? Eig. glaubte ich auf dem Weg der Besserung zu sein und wollte noch tiefer schlafen. Kommt diese Überreizung von einem gestressten ZNS? Ich kann grade so in meinem Zimmer liegen.


Viele Grüße
Jugin
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02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
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13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
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Jamie
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Jamie »

Hallo jugin :)

Wenn mehrere Medikamente mehr oder weniger zeitgleich verändert werden, was wir nicht empfehlen, ist es immer schwierig die Ursache auszumachen, wenn dann Probleme auftreten.

Bei dir lese ich jetzt heraus, dass Lorazepam abgesetzt wurde und Quetiapin erhöht.
Auch das Lorazepam kann Probleme machen, es macht ja schnell abhängig.
Wie viel Tavor und wie lange hast du es genommen?

Das Quetiapin kann auch für deine Probleme verantwortlich sein.
Besteht die Möglichkeit, dass du vielleicht nur 75mg nimmst (statt 100mg).
Dann kannst du schauen, ob das besser vertragen wird.

Generell solltest du aber zurückhaltend mit den ganzen Medikamenten sein; je mehr experimentiert wird, desto gereizter wird das ZNS.
Und dass viel immer viel hilft, ist gerade bei Psychopharmaka ein Trugschluss.

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo zusammen,
ich wollte mich mal melden, weil es mir ein wenig besser geht. Ich habe es geschafft 3 Nächte ohne das Tavor zu schlafen, da meine Unruhe und Panik nachgelassen haben.
Ich hatte das Tavor seit dem 13.4 bekommen. Die ersten Tage immer zu Nacht 1 mg und dann auf 0,5 mg reduziert.
Das Seroquel ist immer noch auf 100mg und es bringt mich Gott sei Dank zum Schlafen.
Mein Zustand ist weiterhin kritisch.
Ich bin ständig überreizt und kann fast den ganzen Tag nur spazieren gehen um am Abend müde zu sein.
Auch habe ich ein wenig mit NEM experementiert, was eine ziemlich lange Geschichte ist. Habe auf jeden Fall die letzten beiden Tage 2×500mg Vitamin D3 (Niacin) genommen. Gemacht habe ich es aus Verzweiflung gegen die Schizophrenie.
Ich versuche es jetzt aber sein zu lassen um nicht noch mehr zu triggern.
Viele Grüße
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

[/spoil]

Towanda
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Towanda »

Hallo Jugin,

schön, dass es Dir ein wenig besser geht.

Kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren und das Seroquel und Tavor mit Datum und Dosis aufnehmen? Danke!

Gruß, Towanda
► Text zeigen

13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

padma
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von padma »

hallo Jugin, :)

gut, dass du Tavor wieder weggelassen hast. Es macht sehr schnell abhängig und ist eigentlich kein Medikament zum Schlafen.
Habe auf jeden Fall die letzten beiden Tage 2×500mg Vitamin D3 (Niacin) genommen. Gemacht habe ich es aus Verzweiflung gegen die Schizophrenie.
Niacin ist Vit B3, du hast dich wohl vertippt. B Vitamine können im Entzug ungünstig sein, wenn wäre es sinnvoll, es zunächst mit einer sehr niedrigen Dosis zu testen.

Wurde denn ein Mangel festgestellt? Das es so allgemein gegen Schizophrenie hilft, kann ich mir nicht vorstellen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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HSP
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von HSP »

Hallo Jugin,

deine Sorge nicht schlafen zu können ist mir durchaus bekannt. Drei Nächte habe ich nun seit dem letzten Vorfall, komplett wach gelegen und nicht schlafen können, diese schlaflosen Nächte bereiten einem sofort Panik, dass man wieder rückfällig werden könnte. Allgemein merke ich, wie unruhig mein Schlaf wieder geworden ist, seitdem das Zyprexa nur noch auf 2mg ist, vorher bei 5mg war der Schlaf so, dass Abends einfach das Licht aus ging, man keinen Gedanken mehr gefasst hatte und irgendwie traumlos wach geworden ist. Das ist nun anders, hin- und wieder mache ich mir vorm Schlafen gehen, viele Gedanken, das was gerade passiert ist, über Situationen mit anderen Menschen, die ich hatte und es fährt leider immer die Angst mit, dass sich die eigenen Gedanken wieder verselbstständigen, Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann.

Ich muss leider sagen, dass diese Zustände bei mir z.T. recht plötzlich kamen, es aber selber merke, wann ich abdrifte. Bei solchen Nächten, habe ich natürlich große Angst wieder rückfällig zu werden und immer wieder die Frage, dosiere ich nun auf, oder halte ich es aus?! Vor allem, um wieviel dosiere ich auf, um einen Rückfall zu verhindern? Man liest häufig, dass durch die ungünstigen Anpassungsprozesse im Dopaminhaushalt, immer größere Dosierungen nötig werden, eben gerade dass, kann man an Hand deiner "Absetzhistorie" lesen.

Ich kann dir sagen, dass ich diese Nächte mit kreisenden Gedanken, ohne Mittelchen überstanden habe, den Tag danach bin ich zwar etwas neben der Spur und auch unkonzentriert, aber das ist "Otto-Normal" auch, nach einer durchzechten Nacht. Die darauf folgende Nacht, schlafe ich dann wieder sehr gut und NACH dieser Nacht, geht es mir meist richtig gut. Es hebt meine Laune, stärkt mein Selbstbewusstsein, dass ich es auch ohne Medikamente "geschafft" habe.

Wenn man sich wieder etwas "einwirft", dann wird man nie wissen, ob es nicht auch "ohne" geschafft hätte. Es half mir teilweise, einen Schritt zur letzten Dosis zurückzugehen, auch vom mentalen her. Das mag vielleicht unlogisch sein, denn Zyprexa braucht seine 4-5 Tage um direkt zu wirken, aber es ist die Kraft der Gedanken, die häufig eben doch stärker sind. Das kann ein Vor- und auch ein riesen Nachteil sein, denn auch negative Gedanken (Ängste) können sehr stark sein!

Es gibt so ein paar Dauersupplemente, die ich mir regelmäßig gebe, welche bereits in diversen Studien bei Schizophrenie helfen sollen, in dieser Richtung habe ich bisher nur eine Verdachtsdiagnose, die Minussymptome sprechen zwar dafür (aber diese sind häufig NL-Nebenwirkungsbedingt):

- NAC
- Glutathion
- Vitamin B-Komplex (gerade B12 ist hier sehr wichtig)
- Omega 3 + Vitamin E
- einen Frühstücks-Smoothie mit diverser Rohkost + Obst, um viele Vitamine über den Tag abzudecken
- Vitamin D3 + K2 (bildet Synergien)
- Baldrian zur Nacht, teilweise Tryptophan & Melantonin

Viele Grüße
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2017 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - heute 1,25mg Olanzapin

jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo zusammen,
gut, dass du Tavor wieder weggelassen hast. Es macht sehr schnell abhängig und ist eigentlich kein Medikament zum Schlafen.
Ja leider konnte ich es nicht vorher weglassen, weil es einfach nicht ging. Ich hatte so starke Unruhe, dass an Schlaf nicht zu denken war. Erst mit dem Seroquel und dem Tavor war ich in der Lage einzuschlafen. Jetzt nur noch mit dem Seroquel. Ich bete, dass es dabei bleibt.
Niacin ist Vit B3, du hast dich wohl vertippt. B Vitamine können im Entzug ungünstig sein, wenn wäre es sinnvoll, es zunächst mit einer sehr niedrigen Dosis zu testen.

Wurde denn ein Mangel festgestellt? Das es so allgemein gegen Schizophrenie hilft, kann ich mir nicht vorstellen.
Ja ich meinte natürlich Vitamin B3 und ja es hilft in therapeutischen Dosen wirklich gegen die Schizophrenie. Ein Arzt in Amerika namens Abram Hoffer hat in Amerika über 50 Jahre ca 5000-6000 Patienten so von Schizophrenie heilen oder zumindestens die Krankheit stark eindämmen können.
Ich habe hier im Krankenhaus sein Buch liegen, da steht das alles ganz genau.
Leider geht das nicht von heute auf morgen, sondern über Jahre und ich sollte mich dafür mehr stabilisieren.

Hier ein Link, von einer kleinen Zusammenfassung seiner Arbeiten und paar Studien.

http://altmedrev.com/archive/publications/13/4/287.pdf



Im Moment ist auch nicht die Schizophrenie mein Problem sondern, dass mein ZNS total gestresst ist. Bin total überreizt von allem und muss mich ständig schützen.
Ich kann dir sagen, dass ich diese Nächte mit kreisenden Gedanken, ohne Mittelchen überstanden habe, den Tag danach bin ich zwar etwas neben der Spur und auch unkonzentriert, aber das ist "Otto-Normal" auch, nach einer durchzechten Nacht. Die darauf folgende Nacht, schlafe ich dann wieder sehr gut und NACH dieser Nacht, geht es mir meist richtig gut. Es hebt meine Laune, stärkt mein Selbstbewusstsein, dass ich es auch ohne Medikamente "geschafft" habe.
Leider hat das bei mir nicht geklappt. Die ersten paar Tage konnte ich noch ein wenig gegensteuern mit Baldrian und Schlaf und Nerventee, aber danach war alles verloren. Ich bin sehr froh, dass mir in der Klinik Seroquel gegeben wurde, weil diese Panik nicht aushaltbar war. Jetzt schlafe ich wenigstens und die Unruhe ist auch weniger geworden.

Normalerweise bin ich auch jemand der alles versucht, aber irgendwann gehen dem Menschen die Mittel aus.

Viele Grüße und hoffentliche Erholung
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

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