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Brudas: Pipamperon absetzen ?

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Brudas
Beiträge: 1
Registriert: 22.06.2020 23:43

Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von Brudas »

Hallo zusammen, mein erster Beitrag.

Ich habe nach einer heftigeren Zahnbehandlung einen Tinnitus.
In der ersten Zeit hatte ich starke Einschlafstörungen und als es mir gelang einzuschlafen
kammen die Durchschlafstörungen manchmal schlief ich nur 1-2 Std

Bin dann in die Klinik und erhielt am ersten Abend 40mg Pipamperon was kaum half.
Nächster Abend 60mg Pipamperon und es wurd leicht besser, dritter Abend 80mg Pipamperon und
ich schlief 6 Std.
Diese Medikation blieb dann und ich wurde nach 12 Tagen entlassen.

Daheim nahm ich das Pipamperon noch ein Paar Tage bis ich einiges über die Nebenwirkungen gelesen hatte
und Angst vor diesen und den Dyskinesien bekommen habe.
In der Klinik hat man mir nur gesagt es geben kaum Nebenwirkungen.

Ich habe dann das Pipamperon fast schlagartig auf 0 gesetzt und dann waren die Schlafstörungen wieder da
mit zusätzlichen Zuckungen meißt vor dem einchlafen die mich sehr schwer einschlafen lassen.
Mal zuckt der Hals, mal die Hand, Fuß, Brust... mal leicht, mal sehr stark.

Ich bin dann wieder in die Klinik und wurde aufgenommen aber leider auf die falsche Station, Man gab mir Atosil was half aber ich wollte kein Neuroleptika, jedoch helfen Antidepressiva fast nicht, es wurde mit Mirtazapin probiert.

Als ich dann dort kaum essen erhalten habe und ich mit einem starken Schnarcher im Zimmer nicht mehr ausgehalten haben, habe ich mich selbst
entlassen.

Nun war ich wieder ohne Medikation und quälte mich mit kaum Schlaf und Zuckungen.
Jetzt habe ich nach ca. 14 Tagen wieder 80mg Pipamperon angefangen und ich kann besser schlafen aber habe immernoch Angst vor dem Medikament.

Dachte nun das ich es erstmal für 1-2 Wochen nehme und dann anfange ganz langsam wieder auszuschleichen.
bin leider erst heute auf diesen Forum gestoßen.

In der Kilink stopfen die mich nur mit Neuroleptika und Antidepressiva vol.

Würe am besten es noch Paar Tage nehmen, dann ganz langsam ausschleichen und viele Natürliche Mittel wieder probieren einzusetzen, wobei diese mir kaum halfen vor dem Pipamperon.

Werde ich nach noch längerer Einnahme immer mehr abhängig von Pipamperon ?
In der Klinik sagte man mir man könnte es sehr schnell reduzieren und absetzen.

Wie könnte ich vorgehen ? Möchte keine erneuten Fehler begehen.

Gruß

Brudas
Zuletzt geändert von Jamie am 23.06.2020 07:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von Jamie »

Guten Morgen Brudas,

willkommen im Forum :)

es tut mir leid, dass du nach der Zahnbehandlung einen Tinnitus bekommen hast.
Mit den Zähnen kann Einiges schief gehen, ich bin seit Sept. leider auch unter die chron. Kranken nach einer Zahnbehandlung gegangen; ich habe eine austherapierte Trigeminusneuralgie, einen atyp. Gesichtsschmerz, Burning Mouth Syndrome und eine chron. Schmerzstörung davon getragen.

Mich würde interessieren, was du unternommen hast, um evtl. den Tinnitus zu beeinflussen?
Es kann nicht sein, dass die Ärzte dich nur mit Psychopharmaka vollstopfen! :evil:
Wenn ich dich recht verstehe, hindert dich der Tinnitus am Schlafen und dadurch hat sich eine Schlafstörung entwickelt?
Die Ursache ist dann aber keine psychische, sondern eine organische (Tinnitus), die aber natürlich von psychischen Faktoren mit-beeinflusst wird.

Ich empfehle dir dringend eine Zweitmeinung bei einem Kieferchirurgen / Oralchirugen bezüglich deines Kiefers.
Ein durch langwierige Zahnbehandlungen (was genau wurde denn gemacht, wenn ich fragen darf?) auch nur um Nanometer verschobener oder verklemmter oder verspannter Kieferbereich kann massive gesundheitliche Probleme auslösen und auch Tinnitus verursachen!
Die Störung heißt dann CMD (ich habe das übrigens auch, ebenso Tinnitus, mit dem ich aber leben gelernt habe).

Man kann für CMD und auch für Tinnitus Krankengymnastik verordnet bekommen, für CMD muss es eine spezielle Krankengymnastik sein.
Auch Verspannungen im Hals- und Schulter-Nackenbereich und Verschiebungen der HWS können Tinnitus auslösen / verstärken.
Das gehört vom Orthopäden abgeklärt.
Ein guter Freund hat immer dann schlimmeren Tinnitus, wenn er im Nacken verspannt ist.

Mittel- und langfristig muss der Fokus darauf liegen, mit dem Tinnitus leben zu lernen.
Sehr schlimme Formen kann man mit einem Noiser behandeln, bei anderen sollte man sich therapeutische Unterstützung holen und Entspannungsmethoden erlernen, denn Tinnitus ist etwas, das sich auch immer durch Stress verschlechtert.
Dachte nun das ich es erstmal für 1-2 Wochen nehme und dann anfange ganz langsam wieder auszuschleichen.
bin leider erst heute auf diesen Forum gestoßen.
Zum Pipamperon.
Genau das würde ich dir auch raten.
Ich würde dir empfehlen jetzt eins zwei Wochen mal auf einer konstanten Dosis zu bleiben und dann langsam (!!!) auszuschleichen.
Ja, NL können Spätfolgen auslösen, aber normalerweise nicht nach Kurzzeiteinnahme und wenn du wieder zu schnell entziehst, dann bekommst du wieder Symptome und kommst nie aus dem Kreislauf raus, weil man dann irgendwann aus verzweiflung wieder zum Mittel greift.
Also lieber langsam und geduldig ausgeschlichen und dann endgültig den Absprung geschafft.
Nimmst du Pipamperon als Tropfenform?

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von Jamie »

Hallo,

ich hänge dir jetzt noch unseren [highlight=yellow]Begrüßungstext[/highlight] an.
Bitte lies ihn aufmerksam!

Grüße
Jamie

-----------.---

Hallo Brudas :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende RubrikNeuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Jamie

Brudas
Beiträge: 1
Registriert: 22.06.2020 23:43

Re: Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von Brudas »

Hallo Jamie, schade das du auch Probleme hast und hoffe es ist noch erträglich.

Ich habe nichts unternommen um den Tinnitus zu beeinflussen, habe bald alle Videos die es im Web gibt gesehen.
Vor Ort und in der Nähe gibt es keine Hilfe wie eine Tinnitus Klinik etc.
In der Psychiatrie in der ich wegen den Schlafproblemen war hat man mir auch nur gesagt das die mir beim Tinnitus
nicht helfen können, auch habe ich eine Psychotherapie begonnen wo mir gesagt wurde beim Tinnitus kann man mir nicht helfen.

Ich habe mir innerhalb von 3 Monaten 11 Amalgamfüllungen gegen Komposite austauschen lassen.
Da ich mit den Zähnen knirsche und angst vor Quecksilberbelastung hatte wollte ich mir damit etwas gutes tun.
Seit Anfang Februar 2020 merkte ich dann das ich einen Tinnitus habe, ich habe Hörtests gemacht bei 2 HNO Ärzten, die Halsschlagadern
mit Ultraschall prüfen lassen, MRT vom Hirn und Kopf machen lassen beim Chiropraktiker öfters alles einrenken lassen.
Dann war ich bei 3 Zahnärzten umd die Zähne zu prüfen wie Füllungshöhe etc.
CMD habe ich auch, die Zähne sind runtergeknirscht und es gibt keinen Biss mehr kann links oder rechts zusammen beissen
aber nicht beide seiten gleichmässig.
Habe 2 Schienen machen lassen mit Aufbiss nur komme ich mit denen nicht zurecht und schlafe noch schlechter, nach 2 Wochen tragen habe
ich es nicht mehr ausgehalten und auf die Schiene verzichtet.
Krankengymnastik wegen dem Kiefer und wegen Rücken mache ich schon seit vielen Wochen.
Die Okklusion nach den 11 Zahnrestaurationen ist wohl nun eine andere und das war wohl der Auslöser und kein Zahnarzt
kann mir meine alte Okklusion wohl wieder herstellen weil diese nicht mehr bekannt ist.
Einige Wochen später sind starke Rückenschmerzen dazugekommen die schon seit bald 3 Monaten anhalten, alles verspannt sich ständig.

Seit 6 Monaten besteht der Tinnitus und ich kann aber sagend as ich tagsüber ihn meißt nicht warnehme.

Die Schlafstörung hatte durch den Tinnitus begonnen, erst konnte ich nicht einschlafen und hörte es die ganze Nacht bis ich irgendwann
es mit Baldrian dann doch schaffte und nun glaube ich das ich schon gelernt habe trotz Tinnitus einzuschlafen aber ich wache meißt nach 1-3 Std. wieder auf und das wars dann mit dem Schlaf, darum war ich in der Klinik wo es aber nur Neuroleptika gab.
Beim letzten Entlassungsbrief steht nach Bedarf Pipampero, Atosil und Mirtazapin.... das nehme ich nicht aber die wollten mir immer mehr
verabreichen.

Heute Nacht war es trotz Neuroleptika eine sehr kurze Nacht und es ist halt so das ich Angst vor dem schlafen entwickelt habe.
Quäle mich eigentlich nur noch.

So lange soviel Schlafmangel macht halt immer kranker und auch Depressiv.
Morgen erfahr ich noch die Ergebnisse eines HWS MRT aber denke da wird auch nichts auffälliges sein.

Wüsste auch nicht was ich noch machen kann, oft denke ich das ich dann wohl irgendwann einfach umkippe oder sabbernd in einer Psychiatrie
bis zum Ende verbleibe.
Ich bin 39 jahre und habe 2 kleine Kinder bei der Mutter lebend für die ich da sein möchte nur wird das immer schwerer.


Würde gerne das Pipamperon irgendwann absetzen und es gegen Baldrian und Co. eintauschen.
Habe mir die Threads hier durchgelesen, was ich nicht so recht verstehe ist und viel. kann mir hier jemand das beantworten.
Muss ich ein niederpotentes Neuroleptika ala Pimpamperon welches zum Schlafen abends mit 80mg über Paar Wochen eingenommen wird
über viele Wochen wenn icht sogar Monate absetzen ?
D.h. 3 Wochen NL kann ein viel längeres absetzen benötigen als die Einnahmedauer ?

Das Pipamperon habe ich als Tabletten a 40mg welche sich vierteln lassen.

Gruß

Brudas

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21698
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von padma »

hallo Brudas, :)

Schlafmangel ist sehr quälend, ich wünsche dir sehr, dass sich das bei dir wieder bessert.
Muss ich ein niederpotentes Neuroleptika ala Pimpamperon welches zum Schlafen abends mit 80mg über Paar Wochen eingenommen wird
über viele Wochen wenn icht sogar Monate absetzen ?
D.h. 3 Wochen NL kann ein viel längeres absetzen benötigen als die Einnahmedauer ?
Ein Psychopharmakon ist nach ca. 4 Wochen fest in den Hirnstoffwechsel eingebaut und sollte daher dann ausgeschlichen werden.

Wie lange nimmst du Pipamperon jetzt genau? Es wäre gut unter den 4 Wochen zu bleiben.

Bei einer Einnahmezeit so zwischen 4 Wochen und 3 Monaten, kann man oft noch zügiger ausschleichen als nach der 10 % Regel. Wie schnell ist sehr individuell.

Es kann tatsächlich sein, dass man zum Absetzen eines PP um ein Vielfaches länger braucht, als die Einnahmezeit. :(

Dass ein NL niederpotent ist, heisst nicht, dass es einfacher abzusetzen sei, als ein atypisches oder höher potentes. Das scheinen viele Ärzte leider nicht zu wissen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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simonb
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Beiträge: 524
Registriert: 12.04.2018 21:40

Re: Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von simonb »

Hallo Brudas,

Ich habe seit Juli 2018 auch nach einer Zahnbehandlung (Zahn ziehen) sehr heftigen Tinnitus.
Mittlerweile hab ich ihn oft im Griff.
Ich habe deshalb auch PP bekommen.
Man braucht einen langen Atem, aber man gewöhnt sich dran.

Therapeutische Hilfe ist gut, vor allem VT.
Man kann da direkt nichts gegen machen, aber indirekt.
Nämlich Strategien entwickeln und Achtsamkeit.
Aber das schafft man meist nicht alleine.

Eine gute Schiene ist nicht verkehrt, das kann die Intensität des Tinnitus beeinflussen.
Mit Schienen wird viel Geld verdient.
Ich habe mir jetzt in HH eine Schiene machen lassen,
und nach mehreren Schienen, die in der Tonne landeten , passt es diesmal (und die Kasse zahlte).

Mit Omega 3 hab ich auch gute Erfahrungen gemacht, aber das vertrag ich nicht mehr.
Und Akzeptanz üben, aber das ist ein Prozess und dauert. Aber dein Unterbewusstsein wird sich irgendwann daran gewöhnen, oder er verschwindet wieder.

Gruß Simon
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Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3654
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Brudas: Pipamperon absetzen ?

Beitrag von Straycat »

Hallo Brudas,

ich habe in einem Buch von Helga Pohl (über die Pohltherapie) gelesen, dass Tinnitus wohl auch von tiefgreifenden Verspannungen herrühren kann - wie auch Jamie :) schon geschrieben hat.
Vor allem um und am Kopf hat man ja zahlreiche Muskeln. Die können sich zB auch bei einer Zahnbehandlung ganz furchtbar verkrampfen (wie bei einem Trauma) und dann dauerhafte Probleme bereiten.
Mir wäre das jetzt als Ansatz eingefallen. Aber ich kann es natürlich nicht sicher sagen, Tinnitus kann ja durch sehr viele verschiedene Dinge ausgelöst werden.

Du kannst ja mal nachsehen, vielleicht findest du ja einen ausgebildeten Therapeuten in deiner Nähe: https://pohltherapie.de/

Ich wünsche dir alles Gute!
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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