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jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

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Monalinde
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Monalinde »

Hallo Jugin,

es ist für mich sehr hilfreich, deine Beiträge zu lesen. So wie du die Symptome beschreibst, kenne ich sie von meinem erwachsenen Sohn, der an paranoider Schizophrenie leidet, auch. Ich sitze oft hilflos daneben, wenn er diese Angst- Erregungszustände und Unruhe wie aus dem Nichts heraus zu bekommen scheint und ich mir keinen Rat mehr weiss. Dann steht immer die Frage im Raum, ob der Wahn wieder ausbricht.
Ich bin bestimmt keine überbesorgte Gluckenmutter, will mich aber auch in diesen Momenten der Verantwortung nicht entziehen.Mein Sohn lebt wie du, ständig in der Angst eines Rückfalls, verständlcherweise.

Ich forsche oft nach seelischen Ursachen, aber möglicherweise haben diese Zustände mit dem seelischen Zustand gar nicht so viel zu tun, sondern äußern sich einfach in Schüben, kommen vielleicht dann, wenn der Körper geschwächt ist. Mein Sohn der die Krankheit seit 2005 hat, war schon mehrmals im Bezirkskrankenhaus, aber Gott sei Dank nur alle paar Jahre einmal.

Zur Zeit belastet ihn die Coronakrise sehr. Hat Ängste deswegen, die ich so nicht nachvollziehen kann, fürchtet sich vor Menschen, trotz Maske. Es ist, als ob sein Hirn ihm Horrorbilder vorgaukelt, denen er nur schwer widerstehen kann.

Die letzten Tage gab es eine Krise für drei Tage ausgerechnet jetzt.. Als dieser schlimme Erregungszustand abends kam, hat er eine Tablette von dem Seroquel und zusätzlich das Lorazepam genommen, dann wie üblich Risperdal, das bei ihm manchmal auch aufputschend wirkt. Ich war ob der Menge dieser Medikament sehr besorgt, er aber konnte schlafen mit dem Cocktail. Das ist dann schon mal die halbe Miete.Baldrian- und Nerventee haben nicht gewirkt. Das Lorazepam nimmt er nur als Bedarfsmedikament, das Seroquel meistens auch, so viel ich weiss.

Die Gefahr scheint wieder einmal abgewendet. Meine Erfahrung mit dieser tückischen Krankheit ist, dass man von Anfang gleich heftig gegenstgeuern muss, mit Medikamenten, denen ich selbst sehr kritisch gegenüberstehe.

Der Zustand meines Sohnes besserte sich oft in der Tagesklinik, weil die entspannte Atmosphäre ihm gut tat. Damit ist ja jetzt wohl nichts.

Jugin und HSP ich habe großen Respekt vor euch, denn die Krankheit ist keine kleine Hausnummer und ihr macht das mit der Bewältigung ziemlich gut. Ich werde weiter bei euch lesen.

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.
jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo Monalinde,
es tut mir leid, dass dein Sohn das selbe durchmachen muss.Er nimmt ja sogar ähnliche Medikamente wie ich.Ich wünsche im nur das Beste. Hat er schon Novian (Passionsblume)probiert? Ich habe es gerade selber entdeckt und stecke viel Hoffnung darein, dass es bei meiner Unruhe hilft. Ich habe nur gutes darüber gelesen.Auch hier im Forum.

Bei mir ist in der Zwischenzeit was schlechtes passiert. Ich hatte am Samstag eine Belastungserprobung zu Hause, die ich mit Unruhe abbrechen musste. In der Klinik zurück have ich dann auch nicht so gut geschlafen , dass ich am nächsten Tag immer noch Unruhe hatte. Dagegen habe ich dann Chlorprothixen genommen,worauf ich dann wieder paradox reagierte und es schlimmer wurde.
Ich hatte dann einen Selbsmordversuch mit Notfall-Op. :(
Jetzt liege ich auf der Teilgeschlossenen in Isolation.
Auf meinen Wunsch wurde das Rispedal auf 3,5mg reduziert,weil ich das Gefühl habe von Risperdal diese ständige Unruhe zu haben. Meine Hoffnung ist jetzt, dass ich mit der Passionsblume meine Unruhe in den Griff kriege. Unter 3 mg Risperdal kannte ich die Unruhe so stark nicht und vielleicht bringt es ein wenig Abhilfe.
Lorazepam habe ich immer noch als Bedarf.z.B. gestern 1 mg vor dem Schlafen ,weil ich gezittert habe. Ich werde aber versuchen ,es mit der Passionsblume hinzukriegen.

Viele Grüße an alle und Danke fürs Lesen
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
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Jamie
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Jamie »

Hallo jugin,

es tut mir sehr leid das zu lesen :(.

Es scheint diese Belastungserprobung zu Hause ist ja irgendwie nach hinten los gegangen und dann hat dir das Chlorprotixen den Rest gegeben :(.

Ich hoffe, du bist zumindest organisch (du erwähnst eine Not-OP) auf dem Wege der Besserung, die Seele wird Zeit brauchen das zu verarbeiten.
Meinst du du kommst klar?

Kannst du bei Gelegenheit, sofern das nicht zu traumatisierend für dich ist, deine Signatur ergänzen? Ansonsten können auch wir Moderatoren das tun.
Nimmst du nur noch das auf 3,5mg reduzierte Risperidon und bei Bedarf dann Tavor?
Noch anderes?


Ich schicke dir mein Mitgefühl :hug:
Jamie
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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo Jamie,
Ich nehme jetzt das reduzierte Risperdal 3,5mg und zur Nacht 100 mg Seroquel.
Als Bedarf das Lorazepam und jetzt neu probiere ich als alternative Passionsblume.

Ich komme soweit irgendwie klar, aber bin ständig in der Unsicherheit, dass es schlimmer wird. Vorallem diese Spirale mit der Unruhe, dem Schlafen und der Schizophrenie.
Ich kriege für meinen verletzten Arm Schmerzmittel und hoffe dass ich irgendwie schlafen kann.

Ich habe in dem Moment einfach keinen anderen Ausweg gesehen :(

Liebe Grüße
Jugin
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2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
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01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
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13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
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21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
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Jadenfit
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Jadenfit »

Hallo Jugin,

mich berührt deine Geschichte. Ich wünsche dir besonders viel Kraft in dieser Zeit. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für dich sein mag.

Dennoch spreche ich dir Mut zu. Ich habe auch mal mit Menschen mit solchen Erkrankungen zu tun gehabt, und für mich waren sie teilweise missverstanden worden. Gerade deswegen ist es mir wichtig, dass ihr wisst, dass ihr okay seid und dass es auch okay ist, sich mal schlecht zu fühlen.

Ich hoffe, dass dein Arm schnell heilt und dass du heute Nacht gut einschlafen kannst, versuch vielleicht an irgendwas in deiner Kindheit zu denken, falls es dort etwas Schönes gab.

Lieben Gruß, Jadenfit
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padma
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von padma »

hallo Jugin, :)

das tut mir sehr leid, wie schlimm es dir ging, so dass du keinen anderen Ausweg sahst. Zum Glück ist es ja nochmal gerade so gut gegangen.

Gehen sie denn in der Klinik gut mit dir um? Isolation hört sich nicht gut an,ist das okay für dich?

Ich hoffe sehr, dass es dir bald wieder besser geht.

Ich wünsche dir viel Kraft,
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo zusammen,
vielen Dank für die Mitteilnahme.Das hilft einem schon ein wenig.
Ich bin jetzt raus aus der Isolation. Das war wegen Corona und ich bin jetzt zusammen mit jemandem auf dem Zimmer.
Ich werde hier generell sehr gut behandelt. Es wird nichts ohne mich angeordnet oder reduziert. Gott sei Dank ist es eine gute Klinik.
Mein Schlaf war heute nicht so gut, da ich kurz nach dem Einschlafen durch die Infusion des Antibiotikas geweckt wurde. Danach war ich oft wach.
Ich werde mich jetzt erst schlafen legen, wenn ich die Infusion schon habe, da ich dadurch Unruhe bekomme.

Ich nutze jetzt 2-3 mal am Tag Passionsblume und es hilft leicht.
Das Tavor will ich nicht während des Tages nutzen, sondern notfalls zum Schlafen wegen der Unruhe.

Ich denke das ist mein Plan, das Tavor nur wenns nicht geht zu benutzen.

Ich hoffe ich kann die nächsten Tage besser schlafen und die Unruhe wird dadurch etwas besser.

Ich muss sagen, dass ich die letzten Tage wieder mein Niacin genommen habe. Ich werde es aber sein lassen , um nicht noch mehr zu triggern.

Viele Grüße und in Hoffnung auf Besserung
Jugin
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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo zusammen,
ich bin jetzt jetzt seit gestern in dem Isolationsraum alleine mit meinem Bett und werde erstmal übers Wochenende hier bleiben. Ich war schon den ganzen Tag so angspannt und bekam ne Panikattacke mit Suizidgedanken.Die Unruheattackene gehen schon nur mit Tavor weg.Ich bin jetzt als suizidgefährdet eingestuft. Also mit Entlassung ist nix.Die ärzte wollten zuerst komplett neues Medikament einsetzen.Also geplant war, dass ich jeden Tag 50mg Clozapin mehr kriege bis 400mg und dann wird man schauen. Danach sollte das Risperdal rausgenommen werden ,da ich denke meine Unruhe von da kommt und der Arzt denkt ich bin mit dem Risperdal falsch eingestellt.
Jetzt konnte ich aber irgendwie durchsetzen, dass nur das Seroquel erhöht wird für den Schlaf(+Schutz vor Psychose) und anschließend das Risperdal runter. Also erstmal ohne 3 Neuroleptika.
Überall im Internet lese ich, dass Risperdal in höheren Dosen starke Unruhe und Angst auslöst. Hoffentlich ist das bei mir der Fall und wird durch Reduktion besser.

Was haltet ihr von dem Plan?
Momentan ist es sehr schwer, da ich die Unruheattacken und Suizidgedanken nur mit Tavor im Griff habe.

Viele Grüße
Jugin
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01.2017 Risperdal 1mg
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01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von padma »

hallo Jugin, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir weiterhin so schlecht geht. :hug:
Bekommst du den Tag in diesem Isolierzimmer denn irgendwie rum?

Mit deinen Medikamenten habe ich keine eigene Erfahrung. Mir erscheint dein Plan vernünftig, es ohne ein drittes NL zu versuchen. Das hätte ja auch wieder NW und WW.

Risperdal kann laut Beipackzettel Unruhe auslösen. Wenn dein Gefühl ist, dass die Unruhe von Risperdal kommt, halte ich es auch für sinnvoll, zu versuchen das zu reduzieren.

Ob Seroquel in einer höheren Dosis noch mehr für den Schlaf bringt, weiss ich nicht. Zum Schlafen werden i.d.R. ja eher niedrige Dosierungen gegeben. Als Psychoseschutz macht eine höhere Dosis evtl. vorübergehend Sinn.

Ich hoffe, dein Wochenende wird einigermassen erträglich.
Ich schicke dir ein dickes Kraftpaket :fly: :group:
liebe Grüsse,
padma
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von HSP »

Guten Morgen Jugin,

das tut mir leid zu hören, dass du einen Rückfall hattest, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich auch irgendwie davor fürchte, es nochmal durchleben zu müssen. Toi toi toi...
Ich weiß selber wie viel "Arbeit" hinter so einem Absetzprozess steckt, diese ständige Wachsamkeit, sich selber gegenüber, die Angst vorm nicht einschlafen können und und und. Je näher es an "null" herangeht, desto schwieriger wird es. Bei einem Rückfall, scheint der ganze "Ärger" umsonst gewesen zu sein, ist es aber nicht, man lernt sich selber besser kennen, weiß seine Trigger zu deuten...

Ich habe mich nun auch sehr viel, würde sagen schon fast zu viel mit dem Thema auseinandergesetzt und mittlerweile 4 verschiedene Bücher über Neuroleptika durch. Es ist schade dass die Psychiatrie einzig mit Hoch- / Um- und Mehrdosierungen arbeiten, dabei gibt es keine Evidenz dafür, dass mehrere Neuroleptika, auch automatisch hilfreicher sind. Ebenso kann und sollte man bei einem Erstausbruch, mit Niedrigdosierungen arbeiten, denn erst die Anpassungen im Laufe der Zeit, machen Hochdosierungen wirklich notwendig. Mich ärgert einfach diese Arbeitsweise. Ich weiß bei mir nicht, ob ich nochmal da durch muss - ich hoffe nicht - es hat sowieso schon ein sehr großes Trauma hinterlassen, doch manchmal frage ich mich trotzdem, ob ich es auch "ohne" schaffen könnte, es würde das eigene Selbstbewusstsein, auf jeden Fall steigern und die Angst vor einem Rückfall mindern, und Angst ist "Futter" für die Psychose / Panikattacke....

Es gab in meiner Phase, wirklich häufig Tage, an denen hätte ich lieber wieder hochdosiert, oder zu einem Einschlaffördernden Medikament gegriffen, aber letzten Endes, habe ich ALL diese Phasen, ohne chemische Hilfsmittel überstanden und das zeigt mir, dass es eben doch möglich ist, nun mache ich mich auch vor schlaflosen Nächten weniger verrückt. Gerade bei Tavor würde ich auf Dauer einfach aufpassen, das wird schnell zur Gewohnheit, kann man hier auch häufiger lesen und dann hängt man nur noch weiter drin. Vielleicht nicht unbedingt die Dinge, die du jetzt hören willst, ich will dir nur zeigen, dass es sich manchmal lohnt, dagegen anzukämpfen und die Angst, dass sich die Gedanken verselbstständigen können, ist mir wohl bekannt....


Gute Besserung und viele Grüße
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2017 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - 24.08.2020 1,25mg Olanzapin
25.08.2020 - heute 1,175mg Olanzapin
jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo zusammen,
Ob Seroquel in einer höheren Dosis noch mehr für den Schlaf bringt, weiss ich nicht. Zum Schlafen werden i.d.R. ja eher niedrige Dosierungen gegeben.
Das Seroquel wurde gestern von 100mg auf 200 mg erhöht und ich habe ca.16 Stunden geschlafen. Zum Schlafen ist das genug und als Psychoseschutz plane ich auf ca 300 mg bis höchstens 400 mg zu gehen.
Das Risperdal stelle ich mir so bei 3 mg vor evtl. weniger.
Aber ich will nach der ersten Reduktion noch was warten um auf 3 mg zu gehen.
Unter 3 mg hatte ich bei der letzten Entlassung keine starke Unruhe.
Auch wenn das nicht nach der 10% Regel ist, denke ich ist es im Notfall noch zu verkraften. Ich muss wissen ob die Unruhe vom Risperdal kommt.
Gerade bei Tavor würde ich auf Dauer einfach aufpassen, das wird schnell zur Gewohnheit, kann man hier auch häufiger lesen und dann hängt man nur noch weiter drin. Vielleicht nicht unbedingt die Dinge, die du jetzt hören willst, ich will dir nur zeigen, dass es sich manchmal lohnt, dagegen anzukämpfen und die Angst, dass sich die Gedanken verselbstständigen können, ist mir wohl bekannt....
Ja ich sehe das genau wie du.Ich benutze als prophylaxe auch Passionsblume und kämpfe auch immer soweit es geht gegen die Unruhe an. Und ich würde sagen ich habe eine normal hohe Toleranz. Bei Notfällen sieht das Ganze einfach anders aus. Wenn du schon verzweifelt versuchst nach irgend einer Erlösung ausschau zu halten. Ich fang dann an mich zu schlagen und kriege Selbstmordgedanken. In dem Moment muss man ne Tavor nehmen sonst endet es übel. z.B. man wird aggresiv und dann muss weiter in Isolation. Ich nehme mir aber trotzdem deine Worte zu Herzen.

Viele Grüße
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo,
ich wollte mal ein Update zu meiner Lage geben. Gestern den Tag habe ohne Tavor überstanden. Hatte sich angefühlt wie ein kleines Fenster. Heute ist es schon ein wenig schwerer, aber bis jetzt auch noch ohne Tavor ausgekommen. Jetzt will ich am liebsten alles so lassen und mich weiter erholen. Ich hatte zuerst einer Erhöhung beim Seroquel auf 300 mg vom Arzt zugestimmt , aber habe mich nun umentschieden und lasse alles so wie es ist. Das Risperdal lasse ich auch auf 3,5 mg, weil es sonst wahrscheinlich wieder zum Entzug mit evtl. Symptomen kommt.
Hoffentlich legt sich meine Unruhe weiter und ich kann auf Besserung hoffen.
Ich denke ich komme auch morgen aus der Isolation raus, da es mich langsam belastet.
Ich habe zwischendurch sehr viel Angst in was für einer Lage ich mich befinde. Ich habe nur noch mein Handy zur Kommunikation und es ist alles nicht so einfach auf einer geschlossenen Akutstation.

Danke fürs Lesen.
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo,
ich habe eine kurze Frage bezüglich des Absetzen von Schmerzmitteln. Ich habe ca 1 Woche 2xIbuprofen 600 pro Tag bekommen. Jetzt soll ich das Schmerzmittel bei Bedarf nehmen, aber hab vorsichtshalber eine 400er genommen für heute Abend. Kann das Absetzen von Schmerzmitteln auch triggern? Oder wenn ich keine Schmerzen habe kann ich die einfach absetzen. Ich befinde mich grade an der Belastungsgrenze und würde ungern noch weiter etwas falsch machen.
Kurzgesagt soll ich das Schmerzmittel auch ausschleichen?
Viele Grüße und Danke
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
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01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
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Jamie
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von Jamie »

Hallo jugin :)
Kann das Absetzen von Schmerzmitteln auch triggern? Oder wenn ich keine Schmerzen habe kann ich die einfach absetzen.
Nein, du musst nicht ausschleichen.
Ibuprofen wirkt nicht so wie Psychopharmaka.
Du kannst es absetzen bzw. weniger nehmen oder weglassen.
Einfach weglassen, wenn die Schmerzen besser sind. Schont Magen und Nieren.

NSAR (NSAID) wie Ibuprofen sind nicht bluthirnschrankengängig, sondern reichern sich in der Peripherie an den vorrangig entzündeten / betroffenen / verletzten Stellen an und wirken dort u.a. schmerzstillend, entzündungshemmend (antiproliferativ, abschwellend usw.), indem sie bestimmte Enzyme (Cox) hemmen, was dazu führt, dass weniger Prostaglandine (diese vermitteln den Schmerz) synthetisiert werden.

Ich wünsche dir wenige Schmerzen und alles Liebe und viel Kraft :group:
Jamie
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von darian92 »

Hallo jugin,

Mensch , das hört sich ja gar nicht so schön an. :(
ich hoffe , es geht dir jetzt ein wenig besser wieder?

auf baldige Besserung.🍀🐞

ganz liebe Grüsse
Darian
Diagnosen: paranoide schizophrenie (selbst eingehandelte Diagnose, daher sehr fragwürdig)
angeblich andauernde Persönlichkeitsänderung.

Weitere Diagnosen:
arterielle hypertonie
Hypotheriose

Medikamente:
anfangs 4 mg risperidon (16.08.17)
30.08.17 - 3,5 mg risperidon
3.10.17 - 3 mg risperidon (gereiztheit und wutausbrüche)
19.02.18 2,75 mg risperidon (kurze reizüberglutungen , gedrückter Stimmung , angstgefühle)
13.07.18 - 2,5 mg risperidon (angstgefühle)

23.09.18 - 2 mg risperidon (starker entzug: Paranoia, Angstzustände, intensive Wahrnehmung, Schwindel,Schlafstörungen, sehr stress sensibel , Panik Attacken mit ohmachtsgefühl unterwegs , derealisationerleben) kein wunder bei 20 prozent Reduzierung!!!!!!!
November besserung.
Lange reduktionspause
25.04.19 beginn der wasserlösemethode aus dem forum + microtapering

Genaue Zahlen nicht mehr im Kopf:
25.04.19 1,95 mg risperidon
18.05.19 1,92 mg risperidon
30.06 19 1,89 mg risperidon
22.7.19 1,81 mg risperidon
15.08.19 1,75 mg risperidon (antriebsteigerung und hitzetrigger sowie hypomanische Phase)
17.09.19 1,68 mg risperidon (Konzentrationsprobleme)
30.11.19 1,58 mg risperidon
15.12.19 1,53 mg risperidon (gereiztheit, hypersexuailtät , hypomanisch)
15.01.20 1,5 mg risperidon ( relativ beschwerdefrei, aber Unwohlsein.. ab da an positive Veränderungen meines verhaltens und der Sensibilität .. Schnippische Art geht zurück)
22.05.20 1,47 mg risperidon
1.06.20 1,45 mg risperidon ( schwindel zeitweise , Konzentrationsprobleme , depressive verstimmung zeitweise und kurze Suizid Gedanken, unruhe und reizsensibilität)
1.09.20 1,43 mg risperidon (kein entzug :) )
zusätzliche Medikamente : morgens l-tyroxhin, 125 Mikrogramm
metoprolol succinat 95 mg täglich
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo liebes Forum,
Danke für die Nachfrage. Bei mir hat sich einiges getan.
Das positive zuerst. Bei meiner Hand wurden die Fäden gezogen und ich habe auch ohne Schmerzmittel keine Probleme mit der Hand. Das beruhigt mich schon.
Auch konnte ich mich mit den Ärzten einigen, dass 3 Wochen nichts an der Dosis verändert wird. Und ich die Chance erhalte mich so zu stabilisieren, um auf eine offene Station zu kommen.
Die Ärzte wollen mich auf 600-800mg Seroquel sehen und wenn das nichts bringt, dann eine komplette Umstellung auf Clozapin. Davor habe ich am meisten Angst, dass ich quer umgestellt werde, was ich ablehne. Die Ärzte argumentieren aber, dass ich einen Suizidversuch hatte und man jetzt die Medimamente ändern muss. Dass ich hier so schnell nicht rauskomme und einen Kaltentzug machen muss sind meine größten Ängste.

Auch gibt es noch etwas was mir sorgen macht. Das ist mein Lorazepamkonsum, der in der geschlossenen höher wurde, wegen größerer Belastung.

22.5. 1 mg
25.5. 1 mg
26.5 0,5 mg
27.5 1 mg
28.5 0,5 mg

Ich glaube ich bin schon in der Abhängigkeit und würde diese auch in Kauf nehmen solange ich hier rauskomme. Wenn ich kein Tavor nehme, dann habe ich Angst vor einer provozierten Panikattacke und dass ich Nachts nicht tief durchschlafe, was wieder ein Teufelskreis ist.

Ich sehe aber in meiner Lage immer noch Sachen, die ich selber zum Guten beeinflussen kann und versuche dies auch. z.B. keine Nickerchen am Tag um nachts besseren Schlaf zu haben oder über den Tag viel bewegen um Abends müde zu werden.
Auch PMR-Übungen für weniger Lorazepam.

Ich habe auch oft Gedankenkarusell, was alles auf mich zukommen kann, aber ich versuche standhaft zu bleiben.

Viele Grüße
Jugin
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01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von padma »

hallo Jugin, :)
Auch konnte ich mich mit den Ärzten einigen, dass 3 Wochen nichts an der Dosis verändert wird. Und ich die Chance erhalte mich so zu stabilisieren, um auf eine offene Station zu kommen.
Das ist schon mal sehr positiv.
Die Ärzte argumentieren aber, dass ich einen Suizidversuch hatte und man jetzt die Medimamente ändern muss. Dass ich hier so schnell nicht rauskomme und einen Kaltentzug machen muss sind meine größten Ängste.
Eine Medikamentenumstellung ist m.M.n. nicht unbedingt sinnvoll um einen weiteren Suizidversuch zu verhindern. Das bringt ja weitere Risiken mit sich, von einem Kalt/Turboentzug mal ganz zu schweigen. Da halte ich es für viel wichtiger, die Faktoren zu analysieren, warum es zu dem Suizidversuch gekommen ist und da ansetzen.
Ich glaube ich bin schon in der Abhängigkeit und würde diese auch in Kauf nehmen solange ich hier rauskomme. Wenn ich kein Tavor nehme, dann habe ich Angst vor einer provozierten Panikattacke und dass ich Nachts nicht tief durchschlafe, was wieder ein Teufelskreis ist.
Ja, das ist wirklich eine Abwägung.
Hier der thread von einem Mitglied, der in einer sehr ähnlichen Situation war, wie du viewtopic.php?p=323298#p323298 mit einem zum Glück sehr gutem Verlauf.
Ich sehe aber in meiner Lage immer noch Sachen, die ich selber zum Guten beeinflussen kann und versuche dies auch. z.B. keine Nickerchen am Tag um nachts besseren Schlaf zu haben oder über den Tag viel bewegen um Abends müde zu werden.
Auch PMR-Übungen für weniger Lorazepam.
Wie gut, dass du das noch sehen und auch umsetzen kannst. :D

liebe Grüsse und alles Gute für diese schwierige Zeit,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von darian92 »

Hallo jugin, :)

ich sehe es , wie Padma.
es wäre eher kontraproduktiv, die dosis vom quetiapin so hoch zu dosieren.
oftmals reicht da schon eine dosis von bis zu 200 mg vollkommen aus , um eine beruhigende Wirkung zu erzielen.

manche Studien sagen zumindest,das 150 mg sogar genauso wirksam sind wie 600 mg.

sprich da am besten nochmal mit deinem Arzt und sag ihm als Argument, das du so so eine hohe dosis eventuell nicht so gut verträgst(ein bisschen flunkern). :)

freut mich Schonmal, das es jetzt langsam bergauf bei dir geht und auch die Schmerzen nachgelassen haben! :)

mit der tavor Abhängigkeit haben sehr viele hier im Forum das Problem, glaube da hat dir Padma ja schon was verlinkt..

ich habe da leider nicht so eine Ahnung.

schönen Pfingstsonntag und liebe Grüsse
Darian
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30.08.17 - 3,5 mg risperidon
3.10.17 - 3 mg risperidon (gereiztheit und wutausbrüche)
19.02.18 2,75 mg risperidon (kurze reizüberglutungen , gedrückter Stimmung , angstgefühle)
13.07.18 - 2,5 mg risperidon (angstgefühle)

23.09.18 - 2 mg risperidon (starker entzug: Paranoia, Angstzustände, intensive Wahrnehmung, Schwindel,Schlafstörungen, sehr stress sensibel , Panik Attacken mit ohmachtsgefühl unterwegs , derealisationerleben) kein wunder bei 20 prozent Reduzierung!!!!!!!
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25.04.19 1,95 mg risperidon
18.05.19 1,92 mg risperidon
30.06 19 1,89 mg risperidon
22.7.19 1,81 mg risperidon
15.08.19 1,75 mg risperidon (antriebsteigerung und hitzetrigger sowie hypomanische Phase)
17.09.19 1,68 mg risperidon (Konzentrationsprobleme)
30.11.19 1,58 mg risperidon
15.12.19 1,53 mg risperidon (gereiztheit, hypersexuailtät , hypomanisch)
15.01.20 1,5 mg risperidon ( relativ beschwerdefrei, aber Unwohlsein.. ab da an positive Veränderungen meines verhaltens und der Sensibilität .. Schnippische Art geht zurück)
22.05.20 1,47 mg risperidon
1.06.20 1,45 mg risperidon ( schwindel zeitweise , Konzentrationsprobleme , depressive verstimmung zeitweise und kurze Suizid Gedanken, unruhe und reizsensibilität)
1.09.20 1,43 mg risperidon (kein entzug :) )
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jugin1992
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von jugin1992 »

Hallo,
mir geht es leider nicht so gut. Ich habe leichte Unruhe und Überreizung. Deswegen habe ich eine Frage.
Ich nehme jetzt Abends 0,5mg Tavor zum Schlafen. Gestern habe ich mit dem Pfleger zusammen die Tabl. geteilt um 0,25 mg zu bekommen weil ich nicht abhängig werden wollte, was jetzt glaube ich zu spät ist.
Auf jeden Fall merke ich es heute , dass es schlimmer geworden ist mit den Symptomen. Kann das an der Reduktion liegen? Habe die letzte Woche immer mind. 0,5 mg zum Schlafen genommen. Müsste Lorazepam jetzt ca die 4 Woche lang nehmen. Mit fast 3 Wochen Unterbrechung.

Ich habe das Gefühl, dass mein ZNS total überreizt ist. Ich habe Risperdal von 4mg auf 3,5 reduziert und Seroquel von 100 auf 300mg. Und jetzt auch noch die unregelmäßige Tavoreinnahme Abends.

Soll ich alles so lassen und Tavor Abends nehmen? Ich hatte überlegt auf Diazepam zu wechseln, damit ich auch tagsüber was von der Wirkung habe und die Unruhe nicht so stark ist. Oder tue ich mit dem Wechsel meinem gestressten ZNS nichts Gutes?

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen.

Viele Grüße
Jugin
[spoil][04.2013 Einweisung in Klinik mit Verfolgungswahn und Wahnideen
08.2013 Entlassung aus der Klinik mit 20mg Aripiprazol und 600mg Quetiapin (Befund: Paranoide Schizophrenie)
2013-2017 viele Dosisreduktionen und Umstellungen (darunter jahrelang Abilify)
keine eigenen Aufzeichnungen

01.2017 Risperdal 1mg
07.2017 Risperdal 2mg +100%
01.2018 selbst reduziert auf 1 mg -50%
02.2018 wieder 2 mg + 100%
10.2018 selbst reduziert auf 1,5 mg -25%
02.2019 weiter auf 1,25 mg -16,67%
06.2019 weiter auf 1 mg -20%
21.08.2019 4 mg Rückfall, Dämpfung und Antriebslosigkeit sehr stark
02.10.2019 3 mg -25% mehr anfälliger auf Reize und viel Arbeiten gegen die Depression
27.01.2020 2,5 mg -16,67% Unruhe, Gereiztheit, psychotische Gedanken wurden mehr
02.03.2020 2,6 mg +4% Symptome sind zurückgegangen, guter Schlaf, immer noch ein wenig sensibel,aber stabil
06.04.20 - 12.04.20 Schlafprobleme und extreme Unruhe durch übertriebenes Intervallfasten bekommen. Nachts wegen Hunger aufgewacht und am Ende 2-3 Tage nicht geschlafen und dann mit Suizidgedanken in die Klinik. :(
13.04.20 - 26.04.20 Risperdal hoch auf 4mg, dazu 100mg Seroquel zum Schlafen, 2 Wochen lang fast tägl. 1x 0,5mg-1mg Lorazepem
18.5.20 Nach Suizidversuch Risperdal auf 3,5 mg runter wegen Verdacht Unruhe zu erzeugen
21.5.20 -24.5.20 zuerst starke Panikattacke mit anschließender Isolation für 3 Tage. Empfehlung vom Arzt Seroquel auf 200 mg zu erhöhen gefolgt.Später auf 300mg erhöht.
5.6.20 Diazepam 10 mg zur Nacht eindosiert


2mg - 0 - 1,5mg Risperdon
0 - 0 - 300mg Quetiapin
0 - 0 - 10mg Diazepam
Olanzepan 0,5mg - 1 mg als Bedarf
Passionsblume Lioran als Bedarf

[/spoil]
padma
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Re: jugin1992: Vorstellung Risperdal 2,5 mg

Beitrag von padma »

hallo Jugin, :)

nach 4 Wochen Tavoreinnahme besteht oft schon eine Abhängigkeit, bei Tavor geht das sehr schnell.
Müsste Lorazepam jetzt ca die 4 Woche lang nehmen. Mit fast 3 Wochen Unterbrechung.
Das verstehe ich ncht ganz. Hast du die letzen 4 Wochen Taor genommen? Wann war die Unterbrechung?
Ich habe das Gefühl, dass mein ZNS total überreizt ist. Ich habe Risperdal von 4mg auf 3,5 reduziert und Seroquel von 100 auf 300mg. Und jetzt auch noch die unregelmäßige Tavoreinnahme Abends.
Das sind natürlich sehr viele Veränderungen. Wann war das genau?

Ich denke, es wäre wichtig, dass da jetzt mal Ruhe reinkommt. Umstellen auf Diazepam würde ich da aktuell eher nicht. Meine Tendenz wäre jetzt abends erstmal weiter die 0,5 mg Tavor zu nehmen bis du etwas stabiler bist.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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