Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Das Forum wurde aktualisiert aber leider sind Danksagungen für unbestimmte Zeit deaktiviert, da es Kompatibilitätsprobleme gibt. Die Daten sind nicht verloren und die Funktionalität wird wieder aktiviert, sobald es geht. Danke für Euer Verständnis!



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Hallo zusammen,

ich bin froh, dass es so ein Forum wie dieses gibt und hoffe Erfahrungsberichte bzw. eure Meinung zu hören. Zu meiner Person ich bin männlich, 38 Jahre alt und habe Frau und Kind. Ich habe ca 8 Jahre Anafranil zur Behandlung meiner Depression und generalisierten Angstörung eingenommen. Die letzten Jahre (über 6 Jahre) habe ich die niedrigst mögliche Dosis der Retard Tabletten eingenommen => 75mg /2 = 37,5 => Leider aber insgesamt 25 Kilo zugenommen .

Ich habe in den letzten 3 Jahren jeweils einen Absetzversuch über mehrere Monate unternommen, bei dem mir meine Ärtzin geraten hat die Abstände der Einahme zu verlängern. Ich hatte hier stets in den ersten Wochen als Nebenwirkungen/Absetz-/Entzugsysmtome Übelkeit, "Durchfall", Kopfschmerzen und Stromstoßähnliche Empfindungen. Dies war aber alles "erträglich" leider kamen dann nach einigen Wochen stets leichte Depressionen und Angstzustände hinzu. Meine Ärtzin meinte hier dann jeweils meine Grunderkrankung wäre wieder dan. Daher habe ich es in den letzten 2 Jahren dann wieder abgebrochen und kurzfristig 2 Wochen lang 75 mg Anafranil eingenommen und bin danach dann wieder auf 37,5 mg Anafranil runter .

Dieses Jahr wollte ich es unbedingt wieder versuchen und daher hatte meine Ärtzin mir geraten parallel Escitalopram (5 Tropfen) ein zu nehmen. Dies könnte man dann auf jeden Fall noch besser ausschleichen.

Ps: Anafranil nicht retardiert habe ich versucht aber konnte es absolut nicht vertragen sofortige Absetzsymptome.

In Kürze den bisherigen Verlauf

Ich habe am 21.01 mit dem Absetzen begonnen. => Abstände 37,5 mg anafranil alle 1,5 Tage - 0 Tropfen Escitalopram täglich
Ab dem 12.02 jeweils täglich 2 Tropfen Escitalopram
Ab dem 20.02 jeweils täglich 3 Tropfen Escitalopram
Ab dem 01.03 => Abstände 37,5 mg anafranil alle 2 Tage & jeweils täglich 4 Tropfen Escitalopram
Ab dem 10.03 jeweils täglich 5 Tropfen Escitalopram
Ab dem 27.03 => Abstände 37,5 mg anafranil alle 3 Tage & jeweils täglich 5 Tropfen Escitalopram
Ab dem 01.05 => Anafranil komplett abgesetzt.

Am 13.05 die Dosis Escitalopram von 5 auf 10 Tropfen erhöht, da die Angstzustände und Depressionen stärker wurden.

Ich muss mich seitdem jeden Morgen zum Aufstehen zwingen und habe auch leichte bis mittlere Angstzustände (vor allem morgens).
Dennoch habe ich auch am Tag "gute" Momente, so dass sich der Kampf für mich bisher lohnt.

Vom 07.06 - 14.06 hatte ich morgens fast keine Angstzustände mehr und auch die depressive Stimmung war sehr erträglich.

Leider habe ich seit dem 14.06 wieder vermehrt depressive Stimmungen und vorallem auch Ängste (morgens aber auch während des Tages)


Ich habe versucht via Beipackzetteln und Internetrecherche herauszufinden wie lange "Entzugssymptome (= Angst & Depression)" bei Anafranil auftreten können. Leider habe ich hierzu bisher sehr wenig gefunden.

Meine Ärtzin selbst ist der Meinung nach 2 Wochen Absetzen und vor allem bei meinem Ausschleichen sollten keine "Entzugssymptome (= Angst & Depression)" auftreten und es sei meine Grunderkrankung.

Durch stundenlange Recherchen im Internet bin ich nun der Meinung: Es gibt sehr wohl bei einigen Patienten Entzugssysmptome.


Gibt es hier jemanden, der mit genau diesem Medikament Erfahrungen hat und mir Mut machen kann durchzuhalten? Oder seid ihr der Meinung, ja nach so langer Zeit sollte/kann es eventuell doch die Grunderkrankung sein?

Ich kann mir es leider nicht leisten (Alleinernährer Frau + Kind) und will es auch nicht in eine schwere endogene Depression zu fallen. Diese hatte ich vor 8 Jahren erlebt. 7 Monate ging es und es war die Hölle ( Tavor , Klinik, Tagesklinik.......)

Beste Grüße,

Larsibaer
Zuletzt geändert von Jamie am 23.06.2020 08:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Absetzen Anafranil(Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Jamie »

Guten Morgen Larsibaer,

willkommen im Forum :)

Eine Zusatzeinnahme von Escitalopram um die Absetzsymptome des Anafranils zu deckeln ist keine gute Idee, zum einen hast du jetzt ein weiteres AD an der Backe und außerdem kann Escit. nicht das jahrelang eingenommene Clomipramin ersetzen; und davon ist dein Körper aber körperlich abhängig.
Gut, nun ist es so.

Wenn du sowieso nicht mit der unretardierten Variante zurecht gekommen bist, dann sind die Optionen eingeschränkt. Denn normalerweise hätten wir dir empfohlen einen kleinen Krümel oder Tropfen des Clomipramins wieder einzudosieren um den Entzug abzupuffern, aber wegen der Retardierung geht das nicht richtig(Retardtabletten darf man nicht bearbeiten) und die nicht-retardierte Version verträgst du nicht.

Kommen wir zu deiner "Grunderkrankung".
Depressionen und Angststörungen lassen sich nicht mit AD heilen. AD können nicht heilen.
Sie können nur deckeln, einlullen, betäuben, pushen usw.
Meine Frage ist: Machst du Therapie, um an die Ursache zu kommen?
Das ist langfristig der einzige Weg, den man beschreiten sollte, um wirklich heilen zu können.

Dass jedes Mal sofort wieder Symptome kommen, wenn du es mit Absetzen probierst, spricht auch mehr für Absetzsymptome (die einer Depression oder GAS ähneln) als einer Depression.
Die wenigsten Menschen leiden konstant jahrelang unter Depressionen; bei milden bis mittleren Depressionen sind AD nach Studienergebnissen übrigens nicht wirksamer als Placebo (!) und zudem sind die meisten Depressionen selbst limitierend, das heißt sie würden irgendwann wieder verschwinden, wenn die Patienten da nicht schon meist auf AD wären.
Von AD weiß man nämlich, dass diese den depressiven Zustand mit aufrecht erhalten können, das nennt sich tardive Dysphorie.

Dass du morgens unruhig und ängstlich bist, hängt am Cortisol-Spiegel und darunter leiden viele hier. Es ist ein sehr häufiges Absetzsymptom.
Lies bitte hierzu, was die Erklärung ist und was du tun kannst:
viewtopic.php?f=50&t=15126

Ich würde jetzt nichts mehr am Escitalopram verändern (wie viel mg sind 10 Tropfen?), mich versuchen zu stabilisieren und dann irgendwann das Escitalopram in Ruhe ausschleichen.
Bitte die Dosis nicht mehr steigern, SSRI wirken eher anregend / pushend und das kann Ängste weiter triggern, erst recht, wenn man schon eine Angststörung hat.
Gibt es hier jemanden, der mit genau diesem Medikament Erfahrungen hat und mir Mut machen kann durchzuhalten? Oder seid ihr der Meinung, ja nach so langer Zeit sollte/kann es eventuell doch die Grunderkrankung sein?
Da das ADFD ein auf Selbstaktivität ausgelegtes Selbsthilfeforum ist, ist es wichtig, dass du selber mal hier stöberst.
Du kannst auch die Suche mal benutzen und Anafranil oder Clomipramin eingeben.
Es ist nicht von Relevanz, ob jemand das gleiche AD nimmt wie du, weil die biophysiologischen / neurologischen Veränderungsprozesse im Gehirn und ZNS sich ähneln und wenn man ein AD kennt, kennt man mehr oder weniger alle.
So gut wie alle Absetzsymptome sind gleich, egal was man vorher schluckte.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Jamie »

Hallo,

ich hänge dir jetzt noch unseren [highlight=yellow]Begrüßungstext [/highlight]an.
Bitte lies ihn aufmerksam.

Grüße
Jamie


-------------

Hallo Larsibaer :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Jamie

Nixe
Beiträge: 26
Registriert: 08.07.2018 08:44

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Nixe »

Hallo Larsibaer,

Ich kann Jamie nur zustimmen:
Es hört sich nach heftigsten Absetzsymptomen an bei Dir.
Wenn du ein bisschen quer durch die Threads liest wirst du feststellen, dass nicht "bei einigen Patienten Entzugssymptome" auftreten, sondern dass hier ALLE mehr oder weniger davon betroffen sind. Keine Ahnung, wieviele aktive und passive Teilnehmer es hier über die Jahre gab, aber es werden wohl Hunderte sein. Und das sind nur diejenigen, die hierher gefunden haben.
Ähnliche Foren gibt es auch in anderen Ländern.

Mein Beispiel: erster Absetzversuch zu schnell 2015/2016 mit (geglaubtem) Rückfall in die Depression im sommer 2016. Furchtbare Morgentiefs, nachmittags immer besser und am nächsten Morgen ging es von vorne los (das Murmeltier lässt grüßen). Verdauungsprobleme vom feinsten...
Seit Sommer 2018 setze ich jetzt nach der 10%-Methode von hier ab. Meine Absetzstufen sind meist ca. 2 Monate ungefähr. Aktuell geht's mir nicht gut, weil ich mir vor einer Sache zu große Panik gemacht habe mit dem Ergebnis, nette Symptome zu haben: Katastrophengedanken, Schwindel, Sehstörungen, Verdauungsstörungen, erstmals Ohrensausen etc. Hier hilft nur: alles absagen und nur stressfreie Dinge machen und Radfahren...
Mein Vorteil: bin die Mutter, mit Sohn 11 Jahre, die seit dem obigen Ereignis nicht mehr arbeitet/arbeiten kann im Breruf. Aber nix Rente (haha).

Meine Empfehlung ist wie Jamies: stabil werden mit der aktuellen Dosis Escitalopram.
Immer denken: die depressiven Gedanken sind Absetzsymptome, keine Grunderkrankung (wusste ich leider damals noch nicht und habe wieder eindosiert, zweifle auch jetzt noch jedes mal und merke dann: ah ja, da seid ihr ja wieder, meine Absetzsymptome)). Soviel Ruhe wie möglich, moderater Sport und nach Möglichkeit Therapie.

Bitte ließ' mal quer durch die Foren, dann bekommst du einen guten Eindruck, wie ähnlich es allen geht. Dein Vorteil im Gegensatz zu vielen anderen: du hast nur ein Medikament, das du ausschleichen musst/willst. Nachteil: die massiven Absetzfolgen von Anafranil, leider (man sollte die Ärzte echt ..., die vorschlagen, das Medi zum ausschleichen zu wechseln bzw. zu ersetzen; wimurde mir 2017 in der Tagesklinik auch vorgeschlagen, aber da hatte ich schon etwas hier gelesen und bin drum herum gekommen).

Liebe Grüße, Nixe
[spoil]Symptome: 10/2012: Zusammenbruch, nicht mehr arbeitsfähig
Diagnose: mittelgradige Depression (Psychotherapeutin)
Medikation: Paroxetin 20 mg - seit 12/2012 (wirkt stimmungsaufhellend nach ca. 6 Wochen)
Wiedereingliederung 2013, reduzierte Arbeitszeit bis Ende 2013

erster Absetzversuch (kann ich nicht mehr genau nachvollziehen):
07/2015 Paroxetin 10 mg (Übelkeit und Magen-Darmprobleme nach einigen Wochen, lassen wieder nach)
ca. 03/2016 5 mg
danach relativ schnell ganz abgesetzt
Symptome Frühsommer/Sommer 2016: erneut nicht mehr arbeitsfähig, Morgentief mit weinen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Schlafstörungen
Wiedereinschleichen Paroxetin (nach Rücksprache mit obiger Therapeutin):
24.08.2016 2,5 mg (leichte Übelkeit)
28.08.2016 5 mg (leichte Kopfschmerzen, zeitweise leichte Übelkeit)
05.09.2016 10 mg (leichte Übelkeit + leichte Schwindel; Stimmung immer mal wieder schlecht, weine, Morgentiefs, Katastrophengedanken, Verspannungen im Gesicht, auf der Kopfhaut))
22.09.2016 15 mg (weiterhin o.g. Symptome in wechselnder Stärke, immer nachmittags besser)
27.09.2016 20 mg (Symptome bessern sich nach und nach)
Diagnose Tagesklinik Herbst 2016: rez. mittelgradige Depression
Jan.-März 2017 Tagesklinik
Mai 2017 Wiedereingliederung, nach 2 Wochen abgebrochen
AU bis Aussteuerung Feb. 2018
Ab April 2018 Aushilfe in einer Bäckerei im Ort
September 2018: kündige meine (super) Stelle

Aktueller Absetzverlauf:
18.07.2018 Paroxetin 18 mg (Bröselmethode mit Feinwaage)
18.09.2018 16,2 mg
18.11.2018 14,4 mg (Migräne, Unruhe, Erschöpfung)
21.11.2018 15 mg
03.12.2018 16 mg (Depri-Symptome halten an: Schlafe schlechter, Unruhe, Magen-Darmprobleme, nächtliches Schwitzen, Kopfkribbeln, trockener Mund, Katastrophengedanken, Stressgedanken), mache verstärkt Entspannungsübungen
Stabiler im Dezember
05.03.2019 14,4 mg
21.04.2019 12,6 mg (Mitte Juni 2019: Zuviel Inputt --> erneut leichter Rückfall mit leichter Übelkeit vormittags bis über Mittag, Magen-Darmproblemen, leichtem Hang zu Katastrophengedanken, etwas schlechterem Schlaf) sage radikal alles an unnötigen Terminen ab, gehe nicht arbeiten
07.09.2019 ca. 11,8 mg (fange an, nur noch 10% vom letzten Wert zu reduzieren; reagier ca, 2 Wochen später mit leichter Übelkeit und Abgeschlagenheit, verändertes Essverhalten; allerdings auch Stress, weil mein Sohn den Wechsel zur weiterführenden Schule nicht gut verkraftet)
17.11.2019 ca. 10,4 mg (Übelkeit und matschig Anfang Dezember für ca. 1 Woche, über Weihnachten wehleidig, kann auch Zyklus sein, weiß ich aber nicht, da keine Gebärmutter mehr)
12.02.2020 ca. 9,4 mg (trotz Corona-Sorge keine Symptome in dieser Phase)
22.04.2020 8,4 mg (Mitte Mai traurig, ca. eine Woche, Mitte Juni nach selbstgemachtem Stress: Schwindel, Sehstörungen, leichtes Ohrensausen, Kribbeln auf der Kopfhaut, Konzentrationsprobleme, morgens bedrückt)[/spoil]

Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Hallo Jamie,

vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort. Ich muß mir denke ich noch einige Beiträge die ich jetzt via Suche Anafranil/Esci. gefunden habe in Ruhe und komplett durchlesen. Es sind doch zum "Glück" einige Beiträge und nach einer Sutnde querlesen denke ich es wird doch ncoh länger daueren und sind wirklich eher Absetz bzw. Entzugssymptome.

Dennoch will ich kurz auf deine Anmerkungen eingehen:
"Eine Zusatzeinnahme von Escitalopram um die Absetzsymptome des Anafranils zu deckeln ist keine gute Idee, zum einen hast du jetzt ein weiteres AD an der Backe und außerdem kann Escit. nicht das jahrelang eingenommene Clomipramin ersetzen; und davon ist dein Körper aber körperlich abhängig.
Gut, nun ist es so."
Ja nun habe ich den Weg begonnen und erst wenn ich das Gefühl habe stabil zu sein, werde ich hier etwas ändern (ich nehme es ja auch schon seit einigen Monaten und jetzt hier auch ncoh Entzugssysmptome nein danke :wink: .

Ich hatte heute ein Telefongespräch mit meiner Ärtzin bzw. Neurologin und sie riet mir jetzt sogar noch die Dosis zu erhören auf 15 Tropfen. Nach dem Durchlesen vorallem Deinen Tipp mit dem "Cortisol-Spiegel " werde ich hier jetzt aber noch warten.

Ich habe hier noch nicht erwähnt, dass mir mein Hausarzt vor 2 Wochen riet Intervallfasten durchzuführen. Dies soll ich durchführen da ich einen zu hohen Insulinspiegel habe und erblich wegen Dieabetis vorbelastet bin. Da ich morgends eh selten Hunger habe und auch Mittags verzichten kann, hatte ich die letzten Tage erst abends Essen und Getränke (außer Wasser) zu mir genommen.

Ich habe extra meine Neurologin in dem Telefonat gefragt ob es einen Zusammenhang geben kann => "nein sie sieht den nicht". Ich dagegen denke ich esse jetzt eine Woche "normal" bzw. zwinge mich morgends auch etwas zu essen um zu überprüfen, ob sich etwas ohne Dosissteigerung tut.
ich würde jetzt nichts mehr am Escitalopram verändern (wie viel mg sind 10 Tropfen?),
Laut Verpackungsbeiglage enthält 1 Tropfen 1mg Escitalopram.

mich versuchen zu stabilisieren und dann irgendwann das Escitalopram in Ruhe ausschleichen.
Genau das ist mein Plan!
Bitte die Dosis nicht mehr steigern, SSRI wirken eher anregend / pushend und das kann Ängste weiter triggern, erst recht, wenn man schon eine Angststörung hat.
Danke für den Hinweis.
Meine Frage ist: Machst du Therapie, um an die Ursache zu kommen?
Das ist langfristig der einzige Weg, den man beschreiten sollte, um wirklich heilen zu können.
Ich hatte vor Jahren 2 Verhaltenstherapien, einen Aufenthalt in einer Tagesklinik und 2 Wochen stationär (während meiner schweren Depressionsphase).

Mir ist absolut klar dass AD niemals heilen!

Ich habe aber gerade keine "Trigger" die damals meine Depression ausgelöst haben. Natürlcih habe ich Streß bei der Arbeit und.... aber eben nicht die Trigger bei denen ich weiß, dass sie bei mir etwas auslösen können.

Beste Grüße
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Hallo Nixe,

danke für Deine Antwort und gerade
Wenn du ein bisschen quer durch die Threads liest wirst du feststellen, dass nicht "bei einigen Patienten Entzugssymptome" auftreten, sondern dass hier ALLE mehr oder weniger davon betroffen sind.
das macht mir wieder Mut.
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Die Signatur versuche ich in den nächsten Tagen zu erstellen. Ich habe aber leider inzwischen ein sehr schlechtes Langzeitgedächtnis und ohne Mithilfe meiner Neurologin werde ich alle relevanten Informationen denke ich nicht vervollständigen können (ich habe hier erst leider wieder in einem Monat einen Termin).

Ich hoffe mit der hilfe meiner Frau bekomme ich dennoch einen "brauchbaren" Verlauf hin.
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Jamie »

Hallo Larsibaer, :)

ein grobes Gerüst reicht für den Anfang (Signatur).
Je mehr man sich erinnert, umso besser, aber wichtig ist der aktuelle Stand und der Verlauf des Jahres zuvor.

Zum Intervallfasten. Ich möchte dich auch bitten das zu unterbrechen und zur normalen Essgewohntheit zurück zu kehren.
Aber das hattest du ja eh vor.
Damit kannst du überprüfen, ob sich was an deinen morgendlichen Zuständen ändert.

Wir haben einige Erfahrungswerte, dass Nahrungs -/ Essensumstellung / Diäten im Entzug Probleme auslösen können.
Manchmal hilft es auch (zB wenn man weiß, dass histmainreiche Nahrung einen nervös macht, - dass man das dann weglässst), aber gerade jetzt in der akuten Phase würde ich es sein lassen.
Um die Nahrungsumstellung kannst du dich ggf. später noch einmal bemühen.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Hallo zusammen,

kurzes Update meinerseits. Ich habe zum Glück nicht weiter aufdosiert (also weiterhin bei 10 Tropfen Escitalopram morgens) und esse dafür wieder über den Tag verteilt. Morgens zwinge ich mich wenigstens ein Stück Banane zu essen. Ich habe erfreulicher Weise festgestellt, dass ich "nur" morgens mit Angst aufwache dafür dann aber weniger "Angst-Fenster" tagsüber habe. Ich habe inzwischen auch einige Beträge quer gelesen und bin nun sehr verunsichert was ich mir jetzt eventuell mit Esitalopram eingehandelt habe :frust: .

Ich dachte na ja Anafranil ist ein älteres Trizyklisches AD und Übergangsweise für einige Monate ein SSRI nehmen ist auf jeden Fall besser als nie von dem Anafranil weg zu kommen. Vor allem das es nicht retardiert und in Tropfen Form ist hat mich "überzeugt". Da ich das ja dann auf jeden Fall besser ausschleichen kann.

Bzgl. der Signatur wäre dies mein erster Draft:

Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.
  • Wechsel Kindegarten in Grundschule
  • Wechsel Grundschule ins Gymnasium
  • 3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)
  • Wechsel Gymnasium - Studium


Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....
  • Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!
  • 2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin
  • weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)
  • Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....
  • Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"
  • Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard
To Do Bericht über 2-3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil

(*1) leider kann ich mich aktuell nicht daran erinnern => werde es aber bei meiner Neurologin erfragen. Ich hatte auch insgesamt 3 Verhaltenstherapien
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

Jadenfit
Beiträge: 129
Registriert: 17.05.2020 12:27

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Jadenfit »

Hallo Larsibaer,

auch von mir ein herzliches WIllkommen.

Schön, dass du hierher gefunden hast. Ich bin seit etwas mehr als 1 Monat Teil des Forums und habe bereits den 2. Reduktionsschritt erreicht.

Die hilfe hier ist atemberaubend. Einen größeren Support kann ich mir kaum vorstellen (außer Zoom Calls mit dem team oder so, aber das wird vlt noch dauern bis sowas geht - falls es überhaupt geht <3 ).

Du hast ja gemerkt, wie viel deine Ärztin dir bei diesen Themen weiterhelfen konnte. Ich habe für mich entschieden, dass ich Ärzte oder Psychiater nur noch als Mittel zum Zweck sehe - nämlich darin, dass sie mir die für die Dauer des Absetzens nötigen Medikamente zur Verfügung stellen. Alles andere landet hier im Forum.

Auch ich habe einen Kaltenzug von einem SSRI (Sertralin) durchgemacht, den ich glücklicherweise irgendwie überstanden habe. Es ist also möglich, sich zu regenerieren, allerdings raten wir keinem dazu, zu schnell zu reduzieren. Die Folgen sind teils verheerend.

Jamie hat dir bereits viele gute Tipps gegeben und ich würde mich auch anschließen, dass du deine Gewohnheiten nicht zu sehr änderst. Genauso wie dein Schlafverhalten (Stichwort: Betthygiene) und soziale kOntakte.

Wie steht deine Familie zu deinem Vorhaben? Unterstützt sie dich darin?

Einen schöne Nacht :bettzeit: ,

Jaden
[spoil]Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
[/spoil]

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15818
Registriert: 11.01.2015 13:50

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Murmeline »

Moin Jadenfit,
Jadenfit hat geschrieben:
28.06.2020 00:29
Die hilfe hier ist atemberaubend. Einen größeren Support kann ich mir kaum vorstellen (außer Zoom Calls mit dem team oder so, aber das wird vlt noch dauern bis sowas geht - falls es überhaupt geht <3 ).
ZoomCalls wird’s bestimmt nicht geben. 😬
Ich freue mich aber zu lesen, dass du das Forum so hilfreich empfindest. Und du nimmst ja rege am Austausch teil und Bringst dich bei anderen ein, was super ist!

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Hallo zusammen,

sry dass ich mich erst jetzt melde aber es war leider keine angenehme Zeit die letzten Wochen nach meinem Bericht.

Kurzum ich habe starke Angstzustände bekommen und sehr depressive Gedanken + Stimmung. NAch RÜ mit meiner Neurologin habe ich Anafranil retard jetzt voll aufdosiert (150 mg) und Escitalopram abgesetzt (ziemlich schnell ,-()) . Da ich zwischenzeitlich echt sehr sehr down war und ANgst hatte wieder in ein 7 Monatiges schweres Depressionsloch zu fallen, habe ich dann nach meiner Nachrage auch Lorazepam Dura 1 mg bekommen. Ich hatte hier vor Jahren es auch für 1-3 Wochen genommen und während meiner Depressiven Phase auch kalt abgesetzt. Nach den Berichten hier im Forum und auch den Tips viewtopic.php?f=16&t=12883 bin ich nun unsicher ob ich darauf
Bei einer Niedrigdosis-Abhängigkeit sollte man auf jeden Fall die gesamte Benzodiazepindosis LANGSAM auf Diazepam umstellen, siehe Beispieltabellen und Umrechnungstabelle für verschiedene Benzodiazepine nach Valium (Diazepam).
bestehen sollte.

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

wie man sieht habe ich verschiedenes probiert. Ich wollte auf keinen Fall in eine mentale Abhängigkeit kommen dauer habe ich mich letztlich für 0,5 morgends und abends entschieden. Ich bin inzwischen der Meinung zusätzlich zur morgendlicher Angst ist da noch ein Zittern und Abends dann auch.

Ich habe komende Woche ein Meeting mit meiner Neurologin und vermute sie wird sagen nehmen sie x Tage nur 0,5 und dann lassen sie es weg.

Die Tabletten (Lorazepam Dura 1 mg) haben zwar eine Schnittkerbe aber ich bekomme auch mit einem Tablettenzerteiler oder scharfen Messer niemals genau 0,5 hin. Auch würde ich mich nciht getrauen selbst jetzt mit Tablette in Wasserauflösen zu experementieren, daher habe ich mit der Umstellung auf Diazepam jetzt etwas neues an der Backe und sollte eher mit 0,5 ausschleichen? Oder sollte ich auf die Umstellung bestehen?

Keine Ahnung ob sie sich auch darauf einlässt...

besten Dank für eure Tips im vorraus! Ps meiner Frau musste ich versprechen so schnell nicht wieder mit dem Absetzen von AD zu beginnen... :(
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6038
Registriert: 04.05.2017 17:43

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Ululu »

Hallo Larsibaer,

es ist individuell sehr unterschiedlich, wie schnell man von einem Benzo wie dem Lorazepam ( Tavor) abhängig wird.

Gerade wenn man es nicht zum ersten mal nimmt, kann das leider sehr schnell gehen.
Das müsstest du antesten, ob es so schnell geht, wie es deine Neurologin anstrebt.
Es wäre natürlich schon gut, wenn du es schnell wieder los würdest.

Allerdings hast du in der letzten Zeit so viele massive Änderungen bei deinen Medikamenten vorgenommen, dass dein ZNS sicher extrem gereizt wurde.
Es würde mich nicht wundern, wenn du mit einem schnellen Absetzen Probleme bekommen würdest.

Auch wenn deine Frau möchte, dass du schnell wieder absetzt, ich würde an deiner Stelle jetzt erstmal überhaupt nichts mehr ändern.
Dein ZNS ist durch die ständigen Veränderungen inzwischen sicher stark sensibilisiert und wird womöglich schon auf bleibst Veränderungen reagieren.

Ich würde mich an deiner Stelle jetzt erstmal nachhaltig stabilisieren wollen und frühestens nach acht Wochen ohne Symptome wieder einen ganz vorsichtigen Absetzversuch starten.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Larsibaer
Beiträge: 6
Registriert: 22.06.2020 20:58

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von Larsibaer »

Hallo Ute,
nein meine Frau will eben nciht dass ich das AD absetze also das Anafranil. Ich werde dies auch erst wieder runterdosieren wenn ich stabil bin. Mir geht es vorallem um das Tavor bzw. Lorazepam. Man liest da noch schlimmere Berichte wie bei den AD's.

Mein Ziel ist es mit Anafranil stabil zu werden, wenn dies nicht mehr wirkt wie zuvor (was ich momentan denke ich nicht heruasfinden kann wenn ich Tavor nehme) bin ich am ... und werde mich hier nicht auf ein neues AD einlassen. Ich denke aber am wichtigesten ist es von benzos weg zu kommen und dies möglichst ohne etwas "auszulösen".
Grunderkrankung: seit früher Kindheit extreme Angstzustände/Angstspirale bei/in Situationen die unbekannt sind.

Wechsel Kindegarten in Grundschule

Wechsel Grundschule ins Gymnasium

3 Monatiger Auslandsaufenthalt (mit ca 18)

Wechsel Gymnasium - Studium

Beginn der Einnahme von AD's während des BA Studiums ("To DO Jahr ermitteln und Medis *1").
Grund "mittlere Depressionen" - Trigger Prüfungsstreß bzw. Versagensängste.
Weitere Diagnose ADS durch Neurologin & Test in Uniklinik. Einnahme von Ritalin. Das Zeug hat zwar bzgl. der Konzentrationsschwäche geholfen, machte mich aber auch immer hippelig und daher habe ich es nur sehr selten genommen und seit dem Ende des Studiums komplett darauf verzichtet.
....
...
Absetzen von Venlafaxin ("To DO Datum ermitteln und Dosierung *1").
Im Nachhinein betrachtet war es ein Kaltentzug und :frust: :frust: :frust:

Ich hatte die klassischen Absetzsymptome wie Übelkeit,.. aber keine Angst und Depressive Stimmungen. dagegen hatte ich Hochgefühle und absolute Power (wusste aber nicht das dies auch zu den Symtomen zählte) und meine Neurologin is bis heute noch der Meinung sobald AD's aus dem Körper sind gibt es keine Symtome mehr....

Ich hatte diese Hochgefühl über 3 Monate und dann kam innerhalb von 2 Wochen der totale Absturz in die schwere endogene Depression ca. Mitte 2012. Eine weitere Diagnose war am Anfang ich wäre Bipolar dies wurde aber später wieder verworfen....

Einzug bei meinen Eltern. Über 2 Monate verschiedene AD's (müssen ja immer erst 2 Wochen eingenommen werden bis sie wirken können,) und ab und zu Tavor!

2 Wöchiger Klinikaufenthalt ( hatte die Hoffnung sie helfen bzw. man wird intensiver behandelt oder sie haben "Wundermittel") => meine Angst wurde noch heftiger daher Abbruch auf eigenen Wunsch aber zum Glück mit Unterstützung meiner Eltern und der Neurologin

weitere Wochen daheim bis ich endlich Anfang 2013 in eine Tagesklinik kam und das Anafranil anfing zu wirken. Die Ärtzin in der Tagesklinik war total gegen AD'S (nach Ihrer Meinung verschwinden schwere endogene Depresionen nach 6-9 Monaten)

Widereingliederung auf der Arbeit. Aber da es ein auf 2 Jahre bef. Vertrag war wurde er nicht verlängert. Offizielle Begründung wegen Kurzarbeit keine Einstellungen ....

Mitte 2013 neuer Arbeitsplatz und "stabil"

Einnahme AD: 75mg Anafranil retard => Irgendwann im Laufe der Jahre bin ich auf die niedrigst mögliche Dosis 37,5 mg Anafranil retard

3 erfolglose Absetzversuche von Anafranil! Diese Jahr habe ich 5 Monate durchgehalten und dann gings bergab...

Aktuell wieder auf 150 mg Analfranil retard und leider auch Lorazepam:

Bisher habe ich entgegen der Anweisung der Neurologin ( 0,5 morgens bei Bedarf/ 0,5 mittags bei Bedarf / 1mg Abends bei Bedarf) folgende Einnahmen unternommen:
------ morgends - mittags - abends
30.06. 0-0-0,5
01.07. 0,5-0-0,5
02.07.0-0-0,5
03.07 nichts
04.07.0-0-0,5
05.07. 0,5-0-0,5
06.07. 1 -0-0
nichts... Escitalopram am 12.07 letztes mal 4 Tropfen
12.07. 1-0-0
nichts
14.07. 1-0-0
15.07. 1-0-0
16.07. 0,5-0-0,5
17.07. 0,5-0-0,5
18.07. 0,5-0-0,5
19.07. 1-0-0
20.07. 1-0-0
ab dem 21.07. 0,5-0-0,5

simonb
Teamunterstützung
Beiträge: 525
Registriert: 12.04.2018 21:40

Re: Larsibaer: Absetzen Anafranil (Clomipramin) 75mg retard

Beitrag von simonb »

Hallo Larsibaer :)

Kannst du bitte noch eine Signatur anlegen,
damit die Mitglieder, die dich unterstützen möchten eine gute Übersicht haben.

Vielen Dank, Simon
► Text zeigen

Antworten