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Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Jamie,

beim Neurologen war ich ja erst im Krankenhaus. Die haben gar nicht mit mir gesprochen. Für die war der Fall klar. Depressionen, Angststörung und dissoziative Anfälle. Die Anfälle habe ich allerdings erst seit ca. 3 Monaten. Bei den Ärzten habe ich schon einen Reiter auf den Akten. Psychisch!!! Da macht sich keiner die Mühe und fragt mal nach. Ich bin nicht mal dazu gekommen die Anfälle richtig zu erklären. Ich wurde gleich unterbrochen mit den Worten: "Das macht alles nur ihr Kopf".

EEG, Langzeit-EKG, MRT, Blut, Hormone etc. alles in Ordnung.

Die Berichte von Stellas Tochter habe ich schon gelesen. Da wurde mir bereits ein Link zugeschickt. Aber wie gesagt, andere haben solche Symptome in der Akutphase des Absetzens und nicht Monate später.

Eine Notfallmedikation bringt mir leider nichts. Die macht mich nur noch lalliger und die Symptome verstärken sich. Alles schon ausprobiert.

Komisch ist nur immer die Abfolge meiner Zustände.

Bis 12:00 Uhr idiotische Angst. Ich agiere wie eine kleines Kind. Danach folgen meistens die Anfälle. Ab 14:00 Uhr dann das Gefühl wegzutreten und ab 19:00 - 20:00 Uhr klart es dann auf. Abends habe ich diese Anfälle noch nicht gehabt.

Zum Glück ist mein Mann momentan sehr verständnisvoll, was das alles angeht. Vorher hat er auch immer gesagt: "Mach doch einfach...". Nun hat er aber auch erkannt dass ich kämpfe wie ein Löwe, mein Befinden sich aber nicht bessert.

Einen schönen Abend,
Avalou
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padma
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von padma »

liebe Avalou, :)

deiner Beschreibung nach hören sich für mich diese Anfälle schon absetzbedingt an und es wurde ja auch alles andere abgeklärt.
Bis 12:00 Uhr idiotische Angst. Ich agiere wie eine kleines Kind. Danach folgen meistens die Anfälle. Ab 14:00 Uhr dann das Gefühl wegzutreten und ab 19:00 - 20:00 Uhr klart es dann auf. Abends habe ich diese Anfälle noch nicht gehabt.
Dieser Ablauf macht für mich schon Sinn. Diese "idiotische Angst" wird vermutlich durch die Cortisol Ausschüttung getriggert. Das kennen ja viele hier. Durch die weitere Ausschüttung von Stresshormonen wir das ZNS komplett überreizt, es folgen die Anfälle. Die erschöpfen das Gehirn so sehr, dass es "abschaltet" , sprich das Gefühl weggetreten zu sein. Gegen abend ist der Cortisolspiegel soweit abgesunken, dass dein ZNS wieder funktionsfähiger wird, du klarst auf.

Jeder findet andere Worte um solche Zustände zu beschreiben, und bei jedem kann es sich auch etwas anders ausdrücken. Das Wort "Anfälle" benutzen aber viele um solche oder ähnliche Dinge zu beschreiben. Ich denke, du bist damit wirklich nicht alleine.

liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Luisa52
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Luisa52 »

Liebe Avalou
Du beschreibst, was bei dir sehr akut auftritt, mit Anfall, krampfst du auch?
Eigentlich sind die wesentlichen Untersuchungen gemacht worden, um etwas neurologisch Auffälliges auszuschließen.
Bei Tavorentzug können die Symptome so heftig sein, ich habe andere Patienten in der Psychiatrie gesehen, die ein vergleichbares Erscheinungsbild wie du zeigten. Allerdings wundert es mich, dass es bei dir immer heftiger wird. Das ist etwas rätselhaft, wenngleich es trotzdem ein positives Zeichen ist, dass es ab späten Nachmittag bei dir besser ist.
Ich vermute da sind Verschiebungen in der Chemie im ZNS am Werk, die einem typischen Tag/Nacht-Rythmus unterliegen. Das ist bei Cortisol so und bei anderen Neurotransmittern. Dieses Ungleichgewicht in der Gehirnchemie kann bei Angststörungen, Depressionen und auch im Entzug vorkommen und abends versteht man nicht, was da passiert ist. Ich habe das mal selbst sehr krass bei einer Depression erlebt. Die ging zum Glück ohne Medikation vorüber, es dauerte aber einige Zeit.
Ich nehme an, du nimmst sonst keine anderen Nahrungsergänzungsmittel oder sonstige Mittel ein, die möglicherweise das auch noch triggern könnten. Manchmal lösen sie plötzlich so was aus, auch wenn du vorher alles gut vertragen hast.
Vielleicht beruhigt es dich, wenn du dir doch noch mal eine Zweitmeinung bei einem Neurologen einholst.
Liebe Grüße Luisa
Vorgeschichte:

2015 Ängste Depression hervorgerufen durch die Einnahme von kurzfristig Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig problemlos abgesetzt
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/16 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt da Nebenwirkungen
03/16 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wochen Escitalopram 10 mg für 3 Wochen heftigste Nebenwirkungen täglich Suizidgedanken wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch hin abgesetzt
04/16 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/16 - 07/16 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Gefühl unter Drogen, kam einfach nicht runter.
07-12/16 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kügelchen rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.

[spoil]Aktueller Absetzverlauf
2017
Zunächst 10% dann aber 5% Reduktion ausgehend von der Dosis 37.5 mg ca. alle 4 oder 6 Wochen, erst heftige Absetzsymptome dann bei 5% Reduktion besser aushaltbar. Langanhaltende Wellen. Im Dez. 2017 bei 35% der Dosis angelangt

2018
01/18 je nach Packung Einnahme von 49-43 Kügelchen
02/18 im Durchschnitt Einnahme 42-37 Kü
03/18 i.D. Einnahme 36 Kü
04/18 i.D.Einnahme 32 Kü
05/18 i.D.Einnahme 30 Kü
06/18 i.D. Einnahme 24 Kü
07/18 konstante Einnahme 21 Kü
10/18 18 Kü
12/18 16 Kü
Wellen haben nicht so lange angehalten wie in 2017 aber je niedriger ich komme, desto besser ist es längere Intervalle einzuplanen und konstante Mengen einzunehmen.

2019
01/19 konstante Einnahme 15 Kü
03/19 14 Kü
04/19 13 Kü
06/19 12 Kü
07/19 11 Kü
08/19 10 Kü, da heftige Welle längere Reduktionspause bis zur Stabilisierung, (10 Wochen Pause)
10/19 9 Kü
12/19 8 Kü

2020
02/20 7 Kü (nach Pause von 9 Wochen, wegen reduktionsbedingter Depression)
04/20 6 Kü
05/20 5 Kü (nach 5 Wochen)
06/20 4 Kü :schnecke: bald am Ziel
07/20. 3 Kü :schnecke: :schnecke:


Absetzverlauf
Psychische Symptome im Absetzprozess unterscheiden sich kaum von Nebenwirkungen Venlafaxin
Treten nach 2-3 Wo auf, bleiben 2 Wo, ebben dann ab, Absetzintervall alle 4-6 Wochen oder auch langsamer.
Zwangsgedanken, Aggressivität, Derealisation, Depersonalisation, neben sich stehen, Gedankenkreisen, nicht klar denken können, Verwirrung, Grübelei, nur im Kopf sein, Hoffnungslosigkeit, Mutlosigkeit, Selbstzweifel, Gefühl unter Drogen zu sein und vieles mehr.

Trigger:
Jeglicher Art von Stresserleben, auch positiver Stress, fremde Umgebung, Lärm, Schlafdefizit, Hunger, Konflikte, Sport, Hitze, Wetteränderung, Sauna, Pantoprazol, Kortison.

Hilfe:
Verständnisvoller Ehemann, positive Ablenkungen, täglich viel Musizieren, gutes Essen, Schlaf, in diverse Freizeitgruppen gehen, in Krisenphase Psychotherapeutin aufsuchen, Gartenarbeit, Handarbeiten, nichts tun.

Meine Quintessenz: absolute AKZEPTANZ, anhaltende GEDULD, viel ZEIT
- Super Schnecken-Absetzplan verhindert nicht Absetzsymptome, aber ich habe gelernt damit umzugehen.
- Wellen kommen und gehen, sie sind nicht immer gewaltig, überwältigend.
- Wellen können in der Endphase bei niedriger Dosis sehr heftig sein, aber Fenster werden auch besser
- Wellen mit großer Akzeptanz und viel Geduld begegnen, nicht gegen ankämpfen.
- Fenster ob klein oder groß voll genießen.

[/spoil]

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Luisa,

ja, ich krampfe auch bei den Anfällen. Die sind oft aber unterschiedlich. Mal steht das Krampfen im Vordergrund und ein anderes Mal das Zittern.

Manchmal denke ich auch, dass die Anfälle heftiger werden, weil die Psyche momentan total kaputt ist. Ist ja auch kein Wunder nach der langen Zeit. Aber ich weiß nicht, wie ich dem Allen entkommen kann. Ich habe heute morgen versucht mir schöne Gedanken zu machen. Es dauert dann 10 min bis innerlich wieder eine Bombe in mir hochgeht. Vielleicht hat sich durch die ganze Zeit ein Trauma eingeschlichen.

Nahrungsergänzungsmittel nehme ich nur Omega 3 und Vitamin B 12. Das hat meines Erachtens aber keinen Einfluss auf die Anfälle.

Die neurologischen Untersuchungen wurden schon mehrfach gemacht. Ich war letztes Jahr in der Max-Grundig-Klinik zur kompletten medizinischen Abklärung in allen Bereichen. Ergebnis: Herzlichen Glückwunsch, sie sind kerngesund. Das war kurz nach dem Antibiotikum. Da ging es mir so schlecht, dass mein Mann mich teilweise im Rollstuhl von A nach B transportieren musste. Damals hatte ich ein Gefühl, als wenn ich vergiftet wäre. Horror.

Früher hat man in den Tag hinein gelebt und sich keine Gedanken gemacht, wie es einem geht und ob man jetzt dieses oder jenes machen kann. Und jetzt: Oh, ich stehe jetzt auch. Wie geht es mir denn? Kann ich jetzt mit dem Hund raus? Kann ich mir was zu essen machen? Nein!!! Jetzt noch nicht... Das ist doch alles nicht mehr normal.

Meine Töchter haben die kommende Woche Geburtstag. Ich bin nicht mal mehr in der Lage Geschenke zu besorgen oder ihnen einen Kuchen zu backen oder den Geburtstagstisch zu schmücken. Und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. So was haben meine Kinder nicht verdient. Ich kann es ja auch niemanden erklären, warum das alles nicht mehr geht. Wenn mein Mann und meine Eltern nicht wären, dann wüsste gar nicht mehr, wie ich noch überleben könnte.

Das Leben besteht nur noch aus aushalten. Aushalten bis es endlich wieder Abend ist und ich schlafen kann. Zum Glück geht das momentan ohne Probleme. In der Klinik, die ich oben genannt habe, habe ich fast eine Woche gefühlt gar nicht geschlafen. Das war wie Folter. Jetzt gehe ich um 23:00 Uhr ins Bett, beschäftige mich dann noch ca. eine Stunde, schlafe gegen 00:30 Uhr ein und bin dann zwischen 05:00 Uhr und 06:00 Uhr wieder wach. Und täglich grüßt das Murmeltier...

Einen schönen Sonntag,
Avalou
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Luisa52
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Luisa52 »

Liebe Avalou
das mag sein, dass die Anfälle stark deine Psyche beeinträchtigen und die Psyche wiederum die Anfälle nähren.
Möglicherweise wird es für dich erträglicher, wenn du die Psyche stärkst,z.B.
- Atemtherapie, damit du nicht hyperventilierst, was auch Zittern und krampfähnliche Zustände hervorruft,
- Entspannungsmethoden, die körperbetont sind, erlernst, damit du mehr Zutrauen bekommst
und Psychotherapie, was du wahrscheinlich schon längst machst.

Ich wünsche dir alles Gute
Luisa
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2015 Ängste Depression hervorgerufen durch die Einnahme von kurzfristig Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig problemlos abgesetzt
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/16 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt da Nebenwirkungen
03/16 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wochen Escitalopram 10 mg für 3 Wochen heftigste Nebenwirkungen täglich Suizidgedanken wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch hin abgesetzt
04/16 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/16 - 07/16 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Gefühl unter Drogen, kam einfach nicht runter.
07-12/16 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kügelchen rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.

[spoil]Aktueller Absetzverlauf
2017
Zunächst 10% dann aber 5% Reduktion ausgehend von der Dosis 37.5 mg ca. alle 4 oder 6 Wochen, erst heftige Absetzsymptome dann bei 5% Reduktion besser aushaltbar. Langanhaltende Wellen. Im Dez. 2017 bei 35% der Dosis angelangt

2018
01/18 je nach Packung Einnahme von 49-43 Kügelchen
02/18 im Durchschnitt Einnahme 42-37 Kü
03/18 i.D. Einnahme 36 Kü
04/18 i.D.Einnahme 32 Kü
05/18 i.D.Einnahme 30 Kü
06/18 i.D. Einnahme 24 Kü
07/18 konstante Einnahme 21 Kü
10/18 18 Kü
12/18 16 Kü
Wellen haben nicht so lange angehalten wie in 2017 aber je niedriger ich komme, desto besser ist es längere Intervalle einzuplanen und konstante Mengen einzunehmen.

2019
01/19 konstante Einnahme 15 Kü
03/19 14 Kü
04/19 13 Kü
06/19 12 Kü
07/19 11 Kü
08/19 10 Kü, da heftige Welle längere Reduktionspause bis zur Stabilisierung, (10 Wochen Pause)
10/19 9 Kü
12/19 8 Kü

2020
02/20 7 Kü (nach Pause von 9 Wochen, wegen reduktionsbedingter Depression)
04/20 6 Kü
05/20 5 Kü (nach 5 Wochen)
06/20 4 Kü :schnecke: bald am Ziel
07/20. 3 Kü :schnecke: :schnecke:


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Psychische Symptome im Absetzprozess unterscheiden sich kaum von Nebenwirkungen Venlafaxin
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Zwangsgedanken, Aggressivität, Derealisation, Depersonalisation, neben sich stehen, Gedankenkreisen, nicht klar denken können, Verwirrung, Grübelei, nur im Kopf sein, Hoffnungslosigkeit, Mutlosigkeit, Selbstzweifel, Gefühl unter Drogen zu sein und vieles mehr.

Trigger:
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- Fenster ob klein oder groß voll genießen.

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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Luisa,

es ist alles so anstrengend. Das Wochenende war wieder so die Hölle. Ich wollte mit mein Mann und dem Hund spazieren gehen und bin dann im Wald zusammengebrochen. Mein Mann musste mich ins Auto tragen. Zwei Fahrradfahrer haben das gesehen, aber nicht mal angehalten. Unglaublich.

Ich bin psychisch mittlerweile komplett am Boden. Ich schaffe es nicht mal mehr normale Gespräche zu führen. Ich drehe jedes Mal vollkommen durch. Das macht mir natürlich wieder Angst.

Heute hat meine Tochter ihren ersten Schultag. Ich bin alleine zu Hause. Ich schaffe es nicht mal alleine die Treppe runter zu gehen, ohne dass mir total benommen ist. Ich halte das einfach nicht mehr aus. Ich sehe keine Besserung. Es wird alles von Tag zu Tag schlimmer. Ich kann nicht mehr.

Liebe Grüße,
Avalou
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Straycat
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Straycat »

Liebe Avalou,

was du da durchmachen musst klingt wirklich sehr sehr heftig :(
Ich kenne dieses Krampfen, Zittern und das Gefühl gleich zusammenzubrechen nur von Panikattacken. Diese kamen bei mir erst durch den Entzug.
Ich könnte mir daher auch - wie padma :) schon geschrieben hat - vorstellen, dass das alles noch Entzugssymptome sind (zumal alle Untersuchungen o.B. waren).

Ich weiß, man will nur sein normales Leben zurück, aber das braucht leider viel Zeit.
Atemübungen sind für mich auch immer das einzige, das akut einigermaßen hilft.

Ich drücke dir die Daumen, dass es bald erträglicher wird!
Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Cat,

Du schreibst, dass das Krämpfen und Zittern erst durch den Entzug aufgetreten ist. Mich würde es mal interessieren, wann ungefähr diese Zustände angefangen haben und wann sie wieder aufhörten. Bei mir treten sie fast nur auf wenn Leute dabei sind. Alleine kann ich mich immer gut unterregulieren. Sobald jemand da ist, breche ich jedoch total zusammen und drehe durch. In solchen Momenten fühle ich mich so fremd.

Liebe Grüße,
Avalou
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Straycat
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Straycat »

Hallo Avalou,

bei mir sind Panikattacken schon allein und im Beisein von Menschen aufgetreten. Da habe ich bei mir kein Muster erkennen können.
Zuhause im Bett vor dem Einschlafen, direkt nach dem Aufwachen, in der U-Bahn, im Büro auf der Arbeit, ...

Vielleicht stressen dich andere Menschen im Moment einfach mehr als sonst. Könnte das sein?
Größere Runden von Menschen halte ich seit dem Entzug auch nur sehr viel schwerer aus (bzw. ist es unterschiedlich, je nach meinem Befinden). Ich ziehe mich dann einfach zurück und gönne mir genau die Ruhe, die ich brauche.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
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Jamie
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Jamie »

Hallo Avalou, :)

vielleicht möchtest du mal bei Rap rein schauen (?)
Er hat auch ganz seltsame Zustände und "Anfälle".
Nicht identisch mit dem, was du hast, aber in die Richtung gehend

viewtopic.php?f=18&t=16305&p=367335#p366864

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Jamie,

ich habe mir die letzten Tage schon die ganzen Berichte von Rap angeschaut. Bin also auf dem Laufenden.

Liebe Grüße,
Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe noch mal eine Frage. Mir ging es gestern sehr schlecht. Bin bei meinen Eltern total ausgerastet und habe um mich geschlagen. Ich war komplett außer mir. Um dieser Situation etwas zu entgehen, habe ich blöderweise eine Nitrazepam 5 genommen. Jetzt habe ich Angst, dass das meine anderen Symptome wieder triggert und es mir für die nächsten Tage oder Wochen schlechter geht. Kann das von einer Tablette passieren?

Liebe Grüße,
Avalou
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Jamie
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Jamie »

Hallo Avalou, :)

das kann passieren, muss aber nicht.
Benzos sind meiner Erfahrung nach im Vergleich zu AD und NL eher seltener triggernd, auszuschließen ist es aber nicht.

Gab es denn einen Auslöser (zB Ärger?) bei deinen Eltern, was den Anfall ausgelöst hat, oder kam es einfach so?

Nitrazepam ist ein selten verordnetes Benzo, hattest du das als Notfall dabei?
Hatten dir das Ärzte für solche Zustände verordnet?

Vor allem würde mich interessieren: Hat es denn gewirkt / etwas geholfen und wie geht dir heute?

Viele Grüße
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

basic searcher
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von basic searcher »

Hallo Avalou,

ich habe gerade ziemlich alles in Deinem thread gelesen und mir hat sich immer wieder die Frage gestellt a) wer hat Deine dissoziativen Anfälle diagnostiziert und gab es eine Behandlungsempfehlung? b) gab es damals Auslöser für Deine PA, Angst und Depressionen?

Für mich "fühlt" es sich so an, als ob Deine Symptome natürlich Absetzsymptome sind, ein erheblicher Teil aber mit den Dissoziationen/dissoziativen Anfällen zu tun haben kann.... eben Läuse und Flöhe?

Ich kenne Menschen mit diesen Anfällen; sie sind jedoch in ihrer Häufigkeit nicht so extrem wie bei Dir beschrieben. Weiß denn Dein Therapeut von diesen Anfällen und was ist seine Meinung dazu?

Versteh mich bitte nicht falsch. Die allermeisten Symptome sind Absetzsymptome und haben "leider" auch ihre Berechtigung... da Du aber so unter den Anfällen leidest, hilft es Dir vielleicht Dich nochmal damit zu beschäftigen?

Falls Du magst, kann ich Dir eine Broschüre zu dissoziativen Anfällen hier verlinken?!

Ich drück Dir ganz fest die Daumen!

LG basic-searcher
:!: Meine Signatur ist noch "Baustelle" - bin im protahierten Entzug -

psych. Diagnosen (kumulativ und bestehend):
1995 Epilepsie
1999 Depression
2002 schwere Depression / generalisierte Angststörung / Panikstörung
2005 v.a. kPtBS
2006 PtBS v. Phänotyp Borderline; Derealisation, Depersonalisation, Dissoziative Störung, Amnesie f. große Teile d. Lebens, Alexithymie

Medikation: 1999-2020
02/99 - 07/99 Mirtazapin -kalt entzogen, auf ärztliche Anweisung... 3 Wochen später Crash: schwer depressiv, stark suizidal
07/99 - ...... Citalopram
02/01 - 10/14 Venlafaxin 335mg -mehrmals abgesetzt; zuletzt 10/14 innerhalb 2 Wochen...
(Entzugssymptome: bettlägerig, nicht essen können, Verzweiflung, Schlaflosigkeit, nur noch atmen können, 20kg abgenommen, 24h-Angst -inkl."Körperangst"-, zittern, frieren, schwitzen, Übelkeit, suizidal, massive körperliche Schwäche, "Brainzapps", innere Unruhe)
08/15 - 07/17 Venlafaxin 150mg -nicht ausgeschlichen, nur ersetzt-
07/17 - 10/17 Milnacipran 25mg -zu schnell entzogen-
(Entzugssymptome: s.o. -mit mittlerweile größeren Fenstern; immer nur in Relation zu dem, wie es im Verlauf war;

aktuelle Medikation
1996- lfd. Valproinsäure 900 mg
1999- lfd. Lorazepam 3 mg
2004- lfd. Metoprolol 25 mg
2005- lfd. Pantoprazol 20 mg

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Jamie,

danke für die Antwort. Nein einen wirklichen Auslöser gab es nicht. Meine Tochter hatte den Tag vorher Geburtstag und ich habe ein bisschen Alkohol getrunken. Kann mir aber nicht vorstellen, dass mich das so zum ausrasten bringt. Der Abend war echt nett. Wir haben alle gemütlich zusammengesessen und durch den Sekt ging es mir auch ganz gut. Diese Dauerverkrampfung war nicht so präsent.

Nitrazepam habe ich 2017 versehentlich von meinem Arzt verschrieben bekommen. Er wollte mir eigentlich Mirta verschreiben, hat sich aber vertan. Und somit habe ich es immer nur im äußersten Notfall genommen. Vielleicht einmal im Quartal.

Gestern und heute war es besser. Zumindest hatte ich keine Ausraster. Allerdings hatte ich gestern massiven Druck im Kopf (rechts). Es wurde ja auch festgestellt, dass die Leitbahnen nicht ganz durchlässig sind. Aber wohl nicht dramatisch. Jetzt meine nächste wichtige Frage. Ich soll deshalb zum MRA. Das geht aber nur mit KONTRASTMITTEL. Kann das Kontrastmittel auch solche Zustände auslösen. Ich habe es schon 3 mal in den letzten Jahren bekommen und einen Monat später immer eine körperliche Verschlechterung. Kann natürlich auch Zufall sein. Die Praxis sagt, wenn ich es nicht vertragen sollte, dann würde ich das unmittelbar merken. Hat jemand damit Erfahrung?

Viele Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo basic-searcher,

die dissoziativen Anfälle wurden vor 1,5 Monaten im Krankenhaus diagnostiziert. Eine Behandlungsempfehlung gab es nicht. Der Arzt hat nicht mit mir gesprochen. Ich konnte es lediglich aus dem vorläufigen Entlassungsbericht entnehmen. Momentan sind die Anfälle auch wieder etwas zurück gegangen. Ich kann diese Anfälle ja auch meisten selber noch steuern.

Mein Körper fährt ja auch seit Jahren immer so runter. Vielleicht hat das ja auch etwas mit Anfällen zu tun. Ich hoffe so, dass der Albtraum doch noch irgendwann mal ein Ende findet. Manchmal denke ich auch, dass es "nur" noch der Kopf ist, der mir die ganzen Streich spielt. Dann aber wieder sind die Symptome so präsent und langanhaltend, dass es eigentlich nicht vom Kopf kommen kann. Ich weiß es auch nicht mehr.

Mein Therapeut weiß von diesen Anfällen. Es heißt dann immer, da müssen wir dran arbeiten, aber das wie hat mir noch keiner gesagt. Ich glaube mittlerweile wissen alle nicht mehr so richtig, was sie mit mir anfangen sollen.

Bezüglich der Anfälle stehe ich gerade im Kontakt mit dem Mara-Klinikum in Bielefeld. Das behandelt Epilepsie und Dissoziative Anfälle. Mal schauen was dabei raus kommt. Habe erst mal alle Unterlagen hingeschickt. Der Arzt will sich nächste Woche mal melden. Ehrlich gesagt habe ich aber keine Lust schon wieder in die Klinik zu gehen. War jetzt dutzende Male in Kliniken und bin immer schlechter raus aus rein gekommen.

Denk Link zu den Anfällen kannst Du mir gerne zusenden. Dankschön für Deine Hilfe.

Liebe Grüße,
Avalou
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basic searcher
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von basic searcher »

Hallo, liebe Avalou

der link ist ebenfalls von der Mara-Klinik; ich stell ihn trotzdem ein:

Krankenhaus Mara - dissoziative Anfälle - Infos

Alle mir bekannten Menschen die unter dieser Art von Anfällen litten, befanden sich in traumatherapeutischer Behandlung, meist ohne PP.

Damit Dir nicht langweilig wird, hier noch ein link...:-)

Charite - dissoziative/psychogene Anfälle - Infos

Die könntest Du auch mal Deinem Therapeuten vorlegen?!

So, das soll`s für heute erstmal gewesen sein! Ich hoffe, die Symptome lassen Dir zwischendurch auch mal Luft zum atmen.

LG basic-searcher
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Medikation: 1999-2020
02/99 - 07/99 Mirtazapin -kalt entzogen, auf ärztliche Anweisung... 3 Wochen später Crash: schwer depressiv, stark suizidal
07/99 - ...... Citalopram
02/01 - 10/14 Venlafaxin 335mg -mehrmals abgesetzt; zuletzt 10/14 innerhalb 2 Wochen...
(Entzugssymptome: bettlägerig, nicht essen können, Verzweiflung, Schlaflosigkeit, nur noch atmen können, 20kg abgenommen, 24h-Angst -inkl."Körperangst"-, zittern, frieren, schwitzen, Übelkeit, suizidal, massive körperliche Schwäche, "Brainzapps", innere Unruhe)
08/15 - 07/17 Venlafaxin 150mg -nicht ausgeschlichen, nur ersetzt-
07/17 - 10/17 Milnacipran 25mg -zu schnell entzogen-
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aktuelle Medikation
1996- lfd. Valproinsäure 900 mg
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo basic-searcher,

die Links kenne ich. :wink: Es ist aber interessant zu wissen, dass viele der Patienten eine Trauma-Therapie gemacht haben. Ich weis war nichts von einem Trauma bei mir, aber ich denke, dass mich die ganzen PP's und Klinikaufenthalte traumatisiert haben. Ich hatte vorher immer Vertrauen in meinen Körper und Menschen die einem helfen wollen. Pustekuchen. Das Vertrauen ist so kaputt gegangen. :frust:

Momentan überlege ich es mit Hypnose mal zu probieren. Da kann man ja auch in Richtung Trauma und Angststörung arbeiten. Was denkst Du darüber?

Liebe Grüße,
Avalou
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basic searcher
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von basic searcher »

Hallo Avalou,

ich selbst habe auch schon öfter an Hypnose gedacht, wg. der Ängste hauptsächlich. Falls Du bei Dir in der Nähe jemanden findest -der auch Deine derzeitigen Absetzsymptome kennt und mit dem Du ein ordentliches Vorgespräch (Anamnese) machen kannst- warum nicht?

Wenn Du Dir sicher bist das Deine Traumatisierung aus der "Behandlung mit PP" resultiert, würde ich das dort auch so artikulieren.

So, muss erstmal aufhören - mir ist schon wieder übel und der morgendliche Cortisolschub hängt mir auch noch nach.

LG basic-searcher
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Medikation: 1999-2020
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo basic-searcher,

dankschön. Hoffe, dass es auch bei Dir bald alles erträglicher wird. Ach so, ganz kurze Frage noch. Hast Du noch oft mit der Epilepsie zu kämpfen?

Alles Gute,
Avalou
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