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Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

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Hunter0011
Beiträge: 28
Registriert: 18.05.2020 19:52

Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hallo liebes Forum,

Nach einer wieder schwierigen Zeit bin ich jetzt auf euch gestoßen - ich denke hier bin ich richtig!

Ich bin männlich, 37 Jahre, verheiratet und habe seit 5 Monaten eine kleine Tochter. Hier ist meine Geschichte:

Ich bin ein sehr emotionaler und einfühlsamer Mensch, etwas, das mich gerade in meinem männlichen Freundeskreis heraushebt.

Rückblickend hatte ich meine erste Depression im Jahr 2000 - mit 17 Jahren. Ich war seit mehreren Monaten in meiner ersten richtigen Beziehung und habe sie über alles geliebt, ich war fast schon abhängig. Nachdem sie Schluss machte, brach eine depressive Phase aus, die ich jedoch mit Liebeskummer verwechselte.
Relativ ähnlich lief es danach mit Beziehung Nr.2.
Im Jahr 2002 lernte ich wieder eine tolle Frau kennen und ein Verhältnis bahnte sich an, sie ging jedoch beruflich erstmal 3 Monate ins Ausland. In dieser Zeit setzte ich mich enorm unter Druck, damit alles mit der Dame klappt, im März 2002 bekam ich dann in der U-Bahn meine erste Panikattacke. Da herzsymptome im Vordergrund standen, war ich der Meinung an einem Herzleiden erkrankt zu sein, ein Ärzte-Marathon begann und anschließend eine Verhaltenstherapie, die mir jedoch kaum etwas beachte. Zu dieser Zeit nahm ich erstmals ein AD - Citalopram, was ich nach wenigen Monaten wieder absetzte.

Danach versuchte ich mit meinen zu leben, mittlerweile hatte ich auch immer wieder zwangsgedanken. Meine jetzige Frau lernte ich 2003 kennen, mein Leben, das ich bis dahin absolut genoß verschlechterte sich, ich legte mir ein immer dickeres Fell zu um die Ängste abzuwehren, es klappte ganz gut, gleichzeitig entwickelte ich einen enormen Ehrgeiz (anscheinend eine Art Ventil). Dieser pushte mich zu einem sehr erfolgreichen Jura-Studium. Nach diesem Studium stand 2012 der Umzug zu meiner damaligen Frau statt. Dies war der Auslöser der bisher größten Krise, nicht falsch verstehen, ich liebe sie über alles, jedoch war es schrecklich für mich, meine Freiheit aufzugeben. Zudem war ich da schon sehr sehr abgestumpft und konnte mit dem Wohnort nichts anfangen. In mir schwelte daher der Konflikt Trennung oder Akzeptanz, kurzum, eine mega Depression, die mich in eine Klinik brachte, nahm mir die Entscheidung erstmal an und alles blieb so wie es war.in der Klinik erhielt ich 50 mg sertralin. Zeitweise ging’s mir echt sehr schlecht und der Aufenthalt war gut. Ich erkannte meine Umgebung kaum mehr wieder, war inhaltlich leer.

Danach versucht ich mein Leben, das absolut freudlos verlief weiterzuleben, ich hing mich wieder voll in den Job rein. Im dieser Zeit erhöhte ich nach Absprache mit dem Arzt sukzessive auf 150 mg, jede schlechte Phase wurde erhöht. Mit ging’s im November 2015 nicht gut, jedoch auch nicht schlecht, daher entschied ich mich zur Reduktion. Let Psychiater sollte ich von Ende nov 15 bis Anfang Januar 16 auf 0 sein, was ich dann auch war. Merken konnte ich zunächst nur zaps, Gereiztheit und sexuelle Überempfindlichkeit, was ich in meinem Leben so noch nicht kannte. Tja, der Hammer kam im März - enorme innere Unruhe, schwere depressive Verstimmung, körperliche Symptome. Arzt meinte Depression sei zurück, ein USA Urlaub stand an, den ich auf drängen des Arztes auch machte - es war der Horror! Ich hatte in dieser Zeit jedoch auch positive ( nur ganz leicht) abends manchmal Spaß beim Filme gucken, aber die hilf- und Hoffnungslosigkeit war überwältigend. Ich hatte mich davor schon zu einem Jobwechsel zum 1.5. entschieden, trat die Stelle mehr oder weniger fit zum 1.6. an.

Danach ging’s mir im März 2017 wieder gut, im Oktober 2017 ging ich von 150 auf 100 mg, was ich relativ gut verkraftete.
Nebenbei bin ich seit Juli 2016 in tiefenpsychologischer Therapie.
Im April 2018 entschied ich mich weiter zu reduzieren, mir fehlte was im Leben, der Spaß, die Lust auf sex und Emotionen! Die Reduktion von 100 mg auf 50 mg war zu heftige, krasse Symptome, insbesondere innere Unruhe, Weinerlichkeit und brutale Hilflosigkeit machten mich 2 Wochen arbeitsunfähig, ich war nicht mehr so abgestumpft, spürte die Symptome daher mehr, auch die positiven - Lust auf sex sowie ganz viele schöne Erinnerungen, die mir zT in den Kopf kamen.

Mittlerweile habe ich eine herausgehobene Position in der neuen Arbeit und ich beschloss, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht und eine Familie gründen zu wollten. Die kleine kam im Dezember zur Welt und ich war sofort der überfürsorgliche Papa. Ich entwickelte wieder ärgerliche Gedanken, Wut über die Familie meiner Frau, da uns die sehr auf die Pelle rückten, überhaupt kam wieder der Wohnortkonflikt hoch. Trotzdem, gerade weil ich mich total mechanisch von den Tabletten fühlte, keine Lust auf Sex und auch kein Interesse für die alltäglichen Dinge empfand, wahre ich eine Reduktion am 1.4.20. dazu teilte ich eine der beiden 50 mg Tabletten zur Hälfte und legte die andere Hälfte in den tablettenzerteiler, jedoch war es dann doch etwas ungenau, so dass ich wohl statt der beabsichtigten 87,5 mg jeden Tag eine leicht abweichende Menge einnahm. Die ersten 2-3 Wochen ging’s ganz gut, nur Müdigkeit, leichte Gliederschmerzen, dazu teilweise Weinerlichkeit. Ab Woche 4 bekam ich dann heftige innere Unruhe mit Magenschmerzen, Appetit is bis heute kaum da, brutale Müdigkeit, schwere Beine, Gliederschmerzen, Verzweiflung, Depression und Nebel im Kopf. Schuldgefühle hatte ich da ich mich nicht um meine kleine kümmern konnte, zudem hatte ich heftige zwangsgedanken. Ebenso hatte ich übernäßig viel Durst und ein RCS, der Augenarzt meinte die einzige augenerkrankung, die durch Stress verursacht wird. Ca 10.5. bin ich wieder auf 100mg hoch, zuerst kam’s zu einer Verschlimmerung. Trotzdem, es kam so viel zurück, mir gehts jetz einigermaßen, die Lust auf Sex ist noch da und so so viele schöne Erinnerungen und Gedanken von früher kamen. Ich bin erstmals überzeugt, dass es sich um absetzungssymtome handelt, ich habe auch teilweise wieder richtig Spaß am Leben, diese Fenster sind vorhanden, schlecht/gut, vorher immer mechanisch. Auch hatte ich auf einmal ein wahnsinniges Bedürfnis mit Freunden zu telefonieren und auch zu treffen. Die Symptome waren wieder überwältigend, von Zeit zu Zeit nahm ich prometazin, ansonsten gönn ich mir Ruhe. Ich weiß nur eines, ich will von den Medis runter, muss aber zukünftig solche Phasen vermeiden!
Zuletzt geändert von padma am 02.06.2020 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt
Mehrere depr. Episoden (meist immer Frühjahr)

Diagnose schwere Depression 04/13
6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
20.6.20 Sertralin 50 mg Bupropion 150 mg

Straycat
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Beiträge: 3654
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Straycat »

Hallo Hunter,

willkommen im ADFD. Schön, dass du zu uns gefunden hast :)
Danke, dass du dir bereits eine Signatur angelegt hast - sie ist sehr wichtig für ein passendes Feedback.

Was du beschreibst liest sich für mich auch sehr stark nach Absetzsymptomen.
Leider passiert es sehr häufig, dass Ärzte solche Symptome als "Wiederauftreten der Grunderkrankung" fehlinterpretieren. Und so kommt es dann zu immer wieder gescheiterten Absetzversuchen und die Verzweiflung steigt :(

Wie du schon geschrieben hast, war die Teilung der Tabletten mit dem Teiler wohl zu ungenau. Unser ZNS ist ein Fan von Stabilität - wenn Dosierungen wechseln, kann ihm das sehr zusetzen und Absetzsymptome können dadurch verstärkt auftreten.
Eine gleichbleibende exakte Dosis ist daher von großer Wichtigkeit.
Darüber hinaus war der Reduktionsschritt vermutlich auch zu groß. Um Absetzsymptome so gut wie möglich zu vermeiden, ist es am sinnvollsten, man reduziert maximal 10% der letzten Dosis und lässt zwischen den Reduktionsschritten mindestens 4-6 Wochen Zeit, damit sich das ZNS an die neue Dosis gewöhnen kann. Wenn man sich nach 4-6 Wochen noch nicht wieder stabil fühlt, kann diese Pause auch verlängert werden. Es zahlt sich aus langsam zu machen und es nicht zu übertreiben. So kann man Absetzsymptome im besten Fall vermeiden oder sie fallen zumindest meistens nicht gar so heftig aus.

Genaue Infos zum Herstellen von exakten Dosierungen und allgemein Wissenswertes über das Absetzen findest du in unserem Begrüßungstext verlinkt:

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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Hunter0011
Beiträge: 28
Registriert: 18.05.2020 19:52

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Danke für die Rulückmeldung cat.

Kennt ihr dieses Phänomen der sich aufdrängenden Erinnerungen/ Gefühle? Ist das ein Entzugssymptom oder kommt das auch bei Depressionen vor?

Lg
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padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21698
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Hunter, :)

auch von mir willkommen.

Sich aufdrängende Gefühle/Erinnerungen kennen wir als Entzugssymptom. Zumeist sind es eher die negativen und es können auch Zwangsgedanken sein.

Du schreibst, dass nachdem du wieder auf 100 mg hochdosiert hattest, schöne Erinnerungen und Gedanken kamen. Daraus würde ich schliessen, dass es zuvor ein Absetzsymptom war, dass du diese Erinnerungen nicht hattest.
Auch hatte ich auf einmal ein wahnsinniges Bedürfnis mit Freunden zu telefonieren und auch zu treffen. Die Symptome waren wieder überwältigend, von Zeit zu Zeit nahm ich prometazin, ansonsten gönn ich mir Ruhe.
Meinst du die Symptome zuvor oder die aktuellen? Bei grösseren Dosisveränderungen kann es auch mal in Richtung Hypomanie gehen. Ist das bei dir so oder holst du einfach nach, was dir die Zeit zuvor nicht möglich war?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
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Hunter0011
Beiträge: 28
Registriert: 18.05.2020 19:52

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hi Padma!

Danke für die Rückmeldung.

Die Erinnerungen / Gefühle kamen immer direkt nach dem Absetzen und verschwinden dann bei der Erhöhung wieder.
Ich denke dass ich durch die Medis so eine Gleichgültigkeit hatte und alles gedeckelt war. Freude im Umgang mit Freunden, das sollte eigentlich normal sein, hab ich aber nicht bei der Einnahme 😕
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Hunter0011
Beiträge: 28
Registriert: 18.05.2020 19:52

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Die überwältigenden Symptome waren negative
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Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Jamie »

Hallo Hunter,

willkommen im Forum :).

Ich vermute, das AD wirkt so, wie es wirken "soll": emotional abstumpfend (abgesehen von antriebfördernd)
Man ist gleichgültiger den Dingen gegenüber, abgeschirmter.
Tolles fühlt sich weniger toll an und Schlimmes weniger schlimm. Ein Gleichmacher, alles irgendwie Einheitsbrei.
Dass das nicht das Leben sein kann, was man sich wünscht, scheint klar.

Dass bei den Dosisverminderungen alte Gefühle hochkommen, negative wie positive, zeigt mir, wie beeinflusst dein Gehirn von diesen Substanzen ist; aber gleichzeitig ist das auch ein gutes Zeichen - du kannst noch fühlen!

Wichtig ist, sich nicht von den Emotionen übermannen (blödes Wort, oder? ;)) zu lassen und in einem Anfall von Wut und Sauersein Dinge zu tun, die man später bereuen würde.
Ja, Schwiegereltern, die den Abstand nicht respektieren und sich zu sehr einmischen sind eine Seuche, genau so wie es unangenehm ist irgendwo zu wohnen, wo man sich nicht so wohl fühlt, aber beides muss man beispielsweise nicht an einem Tag mit einem Hammer in Scherben legen, wenn du verstehst, was ich meine :).
Es ist gut, dass du einen Therapeuten hast, mit dem du das ggf. angehen kannst.

Es freut mich auch zu lesen, dass du wieder mehr Lust auf Austausch und Kommunikation hast, sich die Gefühlstiefe intensiviert und auch das Sexleben besser wird - alles Zeichen, dass dein Körper gesunden kann.
Achte aber darauf, dass es keine krankhafte Hochstimmung ist, auf die padma :) völlig zurecht hinwies. Hypermanie fühlt sich gut an, kann aber in eine Manie oder Psychose umschlagen, beobachte dich daher gut.
Hypomanie kann durch zu rasches Absetzen auftreten, auch als Nebenwirkung von AD Einnahme.
Da du aber wieder aufdosiert hast, denke ich, es legt sich vermutlich bald.
Ansonsten hier bitte nachfragen.

Zum Absetzen - ich denke auch es ist, wie du vermutest.
Du hast wohl zu viel abgesetzt und die ungenauen Dosierungen sind auch nicht so gut.
Dass du nun weitere heftige Einbrüche vermeiden willst, ist mehr als verständlich.
Sertralin kannst du als unretardierte Tablette in Wasser auflösen oder du gehst auf eine niedrigere Menge (zB künftig 75mg) und ergänzt fehlende Mengen mit dem flüssigen Sertralin, sie heißt Zoloft Lösung.
Leider fällt hier ein großer Preisaufschlag an (Zoloft Lsg), aber wäre eine Option.
Ansonsten Tablette auflösen gemäß Wasserlösemethode und per Dreisatz ausrechnen.

Jetzt ist aber erstmal Stabilisieren angesagt.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Hunter0011
Beiträge: 28
Registriert: 18.05.2020 19:52

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Danke Jamie!

Leider gehts die letzten Tage extrem schlecht, überlege, ob ich mich in ne Klinik einweisen lasse. Bin zunehmend gefühllos und kann ohne dem prometazin kaum die Tage rumbekommen.
Die guten gefühle, die ich vom absetzen hatte sind weg, Lust auf Sex ebenso. Ich kann irgendwie nicht mehr 😢
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Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
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Jamie
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Jamie »

Hallo Hunter,
Leider gehts die letzten Tage extrem schlecht, überlege, ob ich mich in ne Klinik einweisen lasse.
das tut mir leid zu lesen :(.
Du klangst doch eigentlich bei deiner Anmeldung recht positiv :oops:.

Was erhoffst du dir von einem Klinikaufenthalt?
Sertralin wieder hoch auf 125 oder 150mg?
Jonglieren mit anderen Medikamenten?
Weil eine Psychiatrie hat wenig anderes zu bieten außer die Chemie, vielleicht noch ein paar Gespräche und dass man sich eben nicht um Beruf, Kochen, Haushalt etc. kümmern muss; also rausgenommen wird aus einem ggf. belastenden Alltag

Du hast noch nicht lange wieder aufdosiert, magst du nicht noch ein paar Tage zuwarten?
Du schreibst es geht dir schlecht, was sind die Symptome? Eher psychischer Art?

Sofern du schwerst depressiv oder gar suizidal bist, musst du dich natürlich bitte sofort an einen vertrauten Angehörigen und / oder Arzt wenden, ggf. direkt die Akutpsychiatrie aufsuchen.
Falls du das tust, können wir aber nur an dich appellieren, dich nicht querbeet mit Psychopharmaka zustopfen zu lassen, sondern lieber gezielt und am besten wäre es natürlich mit dem Mittel zu operieren, das dein Körper kennt, also ggf. mit dem Sertralin.

Ich sende dir mitfühlende Grüße :hug:
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hallo Jamie,

Ja die Symptome sind alle psychischer Art, von Hoffnungslosigkeit über völlige Verzweiflung, Hilflosigkeit und Leere im Kopf. Es ist hart, wenn man ggüber seiner Tochter kaum Gefühle hat. Gestern
Wars extrem den Tag herumzubekommen, ich kam nicht mehr runter, war vormittags spazieren, danach kraftlos von Couch ins Bett und wieder zurück, nirgends hab’s halbwegs Entspannung.

Ich erhoffe mir lediglich, dass es mir besser geht, dass die Tage wieder auszuhalten sind, so kann’s nicht weitergehen.
Mehrere depr. Episoden (meist immer Frühjahr)

Diagnose schwere Depression 04/13
6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
20.6.20 Sertralin 50 mg Bupropion 150 mg

Straycat
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Straycat »

Hallo Hunter,

Entzug ist häufig leider wahrlich kein Kindergeburtstag. Manchmal machen einen die Symptome wirklich sehr fertig. Da hast du mein absolutes Mitgefühl :hug:
Aber ich möchte mich Jamie :) anschließen: Häufig werden in Kliniken nur neue Psychopharmaka ausprobiert oder die Dosis einfach wieder raufgeschraubt. Wir haben hier schon von sehr vielen solchen Fällen gelesen, deshalb unsere Warnungen.

Natürlich ist es etwas anderes wenn man suizidal ist - dann braucht man ganz rasch Hilfe vor Ort.
Und es gibt natürlich auch Kliniken, die andere Ansätze als rein medikamentöse haben, aber die sind rar gesät.

Ich hoffe sehr, dass es dir bald besser geht.
Bei mir selbst kamen die Depressionen auch mit 15 Jahren und ich bin ungefähr gleich alt wie du - ich verstehe deine Verzweiflung sehr gut. Man will einfach, dass es besser wird - egal wie.
Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber bei mir fühlt es sich in einer Welle von Absetzsymptomen (und auch wenn gerade eine Depression da ist) so an, als würde es nie wieder besser werden und als wäre alles aussichtslos. Aber es wird wieder besser!
Mir hilft es zB mir in solchen Phasen durchzulesen, wie es mir in guten Phasen geht (ich notiere mir das immer genau). So sehe ich dann, dass es auch andere Zeiten gibt. Auch wenn ich sie dann vielleicht noch nicht "spüren" kann, weiß ich vom Kopf her, dass es wieder besser wird. Und genau auf das verlasse ich mich dann.

Ich wünsch dir alles Gute!
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
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Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hi cat,

Mir is bewusst, dass es besser wird, sogar in schlechten Phasen,
Dafür hab ich das jetzt schon zu oft mitgemacht. Nur diese Phasen zu überwinden macht mich extrem fertig, die neg Symptome sind überwältigend. Wie machst du es für dich aus, ob es entzugssymptone sind oder eine neue grunderkrankung (den Artikel hier kenne ich). Ich habe meine Probleme fast ausschließlich in den Monaten mai und Juni, es ist faszinierend, gestern in nem alten Chat mit ner Freundin nachgelesen, dass es Mitte Juni 2017 bei mir wieder aufwärts ging. Das macht Hoffnung.
Blöderweise sind 3 habe ich unbewusst 3 gescheiterte absetzungsversuche in dieser Zeit unternommen, das ist mir erst jetzt in den Sinn gekommen. Das absetzen von 150 auf 100 mg geschah im Herbst, das hab ich ohne größere Probleme gepackt.

Suizidgefährdet bin ich nicht, wobei ich zugeben muss, dass ich zuletzt zwangsgedanken in diese Richtung hatte, die mir sehr Angst gemacht haben.
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Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
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Straycat
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Straycat »

Hallo Hunter,

ich persönlich für mich kann nicht immer zu 100% unterscheiden, ob es eine depressive Episode oder Absetzsymptome sind. Im allgemeinen sind die Absetzsymptome bei mir eher körperlich (oder wenn psychisch eher in Richtung Angst und Panik) und die Depressionen sind so, wie sie schon seit 20 Jahren sind. Meist kann ich erst rückblickend unterscheiden, ob es nun eine depressive Episode war oder nicht.

Allerdings ist es für mich in der Konsequenz was ich tue eigentlich nicht von Bedeutung.
Egal ob es Entzugssymptome sind oder eine depressive Episode: Antidepressiva (bzw. eigentlich jegliche Art von Psychopharmaka, ich hatte da auch schon anders verschrieben bekommen in der Vergangenheit) helfen mir nun mal nicht. Sie beseitigen nicht meine Depressionen. Sie haben in der Vergangenheit eine kurze Zeit die Symptome gedeckelt, aber auch das nicht zuverlässig. Das ist auch der Grund, weshalb ich weg will von diesen Stoffen. Sie helfen mir nicht, sie haben nur neue Probleme dazu gebracht (zunächst Nebenwirkungen und jetzt beim Absetzen Entzugssymptome).
Deswegen reagiere ich sowohl auf depressive Episoden, als auch auf Absetzsymptome so gut ich kann mit Geduld und Akzeptanz. Denn beides geht vorbei mit der Zeit.

Was ich allerdings in beiden Fällen tue sind Dinge, die mir einfach gut tun: Gemäßigte Spaziergänge, in die Sonne setzen, ausgewogen ernähren. Ich weiß, das sind alles keine Dinge, die akut und direkt helfen, aber sie tun mir in jedem Fall gut - egal ob es nun Depressionen oder Absetzsymptome sind, die mich plagen.

Und letztlich muss ich noch dazu schreiben, dass ich auch nicht einschätzen kann, inwiefern nicht der Entzug auch zusätzlich depressive Episoden auslöst. Wie würde es mir gehen, wenn ich nie Antidepressiva genommen hätte? Hätte ich dann vielleicht gar keine depressiven Schübe mehr?
Das kann ich leider nicht beantworten. Aber auch da versuche ich es mit Akzeptanz: Es ist nun mal jetzt so, wie es ist und ich kann nur versuchen mit den gegenwärtigen Umständen bestmöglich umzugehen. Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern.

Wir haben auch einen Thread zum Umgang mit depressiven Episoden: viewtopic.php?f=4&t=17369
Du kannst dort gerne auch ergänzen, wenn es etwas gibt, das dir gut hilft.
Es sind alls keine Wundermittel, aber Strategien, wie man manchmal besser damit umgehen kann.

Dass dich Suizidgedanken verschrecken kann ich gut verstehen. ich hatte diese Gedanken auch manchmal (auch Selbstverletzungsgedanken). Was mir dabei am meisten geholfen hat war mir in Erinnerung zu rufen "Du bist nicht deine Gedanken". Auch Gedanken sind psychische Phänomene und sie können im Entzug sehr heftig und sehr plötzlich auftreten. Ich habe dann versucht sie einfach wahrzunehmen, aber ihnen keine Macht über mich zu geben. Ich weiß, das schreibt sich leichter, als es getan ist.

Lass den Kopf nicht hängen! Es WIRD wieder besser. Wir alle heilen <3
Liebe Grüße,
Cat
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Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hey cat,

Und wie kannst du rückblickend entscheiden, was es war? Aufgrund der Dauer?

Das mit den depressiven Schüben, die Evtl durch den Entzug ausgelöst werden ist ein guter Punkt. Man ist einfach viel anfälliger, weil das Medikament weg/weniger ist und die eigenen Schutzmechanismen wohl erst wieder gebildet werden müssen. Ich glaube sowas nennt man Rebound, zumindest hab ich Ähnliches gelesen.

Lg
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6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
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10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
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Straycat
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Straycat »

Hallo Hunter,

ich kann das schwer beschreiben. Die Depressionen fühlen sich einfach anders an, als die Entzugssymptome.
Wenn "Symptome der Grunderkrankung" in verstärkter Form während/nach dem Entzug wieder auftreten, dann nennt man das Rebound-Symptome.
Hier haben wir auch einen Artikel dazu übersetzt: viewtopic.php?f=6&t=12480

Allerdings sehe ich das Thema mit "Wiederauftreten der Grunderkrankung" äußerst skeptisch. Ich versuche mal zu erklären wieso:
Ganz generell scheinen Diagnosen wie "Depression" (oder auch "Panikstörung") sehr schnell von Ärzten getroffen zu werden. Allerdings - da es sich ja um eine seelische "Erkrankung" (oder Störung) handelt - kann man das nur aufgrund von Fragebögen etc. Es liegt also auch nahe, dass hier "überdiagnostiziert" wird, bzw. viele sehr unterschiedliche Leidensbilder unter einer "Sammeldiagnose" zusammengefasst werden. Und mit der Verschreibung von Antidepressiva (oder generell Psychopharmaka) ist man dann ebenso schnell, wie mit der Diagnose.

Dazu gibt es auch auch hier einen interessanten Thread über ein Interview mit einem Psychiater, der das sehr gut erklärt, warum solche Diagnosen in den letzten Jahrzehnten so rapide zugenommen haben. Mir fällt leider gerade nicht ein, wie der Thread heißt und ich habe ihn nicht gefunden. Vielleicht weiß es ja jemand anderes vom Team und verlinkt ihn hier noch (oder ich finde ihn selbst noch, dann hole ich die Verlinkung nach).
Jedenfalls scheint es so, dass mittlerweile gerne sehr "großzügig" mit der Diagnose "Depression" umgegangen wird.
Und als weiterer Faktor kommt hinzu, dass man einfach noch viel zu wenig über die Entstehung von Depressionen weiß. Lange Zeit galt das Märchen, dass man ein Serotonin-Ungleichgewicht im Gehirn hätte, als valide Begründung. Diese These wurde aber längst wiederlegt. Nichtsdestotrotz wird sie weiterhin von Ärzten verbreitet :oops:

Ich kann bei mir nicht wirklich sagen, dass die "Grunderkrankung wiederauftritt", weil sie unter den Psychopharmaka ja nie weg war. Meine depressiven Episoden kamen vor Einnahme der Antidepressiva, während der Einnahme, nach dem zu raschen Absetzen (von Escitalopram), nun unter Einnahme neuer Antidepressiva (Venlafaxin) und während des Ausschleichens.
Und obendrauf kommen während der Einnahme der AD Nebenwirkungen und nun beim Absetzen Absetzsymptome.
Deswegen würde ich bei mir auch sagen, dass beides parallel auftritt. Einerseits die Depressionen und andererseits die Absetzsymptome.

Ich habe über die Jahre (oder Jahrzehnte nun schon) verschiedenste Formen der Psychotherapie ausprobiert und ich habe verschiedenste Psychopharmaka genommen. An meinen Depressionen hat es nie wirklich etwas geändert (zumindest nie auf Dauer). Es wurde bei mir auch wirklich genau gar nichts gefunden in meiner Kindheit, meiner Pubertät usw., kein Trauma, nichts dergleichen, das Auslöser für Depressionen sein könnte.
Für mich selbst habe ich einen Zusammenhang zu den Hormonen herstellen können, da die Depressionen mit der ersten Einnahme der Antibabypille zusammenfallen und hormonelle Veränderungen immer großen Einfluss auf meine Psyche zu haben scheinen.
Für mich habe ich daher den Schluss gezogen, dass die Medizin zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht so weit ist, zuverlässig sagen zu können woher meine Depressionen kommen und infolgedessen es auch keinen wirklichen "Heilungsansatz" gibt. Antidepressiva können maximal einige Zeit die Symptome deckeln, aber nie auf Dauer und nie vollkommen. Und man bezahlt das mit jeder Menge Nebenwirkungen und massiven Problemen beim Absetzen. Aus diesem Grund werde ich nie wieder Antidepressiva einnehmen. Sie sind nur eine Scheinlösung, die von der Pharmaindustrie sehr gut vermarktet wurden (insbesondere die jahrelange Dauereinnahme als sogenannte "Prophylaxe"!).

Im Grunde kann man sich mit der Diagnose Depression meiner Ansicht nach nur auf eine individuelle Suche begeben, woher es kommen könnte und was helfen könnte. Bei mir scheinen es die Hormone zu sein, aber in dieses sensible System werde ich keinesfalls mehr "von außen" eingreifen (wie zB mit der Antibabypille). Bei anderen könnten es Auslöser im Darm sein. Wieder andere könnten traumatische Erlebnisse als Ausgangspunkt identifizieren. Das ist alles wie gesagt sehr sehr unterschiedlich und die Wissenschaft hat dafür einfach noch zu wenig Wissen, um hier stichhaltige Hinweise zu geben.

So, jetzt habe ich einen Roman in deinem Thread geschrieben - sorry dafür :whistle:
Aber anders kann ich nicht beschreiben, wie ich zu meinem jetzigen Standpunkt in Bezug auf AD und auf Depressionen im Allgemeinen gekommen bin. Es ist ein jahrelanger Weg und letztlich schaffe ich es jetzt einfach mit meinen Depressionen zu leben. Vielleicht findet sich irgendwann ein sinnvoller Ansatz, woher sie kommen oder was helfen könnte. Aber den Weg über PP werde ich definitiv nicht mehr gehen, weil er meines Erachtens ein Irrweg ist.

Alles Gute dir weiterhin :)
Cat
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Hunter0011
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Registriert: 18.05.2020 19:52

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hey hey,

Also nachdem gestern wirklich bescheiden war bin ich jetzt
In der Klinik um die dunklen Phasen zu überwinden.
Erstgespräch hat mich umgehauen, die Stimmen zu, dass es absetzungssymptome sind. Sie haben vorgeschlagen, dass man medikation switchen könnte (Citalopram, das soll weniger Gleichgültigkeit erzeugen) oder dass man das Sertralin in der Klinik reduziert. Da mein zns derzeit übelst verrückt spielt denke ich, ich sollte erst mal auf 100 bleiben und mich stabilisieren. Hätten sie auch nix dagegen, mal abwarten.
Was meint ihr? Heute erster ruhiger Tag seit langen, auch körperlich gehts mir nicht so schlecht, hoffe bald stabil zu sein.

Lg hunter
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6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
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Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
20.6.20 Sertralin 50 mg Bupropion 150 mg

Jadenfit
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Registriert: 17.05.2020 12:27

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Jadenfit »

Straycat hat geschrieben:
05.06.2020 10:31
Hallo Hunter,

ich kann das schwer beschreiben. Die Depressionen fühlen sich einfach anders an, als die Entzugssymptome.
Wenn "Symptome der Grunderkrankung" in verstärkter Form während/nach dem Entzug wieder auftreten, dann nennt man das Rebound-Symptome.
Hier haben wir auch einen Artikel dazu übersetzt: viewtopic.php?f=6&t=12480

Allerdings sehe ich das Thema mit "Wiederauftreten der Grunderkrankung" äußerst skeptisch. Ich versuche mal zu erklären wieso:
Ganz generell scheinen Diagnosen wie "Depression" (oder auch "Panikstörung") sehr schnell von Ärzten getroffen zu werden. Allerdings - da es sich ja um eine seelische "Erkrankung" (oder Störung) handelt - kann man das nur aufgrund von Fragebögen etc. Es liegt also auch nahe, dass hier "überdiagnostiziert" wird, bzw. viele sehr unterschiedliche Leidensbilder unter einer "Sammeldiagnose" zusammengefasst werden. Und mit der Verschreibung von Antidepressiva (oder generell Psychopharmaka) ist man dann ebenso schnell, wie mit der Diagnose.

Dazu gibt es auch auch hier einen interessanten Thread über ein Interview mit einem Psychiater, der das sehr gut erklärt, warum solche Diagnosen in den letzten Jahrzehnten so rapide zugenommen haben. Mir fällt leider gerade nicht ein, wie der Thread heißt und ich habe ihn nicht gefunden. Vielleicht weiß es ja jemand anderes vom Team und verlinkt ihn hier noch (oder ich finde ihn selbst noch, dann hole ich die Verlinkung nach).
Jedenfalls scheint es so, dass mittlerweile gerne sehr "großzügig" mit der Diagnose "Depression" umgegangen wird.
Und als weiterer Faktor kommt hinzu, dass man einfach noch viel zu wenig über die Entstehung von Depressionen weiß. Lange Zeit galt das Märchen, dass man ein Serotonin-Ungleichgewicht im Gehirn hätte, als valide Begründung. Diese These wurde aber längst wiederlegt. Nichtsdestotrotz wird sie weiterhin von Ärzten verbreitet :oops:

Ich kann bei mir nicht wirklich sagen, dass die "Grunderkrankung wiederauftritt", weil sie unter den Psychopharmaka ja nie weg war. Meine depressiven Episoden kamen vor Einnahme der Antidepressiva, während der Einnahme, nach dem zu raschen Absetzen (von Escitalopram), nun unter Einnahme neuer Antidepressiva (Venlafaxin) und während des Ausschleichens.
Und obendrauf kommen während der Einnahme der AD Nebenwirkungen und nun beim Absetzen Absetzsymptome.
Deswegen würde ich bei mir auch sagen, dass beides parallel auftritt. Einerseits die Depressionen und andererseits die Absetzsymptome.

Ich habe über die Jahre (oder Jahrzehnte nun schon) verschiedenste Formen der Psychotherapie ausprobiert und ich habe verschiedenste Psychopharmaka genommen. An meinen Depressionen hat es nie wirklich etwas geändert (zumindest nie auf Dauer). Es wurde bei mir auch wirklich genau gar nichts gefunden in meiner Kindheit, meiner Pubertät usw., kein Trauma, nichts dergleichen, das Auslöser für Depressionen sein könnte.
Für mich selbst habe ich einen Zusammenhang zu den Hormonen herstellen können, da die Depressionen mit der ersten Einnahme der Antibabypille zusammenfallen und hormonelle Veränderungen immer großen Einfluss auf meine Psyche zu haben scheinen.
Für mich habe ich daher den Schluss gezogen, dass die Medizin zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht so weit ist, zuverlässig sagen zu können woher meine Depressionen kommen und infolgedessen es auch keinen wirklichen "Heilungsansatz" gibt. Antidepressiva können maximal einige Zeit die Symptome deckeln, aber nie auf Dauer und nie vollkommen. Und man bezahlt das mit jeder Menge Nebenwirkungen und massiven Problemen beim Absetzen. Aus diesem Grund werde ich nie wieder Antidepressiva einnehmen. Sie sind nur eine Scheinlösung, die von der Pharmaindustrie sehr gut vermarktet wurden (insbesondere die jahrelange Dauereinnahme als sogenannte "Prophylaxe"!).

Im Grunde kann man sich mit der Diagnose Depression meiner Ansicht nach nur auf eine individuelle Suche begeben, woher es kommen könnte und was helfen könnte. Bei mir scheinen es die Hormone zu sein, aber in dieses sensible System werde ich keinesfalls mehr "von außen" eingreifen (wie zB mit der Antibabypille). Bei anderen könnten es Auslöser im Darm sein. Wieder andere könnten traumatische Erlebnisse als Ausgangspunkt identifizieren. Das ist alles wie gesagt sehr sehr unterschiedlich und die Wissenschaft hat dafür einfach noch zu wenig Wissen, um hier stichhaltige Hinweise zu geben.

So, jetzt habe ich einen Roman in deinem Thread geschrieben - sorry dafür :whistle:
Aber anders kann ich nicht beschreiben, wie ich zu meinem jetzigen Standpunkt in Bezug auf AD und auf Depressionen im Allgemeinen gekommen bin. Es ist ein jahrelanger Weg und letztlich schaffe ich es jetzt einfach mit meinen Depressionen zu leben. Vielleicht findet sich irgendwann ein sinnvoller Ansatz, woher sie kommen oder was helfen könnte. Aber den Weg über PP werde ich definitiv nicht mehr gehen, weil er meines Erachtens ein Irrweg ist.

Alles Gute dir weiterhin :)
Cat
Hallo Straycat,

ich glaube dieses Interview, das du ansprichst, habe ich letztens noch gelesen... Hier wurde davon gesprochen, wie stark die Zunahme von psychischen Erkrankungen in Amerika in Verbindung mit der Verordnung von Neuroleptika / Psychopharmaka im Allgemeinen steht. Es ist mir ein Gräuel, wenn ich über so etwas nachdenke... Dass dies nicht nur im deutschsprachigen Raum ein Problem ist, sondern auf der ganzen Welt. :frust:

Gehst du denn auch darüber hinaus zu anderen Diagnosen wie etwa "Bipolare Störung" auf Ursachen ein? Oder gibt es dazu andere Erfahrungen.

Ich bin dir über deine persönliche Meinung sehr dankbar. Ich habe ja auch mal ein AD bekommen, obwohl wohl die Kriterien für eine "F 32.2" niemals erreicht gewesen wären...

@Hunter:

Ich wünsche dir viel Erfolg, dass es dir schnell besser geht Bitte achte vor alleem in der Klinik auf dich, Ärzte wollen hier eigentlich meist recht schnelle Maßnahmen treffen, da sie Patienten möglichst nicht so lange im Krankenhaus haben wollen (Kostenfaktor).

LG, Jaden
[spoil]Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
[/spoil]

Hunter0011
Beiträge: 28
Registriert: 18.05.2020 19:52

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

@jaden: mich als Privatversicherten würden die liebend gern behalten 😉 danke dir
Mehrere depr. Episoden (meist immer Frühjahr)

Diagnose schwere Depression 04/13
6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
20.6.20 Sertralin 50 mg Bupropion 150 mg

Annanas
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Beiträge: 7220
Registriert: 25.01.2016 19:41

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Annanas »

Hallo zusammen :group: ,
evtl meint Cat :) dieses Interview mit Psychiater Piet Westdijk:
viewtopic.php?f=6&t=16689&p=347879&hili ... ew#p347879

LG von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Straycat
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Beiträge: 3654
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Straycat »

Hallo Hunter,
Hunter0011 hat geschrieben:
05.06.2020 16:48
Sie haben vorgeschlagen, dass man medikation switchen könnte (Citalopram, das soll weniger Gleichgültigkeit erzeugen) oder dass man das Sertralin in der Klinik reduziert. Da mein zns derzeit übelst verrückt spielt denke ich, ich sollte erst mal auf 100 bleiben und mich stabilisieren. Hätten sie auch nix dagegen, mal abwarten.
Was meint ihr?
Diese "Switches" von einem AD auf ein anderes habe ich auch schon mitgemacht und ich halte sie für keine gute Idee.
Dabei wird ein AD viel zu rasch ausgeschlichen und ein anderes eingeschlichen.
Wenn dann Symptome auftreten, ist es kaum möglich sie zuzuordnen, also ob sie vom Absetzen des einen oder vom Einschleichen des anderen Medikaments kommen.

Ich persönlich würde das nicht tun, aber es ist und bleibt natürlich deine Entscheidung.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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