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Schattenhirn: schleiche Citalopram aus

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Schattenhirn
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Schattenhirn: schleiche Citalopram aus

Beitrag von Schattenhirn »

Hallo zusammen,

ich bin noch dabei mich hier zurechtzufinden, aber grundsätzlich: Ich habe durch viele Beiträge gute Hinweise gefunden, wie ich Citalopram ausschleichen kann und was dabei zu beachten ist.

Stellt Euch einfach einen Smilie vor, der auf einem Balkon steht und für Euch applaudiert!

DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE

Schattenhirn
Zuletzt geändert von padma am 17.07.2020 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel angepasst
Ausgangssymptome: 10/2011
körperl. Zus.bruch, Apathie, Kraftlosigkeit, Gangunsicherheit, Schwindel, Fallangst,
10T stationär Neurologie: o. Befund,
Weitere Symptome: Panikattacken, Alpträume, Kribbeln
Vorstellung i.d. Psychosomatik,
Diagnose: Panikstörung, Medikation: Citalopram 20mg
Wartezeit 4 Wochen, stationäre Psychosomatik 8 Wo. 12/11 - 01/12, symptomfrei entlassen
Medikation unverändert beibehalten
Ein Jahr ambulante Psychotherapie (kognitiv/Gespräch),
Berufliche Wiedereingliederung Start: 03/12, nach 3 Wo Abbruch wegen wiederauftr. Symptomen.
2.Start: 05/12, voll arbeitsfähig seit 09/12, minimales Selbstvertrauen, Chef-Mobbing, Arbeitsplatzwechsel 05/14 und 01/16
1. Absetzversuch: 12/17 Reduzierung von 20mg auf 10mg, nach 2Wo zunehmende Absetzsymptome, nach 8Wo wieder Erhöhung, diesmal auf 30mg, nach weiteren 4 Mo zurück auf 20mg, Absetzsymptome weniger stark.

Seit 6/18 Citalopram 20mg
Weitere Medikamente:
Novopulmon wegen Bronchial-Asthma
Salbutamol (Notfallspray)
Cetirizin wegen diversen Allergien

2. Absetz-Versuch: Ausschleichen mit Wasserlösmethode:

3.5.20 Auf 19mg Citalopram
Keine nennenswerten Veränderungen. Evtl wegen
starker Asthma- und Allergie-Beschwerden
überlagert?

30.5.20 Auf 18mg Citalopram
Alles gut, keine Absetzerscheinungen
14.6.20 täglich mehrmals leichter Schwindel und
"wattiger" Kopf (an drei Tagen), also muss der
nächste Schritt diesmal länger warten
24.6.20 leichter Schlaf / aufgedreht, Muskelzucken
in den Beinen (RLS) in zwei Nächten
Straycat
Moderatorenteam
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Re: Danke für dieses Forum und euren Einsatz!!!

Beitrag von Straycat »

Hallo Schattenhirn,

willkommen im ADFD und danke für deine netten Worte :)

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
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Eine Frage zu Absetzsymptomen

Beitrag von Schattenhirn »

Hallo zusammen,

seit drei Tagen habe ich bei jedem Essen einen starken bitteren Geschmack im Mund, der danach noch stundenlang anhält, heute sogar das Gefühl einer verbrannten Zunge.
Kann ich das als Absetzsymptom deuten?
Ich schleiche gerade Citalopram aus
(Wasserlösemethode) und bin seit fünf Wochen
bei 18mg.
(Ich habe keine Zahnfüllungen/-kronen)
Wenn es länger andauert, sollte ich es wohl mit meinem Hausarzt abklären ...
Hat jemand damit Erfahrungen?

Seid lieb gegrüßt,
Schattenhirn
Ausgangssymptome: 10/2011
körperl. Zus.bruch, Apathie, Kraftlosigkeit, Gangunsicherheit, Schwindel, Fallangst,
10T stationär Neurologie: o. Befund,
Weitere Symptome: Panikattacken, Alpträume, Kribbeln
Vorstellung i.d. Psychosomatik,
Diagnose: Panikstörung, Medikation: Citalopram 20mg
Wartezeit 4 Wochen, stationäre Psychosomatik 8 Wo. 12/11 - 01/12, symptomfrei entlassen
Medikation unverändert beibehalten
Ein Jahr ambulante Psychotherapie (kognitiv/Gespräch),
Berufliche Wiedereingliederung Start: 03/12, nach 3 Wo Abbruch wegen wiederauftr. Symptomen.
2.Start: 05/12, voll arbeitsfähig seit 09/12, minimales Selbstvertrauen, Chef-Mobbing, Arbeitsplatzwechsel 05/14 und 01/16
1. Absetzversuch: 12/17 Reduzierung von 20mg auf 10mg, nach 2Wo zunehmende Absetzsymptome, nach 8Wo wieder Erhöhung, diesmal auf 30mg, nach weiteren 4 Mo zurück auf 20mg, Absetzsymptome weniger stark.

Seit 6/18 Citalopram 20mg
Weitere Medikamente:
Novopulmon wegen Bronchial-Asthma
Salbutamol (Notfallspray)
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2. Absetz-Versuch: Ausschleichen mit Wasserlösmethode:

3.5.20 Auf 19mg Citalopram
Keine nennenswerten Veränderungen. Evtl wegen
starker Asthma- und Allergie-Beschwerden
überlagert?

30.5.20 Auf 18mg Citalopram
Alles gut, keine Absetzerscheinungen
14.6.20 täglich mehrmals leichter Schwindel und
"wattiger" Kopf (an drei Tagen), also muss der
nächste Schritt diesmal länger warten
24.6.20 leichter Schlaf / aufgedreht, Muskelzucken
in den Beinen (RLS) in zwei Nächten
padma
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Re: Danke für dieses Forum und euren Einsatz!!!

Beitrag von padma »

hallo Schattenhirn, :)

ein verändertes Geschmacksempfinden ist ein mögliches Absetzsymptom, darüber wird häufiger berichtet.
Ich würde erstmal abwarten.

Ich würde gerne deinen Threadtitel ändern in " schleiche Citalopram aus" und deinen jetzigen Titel in deinen ersten Beitrag kopieren, okay?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Michael808
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Re: Danke für dieses Forum und euren Einsatz!!!

Beitrag von Michael808 »

Hallo Schattenhirn,

ich habe dieses Medikament zwar nicht genommen, aber ich denke, meine Art mit merkwürdigen Symptomen umzugehen lässt sich auch auf andere PP anwenden:

Ich stelle mir folgende Fragen:
Hatte ich das Symptom auch schon vor dem Medikament oder dessen Absatz?
Kann es psychosomatisch sein?

Die Beantwortung letzterer Frage mag medizinische Laien komliziert erscheinen, aber ich stelle mir das so vor: Wenn man nach dem geht, was Psychiater meinen, kann so ziemlich alles psychosomatisch sein. Aber das kann auch einfach eine Ausrede sein, um dem Patienten nicht sagen zu müssen, wie „bös“ solche Medikamente sein können. Ich denke, es gibt bestimmte Symptome, die psychosomatisch sein können wie Atemnot, Klos im Hals, Verspannungen, Herzrhythmusstörungen, Schwäche, Haarausfall, Übersäuerung/Sodbrennen (bestimmt habe ich noch einige vergessen). Das wären m.E. Reaktionen, die evolutionär bei Angst in irgend einer Weise Sinn machen – finde ich plausibel.

Aber Störungen wie brennende Zunge, Brain Zaps, Seh-, Sprach-, Hörstörungen, Gleichgewichtsstörungen, taube Gliedmaßen, Erektionsstörungen, Parästhesien und ähnlich skurille Dinge: Welchen Sinn sollten die evolutionär gesehen haben?

Mein nächster Schritt, sofern ich besorgt bin, wäre eine allgemeinmedizinisch Routineuntersuchung. Wenn dabei dann auch nichts rauskommt, wird man vermutlich erneut zu hören bekommen, es sei psychosomatisch oder man bilde es sich ein. Aber dann weiß man m.E., dass es von den Pharma-Drogen kommt.

LG
Michael
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Was tun, wenn die Depression zurückkommt?
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