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Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

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lollarossa
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von lollarossa »

Hallo Jaden,

Auch eine Schnecke kommt ans Ziel ;) (ich hoffe das zumindest) .

Ich nehme Amisulprid aber auch schon eine Ewigkeit..

Super, dass du schon so viel geschafft hast!!

Alles Gute, LOLLA
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Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Hallo,

Sche****.... Diese Nacht "Totalausfall"........ Seitdem ich um 22:30 ins Bett gegangen bin, verspüre ich trotz Einnahme von Loratadin einen Juckreiz, der kaum Nachlässt und mich nicht schlafen lässt....... -.- :evil: :evil: :evil: :frust:

Ich verstehe es nicht.... ich kenne die Ursache für diesen Juckreiz nicht und normalerweise hilft einmalige Einnahme von Loratidin 10mg mit Wasser, um nach kurzer Zeit den Juckreiz zu "unterdrücken"... Aber da ich nciht weiß, woher er kommt, und was ich dagegen gezielt tun kann, bin ich hilflos.... Ich weiß ja, dass ich mir wegen einer schlaflosen Nacht keine Druck machen sollte, aber auf Dauer muss ich einen Weg finden, aus dieser Symptomatik rauszufinden....

Das wünsche ich auch echt keinem... bin ratlos und frustriert :( :( :(

Dabei wollten wir heute mit der Familei früh wandern... ich hoffe, dass ich noch etwas Ruhe finde....

Ein angeschlagener Jaden
[spoil]Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
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Straycat
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Straycat »

Hallo Jaden,

ich habe es jetzt nicht so auf dem Schirm, aber ernährst du dich bereits histaminarm?
Ich habe schon häufig gelesen, dass bei vielen Antihistaminika (wie Loratadin) nicht so effektiv helfen, wie eine histaminarme Ernährung. So können quasi die "Histaminspeicher" wieder etwas entleert werden und sind nicht ständig am überlaufen.

Ich lasse dir auch noch den Link zu unserem HIT-Thread hier: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =15&t=7819
Dort findest du viele hilfreiche Infos.

Hoffentlich wird der Juckreiz bald besser - sowas ist echt fies :(
Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
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HSP
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von HSP »

Hallo Jadenfit,

ich beziehe mich jetzt mal nur auf deine Signatur, was mich da mal wieder sutzig macht, sind erstmal diese Mehrfachdosierungen deiner Medikamente, ich kann mir kaum vorstellen, wie man bei so einer "Dröhnung" überhaupt den Tag im "wachen" Zustand, übersteht. Mich hat damals einzig die Gabe von Olanzapin, so dermaßen aus dem Leben geschossen, dass ich eigentlich mehr Zeit im Bett verbracht habe, als auf den Beinen. Ich bin froh, dass ich durch meine kritische Haltung Ärtzen gegenüber, niemals irgendwelche weiteren Medikamente eingenommen habe, die Gabe eines AD sollte eigentlich auch noch dazugehören, ich komme schon nur sehr schwer von dem Olanzapin los, welches ich nun seit einem Jahr reduziere.

Des Weiteren liest man bei dir, dass die Gabe von Sertralin, dich in eine Euphorie / Manie trieb und prompt wieder als neue Diagnose abgestempelt wird, leider ist es wirklich so, dass wenn man einmal eine Psychose hatte, man immer wieder in diverse Schubladen gesteckt wird, und meist nur noch irgendwie diagnostiziert wird. Diese / Deine Phase ist doch schon mal ganz klar Medikamenteninduziert, ebenso dein "Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig, das zeigt nur immer wieder, wie ratlos die Psychiatrie doch eigentlich ist. Darum heißt sie auch, die Wissenschaft, des nichts-Wissens. Viel Gesabbel um nichts, was ich im Ganzen damit sagen wollte ist, wie würdest du dich selber einschätzen?
Du machst auf mich einen recht fitten, reflektierten Eindruck, ebenso ist es auch eher eine Seltenheit, mit der Diagnose Schizophrenie in Arbeit zu stehen. Kannst du dich damit identzifizieren? War das, was du hattest, wirklich eine Psychose? Gab es Rückfälle unter Medikamenteneinfluss?

Was mir bisher nicht ganz klar ist / war, ob eine Psychose auch automatisch eine Schizophrenie ist. Sicher gibt es häufig unterschiedliche Auslöser dafür, aber ab wann, wird es als eine Schizophrenie diagnostiziert? Ich frage nur nach, weil ich häufig einfach anzweifele, was die Psychiater diagnostizieren, denn ohne Diagnose keine Medikamente, und ohne Medikamente keine Krankheit!

Ansonsten sehr lobenswerte Herangehensweise von dir, interessant es zu verfolgen. Ich habe ähnlich wie du, auch mit einer Exceltabelle angefangen und kann bis heute jeden einzelnen Dosisschritt nachvollziehen. Manchmal motiviert es mich auch, dass wenn man in der "Liste" schon herumscrollen kann, wie weit ich da für mich schon gekommen bin. Ich kann nur hoffen, dass ich bald dem ganzen Psychiatrie-System, den Rücken kehren kann, für mehr als "die bittere Pille" - welche ich bald nicht mehr brauchen werde - brauche ich den Psychiater nicht. Jedes Treffen mit denen und dieses ständige Anzweifeln des Eigenen Erfolges, brachte immer nur Leid mit sich. Dabei heißt es, wende dich an diese Leute, um dir helfen zu lassen, die Einzigen, denen die helfen, ist sich selber, in Form von ihrem wachsenden Gehalt, durch die Verschreibung ihrer "Dirty Drugs"...

In diesem Sinne, ein gutes Vorankommen und viele Grüße
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2017 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - heute 1,25mg Olanzapin

Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Straycat hat geschrieben:
27.05.2020 09:58
Hallo Jaden,

ich habe es jetzt nicht so auf dem Schirm, aber ernährst du dich bereits histaminarm?
Ich habe schon häufig gelesen, dass bei vielen Antihistaminika (wie Loratadin) nicht so effektiv helfen, wie eine histaminarme Ernährung. So können quasi die "Histaminspeicher" wieder etwas entleert werden und sind nicht ständig am überlaufen.

Ich lasse dir auch noch den Link zu unserem HIT-Thread hier: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =15&t=7819
Dort findest du viele hilfreiche Infos.

Hoffentlich wird der Juckreiz bald besser - sowas ist echt fies :(
Alles Liebe,
Cat
Hallo Straycat,

danke für den Hinweis.... habe es bisher "vernachlässigt", da ich dachte, es wäre ein vorrübergehender Zustand. Dem scheint leider während des Entzugs nicht so zu sein. Ich werde in meine Signatur diesen Hinweis aufnehmen und angeben, dass ich mich vegetarisch / "Halb-vegan" ernähre und zusätzlich diese Liste durcharbeiten und mir Notizen machen, was ich esse bzw. ob das, was ich esse einen hohen Histaminwert aufweist..

Davon abgesehen... Um den Totalausfall heute Nacht nicht nochmal "Unbehandelt" zu lassen, hast du einen Tipp für mich, was ich in so eonem "Extremfall" (Trotz "Antihistaminikum" im Bett Juckreiz; danach nicht mehr einschlafen..) tun kann? Ich bin für jedes "mittel" dankbar. habe ja auch etwas von Medikamenten gehört, die hier per Internet beordert werden.

Ich hoffe, dass ich heute wieder schlafen kann! Und wünsche euch ebenso einen angenehmen Abend und gute Nacht :)

LG, Jaden
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[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
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Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

HSP hat geschrieben:
27.05.2020 13:44
Hallo Jadenfit,

ich beziehe mich jetzt mal nur auf deine Signatur, was mich da mal wieder sutzig macht, sind erstmal diese Mehrfachdosierungen deiner Medikamente, ich kann mir kaum vorstellen, wie man bei so einer "Dröhnung" überhaupt den Tag im "wachen" Zustand, übersteht. Mich hat damals einzig die Gabe von Olanzapin, so dermaßen aus dem Leben geschossen, dass ich eigentlich mehr Zeit im Bett verbracht habe, als auf den Beinen. Ich bin froh, dass ich durch meine kritische Haltung Ärtzen gegenüber, niemals irgendwelche weiteren Medikamente eingenommen habe, die Gabe eines AD sollte eigentlich auch noch dazugehören, ich komme schon nur sehr schwer von dem Olanzapin los, welches ich nun seit einem Jahr reduziere.

Des Weiteren liest man bei dir, dass die Gabe von Sertralin, dich in eine Euphorie / Manie trieb und prompt wieder als neue Diagnose abgestempelt wird, leider ist es wirklich so, dass wenn man einmal eine Psychose hatte, man immer wieder in diverse Schubladen gesteckt wird, und meist nur noch irgendwie diagnostiziert wird. Diese / Deine Phase ist doch schon mal ganz klar Medikamenteninduziert, ebenso dein "Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig, das zeigt nur immer wieder, wie ratlos die Psychiatrie doch eigentlich ist. Darum heißt sie auch, die Wissenschaft, des nichts-Wissens. Viel Gesabbel um nichts, was ich im Ganzen damit sagen wollte ist, wie würdest du dich selber einschätzen?
Du machst auf mich einen recht fitten, reflektierten Eindruck, ebenso ist es auch eher eine Seltenheit, mit der Diagnose Schizophrenie in Arbeit zu stehen. Kannst du dich damit identzifizieren? War das, was du hattest, wirklich eine Psychose? Gab es Rückfälle unter Medikamenteneinfluss?

Was mir bisher nicht ganz klar ist / war, ob eine Psychose auch automatisch eine Schizophrenie ist. Sicher gibt es häufig unterschiedliche Auslöser dafür, aber ab wann, wird es als eine Schizophrenie diagnostiziert? Ich frage nur nach, weil ich häufig einfach anzweifele, was die Psychiater diagnostizieren, denn ohne Diagnose keine Medikamente, und ohne Medikamente keine Krankheit!

Ansonsten sehr lobenswerte Herangehensweise von dir, interessant es zu verfolgen. Ich habe ähnlich wie du, auch mit einer Exceltabelle angefangen und kann bis heute jeden einzelnen Dosisschritt nachvollziehen. Manchmal motiviert es mich auch, dass wenn man in der "Liste" schon herumscrollen kann, wie weit ich da für mich schon gekommen bin. Ich kann nur hoffen, dass ich bald dem ganzen Psychiatrie-System, den Rücken kehren kann, für mehr als "die bittere Pille" - welche ich bald nicht mehr brauchen werde - brauche ich den Psychiater nicht. Jedes Treffen mit denen und dieses ständige Anzweifeln des Eigenen Erfolges, brachte immer nur Leid mit sich. Dabei heißt es, wende dich an diese Leute, um dir helfen zu lassen, die Einzigen, denen die helfen, ist sich selber, in Form von ihrem wachsenden Gehalt, durch die Verschreibung ihrer "Dirty Drugs"...

In diesem Sinne, ein gutes Vorankommen und viele Grüße
Hallo HSP,

tatsächlich muss man auch einiges in diesem Bereich der Medizin - zu dem sich die Psychiatrie ja offiziell zählt - durchhalten und ertragen, wenn man einmal in dieses gerät. Ich habe versucht, mittlerweile meine Wut und mein Unverständnis den Akteuren dieses Bereichs auf ein Minimum zu reduzieren - aus Selbstschutz. Ich brauche meine Energie, um in meinem Absetzprozess erfolgreich zu sein und anderen eine Hilfe anzubieten bzw. meine Erfahrungen mit Ausschleichen bestimmter Medikamente zu teilen. Das vorweg und allgemein gesagt, um Missverständnisse vorzubeugen, da ich in vielen Bereichen auch nicht einverstanden bin. :)

Zu meiner Geschichte: Ich denke heute, dass die Ärzte 2011 selber überfordert waren, eine eindeutige "Diagnose" abzugeben (falls das überhaupt im Bereich der seelischen Gegebenheiten möglich ist bei einem so komplexen Wesen wie dem Menschen..). Letztendlich wussten meine Angehörigen nicht, wie sie mir helfen sollten - sie waren ratlos. Und ratlos war dann auch ein Hautarzt, der in eine psychiatrische Klinik überwies.
So nahm das Schicksal nunmal seinen Lauf und ich geriet erstmals in eine Klinik (zuvor kannte ich sowas nur aus TV oder Radio). Da ich aber durchaus Symptome einer sogenannten Psychose aufwies, folgte die Gabe eines starken Neuroleptikum, um der Akkutsymptomatik Einhalt zu gebieten.
Hieraus entwickelten sich eine Reihe von Komplikationen - mit den Nebenwirkungen sowie der Verträglichkeit eines hochpotenten Neuroleptikums bei Minderjährigen, sodass noch eine Reihe weiterer Medikationen folgten, bis man sich auf Clozapin einigte. Dies führte zu einer starken Gewichtszunahme meinerseits, die mit einem gewissen Selbstwerverlust andererseits einherging.
In meinem Bericht wird die Diagnsoe "Schizophrenie" vergeben, da etwaige Symptome kurzzeitig erfüllt waren. Eine Rechtfertigung für die Vergabe eine Diagnose dieser Größenordnung gibt es meines Erachtens nicht, aber als 17 Jähriger kann man sich gegen diese "höhere Gewalt" noch nicht wehren.
Nach etlichen Jahren - 2018 - kam ich nun endlich mit den Büchern von Peter Lehmann in Kontakt und begab mich auf Spurensuche. Ich startete Reduktionsversuche, die jedoch immer fehlschlugen. Stattdessen landete ich erneut in einer Klinik und bekam ein neues Neuroleptikum.

Im Folgenden wurden weitere Medikamente, die möglicherweise auf die neue Medikation zurückzuführen waren, hinzugefügt. Dies führte zu neuen Diagnosen, es ging von anfänglichen Depressionen zu schizo-affektiver STörung und schließlich zu einer bipolar affektiven Störung (mit manischen Phasen). Die Medikamente wurden hierbei bunt gemischt, was ein Zustandekommen dieser Diagnosen (die übrigens in einem Zeitraum von 4 Monaten gestellt wurden) erklärt.
Schlussendlich stand ich mit 3 verschiedenen PP da und wusste nicht weiter.
Jedoch.. habe ich in dieser Zeit an mir selbst gearbeitet, habe immer weiter gemacht und mich nicht unterkriegen lassen dank meines äußerst stabilen Umfeldes, für das ich sehr dankbar bin. Ohne meine Familie, Freunde, Bekannte und Therapeuten wäre ich nicht an diesem Punkt.
Und den letzten Schritt, oder vielmerh, die letzten Schritte, möchte ich nun mit euch machen.

Ich hoffe, dass mir dies gelingt.
Zurzeit bin ich nur in einem Praktikum beschäftigt, ich hoffe, dass es mir gelingt, meine Stabilität zu erhalten.

Auf deine Frage, wie ich selbst mich betrachten würde, so würde ich sagen: Ich bin ein Mensch mit "vielen Facetten". Ich bin begeisterungsfähig, möchte ins Gespräch gehen, möchte Dinge verstehen und hinterfragen. Ich möchte helfen, Abenteuer erleben, neue Dinge kennenlernen und mich beweisen... Es gibt vieles, was mich ausmacht. Aber ich möchte nicht von dieser Herausforderung zurücktreten.
Mein aktueller Psychiater vergibt bei mir keine DIagnose. Er möchte mir dabei helfen, mein Medikament auszuschleichen und unterstützt mich dabei.

Ich glaube, dass es keine geeignete "Diagnose" für mich gibt.

Danke fürs Lesen, falls du dir die Mühe gemacht haben solltest. :group:

LG, Jaden
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Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

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Straycat
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Straycat »

Hallo Jaden,
Jadenfit hat geschrieben:
27.05.2020 19:46
Ich werde in meine Signatur diesen Hinweis aufnehmen und angeben, dass ich mich vegetarisch / "Halb-vegan" ernähre und zusätzlich diese Liste durcharbeiten und mir Notizen machen, was ich esse bzw. ob das, was ich esse einen hohen Histaminwert aufweist..
Das klingt nach einem guten Plan. Ich ernähre mich auch vegetarisch bzw. "as vegan as possible"... Ich weiß, da auch noch auf Histamin zu achten ist nicht immer leicht.
Was quasi immer gut geht ist Kartoffeln mit Butter (bzw. wenn vegan mit Margarine).
Jadenfit hat geschrieben:
27.05.2020 19:46
Davon abgesehen... Um den Totalausfall heute Nacht nicht nochmal "Unbehandelt" zu lassen, hast du einen Tipp für mich, was ich in so eonem "Extremfall" (Trotz "Antihistaminikum" im Bett Juckreiz; danach nicht mehr einschlafen..) tun kann? Ich bin für jedes "mittel" dankbar. habe ja auch etwas von Medikamenten gehört, die hier per Internet beordert werden.
Leider weiß ich da nicht wirklich etwas hilfreiches :(
Ich habe die histaminarme Ernährung einige Zeit ausprobiert, weil ich das Histamin als Auslöser für meine Nervenschmerzen in Verdacht hatte. Ich hatte also nie so einen Juckreiz wie du.
Ich kenne es nur von meinem Freund, der einige Pollen-Gräser-Allergien hat und wenn er mal nur kurz etwas im Garten zurückschneidet bereits übersät ist von einem Ausschlag. Ihm hilft die Bepanten Sensiderm sehr gut (die ist ohne Kortison). Vielleicht einen Versuch wert?

Ich hoffe sehr, du kannst bald besser schlafen - nicht schlafen können (egal aus welchem Grund) ist extrem belastend :(

Alles Gute,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Guten Abend,

danke für deine Worte.

Tatsächlich habe ich etwas besser gschlafen, und es gab diesmal keinen Juckreiz.

Ich werde versuchen, wieder auf die "Histaminarme Ernährung" aufzupassen.

Ich weiß, wie wichtig der Schlaf für eine psychische Stabilität ist, und daher werde ich darauf besonders acht geben!

LG, Jaden
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Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
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HSP
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von HSP »

Im Folgenden wurden weitere Medikamente, die möglicherweise auf die neue Medikation zurückzuführen waren, hinzugefügt. Dies führte zu neuen Diagnosen, es ging von anfänglichen Depressionen zu schizo-affektiver STörung und schließlich zu einer bipolar affektiven Störung (mit manischen Phasen). Die Medikamente wurden hierbei bunt gemischt, was ein Zustandekommen dieser Diagnosen (die übrigens in einem Zeitraum von 4 Monaten gestellt wurden) erklärt.
Schlussendlich stand ich mit 3 verschiedenen PP da und wusste nicht weiter.
Jedoch.. habe ich in dieser Zeit an mir selbst gearbeitet, habe immer weiter gemacht und mich nicht unterkriegen lassen dank meines äußerst stabilen Umfeldes, für das ich sehr dankbar bin. Ohne meine Familie, Freunde, Bekannte und Therapeuten wäre ich nicht an diesem Punkt.
Und den letzten Schritt, oder vielmerh, die letzten Schritte, möchte ich nun mit euch machen.
Hallo Jaden,

das ist genau DAS, worauf ich hinaus wollte. Die Medikamente werden "bunt" gemischt und da diese nun mal psychoaktiv sind, ist es eigentlich kein Wunder, das auf diese Art und Weise neue Störbilder entstehen. Ich meine z.B. gerade die Negativ-Symptome einer Schizophrenie, gab es erst seit Einführung der Neuroleptika, ebenso wie viele andere unerwünschte Nebenwirkungen. Leider kann ich mich mit vielen dieser Symptome identifizieren, bei einigen weiß ich aber auch, woher diese kommen und fühle mich dann "weniger krank". Ebenso der kurze Zeitraum, bei dem deine Diagnosen gestellt wurden, ist eigentlich viel zu kurz. Bei einer echten Schizophrenie dauern die Symptome über 6 Monate an, ich weiß nun nicht ob negativ-Symptome auch dazu zählen, denn unter denen habe ich ganz schön zu leiden, der eigentliche Wahn, dauerte immer nur einen Tag und ist, seitdem ich langsam reduziere auch Geschichte...

Auf deine Frage, wie ich selbst mich betrachten würde, so würde ich sagen: Ich bin ein Mensch mit "vielen Facetten". Ich bin begeisterungsfähig, möchte ins Gespräch gehen, möchte Dinge verstehen und hinterfragen. Ich möchte helfen, Abenteuer erleben, neue Dinge kennenlernen und mich beweisen... Es gibt vieles, was mich ausmacht. Aber ich möchte nicht von dieser Herausforderung zurücktreten.
Mein aktueller Psychiater vergibt bei mir keine DIagnose. Er möchte mir dabei helfen, mein Medikament auszuschleichen und unterstützt mich dabei.
Du hast wirklich glück, dass du einen Psychiater gefunden hast, der dich unterstützt, das ist selten, ich ärgere mich immer mehr über meinen, der geht das Ganze so halbherzig an, so als ob er keine Lust hätte. Auf jeden Fall klingt deine Herangehensweise sehr positiv, ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg...

Liebe Grüße
03.03.2019 bis 20.03.2019 Klinik
Tavor 1mg 1-1-1-1
Olanzapin 5mg 1-0-3-0
Metropolol 23,75-0-23,75-0

21.03.2019 kalt abgesetzt bis 02.05. (RÜCKFALL, erneuter Klinikbesuch)

02.05.2019 - 11.05.2019 15mg Olanzapin
12.05.2019 - 13.05.2019 13,5mg Olanzapin
14.05.2019 - 27.05.2019 10mg Olanzapin
28.05.2019 - 07.06.2019 8,75mg Olanzapin
08.06.2019 - 17.06.2019 7,5mg Olanzapin (erste Lichtblicke, teilweise wieder Aktivität möglich)
18.06.2019 - 26.06.2019 6,25mg Olanzapin (teilweise unruhiger Schlaf)
27.06.2019 - 05.07.2019 5mg Olanzapin (normaler Schlaf)
06.07.2019 3,75mg Olanzapin (Gedanken kreisen / schlechter Schlaf)
07.07.2019 - 13.07.2019 5mg Olanzapin (gedrückte Stimmung)
14.07.2019 - 16.07.2017 3,75mg Olanzapin (RÜCKFALL/PSYCHOSE)
17.07.2019 - 24.07.2019 10mg Olanzapin (Meine Wunschdosierung in der Klinik)
25.07.2019 - 30.07.2019 8,75mg Olanzapin
31.07.2019 - 17.08.2019 7,5mg Olanzapin
18.08.2019 - 28.08.2019 6,75mg Olanzapin
29.08.2019 - 09.09.2019 6mg Olanzapin
10.09.2019 - 25.09.2019 5mg Olanzapin
26.09.2019 - 09.10.2019 4,5mg Olanzapin
10.10.2019 - 21.10.2019 3,75mg Olanzapin
22.10.2019 - 03.11.2019 3,375mg Olanzapin
04.11.2019 - 11.12.2019 3mg Olanzapin
12.12.2019 - 01.01.2020 2,75mg Olanzapin
02.01.2020 - 05.01.2020 2,5mg Olanzapin
06.01.2020 - 21.01.2020 2,75mg Olanzapin
22.01.2020 - 28.01.2020 3mg Olanzapin
29.01.2020 - 03.02.2020 2,75mg Olanzapin
04.02.2020 - 01.03.2020 2,5mg Olanzapin
02.03.2020 - 21.03.2020 2,25mg Olanzapin
22.03.2020 - 31.03.2020 2,125mg Olanzapin
01.04.2020 - 16.04.2020 2mg Olanzapin
17.04.2020 - 20.04.2020 1,875mg Olanzapin
21.04.2020 - 05.05.2020 2mg Olanzapin
06.05.2020 - 19.05.2020 1,8mg Olanzapin
20.05.2020 - 02.06.2020 1,7mg Olanzapin
03.06.2020 - 16.06.2020 1,6mg Olanzapin
17.06.2020 - 06.07.2020 1,5mg Olanzapin
07.07.2020 - 27.07.2020 1,4mg Olanzapin
28.07.2020 - heute 1,25mg Olanzapin

Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Hallo zusammen,

es ist eine neue Woche und ich möchte euch fortan versuchen, am Anfang der Woche möglichst ein kurzes Update sowie einen Ausblick auf die kommende Woche zu geben.

Ich versuche seit diesem Wochenende stark auf histaminarme Ernährung zu achten (Kaffe & Cola tun weh.... :( ), damit ich abends gut schlafen kann und keinen Juckreiz empfinde.

Leider musste meine Oma heute ins Krankenhaus, ich kann sie aber morgen besuchen. Morgen beginnt jedoch auch mein Praktikum, bei dem ich erstmal 4 Stunden täglich arbeiten darf - hierauf freue ich mich seit meiner Reha letztes Jahr.

Die Medikamente bleiben diese Woche erstmal so: 22,5 mg Amisulprid um 20 Uhr, 800 mg Lithium (jeweils 400 10 uhr und 20 Uhr) sowie 25 mg Quetiapin 23 Uhr zum Schlafengehen.

Termin beim Psychiater steht in ca. 3 Wochen an, hier werde ich einfach angeben, dass die Reduktion gut funktioniert. Theoretisch werde ich Mitte des Monats - wenn alles klaptp - weitere 10 % bei Amisulprid runter gehen

Wer von euch hat eigentlich eine Patientenverfügung bzw. ein Dokument, das einem vor einer Zwangsmedikation im Zweifelsfall schützen würde? Das möchte ich als nächstes hier erörtern.

Guten Start n die Woche!

LG, Jaden :)
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  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
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Annanas
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Annanas »

Hallo Jaden :) ,
Jadenfit hat geschrieben:
01.06.2020 20:48
Wer von euch hat eigentlich eine Patientenverfügung bzw. ein Dokument, das einem vor einer Zwangsmedikation im Zweifelsfall schützen würde? Das möchte ich als nächstes hier erörtern.
Wir haben einen Thread dazu:
https://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=9870

und hier gibt's auch noch Infos dazu:
http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de ... atrie.html

Ales Gute für deine Oma u für dich eine symptomarme Woche, liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Hallo anna,

danke dir für den Link! Da setz ich mich vlt zum Wochenende hin!

Mir geht es nach wie vor gut, habe hier und da einen kleinen Streit mit meiner Freundin, sie fährt Dienstag für 2 Monate in eine Klinik - was Belastung für sie bedeutet. Aber ich denke, dass es ihr und mir gut tun wird, wenn sie sich mal intensiv mit ihren Problemen auseinandersetzt.

Habe heute in der Apotheke für 2 € ein 100 ml Trinkglas zum Verschrauben erhalten!!" :) Freue mich dARÜBER, so kann ich Amisulprid auch unterwegs mit Spritze zum Abnehmen der 10 ml einnehmen.

LG, Jaden
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-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Halloo zum Freitag! :)

Ich habe jetzt Wochenende und kann richtig ausspannen. Ich gehe natürlich noch zum Sport und mache etwas im Haushalt, aber es ist schon schön, wenn man eine erste Arbeitswoche hinter sich gebracht hat! :party2:

Habt ihr euch schonmal gefragt, wie man mit Menschen, die erstmals psychotisch werden, umgehen sollte? Wenn ihr wüsstet, was sie haben.. wir würdet ihr ihnen helfen - anstatt sie in eine Klinik zu geben.

Ich selbst hätte vor 9 Jahren, als es bei mir losging, nichts Besseres gewusst, als mich zu einem Arzt zu begeben, so wie es meine Angehörigen mit mir gemacht haben. Dies war der Beginn meiner Erfahrungen mit Psychopharmaka, denn genau vor 9 Jahren kam ich in die geschlossene Station einer Kinder- und Jugendpsychiatrie.

ich war damals völlig überfordert mit all den Reizen - überhaupt der Situation, abgeschlossen zu sein.... Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, jemand hätte "das Richtigere" getan und mir wären diese zahlreichen Besuche bei Psychiatern etc. erspart geblieben.

Falls ihr Umgehensweisen mit Menschen mit psychotischem Erleben habt, immer her damit! :group:

Liebe Grüße,
Jaden
[spoil]Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

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Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
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padma
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von padma »

hallo Jaden, :)

das Trialog Konzept scheint mir sehr gut zu sein. Es gibt einen sehr guten Kinofilm dazu, ich weiss nicht, ob man ihn noch wo kostenlos sehen kann viewtopic.php?f=15&t=9379

Es gibt auch Seminare dazu.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Hallo Freunde dieses Threads ! :)

Es ist mal wieder Montag und somit an der Zeit, euch ein Update zu geben.

Ich bin nach wie vor bei 22,5 mg Amisulprid, werde es aber voraussichtlich nächsten Montag reduzieren. =)

Die anderen Medikamente bleiben gleich. Beruflich habe ich die erste Woche im Praktikum erfolgreich absolviert, teilweise fühle ich mich etwas "unterfordert", ist aber erstmal okay so.

Meine Oma ist heute inkl. Sauerstoffgeräte nach Hause zurückgekehrt und wird die Tage mehr und mehr Unterstützung benötigen- :/ Könnte etwas stressig werden (emotional), aber ich versuche einfach mal, damit umzugehen. Mein Onkel wird wohl auch mal vorbeikommen...

Meine Freundin wird morgen für ca. 2 Monate in eine Klinik am Chiemsee fahren, ich werde sie morgens noch verabschieden. Das wird sich zeigen, wie es sich entwickelt, in letzter Zeit hat sie mir sehr gut getan.

Ich bin immer gespannt, was ihr so erlebt und ob ihr Fragen oder so habt. Ihr seid herzlich eingeladen, euch hier mit mir auszutauschen, ich gehe aber auch gerne in eure Threads.

LG und schöne Woche,

euer Jaden ;)
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Straycat
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Straycat »

Hallo Jaden,

du beschreibst einige Faktoren, die zusätzlich Stress bei dir hineinbringen können (Rückkehr deiner Oma, Abwesenheit der Freundin).
Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall genau beobachten, ob das viel Stress bei dir auslöst und nur dann weiter reduzieren, wenn du dich stabil fühlst. Oft übersieht man solche Stressfaktoren und sie machen das Absetzen dann schwieriger bzw. die Symptome fallen dadurch heftiger aus.

Wünsche dir weiterhin alles Gute :)
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Straycat hat geschrieben:
09.06.2020 11:23
Hallo Jaden,

du beschreibst einige Faktoren, die zusätzlich Stress bei dir hineinbringen können (Rückkehr deiner Oma, Abwesenheit der Freundin).
Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall genau beobachten, ob das viel Stress bei dir auslöst und nur dann weiter reduzieren, wenn du dich stabil fühlst. Oft übersieht man solche Stressfaktoren und sie machen das Absetzen dann schwieriger bzw. die Symptome fallen dadurch heftiger aus.

Wünsche dir weiterhin alles Gute :)
Liebe Grüße,
Cat
Hallo Cat,

danke dir für deinen Hinweis, damit hast du absolut Recht! Ich beziehe meine Kraft als ein Mensch großer Extroversion hauptsächlich durch mein Umfeld, wozu in erster Linie Familie und Freunde zählen. :group:
Bisher komme ich mit meiner Oma, die langsam dabei ist, Hilfe in Form eines ambulanten Pflegedienstes anzunehmen, besser zurecht.

Meine Freundin durchlebt zurzeit eine schwierigere Phase, aber die Telefonate, die wir führen, kosten mich keine Kraft. Ich behalte das edenfalls im Auge.

Mein Psychiater, der mein Ausschleichen unterstützt, hatte damals vorgeschlagen, alle 6 Tage 25 mg Amisulprid zu nehmen. Wie ich gelernt habe, ist das keine gute Idee. Aber meinen nächsten Schritt würde ich schon gerne in den kommenden Tagen unternehmen, da ich mich derzeit körperlich und seelisch gut fühle. Falls es dennoch zu schnell war, gehe ich selbstverständlich wieder auf die 22,5 mg/tgl. zurück. :sports:

Euch einen schönen Feiertag!

LG, Jaden 8-)
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>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
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    Mai 25 mg
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    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

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-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
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lollarossa
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von lollarossa »

Hallo Jaden :)

Das klingt gut, dass du viel Kraft aus einem guten Umfeld ziehen kannst!

Tut mir leid, dass es deiner Freundin so schlecht geht, hoffentlich kann sie sich gut stabilisieren.
Manchmal ist es ja auch ganz gut, wenn man sich nicht täglich sieht und erstmal auf sich konzentrieren kann.

Ich wollte dich gerne fragen, was dir bei den Reduktionen von Amisulprid auffällt, also welche Symptome du hast und wie lange die Stabilisierung bei dir ca. dauert.

Ich kann es bei mir noch nicht sagen, es sind ja Mikro-Mengen, die ich absetze und erst 2 Reduktionen, weshalb ich es noch nicht abschätzen kann.
Würde mich freuen, wenn du schreibst.

Ich wünsche dir auch einen schönen Feiertag, musst du morgen wieder zum Praktikum?

Liebe Grüße LOLLA
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Jadenfit
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

lollarossa hat geschrieben:
11.06.2020 14:29
Hallo Jaden :)

Das klingt gut, dass du viel Kraft aus einem guten Umfeld ziehen kannst!

Tut mir leid, dass es deiner Freundin so schlecht geht, hoffentlich kann sie sich gut stabilisieren.
Manchmal ist es ja auch ganz gut, wenn man sich nicht täglich sieht und erstmal auf sich konzentrieren kann.

Ich wollte dich gerne fragen, was dir bei den Reduktionen von Amisulprid auffällt, also welche Symptome du hast und wie lange die Stabilisierung bei dir ca. dauert.

Ich kann es bei mir noch nicht sagen, es sind ja Mikro-Mengen, die ich absetze und erst 2 Reduktionen, weshalb ich es noch nicht abschätzen kann.
Würde mich freuen, wenn du schreibst.

Ich wünsche dir auch einen schönen Feiertag, musst du morgen wieder zum Praktikum?

Liebe Grüße LOLLA
Hallo Lolla!

Ich verstehe, was du meinst und bin da auch voll bei dir. Inzwischen ist es schon etwas besser bei ihr, da sie jetzt aus der 2-tägigen Qurantäne befreit wurde. ;) Und ja, auf sich konzentrieren tut jedenfalls mal gut! Wobei wir trotzdem bisher oft telefonieren.. denke aber, sie wird sich daran gewöhnen, dort mal für sich zu sein.

Nunja, also bei mir ist es folgendermaßen: Wenn ich zu schnell reduziere, dann merke ich eine gewisse innerliche Unruhe. Sie ist nur sehr sehr leicht da und lässt sich aber eben nicht mit einer "situationsbedingten" Nervosität (die nach kurzer Zeit wieder verschwindet) vergleichen. Zudem kommt die Schlaflosigkeit. Ich kann dann nur sehr schwer einschlafen bzw. gar nicht. Und dann MUSS ich wieder leicht erhöhen, um diesen Zustand zu beenden.

ABer erst jetzt bei den 25 mg wird es für mein ZNS so richtig schwierig. Teilweise habe ich von 100 auf 50 mg in einm Schritt ohne Entzugserscheinungen reduziert. Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir auch so toll klappt! :group:

Lg, Jaden
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  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
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    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
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Re: Jadenfit: Quetiapin, Amisulprid, Lithium

Beitrag von Jadenfit »

Guten Tag,

2. Woche im Praktikum ist geschafft. Ich muss immer wieder vermehrt auf Histamine achten, da ich gestern auch wieder etwas Jucken verspürte... -.- Mich nervt diese Geschichte und ich bete so sehr dafür, dass es wieder weggeht, wenn alle PP raus sind... Denn auf alles zu verzichten fällt mir enorm schwer!! :evil:

Ich habe mal ein ganz anderes Thema... Meine Freundin ist derzeit in einer psychosomatischen Klinik. Dort bekommt sie weiterhin ihre Medikamente. Soweit ich weiß bekommt sie Duloxetin, das hatte sie mir natürlich erzählt. Sie erwähnt gestern im Telefonat, dass sie noch nicht wisse, ob man die Dosis davon erneut erhöhen wollte. Ich bin ja "Leiiider" ganz anderer Meinung, was die Wirksamkeit von AD's angeht, aber sie ist eben noch nicht überzeugt, dass diese .. nunja.. ihr wisst ja :roll: :roll: :roll:

Wie würdet ihr hiermit umgehen? Je mehr ich davon höre, umso verärgerter und wütender, umso mehr Staut sich etwas in mir an, ihr davon abzuraten und sie vom gegenteil der Behauptungen ihrer Ärzte überzeugen zu wollen, wohlwissend, dass sie es ja von sich aus erkennen müsste... :( :( :(

Gleichzeitig sind wir aber in einer Beziehung und ich fühle mich da involviert.. Kennt ihr solche Situationen?

LG und schönen Freitag,

Jaden :)
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  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
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    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
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    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

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Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
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-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
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