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derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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derFlo
Beiträge: 1
Registriert: 03.06.2020 19:59

derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von derFlo »

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich möchte einerseits einen Erfahrungsbericht und andererseits eure Anregungen/Erfahrungen zum Thema Herabsetzen von Risperidon einholen.

Wie ihr meiner Signatur entnehmen könnt hab ich bereits einige Jahre mit meiner bipolaren Erkrankung zu kämpfen - Es liegt eine Mischung aus persönlichen beruflichen und privaten Verlusten und der "Idiotie" der Selbstbehandlung mit Cannabis vor, die die Manie scheinbar noch verstärkt haben. Soviel dazu - Bitte begebt euch nicht auf den Pfad mit Cannabis depressive oder manische Episoden zu behandeln. Ich habe viele Negativbeispiele in meinem über die Krankheitsgeschichte aufgebauten Bekanntenkreis erleben dürfen.

Mir ist außerdem eine WICHTIGE Sache aufgefallen - Falls ihr erst kurzweilig erkrankt seid und euch nun auf die Suche nach Nebenwirkungen etc. macht kann es auch zur Überinterpretation von täglichen Auf und Abs kommen. Ich habe dies selbst erlebt. Ich hatte mit 2018 ganz bewusst dazu entschieden der Meinung meines erfahrenen Chefarztes der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus zu vertrauen und etwaige Nebenwirkungen nicht zu ergooglen, da ich nicht wollte, dass die meinen Therapieerfolg durch Ablehnen von Medikamenten oder unwissenschaftlicher Aussagen aus dem Internet zu verfremden. Ich bin damit wirklich gut gefahren muss ich sagen.

Zurückschauend betrachtet bin ich sehr überrascht, dass mich mein Arzt selbst bei Aufenthalt auf Station nur auf 1mg Risperidon gesetzt hat. Ich bin ihn dafür allerdings sehr dankbar. Wahrscheinlich wäre die Manie etwas schneller abgeklungen oder das depressive Tief wäre geringer ausgefallen, aber ich denke, dass diese Dosis im Vergleich zu anderen Erfahrungsberichten für mich passend war.

Mein Arzt ordnet mich als leicht hypomane Persönlichkeit ein und ich habe bis zum Ausbruch meiner Erkrankung mein Leben sehr genossen und war ein lebensfroher Mensch. Natürlich wird dies durch die bipolare Erkrankung in beide Richtungen negativ beeinflusst und mir ist klar, dass ich eine manische Phase nicht mehr erleben möchte.

Nun zu meiner Frage:
Nach umfassender Recherche von Medikamenten und meinen vorliegenden Nebenwirkungen wäre mein Wunsch in folgenden Schritten vorzugehen:
1.) VERSUCH: Ergenyl auf 150mg belassen und das Risperidon in 0,1mg Schritten alle 4 Wochen reduzieren
--> Ich möchte allerdings die Wirkung als Phasenprophylaxe behalten aus Angst rückfällig zu werden und die Nebenwirkungen zu mildern.
Habt ihr Erfahrungen oder Quellen, welche eine Erhaltungsdosis empfehlen?

2.) Alternative: Umstieg von Risperidon auf Abilify:
--> Aktuelle Nebenwirkungen: Libido- und Errektionsprobleme, Antriebsschwäche, Emotionslosigkeit, Gewichtszunahme (25kg), Gefühl des Betäubt-seiens, Konzentrationsschwäche

3.) Letzte Option: Umstieg auf Lithium
--> Davor habe ich viel Respekt und auch Angst vor etwaigen längerfristigen körperlichen Nebenwirkungen. Ein Neuroleptikum wäre mir lieber, wenn die o.g. geistigen Nebenwirkungen nicht wären.

Meine Frage wäre nun, ob ihr einerseits Erfahrungen mit der Konstellation und andererseits Anregungen bzgl. meines Gedankenganges hättet.

Vielen lieben Dank, dass ihr euch dafür Zeit nehmt!

Beste Grüße
Florian
Zuletzt geändert von Murmeline am 03.06.2020 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
2018 - Manische Episode (Cannabiskonsum, private Rückschläge)
Akutbehandlung 2018 - 1 mg Risperidon, 500mg Ergenyl (2x tägl.)
Absetzen der Medikamente nach Abschwellen der Manie
2019 - Manische Episode mit psychotischen Symptomen (Cannabiskonsum, private Rückschläge)
Seit März 2019 1mg Risperidon, 500mg Ergenyl (2x täglich)
Aktueller Stand: 1mg Risperidon, 150mg Ergenyl 1x täglich
Juni 2020: 0,5mg Risperidon+150mg Ergenyl
August 2020: 0,5 mg Risperidon - Ergenyl ausgeschlichen

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 7220
Registriert: 25.01.2016 19:41

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von Annanas »

Guten Morgen, Florian :) ,
kurz vorab, unser Forum ist eine virtuelle Selbsthilfegruppe, in der sich die Mitglieder beim Absetzen von Psychopharmaka unterstützen.

Ich schreibe das deshalb, weil ich mir nicht sicher bin, ob du mit deinem Anliegen hier richtig bist bzw daß du entsprechende Antworten zu deinen Fragen bekommen kannst.
derFlo hat geschrieben:
03.06.2020 20:30
2.) Alternative: Umstieg von Risperidon auf Abilify:
--> Aktuelle Nebenwirkungen: Libido- und Errektionsprobleme, Antriebsschwäche, Emotionslosigkeit, Gewichtszunahme (25kg), Gefühl des Betäubt-seiens, Konzentrationsschwäche

3.) Letzte Option: Umstieg auf Lithium
--> Davor habe ich viel Respekt und auch Angst vor etwaigen längerfristigen körperlichen Nebenwirkungen. Ein Neuroleptikum wäre mir lieber, wenn die o.g. geistigen Nebenwirkungen nicht wären.
Medikamentenumstellungen liegen außerhalb unserer Kompetenz (wir sind keine Ärzte/Therapeuten) u Empfehlungen in dieser Richtung sind zudem nicht regelkonform.
Dazu würde ich dich bitten, deinen Arzt zu konsultieren.
derFlo hat geschrieben:
03.06.2020 20:30
1.) VERSUCH: Ergenyl auf 150mg belassen und das Risperidon in 0,1mg Schritten alle 4 Wochen reduzieren
Bei der Reduktion des Risperidons könnten wir dich unterstützen, wenn du das möchtest.
derFlo hat geschrieben:
03.06.2020 20:30
-> Ich möchte allerdings die Wirkung als Phasenprophylaxe behalten aus Angst rückfällig zu werden und die Nebenwirkungen zu mildern.
Habt ihr Erfahrungen oder Quellen, welche eine Erhaltungsdosis empfehlen?
Florian, wir behandeln hier keine psychiatrischen Diagnosen/Krankheiten - unser Fokus ist aus guten Gründen auf das Absetzen von Psychopharmaka gerichtet (du kannst hierzu auch gern in den bereitgestellten Infos stöbern).

Deshalb wende dich bitte auch mit der obigen Frage an deinen behandelnden Arzt.

Wurdest du eigentlich schon vor dem ersten Cannabisgebrauch als bipolar bzw manisch diagnostiziert?
Es kann durchaus sein, daß es eine Folge des Konsums ist.
Ich würde an deiner Stelle absolut die Finger davon lassen, genau wie synthetische Psychopharmaka deckelt es im besten Fall nur die Symptome, die durch Lebensbrüche/-problematiken auftreten.
Hast du denn auch eine Therapie (außer der medikamentösen) bekommen, um diese Probleme be- bzw verarbeiten zu können?
derFlo hat geschrieben:
03.06.2020 20:30
Ich hatte mit 2018 ganz bewusst dazu entschieden der Meinung meines erfahrenen Chefarztes der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus zu vertrauen und etwaige Nebenwirkungen nicht zu ergooglen, da ich nicht wollte, dass die meinen Therapieerfolg durch Ablehnen von Medikamenten oder unwissenschaftlicher Aussagen aus dem Internet zu verfremden.
Hierzu muß ich dir sagen, daß die meisten Foris erst im Forum gelandet sind, weil sie den Empfehlungen ihrer Ärzte zum Absetzen gefolgt sind (ich auch) u sie das z.T. in unaushaltbare Zustände brachte.

Gerade bei Psychopharmakaverschreibung bzw eben den Empfehlungen zum Absetzen, trifft es zu, daß man sich besser selbst informiert - es fehlt in dem Bereich an viel Wissen, auch u gerade seitens der Ärzte.
Diese Medikamente mögen im Akutfall ihre Berechtigung haben, für den Langzeitgebrauch sind sie eher nicht geeignet u auch ursprünglich nicht gedacht gewesen, da sie gesundheitliche Probleme mit sich bringen können u ein Absetzen oftmals mehr als schwierig ist u im schlimmsten Fall zu kompletten Lebenslaufbrüchen führen kann.

Wie gesagt, lies' gerne im Forum quer.

Tut mir leid, daß ich dir nicht viel Anderes schreiben kann,
liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von Jamie »

Guten Morgen der Flo :)

Willkommen im Forum.

Selbstverständlich respektieren wir Mitglieder, die lebenslang eine Phasenprophylaxe einnehmen möchten, unser Fokus liegt jedoch aus dem Ausschleichen und wenn dir da das Risperidon als das Mittel erscheint, das am wenigsten nützt und - nebenbei erwähnt - auch irreversible Schäden (wie alle NL) verursachen kann, dann bekommst du hier auf jeden Fall Unterstützung.
1.) VERSUCH: Ergenyl auf 150mg belassen und das Risperidon in 0,1mg Schritten alle 4 Wochen reduzieren
--> Ich möchte allerdings die Wirkung als Phasenprophylaxe behalten aus Angst rückfällig zu werden und die Nebenwirkungen zu mildern.
Habt ihr Erfahrungen oder Quellen, welche eine Erhaltungsdosis empfehlen?
Beim Ausschleichen empfehlen wir 10% weniger alle 4-6 Wochen, das heißt bei deiner Risperidondosis wäre das nur im ersten Schritt 0,1mg weglassen und sich dann 4-6 Wochen stabilisieren. Dann wärst du auf 0,9mg und davon 10% weniger wären 0,09mg.
Machbar sind so feine Mengen über Wasserlösemethode.
Die 0,1mg-Schritte, die du dir ausgeguckt hast, wären irgendwann zu groß, je tiefer du mit der Dosis kommst.

Mit Erhaltungsdosen kenne ich mich kaum aus, mir scheinen deine 150mg aber eine solche (niedrige) Erhaltungsdosis zu sein, zumindest ist sie zu dem, was ich so gelesen habe, niedrig.
Wenn das damit klappen würde, dann umso besser.

Mir ist außerdem eine WICHTIGE Sache aufgefallen - Falls ihr erst kurzweilig erkrankt seid und euch nun auf die Suche nach Nebenwirkungen etc. macht kann es auch zur Überinterpretation von täglichen Auf und Abs kommen. Ich habe dies selbst erlebt. Ich hatte mit 2018 ganz bewusst dazu entschieden der Meinung meines erfahrenen Chefarztes der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus zu vertrauen und etwaige Nebenwirkungen nicht zu ergooglen, da ich nicht wollte, dass die meinen Therapieerfolg durch Ablehnen von Medikamenten oder unwissenschaftlicher Aussagen aus dem Internet zu verfremden. Ich bin damit wirklich gut gefahren muss ich sagen.
Das Ignorieren des Beipackzettels (und des Körpergefühls zur Einnahme!) ist meiner Meinung nach kein gutes Vorgehen; vielleicht für einige wenige, insb. Hypochonder, aber wir haben einen langen Erfahrungsschatz von Nebenwirkungen, die man unter diesen Substanzen entwickelt und von denen man gar nicht glaubt, dass das Medikament sie auslösen kann.
Ein Blick in den Beipackzettel ist da manchmal wie eine (traurige) Offenbarung :shock: .
Und es bringt auch nichts jegliche Symptome nur auf die "Grunderkrankung" abzuwälzen, denn bei so potenten Wirkstoffen können diese auch jede Menge Probleme im Körper auslösen, die mal gar nichts mit der psych. Störungen, weswegen man das Präparat nimmt, zu tun haben, - das nebenbei

Viele Grüße, ich hänge dir noch unseren Begrüßungstext an
Jamie

----------------------

[highlight=yellow]Begrüßung[/highlight]

Hallo derFlo

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21698
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von padma »

hallo derFlo, :)

auch von mir willkommen.

Ich möchte dich anregen, darüber nachzudenken, ob du wirklich dauerhaft ein Psychopharmakon zur Prophylaxe einnehmen möchtest.

Deine "Krankheitsgeschichte" liest ich für mich sehr überschaubar, 2 manische Episoden, ausgelöst durch Cannabis und private Rückschläge. Selbst dein Psychiater sieht dich nur als "leicht hypomane Persönlichkeit".

Eine Lagzeiteinnahme von NL und /oder Stimmungsstabilisatoren hat schwerwiegende NW und Risiken.
Du könntest deine Problematik möglicherweise auch ohne Psychopharmaka durch konsequenten Verzicht auf alle Rauschmittel, entsprechendem Lebenswandel und dem Erlernen von Strategien zum Umgang mit belastenden Situationen in Griff bekommen.

Es wäre dann wichtig deine Frühwarnzeichen erkennen zu lernen und ggfs, sollte sich eine hypomanische Phase ankündigen, entsprechend gegensteuern, dann evtl. auch mit dem kurzfristigen Einnehmen einer Bedarfsmediation.

Die Auffassung, man müsste zur Prophylaxe vor manischen/psychotischen zwingend lebenslänglich NL etc. einnehmen, ist so nicht mehr haltbar.

Ich empfehle dir folgende Videovorträge:
viewtopic.php?f=6&t=12730
viewtopic.php?f=6&t=9835

Lies dich gerne auch in unseren Hintergrundinformationen die Artikel über Neuroleptika

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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derFlo
Beiträge: 1
Registriert: 03.06.2020 19:59

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von derFlo »

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten Jamie und Anna!

Vor dem ersten Cannabisgebrauch wurde ich nicht als manisch diagnostiziert, aber nach meiner ersten depressiven Phase (beruflich bedingt) bin ich mit dem Konsum angefangen und habe damit meine Stimmung gesteigert. Ging dann nach hinten los.

Um eine Verhaltenstherapie werde ich mich nun bemühen, da ich bisher keinen Psychiater mit der Fachrichtung finden konnte und vieles mit mir selbst ausmachen wollte. Dabei hilft die Medikamentation allerdings nicht, weil das Reflektionsvermögen schon erheblich einschränkt.

Ich war heute Vormittag bei meinem Psychiater der gleichzeitig ärztlicher Leiter in der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses ist. Bin nun sehr verunsichert. Er sagte 1mg Risperidon wären bereits Minimaldosis und ich könnte ruhig sofort auf 0,5 mg heruntergehen. Auf Rückfrage meinte er, dass er eine Patientin sogar mal von 6mg innerhalb von 10 Tagen runterdosiert hätte und die Nebenwirkungen zu vernachlässigen wären. Mich wundert diese Aussage bei mehr als 30 Jahren Erfahrung in dem Bereich. Er meinte ich müsste mir da garkeine Sorgen machen und er würde das so mit 50% seiner Patienten händeln, dass Sie mit an der Dosierung arbeiten und bei etwaigen Phasenankündigungen die Dosierung erhöhen oder verringern.

Habe mir auch von 3 guten Freunden und meiner Mutter rat geholt, wobei die 3 selber Psychopharmakaerfahrungen haben. Ein Mittelweg wäre der sich daraus ergäbe wäre für 6-8 Wochen statt 0,5mg auf 0,75mg zu gehen und zu schauen, ob meine Nebenwirkungen schwächer wären. Sollte ich Nebenwirkungen spüren, könnte ich laut Arztaussage auch tageweise die Dosis erhöhen um das auszugleichen. Dabei frage ich mich welche Auswirkungen das auf mein ZNS haben könnte. Ich frage mich wirklich, weshalb mein Arzt scheinbar keine negativen Erfahrungen mit solchen großen Schritten gemacht hat. Er hat dies direkt verneint.

Schwierig..
2018 - Manische Episode (Cannabiskonsum, private Rückschläge)
Akutbehandlung 2018 - 1 mg Risperidon, 500mg Ergenyl (2x tägl.)
Absetzen der Medikamente nach Abschwellen der Manie
2019 - Manische Episode mit psychotischen Symptomen (Cannabiskonsum, private Rückschläge)
Seit März 2019 1mg Risperidon, 500mg Ergenyl (2x täglich)
Aktueller Stand: 1mg Risperidon, 150mg Ergenyl 1x täglich
Juni 2020: 0,5mg Risperidon+150mg Ergenyl
August 2020: 0,5 mg Risperidon - Ergenyl ausgeschlichen

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 7220
Registriert: 25.01.2016 19:41

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von Annanas »

Hallo Flo :) ,
derFlo hat geschrieben:
04.06.2020 16:13
Vor dem ersten Cannabisgebrauch wurde ich nicht als manisch diagnostiziert, aber nach meiner ersten depressiven Phase (beruflich bedingt) bin ich mit dem Konsum angefangen und habe damit meine Stimmung gesteigert. Ging dann nach hinten los.
Dann wird das wohl doch eher eine Folge des Cannabiskonsums sein.
Ich wollte mit meiner Frage darauf hinaus, daß man manchmal die ärztlichen Diagnosen, gerade im Bereich Psychiatrie/Psychosomatik, nicht als unabänderliche Krankheit annehmen muß/sollte.

Genauso kennst du den Grund für die depressive Phase, was schon sehr viel wert ist.
Oft sind es eben ganz normale menschliche Reaktionen auf Geschehnisse, die mit einer derartigen Diagnose pathologisiert werden.
derFlo hat geschrieben:
04.06.2020 16:13
Um eine Verhaltenstherapie werde ich mich nun bemühen, da ich bisher keinen Psychiater mit der Fachrichtung finden konnte und vieles mit mir selbst ausmachen wollte. Dabei hilft die Medikamentation allerdings nicht, weil das Reflektionsvermögen schon erheblich einschränkt.
Es ist meistens hilfreich, wenn ein Außenstehender professionell draufschaut, wenn man versucht, alles mit sich auszumachen, dreht man sich manchmal im Kreis (so geht es mir hin u wieder).

Und ja, es stimmt, die Medikation kann ein Problem sein - aber das könnte man evtl schon in den probatorischen Sitzungen (mWn sind das 5) merken u wenn es an dem ist bzw auch die Chemie zwischen dem Therapeuten u dir nicht stimmen sollte, kannst du die Therapie noch ohne Konsequenzen ablehnen.
derFlo hat geschrieben:
04.06.2020 16:13
Bin nun sehr verunsichert. Er sagte 1mg Risperidon wären bereits Minimaldosis und ich könnte ruhig sofort auf 0,5 mg heruntergehen. Auf Rückfrage meinte er, dass er eine Patientin sogar mal von 6mg innerhalb von 10 Tagen runterdosiert hätte und die Nebenwirkungen zu vernachlässigen wären. Mich wundert diese Aussage bei mehr als 30 Jahren Erfahrung in dem Bereich.

Florian, das ist das, was ich im obigen Beitrag meinte - du glaubst nicht, wie oft derartige Aussagen hier berichtet werden u das Schlimme ist eben, daß die Patienten die Umsetzung dieser Empfehlungen oft mit unerträglicher Absetzsymptomatik bezahlen.
Wäre es nicht an dem, würde es das Forum nicht geben.

Natürlich gibt es auch Menschen, die relativ problemlos absetzen können, aber man weiß eben vorher nicht, ob man dazu gehört. Deshalb wird hier ein eher vorsichtiges Vorgehen vorgeschlagen, so wie Jamie :) es für dich beschrieb.

Zudem werden Absetzsymptome oft als eine Rückkehr der Grunderkrankung gedeutet, gerade auch, wenn sich Absetzsymptome zeitverzögert (tlw um Monate) einstellen.
Da erkennen die wenigsten Ärzte noch Zusammenhänge, leider!
derFlo hat geschrieben:
04.06.2020 16:13
Ein Mittelweg wäre der sich daraus ergäbe wäre für 6-8 Wochen statt 0,5mg auf 0,75mg zu gehen und zu schauen, ob meine Nebenwirkungen schwächer wären. Sollte ich Nebenwirkungen spüren, könnte ich laut Arztaussage auch tageweise die Dosis erhöhen um das auszugleichen.
Das wäre viel zu viel Stress für das ZNS - ich möchte dir lieber die Reduktion um 10% ans Herz legen - du wärst dann im ersten Schritt bei 0,9 mg.
Dann erstmal schauen, wie es dir damit ergeht.

Es ist oft schwieriger, wenn man einen zu großen Schritt rückgängig machen muß, als wenn man gleich vorsichtiger startet.

Es bleibt natürlich deine Entscheidung u ich weiß auch, daß die umso schwerer fällt, wenn von Ärzten ein anderes Vorgehen, als wir es hier praktizieren, vorgeschlagen wird.

Deshalb lies' dich bitte vorher noch gut in die Infos/verlinkten Texte aus dem Begrüßungstext von Jamie ein.
Evtl hilft dir das bei der Entscheidungsfindung,

liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

krasiva
Beiträge: 390
Registriert: 21.02.2019 11:59

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von krasiva »

Hallo derFlo,

ich reduziere auch Risperidon und kann über Ratschläge deines Arztes nur kopfschütelnd sagen: null Ahnung.

Ich kann mich nur Jamie und Anna anschließen: 10% der letzten Dosis runter zu gehen und zwar mind. 6 Wochen die dosis halten (ich mache es 8 Wochen oder mehr, je nach Verfassung in welcher ich gerade bin).

Mit Risperidon von 1mg auf 0,5mg bin ich beinah in einer Absetzpsychose gerutscht und habe mich auf leicht erhöhter Dosis dann 6 Monate (!!!) stabilisieren müssen.
Also, es hat hier keinen Sinn zu experimentieren nach der Vorschlägen der Ärzte.

In der Klinik erlebte ich auch den Kaltentzug von Quetiapin und hatte ganz schlimme Nebenwirkungen (besonders der Schlaff war vollkommen gestört).
Nervensystem verzeiht einem solche "Experimente" einfach nicht und man wird immer schlechter drann.

Es löhnt sich mehr den Arzt zu überreden, dass er einem die Medikamente verschreibt und den Rest selber machen. Bei Risperidon empfinde ich ehrlich 6 Wochen auch wenig. Es ist einfach ein starkes Mittel (auch bei 1mg) und kann schnell nach hinten los gehen, wenn man nicht aufpasst. Ich würde auch vorgewarnt (falls mir 10% der letzten Dosis zu reduziren zu viel wären, auch weniger als 10% zu reduzieren). Momentan kann ich mir 10% der letzten Dosis erlauben, wenn ich mich damit nicht gut fühlen werde, werde ich aber auch mit kleineren Schritten vorgehen. In meiner Signatur kannst du bisherige Schritte sehen.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung und gutes Gelingen beim reduzieren.

Herzliche Grüße,

krasiva :)
[spoil]Vorgeschichte: zw. März und Anf. Dez. 2018, 4 Klinikaufenthalte wg. Schlaflosigkeit, Panikattacken, Gedankenkarussels. Medik.: Quetiapin (zw. 25 und 150mg). Jeweils nach d. Aufenthalten abgesetzt. 3 Absetzpsychosen da keine Infos über Ausschleichen.

Medikation: Quetiapin (zw. 25 - 150mg) schon in Klinik abgesetzt.
Risperidon 1mg
Atosil 25 mg nach Bedarf

Sonstige Hilfen: Magnesium 400 mg (morg. und abds.)
Mangan 5mg (morg. u. abds.)
Vitamin & Mineral Komplex von Wahrnke (3 x 2 oder mehr morg. bis
nachmittags)
Zink (morg. u. abds.)
Chromium (morg. u. abds.)
Avena comp. Glob. von Wala (morg. u. mitt. jew. 5 u. 1/2 Std. vor
dem schlaffen gehen 10 Glob.)
Stibium D6 Spritzen (morg.) von Weleda nach Bedarf

Bücher: Peter Lehmann (Psychopharmaka absezten)
Julia Ross (Was die Seele essen will)

Foren: Zentrum der Gesundheit
Naturheilkundliche Selbstmedikation
Natura Naturans / Olaf Rippe
Natura Naturans / Margret Madejsky

Zur Medikation: Risperidon 1mg von Mitte Sept. bis Anfang Dez. 2018
Risperidon 0,50mg von Anfang Dez. bis 25.02.2019
Risperidon 0,60mg von 25.02.2019 bis 31.08.2019
Risperidon 0,54mg von 31.08.2019 bis 26.10.2019
Risperidon 0,49mg von 26.10.2019 bis 28.12.2019
Risperidon 0,44mg von 29.12.2019 bis 8.5.2020
Risperidon 0,40mg von 9.5.2020 bis 4.7.2020
Risperidon 0,36mg ab 5.7.2020

ab 1.09.2019 ca. 4 Wochen ziemliche Erschöpfung mit Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Kraftlosigkeit. Immunsystem ist schwach; ganze 8 Wo. Bronchitis.
Brochitis ist Anf. Nov. 2019 besser geworden, aber dafür bekam ich ziemliche Erkältung, ca. 10 Tage. Danach besser, nur Kraftlosigkeit noch ziemlich vorhanden.
Ganzer Februar 2020 schlap. Dazu von Mitte Februar bis Anfang März Erkältung mit Herpes u. leicht. Fieber und schmerzhafte Schwellung einer Backe und teilweise Zahnfleisch. Die Entzündung hat noch den ganzen April gedauert.[/spoil]

darian92
Beiträge: 30
Registriert: 19.03.2020 16:23

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von darian92 »

Hallo derFlo, :)

Ich schliesse mich da @krasiva an! :)
das reduzieren sollte man Vorsichtig angehen lassen - ich habe es selbst aus eigenem leib erfahren, ich reduziere mit der micro-tapering Methode, wo man wirklich micro Mengen reduziert und selbst da merke ich manchmal einen leichten Entzug, der auch mal deutlicher zu spüren sein kann.
aber damit ist man auf der sicheren Seite- sofern man es nicht übertreibt!

auch ich heisse dich hier herzlich willkommen im Forum und wünsche dir einen regen Austausch und nicht zu vergessen , viel Erfolg! :)

Liebe Grüsse
Darian
Diagnosen: paranoide schizophrenie (selbst eingehandelte Diagnose, daher sehr fragwürdig)
angeblich andauernde Persönlichkeitsänderung.

aktuell keine Symptome einer psychischen Erkrankung, ausser einer grenzwertigen antriebslosigkeit, die meine Selbständigkeit nicht gefährdet.
Stressempfindlichkeit bei Reisen über 1 bis 2 ( auto , bahn, bus)Stunden(überforderungsgefühle und Anspannung). ansonsten symptomfrei und psychisch gesund.
edit: aktuell aber symptomabschwächung
arterielle hypertonie (Bluthochdruck-tachykardie)
hypotheriose (schilddrüsenunterfunktion und chronische Entzündungder Schilddrüse)

seit April 2019 Anwendung der wasserlösemethode und der micro- tapering methode in sehr kleinen schrittchen:
anfangs 4 mg risperidon (16.08.17)
aktuell:
15.12.19 - 1,5 mg-risperidon
15.01.20 1,47 mg risperidon
nach längerer reduktionspause:
22.05.20 - 1,45 mg -- risperidon (selten hyperakusis, leichte Unruhe,kurze angstgefühle)
1.06.20 - 1,43 mg --risperidon ( zeitweise entzug - Schwindel, Unwohlsein, Erschöpfung zeitweise , kurze depressive Phasen , leichte Suizid Gedanken ohne suizidale Absicht und wenn dann nur ganz kurzes durchflackern der Gedanken. nicht wissend ob Entzug oder nicht sonst weitgehend Symptome frei )
ENDE JUNI , BESSERUNG!

zusätzliche Medikamente : morgens l-tyroxhin, 125 Mikrogramm 30 min vor dem Frühstück auf nüchteren Magen
metoprolol succinat 95 mg täglich mittags ne halbe und zur Nachtne halbe

derFlo
Beiträge: 1
Registriert: 03.06.2020 19:59

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von derFlo »

Hallo Hallo,

Ich wollte mal eine kleine Rückmeldung geben.

Also ich habe Risperidon nachdem ich viel Respekt davor hatte doch direkt auf 0,5 mg von 1 mg herabgesetzt. Das ist aber nicht alles - Ich hab mich mit Makronährstoffen beschäftigt und parallel durch Supplemente Vitamin A-Z, Omega 3 und Vitamin D auf Vordermann gebracht. Habe dazu auch viele Dinge gelesen, das es positive Effekte hat.

Dem muss ich voll zustimmen. Das Gefühl benebelt zu sein hat stark nachgelassen. Meine Gefühlbreite und Intensität hat zugenommen und gleichzeitig Ruh ich viel mehr in mir selbst. Und das wichtigste - Mein Antrieb ist wieder viel stärker, kann mich auch besser Fokussieren. Mach inzwischen wieder 4 mal die Woche Sport und bin sehr zufrieden.

Jetzt fehlt nurnoch ein neuer Beruf und dann kann ich mich endlich aus der Opferrolle befreien, die einem leider sehr stark eingetrichtert wird. Ich denke am Mindset kann ich nun auch langsam wieder anfangen zu arbeiten.

Ich bin wirklich zufrieden mit allem :) Denke aber das ich meine Medikamentendosis so noch 2 Jahre weiterfahren will, weil es mich nur noch wenig einschränkt.

Ich danke euch für eure Beiträge, die haben mir viel Mut gemacht! Ich werde alle paar Wochen mal ein Statusupdate geben :)

Liebe Grüße
Flo
2018 - Manische Episode (Cannabiskonsum, private Rückschläge)
Akutbehandlung 2018 - 1 mg Risperidon, 500mg Ergenyl (2x tägl.)
Absetzen der Medikamente nach Abschwellen der Manie
2019 - Manische Episode mit psychotischen Symptomen (Cannabiskonsum, private Rückschläge)
Seit März 2019 1mg Risperidon, 500mg Ergenyl (2x täglich)
Aktueller Stand: 1mg Risperidon, 150mg Ergenyl 1x täglich
Juni 2020: 0,5mg Risperidon+150mg Ergenyl
August 2020: 0,5 mg Risperidon - Ergenyl ausgeschlichen

Towanda
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Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von Towanda »

Hallo Flo,

kannst Du bitte Deine Signatur noch aktualisieren? Das ist wichtig für alle, die hier mitlesen - danke!

Viele Grüße, Towanda
► Text zeigen

13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

krasiva
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Registriert: 21.02.2019 11:59

Re: derFlo: Manisch Depressiv - Risperidon herabsetzen

Beitrag von krasiva »

Hallo Flo,

Risperidon habe ich (unwissend) auch von 1mg auf 0,5mg reduziert. Die Folge war, dass ich erst nach ca.4 bis 5 Wo. (also zeitversetzt) die Symptome mit Schlaflosigkeit und fast gerutscht zu werden in die Psychose erlebt habe (beschleunigtes Denken, Reizüberflutung bei jeder Kleinigkeit, wie gepuscht zu werden). Mich haben der Forum hier, meine NEM's und reizarmes Leben in jeder Hinsicht gerettet und dazu sich auf leicht erhöhter Dosis 6 Monate danach zu stabilisieren. Seitdem reduziere ich (wenn mir gut geht) jede 8 Wochen oder auch später (wenn mir gerade nicht gut geht). Ich habe bei jeder Reduktion trotzdem die Symptome, die sich aber im Rahmen halten.

Hier wird höchstens 10% der letzten Dosis bei der Reduktion empfohlen. Was du gerade tust ist sehr leichtsinnig. Ich verstehe nicht, was deine Anregungen hier in Forum sind, wenn du dich daran nicht hälts. Du reduzierst den hochpotenten Neuroleptika (den ich übrigens auch reduziere) direkt um 50%. Das ist nichts gutes und ich habe dazu keine Ratschläge parat. Deine gegenwärtige Reaktion empfinde ich als leicht "gepuscht", sehe da nichts gutes. Auch zu viel Sport kann nach hinten los gehen (dieselbe Reaktion hatte ich in meinen Aufenthalten in der Klinik auch).

Besorgte Grüße,

krasiva
[spoil]Vorgeschichte: zw. März und Anf. Dez. 2018, 4 Klinikaufenthalte wg. Schlaflosigkeit, Panikattacken, Gedankenkarussels. Medik.: Quetiapin (zw. 25 und 150mg). Jeweils nach d. Aufenthalten abgesetzt. 3 Absetzpsychosen da keine Infos über Ausschleichen.

Medikation: Quetiapin (zw. 25 - 150mg) schon in Klinik abgesetzt.
Risperidon 1mg
Atosil 25 mg nach Bedarf

Sonstige Hilfen: Magnesium 400 mg (morg. und abds.)
Mangan 5mg (morg. u. abds.)
Vitamin & Mineral Komplex von Wahrnke (3 x 2 oder mehr morg. bis
nachmittags)
Zink (morg. u. abds.)
Chromium (morg. u. abds.)
Avena comp. Glob. von Wala (morg. u. mitt. jew. 5 u. 1/2 Std. vor
dem schlaffen gehen 10 Glob.)
Stibium D6 Spritzen (morg.) von Weleda nach Bedarf

Bücher: Peter Lehmann (Psychopharmaka absezten)
Julia Ross (Was die Seele essen will)

Foren: Zentrum der Gesundheit
Naturheilkundliche Selbstmedikation
Natura Naturans / Olaf Rippe
Natura Naturans / Margret Madejsky

Zur Medikation: Risperidon 1mg von Mitte Sept. bis Anfang Dez. 2018
Risperidon 0,50mg von Anfang Dez. bis 25.02.2019
Risperidon 0,60mg von 25.02.2019 bis 31.08.2019
Risperidon 0,54mg von 31.08.2019 bis 26.10.2019
Risperidon 0,49mg von 26.10.2019 bis 28.12.2019
Risperidon 0,44mg von 29.12.2019 bis 8.5.2020
Risperidon 0,40mg von 9.5.2020 bis 4.7.2020
Risperidon 0,36mg ab 5.7.2020

ab 1.09.2019 ca. 4 Wochen ziemliche Erschöpfung mit Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Kraftlosigkeit. Immunsystem ist schwach; ganze 8 Wo. Bronchitis.
Brochitis ist Anf. Nov. 2019 besser geworden, aber dafür bekam ich ziemliche Erkältung, ca. 10 Tage. Danach besser, nur Kraftlosigkeit noch ziemlich vorhanden.
Ganzer Februar 2020 schlap. Dazu von Mitte Februar bis Anfang März Erkältung mit Herpes u. leicht. Fieber und schmerzhafte Schwellung einer Backe und teilweise Zahnfleisch. Die Entzündung hat noch den ganzen April gedauert.[/spoil]

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