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Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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blumenfeld
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blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo lb. Leidensgenossen-bin neu hier und bräuchte Euren Rat-

mir wurde über 10 Jahre lang Jatrosom 20mg verordnet,eigentlich sollte ich es nach Anweisung der Ärzte lebenslang einnehmen. Das ging mehr schlecht als recht bis 2018, da fing mein Körper wieder an total verrückt zu spielen!!!

Herzrasen,Schweißausbrüche Tag und Nacht,permanente Übelkeit,Kopfschmerzen, Schwindel, Hitze- und Kälteschübe, Innere Unruhe/Zittern u.s.w. u.s.w. Mein Arzt erhöhte die Dosis auf 40mg-keine Wirkung,dann erfolgte eine Erhöhung auf 60mg in Augmentation mit Maprotilin -Wirkung blieb ebenfalls aus, also erfolgte das langsame Ausschleichen,der erste Versuch ging schief,also wieder Einschleichen,nach ein paar Wochen wiederholtes noch langsameres Ausschleichen,im November2019 war ich dann auf Null und laufe seither durch die Hölle-bin seither im ständig Krank-nicht-Wohlfühlmodus!!!

Viele Tage waren nicht lebenswert,da dieser Zustand einfach nicht auszuhalten war.Kein Arzt weiß Rat bzw. kann nicht helfen. Dann wurde ab Dezember2019 versucht,die Symptome zu deckeln mit Mirtazapin,Milnacipran und zuletzt Escitalopram,leider wurde es immer unerträglicher und schlimmer,habe Escitalopram als letzte Substanz vor zwei Wochen abgesetzt,denn der Blutdruck ging hoch auf 200 und Puls auf 130!

Jetzt bin ich ohne Medikation ,nur für Notfälle Tavor und Promethazin-fühle mich aber nach wie vor elend und möchte keine Medikation aus der Gruppe dieser Teufelsmedikamente mehr nehmen.
Jeden Abend gehe ich in der Hoffnung ins Bett,dass der nächste Morgen besser wird ,doch leider war dem bisher nicht so! Ich habe wahnsinnige Angst ,dass mein Körper es nicht mehr schafft sich von diesem Horror und Strapazen zu erholen ?!Bin frustriert und total verzweifelt-habt Ihr einen Rat oder eine Idee? Ich wünsche einen schönen Restsonntag und seid lb. Gegrüßt von Blumenfeld

p.s. habe mittlerweile alle Substanzen der Psychopharmaka durch, die es auf dem Markt gibt und nichts, im Gegenteil, ausnahmslos alle hinterließen schwerste Nebenwirkungen und haben alles immer nur nochmal verschlimmert!!!
Zuletzt geändert von Kaenguru am 03.05.2020 19:40, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Blumenfeld: Absetzhölle

Beitrag von Ululu »

Hallo blumenfeld,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Ute
Zuletzt geändert von Straycat am 03.05.2020 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link repariert
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Ululu
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Re: Blumenfeld: Absetzhölle

Beitrag von Ululu »

Hallo blumenfeld,

jetzt noch zu deinem persönlichen Anliegen.

Es ist eher ungewöhnlich, dass dein Arzt dich mit einem Mao Hemmer (Jatrosom) behandelt hat.
Eigentlich wird der nur eingesetzt wenn andere Medikamente nicht helfen oder vertragen werden.

Das ist sicher auch der Grund, weshalb hier im Forum eher weniger Teilnehmer Erfahrung mit diesem Medikament haben.
Leider tritt aber bei so gut wie allen Psychopharmaka bei manchen Nutzern ein Punkt ein, an dem die Medikamente nicht mehr helfen oder, wie bei dir, überhaupt nicht mehr vertragen werden.

Meist versuchen Ärzte dann mit anderen Medikamenten zu behandeln, was die Situation aber so gut wie immer nur verschlimmert.
Das ohnehin schon überreizte Zentrale Nervensystem reagiert mit vielen, zum Teil heftigen Symptomen.

Genau so, wie du es leider erleben musstest.

Die gute Nachricht ist, dein Gehirn kann sich anpassen und heilen, zudem sind Absetzsymptome, so schlimm wie dich anfühlen, nicht lebensbedrohlich.
Leider kann es dauern, bis sich dein Gehirn angepasst hat und deine Symptome verbessern.
Du kannst dein Gehirn unterstützen, indem du möglichst reizarme lebst ud dir viel Ruhe gönnst.

Hier im Forum zu stöbern lohnt sich sicher auch.
Viele Teilnehmer hier haben Erfahrungen und wertvolle Tipps geteilt.
:hug:

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

blumenfeld
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Re: Blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Ululu,

Danke Dir für Deine Antwort,ja es war damals so -ich hatte eine schwere EBV-Viruserkrankung,danach war meine Psyche total platt!
Es folgte eine über 3-jährige Behandlung mit allen PP,die es auf dem Markt gibt,nichts half,ich habe das damals nur knapp überlebt!

Dann plötzlich nach ca.3,5Jahren setzte Gesundung ein .Das Medikament ,das ich zu diesem Zeitpunkt nahm,war Jatrosom und so entschied man ,dass ich dieses Medi jetzt lebenslänglich nehmen soll als Schutz vor einer neuen Episode und alles andere schrieb ich ja bereits,dass das nur gut ging bis 2018! Hatte schon Kontakt zu Dr.Ansari aufgenommen,er fand es komplett verantwortungslos,dass man mich über so lange Zeit mit Jatrosom behandelt hat.Er sagte auch,ich bräuchte viel Zeit und Geduld zur Heilung .

Es fällt mir sehr schwer mit der Geduld,weil sich irgendwie so gar nichts tut in Richtung Besserung.Habe einfach nur Angst!
Habe bisher im Forum auch nicht wirklich viel zu Jatrosom gefunden,obwohl das ja ein Uralt-Medikament ist!!! Lb.Ululu glaubst Du wirklich,dass ich nach dieser Tragödie noch die Kehrtwende in Richtung Gesundheit ohne PP kriegen kann? Von Ärzten vor Ort kommt leider keine Hilfe! Lg.Blumenfeld
Zuletzt geändert von Jamie am 04.05.2020 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Annanas
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Re: Blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo Blumenfeld :) ,
auch von mir ein herzliches Willkommen!
blumenfeld hat geschrieben:
04.05.2020 10:26
ich hatte eine schwere EBV-Viruserkrankung,danach war meine Psyche total platt! Es folgte eine über 3-jährige Behandlung mit allen PP,die es auf dem Markt gibt,nichts half,ich habe das damals nur knapp überlebt!
Mich macht das wirklich fassungslos, wie teilweise behandelt wird - das grenzt an bzw ist für mich Körperverletzung.
blumenfeld hat geschrieben:
04.05.2020 10:26
Dann plötzlich nach ca.3,5Jahren setzte Gesundung ein .
Bei dieser Infektion kann sich die Gesundung grundsätzlich hinziehen, ich bin kein Arzt u lehne mich jetzt etwas aus dem Fenster: aber ich denke, ohne diese ganze wechselnde Medikation wäre es dir schneller besser gegangen.
Du wirst dadurch zusätzlich ständig unter Nebenwirkungen u/o Absetzsymptomen gelitten haben.
blumenfeld hat geschrieben:
04.05.2020 10:26
Das Medikament ,das ich zu diesem Zeitpunkt nahm,war Jatrosom und so entschied man ,dass ich dieses Medi jetzt lebenslänglich nehmen soll als Schutz vor einer neuen Episode
Das ist in meinen Augen auch Unsinn, es ist zwar richtig, daß es zu Reaktivierungen des Virus kommen kann, aber ich hatte erstens mal gelesen, daß diese Reaktivierungen in den meisten Fällen symptomlos ablaufen u zweitens, wenn Symptome auftauchen, müssen es nicht die gleichen sein, wie beim ersten Mal.

Wieso man da als Vorbeugung ein AD einsetzt, erschließt sich mir nicht wirklich.
Aber daran kann man nun nichts mehr ändern.
blumenfeld hat geschrieben:
04.05.2020 10:26
Er sagte auch,ich bräuchte viel Zeit und Geduld zur Heilung .Es fällt mir sehr schwer mit der Geduld,weil sich irgendwie so gar nichts tut in Richtung Besserung.
Ja, das stimmt, es kann eine zeitlang dauern, bis sich Besserung einstellt.
Durch die jahrelange Einnahme des Jatrosom hat sich das ZNS so angepaßt, daß es mit dem Wirkstoff funktionieren konnte - diese Anpassungen müssen jetzt, ohne Wirkstoff, wieder rückgängig gemacht werden.
Das geht oft etwas leichter, wenn das Medikament kleinschrittig ausgeschlichen wird.

Bei dir war es ein Kaltentzug - aufgrund der vergangenen Zeit u der Reaktionen auf PP würde ich auch nicht wieder eindosieren.
blumenfeld hat geschrieben:
04.05.2020 10:26
Habe bisher im Forum auch nicht wirklich viel zu Jatrosom gefunden,obwohl das ja ein Uralt-Medikament ist!!!
Im Grunde spielt es keine Rolle, welches Antidepressivum man genommen bzw abgesetzt hat - es sind immer Anpassungsvorgänge im ZNS notwendig.
Dh, du kannst auch bei anderen Foris lesen, die ein anderes Medikament absetzen/abgesetzt haben.
blumenfeld hat geschrieben:
04.05.2020 10:26
Lb.Ululu glaubst Du wirklich,dass ich nach dieser Tragödie noch die Kehrtwende in Richtung Gesundheit ohne PP kriegen kann?
Ich bin jetzt zwar nicht Ululu, aber ich glaube fest daran, daß man da die Kehrtwende in Bezug auf die Gesundheit hinbekommt u das erst recht o gerade ohne PP.

Es ist alles reparabel, leider braucht man wirklich Geduld u man kann die Dauer nicht vorhersagen - manchmal geht es schneller, manchmal ziehen sich die Beschwerden hin.

Oft ist es so, daß diese Heilung nicht linear, sondern in Wellen stattfindet - es gibt bessere Phasen (Fenster) u wieder symptomreichere Phasen (Wellen).

Aber schau' mal in Ruhe in die Links im Begrüßungstext, es gibt da so viele Infos dazu - auch Tipps zur Symptomlinderung o lies' dir die Erfolgsgeschichten durch.
Letztere gibt es hier:
viewtopic.php?f=18&t=7526

Ich wünsche dir viel Kraft u Geduld, liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Liebe Mitleidende,

lb.Dank für Eure Antworten und Zuspruch,aber noch mal ganz speziell -kann mir hier irgend jemand weiterhelfen oder mit Rat und Erfahrungen zur Seite stehen wegen dem Medikament Jatrosom?

Was mich noch interessiert,ist es sogar möglich ,dass eine mehrjährige Antidepressivaeinnahme Langzeitschäden hervorruft,die irreparabel sind? Ärzte verneinten das auf Nachfrage zwar ,aber ich habe den Glauben an Psychiater und an die Medikamente,die sie verordnen verloren,denn sonst würde es mir nicht so dreckig gehen!!! und all den anderen Leidenden im Forum auch nicht!!!

Höre gern von Euch
L.G.Blumenfeld
Zuletzt geändert von Straycat am 05.05.2020 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo Blumenfeld,

mit Jatrosom habe ich selbst keine Erfahrung.
Aber soweit ich weiß gibt es keinen bekannten Fall, in dem Antidepressiva Dauerschäden bewirkt haben. Es kann nur leider quälend lange dauern, bis sich Absetzsymptome legen.
Ausgenommen ist das PSSD (persistierende sexuelle Funktionsstörung nach Absetzen von SSRI/SNRI) - das gilt als dauerhaft anhaltend.

Noch eine Bitte: Könntest du dir bitte eine Signatur anlegen? Wie das geht hat dir Ululu :) in ihrer ersten Antwort an dich verlinkt.
Eine Signatur ist eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme im Forum. Sie erlaubt es den Mitlesenden gleich einen Überblick über die Mediakamenten-Historie und die Absetzversuche zu sehen, ohne dass man den gesamten Thread durchlesen muss. Für Feedback ist sie also unerlässlich.

Außerdem wäre es wichtig, dass du auch Absätze in deine Beiträge einfügst (in deinen letzten Beitrag habe ich die Absätze nun für dich eingefügt). Sonst ist der Beitrag sehr schwer zu lesen. Und viele Mitlesende hier sind selbst von Absetzsymptomen betroffen - da ist das Lesen von längeren Texten ohne Absätze sehr anstrengend.

Vielen Dank!

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo lb.Foris,finde heute kaum die Kraft zum Schreiben-ist aber sehr wichtig ! Ich bräuchte mal den Rat von Langzeitbetroffenen d.h.Foris,die PP über viele Jahre eingenommen haben.

Wie schon gesagt,bin ich jetzt nach über zehnjähriger Einnahme seit November 2019 auf 0! Symptome und Rebound geben einfach keine Ruhe,es ist eine unerträgliche Qual.Mein Psychiater hat gemeint,ich muss unbedingt wieder ein AD nehmen,da mein Körper keine Ruhe geben wird-Dr.Ansari,den ich in Verzweiflung bereits mehrfach kontaktiert habe,sagte mir,dass ich mir nie wieder ein AD aufschwatzen lassen soll,denn die hätten mich ja erst richtig krank gemacht und darum bin ich eben jetzt in dieser Situation!

Ich will einfach nur meine Gesundheit zurück,bin aber wirklich am zweifeln ,da sich einfach so garnichts tut.Ich nehme verschied.NEM,rauche nicht ,trinke nicht.z.Z.habe ich Tavor und Promethazin als Bedarf,aber auch das macht mir Angst-mir machen PP nur noch Angst,wirklich Horror-Angst!!! Gibt es denn wirklich keine OFF-Label-Präparate für den Entzug,habt Ihr wirklich noch nichts ausfindig gemacht??? L.G. Blumenfeld
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Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

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Towanda
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Towanda »

Hallo Blumenfeld,

damit jemand detailliert antworten kann ist es zwingend notwendig,dass Du eine Signatur erstellst, aus der ersichtlich ist, wie Deine Situation vor dem Absetzen war und in welchen Schritten Du abgesetzt hast. Cat :) hatte Dich ja auch schon mal drum gebeten. Es ist für die Betroffenen hier nicht zumutbar, erst den kompletten Thread zu lesen, um zu wissen, wo Du stehst.

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Michael808
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Michael808 »

blumenfeld hat geschrieben:
18.05.2020 12:26
Mein Psychiater hat gemeint,ich muss unbedingt wieder ein AD nehmen,da mein Körper keine Ruhe geben wird-Dr.Ansari,den ich in Verzweiflung bereits mehrfach kontaktiert habe,sagte mir,dass ich mir nie wieder ein AD aufschwatzen lassen soll,denn die hätten mich ja erst richtig krank gemacht und darum bin ich eben jetzt in dieser Situation!
Hallo Blumenfeld,
mit Jatrosom habe ich zwar keine Erfahrung und auch habe ich maximal 8 Wochen am Stück überhaupt „Antidepressiva“ genommen, aber eines kann ich aus Erfahrung sagen: Die Erfahrung mit Mirtazapin hat mir neben den zahlreichen körperlichen und psychischen Beschwerden ein leichtes Trauma beschert, gegen das Ärzte nicht im Geringsten helfen konnten.

Auch mir wurde gesagt, ich muss so'n Zeug weiterhin nehmen, weil mein Körper es will.
Nun bin ich da vielleicht (durch meine frühere Cannabis-Abhängigkeit) anders vorgeprägt, als die meisten hier. Aber als ich das hörte, gingen mir die Alarmglocken an und mein Vertrauen in Ärzte ist innerhalb von Sekunden auf nahezu null gefallen.

Erst durch die Website von Peter Ansari und dem Forum hier habe ich es geschafft, dieses Trauma zu überwinden und die Hoffnung an eine Genesung nicht aufzugeben. Lange Rede, kurzer Sinn: Entweder oder. Vertraue weiterhin Ärzten, weil sie Ärzte sind oder vertraue anderen Menschen, weil du ihr Erklärungsmodell plausibler findest. Ich behaupte, der gesunde Menschenverstand lässt nur letzteres zu.
Für mich jedenfalls ist klar: Solche harten Drogen kommen in meinen Körper nicht mehr freiwillig rein (*).

Ich gehe sogar so weit, die nächste Depression komplett unbehandelt zu lassen. Denn eines weiß ich nun nach 4 Episoden: Eine Depression kann dauern, aber jede einzelne ging wieder von selbst vorbei. Viel länger als jede einzelne Depression halten nun meine Beschwerden schon an – Beschwerden, die mir von dem beschert wurden, was mir angeblich hätte helfen sollen.

* Wer eine kassengeleistete Behandlung eingeht und sich gegen die Einnahme von PP wehrt, dem kann die Krankenkasse die Finanzierung verweigern oder gar rückfordern, weil er als unkooperativ (möglicherweise gibt es da einen korrekteren medizinischen Begriff dafür, aber man weiß, was ich meine) gilt. Ein Druckmittel, dass viele Patienten nicht erkennen, weil man oft denkt: Wir leben doch in so einem fortschrittlichen und menschenwürdigen Land, wo schon per Gesetz (ungefähr seit Fall Gustl Mollat) niemand zur Einnahme eines Medikaments gezwungen werden darf.

Gute Besserung und liebe Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Jamie am 19.05.2020 09:55, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt / Jamie
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Michael,wir sitzen im gleichen Boot,nur dass mein Trauma schon länger anhält als deines.Ich bin so verzweifelt,funktioniere im Alltag und auch für die Familie nicht mehr richtig und ich mache tatsächlich im Moment eine Traumatherapie!Ich sitze oft und heule bitterlich und möchte am allerliebsten diese Zeit aus meinem Leben löschen,das wäre mein größter Wunsch.Auch ist die Angst da,dass das nicht mehr normal wird.

Man müsste wirklich eine Entschädigung kriegen für eine versaute Gesundheit,wobei Gesundheit mit nichts zu bezahlen ist.Wenn ich das richtig sehe,machst Du ja jetzt auch schon seit einem Jahr rum.Glaub mir ich kriege wirklich Panik,ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalten kann?! Ich schließe uns alle Leidenden ins Abendgebet ein .

Eine Riesensauerei ist ,dass man von den Verschreibern,die uns in diese Hölle geritten haben voll im Stich gelassen wird.Bei mir steht einzig und allein meine Hausärztin an meiner Seite.Von den Psychiatern wird man hingestellt,als wäre man irgendwie nicht ganz normal,wenn man über seinen hilflosen Zustand verzweifelt klagt.Hast Du noch einen wertvollen Tipp für mich? Dir alles Gute Beste Grüsse Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Jamie
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo Blumenfeld, :)

ich möchte dir ein paar aufmunternde Worte da lassen.

Es tut mir leid, was dir widerfahren ist.
Psychische Einbrüche nach Ebstein-Barr-Virus sind bekannt und es ist erschütternd, was man dann alles medikamentös auf dich los gelassen hat.
Es ist eine schwere Virusinfektion, die auch neurologisch Spuren hinterlassen kann, aber die auch ausheilen kann; vermutlich hättest du dich Langzeitkrankschreiben lassen müssen (warst du das?), und deinem Körper absolute Ruhe schenken müssen, aber die Ärzte sind heute ja sehr schnell beim Zücken des Rezeptblocks.

Nach 10 Jahren Jatrosom, und ich vermute, es wurde nicht über eins zwei Jahre langsam und schrittweise ausgeschlichen, ist dein Körper / ZNS völlig an das Präparat gewöhnt und hat alles umgebaut (im ZNS). Jetzt ist der Stoff weg und dein ZNS / Gehirn muss ein neues Gleichgewicht finden und ja, das wird leider dauern, vermutlich lange dauern.
Man kann das ZNS nicht zwingen sich beim Umbau zu beschleunigen. Es braucht die Zeit, die es braucht. Und die musst du dir und deinem Körper geben, denn du kannst ihm deinen Willen nicht aufzwingen - diesen Wettkampf würdest und wirst du gnadenlos verlieren.

Also ist der zu gehende Weg dieser: Geduld, Liebe, Annahme und völlige Akzeptanz der Situation, gut zu sich sein und viel Ruhe.
Ferner: wissen, dass man damit nicht alleine ist, sich immer wieder sagen, dass das ZNS am Heilen ist und es dir irgendwann auch wieder besser gehen wird :hug: .

Ich glaube auch nicht, dass es das Richtige wäre, jetzt wieder neue Medikamente einzunehmen.
Du hast für den Notfall Akutmedikamente daheim liegen, Promethazin und Lorazepam, das ist OK, und ansonsten solltest du für mein Dafürhalten den Finger von allem lassen.
Höchstens die Wiedereinnahme eines Krümels Jatrosoms wäre überdenkenswert, aber dazu fehlt mir die Info, seit wann du auf Null bist und wie du vorher abgesetzt hast.

Kannst du bitte auch aktuell deine Symptome beschreiben?
Bitte vergiss nicht eine Signatur anzulegen - wir brauchen sie, denn wir können nicht jedes Mal alles von vorne neu lesen, um zu ahnen, was dein aktueller Stand ist. Danke dafür :).

Du schreibst, du bist in Traumatherapie. Weswegen hast du dir diese Therapieform ausgesucht und seit wann machst du es? Macht ihr EMDR?
Es ist wichtig zu erwähnen, dass in einem hochakuten Zustand eine Traumatherapie meist keine gute Idee ist, weil sie triggert und destabilisieren kann.
Das aufdeckende Arbeiten wird deine Psyche und daran gekoppelt ZNS wahrscheinlich weiter überlasten - besser wäre es jetzt, stabilisierend und ressourcen-orientierend zu arbeiten.

Du schriebst, du sitzt da und heulst Rotz und Wasser bei der Therapie (oder habe ich das falsch verstanden?).
Das kann erleichtern, aber wenn es Ausdruck völliger Überforderung ist, solltest du dich mit deinem Therapeuten besprechen.

Es geht mich auch nichts an, weswegen du die Therapie machst und was Inhalt des Traumas ist, aber an einer Stelle muss ich nachfragen - bearbeitest du, was dir im Rahmen des EBV und der ganzen Medikamente etc. widerfahren ist oder geht es um ein anderes Thema?

Denn wenn es ersteres ist - du bist gerade erst am Anfang des Ganzen und realisierst vermutlich erst jetzt das Ausmaß.
Dann ist es auch schwierig, die von mir genannten skills: Akzeptanz und Annahme zu leben, denn in den Phasen der Krise wärst du noch bei den Anfangsstufen (Trauer, Wut, Empörung, Nichtwahrhaben-wollen). Kannst du mit deinem Therapeuten da ggf. ansetzen?

Es gibt viele Threads hier, was anderen Menschen hilft, aber alles sind nur individuelle Erfahrungen.
Befasse dich mal damit und beim Thema NEM mit Fischöl (Links folgen):
Fischöl: viewtopic.php?f=57&t=9653
(Omega 3 Fettsäuren aus Fischöl können vom Gehirn direkt in nervale Strukturen verbaut werden, das kann einen Entzug abmildern)
Was tut ihr gegen eure Entzugssymptome?: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =50&t=7663


Viele Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Jamie,

vielen,lb. Dank für Deine aufbauenden Worte.

Heute ist ein ganz schlechter Tag,extremste Übelkeit,Kopfschmerzen u. Schwindel sind meine Begleiter.

Ich mache eine Traumatherapie wegen der schweren EBV-Erkrankung und der folgenden vielen PP! Was ich erlebt habe,das ist nicht in Worte zu fassen.Ich habe im ganzen Unglück nur ein Glück,das ist meine lb. Familie und meine Hausärztin,die ganz,ganz fest an meiner Seite stehen und mich stützen.Ich weiß,dass selbst dieses Glück nicht jeder hat!

Ich bin mit dem Jatrosom seit November 2019 auf 0 ! Es wurde innerhalb eines halben Jahres ausgeschlichen,vorab wurde die Dosis ganz hoch gesetzt,danach in Augmentation mit Maprotilin,leider wirkte es nicht mehr! Mein kompletter Körper ist total ausgetickt-es war grauenhaft.Habe in meiner Verzweiflung beim Hersteller Aristo angerufen,die haben gesagt,dass es sowas nicht gibt,so etwas hätte noch nie jemand gemeldet.Wer glaubt’s?!
Das Komische ist,dass ich Jatrosom zehn Jahre lang vertragen hatte,obwohl ich im Vorlauf nicht ein einziges anderes AD vertrug!!! Und urplötzlich ohne äußere Auslöser spielt mein Körper total verrückt,etwa so,als wollte er mir sagen,habe die Schnauze voll von der Chemiekeule!

So und jetzt wo der Stoff raus ist,quälen mich seit November 2019 Symptome,es ist schier unerträglich.Ich habe ganz dolle Angst,dass das noch ewig so geht?! Meine Hausärztin meinte, vielleicht müssen wir doch wieder ganz minimal eindosieren,nur das ist eigentlich nicht unser Weg.
Meine Hausärztin hat nach dem Ausschleichen,Symptome mit Mirtazapin,Milnacipran und vor sieben Wochen mit Escitalopram versucht abzufangen,leider funktionierte alles nicht,es wurde sogar noch schlimmer.
Übrigens kam von den Verschreibern,also den Psychiatern nichts groß an Hilfestellung in meiner Horrorsituation.

Falls Du noch einen Rat oder Idee zu meiner Situation hast,dann schreibe mir doch bitte! Oder vielleicht hattet Ihr hier im Forum schon mal etwas Ähnliches,ich bin hier noch recht neu und von Jatrosom hört man hier recht wenig!!

Viele Grüße Blumenfeld
Zuletzt geändert von Straycat am 20.05.2020 11:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
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Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo Blumenfeld, :)

bitte beantworte konkret meine Frage, welche Symptome du hast.
Du schreibst immer nur "Hölle", was schlimm genug klingt, aber ich würde gerne mal ein paar Symptome aufgezählt bekommen, damit ich eine Vorstellung habe. Danke.
Ich weiß auch zB nicht, ob du schlafen kannst oder ob du überhaupt arbeitsfähig bist?

In der Tat haben wir mit Jatrosom nicht so viel Erfahrung, weil es ein Medikament ist, das bei dir nicht leitliniengerecht eingesetzt wurde.
Es ist nicht Mittel der Wahl bei Depressionen und es hat viele Interaktionen als MAO-Hemmer. Überhaupt scheint dein Psychiater eine exzentrische Stoffwahl zu betreiben, Maprotilen ist auch selten.

Letztlich ist es aber nicht so schlimm, dass wir die Mittel hier nicht so genau kennen, denn ich habe mir mal die Fachinfo zu Tranylcypromin angeschaut und die Nebenwirkungen sind fast identisch zu denen von anderen bzw. "normalen" Antidepressiva.
Letztlich hemmt es aber mehr Monoamine als die üblichen AD (die meisten AD führen zu mehr Serotonin und ggf. Noradrenalin im synapt. Spalt, Jatrosom erhöht auch Dopamin, Adrenalin, Histamin, Melatonin etc.).
Ich denke, dass du daher wahrscheinlich recht umfassend unter Absetzsymptomen leidest und darum frage ich nach, welche am stärksten bzw. belastendsten sind.

Leider habe ich keinen Superrat für dich, außer, dass man darüber nachdenken könnte, eine mini Menge des Jatrosoms wieder einzudosieren.
Es wäre allerdings wirklich ein ziemliches Experiment.
Ich habe ganz dolle Angst,dass das noch ewig so geht?!
Nein, diese Symptome werden nicht ewig und bis an dein Lebensende gehen!
Irgendwann wird es besser! :hug:

Dein Gehirn / ZNS braucht nach 10 Jahren Einnahme eines solch starken Medikaments leider viel Zeit jetzt, um sich umzubauen und wieder ein neues Gleichgewicht zu finden.
Es ist schon so, dass man da an deine Leidensfähigkeit und Geduld appellieren muss, denn leicht wird das nicht, aber dein Gehirn ist ein Wunder der Natur - es ist neuroplastisch und das heißt, es kann sich anpassen und restrukturieren und damit kann es irgendwann auch den Medikamenteneingriff kompensieren; kurz gesagt es kann heilen und wird es über die Zeit gesehen auch!
Wenn dem nicht so wäre, müssten wir alle aufgeben hier, aber dem ist nicht so.

Alles Liebe, denkst du bitte an meine Frage und die Signatur?

Viele Grüße
Jamie
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Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
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    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
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    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
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  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
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    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Jamie,

lb.Dank für Deine Zeilen

Mein vordergründigstes Symptom ist ständige Übelkeit,dann folgen Schweißausbrüche.Kraftlosigkeit,immer wieder Angst und Unruheund natürlich Resignation und Verzweiflung!Wie gesagt-6Monate nach 0 !

Da ja Deckelungsversuche mit anderen Substanzen nichts brachten,weiß ich nicht ,was ich noch probieren soll?
Habe gestern mit einem Mann vom Selbsthilfeverein telefoniert,der mir sagte,dass er sein AD schon seit 30 Jahren einnimmt,weil es nicht anders geht und dass er auch trotz Medikament ständig Einbrüche hat und kein beschwerdefreies Leben führen kann.Das nimmt einem dann immer jede Hoffnung.

Meine Hausärztin rief mich gestern Abend noch an und versuchte mich wieder aufzubauen,auch sie sprach eine geringe Eindosierung vom Jatrosom an ,wenn nicht bald die Kehrtwende in Richtung Besserung kommt.

Aber lb.Jamie ich habe mittlerweile fürchterliche Angst vor diesen bösen Medikamenten aus eigener Erfahrung und ich habe natürlich auch hier im Forum sehr viel Schlimmes gelesen .

Nein ,ich bin nicht mehr arbeitsfähig,macht mich auch sehr traurig ,aber dennoch mache ich mir da keinen Druck-mein Hauptziel und größter Wunsch ist es erst mal gesund zu werden,denn dann ist alles Andere ein Selbstläufer.Ich habe doch vor dieser EBV-Geschichte und diesen ganzen PP immer problemlos funktioniert!

Dr.Ansari meinte,erst die PP hätten mich richtig krank gemacht und ich sollte nie wieder zu den Ärzten gehen,die mich krank gemacht haben,denn die würden mich garantiert nicht gesund machen!! Die Frage ist,nur wer kann mich gesund machen,wie lange dauert dieser Weg?

Selbst meine Hausärztin,die alles,wirklich alles für mich tut,kommt nicht weiter.Auch sie sagte gestern ,wir brauchen Geduld,Geduld und nochmals Geduld!

Omega3 und andere NEM nehme ich schon länger,auch Tebonin und gestern habe ich mir aus der APO. Dysto Loges geholt ,um den Gebrauch von Tavor einzudämmen,weil ich Angst habe,dass sonst der nächste Entzug auf mich wartet.
Dieses Dysto Loges hat sehr gute Bewertungen im Netz.

Ich mache das noch mit der Signatur,kenne mich hier noch nicht so gut aus.

Jamie,welchen Entzug hast Du eigentlich hinter Dir und war es erfolgreich,bist Du heute genesen u.s.w.? Ich merke nur,dass Du hier im Forum sehr engagiert bist,finde ich ganz toll und großartig,RESPEKT und DANKE dafür!
Ich finde es schön ,für Andere da zu sein,bin auch so gestrickt.

Freue mich,von Dir zu hören Viele Grüße Blumenfeld
Zuletzt geändert von Straycat am 20.05.2020 11:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Jadenfit »

Hallo blumenfeld,

Ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst. Ich habe seit 2011 (ik einer Kinder- und Jugendpsychatrie) Erfahrungen mit Psychopharmaka.

Nachdem ich 2018 erstmals ein Medikament auf 0 hatte, musste ich feststellen dass icj unter starken Entzugserscheinungen leidete. Ich mjsste einen anderen Weg finden und fing an mich damit zu beschäftigen.

Ich weiss leider nicht, wie es ist, wenn man mehrere Wochen auf 0 ist und die Symptome erleiden muss aber ich hoffe dass du methoddj hast, die dir helfen. Kennst du Methoddn, die dir beim schlafen helfen oder allgemein zur Beruhigung beitragen?

LG Jaden
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Jadenfit,Danke Dir,
Du schreibst,Du warst in 2018 auf 0 ,aber wenn ich es richtig verstehe,hast Du doch danach wieder angefangen verschiedene PP einzunehmen. Waren die Absetzsymptome auch unaufhaltbar? Bist Du gerade wieder am Ausschleichen und wie geht es Dir heute?
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Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

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Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

blumenfeld
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Hilfe bei Entzug

Beitrag von blumenfeld »

Hallo liebe Foris,

Leider habe ich in meinem Thread noch keine Antworten auf meine Fragen bekommen,ich weiß,mein Fall ist schwer,langjährig und oft denke ich aussichtslos.Ich bin hier auch noch recht neu und es wäre gut gewesen,ich hätte Euch viel früher entdeckt!Aber es ist jetzt wie es ist.

Meine Ärztin machte mir am Freitag den Vorschlag, das Jatrosom wieder minimal einzudosieren,Jamie sprach das auch schon kurz an.Mir geht es zwar nach wie vor besch.....,aber ich mag davon nichts hören.

Zu meiner Situation-bis zur Eskalation wurden vor 13Jahren an mir folgende PP ausprobiert-Trimipramin,Sertralin,Paroxetin,Opipramol,Bromazepam,Trevilor,Tavor,Bikalm,Abilify,Amioxid,Lyrica,Cymbalta,Melperon,Cipralex,Fluspi,Tavor,Moclobemid,Valdoxan,Mirtazapin,Lamotrigin,Amisulprid,Sulpirid,Tianeurax,Imipramin,Jatrosom!

Du kannst Dir nicht vorstellen,durch welche Hölle ich gelaufen bin,ich hab das nur knapp überlebt,die NW waren UNERTRÄGLICH!!!


Ärzte haben mir immer versichert,nicht die Medikamente sind das Problem,sondern die Hartnäckigkeit meiner Erkrankung. Nach 3,5Jahren kam dann plötzlich doch noch Besserung,zu dem Zeitpunkt nahm ich Jatrosom und so beschlossen die Ärzte,dass ich Jatrosom jetzt lebenslang einnehmen soll ,das ging einige Jahre gut ,ich fühlte mich relativ gesund,bis 2018 der nächste Crash kam mit allen alten Symptomen.Dann wurde Jatrosom hochdosiert mit Augmentation v.Maprotilin,aber alles blieb wirkungslos.


Aus dem Grund wurde dann ausgeschlichen ,seit Anfang November 2019 bin ich mit Jatrosom auf 0,jedoch gibt der Körper keine Ruhe,habe alle möglichen Entzugssymptome,die es gibt.Von November bis heute folgten Deckelungsversuche der Symptome mit Mirtazapin,Amineurin,Milnacipran und Escitalopram.Nichts funktionierte,alles wurde viel schlimmer.Alles war wie damals nur fürchterliche NW,keine Wirkung!

Seit einem Monat nehme ich gar nichts mehr,nur bei Bedarf Tavor,Promethazin und einige NEM. Symptome sind immer noch da ,sehr schlimm ist die ständige Übelkeit ,PA,nächtliches Herzrasen,Kraftlosigkeit,Kopfschmerzen u.s.w.,u.s.w.!

Am Freitag rief meine Ärztin mich an ,fragte nach meinem Befinden und sagte,wir haben nur noch die Chance wieder einzudosieren!
Ich bin total verzweifelt und ständig am Heulen,weil der Körper einfach nicht in die Spur kommt,ich lebe gesund und tue alles Erdenkliche,auch mein gesamtes Umfeld gibt mir viel Beistand.

Warum soll ich denn Jatrosom wieder eindosieren,wenn es nach zehn Jahren total wirkungslos war und nur noch Probleme gemacht hat? Auch die Ärztin handelt nur aus Verzweiflung,wie ich meine.
Ich habe das Gefühl,dass mein Körper von diesen vielen PP vollkommen irritiert und künstlich reguliert ist.Habe große Angst vor Dauerschäden und und und,aber Ihr habt mir hier ja gesagt,dass das alles wieder heilen kann.Aber ich bin so verzweifelt,ich weiß nicht,ob man das glauben kann?!

Wisst ihr was ich wirklich komisch finde ist,dass das mit dem Jatrosom mehrere Jahre in geringer Dosis von 20mg funktioniert hat,obwohl alle anderen Mittel absolut gar nicht gingen und dann kam quasi doch noch das dicke Ende!Ich hatte noch vergessen ,dass man mir die ersten fünf Jahre Amisulprid zum Jatrosom gegeben hat,ein NL ,die letzten Jahre dann nur Jatrosom allein. NL sind ja auch berüchtigt,Dauerschäden zu hinterlassen.

Was hat man mir nur angetan,komme ich da jemals wieder raus ,wird mein Leben jemals wieder beschwerdefrei sein? Es ist alles sehr,sehr schlimm! Wenn ich die vielen Verläufe hier im Forum lese ,bin ich oft nur am Heulen!!!

Habt ihr schon mal einen Fall wie meinen gehabt- vielleicht doch mit HAPPY END ?
Was soll ich nur tun wegen der Mini-Wiedereindosierung ,was soll das bringen?
Würdest Du mir bitte einen Rat geben?
Sorry,ich weiß,dass ich nerve,aber ich bin so hilflos.

Freue mich von Euch zu hören,noch einen schönen Restsonntag. LG Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Towanda
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Towanda »

Hallo Blumenfeld,

um fundierte Antworten zu bekommen ist es unerlässlich, dass Du eine Signatur erstellst - es ist eine Voraussetzung für die Teilnahme am Forum, siehe Begrüßungstext. Du wurdest auch schon mehrmals drum gebeten.

Es ist für die Mitleser unzumutbar, erst den ganzen Thread lesen zu müssen, um zu wissen, wo Du stehst.

Danke und viele Grüße,

Townanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Murmeline
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Murmeline »

Guten Morgen Blumenfeld,

es gibt durchaus Berichte, dass sich auch allerschlimmste Zustände wieder ändern. Auch wenn es länger dauert, als man denkt, dass man es ertragen kann.

Hier zwei direkte Links zu Berichten:
Pug viewtopic.php?f=51&t=16295

Alexlein: viewtopic.php?f=51&t=12650

Es gibt allgemein die Handlungsoptionen:
- nichts mehr einnehmen an Psychopharmaka und schauen, was stattdessen hilfreich sein könnte.
- eine kleine Dosis (und darunter verstehen Betroffene etwas anderes als Ärzte) vorsichtig testen und schauen, ob das was hilft
- etwas anderes einnehmen, was im Forum zumeist zurecht kritisch gesehen wird.

Was individuell ein möglicher Weg sein könnte, muss der Betroffene abwägend für sich selbst entscheiden.

Wieder eine Kleinstmenge nehmen kann manchmal helfen, die Symptome abzufangen. Ob es noch vertragen wird, wie gut es anschlägt ist wiederum individuell und kann man vorher nicht wissen.

Du hast ja bisher einige Versuche gehabt, ob du was anderes verträgst, was nicht funktioniert hat. Das ist leider nicht selten, dass die Betroffene keinen positiven Nutzen durch andere Substanzen mehr haben.

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht und ich verstehe, dass es einen verzweifeln lässt.

Ich wünsche dir viel Kraft. Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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