Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Aktuell: viele Aktive hier sind zur Zeit sehr eingespannt und es gibt viele Neuanmeldungen und große Aktivität. in Zeiten wie diesen ist der Selbsthilfeaspekt besonders wichtig. Bitte unterstützt Euch gegenseitig und wenn ihr neu seid: habt Geduld - das Freischalten moderierter Beiträge kann ein länger dauern.

Dieses Forum ist rein privat und ehrenamtlich betrieben. Um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten, nehmen wir auch keine Spenden an.

Die meisten Beiträge sind für nicht angemeldete Besucher nicht einsehbar. Der Erfahrungsaustausch über das Ausschleichen von Psychopharmaka ist nur registrierten Mitgliedern zugänglich.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Wenn Du am Austausch teilnehmen möchtest, lies bitte bevor Du Dich registrierst, die Info für Neue und Interessierte:

Wenn Du Nebenwirkungen von den Medikamenten oder vom Absetzen hast, dann melde sie auf jeden Fall den öffentlichen Stellen.

Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Samstag, 28.03.20, 16:25

Hallo zusammen,

Ich würde mich sehr über euren Rat freuen.

Ich habe etwa 3 Wochen lang Tavor täglich zu mir genommen. Im Schnitt 2mg am Tag. Ich habe die letzten 3 Tage auf 1mg herunterdosiert und dachte das würde schon so passen. Leider habe ich mich gar nicht richtig informiert dazu und weder Neurologe, der mir es verschrieb, noch der Apotheker haben mich zur richtigen Einnahme aufgeklärt.

Ich hatte zuvor meinen Bio Rythmus heftig durcheinander gebracht und ich hatte viel Prüfungstress (Ich bin 25), dadurch konnte ich schlecht schlafen und hatte einen kleinen Stressanfall.

Anschließend bin ich zum Neurologen, der verschrieb mir Tavor und meinte nehmen Sie das ruhig eine Zeit, aber es macht schnell abhängig, ich soll es jetzt nicht 2 Monate lang nehmen dann passiert schon nichts.

WIe gesagt nahm ich fahrlässigerweise 2 mg täglich ein über 3 Wochen, weil ich dachte es würde mir helfen. Ein Plättchen Abends und ein Plättchen vor dem Schlafen.

Ich habe es vor 19 Tagen abrupt (von 2mg auf 1mg) abgesetzt. Danach war ich einige Tage sehr schwach. Ich informierte mich über Tavor im Internet und es traf mich hart, denn es kursieren zahlreiche Horrorgeschichten über dieses Medikament im Netz.

Nun ist es so, dass ich nicht mehr so schwach bin, aber ich leide tagsüber oft unter Antrieblosigkeit und Appetitlosigkeit, leichte Angst und Nervosität. Zu den Zeiten an denen ich Tavor einnahm, also ab Abends fühle ich mich unnatürlich entspannt und sorgenfrei(habe aber komischerweise Herzklopfen), obwohl ich es 19 Tage nicht mehr eingenommen habe. Das Schlimmste aber ist, dass ich nicht mehr richtig schlafen kann. Ich kann nur noch zu der Tavor Einnahme Zeit einschlafen und auch nicht mehr richtig durchschlafen, ich träume extrem intensiv und ich schlafe nicht erholsam. Wenn ich dann einmal richtig wach bin, kann ich einschlafen wieder vergessen, egal wie wenig ich geschlafen habe, mehr als 5-6 Stunden geht nicht und das ist schon gut. Wenn ich aufwache spüre ich leichte Angst gegen nichts bestimmtes und habe oft Durchfall.

Mein Neurologe meint ich wäre nach der kurzen Zeit nicht abhängig. Ich habe Tavor immer noch griffbereit, aber habe es nie wieder genommen(Spüre auch nicht den Drang dazu). Aber ich weiß dass es nach der Einnahme nicht mehr ist wie vorher.

Ich glaube Tavor hat irgendwas mit meinem Gehirnstoffwechsel gemacht. Geht das wieder weg? Bin ich auf kaltem Entzug? Ich mache mir so viel Vorwürfe und wenn ich daran denke wie glücklich ich noch vor einigen Wochen war muss ich heulen. Ich versuche nun viel Sport zu machen.

Ich will einfach nur mein altes Leben zurück und hoffe dass sich alles wieder normalisiert und ich wieder irgendwann normal schlafen kann. Ich fürche mich vor bleibenden Schäden. Ich habe zuvor nie Medikamente(länger) oder Drogen genommen, auch nicht geraucht und exzessiv getrunken.
Zuletzt geändert von padma am Samstag, 28.03.20, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen und Wirkstoff ergänzt
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 20999
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von padma » Samstag, 28.03.20, 18:51

Hallo Hxz464 :)

willkommen im ADFD.

Es ist immer wieder schockierend zu hören, wie leichtfertig manche Ärzte immer noch mit Benos umgehen. Wegen stressbedingter Schlafstörung und einem "Stressanfall" Tavor zu verschreiben, halte ich für sehr fahrlässig. Eine Auszeit und höchstens ein, zwei Tavortabletten für den Notfall hätte genügt.

Tavor kann bereits nach ein bis zwei Wochen abhängig machen.

Was du jetzt hast sind typische Entzugssymptome. Du bist in einer wahrscheinlich noch leichten Abhängigkeit, es ist ganz wichtig, dass du jetzt ganz konsequent kein Tavor mehr einnimmst. Die Entzugssymptome werden von alleine wieder vergehen. Ich denke mal, dass du noch gerade so mit einem blauen Auge davon kommen wirst. Bleibende Schäden sind nicht zu befürchten.



Hier noch einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Samstag, 28.03.20, 20:55

Danke für die Antwort.

Mit welcher Dauer der Symptome, insbesondere dem gestörten Schlaf, kann ich in meinem Fall rechnen?
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 20999
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von padma » Samstag, 28.03.20, 22:21

hallo Hxz, :)

das ist alles immer sehr individuell und gerade Schlafstörungen können hartnäckig sein.
Ich denke mal, dass du gute Chancen hast, dass die Sache in ein paar Wochen ausgestanden ist.

Tipps für Schlafstörungen findest du hier: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Sonntag, 29.03.20, 0:49

Danke.

Ich mache mir außerdem Sorgen da ich ja quasi einen kalten Entzug gemacht habe. Nachdem ich Tavor abgsetzt habe, wurden auch meine Adern größer, meine Halschlagader zwickt manchmal. ich habe wohl einen erhöhten Blutdruck. Man liest dass ein kalter Entzug im Extremfall tödlch enden kann. Bin ich aber quasi schon aus dem Schneider, wenn jetzt seit 20 Tagen nichts passiert ist? Ich fasse es nicht dass mein Neurologe mich nicht darüber aufgeklärt hat.
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

Kaenguru
Teamunterstützung
Beiträge: 2877
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Kaenguru » Sonntag, 29.03.20, 10:17

Guten Morgen Hxz464,
Hxz464 hat geschrieben:
Samstag, 28.03.20, 20:55
Mit welcher Dauer der Symptome, insbesondere dem gestörten Schlaf, kann ich in meinem Fall rechnen?
Das kann man nicht so vorhersehen, aber bei einer 3-wöchigen Einnahme und deinem jungen Alter kommen die meisten sehr glimpflich und mit kurzer Symptomzeit davon.

Geh doch einfach mal vom besten Fall aus, ich denke ein positiv gestimmte Grundhaltung ist für eine Regeneration förderlich.
Hxz464 hat geschrieben:
Sonntag, 29.03.20, 0:49
Ich mache mir außerdem Sorgen da ich ja quasi einen kalten Entzug gemacht habe. Nachdem ich Tavor abgsetzt habe, wurden auch meine Adern größer, meine Halschlagader zwickt manchmal. ich habe wohl einen erhöhten Blutdruck. Man liest dass ein kalter Entzug im Extremfall tödlch enden kann. Bin ich aber quasi schon aus dem Schneider, wenn jetzt seit 20 Tagen nichts passiert ist? Ich fasse es nicht dass mein Neurologe mich nicht darüber aufgeklärt hat.
Ich bin kein Arzt, aber nach allem was ich gelesen habe, würde ich bei dir davon ausgehen, dass du nicht mehr und wahrscheinlich nie gefährdet warst.
Es kann zu Krämpfen kommen, aber sehr sehr selten, selbst bei langjährigem Gebrauch.

Mach dich bitte nicht verrückt. Sicherlich bist du durch die Prüfungssituation in einer gestressten Grundstimmung. Kannst du versuchen Entspannungstechniken anzuwenden/zu erlernen?
Ich kenne aus eigener Erfahrung die besondere Belastung in der Uni, auch wenn es lange her ist.
Da fingen meine Angstzustände an.

Vertrauen in das Leben und in deinen Körper würde dir helfen diese Krise zu bewältigen. Vielleicht könnte Sport helfen den Stress zu reduzieren.

Ich bin bei dir wirklich zuversichtlich, dass es bald vorbei sein wird, ich kann aber keinen Zeitrahmen nennen, der ost individuell.


Viele Grüße
Sarah

P.S. beginne doch bitte deine Beiträge mit einem kurzen Hallo und schließe sie mit einem Gruß ab, das klingt gleich netter, danke :wink:
► Text zeigen
Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null
Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
HIT !

Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Dienstag, 31.03.20, 2:13

Hallo,

Danke für eure tollen Ratschläge. Ich habe meine Psyche relativ gut wieder im Griff. Ich muss eigentlich nur häufig weinen. Manchmal kriege ich einen Wutanfall auf meinen Neurologen.

Schlaf und Körperliche Symptome (ständiges sichtbares Herzklopfen, Zwicken der Venen, leichte Zuckungen, vergrößerte Adern) sind leider noch gar nicht besser geworden.

Ich versuche jetzt mich 3 Wochen nur zu entspannen, leichten Sport zu machen und abzulenken. Wenn es besser wird melde ich mich.

Ich wünsche euch allen hier ganz viel Kraft.

Beste Grüße
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Sonntag, 12.04.20, 23:02

Hallo ich melde mich zurück :)

Einige Sachen sind besser geworden, andere Sachen schlechter. Ich habe mich auch ärztlich untersuchen lassen. Schilddrüse und Blutabnahme kein Befund. Belastungs EKG am Fahhrad kein Befund. Das ist definitiv schon mal positiv.

Psychisch bin ich recht stabil, ich habe aber Stimmungsschwankungen. Manchmal bin ich deprimiert, aber ich denke das ist normal. Angst verspüre ich gar keine mehr und habe ich auch vor Tavor nicht, das war eine Fehldiagnose des Neurologen.

Es ist viel Pech zusammengekommen dass ich so unbedarft dieses Medikament genommen habe. Ich sehe es mittlerweile wie einen Unfall an. Es ist tragisch, aber es passiert nunmal. Es wird auch keiner freiwillig von einem Auto angefahren.

Ich fange mal mit den positiven Veränderungen an:

- irrationale Angst und Durchfall (komplett weg)
- Schlaf ist minimal besser geworden, Ich kann nun etwas länger schlafen aber nie mehr als eine Stunde durchgehend. Immer noch intensive Träume und andere Beschwerden
- Blutdruck seit 2 Wochen stabil auf 130/80
- Halschlagader zwickt nicht mehr

Hier liste ich meine Beschwerden auf die in den letzten Wochen aufgetreten sind:

- Brennen in der Brust und im Rücken (häufig)
- Kribbelgefühl im ganzen Körper (gelegentlich)
- Herz schlägt kräftig, Puls seh- und spürbar am Hals, Bauch, Kopf. Herz schleudert mich etwas durch nach dem Sport. Kardiologe ratlos. (ständig)
- Adern haben sich sichtbar vergrößert am ganzen Körper
- Körper strahlt unangenehme Wärme aus (gelegentlich)
- Plötzlich deutlich mehr Muttermale am ganzen Körper und kleine Rote Pünktchen auf der Haut
- die meisten Dinge fühlen sich nicht mehr entspannend und erholsam an.
- ständiges vermehrtes Aufstoßen nach dem Trinken (1 Woche, nun wieder verschwunden)
- Wasserähnliches Sekret läuft nur aus einem Nasenloch (3 Tage, nun wieder verschwunden)
- Ich habe das Gefühl irgendetwas stimmt mit meiner Durchblutung nicht (ständig)
- Phasen in denen ich mich merkwürdig sorglos und schwammig im Kopf fühle, aber ich weiß dass bin nicht wirklich ich (meist nachts)
- Impotenz/Kein Gefühl (nur Kribbeln) mehr im Glied. Plötzlich in der ersten Absetzwoche aufgetreten, nach ein paar Tagen wieder weg.


So, das war jetzt sehr analytisch. Ich weiß es wirklich zu schätzen, wenn sich jemand das durchgelesen hat. Ich habe die Befürchtung mich zu sehr auf das Tavor zu versteifen und nicht irgendetwas grundlegendes zu übersehen. Da die Ärzte auch nichts finden, deutet aber immer mehr daraufhin. Ich überlege auch meinen kompletten Krankheitsverlauf seit Anfang Januar aufzulisten, denn mein Fall ist sehr rätselhaft. Ich bete zu Gott, dass er mir noch einmal eine Chance gibt und alles wird wie früher. Ich werde nie wieder meine Gesundheit so leichtfertig aufs Spiel setzen.

Ich weiß jeden Beitrag hier wirklich zu schätzen und ich fühle mit jeder Betroffenen Person mit. Ich weiß es gibt hier Personen die noch mehr durchmachen müssen als ich und ich hoffe, dass alles wieder gut wird.

Viele Grüße
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

Clarissa
Beiträge: 3519
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Clarissa » Montag, 13.04.20, 6:26

Hallo, Hxz.

Ich bin auch der Meinung, daß Du bei Deiner kurzen Vorgeschichte alle Chancen auf baldige Komplettheilung hast!

Viele der von Dir aufgezählten (eigenartigen) Symptome kenne ich selbst, z.B. dieses Brennen und Kribbeln oder die Zunahme von Muttermalen.
Inzwischen glaube ich nicht mehr, daß eine geheimnisvolle andere Krankheit dahinter steckt.

Alles Gute und VG von Clarissa, das wird!
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Anna61
Beiträge: 148
Registriert: Dienstag, 18.07.17, 18:28

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Anna61 » Montag, 13.04.20, 12:11

Liebe Hxz,

Ich habe eben Dein Post von gestern gelesen.

Ich habe mich nicht in Deinen ganzen Thread eingelesen und weiß Deinen Verlauf nicht, mir sind nur Symptome aufgefallen die ich auch habe und nicht zuordnen kann.

Ich bin noch im Tavor-Absetzprozess von 1,5 mg, und stelle auf Diazepam um. Inzwischen bin ich bei 0,75 mg Tavor, die restlichen 0,75 mg substituiere ich mit Diazepamtropfen (von denen ich aber erheblich weniger brauche als in meiner Umrechnung angesetzt). Egal, nein nicht egal, das ist schon einer kleiner Erfolg.

Ich habe auch ständig das Gefühl, dass irgendwas mit meiner Durchbkutung nicht stimmt.

Bin diesbezüglich zu meiner Hausärztin weil ich das ganz stark in den Füßen hatte.

Die konnte nichts feststellen, Fusspulse waren okay. Schilddrüse und Blutabnahme, EKG wollte sie nach Corona machen.
Ich kann problemlos 5-10 km Spaziergänge mit meinem Hund machen ohne Beschwerden.Wenn ich dann zur Ruhe komme fangen Füße und Beine an zu kribbeln
Das mit dem wasserähnlichen Sekret aus der Nase hatte ich auch aus beiden Nasenlöchern. Das war unglaublich, wie ein tropfender Wasserhahn (ging auch 3-4 Tage).
Meine Halsschlagader zwickt mich auch. Dass mir plötzlich komisch warm wird kenne ich auch. Manchmal friere ich auch ganz schlimm.
Ich denke aber zwischenzeitlich auch nicht mehr, dass irgendeine eine abenteuerliche Diagnose dahinter steckt.

Alles Gute für Dich. Du schaffst das, das wird wieder.
Viele Grüße
Anna
Diagnosen: Angsterkrankung, Agoraphobie, Depressionen

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation 2014:
Morgens: 0,5 mg Tabor
Mittags: 0,5 mg Tavor
Abends: 0,5 mg Tavor
Bisoprolol bei Bedarf

O7/2018 - 11/2018
Mirtazapin ausgeschlichen (wegen extremer Wassereinlagerungen im Bein)
Von 15 mg auf 7,5 mg
Von 7,5 mg auf 0

10.02.2020
Beginn der Substitution mit Diazepam-Tropfen:

1. Woche
10.02.2020 - 17.02.2020
0,25 mg Tavor mit 5 Tropfen Diazepam ersetzt.

2. Woche
17.02.2020 - 23.02.2020
0,5 mg Tavor mit 10 Tropfen Diazepam ersetzt.

3. Woche
24.02.2020 - 24.05.2020
0,75 mg Tavor mit 15 Tropfen Diazepam ersetzen (wobei 10 Tropfen ausreichen)
4. Woche
25.05.2020
1,0 mg Tavor mit 20 Tropfen Diazepam ersetzen (wobei 15 Tropfen ausreichen)

Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Donnerstag, 07.05.20, 17:55

Hallo,

ich melde mich zurück.. leider geht es mir psychisch gar nicht mehr so gut. Der Schock und die Symptome die mich belasten, machen mich vor allem morgens schwer depressiv. Ich bin leider immer schon etwas wehleidig gewesen und ich kann damit nicht gut umgehen.

Mein Hausarzt hat mir Citalopram verschrieben. Ich bin aufgrund der schlechten Erfahrung mit Tavor sehr abgeneigt ein Medikament einzunehmen, aber meine Eltern wollen mich nicht mehr leiden sehen und wollen dass ich es nehme.

Mein schlimmstes Symptom ist mein Herzschlag der sehr kräftig ist und mich regelrecht 24 Stunden durchrüttelt und mir den Schlaf(der ohnehin durch Tavor gestört ist) erschwert.

Ich habe bereits eine Psychotherapie begonnen und mehrere Ärzte aufgesucht. Alle sind der der Meinung dass meine Beschwerden psychosomatisch seien und der Entzug längst Geschichte sein muss. Mein Bauchgefühl sagt mir leider etwas anderes.

Der Hausarzt meinte dass Citalopram helfen wird mein Herz zu normalisieren, die Apothekerin meint es würde meine innere Unruhe bekämpfen.

Meine Frage ist ob ich Citalopram (10mg morgens) einen Versuch geben sollte oder lieber nicht meinen Körper mit noch mehr Chemie belasten soll.

Beste Grüße und Durchhaltevermögen
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 20999
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von padma » Samstag, 09.05.20, 14:10

hallo Hxz, :)

ich weiss ehrlich gesagt nicht, wieso dein Hausarzt auf die Idee kommt, Citalopram würde dein Herz beruhigen.
Citalopram ist eher antriebssteigernd, kann Herzprobleme verursachen, Unruhe ist eine mögliche NW.
Infos mit weiteren links findest du hier viewtopic.php?p=311816#p311816

Zur Symptomlinderung bei einem Benzoentzug ein antriebssteigerndes AD zu geben, erscheint mir ziemich absurd.

Hinzu kommt, dass auch Citalopram körperlich abhängig macht und du dann auch noch einen Citalopramentzug machen müsstest.

Ich persönlich würde die Finger davon lassen und meinem Körper die Zeit geben zu heilen. Entscheiden musst du natürlich selbst.
Ich habe bereits eine Psychotherapie begonnen und mehrere Ärzte aufgesucht. Alle sind der der Meinung dass meine Beschwerden psychosomatisch seien und der Entzug längst Geschichte sein muss. Mein Bauchgefühl sagt mir leider etwas anderes.
Das ist leider die gängige uninformierte Meinung vieler Ärzte. Sie kennen sich mit der Entzugssymptomatik einfach nicht aus. Entzugssymptome können sehr wohl sehr lange anhalten, in sehr schweren Fällen, Jahre. Das belegen zahlose Erfahrungen von Betroffenen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Samstag, 09.05.20, 21:27

Hallo Padma :)

Ich habe heute eine Tablette genommen und musste dann brechen. Ich lasse die Finger davon.

Ich schaffe es nicht mehr Zuhause, und überlege mich in ärztliche Aufsicht zu begeben.

Ich will aber wirkliche keine AD zu mir nehmen.

Es ist absurd, dass so wenige Ärzte von dieser Problematik wissen.

Beste Grüße
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 20999
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von padma » Samstag, 09.05.20, 22:24

hallo Hxz, :)

was erhofft du dir von einer Klinik?
Es ist sehr schwierig eine zu finden, die dich "nur" zur Aufischt da behält. In der Regel wollen sie "behandeln" und das heisst weitere Psychopharmaka.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Hxz464
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.03.20, 15:55

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Hxz464 » Dienstag, 26.05.20, 18:09

Hallo,

Ich werde mich nicht in eine Klinik einweisen lassen.

Ich war nun bei sehr vielen Ärzten. Die Aussagen und Diagnosen widersprechen sich, aber es ist auch nicht so leicht einen Patienten richtig zu diagnostizieren. Sie wollen mir alle Medikamente verschreiben, aber ich habe bisher keine genommen.

Das ironische ist, dass alle Ärzte die ich anschließend besucht habe, von den Risiken Tavors wissen und es daher nicht verschreiben. Ich bin an den einen ignoranten Arzt geraten, der es doch tut...

Mein Psychotherapeut hat nicht zu mir gepasst, bzw. er glaubt mir nicht. Ich bin auf der Suche nach einem neuen.

Ich glaube ich bin auch traumatisiert. Es fühlt sich schrecklich für mich an, dass ich diese "böse Droge" in meinen Körper gelassen habe. Ich habe sonst nie irgendwelche Substanzen zu mir genommen. Zu Anfang dieses Jahres war ich noch Kerngesund und nun leide ich jeden Tag.. die schönen Erinnerungen quälen mich so sehr. Mein Körper hat sich bereits verändert und meine Lebensqualität ist beeinträchtigt.

Eine Neurologin hat mir Quetiapin zum Schlafen verschrieben und meine Eltern wollen, dass ich es nehme, doch ich bin sehr skeptisch. Ich werde es vermutlich nicht nehmen.

Meine stärksten Symptome werden einfach nicht besser.. Ich leide psychisch sehr darunter. es tut mir leid, dass ich so viel jammern muss :(

Viele Grüße und Danke fürs Lesen
13.02.2020 - 28.02.2020 2mg Tavor (Lorazepam) täglich
29.02.2020 - 06.03.2020 1mg Tavor (Lorazepam) täglich
09.03.2020 einmalig Tavor (Lorazepam) 1mg

Insgesamt 42 mg innerhalb von 25 Tagen.

Veroand
Beiträge: 126
Registriert: Mittwoch, 15.04.20, 14:46

Re: Hxz464: Tavor (Lorazepam) Nachwirkungen

Beitrag von Veroand » Dienstag, 26.05.20, 18:24

Hallo Hxz464,
es tut mir echt leid, dass es dir immer noch nicht gut geht.
Leider wissen viele Ärzte nicht, was sie einem Menschen mit PP antun, oder sie wollen es nicht wissen :?
Ich wünsche dir, dass du bald wieder gesund bist.
Das Vertrauen in die Ärzte ist dann natürlich nach so einer Sache erschüttert.
Gruß
Vero
-Krankenhausaufenthalt wegen Bandscheibenvorfall vom 14.04 - 16.05. 2019
Während der Zeit folgende Arzneimittel:
Palexia 100 - 0 - 100
Nach ca. 2 Wochen 100 - 50 - 100
Pregabalin 75 - 0 - 75
Capros nach Bedarf bis 50 mg
Zopiclon zum Schlafen
Infusion Vitamin B12 für 5 Tage
Infusion Ortoton täglich
Wurzelblockade, zwei Spritzen in den Periformismuskel, 2 peridurale Injektionen jeweils mit Kortison

Medikamtation bei Entlassung:
Palexia 50 - 0 - 100
Pregabalin 25 - 0 -75

17.05.2019 auf anraten des Hausarztes die Mittel kalt abgesetzt
Rückfall nach ca. 3 Tagen, einige Tage wieder genommen und dann wieder Abgesetzt, diesmal mit Hilfe von Mitazapin, erst 15mg am Ende 45 mg
Immer wieder neue Mittel ausprobiert wie Dominal, Trimipramin, Doxepin,Ldopa, Amytriptilin

26.06.2019 ging nichts mehr zur Notaufnahme gefahren. Tavor 2mg.
Hausarzt verschrieb die 2,5 mg Tabletten.
Die Dosis wurde dann recht schnell größer.
Mirtazapin immer noch 45 mg

Ca. Ende Oktober Mirtazapin kalt abgesetzt.
Dosis von Tavor ab diesem Zeitpunkt dann 7,5 mg.

Im November ansetzen angefangen in der Zeit von 25 Tagen nahm er dann noch 5,6 mg.

Krankenhausaufenthalt Neurologie:
16.12 - 20.12.2019
Ergebnis keine neurologische Erkrankung

Nach dem Krankenhausaufenthalt aufdosiert auf 6 mg.

Bis zum 10.01.2020 runterdosiert bis 3,5 mg.

Dann kam der stationäre Entzug da wurde dann der Rest abdosiert am 07.02.2020 dann bei 0 mg Tavor

Momentane Medikamentation:
Baldrian/Hopfen nach Bedarf
Zopiclon zum Schlafen

Symptome: Panikattaken, neuropatische Schmerzen in den Füßen und Beinen bis zum Po, Muskesteifheit in den Beinen, Missempfindungen, wie Kribbeln,Taubheit, prikel usw.
sehr starke Angst, Zwangsgedanken, Muskelzuckungen, Schlaflosigkeit. Angst allein zu sein, bebben am morgen beim Aufwachen, Tremor, Blutdruckschwankungen, Ischiasschmerzen, Gelenkschmerzen
Seid ca. 18. April neu dazugekommen Nacken-,Schulter-,Arm-, Kopf- und Brustschmerzen, innere Unruhe, Herzstolpern (sprich der gesamte Oberkörper),vibrieren in Armen und Beinen.
Seltsamerweise ist der Schmerz auf der rechten Seite viel stärker ausgeprägt.

Antworten