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blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Avalou
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Avalou »

Hallo Blumenfeld,

ich habe mir jetzt nicht alle Deine Berichte durchgelesen, aber ich habe bis dato nichts über die genauen Symptome gefunden (auch keine Signatur). Könntest Du mal kurz mitteilen, um welche Symptome es sich genau nach 0 handelt.

Liebe Grüße,
Avalou
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo lb. Foris

Werde das mit der Signatur noch machen,wobei ich ja schon alle Medikamente und Symptome bereits beschrieben habe.
Ich möchte noch mal allen,die mir geschrieben haben ganz lieb DANKE sagen,ich war in den letzten Tage zu gar nichts in der Lage,mein Zustand hat sich noch mal verschlechtert,hab nicht gedacht,dass es noch schlimmer geht!
Meine Ärztin denkt jetzt darüber nach Doxepin einzudosieren,sie geht davon aus ,damit die unerträglichen Symptome abzufangen.Dies ist ein PP,das ich bisher noch nicht eingenommen habe,aber ich bin sehr skeptisch a.G. meiner fast nur negativen Erfahrungen mit PP.

Ich bin dennoch hin und her gerissen und denke,dass es mit viel Glück doch noch irgend etwas gibt,das mir etwas Linderung verschaffen könnte.


Ich habe bisher unendlich viel probiert,aber leider war alles ohne Erfolg!!!


Bitte seid so nett und gebt mir einen Ratschlag oder sagt mir bitte Eure Meinung dazu,wenngleich ich auch glaube ,sie irgendwie schon zu kennen.

LG Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Annanas
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo Blumenfeld :hug: ,
blumenfeld hat geschrieben:
05.06.2020 20:56
ich war in den letzten Tage zu gar nichts in der Lage,mein Zustand hat sich noch mal verschlechtert,hab nicht gedacht,dass es noch schlimmer geht!
Kannst du das evtl noch etwas beschreiben - zudem, welche Symptomatik ist vorherrschend?
Weiterhin meine Frage: gab o gibt es tagsüber Phasen, in denen dir es etwas besser geht?
blumenfeld hat geschrieben:
05.06.2020 20:56
Meine Ärztin denkt jetzt darüber nach Doxepin einzudosieren,sie geht davon aus ,damit die unerträglichen Symptome abzufangen
Deshalb fragte ich u.a. nach den Symptomen, Doxepin wirkt zumeist sedierend u darf auch nicht mit anderen zentral dämpfenden Mitteln (wie bspw Benzos) kombiniert werden.
blumenfeld hat geschrieben:
05.06.2020 20:56
aber ich bin sehr skeptisch a.G. meiner fast nur negativen Erfahrungen mit PP.
Das bin ich, ehrlich gesagt auch - ich mache mir da Sorgen, daß dein ohnehin schon gereiztes ZNS dieses Medikament auch nicht toleriert bzw daß es dir nicht die gewünschte Entlastung bringt - vllt eher noch das Gegenteil - du schriebst schon bei den anderen Medikamenten von gravierenden NW.
blumenfeld hat geschrieben:
05.06.2020 20:56
Ich bin dennoch hin und her gerissen und denke,dass es mit viel Glück doch noch irgend etwas gibt,das mir etwas Linderung verschaffen könnte.
Ich weiß, daß man bei unaushaltbaren Zuständen nach jedem Strohhalm greift, aber nach deiner medikamentösen Vorgeschichte, wäre mir das Risiko zu groß, um wieder ein PP auszuprobieren.
blumenfeld hat geschrieben:
05.06.2020 20:56
Ich habe bisher unendlich viel probiert,aber leider war alles ohne Erfolg!!!
Da wäre es gut zu wissen, wie dein Tag so abläuft, welche Symptome dich wann quälen.
Evtl gibt es doch noch Möglichkeiten etwas dagegensteuern zu können.

Was hast du wogegen schon ausprobiert?
Vllt finden wir doch noch etwas Hilfreiches?!

Natürlich bleibt es deine Entscheidung, das Doxepin zu probieren, aber ich habe da ein ganz ungutes Gefühl.

Mitfühlende Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Anna

Danke,Dir die Hauptsymptome sind immer dieselben,wie Übelkeit,habe überhaupt kein Hungergefühl,Herzrasen,Kraftlosigkeit und schlimme Schweißausbrüche.Meine Ärztin ist eine ganz liebe Seele,die einfach verzweifelt nur helfen möchte,da sie mich ja schon so lange in diesem Zustand erlebt und es nimmt einfach kein Ende.Sie ist übrigens nicht die,die mir die Medikamente die ganzen Jahre verschrieben hat.


Die Symptome sind ständig da ,den ganzen Tag,nur am späten Abend manchmal etwas milder.

Mir hat gestern wieder ein Psychiater gesagt,das kann niemals noch Entzug sein ,jetzt nach sieben Monaten,mir ist auch schon ganz egal ,was es ist,es soll nur verdammt noch mal verschwinden!



Ich bin mit der Doxepinidee auch skeptisch,die Ärztin sagte mir,das man es gut einsetzt,um Entzüge zu behandeln,es geht auch bedarfsmässig und wäre problemlos abzusetzen.
Ich weiß nicht ,ob ich glauben soll,dass überhaupt ein PP problemlos abzusetzen ist?!

Ich habe mittlerweile eine regelrechte Pharmaphobie entwickelt!
Dennoch hätte ich gern eine greifende und tatsächliche Erleichterung.

Jamie machte schon mal den Vorschlag,Jatrosom wieder ganz minimal einzudosieren,auch das zieht meine Ärztin in Erwägung,das Ding ist ja nur ,dass es2018 nicht mehr gewirkt hat,
daher erfolgte ja dann das Ausschleichen.

Sie sagte,dass trotzdem eine Möglichkeit besteht,dass wir nach sieben Monaten noch einen Effekt haben für die jetzige Situation und es dann sobald wie möglich wieder raus nehmen.




Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr ,was ich machen soll? Ich hoffe einfach nur auf etwas,das mir Erleichterung verschafft.

Sag mir mal Deine Meinung oder warst Du vielleicht auch schon in dieser verzwickten Situation?


LB Blumenfeld
I
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
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Straycat
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo blumenfeld,

wir lesen das hier sehr häufig, dass von Ärzten irgendein Medikament als gute Möglichkeit zum Deckeln von Entzugssymptomen angepriesen wird.
Leider sieht die Realität anders aus.
Und wenn ich mir deine Medikamentenhistorie so ansehe, gebe ich padma :) recht: Ich würde es auch nicht versuchen an deiner Stelle, da ich zu viel Sorge hätte, dass es dein ZNS nur noch mehr reizt.

Man wünscht sich - verständlicherweise - ein Medikament, dass das Leiden einfach beendet und einem sein normales Leben zurückgibt. Leider gibt es dieses Mittel aber nicht. Und so versuchen sehr viele immer wieder andere Substanzen, um die Absetzsymptome zu lindern und kommen so immer tiefer in den PP-Sumpf hinein.
Ich habe mir damals auch Venlafaxin andrehen lassen, weil man mir eingeredet hatte, dass es sich um das "Wiederauftreten der Grunderkrankung" handelt - in Wahrheit war es wohl der Entzug. Und nun habe ich ein neues PP an der Backe, das ich ausschleichen muss.

Gäbe es ein Medikament, das zuverlässig gegen Absetzsymptome hilft, glaube mir, wir würden es nicht verheimlichen und vermutlich alle schon nehmen. Leider gibt es das aber nicht :(

Du kannst mal Doxepin in die Suchfunktion eingeben. Wir haben einige hier im Forum, die es absetzen, zB Elisabeth54 oder Fischer123.

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo CAT,

DANKE Dir und ich weiß,dass alles,was Du sagst,richtig ist,nur sind diese Symptome und Zustände nicht aushaltbar!

Gibt es denn kein Off-Label oder irgendwas,was Symptome zuverlässig behandelt?

Habe viel Pflanzliches probiert,aber es wirkt alles nicht.

Meinst Du ,dass es vielleicht was aus dem Bereich der Neurologie gibt,um vorerst etwas Linderung zu schaffen?

Wie lange hat es bei Dir gedauert,bis es erträglicher wurde?
Ich habe Angst,dass das noch Jahre so geht!


LG Blumenfeld
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo CAT,

noch ganz kurz etwas,sollte das wirklich so sein,dass man diese katastrophalen Zustände im Körper als eine Art Heilungsvorgang sehen soll,wenn ich das hier im Forum richtig verstanden habe?

Sorry ,bitte ich weiß,dass ich im Moment sehr anstrengend bin a.G. meiner Situation.


Mein Psychiater hat mir in der lt.Woche wieder nicht geglaubt,er sagte ,ich soll das mit dem Absetzen vergessen,da das Zeug schon sieben Monate aus dem Körper raus ist !
Ich muss dazu sagen,dieser Mann ist über 30 Jahre im Beruf!

LG Blumenfeld
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Straycat
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo Blumenfeld,

wie schon geschrieben: Etwas, dass zuverlässig Absetzsymptome deckelt, gibt es nicht wirklich.

Bei mir ist es nach einigen Monaten radikaler Ruhe besser geworden. Ich war im Krankenstand und konnte anfangs nicht mal alleine etwas aus dem Kühlschrank nehmen und mir zu essen machen, geschweige denn die Wohnung verlassen oder so. Es wurde schrittweise dann besser. Irgendwann konnte ich wieder alleine sein, dann auch mal zB den Geschirrspüler ein- und ausräumen, irgendwann dann wieder essen kochen und als ich zum ersten Mal beim Supermarkt um die Ecke war (nach einigen Wochen) war ich mega stolz auf mich ;-)
Aber auch da war es mal besser mal schlechter, mal machte man einige Schritte vor und dann wieder zurück. Aber 6 Monate später war ich wieder stabil und konnte dann auch wieder arbeiten.

Diese Wellen mit Symptomen treten bei der "Remodulation" auf, also wenn sich dein Gehirn an eine neue Dosis anpasst.
Hier findest du es genau beschrieben: viewtopic.php?f=19&t=15490&p=257720&hil ... on#p257720
Deshalb sind Absetzsymptome "Symptome der Heilung". Sie zeigen, dass das Gehirn und ZNS daran arbeiten, sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Liebe Grüße,
Cat
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo CAT,

Lb.Dank für Deine Ünterstützung und Zuspruch.
Ich bin ja schon sieben Monate nach 0 und leide noch immer ohne Ende,wobei nach 0 noch kurzzeitig vier Substanzen zur Deckelung probiert,die wie bereits schon gesagt alle nichts brachten!

Ich kann es einfach nicht glauben,dass die Medizin im Jahr 2020 nicht in der Lage ist,Menschen in ihrer größten Not zu helfen b.z.w. das Leid etwas erträglicher zu machen.

Da fehlen einem echt die Worte.

LG Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
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Jadenfit
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Jadenfit »

Hallo blumenfeld,

ich lese hier leider vieles raus, was ich mir teils auch gewünscht hätte, aber Cat hat hier schon alles richtig formuliert und darauf hingewiesen, was sich bei dir in etwa abspielt. Ich weiß nicht, ob es dir hilft, aber bei Unruhe habe ich mal Neurexan (pflanzlich) empfohlen bekommen. Es ist immer unterschiedlich, was bei einem hilft.... Leider.

Und die Medizin hat leider kein Interesse daran, Symptome dieser Art zu bekämpfen, denn dann könnte man ja ohne Probleme PP weglassen.. Das will die Pharmaindustrie aber nicht, sie möchte einen Zustand erreichen, in dem der Patient weder gesund noch völlig krank ist, da er sonst keine PP nehmen würde... Ein Teufelskreis, aus dem wir hier in diesem Forum entweichen möchten.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und alles, alles Gute!! :)

LG, Jaden
[spoil]Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
[/spoil]

Straycat
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo blumenfeld,

ich sehe das ähnlich wie Jaden :)

Die Pharmaindustrie hat da leider wirklich kein Interesse daran. Deswegen gibt es auch keine/kaum Studien zum Absetzen.
Aus der Sicht eines Herstellers eines PP ist es so, dass er Studien machen muss, die die Wirksamkeit seines Wirkstoffs belegen (damit er eine Zulassung für sein PP bekommt). Aber wie das Absetzen verläuft und ob man damit Probleme hat (insbesondere auf langfristige Perspektive) ist nie Teil solcher Studien. Und sie werden leider auch nicht für die Zulassung eines Medikaments verlangt.
Dadurch gibt es auch keinen wissenschaftlichen "Nachweis", der in die Leitlinien der Psychiatrie Einzug gefunden hat, weil dafür - wie erwähnt - die Studien fehlen. Und basierend auf den Leitlinien sind PP daher weitgehend unproblematisch eingestuft (bzw. das problematische Absetzen bleibt unerwähnt) und werden munter bei allen möglichen Problemen verschrieben. Und die behandelnden Ärzte, die dann nur in den Leitlinien nachlesen, wissen nicht, dass es Probleme beim Absetzen gibt bzw. schieben solche Probleme bei ihren Patienten auf falsche Ursachen (Wiederauftreten der Grunderkrankung, Einzelfälle, psychosomatische Probleme usw. usf.). Ein Teufelskreis sozusagen.

Die einzige Chance daraus auszubrechen ist, sich selbst gewissenhaft zu informieren, Eigenverantwortung zu übernehmen und das Absetzen selbst in die Hand zu nehmen. Und wenn möglich sich nie wieder zur Einnahme von PP hinreißen zu lassen.

Liebe Grüße,
Cat
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blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Avalou,Jadenfit und alle Anderen,

Ich höre immer wieder gern von Euch,das baut etwas auf und tut gut in dieser schwierigen Zeit.

Ihr habt so recht mit allem,was Ihr schreibt!
LG Blumenfeld
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Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Avalou
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Avalou »

Hallo blumenfeld,

wir sitzen alle im selben Boot. Ich finde es auch immer wieder schön Zuspruch und Hilfe von Allen zu bekommen. Auch wenn die Hoffnung manchmal nur ganz klein ist, aber es gibt immer wieder tolle Menschen im Forum, die einen aufbauen. Wir halten alle zusammen und schaffen das irgendwann und irgendwie aus der Hölle zu entkommen.

Einen dicken Drücker an Alle,
Avalou
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Jadenfit
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Jadenfit »

Hallo blumenfeld,

ja, da gebe ich dir Recht. Ich glaube, es gibt keinen geeigneteren Weg, diese Medikamente loszuwerden als dieses Forum. Ansonsten würde mir nur eine WG einfallen, mit Erfahrenen und Unerfahrenen, aber da das Absetzen ja leider mehrere Monate / Jahre dauern kann, wäre das wohl schwer zu realisieren. =D

Andererseits.. Ein Workshop oder so (Online) Wäre natürlich auch mal super.. Aber wir haben ja so unsere Probleme mit der Anonymität....

Dir ein schönes Wochenende,
Jaden
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-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
[/spoil]

blumenfeld
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Jadenfit,Avalou und all die Anderen,

Lb. Dank für Eure Empathie,Zuspruch und Verständnis,Ihr seid einfach Goldwert,wir sitzen alle im gleichen Boot ,daher glaubt und versteht man sich. Das ist von der menschlichen Seite her. einfach nur einmalig.

Wenngleich ich auch merke ,dass das Lesen der Berichte hier für mich einen Wahnsinnstrigger darstellt.
Was ganz tragisch ist,ist dass alle von uns unschuldig an ihrer Situation sind ,wir haben einfach nur Ärzten und Medikamenten vertraut und sind dadurch in der Hölle unseres Lebens gelandet. Ich hoffe so sehr für uns alle,dass wir da wieder raus kommen!

Euch allen einen aushaltbaren Tag
LG Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Avalou
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Avalou »

Liebe blumenfeld,

das ist ja lustig. Ich habe gerade das Gleiche gedacht und teilweise auch so geschrieben. Ich habe nämlich meine Signatur vervollständigt und war erschrocken über die Gabe der ganzen Medikamente. Das macht mich so wütend. Dieses Leiden fühlt sich so unecht, so unwirklich an. Man hat das Gefühl, man kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner. Das macht es nicht gerade einfacher.

Ich war gestern auf der Suche nach Erfolgsgeschichten hier im Forum. Das tat mir nicht so gut, da ich von vielen Leuten gelesen habe, wie lange sie schon in dem Schlamassel stecken. Ich denke ich sollte damit aufhören. Ich habe auch schon einige Threads re-Aboniert, weil ich gemerkt habe, dass sie mich mehr runter ziehen, als dass sie mir Kraft geben.

Deinen Thread habe ich aber behalten. :D

Wir müssen ja irgendwie zusammenhalten, wenn uns schon draußen keiner mehr glaubt. Hofft bitte für ein schnelles Ende des Entzuges für uns alle...

Liebe Grüße,
Avalou
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Jamie
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Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo blumenfeld :) und Avalou :)
Ich war gestern auf der Suche nach Erfolgsgeschichten hier im Forum.
Jeder einzelne Kämpfer, Durchbeißer, Leidender und Nicht-Aufgeben-Wollender ist für mich eine Erfolgsgeschichte.
Eine menschliche.

Glühende Beispiele dafür, dass wir unglaublich zäh im Überleben-Wollen sind, dass wir das uns teilweise angetane und erlittene Elend und Unrecht nicht noch damit unterfüttern wollen, dass wir kapitulieren, sondern indem wir unser Schicksal in die Waagschale werfen und es damit aufnehmen.

Ich habe hier über die vielen Jahre großartige Menschenseelen, laute als auch leise Kämpfer, kennengelernt und alle sind für mich lebende Erfolgsgeschichten, auch wenn es auf den ersten und zweiten Blick manchmal nicht danach aussieht.

Jeder, der sowas durchmachen muss und trotzdem weitermacht, hat sich in meinen Augen mehr verdient gemacht als manche Ordensträger und andere Geehrte.
Das muss man alles nämlich erst mal ertragen und aushalten lernen.


:group: :hug: :group: :hug: :group:

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Avalou
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Wohnort: Niedersachsen

Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Avalou »

Liebe Jamie,

Dankeschön <3 :group:

Avalou
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blumenfeld
Beiträge: 81
Registriert: 15.11.2019 16:29

Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von blumenfeld »

Liebe Avalou,lb.Jamie

Ganz lieben fetten Dank Euch beiden für den Beistand, die Mutmache und die menschliche Wärme!
Ich glaube,wenn wir hier mal raus sind,haben wir den schlimmsten Feind unseres Lebens besiegt!
Also auf in den Kampf!!!

Euch noch einen schönen Rest-Dienstag
LG Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Annanas
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Registriert: 25.01.2016 19:41

Re: blumenfeld: Absetzhölle von Jatrosom (Tranylcypromin) Deckelungsversuche mit Mirtazapin,Milnacipran und Escitalopram

Beitrag von Annanas »

Hallo zusammen :group: , ich stelle mit Blumenfelds Erlaubnis u Bitte den Inhalt ihrer PN hier ein.
Ich setze zusätzlich noch die Verlinkung in die Rubrik "Dringende Fragen zum Absetzverlauf", da es Silvia sehr schlecht geht.

Es können bitte auch alle Foris antworten.
____________
Hallo Anna

Sorry,ich habe leider noch nicht so richtig kapiert,wie man das hier händelt,wenn man eine spontane Frage an die erfahreneren Moderatoren hat.

Ich bin jetzt fast 8Monate nach Null,danach gab es nur ganz kurze medikamentöse Deckelungsverauche.

Mein Zustand wird immer schlechter,statt besser! Die lt. Nacht war extremst ,heute quält mich eine Kraftlosigkeit,dass ich fast nicht laufen kann.
Mein Psychiater meinte die Woche zu mir ,dass das ohne Medikamente nicht zu heilen sei.
Nur welche Medikamente? Ich bin der Meinung ,dass diese mich erst in diesen Zustand gebracht haben.Leider,wie schon so oft angesprochen,hält er von meiner These überhaupt nichts.
Sollen meine Verschlechterungssymptome wirklich Symptome der Heilung sein?
Ehrlich ,das kann man sich
beim besten Willen nicht vorstellen.
Bin heute auch komplett bettlägerig,wie soll das nur wieder werden?

Da nach acht Monaten kein Aufwärtstrend zu sehen ist,schwindet der Glaube an Heilung und normales Funktionieren bei mir immer mehr!
Gibt es wirklich absolut keine Diagnostik,um zu schauen,was mit meinen ZNS nicht richtig läuft?
Was soll ich nur tun?
LG von einer total hoffnungslosen Blumenfeld
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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