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Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Schokopudding
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Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Hallo liebes Forum,

Ich bin durch einen Artikel über Absetzsymptome von AD auf das Forum aufmerksam geworden und möchte mich kurz vorstellen und direkt eine akute Frage loswerden, denn ich glaube ich habe etwas unüberlegtes beim Absetzen gemacht.

Ich nehme Citalopram und Insidon bzw. Opipramol seit 2005 aufgrund von Panikattacken, Angststörung, Depressionen. Die Ängste habe ich ganz gut im Griff, das wiederkehrende Problem seit nun 15 Jahren sind häufige depressive Episoden.

- seit 2005 Citalopram 20-40mg und Opipramol
- viele Absetzversuche scheiterten, weil ich es gar nicht versuchte (ich hatte Angst davor die Medikamente abzusetzen)
- ca 2014 Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe. Psychiater sagt: "Ihr Körper scheint die Medikamente zu brauchen" und notiert eine Dauermedikation in der Akte. Andere Ärzte sagen, dass das eine "homöopathische Dosis" wäre und das eh nichts bringt.

Citalopram:
- ab 2005 20/40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0

Insidon:
- ab 2005 Opipramol, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0

Die Woche ohne Citalopram war völlig ok. Körperliche Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Unruhe, Albträume, Schwitzen) haben nur wenige Tage gedauert und waren schwach. Also habe ich größenwahnsinniger Weise eine Woche später Insidon auch abgesetzt. Nun sind 3 Wochen ohne Citalopram und 2 Wochen ohne Insidon rum. Seit 3 Tagen hänge ich in einer massiven depressiven Episode und frage mich, ob ich Insidon wieder nehmen sollte. Aber ehrlich, ich möchte dieses ganze Zeug nicht mehr, ich will das endlich loswerden! Und wer soll nun wissen, an welchem der beiden Medis es liegt. Andersrum habe ich Angst, zulange zu warten, weil ich hier gelesen habe, dass die letzte Dosis u.U. keine Besserung bringt, wenn die Zeitspanne auf null zulang war.

Ich muss dazu sagen, dass ich auch mit Medis bei weitem nicht frei war von depressiven Episoden, aber es sind wie beim letzten Versuch wieder 3 Wochen vergangen, nach denen es schlimm wird und ich habe große Angst, dass das alles nicht mehr weggeht.

Hat jemand einen Rat für mich? Danke!
Zuletzt geändert von Annanas am 24.05.2020 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername u Wirkstoff im Titel ergänzt
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Aktuelle Situation:
- 1.5.2020 Citalopram von 2,5mg auf 0mg
- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
- 26.5.2020 Citalopram von 0 auf 0,5mg


- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

- 27.06. weiterhin leichte Symptome, aber Verbesserung und recht stabil: stressanfälliger, leichter Tinnitus, Stimmung oft gedrückt

Sonstiges:
- Anfang 2020 Eisenmangel-Anämie wg starker Menstruation aufgrund von Endometriose. 3 Monate ferro sanol, Blutbild Ende April wieder ok.
- jeden Monat für 2 Wochen täglich "Magnesium + Calcium + Vitamin D3" Brausetabletten wegen PMS (unendliche Müdigkeit, Gereiztheit, Wut, Traurigkeit)

Sonne27
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Schikopudding,

Es tut mir leid, das du so leidest. Diese Symptome sind typische Absetzsymptome.

Es war denkbar ungünstig das du 2 Medikamente so unmittelbar hintereinander abgesetzt hast.
Wir hier im Forum empfehlen immer nur ein Medikament, zu Reduzieren.
Wir raten hier zu einer Reduzierung von höchstens 10% um Entzugssymptome zu minimieren.

Es empfiehlt sich, da du noch nicht solange auf 0mg bist eine kleine Menge beider Medikamente wieder einzudosieren.

Ich glaube nämlich, das der Citalopram Entzug bei deinen Entzugssymptome mit rein spielt, Entzugssymptome treten meist Zeitverzögert auf und 1 Woche auf 0 ist keine Lange Zeit.

Zwecks der Wiedereindosierung würde ich je Medikament nicht mehr als 1mg empfehlen, allerdings würde ich dich bitten diesbezüglich noch auf die Meinung der erfahrenen Mitglieder hier zu warten, durch die Wiedereindosierung können Entzugssymptome Abgefangen werden.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]

Schokopudding
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Liebe Sonne,

Danke für deine Antwort! Ich war in dem Moment so motiviert, die Medis endlich loszuwerden. Die Insidon Tropfen haben mich nach dem Absetzen von Citalopram beim Einnehmen einfach nur noch angewiedert, das hatte ich all die Jahre nicht und dachte mir, wann wenn nicht jetzt. Durch die aktuelle Pandemiesituation arbeite ich Zuhause, vom Pensum auch sehr sehr reduziert, es steht kein Urlaub und keine Veranstaltung an. Eigentlich perfekt, da alle üblichen Ausreden grade nicht da sind und ich Ruhe habe.

Ich bin mir so unsicher, ob ich es einfach aussitzen soll oder nicht. "Normale" depressive Phasen gehen auch wieder und im besten Fall geht es in ein paar Wochen wieder bergauf. Durch die vielen Erfahrungsberichte habe ich aber grade große Angst davor, dass es nicht so sein wird. Das kann mir leider niemand vorher sagen, ich weiß.

Es wäre toll, wenn mir noch jemand einen Rat geben könnte, was er*sie tun würde. Letztendlich wäre ich mit 1mg schon weiter als vorher, auch wenn sich ein Wiedereinstieg erneut nach aufgeben anfühlen würde.

Liebe Grüße
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Aktuelle Situation:
- 1.5.2020 Citalopram von 2,5mg auf 0mg
- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
- 26.5.2020 Citalopram von 0 auf 0,5mg


- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

- 27.06. weiterhin leichte Symptome, aber Verbesserung und recht stabil: stressanfälliger, leichter Tinnitus, Stimmung oft gedrückt

Sonstiges:
- Anfang 2020 Eisenmangel-Anämie wg starker Menstruation aufgrund von Endometriose. 3 Monate ferro sanol, Blutbild Ende April wieder ok.
- jeden Monat für 2 Wochen täglich "Magnesium + Calcium + Vitamin D3" Brausetabletten wegen PMS (unendliche Müdigkeit, Gereiztheit, Wut, Traurigkeit)

Sonne27
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Sonne27 »

Hey,

Leider können Entzugssymptome aber auch Monate oder gar Jahre anhalten.

Ich würde es an deiner Stelle nicht aussitzen wollen denn wie du schon selbst sagst du weißt nicht zu welcher Gruppe gehörst, dieses Risiko wäre mir zu groß.

LG
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
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Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
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•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
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vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
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Schniepchen
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schniepchen »

Hallo Schokopudding,

ich würde auch wieder eindosieren. Es heißt hier glaub ich, nach 4-6 Wochen geht das noch. Ich hatte auch schon mal Opipramol von 75mg auf 0 runter für ca. 4 Wochen, und nachdem das nicht mehr ging von den Symptomen, bin ich wieder auf die 75mg, ohne Probleme, alles war wie vorher. (damals kannte ich das Forum noch nicht, sonst hätte ich sowohl absetzen als auch wieder eindosieren anders gemacht).

Auf welchen Betrag Du wieder eindosieren solltest, weiß ich nicht, da haben andere mehr Erfahrung. Aus dem Bauch heraus würde ich (die ich da eher auf der sicheren Seite bin und keine Erfahrung habe) wohl Insidon entweder wieder 1 Tropfen nehmen, oder 1 Tropfen-10%, Citalopram nur wenig, so wie es hier oft vorgeschlagen wird.

Ansonsten darfst Du sowas wie "Aufgeben", "Versager" nicht denken. Es hat ja nichts mit Willenskraft zu tun, ob es klappt oder nicht, sondern ist bloße Chemie. Außerdem bist Du absetztechnisch doch schon tierisch weit gekommen, ich wünschte, ich wäre schon soweit.

Darf ich fragen, wie das Absetzen von 100mg Opipramol bei Dir geklappt hat? Wie schnell und wieviel hast Du reduziert, hattest Du Symptome? Da hattest Du nichts dazu geschrieben, wäre für mich interessant, da ich ja auch Opipramol nehme und dazu gibt es nicht soviele Erfahrungsberichte.

Viele Grüße
Schniepchen
[spoil]Opipramol (wegen Schlafstörungen):
seit Juni 2010: 75mg (selten und kurz mal mehr)
erster Absetzversuch 2013: 0mg -> erste 2 Wochen gut, aber immer weniger geschlafen, nach 3-4 Wochen ca. 5Std. Schlaf, damit kam ich auf Dauer nicht mehr aus -> wieder 75mg Rest s. unten

Zolpidem:
immer wieder mal, in den letzten Wintern vor 18/19 aber längere Zeit am Stück (meist 2,5mg) und dann direkt weggelassen (1-2 schlechte Nächte im Anschluß, dann ok)
ab Winter 2018/19 s. unten

Code: Alles auswählen

seit		Opipramol	Zolpidem						Bemerkung
Juni 2010	 75  mg									außer 5 Wochen 2013
26.8.18		100  mg
28.8.-18.9.18			2,5-5mg (sehr variabel, auch mal 0mg)
17.11.18-4.1.19			2,5-5mg (sehr variabel, auch mal 0mg)
5.1.19				0 mg
17.1.19		 87,5mg
Mitte Feb 19			im Schnitt 5mg (unregelm. Einnahme zw. 2,5 und 10 mg)	Belastung von außen und Krankheit
				meist 2,5 mg und dann noch mal 1,25-2,5mg vormittags
22.3.19		 83,3mg
15.4.19		100  mg									keine Absetzsymptome, "sicherheitshalber" (äußere Belastung und Krankheit)
Ende Mai 19			im Schnitt 3mg (weiter unregelm. Einnahme)
27.8.19				2,5mg regelm. Einnahme
7.9.19				1,875mg
1.4.20				1,625mg
8.4.20				1,375mg
11.4.20				1,25mg
16.4.20		87,5mg
27.4.20		95,8mg
Einnahme- Hintergrund:
Schlafstörungen vor Opipramol nicht so massiv, aber wegen Zusammenhang Schlafstörungen - Infektanfälligkeit war Opipramol damals ein Versuch.
Inzwischen andere Ursachen für Infektanfälligkeit gefunden, die ich aktuell folgendermaßen behandele (länger dauernd) ->

Andere Behandlungen und Einflussfaktoren:
Schwermetallausleitung (DMPS), Darmsanierung, Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine usw.), Neuraltherapie, Pflanzentinkturen (leider viel Alkohol).

Leider durch Situation Krankheit-Arbeit(slosigkeit) insgesamt verstärkt Sorgen/Stress[/spoil]

Letztes Update 30.4.20

padma
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von padma »

hallo Schokopudding, :)

auch von mir wilkommen.

Wie Sonne :) schon geschrieben hat, war es sehr ungünstig, gleich 2 AD abzusetzen.

Ich würde jetzt zunächst nur Insidon wiedereindosieren und zwar einen halben Tropfen. Das geht mit der Wasserlösemethode, der link dazu ist in den Grundlageninfos in unserem Begrüssungstext verlinkt, den ich dir hier mit einstelle.

Je nachdem wie es sich entwickelt, könntest du in ein paar Tagen evt. auch noch Citalopram, zunächst 0,5 mg wiedereindosieren


Hier der Begrüssungstext:

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

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[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
padma

P.S. überschnitten mit Schniepchen :)
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Schokopudding
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Danke für eure Antworten, das freut mich sehr und hilft mir wirklich weiter. Ich sehe ja ein (und merke), dass zwei ADs aufeinmal abzusetzen zuviel war.
padma hat geschrieben:
24.05.2020 18:39
Ich würde jetzt zunächst nur Insidon wiedereindosieren und zwar einen halben Tropfen. (...)
Je nachdem wie es sich entwickelt, könntest du in ein paar Tagen evt. auch noch Citalopram, zunächst 0,5 mg wiedereindosieren
Hallo padma, mit diesem Vorschlag kann ich sehr gut leben! Danke dir! Ich probiere das direkt ab morgen so. Vielleicht hilft es ja bereits. Kannst du mir sagen, wieso du es in dieser Reihenfolge machen würdest? Mich wundert, dass 2,5mg Citalopram noch zuviel zum Absetzen sind, denn selbst dafür habe ich meine Tabletten schon vierteln müssen. Das würde unter "normalen" Umständen auch schon niemand machen und ich dachte immer, ich wäre da einfach zu empfindlich... Bzw bin ich immer davon ausgegangen, dass ich die Medis einfach viel zu früh bekommen habe, als das Gehirn noch in der Entwicklungsphase war und deshalb das Absetzen nicht mehr richtig funktioniert.
Schniepchen hat geschrieben:
24.05.2020 18:18
Darf ich fragen, wie das Absetzen von 100mg Opipramol bei Dir geklappt hat? Wie schnell und wieviel hast Du reduziert, hattest Du Symptome?
Hallo Schniepchen und danke für deine Worte. Leider werde ich dir wenig weiterhelfen können. Es ist sehr lange her und ich war jung, die ganze Anfangszeit war turbulent - ich habe das wahrscheinlich "einfach gemacht" und dann wieder ewig mit einer niedrigen Dosis gelebt. Ich hatte schon immer Angst vor Medikamenten, da war die Angst einer hohen Dosis wahrscheinlich größer als die Angst vor Nebenwirkungen vom Runterdosieren.

Habt einen schönen Abend, ich werde mich wieder melden.
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

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- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Aktuelle Situation:
- 1.5.2020 Citalopram von 2,5mg auf 0mg
- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
- 26.5.2020 Citalopram von 0 auf 0,5mg


- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

- 27.06. weiterhin leichte Symptome, aber Verbesserung und recht stabil: stressanfälliger, leichter Tinnitus, Stimmung oft gedrückt

Sonstiges:
- Anfang 2020 Eisenmangel-Anämie wg starker Menstruation aufgrund von Endometriose. 3 Monate ferro sanol, Blutbild Ende April wieder ok.
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Jamie
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Jamie »

Hallo Schokopudding, :)

willkommen im Forum.
Hallo padma, mit diesem Vorschlag kann ich sehr gut leben! Danke dir! Ich probiere das direkt ab morgen so. Vielleicht hilft es ja bereits. Kannst du mir sagen, wieso du es in dieser Reihenfolge machen würdest?
Ich bin nicht padma, antworte aber dennoch ;).
Da du das Opipramol als letztes abgesetzt hast, würde ich auch damit anfangen es wieder einzudosieren.

Die Mengen, die Padma :) vorschlug, finde ich passend.

Opipramol kann sedierend wirken (muss nicht) und könnte somit den Entzug etwas abfangen.

Ein paar Tage später könntest du dann mit dem Citalopram anfangen und schauen wie es wirkt.
Nur bitte beides nicht gleichzeitig eindosieren, sonst weiß man nicht woher Probleme rühren, wenn sie denn auftreten.

Womöglich, wenn du Glück hast, könnte das Eindosieren eines Präparats ausreichen, um den Entzug abzufangen, aber das wird sich weisen.

Viele Grüße
Jamie
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Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Straycat »

Hallo Schokopudding,

auch von mir herzlich willkommen in unserer Runde :)
Schokopudding hat geschrieben:
24.05.2020 20:39
Mich wundert, dass 2,5mg Citalopram noch zuviel zum Absetzen sind, denn selbst dafür habe ich meine Tabletten schon vierteln müssen. Das würde unter "normalen" Umständen auch schon niemand machen und ich dachte immer, ich wäre da einfach zu empfindlich... Bzw bin ich immer davon ausgegangen, dass ich die Medis einfach viel zu früh bekommen habe, als das Gehirn noch in der Entwicklungsphase war und deshalb das Absetzen nicht mehr richtig funktioniert.
Ich weiß, es kommt einem schon sehr vorsichtig vor, wenn man in solchen Schritten absetzt, weil Ärzte einem oft ein viel schnelleres Vorgehen empfehlen. Allerdings sind auch 2,5mg leider noch kein "Klacks", den man eben mal schnell weglassen könnte.
Es ging mir vor 3,5 Jahren nicht anders als dir (nur war es bei mir Escitalopram) und es hat mir einen protrahierten Entzug eingebrockt.

Mir hat es sehr geholfen mich mit der Wirkungsweise von SSRI und der Rezeptorenbelegung auseinanderzusetzen. So habe ich besser verstanden, weshalb auch das Absetzen von so kleinen Dosen noch so problematisch ist.
Ich verlinke dir hier mal unseren Thread zur Rezeptorenbelegung bei SSRI/SNRI

Das fiese ist, dass all diese Psychopharmaka nicht in geeignet kleinen Dosierungen erhältlich sind. Die Hersteller haben leider kein Interesse daran, den Anwendern ihrer Präparate geeignete Mittel an die Hand zu geben, um diese auch risikoarm wieder reduzieren und ausschleichen zu können.
Und auch die Ärzte sind sich häufig der Absetzprobleme nicht wirklich bewusst oder negieren diese sogar. So kommt es dazu, dass man sich selbst mit Methoden wie der Wasserlösmethode, Kügelchen zählen (bei Präparaten die kleine Kügelchen in Kapseln enthalten) oder Feinwaagen herumschlagen muss. Das kommt einem dann schnell mal schon fast übertrieben vor, weil das ja "normalerweise" nicht so gemacht wird.

Allerdings zahlt es sich wirklich aus, hier achtsam damit umzugehen und langsam und schonend zu reduzieren.
Klar kann man es auch einfach aussitzen, aber damit ist immer auch die Gefahr verbunden, dass man in einen protrahierten Entzug rutscht und dann sehr lange mit Symptomen zu kämpfen hat (wie Sonne :) auch schon erwähnt hat).

Zum Wiedereindosieren haben dir padma :) und Jamie :) ja schon geantwortet.
Zur Info auch hier der Link zu unseren FAQ zur Wiedereindosierung falls du noch etwas dazu nachlesen willst.

Ich drücke dir die Daumen, dass die Wiedereindosierung gut klappt und deine quälenden Symptome bald nachlassen :)

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
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Schokopudding
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Hallo cat, danke für die Worte und danke auch für den Link mit den Rezeptoren. Es scheint ja niemand wirklich zu wissen, was da eigentlich alles im Körper passiert.

Gestern Abend bekam ich noch Tinnitus und hatte ein Gefühl im Kopf, als wenn man mit dem Fahrrad über Kopfsteinpflaster fährt (schwer zu erklären). Kann aber auch einfach daran liegen, dass ich zur Zeit meine Tage habe, was auch immer Probleme bereitet.

Der halbe Tropfen Insidon heute morgen war ok, ist irgendwie ein vertrautes Gefühl und die Unruhe lässt nach.

Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass ich in den nächsten Tagen mit Citalopram wieder einsteigen werde (mit den 0.5mg wie vorgeschlagen) und den letzten Rest ganz langsam wegdosiere. Je mehr ich darüber lese, was sonst passieren kann, desto mehr Panik bekomme ich davor. Bei manchen treten nach mehreren Monaten plötzlich Zusammenbrüche auf und sie sind für Jahre nicht mehr arbeitsfähig. Oh man, das kann doch nicht wahr sein...

Wahrscheinlich eignet sich für mich nur die Wassermethode, weil ich mit einer Feinwaage bei 0.5mg nicht viel anfangen kann, oder? Dann hole ich mir nachher noch eine Spritze aus der Apotheke.

Ich danke euch allen echt für die Unterstützung, es ist toll was ihr hier macht!
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Straycat »

Hallo Schokopudding,
Schokopudding hat geschrieben:
25.05.2020 13:25
Gestern Abend bekam ich noch Tinnitus und hatte ein Gefühl im Kopf, als wenn man mit dem Fahrrad über Kopfsteinpflaster fährt (schwer zu erklären). Kann aber auch einfach daran liegen, dass ich zur Zeit meine Tage habe, was auch immer Probleme bereitet.
Das kann durchaus ein Absetzsymptom sein. Bei mir verstärken sich die Symptome auch immer rund um die Periode und rund um den Eisprung.
Schokopudding hat geschrieben:
25.05.2020 13:25
Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass ich in den nächsten Tagen mit Citalopram wieder einsteigen werde (mit den 0.5mg wie vorgeschlagen) und den letzten Rest ganz langsam wegdosiere. Je mehr ich darüber lese, was sonst passieren kann, desto mehr Panik bekomme ich davor. Bei manchen treten nach mehreren Monaten plötzlich Zusammenbrüche auf und sie sind für Jahre nicht mehr arbeitsfähig. Oh man, das kann doch nicht wahr sein...
Ich denke ich würde das an deiner Stelle auch tun. Alles besser als ein protrahiertes Entzugssyndrom. Und du bist erst 1 Woche auf 0mg, da kann eine Wiedereindosierung definitiv noch gut klappen.
Schokopudding hat geschrieben:
25.05.2020 13:25
Wahrscheinlich eignet sich für mich nur die Wassermethode, weil ich mit einer Feinwaage bei 0.5mg nicht viel anfangen kann, oder? Dann hole ich mir nachher noch eine Spritze aus der Apotheke.
Ja ich denke auch, dass die Wasserlösemethode dafür am geeignetsten ist. Feinwaagen die auf so viele Nachkommastellen genau arbeiten gibt es kaum oder sogar gar nicht.

Ich wünsch dir alles Gute und drücke die Daumen, dass die Wiedereindosierung gut klappt!
Liebe Grüße,
Cat
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Straycat hat geschrieben:
25.05.2020 13:55
Ich denke ich würde das an deiner Stelle auch tun. Alles besser als ein protrahiertes Entzugssyndrom. Und du bist erst 1 Woche auf 0mg, da kann eine Wiedereindosierung definitiv noch gut klappen.
Hallo Cat, etwas länger ist es schon her. Insidon seit 8.5. (nehm ich seit heute aber wieder) und bei Citalopram ist es bereits 25 Tage her, seit 1.5. ... Ich hoffe es klappt trotzdem! Blöde Frage... Woran merke ich, dass es nicht klappt? Wenn es nicht so wird wie vorher? Sorry ich will euch nicht nerven mit sovielen Fragen, aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr Fragen kommen.

Viele Grüße!
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
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- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Jamie »

Hallo Schokopudding,

PS netter Nickname :)
Blöde Frage... Woran merke ich, dass es nicht klappt? Wenn es nicht so wird wie vorher?
Dass alles so wird wie früher wäre der Idealzustand, den du aber nicht unbedingt erwarten darfst.
Es wäre schon einiges gewonnen, wenn die Wiedereinosierung Teile deiner Symptome abfangen und lindern würde.
Dann wäre die Wiedereinnahme geglückt. 👍🏼
Aber vielleicht wird es ja auch eine wirklich starke Besserung geben, ich drücke die Daumen.
Wir hatten schon Fälle, wo bereits die allererste Dosis bei der Wiedereinnahme zu frappierenden Besserungen führte.

Wichtig ist vor allem, dass man die Wiedereinnahme der Substanz verträgt.
Es kann zu Unverträglichkeitsreaktionen oder gar paradoxen Reaktionen kommen, aber das meistens nur, wenn die gewählte Wiedereinstiegsdosis zu hoch ist oder zu viel Zeit vergangen ist.
Aus diesem Grund haben wir dir auch alle zu sehr niedrigen Dosierungen geraten.

Mit diesen niedrigen Dosierungen wird dir, selbst falls du unverträglich oder paradox reagieren solltest, kein Schaden entstehen, höchstens einige Tage vermehrte Symptome, aber keine schweren Reaktionen.
Deswegen ist es auch so wichtig, niemals eine zu hohe Wiedereinstiegsmenge zu wählen.
Aufdosieren kann man zu jedem beliebigen Zeitpunkt immer noch.

PS2 du nervst nicht. Wir wissen, dass es viele Fragen gibt ;).
Lieber einmal mehr gefragt als etwas Wichtiges nicht verstanden.

Grüße
Jamie
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Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
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    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
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° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Straycat »

Hallo Schokopudding,

oh, da hatte ich mich verlesen, sorry.
Zu deiner Frage hat dir Jamie :) schon geantwortet.

Alles Gute,
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Hallo an euch, ich wollte mal berichten..

Danke Jamie für das Beantworten meiner Fragen! Ihr seid alle wirklich eine große Hilfe.

Seit gestern nehme ich wieder Citalopram 0,5mg. Bis jetzt verlaufen die Tage gleich: Nach dem Aufwachen überkommt mich eine innere Unruhe, Nervosität im Bauch, ich bin richtig aufgeregt. Gegen 8 nehme ich beide Medikamente, so wie auch vor dem Absetzen. Die Unruhe hält bis zum späten Vormittag, gegen Mittag wird es besser und mich überkommt eine große Müdigkeit. Das ist in dem Moment beruhigend, da diese furchtbare Unruhe aufhört.

Mir kreisen Themen im Kopf rum, mit denen ich mich seit Jahren beschäftige (Lebensentwurf, möglicher Jobwechsel, sowas halt), aber intensiver als sonst. Auch das macht mich wieder total nervös, da ich zu keinem Ergebnis komme. Ich fühle mich wie ein Huhn ohne Kopf, das nicht weiß wo es hinläuft.

In meinem blinden Aktionismus habe ich mir einen Termin bei meinem Psychiater geholt. Dort war ich seit Jahren nicht, hab mir immer nur mein Rezept beschafft, da es mir ja (mal mehr oder weniger) gut ging und ich mich gar nicht damit beschäftigen wollte. Jetzt ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, weil ich ja schon sehr lange merke, dass es Themen gibt, mit denen ich allein nicht weiterkomme...

In meiner Apotheke habe ich mal interessehalber nachgefragt, wie es mit individuellen Dosen aussieht. Sie war nicht abgeneigt, sagte aber auch, dass sie schon lange keine eigenen Kapseln mehr hergestellt haben und man dann im Falle das mal individuell durchspielen müsste. Ich bin wieder erstaunt über mich selbst, was Unruhe/Angst mit mir macht. Damit werde ich aktiv, beginne mich zu kümmern und spreche Menschen an. Ich bin sonst wirklich das Gegenteil. :zombie:

Bin gespannt wie es die nächsten Tage wird. Ich hatte ganz vergessen wie ätzend innere Unruhe ist, die kenne ich leider schon sehr sehr lange, wenn auch nicht so massiv wie jetzt. Ich hoffe das wird nicht schlimmer.

Liebe Grüße
Jamie hat geschrieben:
25.05.2020 16:54
PS netter Nickname :)
:) Warmer Schokopudding ist Balsam für die Seele!
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Aktuelle Situation:
- 1.5.2020 Citalopram von 2,5mg auf 0mg
- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
- 26.5.2020 Citalopram von 0 auf 0,5mg


- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

- 27.06. weiterhin leichte Symptome, aber Verbesserung und recht stabil: stressanfälliger, leichter Tinnitus, Stimmung oft gedrückt

Sonstiges:
- Anfang 2020 Eisenmangel-Anämie wg starker Menstruation aufgrund von Endometriose. 3 Monate ferro sanol, Blutbild Ende April wieder ok.
- jeden Monat für 2 Wochen täglich "Magnesium + Calcium + Vitamin D3" Brausetabletten wegen PMS (unendliche Müdigkeit, Gereiztheit, Wut, Traurigkeit)

Straycat
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Straycat »

Hallo Schokopudding,

diese morgendliche Unruhe könnte an der frühmorgendlichen Cortisol-Ausschüttung liegen.
In diesem Thread wird das näher erklärt: viewtopic.php?f=50&t=15126

Was einigen Betroffenen dagegen hilft: Wenn die Unruhe morgens zuschlägt ein kleines Stück Schokolade oder ein Stück eines Müsliriegels oder ähnliches essen. Das hebt den Insulinspiegel, der quasi wie ein Gegenspieler zum Cortisol fungiert.
Vielleicht magst du das ja mal ausprobieren?

Alles Gute weiterhin - du schaffst das :hug:
Liebe Grüße,
Cat

P.S.: Warmer Schokopudding ist wirklich ein Seelentröster ;-)
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Schokopudding
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Danke Cat, das klingt schlüssig. Ich esse morgens meistens Müsliriegel, das hilft also leider schonmal nicht.

Wielange wartet man jetzt eigentlich, ob die Wiedereindosierung funktioniert hat? Also nicht, dass ich etwas reduzieren möchte, ich frage mich eher, ab wann ich höher dosieren sollte.

Wisst ihr, das Problem ist, ich habe so große Angst. Angst, dass nicht in ein paar Wochen alles überstanden ist, sondern dass ich jetzt monatelang depressiv und unruhig rumsitze oder es sogar schlimmer wird.

Vielleicht hätte ich auch einfach mit meinen 2,5mg Citalopram leben sollen :(

Nachtrag: ich lese grade in der Fragenliste 10-14 Tage soll man abwarteb... Haleluja.
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
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Citalopram:
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- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
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Insidon:
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- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
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Aktuelle Situation:
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- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
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- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

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Sonstiges:
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padma
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von padma »

hallo Schokopudding, :)

du hast jetzt doch schon beide Medikamente mit nur einem Tag Abstand wiedereindosiert, das war etwas sehr rasch. Ich würde jetzt mindestens 14 Tage abwarten.
Mir kreisen Themen im Kopf rum, mit denen ich mich seit Jahren beschäftige (Lebensentwurf, möglicher Jobwechsel, sowas halt), aber intensiver als sonst. Auch das macht mich wieder total nervös, da ich zu keinem Ergebnis komme.
Das verstärkte Gedankenkreisen ist vermutlich auch absetzbedingt. Es sind natürlich wichtige Themen, solange man unter Entzugssymptomen leidet, trifft man jedoch besser keine weitreichenden Entscheidungen.
Jetzt ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, weil ich ja schon sehr lange merke, dass es Themen gibt, mit denen ich allein nicht weiterkomme...
Da wäre ein Psychotherapeut vielleicht ein geeigneterer Ansprechpartner (es sei denn du hast grosses Glück mit deinem Psychiater). Ein Psychotherapie ist ja viel intensiver, Psychiater haben meist nur ein paar Minuten pro Patient und setzten v.a. auf Medikamente.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Schokopudding
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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Hallo padma,

ich kann zu allem nur sagen: ich weiß, ich weiß... Ich kann mit diesen Symptomen schlecht umgehen. Sie triggern genau die Gefühle, die ich damals hatte, als alles begann. Das war eine einschneidende Zeit und ich möchte nie wieder dahin zurück. Deshalb habe ich nicht länger abgewartet, ich wollte einfach nur dass es weggeht. Ich versuche grade zu akzeptieren, dass es nun halt so ist und dass es vorbei geht, so wie bis jetzt jede schlechte Phase vorbeiging.

Eine Therapie war mein Hintergedanke. Dazu brauche ich sicher eine Überweisung und eine Einschätzung, welche Art Therapie sinnvoll sein könnte. Diese Infos erhoffe ich mir von meinem Psychiater, der übrigens auch Neurologe ist. Vielleicht hat er ja Verständnis für die Absetzproblematik, aber ich gehe nicht davon aus.

Ich übe mich jetzt erstmal in Geduld und melde mich, wenn es etwas neues gibt.

Lieben Dank und viele Grüße
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Aktuelle Situation:
- 1.5.2020 Citalopram von 2,5mg auf 0mg
- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
- 26.5.2020 Citalopram von 0 auf 0,5mg


- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

- 27.06. weiterhin leichte Symptome, aber Verbesserung und recht stabil: stressanfälliger, leichter Tinnitus, Stimmung oft gedrückt

Sonstiges:
- Anfang 2020 Eisenmangel-Anämie wg starker Menstruation aufgrund von Endometriose. 3 Monate ferro sanol, Blutbild Ende April wieder ok.
- jeden Monat für 2 Wochen täglich "Magnesium + Calcium + Vitamin D3" Brausetabletten wegen PMS (unendliche Müdigkeit, Gereiztheit, Wut, Traurigkeit)

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Re: Schokopudding: Absetzen von Citalopram und Insidon (Opipramol) ein Fehler?

Beitrag von Schokopudding »

Hallo ihr lieben, wollte mich mal melden. Es hat sich nichts verändert seit der Wiedereindosierung vor 7 Tagen. Morgens nach dem Aufwachen massive innere Unruhe, die hält meistens bis zum späten Nachmittag an. Verbunden mit wenig Appetit/flau im Magen und Gedankenkreisen, ununterbrochen, ebenfalls bis nachmittags. Ich versuche mir zu sagen, dass das nicht meine Psyche ist, sondern der Entzug und versuche das Gedankenkreisen zu stoppen, indem ich mir immer wieder sage, dass ich dieses und jenes Problem heute nicht lösen kann und ich deswegen nicht darüber nachdenken sollte. Funktioniert nicht wirklich. Bin außerdem ab mittags sehr müde.

Ich wünsche euch schöne Pfingsten
2003 Diagnose Panikattacken, Sozialphobie, Agoraphobie

- seit 2005 (Ich war 18) Citalopram 20-40mg und Opipramol 50-100mg
- Stabilisierung des Zustandes, Panikattacken sind im Griff, wiederkehrende mittelschwere Episoden bis heute immer mal wieder
- irgendwann Reduzierung Citalopram auf 10mg
- 2014 erster Absetzversuch: Vorschlag des Psychiaters, die Medikamente jeden 2. Tag zu nehmen. Die erste Woche verlief gut, fast manisch, danach ging es bergab und nach 3 Wochen habe ich sie wieder täglich genommen, weil ich das depressive Loch nicht ausgehalten habe.

Citalopram:
- ab 2005 20-40mg, dann jahrelang 10mg
- 3.11.2018 von 5 auf 2,5mg, ohne Probleme
- 1.5.2020 von 2,5mg auf 0
- die ersten Tage Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Unruhe), dann ok
- seit 26.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Insidon:
- ab 2005 Opipramol 50-100mg, nach Jahren Wechsel zu Insidon (Tropfen) wegen besseren Runterdosierens
- 2015 Insidon von 3 (12,45mg) auf 2 Tropfen (8,3mg), im Nachhinein betrachtet war das vielleicht der Auslöser für eine halbe Lebenskrise
- 2017 Insidon von 2 Tropfen (8,3mg) auf 1 Tropfen (4,15mg), ohne Probleme
- 8.5.2020 von 1 Tropfen auf 0
- 25.5.2020 wieder eindosiert wegen depressiver Stimmung, Gedankenkreisen, massive innere Unruhe

Aktuelle Situation:
- 1.5.2020 Citalopram von 2,5mg auf 0mg
- 8.5.2020 Insidon von 4,15mg auf 0mg
- 25.5.2020 Insidon von 0 auf 2,075mg
- 26.5.2020 Citalopram von 0 auf 0,5mg


- 14.6. weiterhin Symptome, aber schwächer ausgeprägt als vor der Wiedereindosierung: Stimmungsschwankungen mehrmals täglich (Nervosität, Depression, gut fühlen), wenig bis kein Appetit morgens

- 27.06. weiterhin leichte Symptome, aber Verbesserung und recht stabil: stressanfälliger, leichter Tinnitus, Stimmung oft gedrückt

Sonstiges:
- Anfang 2020 Eisenmangel-Anämie wg starker Menstruation aufgrund von Endometriose. 3 Monate ferro sanol, Blutbild Ende April wieder ok.
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