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Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)

es liest sich wirklich unendlich anstrengend. Wenn selbst das Atmen so anstrengend ist. :hug:

ich denke v.a. das Kontrastmittel wird getriggert haben, evtl. auch das CBD ÖL. Ich würde das Öl sicherheitshalber auch weglassen.

Trigger können wirklich dazu führen, dass es einem vorübergehend noch schlechter geht. :(
So langsam komme ich auch familiär an einem Punkt, wo alle nur noch unendlich genervt und hilflos sind. Auf der einen Seite wollen sie verstehen, auf der anderen Seite sagen sie man müsse die Sachen nur angehen, dann wird es auch besser.
Diese Aussagen sind wohl v.a. ihrer Hilflosigkeit geschuldet. Sie können es nicht ertragen, dass es dir schon so lange so schlecht geht und dass man nichts aktiv für eine Besserung tun kann.
Hast du ihnen diesen Text schon mal gezeigt: viewtopic.php?f=50&t=11992

Bitte gib die Hoffnung nicht auf. Es wir besser werden, auch du wirst heilen.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben, :alptraum:

ich brauche dringend Eure Einschätzung. Am Besten aus eigener Erfahrung.

Ich habe gestern wieder mehrfache Ausraster und Anfälle gehabt, gepaart mit unendlicher Angst, aber ohne Herzrasen. Diese Angst hielt den ganzen Tag an. Ich hatte keine Möglichkeit zwischendurch Luft zu holen. Diese Angst ist extremer, wenn meine Familie da ist (sie sind aber nicht schuld daran). Dann schieße ich mich richtig in die Angst hinein. Erst gegen 20:00 Uhr klarte es etwas auf.

Heute morgen wieder das Gleiche. Eben ist mein Mann gekommen und die Angst (die vorher schon in mir brodelte) explodiert aus mir raus. Bin nur noch am zittern. Meinen Mann macht das sehr betroffen und hilflos. Er hat schon Angst, dass er schuld daran ist.

Jetzt meine Frage:
Kann eine Angststörung den ganzen Tag solche Zustände verursachen oder ist das eher entzugsbedingt? Es wird ja nicht wirklich besser. Diese Angst begleitet mich den ganzen Tag und lähmt mich so, selbst wenn ich dusche, telefoniere oder mir was zu essen machen will.

Falls es aufhörte oder besser wurde, sagt mir bitte wann und warum. Bitte teilt mir Eure Erfahrungen mit.

Danke an Alle,
Avalou
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Ululu
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Ululu »

Hallo Avalou,

es tut mir leid, dass es bei dir so hart ist im Moment.
:hug: :hug:

Entzugsbedingte Angst hat einen körperlichen Ursprung, sie fühlt sich, zumindest bei den meisten, auch anders an . Leider gelingt es oft nicht, mit erlernten Skills gegen zu steuern.

Das ist dann wirklich Hardcore und sehr schwer zu ertragen, auch für unsere Angehörigen.
Deshalb auch einen Kraftdrücker an deinen Mann.
:hug:
Wenn deine Familie da ist, prasseln Reize auf dich ein, die dein Gehirn im Moment nicht adäquat verarbeiten kann.
Das ist der Grund, warum es dann schlimmer ist. Mit deiner Familie direkt hat das dann überhaupt nichts zu tun.

Eines kann ich mit dir teilen, ich hatte schon schlimme und schlimmste Angstzustände, fühlte mich überhaupt nicht mehr wie ein Mensch, weil ich quasi nur noch aus Angst bestanden habe.
Aber es ist immer wieder besser geworden.
Selbst, wenn keine Absetzerscheinung dahinter gesteckt hat.
So, wie du deine momentane Angst beschreibst, gehe ich davon aus, dass es sich um Absetzangst handelt.
Sie wird vergehen, so viel ist sicher.

Ich weiß, dass es fast unmenschlich ist, jetzt Geduld von dir zu verlangen. Aber leider wird dir nur die Zeit helfen.
:hug:
Ich schicke dir Kraft und hoffe, dass es dir schnell besser geht. :fly:

Verträgst du Vollbäder ? In meiner schlimmen Zeit konnte mich ein Melissenbad manchmal ganz gut runter holen.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Ute,

danke für die Antwort. Es ist immer wieder ein Kraftakt diese ganzen Symptome auszuhalten. In dem einen Moment ist es diese lähmende Angst. Im nächsten Moment ist es die Benommenheit und in einem anderen Moment sind es die Anfälle.

Mit deiner Antwort konntest du mich schon ein bisschen beruhigen. Es fühlt sich in dem Moment immer an, als wenn es nie enden wird.

Liebe Grüße und einen dicken Drücker zurück,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben, :hug:

ich kann einfach nicht mehr. Ich bin jetzt im 7. Monat nach null und nichts hat sich wirklich geändert. Ich wache morgens auf, und die Unruhe und Panik sind da. Ich stehe so neben mir. Wenn ich morgens in die Dusche gehe, fängst alles vor meinen Augen an noch mehr zu verschwimmen. Ich fühle mich wie zugedrückt. Der Kopf ist dumpf und summt. Am Kreislauf liegt es nicht, der bleibt bei solchen Zuständen immer gleich. Die Atmung ist wie gedrosselt. Ich sehe alles durch einen zähen Schleier.

Später wechseln sich dann die Momente ab. Entweder zittere ich und bin kurz vorm Verzweifeln oder ich dissoziiere. Das macht mir so eine Angst immer fast wegzutreten. Das habe ich ja erst seit Februar. Seit dem ist es nur minimal besser geworden.

Gestern war ein Tag, der für meine Verhältnisse gut auszuhalten war. Ich konnte sogar kurz einkaufen und private Schreiben erledigen. Ich war so glücklich. Am nächsten Tag haut es mich dann aber doppelt um, als wenn ich für meine Aktivitäten bestraft werden würde. Ich weis schon gar nicht mehr, was ich überhaupt noch machen soll. Entweder ist es Zuviel oder Zuwenig.

Das geht jetzt schon so viele Jahre. Bei den Meisten schleicht sich ja im Laufe der Zeit Besserung ein. Bei mir geht es immer mehr bergab. Die guten Momente werden gefühlt immer weniger. Ich kann das nicht mehr aushalten. Wenn allein die Medikamente schuld an der Sache sind, dann muss es doch auch mal besser werden. Wirklich gute Tage (und die sind nicht gut, sondern nur besser auszuhalten) gibt es höchsten 1-2 im Monat.

Ich bin einfach ratlos und verzweifelt. :cry:

Alles Liebe,
Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)

leider gibt es diese Verläufe bei denen sich lange nichts bessert oder sich sogar weiter verschlechtert. Aber irgendwann tritt eine Besserung ein, auch bei schweren, langwierigen Verläufen.

Gestern hattest du eine Art Fenster, das zeigt doch, dass du nicht diese Symptome bist.
Nur 1 oder 2 gute Tage im Monat ist natürlich sehr wenige, dennoch können dir diese Tage Kraft geben, da sie dir zeigen, dass du heilen wirst.
Am nächsten Tag haut es mich dann aber doppelt um, als wenn ich für meine Aktivitäten bestraft werden würde. Ich weis schon gar nicht mehr, was ich überhaupt noch machen soll. Entweder ist es Zuviel oder Zuwenig.
Es ist in der Tat so, dass wenn mal ein besserer Tag ist, man dazu neigt, dann gleich zuviel zu machen. Das ist ja mehr als verständlich, da man die gute Zeit nutzen möchtest. Du kannst versuchen an guten Tagen besonders achtsam zu sein, damit du nicht zu viel machst. Vor allem diese Tage wirklich geniessen, mit allen Sinnen auskosten, nd sie fest in deiner Erinnerung verankern.

liebe Grüsse :hug: und ein dickes Kraftpaket, :fly: :group:
padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Padma und alle anderen Lieben, :hug:

heute ist auch wieder ein Horrortag. Ich habe den ganzen Tag panische Angst. Ich winsele heute den ganzen Tag meinem Mann an, dass er mir irgendwie hilft. Zwischendurch wird die Panik so groß, das ich hier regelrecht durchdrehe. Diese zerstörerische Angst kannte ich bis vor einem halben Jahr gar nicht. Ich drehe langsam wirklich durch. Ich komme mir vor wie ein Tiger im Käfig. Ich kann die Angst nicht mehr aushalten. Den ganzen Tag geht das so.

Dabei wird mein Sehen so schlecht. Alles ist nur noch verschwommen. Ich komme mir vor wie in einer anderen Welt. Es hört nicht auf. Es wird immer schlimmer. Ich habe Angst... Werde ich paranoid? :o Was ist, wenn es nicht an den Medikamenten liegt?

Liebe Grüße,
Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)

es tut mir sehr leid, dass du heute wieder einen solchen Horrortag hast. :hug:
Es liegt mit sehr,sehr grosser Wahrscheinlchkeit an den Medikamenten. Was sollte es denn sonst sein?
Diese 24 Stunden Angst und auch die Sehstörungen sind ja typische Entzugssymptome.

Keine Sorge, du wirst nicht paranoid. Diese schweren Symptome sind ja auch kaum auszuhalten, aber Moment für Moment geht es dann irgendwie doch. Und irgendwann wird es sich bessern, bis dahin bleibt leider nur Durchhalten.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Danke Padma!!!
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben,

mein Zustand wird immer schlimmer. Gestern konnte ich den ganzen Tag nur im abgedunkelten Raum verbringen. Ich bin alle 10 min aufgestanden, in den Garten bei meinen Eltern gegangen, habe um Hilfe gebettelt und mich dann wieder verkrochen. Den ganzen Tag. Heute bin ich zu Hause und habe mir vorgenommen mich zusammenzureißen und rechtzeitig zu regulierten.

Was soll ich sagen. Ich habe die Augen geöffnet und die Hölle geht los. Ich kann nichts ertragen. Kein Geräusch, keine Bewegung. Einfach nichts. Mein Körper ist einerseits wie tot, anderseits tut alles so höllisch weh. Ich kann es wirklich nicht in Worte fassen. Jede Bewegung macht Angst und Druck im Kopf. Der Puls rast die ganze Zeit und das Gehirn ist voller Nebel.

Ich bin jetzt 7 Monate auf 0 und es wird immer unaushaltbarer. Ich habe keine Kraft mehr den Kampf zu kämpfen. :sports: :cry: Mein "Ich" hat resigniert. Ich habe solche Angst. Morgen beginnen die Ferien. Dann bin ich den ganzen Tag mit meiner Tochter alleine zuhause. Ich weiß noch gar nicht wie das gehen soll.

Gibt des solche starken Depressionen die nie aufhören?

Eure Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)

es tut mir sehr, leid, dass es noch schlechter geworden ist. Es hörtsich wirklich sehr schlimm an :hug:
Gibt des solche starken Depressionen die nie aufhören?
Ich denke nicht, dass du eine Depression hast. Diese Symptome können bei einem schweren Entzugssyndrom leider auftreten, andere haben ähnliches durchgemacht. Auch darüber, nur in einem abgedunkelten Raum liegen zu können, wurde berichtet.

Doch auch wenn es dauern kann, es geht vorbei! Dein ZNS wird heilen.
Morgen beginnen die Ferien. Dann bin ich den ganzen Tag mit meiner Tochter alleine zuhause. Ich weiß noch gar nicht wie das gehen soll.
Das ist natürlich sehr schwierig. Gibt es niemanden, wo sie hinkönnte?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Padma,

ich weiß es nicht. Sie will ja nirgendswo hin. Das Büro meines Mannes ist um die Ecke. Er kommt ab und zu rüber oder sie kann zu ihm. Zu den Großeltern möchte sie nicht.

Ich habe vorhin wieder einen Anfall gehabt. Es ist wirklich nicht mehr auszuhalten. Wie kann es denn sein, dass es nach einem halben Jahr immer schlimmer wird. Das ist doch nicht normal. Es muss doch auch mal Fenster geben.

Ich würde gerne etwas zur Beruhigung nehmen. Ich habe aber Angst, dass ich den Entzug damit unterbreche. Ist es sinnvoll eine Tavor zu nehmen? In der Vergangenheit hat es mir leider nicht wirklich geholfen, da ich dadurch noch benommener wurde, die Angst aber nicht verschwand.

Ich denke wirklich ans aufgeben.

Liebe Grüße,
Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)
Wie kann es denn sein, dass es nach einem halben Jahr immer schlimmer wird. Das ist doch nicht normal. Es muss doch auch mal Fenster geben.
Es gibt diese Verläufe, bei denen es keine Fenster gibt und es sich im ersten Jahr weiter verschlimmert.

Tavor könntest du im Prinzip nehmen, i.d.R. hat eine gelegentliche Einnahme keine negative Auswirkung auf den Enzug, vorausgesetzt, du verträgt es.
In der Vergangenheit hat es mir leider nicht wirklich geholfen, da ich dadurch noch benommener wurde, die Angst aber nicht verschwand.
Wieviel hattest du denn genommen?

Das Risiko ist, dass wenn es hilft, der Zustand nach dem Abklingen der Wirkung als umso unerträglicher empfunden wird. Es bringt bestenfalls eine kurzzeitige Entlastung.
Wenn es bei dir eine Anfallserie unterbrechen würde, wäre es da vielleicht sinnvoll.

Wenn die Suizidgedanken überhand nehmen, wäre es m.E.n. auch sinnvoll, es mit einer Tavor zu versuchen.
Wenn du akut suizidal bist, dann hol dir bitte Hilfe vor Ort.

Was ist eigentlich mit deinem Termin in Bethel (Mara)?

Avalou, es wird besser werden, bis dahin musst du durchhalten. Bitte geb nicht auf.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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Straycat
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Straycat »

Liebe Avalou,

es tut mir weh zu lesen, wie sehr du dich zur Zeit quälen musst :(

Zum Tavor hat dir padma :) schon geantwortet.
Leider habe ich auch keine Tipps in der Hinterhand, die dir akut helfen können.

Aber ich will dir Mut zusprechen. Es wird definitiv wieder besser werden!!!
Angst ist eines der aller aller fiesesten Symptome die es gibt. Und ich verstehe deine Verzweiflung nur zu gut.

Aber denke nicht an's Aufgeben! Das Leben hält für dich noch wundervolle Zeiten bereit, davon bin ich überzeugt. Ich wünschte ich könnte dir etwas von dieser Überzeugung "übertragen"... Verliere nicht die Hoffnung - denn die gibt es. Du bist kein aussichtsloser Fall, auch wenn du dich im Moment so fühlst.
Versuche einfach nur einen Moment nach dem anderen durchzustehen, eine Stunde nach der anderen, einen Tag nach dem anderen. Mehr kann man leider in so einer Situation nicht tun.

Halte durch!! :hug:
Von Herzen alles alles Gute für dich!
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Padma, liebe Cat,

ich weiß nicht ob ich suizidal bin. Es ist eher eine Ausweglosigkeit und nicht mehr können. Wenn mein Kopf ein bisschen klarer ist, dann habe ich solche Gedanken nicht. Es ist nur nicht mehr auszuhalten.

Ich habe nächsten Dienstag einen Termin in Bethel. Ich war eben gerade bei meiner Psychologin. Sie sagte, ich wäre ihr einziger Fall, der es geschafft hat unter Therapie sich systematisch runter zu arbeiten. Speziell durch die Kliniken. Na herzlichen Glückwunsch.

Sie sagte auch, dass es schwer ist die Dissoziativen Anfälle loszuwerden. Ich sollte mehr für mich machen. Es ist mir nur leider nicht möglich in dem Zustand. Sie ist der Überzeugung, dass mein Zustand nicht mehr auf den Entzug der Medikamente geschoben werden kann. Sie sagt, dass es eher private Umstände sind. Selbstverwirklichung, eigenes Handeln, unabhängig sein und so weiter.

Es ist alles so hoffnungslos. Sie sagte auch, dass ich auf keinen Fall Medikamente nehmen soll. Wie kann eine Seele das aushalten?

Danke für Eure Unterstützung und liebe Grüße,
Avalou
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simonb
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von simonb »

Hallo Avalou,

Wollte dir nur sagen, das viele deiner Zustände mir sehr bekannt vorkommen.
Manchmal half/hilft mir der Gedanke, das gerade wenn die Symptome "toben" am meisten an Heilung geschieht.

Du hast schon soviel durchgestanden.
Abends tut mir ein Abendtraum-Tee von Lebensbaum zurzeit gut gegen Unruhe, da ist viel Melisse drin.

Gruß Simon
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Simon,

vielen Dank für Deine lieben Worte. Die Symptome überfallen mich momentan wie ein Orkan. Meine Augen und mein Kopf brennen. Ich fühle mich, als wenn ich eine Hirnhautentzündung habe. So schlimm ist es heute Abend. Sonst waren die Abende erträglicher. Aber das ist jetzt wohl auch vorbei.

Gruß Avalou
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Ululu
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Ululu »

Hallo Avalou,

Ich weiß jetzt nicht, wo du wohnst.

Bei uns steht ein heftiger Wetterwechsel an. Ich habe schon seit heute morgen Migräne.

Vielleicht triggert das bei dir auch ?

Nur weil es heute Abend nicht besser ist, heißt das auch auf keinen Fall, dass es an den nächsten Abenden auch so ist.
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Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Sabs
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Sabs »

Liebe avalou,
schlimm zu lesen, wie es dir geht..
Ich habe auch sehr oft diese furchtbare Angst.
Du hast sicher keine schwere Depression, deine Symptome sind so physiologisch, daß passt nicht zu einer psychischen Erkrankung (hm, ist zumindest mein Eindruck).
Gerade diese Reizempfindlichkeit hatte ich ganz schlimm vor ein paar Monaten und habe ich in leichterer Form immernoch. Ich kann nur sagen, ich weiß wie sich eine Depression anfühlt und diese Zustände haben m. M. n. Nichts mit Depressionen zu tun.
Vielleicht kannst du verschiedene Dinge ausprobieren, zB.: histaminarme Ernährung, Meditation, autogenes Training, passionsblume, Ashwaganda, Magnesium, Omega 3, Cbd Öl, Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse.. (bei jedem hilft was anderes, da muss man viel rumprobieren..).
Befriedigend hilft mir Nichts gegen diese Zustände, aber Passionsblume+Baldrian, Atemmeditation und Ashwaganda verbessern es zumindest.
Alles was irgendwie beruhigend wirkt, um deinem NS zu signalisieren, dass es sich entspannen darf.

Vielleicht gehst du auch mal zu einem Heilpraktiker.
Mir fällt gerade ein, was mir WIRKLICH kollosal gut hilft sind Massagen! Leider massiert mich niemand 12h am Tag ;-) aber während ich massiert werde, kann ich entspannen (Massagen senken zB auch den Cortisolspiegel).
Mir hilft auch Sport und Bewegung, aber das ist zZ vielleicht noch zu viel für dich.

Auf jeden Fall bin zumindest ich mir sicher, dass man sehr wohl nach 7 Monaten noch im Entzug sein kann, bei mir sind es mittlerweile auch schon fast 7 Monate.
Hätte mir nie träumen lassen, dass ich diese Zustände so lange aushalte :-(

Hoffe es geht uns bald besser.

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Ululu »

Hallo Sabs,

es ist wirklich sehr lieb von dir, dass du Avalou helfen willst und sehr viele Tipps für sie hast.

Ganz sicher kann man in Mutter Natur viele Dinge finden, die sehr hilfreich sind.
Ich versuche das auch immer zuerst.

Ich möchte dir, Avalou, aber zu Bedenken geben, dass in einem Zustand wie deinem im Moment, so gut wie alles triggern kann.
Selbst Massagen sind für Viele dann ein Trigger und schaden mehr als sie helfen.
Also, wenn du etwas von Sabs Tipps versuchen möchtest, bitte nur sehr behutsam, in sehr geringer Dosis und vor allem nicht mehrere Dinge auf einmal.
:)
Oft wird leider überhaupt nichts mehr vertragen. Ein gereiztes ZNS will leider vor allem Ruhe.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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