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Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

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Isabell1978
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Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo und vielen Dank für die Aufnahme in dieses Forum.
Ich bin mittlerweile sehr verzweifelt und suche Hilfe.
Zu meinem Problem.

Vor ca. 7 Wochen habe ich meine Paroxetin Einnahme von alle 2 Tage 5mg, eigenmächtig ( ich weiß das es ein Fehler war ) erhöht auf täglich 10 mg. ( 10mg ist allerdings die Anfangsdosis ).

4 Tage später wachte ich nachts auf mit Herzrasen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Übelkeit und Ohrenrauschen. Ich rief den Notarzt, der mich in die Notaufnahme fuhr.
Blut und EKG waren völlig in Ordnung. Ich wurde wieder heim geschickt.

Ich dachte gar nicht mehr an die Tabletten Erhöhung. Erst als der Arzt dort fragte, kam ich darauf. Habe dann nach 6 Tagen von 10mg wieder reduziert auf 5mg täglich. Mir erschien 10mg zu hoch, da ich nur noch 43 kg wiege. In dieser 1. Woche ging es mir richtig schlecht. Konnte auch so gut wie nichts essen. In der 2. und 3. Woche war es fast schon wieder gut.
Ab der 4. Und 5. Woche wieder schlechter.

Kopfweh und Übelkeit habe ich nicht mehr.
Aber diese Nervosität und kribbeln am Körper und dieses Kopfrauschen mit Geräuschempfindlichkeit ist bis heute geblieben. Auch habe ich seit gestern Abend wieder leichter Anstieg meines Blutdruck und Herzklopfen.

Mir geht es deshalb psychisch überhaupt nicht gut und ich weine viel. War letzten Dienstag dann endlich beim Psychiater und habe ihm alles erzählt.
Zur Beruhigung hat er mir Mirtazapin für die Nacht verschrieben. Aber auch das hilft nicht wirklich. Minimal.

Wie lange können diese Symptome noch anhalten? Wann kann ich mit Besserung rechnen? Es sind doch schon 7 Wochen vergangen? Müsste da nicht langsam eine Besserung eintreten?
Und wie kann ich sicher sein, dass meine Symptome von den Tabletten kommen und ich nicht eine andere Erkrankung habe?

Habe seit einem Jahr auch schon Magen Darm Probleme. Deshalb auch mein starker Gewichtsverlust. Wäre um Hilfe sehr dankbar.
Weiß nicht mehr weiter was ich tun soll.
Ich halte das bald nicht mehr aus.
Zuletzt geändert von Jamie am 16.04.2021 14:22, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Januar 2007: Plötzlich aufkommender Schwindel mit kribbeln am Körper. 2 Panikattacken. Deshalb Tavor Einnahme.
April 2007 Aufenthalt in einer Psychiatrie für 4 Monate. Medikamente: Venlafaxin und Promethazin. Entzug von Tavor.
Nach Entlassung der Klinik kein Promethazin mehr nötig.
Oktober 2007 langsames Reduzieren von Venlafaxin.
2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
Seit August 2020 5mg alle 2 Tage.

Am 04.03.2021 in Eigenregie Paroxetin von 5mg alle 2 Tage, Dosis erhöht auf täglich 10mg.
Ab 08.03.2021 nachts aufgewacht mit Bluthochdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrenrauschen und kribbeln am Körper.
Ab 10.03.2021 gewechselt von täglich 10mg auf 5mg. Dieser Zustand ( vom 08.03.) ging ca. 7 Tage. Starkes Krankheitsgefühl. Kaum Essensaufnahme möglich. Gewichtsverlust.
2. Woche fast wieder gut. Nur noch Ohrenrauschen und geräuschempfindlich. 3. Woche wieder schlechter. Starke Nervosität zu spüren....unangenehmes Kribbeln im Bauchbereich. Weinerlich. Gereizt.
4. Woche so wie 2. Woche.
5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
6. Woche weiterhin nervöse Unruhe und durchgehendes Ohrenrauschen mit ab und zu piepen im Ohr. Weiterhin geräuschempfindlich.
Da ich nervlich am Ende war, Termin beim Psychiater ausgemacht. Er hat mir nun folgendes verschrieben zusätzlich:
Seit 08.04.21 15mg Mirtazapin zur Beruhigung für die Nacht. Wegen meines Untergewichts soll ich nur 3,75 mg nehmen. Entspricht einer viertel Tablette.
Seit 27.05.21 Mirtazapin erhöht auf 7,5 mg täglich zur Nacht.
Promethazin verschrieben bekommen als Bedarfsmedikament.
Aktuelles Gewicht 43kg bei einer Größe von 160 cm. Bin 42 Jahre alt.
padma
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von padma »

hallo Isabell, :)

willkommen im ADFD.

Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht.
Alles was du beschreibst sind typische Entzugssymptome, es ist sehr unwahrscheinlich, dass du an einer anderen Erkrankung leidest. Ich hoffe, ich kann dich diesbezüglich beruhigen.

Dein Magen/Darmproblem hast du sicher schon abklären lassen? Magen/Darmprobleme sind eine häufige Nebenwirkung und auch ein häufiges Absetzsymptom bei Antidepressiva. Das liegt mit daran, dass ein Großteil des Serotonins sich im Darm befindet.

Die Art, wie du reduziert hast, war sehr ungünstig. Psychiater empfehlen das leider oft so. Tägliche wechselnde Dosierung belasten das ZNS sehr. Auch die großen Sprünge nach unten und oben waren ungünstig. Daher ist es nicht erstaunlich, dass es dir jetzt so schlecht geht.
Wie lange können diese Symptome noch anhalten? Wann kann ich mit Besserung rechnen? Es sind doch schon 7 Wochen vergangen? Müsste da nicht langsam eine Besserung eintreten?
7 Wochen sind noch keine Zeit. Es kann durchaus noch dauern bis eine Besserung eintritt. Leider kann man nicht vorhersehen, wie lange genau.

Du nimmst jetzt täglich 5 mg Paroxetin ein, richtg? Es ist wichtig, dass jetzt Ruhe reinkommt, damit das ZNS sich auf eine konstante Dosis einstellen kann. Ich würde daher jetzt für einige Zeit bei der Dosis bleiben.
Zur Beruhigung hat er mir Mirtazapin für die Nacht verschrieben. Aber auch das hilft nicht wirklich. Minimal.
Wenn es nur minimal hilft, ist es natürlich die Frage, ob die Einnahme Sinn macht. Seit wann genau nimmst du es?
Nimmst du ein Viertel einer 15 mg Tablette? Das wären 3,75 mg, da hast du dich in deiner Signatur verrechnet.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von padma »

Hallo Isabelle, :)

jetzt noch unser Begrüßungstext. Lies dir die Infos bitte sorgfältig durch, damit du verstehst, was mit dir passiert ist und wie du später ausschleichen kannst.

Begrüßungstext:
Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
padma
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Isabell1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo padma!
Ganz lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Ja, nun bin ich etwas beruhigt. Hätte nie gedacht, dass solche kleine Dosierungen solch starke Symptome verursachen können.
Wegen meines Magen Darm Problems konnte mir bis jetzt auch noch keiner helfen. Bei einer Magenspiegelung kam lediglich eine leichte chronische Gastritis raus, die aber angeblich nicht für solche Magenschmerzen verantwortlich wären. Ist es besser viel oder eher weniger Serotonin im Darm zu haben?
Ja, momentan nehme ich 5 mg Paroxetin täglich ein. Werde die Dosis jetzt erst mal so beibehalten.
Mirtazapin nehme ich jetzt ca. eine Woche und 3 Tage. Nachts kann ich dadurch etwas besser schlafen. Ja, dass muss ich in meiner Signatur noch ändern. Ich meine natürlich 3,75 mg. Entsprechend eine viertel Tablette von 15 mg.
Nochmal herzlichen Dank für deine Mühe mir zu helfen. Das ist nicht selbstverständlich.

Noch eine Frage hätte ich: Ist mein Post hier öffentlich? Oder ist er verborgen, sodass ich ihn extra nochmals öffentlich posten müsste hier in einem Thema?

Herzliche Grüße
Isabell
Januar 2007: Plötzlich aufkommender Schwindel mit kribbeln am Körper. 2 Panikattacken. Deshalb Tavor Einnahme.
April 2007 Aufenthalt in einer Psychiatrie für 4 Monate. Medikamente: Venlafaxin und Promethazin. Entzug von Tavor.
Nach Entlassung der Klinik kein Promethazin mehr nötig.
Oktober 2007 langsames Reduzieren von Venlafaxin.
2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
Seit August 2020 5mg alle 2 Tage.

Am 04.03.2021 in Eigenregie Paroxetin von 5mg alle 2 Tage, Dosis erhöht auf täglich 10mg.
Ab 08.03.2021 nachts aufgewacht mit Bluthochdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrenrauschen und kribbeln am Körper.
Ab 10.03.2021 gewechselt von täglich 10mg auf 5mg. Dieser Zustand ( vom 08.03.) ging ca. 7 Tage. Starkes Krankheitsgefühl. Kaum Essensaufnahme möglich. Gewichtsverlust.
2. Woche fast wieder gut. Nur noch Ohrenrauschen und geräuschempfindlich. 3. Woche wieder schlechter. Starke Nervosität zu spüren....unangenehmes Kribbeln im Bauchbereich. Weinerlich. Gereizt.
4. Woche so wie 2. Woche.
5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
6. Woche weiterhin nervöse Unruhe und durchgehendes Ohrenrauschen mit ab und zu piepen im Ohr. Weiterhin geräuschempfindlich.
Da ich nervlich am Ende war, Termin beim Psychiater ausgemacht. Er hat mir nun folgendes verschrieben zusätzlich:
Seit 08.04.21 15mg Mirtazapin zur Beruhigung für die Nacht. Wegen meines Untergewichts soll ich nur 3,75 mg nehmen. Entspricht einer viertel Tablette.
Seit 27.05.21 Mirtazapin erhöht auf 7,5 mg täglich zur Nacht.
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padma
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von padma »

hallo Isabell, :)
Ist es besser viel oder eher weniger Serotonin im Darm zu haben?
Da hat jeder Körper vermutlich seinen eigenen Maßstab, wieviel Serotonin er natürlicherweise im Darm hat. Das Problem ist, dass sich ja auch viele Serotoninrezeptoren im Darm befinden und die werden sowohl durch das AD als auch wieder beim Entzug in Mitleidenschaft gezogen. D.h. auch da müssen Anpassungsprozesse stattfinden, die sich in Magen/Darmbeschwerden äussern können.
Ist mein Post hier öffentlich? Oder ist er verborgen, sodass ich ihn extra nochmals öffentlich posten müsste hier in einem Thema?
Dein Post ist öffentlich sichtbar. Du bist mittlerweilen komplett freigeschaltet, so dass deine Beiträge gleich nach dem Senden lesbar sind.

liebe Grüsse,
padma
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Isabell1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo meine Lieben.
Die letzten 2 Wochen ging es mir wesentlich besser. Dachte schon, ich habe es so gut wie überstanden. Nun habe ich vorgestern 2 homöopathischen Mittelchen eingenommen für meinen Magen ( hat mir meine Heilpraktikerin verschrieben). Seitdem ist meine Nervosität wieder stärker geworden. Auch habe ich wieder leichte Kopfschmerzen und leichte Übelkeit.
Diese homöopathische Tropfen enthalten Alkohol. Kann diese geringe Menge schon das Nervensystem wieder durcheinander bringen? Vielleicht hat es auch gar nichts mit der Einnahme zu tun und es wäre sowieso wieder gekommen. Habe gelesen das Alkohol im zentralen Nervensystem wirkt. Habe die Tropfen morgen und mittags genommen. Jetzt natürlich abgesetzt.
Meine Frage nun, ob solche kleinen Veränderungen schon wieder solche Auswirkungen auf meine Symptome haben?
Wäre um jeden Tipp dankbar.
Januar 2007: Plötzlich aufkommender Schwindel mit kribbeln am Körper. 2 Panikattacken. Deshalb Tavor Einnahme.
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Oktober 2007 langsames Reduzieren von Venlafaxin.
2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
Seit August 2020 5mg alle 2 Tage.

Am 04.03.2021 in Eigenregie Paroxetin von 5mg alle 2 Tage, Dosis erhöht auf täglich 10mg.
Ab 08.03.2021 nachts aufgewacht mit Bluthochdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrenrauschen und kribbeln am Körper.
Ab 10.03.2021 gewechselt von täglich 10mg auf 5mg. Dieser Zustand ( vom 08.03.) ging ca. 7 Tage. Starkes Krankheitsgefühl. Kaum Essensaufnahme möglich. Gewichtsverlust.
2. Woche fast wieder gut. Nur noch Ohrenrauschen und geräuschempfindlich. 3. Woche wieder schlechter. Starke Nervosität zu spüren....unangenehmes Kribbeln im Bauchbereich. Weinerlich. Gereizt.
4. Woche so wie 2. Woche.
5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
6. Woche weiterhin nervöse Unruhe und durchgehendes Ohrenrauschen mit ab und zu piepen im Ohr. Weiterhin geräuschempfindlich.
Da ich nervlich am Ende war, Termin beim Psychiater ausgemacht. Er hat mir nun folgendes verschrieben zusätzlich:
Seit 08.04.21 15mg Mirtazapin zur Beruhigung für die Nacht. Wegen meines Untergewichts soll ich nur 3,75 mg nehmen. Entspricht einer viertel Tablette.
Seit 27.05.21 Mirtazapin erhöht auf 7,5 mg täglich zur Nacht.
Promethazin verschrieben bekommen als Bedarfsmedikament.
Aktuelles Gewicht 43kg bei einer Größe von 160 cm. Bin 42 Jahre alt.
Susanne1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Isabella, kannst du bitte mit Datum angeben seit wann du Mirta nimmst?
Lg Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 . /. 5% = 142,50 mg/ 01.02.2019 . /. 10% = 128,25 mg/ 01.03.2019 . /. 10%= 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg/ 01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg/ 11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg/ 11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg/ 29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg/ 18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg/ 01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg/ 26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg/ 23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
25.01.2021 = abzgl. 10% = 45,00 mg
29.01.2021 wieder auf 50 mg
10.02.2021. /. 10%= 45 mg
01.04.2021. /. 10%=40,5 mg
22.05.2021 37,5 mg :party2: 75% erreicht!
Isabell1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo Susanne.
Das Mirtazapin nehme ich seit 08.04.21. 3.75 mg.
LG Isabell
Januar 2007: Plötzlich aufkommender Schwindel mit kribbeln am Körper. 2 Panikattacken. Deshalb Tavor Einnahme.
April 2007 Aufenthalt in einer Psychiatrie für 4 Monate. Medikamente: Venlafaxin und Promethazin. Entzug von Tavor.
Nach Entlassung der Klinik kein Promethazin mehr nötig.
Oktober 2007 langsames Reduzieren von Venlafaxin.
2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
Seit August 2020 5mg alle 2 Tage.

Am 04.03.2021 in Eigenregie Paroxetin von 5mg alle 2 Tage, Dosis erhöht auf täglich 10mg.
Ab 08.03.2021 nachts aufgewacht mit Bluthochdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrenrauschen und kribbeln am Körper.
Ab 10.03.2021 gewechselt von täglich 10mg auf 5mg. Dieser Zustand ( vom 08.03.) ging ca. 7 Tage. Starkes Krankheitsgefühl. Kaum Essensaufnahme möglich. Gewichtsverlust.
2. Woche fast wieder gut. Nur noch Ohrenrauschen und geräuschempfindlich. 3. Woche wieder schlechter. Starke Nervosität zu spüren....unangenehmes Kribbeln im Bauchbereich. Weinerlich. Gereizt.
4. Woche so wie 2. Woche.
5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
6. Woche weiterhin nervöse Unruhe und durchgehendes Ohrenrauschen mit ab und zu piepen im Ohr. Weiterhin geräuschempfindlich.
Da ich nervlich am Ende war, Termin beim Psychiater ausgemacht. Er hat mir nun folgendes verschrieben zusätzlich:
Seit 08.04.21 15mg Mirtazapin zur Beruhigung für die Nacht. Wegen meines Untergewichts soll ich nur 3,75 mg nehmen. Entspricht einer viertel Tablette.
Seit 27.05.21 Mirtazapin erhöht auf 7,5 mg täglich zur Nacht.
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Susanne1978 »

Danke für den Nachtrag...
Ich denk, dass dein ZNS einfach gerade auf Hochtouren läuft. Es müssen ja die ganzen Veränderungen erstmal ins System eingebaut werden. Wobei ich es persönlich schade finde, dass der Arzt dir Mirta zum Deckeln gegeben hat. Denn die vorherigen Symptome klangen sehr stark nach Absetzsymptomen.

Wie ist dein weiterer Plan beim absetzen ect.?

LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 . /. 5% = 142,50 mg/ 01.02.2019 . /. 10% = 128,25 mg/ 01.03.2019 . /. 10%= 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg/ 01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg/ 11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg/ 11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg/ 29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg/ 18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg/ 01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg/ 26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg/ 23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
25.01.2021 = abzgl. 10% = 45,00 mg
29.01.2021 wieder auf 50 mg
10.02.2021. /. 10%= 45 mg
01.04.2021. /. 10%=40,5 mg
22.05.2021 37,5 mg :party2: 75% erreicht!
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Jamie »

Hallo Isabell, :)

homöopathische Medikamente können triggern, sprich ein gereiztes Nervensystem überfordern.
Dies liegt teilweise nicht nur am Alkohol (kann, nicht muss), sondern kann auch an dem Homöopathikum selber liegen.
Insbesondere Hochpotenzen werden oft nicht vertragen, aber auch Niederpotenzen können Symptome verstärken.

Ich würde die Einnahme erst einmal aussetzen und beobachten, ob sich dein Zustand bessert.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Isabell1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo Susanne.
Ich möchte eigentlich mit dem Paroxetin weiter ausschleichen. Habe das Gefühl, dass es mein Körper nicht mehr möchte, da ich so stark darauf reagiere. Es sind jetzt mehr als 8 Wochen her und ich kann bald nicht mehr. Weiß nicht was ich noch machen soll. Sollte mein Nervensystem eigentlich vor Stress schützen. Aber es geht nicht. Seit gestern ist jetzt auch noch mein Vater im Krankenhaus, was mich zusätzlich belastet. Ich könnte weinen den ganzen Tag. Möchte doch einfach nur wieder mein Leben zurück. Oder ist es besser das Mirtazapin etwas höher zu setzen. Die Erlaubnis hätte ich vom Psychiater. Allerdings werde ich davon nur etwas schläfrig. Aber das nervöse geht davon nicht weg Kann nicht richtig essen, da ich kein Hunger habe. Wiege viel zu wenig und wenn ich nicht bald mehr esse, wird es gefährlich.
Kannst du mir einen Rat geben?
Januar 2007: Plötzlich aufkommender Schwindel mit kribbeln am Körper. 2 Panikattacken. Deshalb Tavor Einnahme.
April 2007 Aufenthalt in einer Psychiatrie für 4 Monate. Medikamente: Venlafaxin und Promethazin. Entzug von Tavor.
Nach Entlassung der Klinik kein Promethazin mehr nötig.
Oktober 2007 langsames Reduzieren von Venlafaxin.
2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
Seit August 2020 5mg alle 2 Tage.

Am 04.03.2021 in Eigenregie Paroxetin von 5mg alle 2 Tage, Dosis erhöht auf täglich 10mg.
Ab 08.03.2021 nachts aufgewacht mit Bluthochdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrenrauschen und kribbeln am Körper.
Ab 10.03.2021 gewechselt von täglich 10mg auf 5mg. Dieser Zustand ( vom 08.03.) ging ca. 7 Tage. Starkes Krankheitsgefühl. Kaum Essensaufnahme möglich. Gewichtsverlust.
2. Woche fast wieder gut. Nur noch Ohrenrauschen und geräuschempfindlich. 3. Woche wieder schlechter. Starke Nervosität zu spüren....unangenehmes Kribbeln im Bauchbereich. Weinerlich. Gereizt.
4. Woche so wie 2. Woche.
5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
6. Woche weiterhin nervöse Unruhe und durchgehendes Ohrenrauschen mit ab und zu piepen im Ohr. Weiterhin geräuschempfindlich.
Da ich nervlich am Ende war, Termin beim Psychiater ausgemacht. Er hat mir nun folgendes verschrieben zusätzlich:
Seit 08.04.21 15mg Mirtazapin zur Beruhigung für die Nacht. Wegen meines Untergewichts soll ich nur 3,75 mg nehmen. Entspricht einer viertel Tablette.
Seit 27.05.21 Mirtazapin erhöht auf 7,5 mg täglich zur Nacht.
Promethazin verschrieben bekommen als Bedarfsmedikament.
Aktuelles Gewicht 43kg bei einer Größe von 160 cm. Bin 42 Jahre alt.
Isabell1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo Jamie!
Vielen Dank für deine Antwort. Ja. Das dachte ich mir jetzt auch, das es wahrscheinlich nicht gut war das zu nehmen. Am Montag hatte ich morgens damit angefangen und mittags habe ich es auch nochmal genommen. Dann habe ich eine Stunde später gemerkt, dass mein Körper wieder kribblig ist und ich unter Hochspannung stehe. Es war die letzten 2 Wochen viel besser, fast schon wieder wie vorher. Und jetzt geht es wieder los.
Ja. Ich werde es jetzt erst mal nicht mehr nehmen und abwarten.
LG Isabell
Januar 2007: Plötzlich aufkommender Schwindel mit kribbeln am Körper. 2 Panikattacken. Deshalb Tavor Einnahme.
April 2007 Aufenthalt in einer Psychiatrie für 4 Monate. Medikamente: Venlafaxin und Promethazin. Entzug von Tavor.
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Oktober 2007 langsames Reduzieren von Venlafaxin.
2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
Seit August 2020 5mg alle 2 Tage.

Am 04.03.2021 in Eigenregie Paroxetin von 5mg alle 2 Tage, Dosis erhöht auf täglich 10mg.
Ab 08.03.2021 nachts aufgewacht mit Bluthochdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrenrauschen und kribbeln am Körper.
Ab 10.03.2021 gewechselt von täglich 10mg auf 5mg. Dieser Zustand ( vom 08.03.) ging ca. 7 Tage. Starkes Krankheitsgefühl. Kaum Essensaufnahme möglich. Gewichtsverlust.
2. Woche fast wieder gut. Nur noch Ohrenrauschen und geräuschempfindlich. 3. Woche wieder schlechter. Starke Nervosität zu spüren....unangenehmes Kribbeln im Bauchbereich. Weinerlich. Gereizt.
4. Woche so wie 2. Woche.
5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
6. Woche weiterhin nervöse Unruhe und durchgehendes Ohrenrauschen mit ab und zu piepen im Ohr. Weiterhin geräuschempfindlich.
Da ich nervlich am Ende war, Termin beim Psychiater ausgemacht. Er hat mir nun folgendes verschrieben zusätzlich:
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padma
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von padma »

liebe Isabell, :)

das tut mir leid, dass dein Vater ins Krankenhaus musste. Das ist natürlich eine zusätzliche Belastung und die kann deine Symptome verstärken.

Dein Gewicht ist wirklich sehr niedrig, manchen hilft Mirtazapin da tatsächlich. Deine Nerven vor Stress schützen wird es nicht können. Müde machen tut es im unteren Dosisbereich.

Ich würde es jetzt erstmal so lassen und darauf setzen, dass du dich auf einer gleichbleibenden Dosis und späterem Ausschleichen von Paroxetin stabilisieren kannst.

Hier findest du Erfahrungen und Tipps zu Untergewicht viewtopic.php?p=331534#p331534

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

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Susanne1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Isabell, schraube nicht an zu vielen Stellen gleichzeitig... Paroxetin gehört leider wohl auch zu den Medikamenten die sehr schwer abzusetzen sind. Genau wie mein Venlafaxin.

Hast du schon Therapie gemacht? Gibt es etwas was dir gut tut? Mir tat lesen immer sehr gut und auch raus in die Natur. Ich würde wirklich gerne mehr schreiben, aber ich weiss nicht was.

Die Sorge mit deinem Papa kann ich verstehen, ich hatte das Problem an Weihnachten. Er ist im Krankenhaus in guten Händen, es wird sich um ihn gekümmert. Dank Corona dürfen wir auch nicht in die Kliniken. Daher versuche deine Verantwortung einfach in die Hände der Schwestern zu geben.

Lg Susanne

Ps: Wenn die Sonne bei dir scheint, dann setze dich raus und genieße sie.
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 . /. 5% = 142,50 mg/ 01.02.2019 . /. 10% = 128,25 mg/ 01.03.2019 . /. 10%= 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg/ 01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg/ 11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg/ 11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg/ 29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg/ 18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg/ 01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg/ 26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg/ 23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
25.01.2021 = abzgl. 10% = 45,00 mg
29.01.2021 wieder auf 50 mg
10.02.2021. /. 10%= 45 mg
01.04.2021. /. 10%=40,5 mg
22.05.2021 37,5 mg :party2: 75% erreicht!
Isabell1978
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Hallo meine Lieben!

Wollte mal erzählen wie es mir die letzten Tage ergangen ist.
Meine Symptome werden langsam besser. Allerdings habe ich weiterhin gute Tage und Tage an denen ich sehr nervös und Unruhe in mir habe.
Habe die Hoffnung das es stetig besser wird.

Liebe Susanne!
Psychotherapie mache ich schon seit 2007, mit kurzen Unterbrechungen. Hilft mir aber nicht wirklich. Ansonsten gehe ich öfters spazieren, was mir tatsächlich gut tut.
Mein Vater wurde am Freitag operiert. Soweit scheint es ihm gut zu gehen. Leider dürfen wir aus Corona bedingter Situation ihn nicht besuchen.

Was ich noch fragen wollte: Habe über einen Speichel und Urintest meine Neurotransmitter untersuchen lassen. BurnOut Test. DHEA, Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Adrenalin und Cortisol wurden da gemessen. Obwohl ich so starke Symptome hatte, sind die Werte völlig in Ordnung. Wie kann das sein? Diese Botenstoffe müssten doch durcheinander sein? Sonst würde ich das doch nicht so stark merken? Oder sind diese Tests nicht aussagekräftig?


Liebe padma!
Mein Vater wurde am Freitag operiert. Zum Glück ist alles so weit gut gegangen.
Bis jetzt habe ich leider von dem Mirtazapin nicht zugenommen. Auch verspüre ich keinen Heißhunger, wie viele berichten.
Ja. Die Dosis werde ich vorerst so lassen, bis ich wieder stabil bin und keine Symptome mehr habe.
Vielen Dank für den Link mit den Tipps für Untergewicht.
Was ich noch fragen wollte: Meine Nebenwirkungen begannen ja mit dem Erhöhen von Paroxetin. Kann das Erhöhen von Antidepressiva genauso starke Symptome verursachen, wie das reduzieren? Als ich damals vor 3 Jahren mit dem Medikament angefangen habe, habe ich gar nichts gemerkt. Und jetzt reagiere ich auf einmal so stark. Das verstehe ich nicht.

Liebe Grüße an euch alle und herzlichen Dank für eure ausführlichen Antworten :-)!
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2018 Ausschleichen von Venlafaxin und Einschleichen von Paroxetin ( wegen leichten Zwangsgedanken ). Höchstdosis 20mg.
Ab 2019 langsames Reduzieren von Paroxetin von 20mg auf 15mg. 6 Monate später auf 10mg. Anschließend auf 5mg ( Tabletten in der Mitte geteilt, da 10mg die niedrigste Dosis ist ).
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Straycat »

Hallo Isabell,
Isabell1978 hat geschrieben: 10.05.2021 15:37 Was ich noch fragen wollte: Habe über einen Speichel und Urintest meine Neurotransmitter untersuchen lassen. BurnOut Test. DHEA, Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Adrenalin und Cortisol wurden da gemessen. Obwohl ich so starke Symptome hatte, sind die Werte völlig in Ordnung. Wie kann das sein? Diese Botenstoffe müssten doch durcheinander sein? Sonst würde ich das doch nicht so stark merken? Oder sind diese Tests nicht aussagekräftig?
Solche Tests sind in der Tat leider überhaupt nicht aussagekräftig. Botenstoffe sind überall im Körper - im Gehirn, im Darm, usw usf.
Ihre Konzentration kann man leider über keinen Test wirklich messen, zumal die aussagekräftigste Konzentration im Gehirn vorliegen könnte (und dort kann man sie im lebenden Menschen nicht messen). Darüber hinaus würde auch das nicht viel aussagen, da die Konzentration der Botenstoffe noch nichts über das psychische Befinden aussagt.

Psychische Probleme können nach wie vor (leider) nur über die Befragung des Patienten und die Anamnese festgestellt werden. Dass das sehr unzuverlässig ist, liegt auf der Hand. Aber leider gibt es nach wie vor keine Messungen von irgendwelchen Parametern, die zuverlässige Aussagen über den psychischen Zustand einer Person liefern könnten.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von padma »

liebe Isabell, :)

schön zu hören, dass die OP bei deinem Vater gut gelaufen ist. Das erleichtert dich bestimmt sehr.
Und gut, dass deine Symptome sich bessern.
Kann das Erhöhen von Antidepressiva genauso starke Symptome verursachen, wie das reduzieren? Als ich damals vor 3 Jahren mit dem Medikament angefangen habe, habe ich gar nichts gemerkt. Und jetzt reagiere ich auf einmal so stark. Das verstehe ich nicht.
Ja, das Erhöhen kann genauso starke Symptome machen, wie das Reduzieren. Für das ZNS ist jede Dosisänderung Stress, egal ob nach oben oder unten.

Das ZNS wird durch Absetz(versuche), starke Dosisänderungen, weitere Medikamente etc. immer empfindlicher. Das nennt sich kindling Effekt viewtopic.php?p=311667#p311667 (runter scrollen). Daher ist es durchaus typisch, dass du jetzt Schwierigkeiten hast, die du vor 3 Jahren nicht hattest.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von karamaus05 »

Hallo Isabell,

Auch ich nehme zur Zeit das Paroxetin, zur Zeit 20 mg ( von 40mg ursprünglich).
Ich wollte nochmal nachfragen wie Du die 5 mg nimmst.
Denn die 10 kann man ja leider nicht teilen.
Wenn Du sie immer durchbrichst, könnte die Dosis täglich schwanken.
Ich weiss das es noch Tropfen gibt aber ob die verträglich sind weiss ich nicht.
Ich stehe nachher vor demselben Problem wegen der Teilung. Ich bin zur Zeit gut stabil und werde weiter in 10% Schritten runtergehen, ich warte aber noch etwas ab.
Leider empfiehlt mein Arzt bis zur 10 mg Dosis in 10 mg Schritten vorzugehen, was viel zu viel ist.

Ich drücke die Daumen und wünsche Dir gute Besserung.

Lg Karamaus
Diagnosen : schwere Depressive Episode, Hypochondrie, Agoraphoboie
Seit 2015 Einnahme von Paroxetin 20 mg.

Erneute Depressive Episode

Februar 2020: 40 mg Paroxetin
Januar 2021: 30 mg Paroxetin
April 2021 : 20 mg
Die nächsten Absetzschritte werden in der 10 % Regel erfolgen. Die Probleme fangen bei mir im unteren Bereich an .
Eine Schwangerschaft unter Paroxetin, mein Sohn hatte nach der Geburt eine Pulmonale Hypertonie, höchstwahrscheinlich durch das Paroxetin.
Straycat
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Straycat »

Liebe Isabell,
Liebe Karamaus,

bei Paroxetin empfiehlt sich meistens ein Umstieg auf die Tropfenform, da die Wasserlösmethode für Paroxetin nicht anwendbar ist und es im unteren Dosisbereich schwierig wird, mit einer bezahlbaren Feinwaage zu arbeiten.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Isabell1978: Paroxetin erhöht und jetzt Nebenwirkungen.

Beitrag von Isabell1978 »

Liebe Straycat!

Ich werde es auf jedenfall bei meinem nächsten Termin ansprechen, dass mit der Tropfenform! Momentan arbeite ich mit Feinwaage und bin bei Paroxetin bei einem Gewicht von noch 0,035 g. Das ist sehr wenig! Wird aber tatsächlich immer schwieriger die Tabletten genau auf dieses Gewicht zu bringen.
Auch habe ich mir überlegt für den Notfall ( Wenn ich mal wirklich stark nervös bin ) mir Promethazin verschreiben zu lassen. Das habe ich damals in der Klinik gut vertragen und es hat mir sehr geholfen über den Entzug von Tavor zu kommen. Werde aber auch da nach Tropfenform fragen.
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5. Woche etwas besser. Nervosität nur noch teilweise.
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