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Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

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Lydia
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Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Freitag, 27.03.20, 21:08

Hallo,

ich bin neu hier und hab jetzt noch nicht in den Erfahrungen gesucht hier.
Ich nehme seit über 12 Jahren Venlafaxin. Seit Monaten habe ich mehr oder weniger Schlafprobleme, Schwitzen (habe meinen Hormonstatus vor 2 Wochen überprüfen lassen, bin noch nicht in den Wechseljahren), Ängste, depressiv, ich würde sagen schon mittelgradige Depression, manchmal, aber selten denke ich auch an den Tod, damit ich doch endlich Ruhe habe, weil es so nicht weitergehen kann).
Ich wäre auch eigentlich in einer psychosomatischen Klinik stationär, ist aber wegen Corona derzeit nicht möglich.
Ich möchte selbst die Umstellung, was der Arzt im der Klinik auch so sieht und hat mir einen Plan für 14 Tage gemacht. Mit meiner Hausärztin ist das auch alles besprochen, sie hat mit die Rezepte gemacht heute.Ich soll morgen beginnen. Ich weiss auch, dass ich mich, wenn's mir schlechter gehen sollte , ich mich in einer psychiatrischen Ambulanz vorstellen soll das mache ich dann auch. Ich hab große Ängste vor der Umstellung aber ich fühle auch, dass ich das versuchen sollte, um die Chance zu haben, das meine Psyche endlich eingestellt wird, ich leide seit ich 18 bin unter immer wiederkehrenden Depressionen, jetzt bin ich 52.
Ich wünsche mir Achtsamkeit und auch keine Vorwürfe im Umgang mit meiner Situation. Ich freue dem Oberarzt der Klinik. Ich werde diese Umstellung angehen und hoffe auf ehrlichen Austausch und hoffe für mich erträglich durch dieser Phase gehen zu können.
DANKE fürs lesen. Ich bin für jede Erfahrung sehr froh.
LG Lydia
Venlafaxin ca. 10 Jahre eingenommen.
Venlafaxin ausgeschlichen vom 28.3. bis 17.4.20 nach ärztlicher Anleitung.
Seit 16.4.20: 20 MG Valdoxan abends.

jugin1992
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Re: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von jugin1992 » Freitag, 27.03.20, 23:31

Hallo Lydia,
willkommen hier im Forum. Schön, dass du hierhin gefunden hast. Das Forum kann wirklich eine sehr große Stütze in schwierigen Zeiten sein und ich hoffe du wirst viel davon profitieren können.
Es wird dich auch noch jemand Erfahrener vom Team willkommen heißen und dir wichtige allgemeine Informationen mitgeben.

Ich würde am liebsten direkt deine geplante Umstellung ansprechen und dich bitten mehr darüber zu schreiben. Du schreibst du nimmst seit 12 Jahren Venlafaxin und dir geht es jetzt schlechter. Verstehe mich nicht falsch, eine Lösung dafür zu finden ist wirklich sehr wichtig und man wird hier darauf noch weiter eingehen, aber deine Umstellung macht mir persönlich ein wenig Sorgen. Wie genau sieht diese Umstellung aus. Du wechselst also auf ein anderes Medikament. Lässt du denn einfach das Venlafaxin weg?

Ich muss dir sagen, dass das böse enden kann, weil du dann höchstwahrscheinlich starke Entzugsymptome von dem fehlenden Venlafaxin haben wirst. Dann würde sich dann Zustand noch weiter verschlechtern.

Ich würde dir vorschlagen du wartest noch ein wenig mit der Umstellung bis du dich hier mehr vorgestellt hast und man dann mehr über dich und deine Situation weiß.
(1-2 Tage machen wirklich keinen Unterschied)


Zum Beispiel wäre es wichtig zu wissen in welcher Dosis du das Venlafaxin nimmst und zu welchem Ersatzmedikament in welcher Stärke du wechseln willst.

Abgesehen von den Medikamenten wäre es auch noch gut zu wissen, was du alternativ noch gegen die Depression tust. Nimmst du Nahrungsergänzungsmittel? Gibt es Dinge, die dir schon gegen die Depression geholfen haben? z.B. leichter Sport, Beschäftigung oder Entspannungsübungen?

Hoffe das hilft dir erst mal um ein wenig im Forum anzukommen. :)

Viele Grüße
Jugin
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Sonne27
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Re: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Sonne27 » Samstag, 28.03.20, 0:34

Lydia hat geschrieben:
Freitag, 27.03.20, 21:08
Hallo,

ich bin neu hier und hab jetzt noch nicht in den Erfahrungen gesucht hier.
Ich nehme seit über 12 Jahren Venlafaxin. Seit Monaten habe ich mehr oder weniger Schlafprobleme, Schwitzen (habe meinen Hormonstatus vor 2 Wochen überprüfen lassen, bin noch nicht in den Wechseljahren), Ängste, depressiv, ich würde sagen schon mittelgradige Depression, manchmal, aber selten denke ich auch an den Tod, damit ich doch endlich Ruhe habe, weil es so nicht weitergehen kann).
Ich wäre auch eigentlich in einer psychosomatischen Klinik stationär, ist aber wegen Corona derzeit nicht möglich.
Ich möchte selbst die Umstellung, was der Arzt im der Klinik auch so sieht und hat mir einen Plan für 14 Tage gemacht. Mit meiner Hausärztin ist das auch alles besprochen, sie hat mit die Rezepte gemacht heute.Ich soll morgen beginnen. Ich weiss auch, dass ich mich, wenn's mir schlechter gehen sollte , ich mich in einer psychiatrischen Ambulanz vorstellen soll das mache ich dann auch. Ich hab große Ängste vor der Umstellung aber ich fühle auch, dass ich das versuchen sollte, um die Chance zu haben, das meine Psyche endlich eingestellt wird, ich leide seit ich 18 bin unter immer wiederkehrenden Depressionen, jetzt bin ich 52.
Ich wünsche mir Achtsamkeit und auch keine Vorwürfe im Umgang mit meiner Situation. Ich freue dem Oberarzt der Klinik. Ich werde diese Umstellung angehen und hoffe auf ehrlichen Austausch und hoffe für mich erträglich durch dieser Phase gehen zu können.
DANKE fürs lesen. Ich bin für jede Erfahrung sehr froh.
LG Lydia
Hallo Lydia,

du schreibst du nimmst seit 12 Jahren Venlafaxin, in welcher Dosis?
Hast du die Dosis in den letzten Jahren verändert?

Ich kann mich Jugin, nur anschließen und Dir wirklich Raten auf die Erfahrenen Meinungen hier zu warten, bevor du eine eventuelle Umstellung angehen tust, wo von ich, Dir abraten tue.

Grüße 🌞
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Lydia
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Re: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Samstag, 28.03.20, 1:23

Hallo,
ich nehme 225 er Venlafaxin, hab vor 2 Wochen den Venlafaxin Spiegel über das Blu testen lassen und der ist eh zu hoch und eine höhere Dosierung würde keinen Sinn ergeben.
Ich habe einen 14. Tagesplan von 150 unter bis auf 37,5,. am 15. Tag dann Beginn mit Agomelatin.
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Lydia
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Re: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Samstag, 28.03.20, 1:39

ich nehme sehr viele verschiedene hochdosierte Vitalstoffe von unserer Partnerfirma. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, keine Arthrose mehr, kein L-Thyroxin (nahm über 15 Jahre 225 Mikrogramm) mehr, hab Normwerte, keine Schmerzen mehr im Rücken (habe 2 Bandscheibevorfälle). Das ist aber ein anderes Thema. Nehme D&K und viel Immun Formula, speziell in dieser Zeit.
Ich fühle mich damit gut aufgestellt.
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Annanas
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Re: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Annanas » Samstag, 28.03.20, 7:45

Guten Morgen, Lydia u willkommen im ADFD :) ,
vorab - unser Forum hat eine psychopharmakakritische Ausrichtung - die Mitglieder unterstützen sich hier gegenseitig beim Absetzen dieser Medikamente.

Ein Austausch über Psychopharmaka bzw über das Umstellen sollte grundsätzlich nicht stattfinden - hier ein Auszug aus unseren Regeln:
Und jetzt noch wofür dieses Forum nicht gedacht ist:
Um Medikamentenempfehlungen auszutauschen
Um sich über das Leben mit Antidepressiva auszutauschen - also z.B. Diskussionen darüber, wie man am besten mit den zahlreichen Nebenwirkungen "moderner" Antidepressiva klarkommt, ob man die Dosis steigern, ein zusätzliches Medikament oder ein anderes Medikament ausprobieren oder wie man am besten von einem Antidepressivum auf ein anderes umstellt.
https://adfd.org/austausch/app.php/rules
Lydia hat geschrieben:
Freitag, 27.03.20, 21:08
Ich nehme seit über 12 Jahren Venlafaxin. Seit Monaten habe ich mehr oder weniger Schlafprobleme, Schwitzen (habe meinen Hormonstatus vor 2 Wochen überprüfen lassen, bin noch nicht in den Wechseljahren), Ängste, depressiv, ich würde sagen schon mittelgradige Depression, manchmal, aber selten denke ich auch an den Tod, damit ich doch endlich Ruhe habe, weil es so nicht weitergehen kann).
Es kann passieren, daß auch Antidepressiva nach längerer Einnahme ihre Wirkung verlieren (das wird poop out genannt) u nicht nur das, sondern die Nebenwirkungen treten auf einmal wieder auf.
Das ist auch eine eigene Erfahrung.

Leider ist es nur so, daß selbst wenn diese Wirkungslosigkeit eintritt, man in den meisten Fällen nicht einfach absetzen sollte (außer es liegt ein lebensbedrohlicher, medizinischer Grund vor), da dadurch schwerste u langanhaltende Absetzsymptome auftreten können.

Unser Anhaltspunkt für das Ausschleichen ist ein 10%iges Verringern der vorherigen Dosis, alle 4 - 6 Wochen, um die Gefahr des Auftretens schwerwiegender Absetzsymptome zu minimieren.

Ein anderes Medikament kann diese Absetzsymptome nach unseren Erfahrungen kaum bis gar nicht deckeln.
Dh du hast dann ggf unter Absetzsymptomen des Venlafaxin u unter NW des neuen Medikamentes zu leiden.

Agomelatin ist zudem sehr lebertoxisch, dh es ist während der Einnahme zwingend eine engmaschige Kontrolle der Leberwerte notwendig.

Hattest du denn auch andere Therapien, außer der medikamentösen?
Psychopharmaka deckeln im besten Fall nur die Symptome, aber heilen nicht.

Liebe Lydia, ich stelle dir hier noch unseren Begrüßungstext ein, lies' dir bitte die Infos in Ruhe durch.
Diese Infos untermauern das oben Geschriebene u machen sicherlich erkennbar, warum wir psychopharmakakritisch aufgestellt sind.

Du kannst auch gern im Forum stöbern, in den Threads einzelner Mitglieder gibt es auch zum Thema Umstellungen auf ein anderes Medikament Erfahrungsberichte.
Manche Betroffene fanden wegen der empfohlenen u vollzogenen Umstellung u aufgrund auftretender Symptomatik erst den Weg hierher.

O.g. Begrüßungstext:
Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Annanas
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Annanas » Samstag, 28.03.20, 7:54

Liebe Lydia, ich nochmal:
Lydia hat geschrieben:
Freitag, 27.03.20, 21:08
Seit Monaten habe ich mehr oder weniger Schlafprobleme, Schwitzen (habe meinen Hormonstatus vor 2 Wochen überprüfen lassen, bin noch nicht in den Wechseljahren)
Das Thema würde ich noch weiter verfolgen (vor allem bevor du etwas bei den AD änderst), ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme - zudem ist es wichtig, wann dieser im Zyklusgeschehen erfolgt u welche Parameter getestet wurden.
Weißt du zufällig, für welche Hormone der Spiegel gemessen wurde?

Mit 52 Jahren bist du mit Sicherheit in den Wechseljahren.

Liebe Grüße von Anna

Edit: habe noch was vergessen :roll: : benutzt du evtl hormonhaltige/-abgebende Verhütungsmittel (Hormonspirale, Pille)?
Zuletzt geändert von Annanas am Samstag, 28.03.20, 8:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Samstag, 28.03.20, 11:56

Es wurden folgende Werte im Blut untersucht am 19.03.20

Venlafaxin 417 Mikrogramm/l Therapiebereich 30 bis 175
Venla-Sulfat 524 Mikrogramm/l Therapiebereich 195 bis 400
O-Desmethyl-Venlafaxin 107 Mikrogramm/l Therapiebereich 60 bis 325

Beim Endokrinologen 16.03.20
FSH 69,8
Beta-Estradiol 277,0
Ich hatte 2014 eine Hysterektomie.
Zudem nehme ich D&K 10 Stück
und Omega3 und Omega6 plus Vitamin D = 1 Kapsel
davon täglich 5 Kapseln
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padma
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von padma » Samstag, 28.03.20, 18:32

hallo Lydia, :)

der Venlafaxinwert ist sehr hoch :shock: , ich weiss nicht, ab wann es gefährlich wird. Ich denke jedoch, du solltest möglichst zügig von deiner hohen Dosis runter.

Die Symptome, die du beschreibst, Schwitzen, Schlafprobleme, Ängste können durchaus Nebenwirkungen von Venlafaxin sein. Selbst die Depression kann eine NW sein.
Ich habe einen 14. Tagesplan von 150 unter bis auf 37,5,. am 15. Tag dann Beginn mit Agomelatin.
Ich würde es wohl tatsächlich riskieren, direkt auf 150 mg zu gehen, damit der Spiegel rasch sinkt. Dann evtl. auch noch einen Schritt auf 75 mg, je nach deinem Befinden. Da du mit dem Spiegel so extrem hoch bist, kann es sein, dass das ohne oder mit nur geringen Absetzsymptome klappt.

Dann wäre eine weitere Spiegelmessung sinnvoll, umzu schauen, ob ein weiterer grosser Reduktionsschritt erforderlich ist, oder ob du von da an, langsam ausschleichen kannst. Bei deiner langen Einnahmezeit hielte ich ein langsames Ausschleichen über schätzungsweise 2 Jahre oder länger, für sehr wichtig.

Was ich nicht machen würde ist Agomelatin dazu zu nehmen. Es wird mögliche Entzugssymptome nicht abfangen können (ausser evtl. ein wenig beim Schlafen helfen), wirkt kaum "antidepressiv", und ist sehr lebertoxisch. Infos hier: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 13#p311813

Dass dein Venlafaxinspiegel so hoch ist, könnte ein Hinweis darauf sein, dass du einen speziellen Verstoffwechslungstyp des CYP2D6 Enzymsystems hast. Da wäre eine Abklärung vermutlich sinnvoll.
Infos hier: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=66&t=16470

Nimmst du irgendwelche NEM mit Tryptophan, 5 HTP oder ähnliches? Das bitte sofort weglassen, wegen der Gefahr eines Serotonimsyndroms.
Ich hab große Ängste vor der Umstellung aber ich fühle auch, dass ich das versuchen sollte, um die Chance zu haben, das meine Psyche endlich eingestellt wird, ich leide seit ich 18 bin unter immer wiederkehrenden Depressionen, jetzt bin ich 52.
Das ist eine lange Leidenszeit, das tut mir leid.
Eine Psyche lässt sich jedoch nicht "einstellen", Medikamente können bestenfalls für eine gewisse Zeit Symptome deckeln. Da wäre es wichtig an den Ursachen anzusetzen.


liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von padma » Samstag, 28.03.20, 22:25

Nachtrag: der Vorschlag mit dem zügigen Reduzieren ist jetzt nur meine Einschätzung, ein vergleichbarer Fall ist mit nicht bekannt.

Bei dem hohen Venlafaxin Wert ist ein langsames Reduzieren möglicherweise zu riskant.

Vielleicht hat jemand anderes auch noch eine Einschätzung dazu.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Sonntag, 29.03.20, 13:50

Danke Padma fùr deine Einschätzung.
Es kommen viele Dinge zusammen, muss erstmal sortieren. Ich hab am Mittwoch erst einmal einen weiteren Termin bei meiner Hausärztin. Die hatte mir Blut am Freitag abgenommen wegen der Leber, da bin ich auch gespannt was rauskommt.

Bin hier immer sehr dankbar, wenn sich jemand äußerst. Ich hab schon Angst was die kommenden Wochen bringen
Danke euch !💟
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Montag, 30.03.20, 18:11

bitte bleiben wir in Kontakt, ich bin so depressiv heute, sehe den Sinn meines Daseins nicht richtig, es Schwank so schrecklich meine Stimmung, auch dieser Ausnahme Zustand macht mich fertig, Tochter Zuhause, macht nix für die Schule, Mann Zuhause , er bemüht sich sehr um mich und trotzdem bin ich so schrecklich genervt, schwankt zw. Depression und Aggression und auch Wut, wenn das noch Wochen so geht , wie soll ich das nur schaffen, so ein Selbstmord von diesem Dr. Schäfer geht mir sehr nach, so ein starker, intelligenter, toller, humorvoller Mensch und dann so eine Tragödie, auch damals bei Enke, an meinem Geburtstag, das macht mir große Angst, das ich das auch mal versuche, das mich diese Todessehnsucht überkommt ....und diese dann so stark werden könnte...bitte lasst mich hier nicht allein....
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Towanda » Montag, 30.03.20, 19:31

Hallo Lydia,

kannst Du bitte, wie im Begrüßungstext verlinkt, eine Signatur anlegen. Diese ist Vorraussetzung für die Teilnahme am Forum.

Alle, die hier mitlesen, sind selber betroffen und nur sehr begrenzt leistungsfähig. Es ist sehr mühsam, immer erst den ganzen Thread durchzulesen, um zu wissen, was Du wann eingenommen hast und wo Du gerade stehst.

Viele Grüße, Towanda
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12.03.20 - 0,75 mg Mirtazapin
12.04.20 - 0,65 mg Mirtazapin
13.05.20 - 0,65 mg Mirtazapin


Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

padma
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von padma » Montag, 30.03.20, 19:32

liebe Lydia, :)

du kannst hier immer schreiben, wenn du magst und wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten, dich unterstützen, so gut wir können.

Dieser Ausnahmezustand ist für viele sehr belastend, besonders natürlich, wenn es einem sowieso nicht gut geht.
Diese starken Stimmungsschwankungen; seit wann hast du die? Hast du Venlafaxin bereits reduziert?

Es wäre schön, wenn du es schaffen könntest eine Signatur anzulegen. Sie kann für den Anfang ganz kurz sein. Einahmedauer, Dosierungen, Reduktionsschritte mit Datum.

Die Suizidgedanken können auch eine NW von Venlafaxin sein. Wenn sie zu stark werden und du die Verantwortung für dich nicht mehr übernehmen kannst, dann hol dir bitte Hilfe.

Versuch jetzt besser nicht daran zu denken, was möglicherweise auf dich zukommen könnte, vielleicht treffen deine Befürchtungen ja gar nicht ein.
Erstmal nur schauen, wie du Tag für Tag, oder Stunde für Stunde über die Runden kommst.

liebe Grüsse,
padma

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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin/3 versch.Antibiotikas in den letzten 2 Monaten!

Beitrag von Lydia » Montag, 30.03.20, 20:32

Mir ist gerade eingefallen dass ich in den letzten Monaten 3 verschiedene Antibiotikas genou hab. Ich hatte eine saftige Nierenbecken Entzündung. Wenn ich da Mal googel da gibt es ja NB von A bis Z. Könnte doch damit auch noch zusammen hängen dass ich so depressiv bin?! Erst nach dem 3. waren die Entzündungswerte der Nieren wieder im Normbereich. Zusammen mit dem viel zu hohen Venla eine schreckliche Mischung. Es muss einfach wieder besser werden.
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Montag, 30.03.20, 20:44

Ich mach diese Signatur in den nächsten Tagen fühl mich gerade nicht in der Lage dazu.
Noch was, kann es sein dass nicht alle Beiträge von mir und Antworten alle in einem Thread zu sehen sind?
Wie kann ich das überprüfen? Ich bin da normalerweise fitter und kümmere mich doch momentan ist das so ein riesen Berg. Sorry.
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Towanda » Montag, 30.03.20, 20:53

Hallo Lydia,

ja, ABs könne durchaus auch Depressionen, Angstzustände und Panikattacken auslösen. Wir haben hier einen Thread zu diesem Thema: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... ne#p335628

Bitte kannst Du unsere Forumsnettiquette beachten und Deine Beiträge mit einem Gruß beginnen und beenden? Danke! :)

Viele Grüße, Towanda
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Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Lydia
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Lydia » Montag, 30.03.20, 23:30

Hallo Towanda,
ja klar, ist auch normalerweise meine Art, momentan ist auch meine Konzentration eingeschränkt, tut mir leid, die kleinsten Dinge sind riesen Berge für mich. Ich mach mich ab morgen an die Signatur. Vielen Dank für deine Hilfe. LG Lydia
Venlafaxin ca. 10 Jahre eingenommen.
Venlafaxin ausgeschlichen vom 28.3. bis 17.4.20 nach ärztlicher Anleitung.
Seit 16.4.20: 20 MG Valdoxan abends.

Lydia
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2. Tag Valdoxan , heftige Träume

Beitrag von Lydia » Sonntag, 19.04.20, 14:07

Hallo,
ich fühle mich sehr viel wohler ohne Venlafaxin. Trotzdem fühle ich diese letzten depressiven Wochen noch so nach ( Matschkopf ). Meine Cousine, mit der ich ein inniges Verhältnis hatte, ist nach langer Krankheit letzte Woche verstorben. Das ist natürlich auch eine große Trauer für mich.
Der Antrieb ist noch schlecht. Das depressive ist auch noch präsent ( Sinnlosigkeit im Leben ). Ich denke ich brauche Geduld, hab ja erst 2 Valdoxan genommen. Hab aber große Angst, das mein Antrieb nicht besser wird.
Was mich komplett aus der Bahn wirft ist, dass ich so heftig träum. Keine Albträume, aber so wirres Zeug, von Kündigung und schlimmen Jobs. Ängste sind im Vordergrund. Mein Vater kommt vor im Traum mit Vorwürfen, obwohl er schon 5 Jahre tot ist. Und meine Konzentration ist nicht gut. Die kleinsten Dinge überfordern mich, z.b. die Signatur hier einstellen, hab's aber geschafft, das sind gefühlte Berge. Ich bin dankbar wenn hier jemand seine Erfahrungen schreibt oder Tipps hat wie man in der Situation gerade gut umgehen kann. Danke euch von Herzen.
LG Lydia
Venlafaxin ca. 10 Jahre eingenommen.
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Jamie
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Re: Lydia: Absetzen von Venlafaxin, dann Umstellung auf Agomelatin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 19.04.20, 15:00

Hallo Lydia, :)

hast du jetzt nach dem 29.3. tatsächlich dein ganzes Venlafaxin weggelassen? :shock:
Das wäre ja fatal.
Oder war das der Fahrplan deines Arztes und du hast dich danach gerichtet?
Wer über so viele Jahre so hoch dosiertes Venlafaxin eingenommen hat, der sollte sich Zeit nehmen zum Entwöhnen, auch wenn der Venlafaxinspiegel zu hoch ist.
Ich lese aus deinen Zeilen heraus, dass es dir gar nicht gut geht und es dir sehr schwer fällt dich zu konzentrieren. Es tut mir sehr leid :hug: .

Deswegen stelle ich die Frage konkret.
Nimmst du noch Venlafaxin und wenn ja, wie viel?
Wenn nein, wie waren deine Absetzschritte über welchen Zeitraum?
Und noch eine weitere Frage: Seit wann (genaues Datum) nimmst du Agomelatin?

Falls du wirklich kein Venlafaxin mehr nimmst fürchte ich, dass du unter schweren Absetzsymptomen leidest und möglicherweise auch unter Nebenwirkungen des Valdoxans / Agomelatins.
Man müsste dann auch darüber nachdenken, ob man nicht zB 10mg wieder einnimt.
Wobei die starke Träumerei natürlich mit dem Agomelatin zusammenhängt; es wirkt ja explizit auf den Melatoninhaushalt (sog. "Schlafhormon") ein.

Wir versuchen, auf jeden hier einzugehen und du darfst uns immer gerne deinen Kummer schreiben. :)
Ich denke, du bist in einem schweren Entzug und damit nicht alleine hier, aber ich weiß nicht, ob das mit dem Venlafaxin so bleiben kann.
Viele Menschen in schweren Entzügen schildern, dass sie das Absetzen kognitiv so überfordert, dass sie 1+1 nicht mehr zusammenzählen können.
Bei schweren Verläufen ist auch keine Konzentration mehr vorhanden und man ist geradezu begriffsstutzig, obwohl man gar nicht will. Damit bist du nicht alleine :hug: .

Wir haben hier einen Selbsthilfethread, da tauschen wir pragmatische Infos aus, was wir individuell gegen Absetzsymptome tun: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =50&t=7663

Viele Grüße, mitfühlender Knuddler :hug:
Jamie
...........SIGNATUR...............


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