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Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

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Straycat
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Straycat »

Hallo Avalou,

es tut mir leid, wie sehr es dich beutelt :(
Ängste gehören mit zum Grausamsten überhaupt, finde ich.
Aber gib die Hoffnung nicht auf. Wir alle heilen.

Hast du dir schon mal die Ermutigungsnachrichten von Baylissa durchgelesen? Ich finde sie spenden immer wieder Kraft:
viewtopic.php?f=50&t=10989

Ich habe noch nirgends von einem Fall gehört, in dem die Entzugssymptome ewig anhielten. Die Chancen stehen also mehr als gut, dass all diese Symptome irgendwann auch wieder weggehen. Aber es ist besonders frustrierend, dass man nie mit Sicherheit sagen kann wie lange es dauert. Und diese Ungewissheit lässt einen dann immer wieder zweifeln.

Gibt es denn auch Tätigkeiten, die dich ablenken, bei denen du dich optisch nicht so konzentrieren musst wie beim Malen?
Ich empfinde Sachen wie Lesen, Zeichnen etc. auch immer als sehr anstrengend, wenn ich unter Schwindel leide, der von den Augen auszugehen scheint. Vielleicht wäre ein Hörbuch eine Option?

Ich wünsche dir alles Gute und ich bin sicher, es geht auch wieder bergauf - auch wenn es sich im Moment nicht immer so anfühlt!
:hug:
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Cat,

es gibt kaum etwas was mich ablenkt, die Symptome sind ja trotzdem immer da. Ich habe momentan das Gefühl von mir selber aufgefressen zu werden. Und wenn es nicht mehr der Entzug ist, sondern eine fette Angststörung mit Depression und vielleicht noch anderen Komponenten. Auch wenn ich vorher nie so etwas hatte, fühlt es sich trotzdem wie in Stein gemeißelt an. Und irgendwie drehen der Kopf, der Geist und die Seele von Tag zu Tag mehr am Rad.

Und nichts macht man richtig in den Augen der Familie und Freund. Entweder macht man Zuviel oder Zuwenig oder das Falsche. Ich weiß schon gar nicht mehr ob ich innerlich resigniert habe oder doch jeden Moment kämpfe. Ich weiß gar nichts mehr. Es tut alles nur mental weh und fällt schwer.

Ich konnte mich immer auf mein Bauchgefühl verlassen. Aber irgendwie ist das auch nicht mehr da. Alles nur noch eine verängstigte, bleierne Hülle. Ein Gefängnis aus dem es momentan kein Entkommen gibt.

Danke, dass Du/Ihr mich immer aufbaut und mir einen kleine Funken Hoffnung vermittelt. Ich hoffe dass wir ALLE heilen.

Liebe Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben,

ich weiß, ich nerve momentan mit meinem ständigen Gejammere. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Eben habe ich mit meiner besten Freundin aus Kindheitstagen telefoniert. Sie ist eine, die immer an meiner Seite ist, mir versucht zu helfen, aber nie Druck aufbaut. Eine, die mir gut zuredet, aber nicht einfach nur immer sagt: Das wird schon wieder. Eigentlich ist sie als Freundin perfekt. Jedoch selbst solche guten Gespräche zwingen mich in die Knie. Ich habe zitternd aufgelegt.

Danach musste mein Mann kommen und seit 2 Stunden drehe ich hier nur durch. Totale Verzweiflung. So kenne ich mich von früher gar nicht. Das ist seit 6-8 Wochen so extrem und festigt sich immer mehr.

Ich flehe sogar meine 13-jährige Tochter um Hilfe an. Sie ist so verständnisvoll. Aber ich kann doch nicht von meiner Tochter verlangen, dass sie mir hilft. Das ist doch krank. Sowas mutet man doch nicht seinem Kind zu. Und trotzdem passiert es mir. Jeden Tag. Ich gerate immer mehr in diesen Strudel rein. :wirbel: Wie durchbreche ich das??? Eigentlich sollte ich als Mutter für mein Kind sorgen und nicht umgekehrt. Aber der Kopf schmerzt so. Nicht physisch sondern eher psychisch. Es kommen immer mehr Symptome oben drauf. Ich kann das einfach keinem mehr zumuten und am wenigsten mir selber.

Ich danke Euch schon mal im voraus für Eure Hilfe.

Bis dann,
Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou,

du nervst nicht :hug:

Bei dieser entzugsbedingten Angst/Verzweiflung hilft oft kaum was, das ist der Unterschied zu "normalen" Angstzuständen. Wenn das Alarmsystem so enthemmt ist, Stresshormone ohne Ende ausgeschüttet werden dann kommt es zu diesen Zuständen.

Das mit deiner Tochter ist eine wirklich schwierige Situation. Sie hat zurzeit coronabedingt vermutlich auch wenig Ausweichmöglichkeiten, wie mal bei einer Freundin zu übernachten.

Wenn irgendmöglich würde ich versuchen sie nicht um Hilfe anzuflehen. Ihr sagen, dass es dir gerade sehr schlecht geht, es aber wieder besser werden wird. Dass sie keine Angst um dich zu haben braucht. Dass dein Mann sich um dich kümmert.

Leider habe ich keinen wirklichen Rat für dich, wie du den Strudel durchbrechen könntest.
Sagt dir das Bild "auf der Welle zu surfen" zu? Gegen die Welle ankämpfen kannst du nicht, da schlägt sie bloß über dir zusammen.

So schlimm und unaushaltbar diese Zustände auch sind, es wird vorbeigehen.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Luisa52
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Luisa52 »

Liebe Avalou
Das was du gerade erlebst ist sehr bedrückend und zwingt einen in die Knie, das verstehe ich und ich empfinde es nicht als ein Jammern, sondern es ist für mich nachvollziehbar, dass auch du unter einem schwierigen Zustand leidest.
Auch ich hatte zum Teil DR/DP Zustände, zwar nicht so grass wie du sie hast, aber es war immer recht grenzwertig. Auch Sehstörungen hatte ich immer wieder, wenn ich es recht bedenke gehäuft, wenn irgendeine Form von Stress da war. Ich hatte während des Entzugs überwiegend psychische Symptome, weniger physische Beeinträchtigungen, mit letzteren kam ich besser zurecht.
Wie ich deinen Schilderungen entnehme gehst du trotz der ganzen Entzugssymptome arbeiten, das ist eine große Leistung, denn das kostet viel Disziplin und Kraft, davon scheinst du einiges zu haben.

Ich möchte dich ermutigen, den Zustand Entzug so gut es geht zu akzeptieren und nach vorne zu schauen. Auch ich hatte mich immer wieder mit der Zeit vor dem Entzug verglichen, das tat mir nie gut, weil es mich unter Druck setzte und dies mich ratlos und hilfloser machte. Erst als ich aufgehört hatte ständig gegen den Entzugszustand zu kämpfen und mir eingestand, dass es die „Normalität“ wie zuvor nicht mehr gibt, ich mich in einer schwierigen Phase befinde, konzentrierte ich mich darauf was ging und was gar nicht und mich möglicherweise heftig triggerte. Ich habe durch den Entzug die Anspruchshaltung an mich selbst ändern müssen, viele Dinge kann ich gar nicht machen wie z.B Reisen oder Ausdauersport.

Ich kann das bestätigen, was dir schon andere Foris geantwortet haben, der Entzug ist ein Prozess, der individuell ist, mit Symptomen unterschiedlichster Art, die uns irritieren können und mitunter denkt man an Grunderkrankung oder neuer Krankheit, weil die Symptome diesen Erkrankungen ähneln können. Zudem kann der Entzug länger dauern als man zunächst annimmt. Und nicht alle Betroffene erleben die Rhythmen von Wellen und Fenster.

Ich bin der positive Beweis, der Entzug lässt in seiner Härte und seinen Symptomen langsam nach. Eines Tages nimmst auch du wahr, es ist alles normaler geworden, du hast dich aus dieser „Hölle“ heraus entwickelt, und das still und allmählich, nicht immer gleich spürbar. Es dauert, aber es kommt, deshalb liebe Avalou, halte tapfer durch, auch diese Phase hört mal auf.
Es grüßt dich Luisa
Vorgeschichte:

2015 Ängste, Depression hervorgerufen durch die Einnahme von Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig problemlos abgesetzt
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/16 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
03/16 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wo. Escitalopram 10 mg für 3 Wo.heftigste Nebenwirkungen tägl. Suizidgedanken, wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch abgesetzt
04/16 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/16 - 07/16 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Zwangsgedanken, Gefühl unter Drogen zu sein, kam einfach nicht runter.
07-12/16 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kü. rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.
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Jamie
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Jamie »

Hallo Avalou, :)

es tut mir leid, wie sehr du gebeutelt ist.

Ich habe im Hinterkopf, dass wir einige stark von DR / DP Betroffene im Forum haben und dir einmal deren Threads rausgesucht (es gibt natürlich noch mehr).
Vielleicht hilft dir ein Austausch ein wenig (?) :hug:

Gaebbi
viewtopic.php?f=32&t=16960&start=260#p362716

MrTobiG
viewtopic.php?f=32&t=16776

Auch Jodie leidet schon sehr lange darunter
viewtopic.php?f=18&t=15900&p=342505&hil ... on#p342505

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Padma,

danke für Deine Antwort.
padma hat geschrieben:
26.05.2020 22:46
Wenn irgendmöglich würde ich versuchen sie nicht um Hilfe anzuflehen. Ihr sagen, dass es dir gerade sehr schlecht geht, es aber wieder besser werden wird. Dass sie keine Angst um dich zu haben braucht. Dass dein Mann sich um dich kümmert.

Leider habe ich keinen wirklichen Rat für dich, wie du den Strudel durchbrechen könntest.
Sagt dir das Bild "auf der Welle zu surfen" zu? Gegen die Welle ankämpfen kannst du nicht, da schlägt sie bloß über dir zusammen.
Ich weiß, dass ich sie nicht um Hilfe bitten darf. Ich kann das in dem Moment aber leider nicht steuern, weil der Druck und die Verzweiflung dann so übermächtig sind. Ich rede auch ganz offen mit ihr darüber. Ich schaffe es nur nicht ihr glaubhaft zu vermitteln, dass sie keine Angst haben braucht, weil ich sie dann anlügen würde. Ich habe ja selber so eine verdammte Angst.

Das mit "auf der Welle surfen" ist ein guter Ansatz. Ich werde mal versuchen mich daran zu halten.

Sei gedrückt,
Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Guten Morgen Luisa,

dankeschön für Deine Antwort. Ich freue mich sehr darüber von so vielen lieben Menschen Zuspruch zu bekommen. Das ist momentan das Einzige, was mich noch ein bisschen Aufrecht hält. <3
Luisa52 hat geschrieben:
26.05.2020 23:21
Wie ich deinen Schilderungen entnehme gehst du trotz der ganzen Entzugssymptome arbeiten, das ist eine große Leistung, denn das kostet viel Disziplin und Kraft, davon scheinst du einiges zu haben.

Ich möchte dich ermutigen, den Zustand Entzug so gut es geht zu akzeptieren und nach vorne zu schauen. Auch ich hatte mich immer wieder mit der Zeit vor dem Entzug verglichen, das tat mir nie gut, weil es mich unter Druck setzte und dies mich ratlos und hilfloser machte. Erst als ich aufgehört hatte ständig gegen den Entzugszustand zu kämpfen und mir eingestand, dass es die „Normalität“ wie zuvor nicht mehr gibt, ich mich in einer schwierigen Phase befinde, konzentrierte ich mich darauf was ging und was gar nicht und mich möglicherweise heftig triggerte. Ich habe durch den Entzug die Anspruchshaltung an mich selbst ändern müssen, viele Dinge kann ich gar nicht machen wie z.B Reisen oder Ausdauersport.

Ich bin der positive Beweis, der Entzug lässt in seiner Härte und seinen Symptomen langsam nach. Eines Tages nimmst auch du wahr, es ist alles normaler geworden, du hast dich aus dieser „Hölle“ heraus entwickelt, und das still und allmählich, nicht immer gleich spürbar. Es dauert, aber es kommt, deshalb liebe Avalou, halte tapfer durch, auch diese Phase hört mal auf.
Nein, an arbeiten ist momentan eigentlich nicht zu denken. Mein Mann hat eine Firma, in der ich angestellt bin. Momentan bin ich aber krank geschrieben, so wie eigentlich die meiste Zeit des Jahres. Ich versuche dann immer mal wieder für ein paar Stunden zu arbeiten, aber mein Befinden wird dadurch nicht besser. Meistens fahre ich dann total fertig und traurig nach Hause. Das geht jetzt schon einige Jahre so. Deswegen bin ich auch so am Ende, weil es einfach nicht besser werden will.

Akzeptieren und nach vorne schauen fällt mir immer schwerer. Bis dato waren ja eher die körperlichen Symptome präsent. Mittlerweile dreht aber mein Kopf total durch. Das bin nicht mehr ich und das macht Angst. Ich bin aber trotzdem im Kopf klar.

Wie lange hat es denn bei Dir gedauert, bis die Symptome sich gebessert haben, bzw. Du eine Verbesserung wahrgenommen hast?

Liebe Grüße,
Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Guten Morgen Jamie,

vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und mir die Links rausgesucht hast. Ich werde gleich mal ein bisschen auf den Seiten stöbern. Vielleicht finde ich ja etwas, was mich ein bisschen Hoffnung gibt.

Manchmal denke ich auch, dass die Symptome vielleicht gar nicht mehr so richtig da sind, sondern nur mein Kopf das alles macht. Im nächsten Moment geht es mir dann aber wieder so elend, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, dass die Gedanken solche Zustände hervorrufen können.

Ich habe mich gestern mal mit dem Thema Hypnose zum Thema "Generalisierte Angststörung" beschäftigt. Weißt Du, ob es jemanden gibt, der damit gute Erfahrungen gemacht hat?

Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

Alles Liebe,
Avalou
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Luisa52
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Luisa52 »

Liebe Avalou
Wenn ich so lese, was du an AD’s bekommen hast und wie du darauf reagierst, dann vermute ich, dass du AD’s nicht verträgst. So war es bei mir 100 % , alle AD’ haben mich irgendwie bekloppt gemacht bis zu schlimmen suizidalen Gedanken. Ich hatte nur vorübergehend AD’s wegen schwerer Depression bekommen und keines der AD’s half mir. Die Depression hatte sich im Laufe der Zeit durch Änderung meiner Lebensumstände gelegt, ich ging nicht mehr arbeiten, aber nicht die Nebenwirkungen des AD und hernach die Symptome beim sehr langsamen reduzieren von einem AD , diese quälten mich sehr.
Ich behaupte mal, ich bin durch eine Hölle gegangen, die durch Fenster manchmal den Zustand vorübergehend etwas besserten.
Ganz dramatisch war für mich auch der „Ich-Verlust“ der sehr lange angehalten hat, fast bis Anfang diesen Jahres, denn ich bin ein kontrollierter, ehrgeiziger, ungeduldiger Mensch gewesen, der die Dinge gern im Griff hat und da wiegt ein „Ich-Verlust“ recht schwer. Trotzdem hatte ich aber manchmal in den ganzen Jahren auch schöne Stunden und ich habe mich redlich darum bemüht solche durch neue Aktivitäten, die gut tun, zu erhaschen und diese zu kultivieren.

Sehr oft habe ich bei Baylissa nachgelesen, dass j e d e r heilt, das hat mich immer weitergebracht, ermutigt und gestärkt, was sie geschrieben hat, wenngleich ich Heilung in sehr dunklen Stunden natürlich auch angezweifelt habe, das halte ich für normal.
Das ZNS braucht eine unheimlich lange und vor allem ungestörte Zeit, bis es sich normalisiert und das kostet enorme Kraft und jeder braucht da seine ganz individuelle Zeit. Mein ZNS versucht das seit meinem Burnout im Feb. 2016, aber natürlich nicht unverändert, sondern allmählich in kleinen Schritten immer erfolgreicher. Es ging und geht ganz langsam in Richtung Heilung, manchmal auch im Tanzschritt zwei vor einen zurück.
Nur Geduld und Akzeptanz, das musste ich zuerst mal erlernen, haben mir wirklich geholfen und das Wissen, dass ich den Entzug nicht alleine in einer solchen Art und Weise erlebe. Ich habe mit großem Interesse die Erfolgsgeschichten anderer Betroffener gelesen, das hat mir Mut gemacht durchzuhalten. Und ich freue mich jetzt schon darauf, bald meine persönliche Erfolgsgeschichte zu schreiben, dann, wenn ich das Gefühl habe, ich bin durch mit dieser Lebensphase.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch du einen Weg finden wirst, da durchzukommen. Verlier nicht den Glauben an deine Kräfte in Dir, die hat jeder Mensch in sich und schau was Dir persönlich gut tut und davon gestatte Dir immer mehr und was dich triggert und Stress erzeugt, sich dem immer weniger aussetzen. Vielleicht ermutigen dich meine Zeilen ein wenig.
Liebe Grüße Luisa
Vorgeschichte:

2015 Ängste, Depression hervorgerufen durch die Einnahme von Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig problemlos abgesetzt
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/16 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
03/16 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wo. Escitalopram 10 mg für 3 Wo.heftigste Nebenwirkungen tägl. Suizidgedanken, wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch abgesetzt
04/16 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/16 - 07/16 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Zwangsgedanken, Gefühl unter Drogen zu sein, kam einfach nicht runter.
07-12/16 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kü. rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Luisa,

danke für Deine Antwort. Ja, mich haben auch die AD's kaputt gemacht. Vor der Einnahme hatte ich nie auch nur im Geringsten mit Depressionen oder starken Ängsten zu tun, ganz zu schweigen von den lebensmüden Gedanken. Ich konnte so etwas nie verstehen. Diese Gedanken äußern sich momentan eher darin nicht mehr zu können. Das nicht mehr wollen schwappt immer nur in kurzen Momenten am Tag auf, wenn es mir besonders schlecht geht.

Die meisten von uns erfahren ja eine Besserung nach einem Jahr. Eben habe ich von einer Person gelesen, die alle Symptome auch noch 3 Jahre nach "0" hat. Das halte ich nicht mehr aus. Jeden Tag dieses unendliche Leid.

Gestern war ich bei einer Osteopathin zum Vorgespräch. Der Termin verlief für meine Verhältnisse echt gut, bis auf dass ich schlecht Luft bekommen habe. Sie muss auch gedacht haben: "Was hat die denn, die ist doch gar nicht so krank.". Kurz danach war ich mit meinem Mann noch etwas essen und da merkte ich schon, dass es wieder los geht. Als ich dann im Auto war, bin ich wieder weggetreten. Das hielt dann so ungefähr eine Stunde an. Mein Mann musste mich ins Bett tragen. Danach kamen wieder vollkommene Verzweiflung und Angst in mir hoch. Das ist doch alles nicht mehr normal.

So wie Du es sagst. "Ich bin durch die Hölle gegangen". Nur leider befinde ich mich immer noch in genau dieser. Ohne eine wirkliches Fenster aus dem im flüchten kann.

Ich habe gestern stundenlang mit einer ganz lieben Person hier aus dem Forum telefoniert. Sie hat eine ähnliche Geschichte wie ich. Bei ihr sind die körperlichen Symptome alle verschwunden und trotzdem fühlt sie sich noch immer wie in der Hölle. Ich habe immer gehofft, wenn der Körper irgendwann mitspielt, dass der Kopf dann automatisch hinterher zieht. Aber diese Hoffnung hat sich nun auch in Luft aufgelöst.

Dieser "Ich-Verlust" macht mir auch sehr zu schaffen. Es ist alles so unreal und nur noch beängstigend. Geduld und Akzeptanz, hatte ich noch in der ersten Zeit. Jedoch nach den vielen Jahren fällt es mir schwer weiter geduldig zu sein. Ich lebe immer in der Angst, dass der momentane schreckliche Zustand schnell noch schlimmer werden kann. Ich dachte immer schlimmer geht nicht, aber ich wurde jedes mal eines Besseren belehrt.

Eben kam meine 13-jährige Tochter und fragte mich ganz lieb nach etwas. Darauf hin folgten noch 2-3 Fragen. Ich dachte mein Kopf platzt mir. Selbst das ist Zuviel.

Ich will doch einfach nur leben. Diese verschiss :censored: Medikamente haben alles, aber auch wirklich alles kaputt gemacht. Sie machen sogar meine Lieben kaputt, obwohl diese die Medis nicht mal genommen haben.

Ich hoffe heute nur auf einen Anfall freien Tag und dass ich diesen irgendwie überlebe.

Sei gedrückt,
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Guten Morgen,

der Tag beginnt heute mal wieder nicht so gut. Direkt nach dem Aufwachen schlägt diese unterschwellige Angst wieder mit voller Breitseite zu. Es geht so weit, dass ich nicht mal richtig stehen kann, ohne das Gefühl zu haben jeden Moment umzufallen. Ferner macht sich diese Sinnlosigkeit morgens auch wie ein Schleier über mir breit.

Das Wochenende war der totale Horror. Eigentlich war geplant, dass ich eine Freundin besuche und für einige Zeit bei ihr bleibe um Abstand zu allem (auch zur Familie bzw. die Familie von mir) zu bekommen. Leider bestand die 10 stündige Autofahrt aus einem nicht endenden Anfall. Als wir Abends im Hotel waren, dachte ich, dass ich sterbe. Aufgrund der Anfälle habe wir uns dazu entschieden, dass ich den Aufenthalt nicht antrete, da ich nicht gewährleisten kann, dass solche Anfälle nicht auch bei ihr zu Hause vor ihrer Familie passieren. Also kurz vorm Ziel wieder die 10 Stunden zurück.

Ich weis nicht mehr wo ich hin soll. Meine Familie leidet so massiv unter der ganzen Situation. Mit meinem Arzt und meiner Psychiaterin ist vereinbart -keine Klinik-. Ich denke aus den Klinikaufenthalten hat sich auch ein Trauma entwickelt. Ich war das letzte Jahr seit Juli durchgängig in Kliniken und jeder sagt, ich lasse mir nicht helfen, weil ich keine Medis mehr nehmen kann/will. Freunde sagten, dass ich ins Kloster oder ins Ausland für ein halbes Jahr soll. Wie soll das denn mit den Anfällen gehen? Die sind so massiv momentan.

Jeder Ort an dem ich bin fühlt sich so verdammt falsch an. Begleiten tut mich den ganzen Tag ein so massives Elendsgefühl, dass es kaum auszuhalten lässt. Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass das der Entzug ist. Wie gesagt, ich denke eher das es sich mittlerweile um ein Trauma handelt in dem ich gefangen bin, und aus dem es unmöglich ist zu fliehen. :marionette: Gefangen in einem nicht enden wollenden Albtraum.

Selbst die Familie und Freunde haben mich aufgegeben. Es wird keine zugeben, aber ich sehe es in ihren Gesichtern.

Wie lange kann man mit solchen Umständen noch stark sein und kämpfen. Ich kann es nicht mehr. Ich habe den Bezug zu mir verloren. Ich versuche dennoch ein klein wenig zu hoffen.

Alles Lieb Euch allen,
Avalou
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Luisa52
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Luisa52 »

Liebe Avalou
es tut mir so leid, dass du dich kraftlos fühlst und wenig Hoffnung spürst. Ich glaube schon, dass es mit dem Entzug zusammenhängt und der ist für sich betrachtet schon recht traumatisch.
Ich bin baff erstaunt, was du Dir alles zumutest!!! 10 Stunden, Reise, fremde Umgebung, fremde Menschen, das ist doch recht viel, was du dir derzeitig abverlangst unter solchen Beschwerden. Das ist, so interpretiere ich das mal, 3 rote Ampeln hintereinander überfahren!!!!
Könntest du dir zu Hause einen Raum schaffen, in dem du mal zur Ruhe kommen könntest, so wie du es brauchst und gar nichts von Dir selbst forderst? Mir erscheint das bei einem ZNS, das versucht in Balance zu kommen, immer vorrangig in mehr Ruhe zu kommen. Es mag vielleicht nicht sogleich gelingen, aber ein Versuch ist es wert, sich den vielen Anforderungen von Außen und vor allem den vielen „Soll’s“ und „ich Muss“ aus dem Inneren mal zu entziehen. Ich werte es als normal, dass man sich in solchen Phasen nirgendwo zu Hause fühlt, denn Entzug ist wie eine Krankheit, da sind die Regulationsmechanismen in Körper, Geist und Seele aus dem Takt geraten. Da braucht man Schonraum, ob das ein Kloster oder Klinik bieten kann bezweifle ich, aus eigener Erfahrung.
Ich vermute, dass wenn du wirklich annehmen kannst, dass du in einem Entzugsstadium bist, das sich wie eine Krankheit anfühlt, in der Leistung, auch noch so eine geringe, nicht erbracht werden kann, dann könnte es sein, dass du etwas Erleichterung verspürst. Das ist der Beginn der Akzeptanz und des „nicht gegen ankämpfens“.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das war das Hilfreichste für mich überhaupt. Natürlich ging es mir damit nicht sofort super, aber der Druck war weg und ein erstes zartes Mitgefühl mit mir selbst und kleines Licht in dem Tunnel. Möglich, dass es auch dir helfen kann.
Ich wünschte, ich könnte dir von dieser Akzeptanz und der Geduld etwas abgeben.
Liebe Grüße Luisa
Vorgeschichte:

2015 Ängste, Depression hervorgerufen durch die Einnahme von Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig problemlos abgesetzt
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/16 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
03/16 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wo. Escitalopram 10 mg für 3 Wo.heftigste Nebenwirkungen tägl. Suizidgedanken, wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch abgesetzt
04/16 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/16 - 07/16 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Zwangsgedanken, Gefühl unter Drogen zu sein, kam einfach nicht runter.
07-12/16 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kü. rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Luisa,

danke für deine aufmunternden Worte. Ich kann einfach nicht mehr. Ich habe seit heute Morgen Anfälle. Dann denke ich mal 10 Minuten, dass ist besser wird, und dann geht es wieder von vorne los. Ich bin so aus der Realität geschossen.Ich bin benommen, mein Kopf und meine Ohren rauschen. Und das jeden Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Und keine Besserung in Sicht.

Nach wie vor fällt es mir schwerer den Entzug zu glauben. Vorhin, als ich deine Nachricht gelesen habe, habe ich wieder gedacht das macht alles der Entzug, und nach ein paar Minuten beginnt die VerzweiflungUnd der feste Glaube, dass es nie wieder besser wird. Ich weiß gar nicht mehr wie man sich als gesunder Mensch fühlt. Mein Zeitfenster wird immer kleiner. Ich weiß nicht warum ein Mensch so viel Leid ertragen muss.

Ich halte mich selber nicht mehr aus.

Liebe Grüße,
Avalou
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Luisa52
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Luisa52 »

Liebe Avalou
Ich verstehe und glaube auch viele andere Foris hier verstehen was du durchmachst. Nichts von dem was du beschreibst ist mir fremd. Wenn ich es recht verstehe bist du noch gar nicht so lange frei von irgendwelchen ADs. Am Anfang ist es wirklich unerträglich und man glaubt es gibt kein Morgen mehr. Aber gib dir Kredit, es wird bestimmt besser, warum sollte es sich bei dir nicht auch ganz langsam ändern!! Es braucht einfach nur Zeit.
Schau mal, dass du alles was dich triggern könnte wie Alkohol, Kaffee, Geschichten von anderen Schicksalen, Anstrengungen dass du das aus deinem Leben streichst. So wenig Reize wie möglich und den Tag nur irgendwie rumgekommen. Jeden Tag aufs Neue und nicht weiter denken.
Auch du schaffst das.
Herzlichst Luisa
Vorgeschichte:

2015 Ängste, Depression hervorgerufen durch die Einnahme von Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig problemlos abgesetzt
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/16 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
03/16 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wo. Escitalopram 10 mg für 3 Wo.heftigste Nebenwirkungen tägl. Suizidgedanken, wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch abgesetzt
04/16 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/16 - 07/16 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Zwangsgedanken, Gefühl unter Drogen zu sein, kam einfach nicht runter.
07-12/16 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kü. rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Luisa,

ich bin seit Anfang 2020 frei von Dauermedikationen, jedoch habe ich die ersten 4 Monate noch vereinzelt unterschiedliche Medis eingenommen. Allerdings in sehr kleinen Mengen und nur als Notfall Medi (abgesehen von den 5 Tagen Opipramol 50 mg).

Dinge, die triggern könnten lasse ich eh weg. Mit den anderen Reizen ist es natürlich etwas schwieriger.

Die Nacht hatte ich mal wieder eine Panikattacke. Das hatte ich schon ewig nicht mehr. Normalerweise hatte ich in den Nächten die einzigen paar Stunden in denen ich Kraft tanken konnte. Ich hoffe, dass das eine einmalige Sache war.

Heute morgen hatte ich nur einen kleinen Anfall. Dafür ist aber die DR bzw. Brainfog kaum auszuhalten. Ich stehe so neben mir. Das begleitet mich ja nun schon die ganzen Jahre, deshalb kann ich kaum noch hoffen, dass es nur vom Entzug kommt. Körperlich ist aber alles durchgecheckt. Es kann doch nicht sein, dass sich jede Minute wie die Hölle anfühlt und es kein Ende gibt.

Liebe Grüße,
Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)

es tut mir leid, dass du diese nächtliche Panikattacke hattest. Ich wünsche dir sehr, dass diese Nacht wieder besser wird und du etwas Kraft schöpfen kannst.
Dafür ist aber die DR bzw. Brainfog kaum auszuhalten. Ich stehe so neben mir. Das begleitet mich ja nun schon die ganzen Jahre, deshalb kann ich kaum noch hoffen, dass es nur vom Entzug kommt.
Doch, das kann durchaus von dem Entzug, bzw. dem ganzen Medikamentenchaos kommen. DR/ Brainfog tritt auf, wenn das ZNS mit der Reizverarbeitung komplett überfordert ist, es schaltet quasi ab bzw. auf "Notstrom". Damit die lebensnotwendigen Funktionen aufrecht erhalten werden können.

Daher ist es auch einleuchtend, dass dies Symptom sich besonders hartnäckig hält. Erst muss alles andere zumindest einigermassen "repariert" werden.
. Es kann doch nicht sein, dass sich jede Minute wie die Hölle anfühlt und es kein Ende gibt.
Es wird ein Ende der Hölle geben. Während man so drin steckt, fühlt es sich so an, als ob es nie enden würde. Aber das stimmt nicht. Du wirst heilen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Padma,

danke für deine Antwort. Ich hoffe dass deine Erklärung mit dem Notstrom zutrifft. Es geht mir so wie vielen, die immer und immer wieder neu am zweifeln sind, ob es sich wirklich nur um den Entzug handelt. Die Personen die rausgekommen sind, versichern mir dieses jeden Tag. Aber wenn die Symptome so präsent sind, setzt auch jedes Mal der Zweifel ein.

Ich weiß gar nicht was passiert wäre, wenn ich nicht immer wieder so einen enormen Zuspruch von euch erfahren würde. Ihr macht so eine tolle Arbeit und habt unendlich vielen Mitleidenden schon geholfen. Ich denke viele hätten sonst schon aufgegeben. Danke für alles. Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben,

ich brauche unbedingt Eure Hilfe. Ich hatte heute morgen schon wieder einen Anfall in dem ich ca. 2 Stunden gefangen war. Es fing mit einer psychotischen Panik an, die sich dann nach 10 min in einen Anfall umwandelte mit Zuckungen, zittern und wegtreten. Wenn ich mich dann etwas beruhigt habe und aufstehe fängst der nächste Anfall gleich wieder an, dann aber in doppelter Stärke. Ich kann dann nicht mehr sprechen und nehme meine Umwelt nur aus der Ferne wahr. Es macht mir so eine Angst dieses wegtreten bei vollem Bewusstsein. Kennt das jemand von Euch aus dem Entzug auch so. Ich lese sonst nur von solchen Symptomen wenn Medikamente (Tavor etc. zu schnell reduziert werden). Ich habe das Gefühl, dass es sogar von Tag zu Tag mehr wird. Wenn die Ruhephasen sind, dann kommen ganz starke Gedanken daran nicht mehr leben zu wollen.

Gestern Abend hat mich eine Freundin abgeholt. Es geht mir ja Abends eh meistens etwas besser. In solchen Momenten kann ich dann immer gar nicht verstehen, was tagsüber mit mir passiert. Dann liebe ich das leben und will kämpfen.

Leider erwache ich jeden morgen und muss feststellen, dass es sich nicht um einen Alptraum handelt.

Was sind das nur für Anfälle? Zittern, wegtreten, nicht sprechen können, lallen, ausruhen und dann wieder alles auf Anfang. Und das nach 6 Monaten kalt absetzen???

Helft mir bitte!

Euch allen ein symptomarmes Wochenende,
Avalou
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Jamie
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Jamie »

Hallo avalou, :)

das klingt ja wirklich gar nicht gut. :(
Es tut mir sehr leid, was Du da in den letzten Tagen durchmachen musst und dass es immer schlimmer wird.

Ivh bin ehrlich gesagt auch etwas überfragt, was das sein kann. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, dass diese Zustände wirklich nur noch medikamenteninduziert sind bzw vom Absetzen kommen.
Deswegen möchte ich dich gerne fragen, inwieweit du dich schon hast neurologisch untersuchen lassen?
Gab es da schon Ergebnisse?
Was sagen denn die Ärzte dazu, wenn du ihnen diese Symptome schilderst. Gibt es da Theorien?

Wenn ich so lese was du hast, bekomme ich Assoziationen, ob das vielleicht ein epileptisches Geschehen ist; wenn auch in einem sehr weit gefassten Rahmen.
Ich bin kein Arzt und ich kann, darf und will keine Diagnosen stellen und ich habe auch keine Ahnung ob das, was mir durch den Kopf geht, irgendeine Relevanz hat; aber mir scheint, dass irgendwas in deinem Gehirn "aussetzt".

Ist denn schon mal ein EEG gemacht worden? Das wäre z.b. eine erste Untersuchung, die auch problemlos möglich ist und nicht weh tut.

Ich lese heraus, dass du sehr verzweifelt bist, aber leider fehlt mir auch das Wissen, wie man dir aktuell schnell helfen kann.
Dein Fall erinnert mich etwas an Stellas Tochter, ich muss schauen, ob der Thread noch zugänglich ist.

Hättest du denn ein Notfall -Benzodiazepin, das du einmal probeweise nehmen könntest, wenn ein solcher Anfall einsetzt?
Möglicherweise könnte man da schauen, ob dies das Ganze unterbricht.
Natürlich gilt wie immer zu erwähnen, dass Benzodiazepine hochgradig und schnell abhängig machen, weswegen sie eine absolute Notfalloption bleiben müssen.

Liebe avalou, ich wünschte ich könnte besser helfen, aber dies sind die Gedanken, die ich dazu habe. :hug:

Ich würde dich bitten, dass du in der kommenden Woche Dinge einleitest um abzuklären, was da los ist; also als erstes den Hausarzt ansprechen und dann die erforderlichen Untersuchungen beim Neurologen einleiten.

Viele Grüße
Jamie :group:
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

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