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Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

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Smithovic
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Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Smithovic »

Hallo ihr Lieben,

Ich bin seit Jahren stille Mitleserin und habe dank eurer Ratschläge zunächst erfolgreich über 2 Jahre Venlafaxin 75mg Retard mt der Kügelchenmethode ausgeschlichen.
Diese habe ich ursprünglich aufgrund von einer Erkrankung Namens "Posturales Tachykardie Syndrom" verschrieben bekommen. Jedenfalls geht diese Krankheit auch aufgrund hoher Adrenalinwerte mit einer Angststörung und Panikstörung einher, wobei ich auch schon viele Traumata erlebt habe.
Ich würde sagen, dass meine Panikattacken zu 50% physisch und zu 50% psychisch bedingt sind.
Jedenfalls habe ich vor 4 Monaten das letzte Kügelchen genommen.

Nun ist mein 39 jähriger Schwager gestorben und lag vorher eine Woche im Koma. Ich war so dumm ihn zu besuchen obwohl ich mir schon gedacht habe, dass der Anblick wieder Panikattacken triggern könnte. Erstmal habe ich das gut vertragen. Es hat drei Wochen danach bis zu Beerdigung gedauert. Auch das war ok. Einen Tag später war ich dann auf einer Geburtstagsfeier und den Tag danach (genau heute vor einer Woche) entsprechend verkatert und dann folgte die schlimmste PA in meinem Leben. Ich war im Krankenhaus und dachte wirklich ich sterbe! Ich bekam 2 mg Tavor und wurde als ich mich etwas beruhigt hatte nachhause geschickt.
Seitdem befinde ich mich in einer schlimmen Phase.

Seit dem ich kein Venlafaxin mehr nehme habe ich immerwieder Wellen gespürt, sowie kurz vor einer Panikattacke und manchmal hatte ich sogar eine kleine.

Ich weiß, dass ich unbedingt wieder Medikamente brauche, die mein Adrenalin hemmen und habe Venlafaxin sehr gut vertragen.
Nun war ich am Donnerstag in der Psychiatrischen Ambulanz und stehe auf der Warteliste für einen stationären Aufenthalt um das Venlafaxin wieder einzuschleichen. Leider traue ich den Ärzten nicht und befürchte, dass diese mich direkt wieder auf 37,5mg eindosieren.
Zuhause möchte ich das aber auch nicht alleine machen da ich angst vor Unverträglichkeiten haben.

Was würdet ihr mir raten?

Aktuell habe ich zur Beruhigung Pipamperon 20mg nach Bedarf.

Liebe Grüße,

Becky :zombie:
Venlafaxin
2010 2 Wochen 37,5mg danach 75mg
2018 langsames Ausschleichen mit der Kügelchenmethode über zwei Jahre hinweg (immer 1 Kügelchen weniger, das hier aufzuschreiben wäre irre)
12.2019 das letzte Kügelchen

Seitdem immer wieder angespannt, angstgestört, teilweise kleine Panikattacken

01.06.2020 ganz heftige Panikattacke -> 2mg Tavor
02.06.2020 - 03.06.2020 mit Baldriantropfen über Wasser gehalten
04.06.2020 panikattacken -> pipamperon von der psych ambulanz bekommen (20mg 2x) gut und viel geschlafen
05.06.2020 unruhe
06.06.2020 schlimme angstzustände wieder 2x 20mg pipamperon und gut geschlafen
07.06.2020 morgens 20mg pipamperon (langer Mittagsschlaf, abends unruhig) nochmal 20mg pipamperon
08.06.2020 Ein guter Tag bis 21 Uhr -> leichte Panikattacke -> 20mg pipamperon

Sonne27
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Re: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Becky,

Es tut mir leid das es Dir so schlecht geht und Du am 31.05.2020 eine heftige Panikattacke hattest.

Laut deiner Signatur bist du seit Februar 2020 auf 0mg und demnach befindet sich dein ZNS noch im Heilungsprozess, der eine lange Zeit andauern kannst.

Du schreibst du hast genau vor 1 Woche Alkohol getrunken und 1 Tag später die heftige Panikattacke gehabt, ich denke ganz stark das der Alkohol getriggert hat.

Alkohol kann Absetzsymptome massiv verstärken, und Panikattacken gehören soweit ich weiß zu den Typischen Absetzsymptomen.

Ich persönlich, habe während des Entzug's nicht mal Schokolade mit Alkohol vertragen, wo ja nur geringe Mengen drin sind. Wenn ich Schokolade (Batida de Coco Schokolade) gegessen habe, konnte ich die Uhr danach stellen das meine Symptome schlimmer werden.

Seitdem habe ich wirklich auf kleinstmengen Alkohol verzichtet, auch jetzt nach 0.

Ich weiß nicht ob das Eindosieren von einer zu hohen Dosis Venlafaxin Sinn macht und vermutlich werden diese dir dort Medikamente "schmackhaft" machen. Denn eine kleinere Menge Venlafaxin gibt es ja vom Hersteller nicht und ich kann mir nicht vorstellen, das die dir in der Klinik Kügelchen für Kügelchen wieder eindosieren.

Bei einer zu hohen Dosis, soweit mir bekannt ist und bei einer Wiedereinnahme nach 6 Wochen steigt das Risiko mit Unverträglichkeit zu reagieren.

Ich kann Dir nur ans Herz legen, es doch alleine in Mini Mini Schritten wenn dann wieder einzuschleichen, obwohl ich persönlich die Panikattacken während dem Absetzen und jetzt auch danach dem Absetzen von Venlafaxin zuordnen würde.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]

padma
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Re: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von padma »

hallo Becky, :)

auch von mir willkommen.

Ich sehe es wie Sonne :) , dass dein ZNS durch das Absetzen noch sehr sensibel ist, zudem gab es Auslöser für deine Panikattacke. Jemanden im Koma zu sehen, die Trauer über den Tod des Angehörigen, die Beerdigung, das ist schon eine ganze Menge. Und dann noch der Alkohol.
Mein Mitgefühl zum Tod deines Schwagers.
Ich weiß, dass ich unbedingt wieder Medikamente brauche, die mein Adrenalin hemmen und habe Venlafaxin sehr gut vertragen.
Heisst das, du möchtest Venlafaxin als Langzeitmedikation in einer "therapeutischen" Dosis? In dem Falle wärst du bei uns falsch, unser Thema ist das Absetzen von Psychopharmaka nicht das längerfristige Einnehmen.

Wenn du überlegst, Venlafaxin in einer Minmalstdosis zum Abfangen der Entzugssymptome wiedereinzudosieren um es anschliessend wieder auszuschleichen, wärst du bei uns richtig.

Allerdings bist du bereits seit Februar auf 0, da ist es fraglich, ob ein Wiedereindosieren einer Minmalstmenge noch möglich ist und noch greifen würde.

Venlafaxin hemmt v.a. die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. D.h. es soll die Aktivität dieser Botenstoffe im ZNS erhöhen, nicht hemmen!

Hast du denn über Alternativen zu einem Psychopharmakon nachgedacht? Ich würde aus diesen Panikattacken, die ja einen Auslöser hatten, nicht schliessen, dass du ein Psychopharmakon brauchst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Jamie
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Jamie »

Hallo Smithovic, :)

ich würde dir keine Klinik zum Venlafaxinwiedereindosieren anraten.
Die werden dich gleich auf 37,5mg setzen und dann musst du schauen, wie du klar kommst.
Das ist ein viel höheres Risiko als es daheim in Eigenregie und ganz langsam selbst zu versuchen.

Unverträglichkeitsreaktionen sind bei Microdosierungen sehr unwahrscheinlich.
Genau aus dem Grund empfehlen wir auch ein solches Vorgehen.
Wenn du mit 0,5mg anfangen würdest, und dann bei Verträglichkeit steigern würdest, wird dir sicher nicht viel geschehen, im schlimmsten Fall ein paar unangenehme Tage und man kann es ja sofort weglassen, wenn es einem nicht bekömmlich erscheint.

Ich selber habe auch nicht ganz verstanden, wie man bei zu viel Adrenalin SNRI verordnet?
Ich bin aber an der physiologischen Erklärung interessiert.
Weil SNRI erhöhen ja eigentlich die Neurotransmitterkonzentration. Geht der Effekt darüber, dass bei längerer Einnahme dann eine Downregulation der Rezeptoren erfolgt?

Inwiefern ist es dir möglich dir psychologische Unterstützung zu holen?
Der Anblick deines Schwagers im Koma und dann dessen Tod haben dich vermutlich retraumatisiert, was mir sehr leid tut. Meine Anteilnahme auch zum Tod deines Angehörigen :(.

Im Zweifel ist neben therapeutischer Unterstützung auch zu überlegen, ob man sich nicht vom Hausarzt eine Kleinpackung Notfall-Benzo wie zB Lorazepam (gegen Panikattacken und Gefühle von Unerträglichkeit) verordnen lässt, einem guten Vertrauten 9 davon zur Aufbewahrung gibt und selber eine Tablette als Notfalltablette im Portemonnaie bei sich behält.
Viele beruhigt es einfach zu wissen, dass sie etwas da haben und im Akutfall einnehmen könnten.
Besser, als sich deshalb dauerhaft auf AD setzen zu lassen, wäre und ist es allemal.

Hast du eigentlich schon Erfahrungen mit Entspannungsmethoden, zB achtsamkeitsbasiertes Arbeiten, Meditation, Progressive Muskelentspannung, geführte Fantasiereisen, Bodyscan u.v.m?
Das kann ein übererregtes ZNS auch positiv beeinflussen.

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Annanas
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Annanas »

Hallo Becky :) ,
Smithovic hat geschrieben:
07.06.2020 17:44
Ich weiß, dass ich unbedingt wieder Medikamente brauche, die mein Adrenalin hemmen
Vorab, ich bin kein Arzt - habe mich aber eine Weile mal mit POTS beschäftigt, weil ich während des Absetzens kurzzeitig diese Dysregulation hatte.

Was ich nicht ganz verstehe, ist, daß dir Venlafaxin verschrieben wurde - Venlafaxin fällt in die Gruppe Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.
Die Wiederaufnahmehemmung bezieht sich aber auf die Abgabe in die Körperzellen - im Gehirn wird da nichts gehemmt- im Gegenteil, es soll durch den Wirkstoff erreicht werden, daß das Serotonin/Noradrenalin länger im synaptischen Spalt verweilt u dadurch die Menge der Neurotransmitter erhöht wird.

Noradrenalin u Adrenalin sind verwandte Stresshormone, zwar nicht ganz identisch in der Wirkweise, aber beide erhöhen durch Aktivierung des Sympathikus bspw Blutdruck u Herzfrequenz - deshalb sind dieses auch häufige NW bei der Einnahme von Venlafaxin.

Beim POTS ist es ja häufig der Fall, daß bei Positionswechsel (vom Liegen o Sitzen) der BD stark absinkt u dementsprechend der Puls anfängt, zu rasen, um den BD zu erhöhen, dabei wird dann auch Adrenalin ausgeschüttet.
Aber so viel ich weiß, ist der BD nicht ständig zu niedrig.

Mir erschließt sich da nicht, daß mit Venlafaxin ein Medikament verordnet wird, was im Grunde dauerhaft für eine Antriebssteigerung, eine Aktivierung des Sympathikus u damit auch für vermehrte Adrenalinausschüttung sorgt.

Das kann auf Dauer selbst zu Panikattacken u starker Unruhe führen.

Das sind mal so meine Gedanken dazu - ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreibern an, was die Ursachen deines jetzigen Befindens betrifft.

Liebe Grüße von Anna

Edit: überschnitten mit Jamie :)
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Smithovic
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Smithovic »

Vielen Dank für eure Antworten!

Zu Jamie:

Die Befürchtung, dass ich gleich auf 37,5mg gesetzt werde habe ich auch.
Ich habe noch eine Packung 37,5mg retard Kapseln mit jeweils drei Pellets und überlege zuhause einfach 2 von 3 rauszunehmen und eigenständig bei 12,5mg einzusteigen.

Wie sähe hier das Risiko aus?

Ich bin auch kein Arzt aber es ist eine sehr gängige Methode SNRI's gegen POTS zu verschreiben um den Parasympathikus zu stimulieren und so der autonomen Dysfunktion entgegenzuwirken.
Und wenn das alles passiert hat man die starken Symptome nicht mehr und empfindet auch nicht mehr so starke Ängste.

Ich habe schon Meditationen und Entspannungsmethoden ausprobiert. Diese helfen nur kurzweilig.

Danke für deine Anteilnahme :)
Psychologische Unterstützung erfahre ich durch Freund, Freunde und Familie <3
Jamie hat geschrieben:
08.06.2020 10:25
Hallo Smithovic, :)

ich würde dir keine Klinik zum Venlafaxinwiedereindosieren anraten.
Die werden dich gleich auf 37,5mg setzen und dann musst du schauen, wie du klar kommst.
Das ist ein viel höheres Risiko als es daheim in Eigenregie und ganz langsam selbst zu versuchen.

Unverträglichkeitsreaktionen sind bei Microdosierungen sehr unwahrscheinlich.
Genau aus dem Grund empfehlen wir auch ein solches Vorgehen.
Wenn du mit 0,5mg anfangen würdest, und dann bei Verträglichkeit steigern würdest, wird dir sicher nicht viel geschehen, im schlimmsten Fall ein paar unangenehme Tage und man kann es ja sofort weglassen, wenn es einem nicht bekömmlich erscheint.

Ich selber habe auch nicht ganz verstanden, wie man bei zu viel Adrenalin SNRI verordnet?
Ich bin aber an der physiologischen Erklärung interessiert.
Weil SNRI erhöhen ja eigentlich die Neurotransmitterkonzentration. Geht der Effekt darüber, dass bei längerer Einnahme dann eine Downregulation der Rezeptoren erfolgt?

Inwiefern ist es dir möglich dir psychologische Unterstützung zu holen?
Der Anblick deines Schwagers im Koma und dann dessen Tod haben dich vermutlich retraumatisiert, was mir sehr leid tut. Meine Anteilnahme auch zum Tod deines Angehörigen :(.

Im Zweifel ist neben therapeutischer Unterstützung auch zu überlegen, ob man sich nicht vom Hausarzt eine Kleinpackung Notfall-Benzo wie zB Lorazepam (gegen Panikattacken und Gefühle von Unerträglichkeit) verordnen lässt, einem guten Vertrauten 9 davon zur Aufbewahrung gibt und selber eine Tablette als Notfalltablette im Portemonnaie bei sich behält.
Viele beruhigt es einfach zu wissen, dass sie etwas da haben und im Akutfall einnehmen könnten.
Besser, als sich deshalb dauerhaft auf AD setzen zu lassen, wäre und ist es allemal.

Hast du eigentlich schon Erfahrungen mit Entspannungsmethoden, zB achtsamkeitsbasiertes Arbeiten, Meditation, Progressive Muskelentspannung, geführte Fantasiereisen, Bodyscan u.v.m?
Das kann ein übererregtes ZNS auch positiv beeinflussen.

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
Venlafaxin
2010 2 Wochen 37,5mg danach 75mg
2018 langsames Ausschleichen mit der Kügelchenmethode über zwei Jahre hinweg (immer 1 Kügelchen weniger, das hier aufzuschreiben wäre irre)
12.2019 das letzte Kügelchen

Seitdem immer wieder angespannt, angstgestört, teilweise kleine Panikattacken

01.06.2020 ganz heftige Panikattacke -> 2mg Tavor
02.06.2020 - 03.06.2020 mit Baldriantropfen über Wasser gehalten
04.06.2020 panikattacken -> pipamperon von der psych ambulanz bekommen (20mg 2x) gut und viel geschlafen
05.06.2020 unruhe
06.06.2020 schlimme angstzustände wieder 2x 20mg pipamperon und gut geschlafen
07.06.2020 morgens 20mg pipamperon (langer Mittagsschlaf, abends unruhig) nochmal 20mg pipamperon
08.06.2020 Ein guter Tag bis 21 Uhr -> leichte Panikattacke -> 20mg pipamperon

JJack
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von JJack »

Hi,
natürlich bin auch ich kein Arzt, wollte aber anmerken dass es eher nicht die noradrenalin Wiederaufnahme Hemmung ist die hier wirkt. Für POTS können auch ssri verschrieben werden und bis irgendwo um die 100+mg ist venlafaxin genau das...ein ssri. Erst in höheren Dosen kommt es zur SNRI Wirkung.
Betablocker werden da wohl auch häufiger verwendet.
Lg Jack
-7 Jahre Venlafaxin (erst 150mg, dann 300mg seit ca 3 Jahren)
-November 2017: Mirtazapin für einen Monat, dann abgesetzt wegen Nebenwirkungen
-Januar/Februar 2018 absetzen von Venlafaxin iA mit Psychiater (pro woche 75mg) und einschleichen von Escitalopram (auf 10 mg) über eine Woche.
-Februar/März 2018: nur Escitalopram 10
-Anfang/Mitte März 2018: Escitalopram beendet wegen Blutdruck/Herzfrequenz, seit dem ohne AD
-Ende April wieder 5mg Escitalopram, nach einer Woche 10 mg
-08.05. austausch gegen Duloxetin 30mg
-07/08 18 ganz ohne Tabletten
-ab 09/18 wieder Venlafaxin bis 130 mg im Winter, meist jedoch um 100 mg
-seit Februar absetzen in 12,5 mg schritten, Anfangs alle zwei, dann alle 4 Wochen
-seit April 19 bei 37,5mg mit zunehmenden kognitiven beeinträchtigungen, Traurig und Hoffnungslosigkeit ohne Grund
-seit 02.06. aufdosiert auf ca 41mg, etwas Besserung aber nicht toll
-19.06. aufdosiert auf 43mg, wechselhafte Tage
-05.07. Wechsel auf morgendliche Einnahme - nach wenigen Tagen zurück
08/19 auf 50 mg stabilisiert
bis 12/19 auf 37,5 mg reduziert halbwegs stabil
02/20 Pantozol abgesetzt- zunehmend schlechter, trauriger, müde, Gänsehaut.
Ende März 2020-Venlafaxin auf 0mg wechselnde Symptome
(Unruhe, gereizt, wässrige tränende Augen bei jeder Emotion usw...ständiger Wechsel und ALS Angst verstärkt)
16.06.20 3mg Venlafaxin Wiedereindosiert

Smithovic
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Smithovic »

Hi Jack :) Danke für die Aufklärung. Das wusste ich tatsächlich nicht. Ich bin wirklich überrascht wie viele Menschen mittlerweile POTS kennen :O
Darf ich fragen woher du POTS kennst?
Betablocker waren ganz fatal bei mir, da ich eh immer einen sehr niedrigen Blutdruck habe und mit Betablockern auf 70/40 abgesackt bin.
Von daher bleibt mir leider nur ein AD. Nur mit erhöhter Salzzufuhr und Sport ist mir leider nicht zu helfen. Ich muss schnell wieder arbeitsfähig werden, da ich momentan auch mein Abi nebenher nachmachen und dieses nicht pausieren möchte.

Ich überlege evtl ein anderes AD auszuprobieren. Sertralin in etwa? Das soll geringere Nebenwirkungen haben. Was sagst du dazu?
Venlafaxin
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Annanas
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Annanas »

Liebe Rebecca :),
das Ziel des Forums ist es, sich gegenseitig beim Absetzen von PP zu unterstützen - wir können hier keine Krankheiten behandeln - bitte sprich' mit deinem Arzt darüber.
Smithovic hat geschrieben:
08.06.2020 14:29
Ich überlege evtl ein anderes AD auszuprobieren. Sertralin in etwa? Das soll geringere Nebenwirkungen haben. Was sagst du dazu?
Das Forum ist aus gutem Grund psychopharmakakritisch aufgestellt, ein Austausch zu PP ist gem unseren Regeln nicht gestattet.
Es gibt viele andere Plattformen, wo dieses möglich ist.

Es tut mir leid, Becky, aber unsere Ausrichtung ist nun mal eine andere - wobei wir dir helfen könnten, hat Padma :) in ihrem Beitrag angeführt.

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

JJack
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von JJack »

Huhu,

Ich lese einfach nur viel. Gerade als Herzpatient bin ich lieber auf der informierten seite bevor mir irgendwas angedreht wird weil ein Arzt nur halb Ahnung hat. Hätte ich mich nur damals bei dem Venlafaxin so informiert. Vorhin nochmal geschaut... Die Vermutung beruht darauf dass ssri den Blutdruck erhöhen/weniger abfallen lassen und somit den Kreislauf stabiler halten.

"We hypothesized that they act to increase blood pressure (BP) and attenuate reflextachycardia, thereby improving symptoms."

Anderer SSRI... Das ist immer so eine Sache. Da weis man nie wer was verträgt. Wenn das venlafaxin gewirkt hat, die nw erträglich sind und es keine Alternative gibt würde ich persönlich wohl dabei bleiben und es in minischritten soweit erhöhen bis es reicht.

Lg
-7 Jahre Venlafaxin (erst 150mg, dann 300mg seit ca 3 Jahren)
-November 2017: Mirtazapin für einen Monat, dann abgesetzt wegen Nebenwirkungen
-Januar/Februar 2018 absetzen von Venlafaxin iA mit Psychiater (pro woche 75mg) und einschleichen von Escitalopram (auf 10 mg) über eine Woche.
-Februar/März 2018: nur Escitalopram 10
-Anfang/Mitte März 2018: Escitalopram beendet wegen Blutdruck/Herzfrequenz, seit dem ohne AD
-Ende April wieder 5mg Escitalopram, nach einer Woche 10 mg
-08.05. austausch gegen Duloxetin 30mg
-07/08 18 ganz ohne Tabletten
-ab 09/18 wieder Venlafaxin bis 130 mg im Winter, meist jedoch um 100 mg
-seit Februar absetzen in 12,5 mg schritten, Anfangs alle zwei, dann alle 4 Wochen
-seit April 19 bei 37,5mg mit zunehmenden kognitiven beeinträchtigungen, Traurig und Hoffnungslosigkeit ohne Grund
-seit 02.06. aufdosiert auf ca 41mg, etwas Besserung aber nicht toll
-19.06. aufdosiert auf 43mg, wechselhafte Tage
-05.07. Wechsel auf morgendliche Einnahme - nach wenigen Tagen zurück
08/19 auf 50 mg stabilisiert
bis 12/19 auf 37,5 mg reduziert halbwegs stabil
02/20 Pantozol abgesetzt- zunehmend schlechter, trauriger, müde, Gänsehaut.
Ende März 2020-Venlafaxin auf 0mg wechselnde Symptome
(Unruhe, gereizt, wässrige tränende Augen bei jeder Emotion usw...ständiger Wechsel und ALS Angst verstärkt)
16.06.20 3mg Venlafaxin Wiedereindosiert

Smithovic
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Smithovic »

Ok. Danke :)

Annanas hat geschrieben:
08.06.2020 15:27
Liebe Rebecca :),
das Ziel des Forums ist es, sich gegenseitig beim Absetzen von PP zu unterstützen - wir können hier keine Krankheiten behandeln - bitte sprich' mit deinem Arzt darüber.
Smithovic hat geschrieben:
08.06.2020 14:29
Ich überlege evtl ein anderes AD auszuprobieren. Sertralin in etwa? Das soll geringere Nebenwirkungen haben. Was sagst du dazu?
Das Forum ist aus gutem Grund psychopharmakakritisch aufgestellt, ein Austausch zu PP ist gem unseren Regeln nicht gestattet.
Es gibt viele andere Plattformen, wo dieses möglich ist.

Es tut mir leid, Becky, aber unsere Ausrichtung ist nun mal eine andere - wobei wir dir helfen könnten, hat Padma :) in ihrem Beitrag angeführt.

Liebe Grüße von Anna
Venlafaxin
2010 2 Wochen 37,5mg danach 75mg
2018 langsames Ausschleichen mit der Kügelchenmethode über zwei Jahre hinweg (immer 1 Kügelchen weniger, das hier aufzuschreiben wäre irre)
12.2019 das letzte Kügelchen

Seitdem immer wieder angespannt, angstgestört, teilweise kleine Panikattacken

01.06.2020 ganz heftige Panikattacke -> 2mg Tavor
02.06.2020 - 03.06.2020 mit Baldriantropfen über Wasser gehalten
04.06.2020 panikattacken -> pipamperon von der psych ambulanz bekommen (20mg 2x) gut und viel geschlafen
05.06.2020 unruhe
06.06.2020 schlimme angstzustände wieder 2x 20mg pipamperon und gut geschlafen
07.06.2020 morgens 20mg pipamperon (langer Mittagsschlaf, abends unruhig) nochmal 20mg pipamperon
08.06.2020 Ein guter Tag bis 21 Uhr -> leichte Panikattacke -> 20mg pipamperon

nadelwaldfichte
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von nadelwaldfichte »

Hallo,

Ich meine, Quietscheentchen :-) hat doch auch POTS!? Soweit ich weiß will sie aber auf Dauer ohne AD klarkommen, vielleicht kann sie ja Input dazu geben?

LG nadelwaldfichte
Now let me feel high when I'm sober - Let me feel young when I'm older - Let me feel proud when it's over - I finally realized - All of this time it was in me - All along, it was in me... (Avril Lavigne)

seit ca. März 2014:
Escitalopram 10 mg (kurz Citalopram, aber wegen der Nebenwirkungen wurde dann relativ schnell umgestellt), wegen leichterer/mittelschwerer Depression und Selbstunsicherheit (und Ängsten – was ich vergessen hatte) --> ich wurde mit den Jahren recht stabil, daher Beginn des Absetzens

Ende Oktober 2018: Reduktion von 10 mg auf 5 mg Escitalopram

21.03.2019: quasi kaltes Absetzen der 5 mg (nach Rat meines Arztes) / alle paar Tage 5 mg, wenn ich den Schwindel nicht aushielt

03.04.2019: Tja... Mein Arzt sagt mir, dass es auch Tropfen gibt, mit denen man milligrammweise reduzieren kann. Alle paar Tage 2, dann alle paar Tage 1 Tropfen.

18.04.2019: Letzter Tropfen Escitalopram. Seitdem im protrahierten Entzug...

Einige gesundheitliche Probleme. Einige haben sich über die letzten 1-2 Jahre eingeschlichen, einige sind spontan genau zu dieser Zeit aufgetreten. Ich verstehe lange nicht, was mit mir los ist.
Erst Ende Juli finde ich dieses Forum und mir wird vieles klar!

Entzugssymptome (einiges hat sich relativiert, mit anderem kämpfe ich noch):
Körperlich: Erschöpfung / Probleme, zu schlafen / Probleme mit der Stimme, Fehlspannung der vorderen Halsmuskulatur, Druck im Hals / Magen/Darm-Probleme / Allergien, hyperreagible Bronchien, Atemprobleme / Probleme mit den Augen / Unterleibsschmerzen / unangenehme Hitze zwischen den Oberschenkeln / Herzstolpern / erhöhte Entzündungswerte / Hautprobleme, hauptsächlich am Kinn / Inneres Vibrieren / Schwindel (im akuten Entzug)
Psychisch: Unsicherheit / Emotionale Instabilität, Labilität / Schlechte Belastbarkeit / Zittrigkeit, innere Unruhe / Depression / Konzentrationsprobleme

Jamie
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Jamie »

Liebe JJack,

kannst du die Quelle zu deinem Zitat nachreichen?
Du weißt schon, wir müssen auf das Urheberrecht achten.
Danke schön :)


Hallo Smithovic,

ich werde bei Quietscheentchen mal anfragen, ob sie bei dir reingucken kann (sofern das nicht schon ein anderer getan hat).
Sie hat POTS und ist mit den Psychopharmaka leider sehr gecrasht.

Mir wäre wohler, du würdest andere Wege finden.
Noch mal zu den Plättchen. Sind da wirklich nur 2 Plättchen in der Kapsel? ist das Heumann?
Die wären leider gar nicht zum Wiedereindosieren geeignet, viel zu große Wirktstoffbeladung pro Plättchen :(.

Ergänzung: ich möchte gerne noch einmal nachfragen.
Du schreibst du hast Venlafaxin über 2 Jahre vorsichtig abgesetzt und dass du die Schritte leider nicht wiedergeben kannst. Besteht deines Erachtens aber die Möglichkeit, dass du am Ende doch zu schnell / ungeduldig warst?

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Quietscheentchen
Beiträge: 1201
Registriert: 01.10.2018 03:43
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Re: Smithovic: Venlafaxin erneut einschleichen?

Beitrag von Quietscheentchen »

Hallo,

ah, ich wurde gerufen! :D

Ja, ich habe auch POTS. Bei mir ist es so, dass ich aber deshalb und aufgrund weiterer Erkrankungen nicht arbeitsfähig bin.

Du schreibst, zu 50% sind die Panikattacken psychisch. Das ist eine ganze Menge, an der man ansetzen kann. Wenn ich das so frei sagen darf, heute geht es immer nur ums Funktionieren. Die Menschen haben verlernt, dass psychische Heilung Zeit braucht.

Ich kann dir sagen, dass ich aufgrund meiner Erfahrung mit einem Antidepressivum ganz sicher keines gegen POTS nehmen würde.

Mir hat ein POTS-Spezialist damals gesagt, dass medikamentöse Versuche hier leider Glückssache wären. Und so watschle ich unbehandelt herum...

Wir suchen immer das Heil in irgendeiner Pille. Aber wie ging es dir denn ohne? Wie sah dein Alltag aus? Gerade beim psychischen Aspekt würde ich unbedingt nichtmedikamentöse Alternativen wählen.

Liebe Grüße
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