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Kerstin: Venlafaxin absetzen

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Kerstin
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Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Kerstin »

Hallo an die Gruppe,
kurz zu meiner Geschichte - ich bin 55Jahre alt und nehme seit 25 Jahren Venlafaxin.
Vor einem Jahr habe ich mit dem Absetzen begonnen. Im Januar 21 war ich bei Null angelangt(zum Ende habe ich nur noch 5mg genommen). 7 Wochen habe ich es ausgehalten! Dann ging nix mehr und ich habe ein Kügelchen mit 12, 5 mg genommen. Nach drei Tagen ging es mir so schlecht, dass ich den Notarzt gerufen habe. Muskelsteifheit, Muskelzittern, leichtes Fieber, Stechen im Brustbereich.
Kennt das Jemand? Hatte schon Angst, dass es das Seretonin Syndrom ist, aber das kann doch eigentlich nicht sein???
Der Notarzt wusste nicht weiter und meine Psychologin ist im Urlaub.
Bin völlig ratlos was ich jetzt machen soll.
Habe panische Angst Venlafaxin wieder zu nehmen, aber die Entzugserscheinungen sind auch so krass.
Ist hier soetwas bei jemandem schon mal eingetreten?
Vielen Dank.
Zuletzt geändert von Straycat am 03.04.2021 18:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
bekomme meine Medikation nicht mehr vollständig zusammen

- 1995- 2000 erst Anafranil für ca 2 Monate, dann Trevilor (Dosiswechsel zwischen 75mg und 150mg)
- ab 2000 durchgängig bis 2020 Venlafaxin (Wechsel zwischen 75mg und 150mg)
keine Probleme beim Wechseln

- letzte Dosis bei 75mg bis 2020
- März 2020 Kaltentzug wg fehlende Medikamente

- starke Absetzsymptome über 4 Monate (mit hypomanischen Phasen)

- August 2020 Zusammenbruch, lt Ärztin "mittelschwere Depression", Eindosierung auf
75mg
Venlafaxin
- Dosiserhaltung bis Oktober 2020
- Mitte Oktober 2020 erneuter Absetzversuch
- nach Vorschrift der Ärztin alle 4 Wochen von 75 auf 37,5, dann auf Null Mitte Dezember 2020

- starke Absetzsymptome, daraufhin wieder auf 12,5mg
- innerhalb von 2 Wochen bis auf 5mg runter
- nach weiteren 2 Wochen auf Null
- Anfang Februar 2021 dann auf Null
- 7 Wochen Entzugserscheinungen, cbd öl anfangs geholfen

- Psychologin verschreibt mir Opipramol (nach 2 Tabletten wieder abgesetzt wg Suizidgedanken)
- Ende März 2021Johanniskraut Einnahme, keine Besserung
- Johanniskraut abgesetzt, 3Tage später erneute Einnahme von Venlafaxin 12,5 mg (habe nur
die retardierten Kügelchen von Heumann, also Pellets)
- 3 Tage danach zur Notfallklinik wg Muskelstarre, Schüttelfrost, leichtes Fieber, Benommenheit, Herzstechen (lt EKG alles in Ordnung)


- 15.04.2021 immernoch bei 12,5mg
wenig Besserung der Symptome (Unruhe, Übelkeit, Schwindel, Angst, totale Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Benommenheit)

-ab 16.4.21 Verbesserung der Symptome, trotzdem geräusch - und lichtempfindlich, Null Stresstoleranz, erschöpft
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Kerstin

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
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Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

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Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Kerstin,

willkommen bei uns im Forum.

Ohje, was du beschreibst klingt nach Absetzsymptomen und anschließend nach einer zu hohen Wiedereinnahme-Dosis :(

Wenn ich dich richtig verstehe, bist du von 5mg direkt auf 0mg gesprungen?
Für viele Betroffene ist das ein zu großer Schritt und sie reagieren darauf mit Absetzsymptomen. Die Symptome, die du beschreibst, sind typisch für Absetzsymptome.

Du schreibst, dass du ein Kügelchen mit 12,5mg wieder eingenommen hast. Ich gehe daher davon aus, dass du ein Präparat hast, in dem nur wenige "Pellets" in einer Kapsel sind (meist sind es bei einer 37,5mg-Kapsel 3 Pellets). Was du für ein kleinschrittigeres Wiedereindosieren bräuchtest, wäre ein Präparat bei dem die Kapsel viele kleine Kügelchen enthält. Die ermöglichen es dann, dass man kleinere Dosierungen hinbekommt.
Eine Wiedereindosierung ist immer eine heikle Sache, denn wenn man schon länger auf 0mg war (so wie du 7 Wochen), ist es möglich, dass man das Psychopharmakon (PP) nicht mehr so gut verträgt, wie früher. Auch die wiedereingenommene Dosis ist dabei ausschlaggebend. 12,5mg waren wohl eindeutig zu viel bei dir.
Es ist nun fraglich, ob es generell sinnvoll wäre es nochmal mit einer kleineren Wiedereinstiegsdosis zu probieren. Denn dafür bräuchtest du wie geschrieben eine Kapsel mit vielen kleinen Kügelchen. Hättest du eine solche zur Verfügung?
Oder könntest du dir ein entsprechendes Rezept für ein solches Präparat ausstellen lassen?

Hier findest du noch unsere FAQ zum Wiedereindosieren, damit du dich auch ein wenig dazu informieren kannst: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Bitte lies dir auch den Begrüßungstext, den dir Niemandsland :) eingestellt hat, gut durch. Darin findest du auch viele wichtige Infos - vor allem eine Signatur wäre sehr wichtig für den weiteren Austausch.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Kerstin »

Hallo Cat,

vielen Dank für die Antwort und ein dickes "Sorry" dafür, dass ich mich jetzt erst melde.

Mir ging es ziemlich schlecht in den letzten Tagen. Jetzt bin ich aber wieder einigermaßen stabil, nachdem ich nur noch wenig Venlafaxin einnehme.

Ich bin so dankbar, dass es diese Gruppe gibt!

Am Mittwoch gehe ich zu meiner Ärztin und lasse mir die Kapseln mit den kleinen Kügelchen verschreiben, damit ich sie besser dosieren kann.
Ich hoffe, dass sie es macht, da sie nicht so ganz bei mir ist mit den Entzugserscheinungen.

Jedenfalls tausend Dank für Infos und dass ich hier sein darf!

Einen wunderschönen Ostermontag!
bekomme meine Medikation nicht mehr vollständig zusammen

- 1995- 2000 erst Anafranil für ca 2 Monate, dann Trevilor (Dosiswechsel zwischen 75mg und 150mg)
- ab 2000 durchgängig bis 2020 Venlafaxin (Wechsel zwischen 75mg und 150mg)
keine Probleme beim Wechseln

- letzte Dosis bei 75mg bis 2020
- März 2020 Kaltentzug wg fehlende Medikamente

- starke Absetzsymptome über 4 Monate (mit hypomanischen Phasen)

- August 2020 Zusammenbruch, lt Ärztin "mittelschwere Depression", Eindosierung auf
75mg
Venlafaxin
- Dosiserhaltung bis Oktober 2020
- Mitte Oktober 2020 erneuter Absetzversuch
- nach Vorschrift der Ärztin alle 4 Wochen von 75 auf 37,5, dann auf Null Mitte Dezember 2020

- starke Absetzsymptome, daraufhin wieder auf 12,5mg
- innerhalb von 2 Wochen bis auf 5mg runter
- nach weiteren 2 Wochen auf Null
- Anfang Februar 2021 dann auf Null
- 7 Wochen Entzugserscheinungen, cbd öl anfangs geholfen

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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Kerstin,

das klingt nach einem Plan.

Zeig deiner Ärztin am besten diese offizielle, übersetzte Patienteninformation des englischen Berufsverbandes der Psychiater:

viewtopic.php?p=401827#p401827

Darin wird der Entzug und Entzugserscheinungen erklärt und zu einem sehr langsamen Ausschleichen geraten. Damit dürftest du
deine Chancen auf die Verschreibung stark verbessern.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Kerstin »

Hallo Niemandsland,
vielen Dank für die Info!

Mal schauen was sie dazu sagt.
Liebe Grüße
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Kerstin,

kein Problem. Versuche beim Arzt bestimmt, aber ruhig dein Anliegen durchzusetzen. Es bleibt immer dein Körper und deine Entscheidung ob und
welches Medikament du nehmen willst. Das vergessen viele Ärzte leider.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo Kerstin, :)

wenn du morgen zum Arzt gehst, musst du darauf achten, dass die Ärztin dir ein Präparat mit vielen Kügelchen (zB neuraxpharm, hexal u.a.) mit aut idem Kreuz verordnet, sonst (ohne Kreuz) muss die Apotheke wieder den Rabattartikel abgeben, wo vielleicht nur 3 oder 4 Plättchen drin sind.

Das noch rasch als Hinweis und willkommen im Forum :).


Grüße
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am 06.04.2021 10:14, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: falsche Information herausgelöscht
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Jamie,
Hallo Kerstin,

kurze Zusatzinfo: Die Venlafaxin Kapseln von 1A enthalten leider nicht mehr die kleinen Kügelchen. Die Rezeptur wurde geändert :(
Also dieses Präparat ist leider nicht mehr geeignet. Aber die anderen, die Jamie :) aufgezählt hat, sollten viele kleine Kügelchen enthalten.

Liebe Grüße,
Cat
 ! Nachricht von: Jamie
Danke liebe Cat für den Hinweis, ich habe die falsche Info aus meinem Beitrag gelöscht. Es war mir nicht bewusst, dass 1a pharma die Rezeptur geändert hat, danke fürs Klarstellen. Liebe Grüße Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am 06.04.2021 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: danke und infobox von Jamie
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Kerstin »

Hallo Niemandsland, cat und Jamie,

Vielen lieben Dank für die Nachrichten!!
Leider tue ich mich noch etwas schwer mit dem Forum. Weiß immer nicht so recht wo und wie ich antworten kann.

Deswegen hoffe ich jetzt ganz stark, dass alles so ankommt wie ich es beabsichtige.

Danke für den Tipp mit den 1A Pharma. Genau diese wollte ich mir verschreiben lassen!

Dann weiß ich jetzt Bescheid.

Vielen herzlichen Dank!
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Kerstin,

das passt so vollkommen, wie du es machst :)
Einfach hier in deinem Thread unten auf "antworten" klicken. Jeder Benutzer hat hier im Forum seinen eigenen Absetz-Thread. So bleiben Verläufe und Fragen beisammen.

Die Rezeptur von 1A-Pharma dürfte erst vor kurzem geändert worden sein. Bis vor einigen Wochen waren noch kleine Kügelchen in den Kapseln enthalten, aber nun sind sie auf einzelne wenige Pellets umgestiegen - leider :(
Hier gibt es eine Liste mit allen Herstellern, in der von den Benutzern ergänzt wurde, wo Kügelchen enthalten sind: viewtopic.php?p=332775#p332775

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Kerstin »

Hallo cat,

tausend Dank für die Hilfe!
Wovor ich etwas Angst habe, ist der Wechsel des Herstellers.
Hatte mal von Venlafaxin Heumann zu Trevilor gewechselt und habe das gar nicht vertragen.

Könnte man evtl auch die Pellets von Heumann "zerbröseln" und mit einer Feinwaage abwiegen?

Liebe Grüße Kerstin
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Kerstin,

die Pellets und Kügelchen in den Venlafaxin-Kapseln dürfen nicht weiter "verarbeitet" (zB zerbröselt, zermörsert, abgefeilt) werden, da auf diesen Pellets und Kügelchen die Retardierung aufgebracht ist. Durch die Bearbeitung wäre die Retardierung eventuell beschädigt und der Wirkstoff würde schneller als gewohnt anfluten. Das steht auch alles so in den Grundlageninfos, die dir Niemandsland oben verlinkt hat - diese bitte unbedingt gut durchlesen :)

Wechsel von einem Hersteller zum anderen werden von vielen Betroffenen nicht so einfach vertragen. Aber wenn du eine kleinere Dosis als 12,5mg wiedereindosieren willst, wird dir ein Umstieg zu einem Kügelchen-Präparat leider nicht erspart bleiben :(

Kannst du bitte noch eine Signatur anlegen? Das ist für den Austausch hier sehr wichtig. Denn so hat man dann die gesamte Absetzhistorie auf einen Blick und muss nicht im Thread erst alles nachlesen. Wie du eine Signatur anlegst und was hineingehört, ist im Begrüßungstext, den dir Niemandsland :) eingestellt hat, verlinkt.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Kerstin: Venlafaxin absetzen

Beitrag von Kerstin »

Alles klar, liebe cat!
Mach ich.

Nochmals vielen Dank!
Liebe Grüße,
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- 3 Tage danach zur Notfallklinik wg Muskelstarre, Schüttelfrost, leichtes Fieber, Benommenheit, Herzstechen (lt EKG alles in Ordnung)


- 15.04.2021 immernoch bei 12,5mg
wenig Besserung der Symptome (Unruhe, Übelkeit, Schwindel, Angst, totale Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Benommenheit)

-ab 16.4.21 Verbesserung der Symptome, trotzdem geräusch - und lichtempfindlich, Null Stresstoleranz, erschöpft
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